    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Kleine Anfrage: Auswirkungen von Wehr- und Zivildienst</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=11-99-120-134&amp;aid=745</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Libanon</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11">Sicherheitspolitik und Bundeswehr</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=99">Vereinte Nationen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=135">Asien</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=134">Libanon</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-99-134">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B99%2B134">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Kleine Anfrage: Auswirkungen von Wehr- und Zivildienst         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 17. September 2008 18:35:47 +02:00 (99555 Aufrufe)            </div>
            <div>    Winfried Nachtwei hat gemeinsam mit Kai Gehring eine Anfrage an die Bundesregierung zu den Auswirkungen von Wehr- und Zivildienst gerichtet. <br />
Die Anfrage findet sich hier:<br />
</div>
            <div>    <p>
Deutscher Bundestag                                                                                 Drucksache 16/10256
</p>
<p>
16.
Wahlperiode                                                                                                                                                                                                                                        
17. 09. 2008
</p>
<p>
<strong>Kleine Anfrage</strong>
</p>
<p>
<strong>der Abgeordneten Kai
Gehring, Winfried Nachtwei, Ekin DeligÃ¶z, Katrin GÃ¶ring-Eckardt, Britta
HaÃŸelmann, Priska Hinz (Herborn), Krista Sager, Grietje Staffelt
(Flensburg), Marieluise Beck (Bremen), Thilo Hoppe, Ute Koczy, Kerstin
MÃ¼ller (KÃ¶ln), Omid Nouripour, Claudia Roth (Augsburg), Rainder
Steenblock, JÃ¼rgen Trittin, Elisabeth Scharfenberg und der Fraktion
BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN
</strong>
</p>
<p>
<strong>Auswirkungen von Wehr- und Zivildienst</strong>
</p>
<p>
Nach der
aktuellen Studie des Helsinki Center of Economic Research (HECER) hat
die Wehrpflicht einen deutlich negativen Einfluss auf die
volkswirtschaftliche Entwicklung eines Landes: jor OECD countries, we
show that military conscription indeed has a statistically significant
negative impact on economic performance.&quot;, zitiert nach HECER, Military
Draft and Economic Growth in OECD Countries, 2008. Einen Viertel
Prozentpunkt des Wirtschaftswachstums koste die Wehrpflicht jÃ¤hrlich
eine entwickelte Volkswirtschaft. Zu einer Ã¤hnlichen EinschÃ¤tzung kam
bereits 2004 das DIW: â€žAus Ã¶konomischer Sicht ist eine Berufsarmee
einer Wehrpflichtarmee vorzuziehen.&quot; (Wochenbericht des DIW Berlin
4/04).
</p>
<p>
Die Wehrpflicht
und der aus ihr abgeleitete Zivildienst stellen einen gravierenden
Einschnitt in die Bildungs- und Erwerbsbiographien junger MÃ¤nner dar.
Wehr- und Zivildienstleistende sind gegenÃ¼ber der groÃŸen Zahl derer,
die ausgemustert werden, benachteiligt. Laut HECER-Studie entstehen
ihnen und auch der gesamten Volkswirtschaft materielle Verluste und
Nachteile. Den Pflichtdienstleistenden gehe zum Beispiel ein in der
Regel hohes letztes Jahresgehalt verloren und sie haben auf das Leben
hochgerechnet niedrigere Einkommen. Die Volkswirtschaft verzichte damit
auf Kaufkraft, Steuern und Sozialabgaben.
</p>
<p>
Die Zahl der
Wehrdienstleistenden ist in den letzten 15 Jahren um nahezu Dreiviertel
gesunken. Die allgemeine Wehrpflicht wird in Deutschland Ã¼berwiegend
von Kriegsdienstverweigerern erfÃ¼llt und ist durch die
Einberufungspraxis der Bundesregierung zu einer allgemeinen
Dienstpflicht fÃ¼r Kriegsdienstverweigerer geworden. Wer tauglich
gemustert worden ist, kann zum Wehrdienst herangezogen werden, wer
verweigert hat, muss dienen. Laut Angaben des Bundesamtes fÃ¼r den
Zivildienst leisten derzeit 66 517 junge MÃ¤nner Zivildienst (Quelle: <a href="http://www.bmfsfj.de/">www.bmfsfj.de</a> und 36 418 den Grundwehrdienst (Quelle: http: <a href="http://www.bundeswehr.de/">www.bundeswehr.de</a>).
Bei durchschnittlichen JahrgangsstÃ¤rken von ca. 430 000 drÃ¤ngt sich in
der Ã–ffentlichkeit die Frage nach der Wehrgerechtigkeit ebenso auf wie
die grundsÃ¤tzliche Frage nach der Akzeptanz und der LegitimitÃ¤t von
Wehrpflicht und Zivildienst.
</p>
<p>
Die
â€žZentralstelle fÃ¼r Recht und Schutz der Kriegesdienstverweigerer&quot;
(Zentralstelle KDV) kritisierte zuletzt in einer Pressekonferenz am 2.
September 2008 eine massive Benachteiligung von
Kriegsdienstverweigerern gegenÃ¼ber Wehrdienstwilligen. Demnach wÃ¼rden
dieses Jahr insgesamt 90 000 Zivildienstleistende einberufen, wÃ¤hrend
60 000 Wehrpflichtige Wehrdienst leisten mÃ¼ssten. Neben diesem
MissverhÃ¤ltnis kritisierte die Zentralstelle die Ungleichbehandlung von
Wehrdienst- und Zivildiensteinberufenen. WÃ¤hrend die
KreiswehrersatzÃ¤mter jeden fÃ¼nften Einberufungsbescheid nach Eingaben
des Einberufenen aufheben wÃ¼rden, wÃ¼rde dass Bundesamt fÃ¼r Zivildienst
fÃ¼r den Zivildienst nur ca. jede hundertste Einberufung aufheben.
Mehrere Tausend Wehrpflichtige wÃ¼rden nur deshalb als tauglich
eingestuft, weil sie bereits vor der Musterung einen KDV-Antrag
gestellt hÃ¤tten. Dies ergÃ¤be sich aus einem statistischen Vergleich mit
Ausgemusterten, die vor ihrer Musterung keinen KDV-Antrag gestellt
hÃ¤tten (vgl. <a href="http://www.zentralstelle-kdv.de/pdf/presse-2-9-2008.pdf%29.">www.zentralstelle-kdv.de/pdf/presse-2-9-2008.pdf).</a>
</p>
<p>
Diese neuen
Untersuchungsergebnisse werfen erneut grundsÃ¤tzliche Fragen zu
Auswirkungen und Effekten von Wehr- und Zivildienst in Deutschland auf.
</p>
<p>
Wir fragen die Bundesregierung:
</p>
<p>
1
. Wie bewertet die Bundesregierung die fachlichen Ergebnisse der HECER-
Studie, wonach LÃ¤nder mit Wehr- und Zivildienst im Vergleich zu LÃ¤ndern
mit einer Freiwilligenarmee und professionellen Sozialdiensten eine
niedrigere Wirtschaftsleistung und ein geringeres Wachstum haben und
die vergleichbaren Ergebnisse der DIW-Studie? und welche Konsequenzen
zieht sie daraus?
</p>
<p>
2.  Teilt
die Bundesregierung die Aussage der Studie, dass durch die Wehrpflicht
volkswirtschaftliche Kosten von etwa einem Viertel-Prozentpunkt
Wirtschaftswachstum entstÃ¼nden? Falls nein, welche
volkswirtschaftlichen Kosten verursacht nach EinschÃ¤tzung der
Bundesregierung die Wehrpflicht?
</p>
<p>
3.    Welche
volkswirtschaftlichen und individuellen Kosten sieht die
Bundesregierung durch die Unterbrechung von Bildungs- und
Erwerbsbiografien durch die Ableistung der Pflichtdienste?
</p>
<p>
4. Welche kalkulatorischen Kosten fÃ¼r den Bundeshaushalt verursacht im Schnitt
</p>
<p>
a)    ein Grundwehrdienstleistender,
</p>
<p>
b)    ein freiwillig lÃ¤ngerdienender Wehrdienstleistender,
</p>
<p>
c)     ein Zivildienstleistender,
</p>
<p>
d)    ein Freiwilliger im Inland (FSJ, FÃ–J),
</p>
<p>
e) ein Freiwilliger im Ausland (ADiA, weltwÃ¤rts, u. a.)
</p>
<p>
und wie groÃŸ ist im Schnitt die Summe, die netto bei den jeweiligen ankommt?
</p>
<p>
5.  Wie
beurteilt die Bundesregierung die Auswirkung der Ableistung von
Pflichtdiensten auf die Ausbildungschancen junger MÃ¤nner, insbesondere
vor dem Hintergrund massenhaft fehlender Ausbildungs- und StudienplÃ¤tze
und der daraus resultierenden schwierigen Zugangsbedingungen zum
Ausbildungs- und Hochschulsystem?
</p>
<p>
6.  Wie
beurteilt die Bundesregierung die Auswirkung der Ableistung von
Pflichtdiensten auf die Arbeitsmarktchancen junger MÃ¤nner in der
Konkurrenz zu Mitbewerberinnen und nicht einberufenen Mitbewerbern auf
dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt mit Blick auf den
spÃ¤teren Berufseintritt?
</p>
<p>
7.  Wie
hoch schÃ¤tzt die Bundesregierung durchschnittlich den durch die
Pflichtdienste verursachten Wegfall des letzten Jahresgehaltes eines
zum Pflichtdienst einberufenen und den dadurch entstehenden
volkswirtschaftlichen Ausfall von Kaufkraft, Steuern und Sozialabgaben
in den vergangenen zehn Jahren ein und wie bewertet sie diesen?
</p>
<p>
8.       Welche
gesamtstaatlichen und volkswirtschaftlichen Kosten entstehen zurzeit
jÃ¤hrlich durch Wehr- und Zivildienst und wie setzen sich diese
zusammen?
</p>
<p>
9.       Inwiefern
hÃ¤lt es die Bundesregierung - gerade auch unter dem Aspekt der
Wehrgerechtigkeit - fÃ¼r gerechtfertigt, dass ein
Pflichtdienstleistender, auf das gesamte Leben hochgerechnet, ein
niedrigeres Einkommen hat, als jemand der fÃ¼r nicht tauglich erklÃ¤rt
wird und wie will sie dem entgegen wirken?
</p>
<p>
10.   Inwiefern
teilt die Bundesregierung die Expertise des DIW, wonach die Differenz
zwischen gezahltem Wehrsold samt empfangenen Sachleistungen und dem
entgangenen Anteil am Lebensarbeitseinkommen als implizite
Einkommensteuer gelten kann, und inwiefern sieht die Bundesregierung
durch die Differenz das Gebot der Allgemeinheit einer Steuer durch die
Wehrpflicht verletzt (vgl. Wochenbericht des DIW Berlin 4/04)?
</p>
<p>
11.      Wie
bewertet die Bundesregierung das in der HECER-Studie kritisierte
ungÃ¼nstige VerhÃ¤ltnis von Ausbildungszeit zu Einsatzzeit und die hohe
Fluktuationsrate nach Beendigung des Wehrdienstes?
</p>
<p>
12.      Wie
bewertet die Bundesregierung das Ergebnis der HECER-Studie, wonach die
teilweise weniger ausgeprÃ¤gte Motivation der Rekruten, insgesamt zu
geringerer ProduktivitÃ¤t gegenÃ¼ber freiwilligen Soldaten fÃ¼hre?
</p>
<p>
13.      Wie
hoch schÃ¤tzt die Bundesregierung die hÃ¶heren OpportunitÃ¤tskosten, die
laut der HECER-Studie bei Wehrpflichtarmeen entstehen, wie bewertet sie
diese und welche Konsequenzen zieht sie daraus?
</p>
<p>
14.   Inwiefern
sind die steigende KomplexitÃ¤t der Aufgaben der Bundeswehr und die
steigenden Anforderungen an die Soldatinnen und Soldaten mit dem
Einsatz von in kurzer Zeit ausgebildeten Wehrdienstleistenden zu
vereinbaren?
</p>
<p>
15.   Welche
Mehrkosten entstehen in Hinblick auf die langfristige Reduzierung der
Truppe durch die Differenz zwischen der Zahl der einberufenen
Wehrpflichtigen und den zur VerfÃ¼gung stehenden KapazitÃ¤ten bei der
Bundeswehr (vgl. z. B. Tagesspiegel, 18. Juli 2008)?
</p>
<p>
16.  Inwiefern sieht die Bundesregierung die Wehrgerechtigkeit als gewÃ¤hrleistet an und wie begrÃ¼ndet sie ihre EinschÃ¤tzung?
</p>
<p>
17.  Inwiefern und innerhalb welches Zeitrahmens plant die Bundesregierung MaÃŸnahmen, um die Wehrgerechtigkeit zu verbessern?
</p>
<p>
18.   Wie
kommt die hohe Zahl derer zustande, die - z. B. im Jahrgang 1984 knapp
60 Prozent des Jahrgangs - weder Wehr- noch Zivildienst leisten, wie
bewertet die Bundesregierung diese Entwicklung und welche Konsequenzen
zieht sie daraus?
</p>
<p>
19.  a)
Teilt die Bundesregierung die von der Zentralstelle KDV genannten
Zahlen und Argumente zur Ungleichbehandlung von
Kriegsdienstverweigerern (vgl. <a href="http://www.zentralstelle-kdv.de/pdf/presse-2-9-2008.pdf%29?">www.zentralstelle-kdv.de/pdf/presse-2-9-2008.pdf)?</a>
</p>
<p>
b) Falls nein, in welchen Punkten nicht und mit welcher BegrÃ¼ndung?
</p>
<p>
20.      Wie
viele Grundwehrdienstleistende kÃ¶nnen nicht an allen Teilen der
Grundausbildung teilnehmen, weil sie aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nur
am Wohnort eingesetzt werden dÃ¼rfen? Wie viele Grundwehrdienstleistende
dÃ¼rfen ausschlieÃŸlich auf ebenem GelÃ¤nde eingesetzt werden? Sind fÃ¼r
sie spezielle GrundausbildungsgÃ¤nge vorgesehen und wenn ja, welche?
</p>
<p>
21.              Wie
hoch war jeweils in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der
Dienstleistenden und wie war die Relation zwischen Wehr- und
Zivildienstleistenden sowie deren Anteil an einem Geburtsjahrgang?
</p>
<p>
22.         Warum
ist die Zahl der Zivildienstleistenden in der Regel hÃ¶her als die der
Grundwehrdienstleistenden und wie bewertet die Bundesregierung diesen
Umstand vor dem Hintergrund, dass der Zivildienst einen aus der
Wehrpflicht heraus abgeleiteter und begrÃ¼ndeter Ersatzdienst darstellt?
</p>
<p>
23. Wie hoch ist die Zahl der als untauglich Gemusterten und wie hat sich deren Zahl in den letzten fÃ¼nf Jahren entwickelt?
</p>
<p>
24.  Wie viele aller tauglich Gemusterten stellten nach ihrer Musterung in diesem Zeitraum einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung?
</p>
<p>
25.      Welche
konkreten MaÃŸnahmen Ã¼ber die Vergabe von Zeugnissen hinaus plant die
Bundesregierung, um den Zivildienst zu einem â€žLerndienst&quot;
weiterzuentwickeln?
</p>
<p>
26.   Womit
begrÃ¼ndet die Bundesregierung vor dem Hintergrund des â€žZivildienstes
als Lerndienst&quot; die im Haushaltsentwurf vorgesehene KÃ¼rzung des
Ansatzes fÃ¼r die FÃ¶rderung von MaÃŸnahmen und Modellvorhaben zur
Ausgestaltung des Zivildienstes als Lerndienst (Haushaltsstelle 1704
Gruppe 02 Titel 684 01) um 400 000 Euro fÃ¼r 2009?
</p>
<p>
27.   Womit
begrÃ¼ndet die Bundesregierung vor dem Hintergrund des â€žZivildienstes
als Lerndienst&quot; die im Haushaltsentwurf vorgesehene KÃ¼rzung des
Ansatzes fÃ¼r die Kosten der DurchfÃ¼hrung von EinfÃ¼hrungslehrgÃ¤ngen
(Haushaltsstelle 1704 Gruppe 04 Titel 6714 1) um 3 000 000 Euro fÃ¼r
2009 und welche Einsparungen sollen konkret vorgenommen werden?
</p>
<p>
28. Plant die Bundesregierung, Ã¼ber den Zivildienst hinaus auch den Wehrdienst zu einem â€žLerndienst&quot; weiterzuentwickeln?
</p>
<p>
a)   Falls nein, warum nicht?
</p>
<p>
b)  Falls ja, bis wann?
</p>
<p>
29. Inwiefern geht die
Bundesregierung davon aus, dass die bisherige Zivildienstpraxis
vollkommen arbeitsmarktneutral erfolgt und - falls ja - wie kann sie
diese Annahme belegen?
</p>
<p>
30.      Durch
welche konkreten MaÃŸnahmen gedenkt die Bundesregierung die
ArbeitsmarktneutralitÃ¤t kÃ¼nftig sicherzustellen bzw. weiterhin
sicherzustellen?
</p>
<p>
31.      Wie
genau beugt die Bundesregierung Wettbewerbsverzerrungen durch den
Einsatz von Ersatzdienstleistenden gegenÃ¼ber anderen Marktteilnehmern,
die keine Ersatzdienstleistenden beschÃ¤ftigen, vor?
</p>
<p>
32.         Wie
viele als BeschÃ¤ftigungsstellen des Zivildienstes anerkannte
Einrichtungen gibt es? Wie viele davon sind als AG oder GmbH ohne das
Merkmal â€žgemeinnÃ¼tzig&quot; organisiert und wie viele ZivildienstplÃ¤tze
entfallen auf diese Einrichtungen?
</p>
<p>
33.  In
welcher Weise stellt die Bundesregierung sicher, dass
Zivildienstleistende nur bei Einrichtungen beschÃ¤ftigt sind, die dem
Allgemeinwohl dienen?
</p>
<p>
34. In welcher Weise wird
sichergestellt, dass bei Auslagerung von Arbeitsfeldern an
privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen Zivildienstleistende
nicht fÃ¼r Aufgaben dieser Unternehmen eingesetzt werden?
</p>
<p>
35.     Sind
der Bundesregierung FÃ¤lle bekannt, in denen Zivildienstleistende fÃ¼r
privatwirtschaftlich Ã¼bernommene Aufgaben eingesetzt wurden? Wenn ja,
wie viele und wurde der Missbrauch geahndet?
</p>
<p>
36.   Teilt
die Bundesregierung die EinschÃ¤tzung, dass der Rechtsrahmen des
Zivildienstes sich (z. B. durch die MÃ¶glichkeit der VerhÃ¤ngung von
Freiheitsstrafen im Falle unentschuldigten Fernbleibens von der
Dienststelle) deutlich von anderen ArbeitsverhÃ¤ltnissen unterscheidet,
und wie beurteilt sie die verfassungsrechtliche ZulÃ¤ssigkeit solcher
Regelungen?
</p>
<p>
37.   Welche
Staaten der EU bzw. NATO haben inzwischen die Wehrpflicht abgeschafft
bzw. der Abschaffung oder Aussetzung beschlossen? Wie lange dauert der
Wehrdienst bzw. der entsprechende Ersatzdienst in den jeweiligen
LÃ¤ndern?
</p>
<p>
38.     a)
Welchen Umfang hat der Geburtsjahrgang der heute 18-jÃ¤hrigen MÃ¤nner
bzw. Frauen (Geburtsjahr 1990) in den einzelnen EU-Staaten?
</p>
<p>
b)
Wie viele Wehrpflichtige wurden im vergangenen Jahr in den einzelnen
LÃ¤ndern der EU zum Grundwehrdienst, wie viele zum Ersatzdienst
herangezogen?
</p>
<p>
39. Wie bewertet die Bundesregierung die
Benachteiligung deutscher Wehrpflichtiger gegenÃ¼ber Gleichaltrigen
anderer EU-Staaten, die keine Wehrpflicht haben und dadurch auf dem
europÃ¤ischen Bildungs- und BeschÃ¤ftigungsmarkt deutliche Ã¶konomische
und beschÃ¤ftigungsrelevante Vorteile haben? Welche Konsequenzen zieht
sie daraus?
</p>
<p>
Berlin, den 17. September 2008
</p>
<p>
Renate KÃ¼nast, Fritz Kuhn und Fraktion
</p>
 
</div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
