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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei zum Bericht des Wehrbeauftragten</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Libanon</span>

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                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B99%2B134">All of these categories</a>
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        <h1>
            Nachtwei zum Bericht des Wehrbeauftragten         </h1>
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           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 14. Dezember 2006 19:07:44 +02:00 (69872 Aufrufe)            </div>
            <div>    In der Aussprache Ã¼ber den Bericht des Wehrbeauftragten beteiligte sich fÃ¼r die Fraktion von BÃ¼ndnis 90/ Die GrÃ¼nen Winfried Nachtwei mit einem Redebeitrag. Hier die Rede:</div>
            <div>    VizeprÃ¤sident Dr. h. c. Wolfgang Thierse: <p>Ich erteile das Wort Kollegen Winfried Nachtwei, Fraktion des BÃ¼ndnisses 90/Die GrÃ¼nen.</p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Herr PrÃ¤sident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Kollege Reinhold Robbe! Kollegin Kunert, eine Klarstellung, was das weitere Tagen des <strong>Unterausschusses â€žInnere FÃ¼hrung&quot;</strong> angeht: Schon vor Einsetzung des Verteidigungsausschusses als Untersuchungsausschuss hatten wir vereinbart, dass der Unterausschuss an sein Beratungsende gekommen ist. Wir stellen ihn also nicht zugunsten des Untersuchungsausschusses ein, sondern haben intensiv genug beraten und kommen jetzt zu einem Ergebnis. </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN, bei der CDU/CSU und der SPD)</p><p>In diesem Jahr wird das Amt des Wehrbeauftragten 50 Jahre alt. Da trifft es sich sehr gut, dass vor wenigen Tagen hierzu ein etwas weniger trockener Bericht, als es eine Bundestagsdrucksache ist, vorgestellt wurde. Es ist ein wirklich ansehnliches BÃ¼chlein Ã¼ber das Amt des Wehrbeauftragten und nicht so voluminÃ¶s wie manch andere BÃ¤nde aus diesem Hause, die mÃ¶glicherweise waffenscheinpflichtig sind. Es ist sehr zu empfehlen. </p><p>Ihm ist einiges Ã¼ber die <strong>Entstehung des Amts des Wehrbeauftragten</strong> zu entnehmen. Die Idee ist von dem SPD-Abgeordneten Ernst Paul in den Bundestag eingebracht worden. Man hat sich damals das entsprechende Amt in Schweden als Vorbild genommen. Dort heiÃŸt es: â€žMilitie-Ombudsman&quot;. Der damalige Bundeskanzler Adenauer war massiv dagegen. Der Bundestag hat es hinbekommen, diese Einrichtung zu installieren. Offensichtlich waren die meisten Fraktionen dafÃ¼r. </p><p>Es wird in diesem Buch auch richtig festgestellt, dass dieses Amt in der deutschen Verfassungs- und MilitÃ¤rgeschichte ohne Beispiel ist. Inzwischen ist es lÃ¤ngst selbstverstÃ¤ndlich und unverzichtbar. Es ist also gut, dass es dieses Amt gibt, und sehr gut, dass es so gut ausgefÃ¼llt wird. Danke schÃ¶n Ihnen, Herr Robbe, sowie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern!</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN, bei der CDU/CSU, der SPD und der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN) </p><p>Seit der Vorlage des letzten Berichtes im MÃ¤rz haben sich einige Grundprobleme verschÃ¤rft. Dieser Bericht ist ja Ã¼berwiegend ein MÃ¤ngelbericht. Es wird unter dem <strong>Kapitel â€žsoldatisches Fehlverhalten&quot;</strong> vermerkt, dass es in diesem Bereich eine nicht unerhebliche Dunkelziffer gebe. Diese Aussage hat sich dann ja in unerwarteter Weise mit den berÃ¼hmt-berÃ¼chtigten Skandalfotos und ihrer VerÃ¶ffentlichung bestÃ¤tigt. Die dort gezeigten makaber-obszÃ¶nen â€žSpiele&quot; wurden vor sieben Wochen einhellig verurteilt; ihnen wurde sehr genau nachgegangen und in der Sache wurde entschieden ermittelt. Die befÃ¼rchteten gefÃ¤hrlichen Reaktionen in Afghanistan blieben glÃ¼cklicherweise aus. Zugleich wurde aber auch Folgendes deutlich, nÃ¤mlich dass es in der Tat offensichtlich einzelne FÃ¤lle waren, dass es sich dabei also nicht um die Spitze eines Eisbergs handelte. </p><p>Auch etwas anderes wurde hoffentlich noch etwas deutlicher, dass nÃ¤mlich die Anforderungen, die heutzutage an Soldaten in solchen EinsÃ¤tzen gestellt werden, enorm groÃŸ sind. <strong>So genannte Robustheit</strong> wird erwartet, auch SensibilitÃ¤t und Verhaltenssicherheit - und das alles von jungen Soldaten. Das sind Anforderungen, die hierzulande so in normalen Berufen nicht gestellt werden. Eine enorme Herauforderung besteht darin, in der Ausbildung darauf vorzubereiten und durch MenschenfÃ¼hrung dazu anzuhalten. Ich habe den Eindruck - er wird von den verteidigungspolitischen Kollegen bzw. Kolleginnen weitestgehend geteilt -: Diese Herausforderung wird von der Bundeswehr insgesamt bemerkenswert gut gemeistert.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der SPD sowie der Abg. Elke Hoff [FDP])</p><p>VerschÃ¤rft haben sich in diesem Jahr die Zweifel am Sinn von EinsÃ¤tzen. In diesem Zusammenhang sind zu nennen: die krisenhafte Entwicklung in Afghanistan, der neue, zuerst sehr umstrittene Dauereinsatz vor der KÃ¼ste des Libanon und schlieÃŸlich der EU-Einsatz im Kongo, der ganz besonders umstritten war und dessen Rahmenbedingungen - Stichworte: Unterbringung, Feldlager - auch wirklich unzumutbar waren. Umso erfreulicher ist, dass der Eufor-Einsatz in der waghalsig knappen Zeit von vier Monaten erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Zur Erinnerung: Der andere <strong>Kongoeinsatz<strong>,</strong></strong> an dem sich die Bundeswehr beteiligt hat - das war â€žArtemis&quot; im Jahre 2003 -, war ebenfalls sehr erfolgreich, allerdings ist er kaum in das Ã¶ffentliche Bewusstsein gelangt. </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der SPD)</p><p>Umso dringlicher ist es vor diesem Hintergrund, dass endlich eine Gesamtbilanzierung und Auswertung von AuslandseinsÃ¤tzen geleistet werden. Es ist gut, aber nicht ausreichend, wenn die grÃ¼ne Partei auf ihrem Parteitag beschlossen hat, das selbst vorzunehmen. Wir tun das gern. Aber das sollte auch vom Parlament insgesamt und von der Regierung geleistet werden.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)</p><p>Dass der Wahlprozess im Kongo so gut vonstatten ging - manche sprechen hier sogar von einem irdischen Wunder -, ist ein Gemeinschaftswerk von vielen. Es wÃ¤re angemessen, Ã¶ffentlich den Deutschen zu danken, die dazu beigetragen haben, den Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachtern, den Soldaten, Diplomaten, den deutschen MONUC-Mitarbeitern. Das sollte, so meine ich, im nÃ¤chsten Jahr mit einer gemeinsamen Ã¶ffentlichen Veranstaltung von Bundesregierung und Parlament geschehen.</p><p>Ich danke Ihnen.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der SPD)</p></div>


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