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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei zum  Einsatz des Kommandos SpezialkrÃ¤fte in Afghanistan</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Libanon</span>

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                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B99%2B134">All of these categories</a>
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        <h1>
            Nachtwei zum  Einsatz des Kommandos SpezialkrÃ¤fte in Afghanistan         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 30. März 2007 20:16:28 +02:00 (119175 Aufrufe)            </div>
            <div>    In der Debatte Ã¼ber den Einsatz des Kommandos SpezialkrÃ¤fte in Afghanistan hielt <strong>Winfried Nachtwei</strong> namens der Bundestagsfraktion von BÃ¼ndnis 90/ Die GrÃ¼nen folgenden Redebeitrag:</div>
            <div>    <p>VizeprÃ¤sidentin Petra Pau: </p><p>Das Wort hat der Kollege Winfried Nachtwei fÃ¼r die Fraktion des BÃ¼ndnisses 90/Die GrÃ¼nen.</p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Frau PrÃ¤sidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Im November 2001 gab der Deutsche Bundestag den Auftrag an die Bundeswehr, sich an der Operation â€žEnduring Freedom&quot; zu beteiligen und dabei bis zu 100 Soldaten vom Kommando SpezialkrÃ¤fte einzusetzen. Das galt fÃ¼r folgende drei Teilaufgaben: FÃ¼hrungs- und Ausbildungseinrichtungen von Terroristen auszuschalten, Terroristen zu bekÃ¤mpfen, gefangenzunehmen und vor Gericht zu stellen sowie Dritte von der UnterstÃ¼tzung terroristischer AktivitÃ¤ten dauerhaft abzuhalten. </p><p>Damals war uns genauso bewusst wie heute, dass eine <strong>militÃ¤rische BekÃ¤mpfung des Terrorismus</strong> natÃ¼rlich nicht die Hauptsache ist, dass es vielmehr auf viele andere MaÃŸnahmen - auf polizeiliche, geheimdienstliche und strukturelle MaÃŸnahmen - ankommt. Aber es wurde auch deutlich, dass ein Spektrum an militÃ¤rischer BekÃ¤mpfung unverzichtbar war angesichts des AusmaÃŸes der terroristischen Infrastruktur in Afghanistan, der UnÃ¼bersichtlichkeit des Operationsgebietes und der Operationsweisen dieser terroristischen KÃ¤mpfer. </p><p>HÃ¤tte man damals die KrÃ¤fte, die vor allem fÃ¼r die direkte TerrorbekÃ¤mpfung zustÃ¤ndig sind, nÃ¤mlich GeheimdienstangehÃ¶rige und Polizisten, dorthin geschickt, dann wÃ¤re das absolut selbstmÃ¶rderisch und verantwortungslos gewesen. Daher kann man sagen, dass eine militÃ¤rische BekÃ¤mpfung unverzichtbar und notwendig war.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)</p><p>Der damals gewÃ¤hlte KrÃ¤fteansatz und -einsatz machte aber deutlich, dass es mit dem groÃŸen Wort des Bundeskanzlers SchrÃ¶der von der uneingeschrÃ¤nkten SolidaritÃ¤t, das viele zu Recht sehr unruhig gemacht hat, in Wirklichkeit anders aussah. Das zeigt sich besonders deutlich beim militÃ¤rischen Beitrag der Bundesrepublik zur <strong>TerrorismusbekÃ¤mpfung<strong>:</strong></strong> Der reale Beitrag ist sehr gezielt, sehr maÃŸvoll und sehr bedacht. Es ist immerhin so - darauf hat schon vorhin ein Kollege hingewiesen -: Es gibt im Grunde keine Waffengattung, mit der so prÃ¤zise und im Grunde so verhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸig agiert werden kann wie mit den Soldaten des Kommandos SpezialkrÃ¤fte. </p><p>Die regierungsamtliche Totalgeheimhaltung macht eine Bilanzierung praktisch unmÃ¶glich. DafÃ¼r leistet sie allerdings auf der einen Seite allen mÃ¶glichen Mythen und auf der anderen Seite allen mÃ¶glichen GeneralverdÃ¤chtigungen Vorschub. Jetzt mÃ¼sste ich eigentlich im Weiteren schweigen. Nur, als Politiker - Sie kennen das - kann man nicht schweigen; man muss unbedingt weiterreden. Ich kann immerhin ohne Geheimnisverrat feststellen - -</p><p>VizeprÃ¤sidentin Petra Pau: </p><p>Kollege Nachtwei, gestatten Sie eine Zwischenfrage des Kollegen Gehrcke?</p><p>(Zurufe von der CDU/CSU und der SPD: Nein!)</p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Ja. Ich brauche Redezeit. </p><p>(Heiterkeit beim BÃœNDNIS 90/<br />DIE GRÃœNEN)</p><p>VizeprÃ¤sidentin Petra Pau: </p><p>Das dachte ich mir fast. </p><p>Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE): </p><p>Kollege Nachtwei, ich wollte Ihnen vor Ostern noch eine Freude machen. Deswegen frage ich Sie - ich habe extra bis zu diesem Punkt gewartet -: Sie haben den <strong>Auftrag des KSK </strong>verlesen. Ich erinnere mich daran, dass damals, als er erteilt worden ist, selbst der Auftrag als geheim galt. Sind Sie, ohne dass Sie gegen die Geheimhaltung verstoÃŸen, in der Lage, dem Parlament zu sagen, ob das KSK seinen Auftrag, den es vom Parlament erhalten hat, in Afghanistan eingelÃ¶st hat oder nicht?</p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Dazu mÃ¶chte ich ohne Bruch der Geheimhaltungsvorschriften antworten: Es ist offenkundig, dass FÃ¼hrungs- und Ausbildungseinrichtungen terroristischer KrÃ¤fte ausgeschaltet wurden. Wem das zuzuordnen ist, kann man nicht im Einzelnen sagen. Aber dieses erste Hauptziel wurde unstrittigerweise erfÃ¼llt. </p><p>In â€žSpiegel&quot;-Ausgaben aus frÃ¼heren Jahren ist zu lesen, dass KSK-KrÃ¤fte zur direkten BekÃ¤mpfung und Gefangennahme mutmaÃŸlicher Terroristen kaum bis gar nicht beigetragen hÃ¤tten. </p><p>(Wolfgang Gehrcke [DIE LINKE]: Das sagt der â€žSpiegel&quot; und nicht das Parlament!)</p><p>In diesem zweiten Spektrum ist das KSK nach diesen Pressemitteilungen offensichtlich weniger aktiv. Was die dritte Frage angeht, komme ich jetzt unmittelbar dazu. - Ich danke Ihnen fÃ¼r diese zeitliche Beihilfe.</p><p>Bei aller grundsÃ¤tzlichen Notwendigkeit der Operation â€žEnduring Freedom&quot; stellte sich nach unseren Feststellungen die Art und Weise dieser Operation im Laufe der Zeit allerdings als immer kontraproduktiver heraus. Durch die Art des Auftretens und der OperationsfÃ¼hrung wurden Dritte eben nicht dauerhaft von der UnterstÃ¼tzung terroristischer AktivitÃ¤ten abgehalten. Es wurde offenkundig immer mehr das Gegenteil bewirkt. Deshalb hat unsere Fraktion im letzten Herbst der weiteren deutschen Beteiligung an â€žEnduring Freedom&quot; nicht zugestimmt. Dass der Verteidigungsminister - ich sage wieder ausdrÃ¼cklich: in der Ã–ffentlichkeit - mitgeteilt hat, dass seit Oktober 2005 keine KSK-KrÃ¤fte mehr im Rahmen von â€žEnduring Freedom&quot; in Afghanistan sind, halten wir fÃ¼r einen Schritt in die richtige Richtung.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)</p><p>Auf einem anderen Blatt allerdings steht der Einsatz des Kommandos SpezialkrÃ¤fte zum <strong>Schutz von ISAF-KrÃ¤ften </strong>im deutschen Operations- und Verantwortungsbereich im Rahmen von ISAF. Dieser Einsatz war und ist ausgesprochen sinnvoll und, wenn man sich bei deutschen ISAF-Soldaten umhÃ¶rt, ausgesprochen gewÃ¼nscht. Wie man von deutschen Soldaten in Einsatzgebieten hÃ¶rt, ist dieser Einsatz angesichts der stÃ¤ndigen Anschlags- und Angriffsdrohungen, denen sie ausgesetzt sind - die Obleute des Verteidigungsausschusses haben das im letzten Oktober in Kabul selbst sehr nachdrÃ¼cklich erlebt -, auch ausgesprochen erfolgreich. </p><p>(Beifall bei Abgeordneten des BÃœNDNISSES 90/ DIE GRÃœNEN und der CDU/CSU)</p><p>In solchen GefÃ¤hrdungssituationen die SpezialfÃ¤higkeiten des KSK zu verweigern, ist unverantwortlich. </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)</p><p>Deshalb lehnen wir die AntrÃ¤ge der Linksfraktion ab. </p><p>Zugleich mahne ich die Bundesregierung dringend, die Totalgeheimhaltung in Sachen KSK auf das zum Schutz von Operationen und Personen notwendige MaÃŸ zu beschrÃ¤nken und sich mit dem Bundestag auf eine echte und direkte <strong>Kontrolle von SpezialeinsÃ¤tzen </strong>zu einigen. Das gebietet der Anspruch der Parlamentsarmee, und es liegt nicht zuletzt im Interesse der Soldaten, von denen die politische und militÃ¤rische FÃ¼hrung den allerhÃ¶chsten und riskantesten Einsatz verlangt und die nicht im Regen stehen gelassen werden dÃ¼rfen. </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)</p><p>Ansonsten wÃ¼nsche ich nicht nur Ihnen und uns gute Ostern, sondern in den drei vor uns liegenden sitzungsfreien Wochen vor allem auch eine einigermaÃŸen ruhige Entwicklung in Afghanistan; denn die Situation ist dort zurzeit sehr kritisch. Darin sind wir uns, wie ich glaube, einig.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD und der FDP)</p></div>


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