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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: 50 Jahre Bundeswehr â€“ Keine Armee wie jede andere!</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Libanon</span>

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        <h1>
            50 Jahre Bundeswehr â€“ Keine Armee wie jede andere!         </h1>
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           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 7. Juni 2005 22:48:57 +02:00 (83062 Aufrufe)            </div>
            <div>    Zum heutigen 50. Jahrestag der GrÃ¼ndung der Bundeswehr erklÃ¤rt Winfried Nachtwei, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher:</div>
            <div>    Die Bundeswehr ist keine Armee wie jede andere. Durch ihren Auftrag und dem Leitbild des StaatsbÃ¼rgers in Uniform unterscheidet sie sich grundlegend von ihren VorgÃ¤nger-Armeen. Das Primat der Politik verpflichtet sie in SelbstverstÃ¤ndnis und Tradition auf rechtstaatliche und demokratische Prinzipien. Ohne diese Prinzipien hÃ¤tte es keine dauerhafte Zustimmung der BevÃ¶lkerung fÃ¼r die Aufstellung deutscher StreitkrÃ¤fte gegeben. Ohne sie kann die Bundeswehr ihre Aufgaben der internationalen KriegsverhÃ¼tung und KriegseindÃ¤mmung nicht angemessen erfÃ¼llen. Auf dem Balkan oder in Afghanistan bewÃ¤hren sich Bundeswehrsoldaten heute ganz konkret mit diesem Auftrag. Der politisch verantwortlich handelnde StaatsbÃ¼rger in Uniform ist heute so wichtig wie nie.

Mit der heutigen Bundeswehr und ihrer Einbindung in eine vorbeugende Sicherheitspolitik hat sich Deutschland von der blutigen Tradition von Krieg als Mittel der Politik verabschiedet. Sicherheit kann heute nur gemeinsam und umfassend gewÃ¤hrleistet werden. Als Parlamentsarmee unterliegt die Bundeswehr demokratischer Kontrolle und darf nur im Rahmen der UN-Charta zur Landesverteidigung, zur Friedenssicherung und Friedensdurchsetzung eingesetzt werden. Ihre Aufgabe ist Kriegsverhinderung und KriegseindÃ¤mmung, nicht die Durchsetzung von Partikular- und Machtinteressen. Ãœber StÃ¤rke, Bewaffnung und EinsÃ¤tze der Bundeswehr entscheidet das Parlament. Nicht die Regierung, sondern der Wehrbeauftragte des Bundestages kontrolliert die innere Verfassung der StreitkrÃ¤fte. AuÃŸerdem ist im Grundgesetz als erste Verfassung das Recht auf Kriegsdienstverweigerung verbrieft.

Trotz dieser Erfolgsgeschichte gibt es auch Schattenseiten: Die Bundeswehr wurde von mehr als 40.000 ehemaligen Offizieren und Unteroffizieren der Wehrmacht aufgebaut, die auch fÃ¼hrend am nationalsozialistischen Aggressionskrieg beteiligt waren. Auch die Wahnsinnslogik der atomaren Abschreckung hat die Bundeswehr mitgetragen. Die Folgen dieser Logik wurden schlicht ausgeblendet. Und auch heute noch sind Ã¼berkommene und rÃ¼ckwÃ¤rtsgewandte Traditionen nicht gebrochen. Die Diskussion Ã¼ber MÃ¶lders ist hierfÃ¼r ein aktuelles Beispiel.

Sicherheitspolitik hat nach dem 11. September 2001 eine enorme Entgrenzung erfahren. Derzeit lÃ¤uft wohl die radikalste Reform der Bundeswehr seit ihrem Bestehen. Die Diskussion hierÃ¼ber bleibt jedoch weitgehend innerhalb von Fachkreisen. Die Bundeswehr ist zwar in der BevÃ¶lkerung so akzeptiert wie nie, ein gesamtgesellschaftlicher Konsens wofÃ¼r wir StreitkrÃ¤fte brauchen und in wessen Interesse sie eingesetzt werden sollen, fehlt jedoch. Dringend notwendig, ist eine breite VerstÃ¤ndigung in Politik und Gesellschaft darÃ¼ber, was StreitkrÃ¤fte im Rahmen einer umfassend angelegten Friedenspolitik leisten kÃ¶nnen und sollen â€“ und was eben nicht. HierÃ¼ber anlÃ¤sslich des 50. Jahrestages der Bundeswehr zu streiten und zu einer eindeutigen KlÃ¤rung zu kommen, ist das Gebot der Stunde.</div>


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