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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei antwortet auf Offene Briefe zu ISAF V</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Libanon</span>

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        <h1>
            Nachtwei antwortet auf Offene Briefe zu ISAF V         </h1>
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           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 4. Oktober 2005 18:09:25 +02:00 (101191 Aufrufe)            </div>
            <div>    Winfried Nachtwei hat auf die offenen Briefe/ &ouml;ffentlichen Stellungnahmen zur ISAF-Verl&auml;ngerung geantwortet, die die Gesellschaft f&uuml;r Bedrohte V&ouml;lker, die Welthungerhilfe, die Friedenskooperative und der Bundesausschuss Friedensratschlag verfasst hatten.</div>
            <div>    <p>-------- Original-Nachricht --------</p><strong>Betreff: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ISAF-Fortsetzung<br /></strong><p>Datum: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Tue, 27 Sep 2005 19:49:17 +0200</p><p>Von: &nbsp;&nbsp;&nbsp; Winfried Nachtwei &lt;winfried.nachtwei@bundestag.de&gt;</p><p>An: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; presse@gfbv.de</p><p>An<br />Gesellschaft f&uuml;r bedrohte V&ouml;lker<br />G&ouml;ttingen</p><p>&nbsp;</p><em>ISAF-Verl&auml;ngerung; Ihre Pressemitteilung vom 27. September<br /></em><p>&nbsp;</p><p>Liebe Frau Geismar,<br />lieber Herr Delius,</p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihre Presseerkl&auml;rung, mit der sie zur &ouml;ffentlichen Diskussion eines Themas beitragen, das sonst in der &Ouml;ffentlichkeit viel zu wenig Beachtung findet. Meine Stellungnahme haben Sie erhalten. In ihr sind schon einige der von Ihnen angesprochenen Punkte angesprochen. Deshalb hier nur noch wenige Anmerkungen zu Ihrer Erkl&auml;rung:</p><p>Die florierende Drogen&ouml;konomie ist inzwischen die Hauptbedrohung f&uuml;r den ganzen Stabilisierungs- und Wiederaufbauprozess in Afghanistan. Deshalb kommt der Drogenbek&auml;mpfung oberste Priorit&auml;t zu.</p><p>Allerdings hat nur eine ganzheitlich angelegte Antidrogenstrategie Aussicht auf Erfolg. Illusorisch sind blo&szlig; entwicklungspolitische oder blo&szlig; repressive Vorgehensweisen. Zu dieser umfassenden Drogenbek&auml;mpfung tr&auml;gt die Bundeswehr sehr wohl bei, allerdings ausdr&uuml;cklich nicht zu direkten repressiven Ma&szlig;nahmen gegen Mohnfelder, Heroinlabore und den Drogenschmuggel.</p><p>Wenn Sie den Vorwurf erheben, Afghanistan habe sich seit dem Sturz der Taliban unter dem Schutz westlicher Soldaten zum Drogenstaat entwickelt, dann ist das eine &auml;u&szlig;erst verk&uuml;rzte Darstellung und eine so nicht haltbare Unterstellung. Ihnen m&uuml;sste bekannt sein, dass seit 1980 der Mohnanbau in Afghanistan kontinuierlich angestiegen ist und in 1999 sein Maximum von 4.600 to erreichte. Ihre Behauptung, dass der Drogenanbau gerade in den Regionen zugenommen habe, in denen westliche Soldaten stationiert seien, wird durch&nbsp; die Summary Findings of Opium Trends in Afghanistan, 2005, von UNODC nicht best&auml;tigt. In der Provinz Badakhshan z.B. ist die Anbaufl&auml;che seit 2004 um 53% zur&uuml;ckgegangen. Eher besteht eine Korrelation zwischen&nbsp; R&uuml;ckgang der Anbaufl&auml;che und Investitionen in alternative Erwerbsm&ouml;glichkeiten.</p><p>Der Vorwurf des Wegschauens ist schlichtweg falsch. Die Aufforderung, die Bundeswehr solle auch den Drogenanbau und Drogenhandel bek&auml;mpfen, ist zu ungenau. Die tats&auml;chlichen Bundeswehrbeitr&auml;ge zur Drogenbek&auml;mpfung nenne ich in meiner Stellungnahme.Wenn ich mich nicht t&auml;usche, meinen sie aber mehr: Teilnahme an repressiven Ma&szlig;nahmen, Feldervernichtung, Zerst&ouml;rung von Laboren, gewaltsame Unterbindung des Drogenschmuggels. </p><p>Wenn dem so ist, sollten sie aber auch die Konsequenzen nennen: </p><p>Vervielfachung der ISAF-Kontingente, Inkaufnahme von&nbsp; vielen Toten und Verwundeten.&nbsp; Nach allen Einsch&auml;tzungen vor Ort w&uuml;rde ein massives Einsteigen von ISAF in die direkte Drogenbek&auml;mpfung&nbsp; die fragile Sicherheitslage kippen lassen und eine &quot;Drogenvolksfront&quot; provozieren. Das alles ist absehbar und deshalb nicht zu verantworten. Sie werden verstehen, dass wir nicht leichtfertig mit Leib und Leben der Soldaten spielen d&uuml;rfen, deren Auftr&auml;ge und Eins&auml;tze wir verantworten.</p><p>Demgegen&uuml;ber treten wir daf&uuml;r ein, den beschlossenen ganzheitlichen Ansatz mit Vorrang f&uuml;r die alternative Entwicklung&nbsp; energisch, aber auch mit Geduld&nbsp; voranzutreiben.</p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en</p><p>Winfried Nachtwei, MdB</p><p>Sicherheitspolitischer Sprecher von B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen</p><br />-----Urspr&uuml;ngliche Nachricht-----<br />Von: Winfried Nachtwei [mailto:winfried.nachtwei@bundestag.de] <br />Gesendet: Dienstag, 27. September 2005 20:24<br />An: ioanna.rimpa@dwhh.de<br /><br /><br /><strong>Betreff: Afghanistan-Mandat<br /></strong><p>&nbsp;</p><strong>Deutsche Welthungerhilfe<br /></strong><p>&nbsp;</p><em>*Ihre Pressemitteilung zum Afghanistan-Mandat*<br /></em><p>&nbsp;</p><p>Sehr geehrte Frau Rimpa,</p><p>f&uuml;r Ihre Pressemitteilung und die darin deutlich werdende Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den ISAF-Einsatz danke ich Ihnen.Meine Stellungnahme zzur ISAF-Fortsetzung haben Sie schon erhalten.</p><p>Ihre Forderung, dass die Grenzen zwischen Milit&auml;rs und Hilfsorganisationen nicht verwischen d&uuml;rfen, teile ich. Die Entwicklung eines schl&uuml;ssigen Gesamtkonzepts zur Rollenverteilung zwischen ziviler Aufbauhilfe und Milit&auml;r scheint mir sehr sinnvoll zu sein. Es w&auml;re lohnenswert, sich hier&uuml;ber noch genauer auszutauschen. Haben Sie dazu Vorschl&auml;ge entwickelt?</p><p>Die generell kurze Stehzeit bei den Bundeswehrkontingenten erschwert in der Tat eine stetige Arbeit.&nbsp; Hier m&uuml;sste man zumindest zu einer Differenzierung nach Funktionen kommen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnte es sinnvoll sein, dass vor allem Offiziere bei ihren Auslandseins&auml;tzen nicht immer die Regionen wechseln, sondern auch zum zweiten, zum dritten Mal in einer Mission arbeiten.&nbsp; Das w&uuml;rde erheblich mehr Kontinuit&auml;t in die Eins&auml;tze bringen.</p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en</p><p>Winfried Nachtwei, MdB</p><p>Sicherheitspolitischer Sprecher</p><p>&nbsp;</p><br />-----Urspr&uuml;ngliche Nachricht-----<br />Von: Winfried Nachtwei [mailto:winfried.nachtwei@bundestag.de] <br />Gesendet: Dienstag, 27. September 2005 21:02<br />An: peter.strutynski@gmx.de<br /><strong>Betreff: Afghanistan-Einsatz<br /></strong><p>&nbsp;</p><strong>Bundesausschuss Friedensratschlag<br /></strong><strong>Peter Strutynski<br /></strong><p>Lieber Peter Strutynski,</p><p>vielen Dank f&uuml;r Eure Stellungnahme, die - auch wenn ich sie inhaltlich nicht teile - hoffentlich zu mehr &ouml;ffentlicher Diskussion um ein Thema f&uuml;hrt, das &uuml;blicherweise viel zu wenig Aufmerksamkeit erf&auml;hrt.</p><p>In Anlage &uuml;bersende ich Euch meine Stellungnahme an meine FraktionskollegInnen, in der schon einige der von Euch angesprochenen Punkte angesprochen sind.</p><p>Ihr behauptet, Deutschland sei als Krieg f&uuml;hrende Partei in Afghanistan nicht geeignet, wirksame zivile Aufbauhilfe zu leisten. Diese Behauptung ist eine ideologische Ableitung, die mit der Wirklichkeit vor Ort nichts zu tun hat. Fakt ist, dass die Bundesrepublik im Rahmen der von der UN koordinierten und vom Sicherheitsrat mandatierten internationalen Stabilisierungsunterst&uuml;tzung einen erheblichen Beitrag leistet - diplomatisch, zivil, milit&auml;risch und polizeilich. Diese Ma&szlig;nahmen dienen eindeutig der Gewalteind&auml;mmung und Kriegsverh&uuml;tung und werden von der gro&szlig;en Mehrheit der Einheimischen hoch gesch&auml;tzt. Mit Eurer Abzugsforderung verkennt Ihr, dass in Afghanistan Entwicklung ohne ein Mindestma&szlig; an Sicherheit und aufzubauender Rechtsstaatlichkeit nicht zu haben ist. Und in einem so fragmentierten und gewaltaufgeladenen Umfeld ist Sicherheit ohne eine UN-mandatierte Friedenstruppe nicht zu haben. Eure Forderung l&auml;uft darauf hinaus, den enormen Gewaltpotenzialen der afghanischen Gesellschaft, den Warlords, Taliban- und Al-Qaida-Resten sowie anderen Terrorgruppen das Feld zu &uuml;berlassen - und die zarten Ans&auml;tze Ans&auml;tze von Wiederaufbau, Zivilgesellschaft, demokratischen Ans&auml;tzen sowie die UN im Stich zu lassen. Was das mit Friedensf&ouml;rderung zu tun hat, bleibt Euer Geheimnis.&Uuml;ber die KSK-Eins&auml;tze werden die Obleute des Verteidigungsausschusses (also auch ich) regelm&auml;&szlig;ig unterrichtet. In der Tat w&auml;re es notwendig, wenn die Bundesregierung hier die Geheimhaltung auf das zum Schutz von Operationen und Personen notwendige Ma&szlig; beschr&auml;nken w&uuml;rde und insgesamt offener mit diesen Eins&auml;tzen umgehen w&uuml;rde.&nbsp; Entgegen den z.B. vom stern gebrachten Ger&uuml;chten bleiben KSK-Soldaten eindeutig an Recht, Gesetz und V&ouml;lkerrecht gebunden. Zu Ihrem Auftrag geh&ouml;rt ausdr&uuml;cklich nicht die Drogenbek&auml;mpfung.</p><p>F&uuml;r mich bleibt nicht nachvollziehbar, wie Ihr mit dem hohen Anspruch von Friedensbewegung vereinbaren k&ouml;nnt, so ignorant mit den Vereinten Nationen und&nbsp; ihrer Afghanistanpolitik umzugehen. Offenbar gibt es den Multilateralismus a la carte nicht nur auf Seiten der Bush-Administration.</p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en</p><p>Winni Nachtwei </p><br />-----Urspr&uuml;ngliche Nachricht-----<br />Von: Winfried Nachtwei [mailto:winfried.nachtwei@bundestag.de] <br />Gesendet: Montag, 26. September 2005 19:56<br />An: friekoop@bonn.comlink.org<br /><br /><br /><strong>&nbsp;Betreff: Afghanistan-Mandat<br /></strong><p>Berlin, 26. September 2005</p><p>Liebe Freundinnen,<br />liebe Freunde,</p><p>Vielen Dank f&uuml;r Euren Offenen Brief zur Bundestagsdebatte und -entscheidung &uuml;ber die weitere deutsche Beteiligung an der ISAF-Friedenstruppe in Afghanistan. Ich hoffe, dass Euer Brief zur vertieften Auseinandersetzung um ein Thema beitr&auml;gt, das viel zu wenig diskutiert wird. (F&uuml;r mich war es &uuml;brigens eine erneute Ern&uuml;chterung, wie sehr im Wahlkampf das Interesse nur um die Binnenverh&auml;ltnisse in Deutschland kreistem und dass mit friedens- und sicherheitspolitisschen Fragen nahezu kein Geh&ouml;r zu finden war.)</p><p>Vor einem Jahr hatten wir schon mal die Kontroverse. Offenbar hat sich an unseren Grundpositionen nichts ge&auml;ndert. Meine Position zur aktuellen Fortsetzung, Aufstockung und Erweiterung des Bundeswehrkontingents bei ISAF habe ich in der beiliegenden Information an meine FraktionskollegInnen ausgef&uuml;hrt. Dabei bin ich auch auf einige Eurer Kritiken eingegangen. Deshalb hier&nbsp; meine Erwiderung nur in K&uuml;rze:</p><p>&middot;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die angebliche Erfolglosigkeit&nbsp; von ISAF:&nbsp; Das kann nur behaupten, wer die Kriegs- und Unterdr&uuml;ckungssituation bis 2001 verharmlost und die augenscheinlichen Fortschritte in den ISAF-Regionen, die Resonanz in der Bev&ouml;lkerung, die n&uuml;chternen Zwischenbilanzen von Afghanistan-Experten und der UN nicht zur Kenntnis nimmt. Die Sicherheitslage hat sich regional auseinanderentwickelt: besser in ISAF-Regionen, weiterhin sehr kritisch in Grenzprovinzen zu Pakistan (der Verdacht erh&auml;rtet sich, dass der pakistanische Geheimdienst die unselige Rolle fortsetzt, die er schon beim Talibanaufbau vor Jahren spielte) und den drei S&uuml;dprovinzen, die fr&uuml;her Talibanhochburgen waren.</p><p>&middot;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ISAF-Einsatz habe dem Terrorismus nicht den N&auml;hrboden entzogen und die Lebensbedingungen nicht entsprechend ver&auml;ndert: Auch Struck wei&szlig;, dass Milit&auml;r nur dazu beitragen, das aber selbstverst&auml;ndlich nicht allein bringen kann. Eigentlich m&uuml;sste bekannt sein, dass das Engagement der Staatengemeinschaft, koordiniert von den UN, umfassend angelegt ist, diplomatisch, zivil, polizeilich, milit&auml;risch. Allerdings ist die Lage in Afghanistan noch so aufgeladen mit Gewaltpotenzialen, mit Gewaltmotiven und Waffen, dass diese einged&auml;mmt werden m&uuml;ssen. Ein typischer Fall f&uuml;r UN-mandatierte Friedenssicherung gem&auml;&szlig; der Grunderfahrung, dass es keine Entwicklung ohne Sicherheit, aber auch keine Entwicklung ohne Sicherheit gibt.</p><p>&middot;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zu Recht betont Ihr die Bedeutung eines &quot;aus der afghanische Gesellschaft heraus gestalteten Prozesses&quot; sowie die m&uuml;hsame Kleinarbeit durch zivile Konfliktbearbeitung und Wiederaufbauarbeit an der Basis. Kumpanei mit Warlords l&auml;uft dem in der Tat zuwider. Allerdings sind es gerade die ISAF-Regionen, wo zivilgesellschaftliche Akteure und insbesondere Frauen etwas mehr Freiheit erleben. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass diese sich gegen die traditionellen Machthaber, Warlords und Drogenbarone ohne internationale R&uuml;ckenst&auml;rkung entwickeln k&ouml;nnten.</p><p>&middot;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Ausweitung des Einsatzgebietes bereite der Verzahnung mit Enduring Freedom den Weg.&nbsp; Das Zusammengehen der beiden&nbsp; Operationen lehnen wir eindeutig&nbsp; - und bisher ausgesprochen erfolgreich - ab.&nbsp; Als ich&nbsp; mich im August 2003 in Kabul in Sachen PRT-Konzept umsah,&nbsp; war in Berlin und erst Recht internatioinal die Haltung vorherrschend, PRT`s m&uuml;ssten selbstverst&auml;ndlich unter Enduring Freedom laufen. Deutsche ISAF-Gener&auml;le best&auml;rkten mich in der Auffassung, dass wegen des sehr unterschiedlichen Auftrags, der sehr verschiedenen Wirksamkeit, Akzeptanz&nbsp; in der Bev&ouml;lkerung und schlie&szlig;lich&nbsp; Mandatierung die PRT unter ISAF geh&ouml;rten und beide&nbsp; Operationen getrennt bleiben m&uuml;ssten.&nbsp; Die Bundesregierung &uuml;bernahm dann&nbsp; das PRT Kunduz ausdr&uuml;cklich als ISAF-Insel.&nbsp; Danach konnte&nbsp; der Ansatz auch in der NATO umgesetzt werden.&nbsp; Inzwischen haben die USA sogar ein PRT&nbsp; ISAF unterstellt. Eine gewisse Koordination (schon im Luftraum) ist unumg&auml;nglich. Auch ist ISAF im schlimmsten Fall&nbsp; eines umfassenden Angriffs nicht durchhaltef&auml;hig und z.B. bei Evakuierung auf Enduring Freedom angewiesen. Das ist es dann aber auch an Zusammenwirken. Eine Verschmelzung&nbsp; beider Operationen, wie sie auch vom Unionssprtecher Christian Schmidt bef&uuml;rwortet wird,&nbsp; w&uuml;rde die Erfolge von ISAF zunichte machen.</p><p>&middot;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Abschiebungen nach Afghanistan sind zynisch und verantwortungslos. </p><p>&middot;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Warum geht Ihr mit keinem Wort darauf ein, dass der angestrebte Bundestagsbeschluss auf den einstimmigen Beschluss des UN-Sicherheitsrats zur&uuml;ckgeht, der die Mitgliedsstaaten zur Unterst&uuml;tzung von ISAF und ihrer Ausweitung aufruft? Ist es egal,&nbsp; was die zentrale Einrichtung f&uuml;r&nbsp; Frieden und Sicherheit auf der Welt beschlie&szlig;t?</p><p>Zusammengefasst: Gerade weil wir eine entschiedene zivile Politik zu Gunsten der afghanischen Bev&ouml;lkerung wollen und seit Jahren praktizieren (unsere Fraktion &uuml;brigens schon viele Jahre vor dem 11. September), ist eine Fortsetzung und konditionierte Ausweitung des deutschen ISAF-Einsatzes unabdingbar. Der von Euch geforderte Abzug bedeutet im Klartext: Zerst&ouml;rung des international gest&uuml;tzten und UN-mandatierten Stabilisierungsprozesses, freies Feld f&uuml;r die Warlords mit ihren Milizen, Taliban- und Al-Qaida-Resten. Ich halte die Abzugsforderung, die aus dem Munde Lafontaine`s &uuml;brigens noch demagogisch aufgeladen wird, f&uuml;r friedens- und sicherheitspolitisch verantwortungslos. Ihr m&uuml;sst Euch schon fragen im Hinblick auf ein Land, dessen Bev&ouml;lkerung nach 23 Jahren Krieg und B&uuml;rgerkrieg kriegsm&uuml;de ist:&nbsp; Wem nutzt der Abzug?</p><p>Nach diesem zweiten Briefaustausch w&auml;re es angebracht, wenn wir uns demn&auml;chst mal live dar&uuml;ber auseinander setzen w&uuml;rden.</p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en</p><p>Winni Nachtwei, MdB<br />sicherheits- und abr&uuml;stungspolitischer Sprecher</p></div>


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