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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: UN-FÃ¤higkeit ja â€“ Interventionsarmee nein</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Libanon</span>

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                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B99%2B134">All of these categories</a>
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        <h1>
            UN-FÃ¤higkeit ja â€“ Interventionsarmee nein         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 6. Juni 2005 14:15:46 +02:00 (85927 Aufrufe)            </div>
            <div>    Zu den jÃ¼ngsten Ã„uÃŸerungen von Verteidigungsminister Struck zu weltweiten EinsÃ¤tzen der Bundeswehr und mÃ¶glichen Verlusten bei KriegseinsÃ¤tzen erklÃ¤rt Winfried Nachtwei, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher:</div>
            <div>    Verteidigungsminister Peter Struck beklagt, dass in Deutschland zu wenig Ã¼ber kÃ¼nftige EinsÃ¤tze der Bundeswehr und ihre Risiken diskutiert werde. Das stimmt. Allerdings hat der Minister hierzu erheblich beigetragen: Die Verteidigungspolitischen Richtlinien wurden unter Ausschluss der Ã–ffentlichkeit erarbeitet und dann erlassen. Sein VorgÃ¤nger Scharping verhinderte im Jahr 2000 eine breite Diskussion der VorschlÃ¤ge der WeizsÃ¤cker-Kommission zur Reform der Bundeswehr.   

Die Aussage, die ganze Welt sei Einsatzgebiet der Bundeswehr, ist missverstÃ¤ndlich und vor allem fÃ¼r Soldaten verunsichernd. Im Rahmen der UN kann tatsÃ¤chlich weltweit der Einsatz einzelner Soldaten und spezieller FÃ¤higkeiten sinnvoll und notwendig sein. Das ist ein Gebot aktiver UN-Mitgliedschaft. Weder sinnvoll noch leistbar wÃ¤re hingegen, weltweit solche Art KontingenteinsÃ¤tze ins Auge zu fassen, wie wir sie heute auf dem Balkan oder in Afghanistan haben. Eine Debatte und VerstÃ¤ndigung Ã¼ber kollektive und deutsche Sicherheitsinteressen und LeistungsfÃ¤higkeiten ist Ã¼berfÃ¤llig. Am Hindukusch geht es um die EindÃ¤mmung des internationalen Terrorismus als Gefahr auch fÃ¼r unsere Sicherheit, aber keineswegs um die Verteidigung Deutschlands.

Im Hinblick auf &quot;nicht auszuschlieÃŸende&quot; (Struck) KampfeinsÃ¤tze muss zweifelsfrei klar sein: Deutschland hat Schluss gemacht mit der blutigen Tradition von Krieg als Mittel der Politik.  Die Bundeswehr darf nur im Rahmen der UN-Charta zur territorialen Verteidigung, zur Friedenssicherung und Friedensdurchsetzung, das heiÃŸt Rechtsdurchsetzung, eingesetzt werden. KriegsverhÃ¼tung und KriegseindÃ¤mmung sind ihre Aufgabe, nicht Durchsetzung von Machtinteressen. Vorrang haben StabilisierungseinsÃ¤tze. EinsÃ¤tze militÃ¤rischer Gewalt sind besonders kostspielig, riskant und immer ein tÃ¼ckisches Mittel, die mit einer Politik effektiver KrisenprÃ¤vention mÃ¶glichst vermieden werden mÃ¼ssen.

HierÃ¼ber anlÃ¤sslich des 50. Geburtstages der Bundeswehr und der radikalsten Reform ihrer Geschichte zu streiten und zu einer eindeutigen KlÃ¤rung zu kommen, ist das Gebot der Stunde.</div>


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