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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei zum Thema Pakistan</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Interview</span>

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        <h1>
            Nachtwei zum Thema Pakistan         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 26. März 2009 19:39:43 +02:00 (133514 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Folgende Rede zum Antrag der Koalition &quot;Pakistan stabilisieren und seine demokratische Entwicklung vorantreiben&quot; gab Winfried Nachtwei zu Protokoll:</p></div>
            <div>    <p><strong>Winfried Nachtwei</strong> (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): Die Koalition hat einen Antrag zum Thema â€žPakistan stabilisieren und demokratische Entwicklung vorantreiben&quot; vorgelegt. Damit kommt bereits die gestiegene Aufmerksamkeit fÃ¼r Pakistan auch seitens der deutschen Politik zum Ausdruck, was nicht zuletzt mit den wieder gewachsenen Spannungen zwischen Pakistan und Indien nach den AnschlÃ¤gen in Mumbai im September 2008, vor allem aber mit den bekannten Verbindungen zur schwierigen Sicherheitslage in Afghanistan zusammenhÃ¤ngt.</p>
<p>Ich mÃ¶chte hier ausdrÃ¼cklich darauf hinweisen, dass die Bundestagsfraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen vor ziemlich genau einem Jahr, im April 2008, einen Ã¤hnlichen Antrag vorgelegt hat, der von den Koalitionsfraktionen abgelehnt wurde. Der Titel lautete: â€žFÃ¼r eine umfassende Strategie zur demokratievertrÃ¤glichen und zivilgesellschaftlichen Stabilisierung Pakistans&quot;. Die Ã„hnlichkeit des Titels mit dem heute diskutierten Antrag der Koalitionsfraktionen ist schon frappierend. Und im September 2008 haben wir einen Antrag eingebracht mit dem Titel â€žKontraproduktive US-Operationen in Pakistan sofort einstellen - Umfassende Strategie zur Stabilisierung Pakistans entwickeln&quot;. Viele unserer Forderungen finden sich jetzt auch im Antrag der Koalition wieder: vor allem die Forderung, Pakistans Weg Richtung Rechtsstaatlichkeit und mehr Demokratie nach der Ã„ra Musharraf zu unterstÃ¼tzen. Hier sind wir uns einig. Dazu muss die pakistanische Regierung die notwendigen Reformen durchfÃ¼hren. Die internationale Gemeinschaft muss diesen Weg unterstÃ¼tzen, denn wir alle wissen, dass eine EindÃ¤mmung extremistischer RÃ¼ckzugsorte vor allem in den Stammesgebieten und dem Grenzgebiet zu Afghanistan und ein dauerhaft stabiles Pakistan Grundvoraussetzungen nicht nur fÃ¼r eine Verbesserung der Lage in Afghanistan, sondern auch fÃ¼r StabilitÃ¤t in der ganzen Region sind. Dazu ist ein weiterer Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit, vor allem Investitionen in Bildung und die wirtschaftlichen Perspektiven des Landes notwendig.</p>
<p>Hoffnung gibt die jÃ¼ngste Entwicklung und die Wiedereinsetzung des Obersten Richters Iftikhar Chaudhry nach den landesweiten Demonstrationen der AnwÃ¤lte- und Richterbewegung. Pakistan ist nicht nur das potenziell â€žgefÃ¤hrlichste Land der Welt&quot;, wie es dieser Tage manchmal heiÃŸt - es ist auch ein Land mit ungeheurem Potenzial, einer breiten Zivilgesellschaft und einer bemerkenswert unabhÃ¤ngigen Medienlandschaft. Im Bereich dieser Zivilgesellschaft wÃ¼rden wir uns noch mehr positives Engagement der internationalen Gemeinschaft, der EU und der Bundesrepublik wÃ¼nschen. An mÃ¶glichen Partnern mangelt es in Pakistan nicht. Die Menschenrechte und die Lage der Frauen mÃ¼ssen dabei noch mehr in den Mittelpunkt rÃ¼cken und als Schwerpunkt nachhaltig gefÃ¶rdert werden.</p>
<p>Ich will aber auch deutlich sagen, was wir in dem Antrag der Koalition vermissen: Dazu zÃ¤hlt ein klares Bekenntnis im Antrag, diese Spannungsregion mit einer deutlichen Absage an RÃ¼stungslieferungen nicht zu belasten. Wer in der jetzigen Situation RÃ¼stungsexporten nach Pakistan oder Indien zustimmt, handelt unverantwortlich und nimmt das Risiko in Kauf, die wachsenden Spannungen zwischen den beiden NuklearmÃ¤chten anzuheizen.</p>
<p>Es fehlt auch eine neue strategische Ausrichtung. Es gibt zwar jetzt einen Beauftragten des AuswÃ¤rtigen Amtes, Bernd MÃ¼tzelburg, fÃ¼r Afghanistan und Pakistan, was wir begrÃ¼ÃŸen. Aber wÃ¤hrend die neue US-Regierung ihre bisherige Politik umfassend evaluiert und in KÃ¼rze bei der Afghanistan-Konferenz in Den Haag die Ergebnisse vorstellen wird, bleibt unklar, welche umfassenden strategischen Konzepte fÃ¼r Pakistan und die Region die Bundesregierung eigentlich anstrebt. Dass zeigt sich zum Beispiel bei der Frage nach effektiver TerrorismusbekÃ¤mpfung in Afghanistan und Pakistan. Im Antrag heiÃŸt es dazu, dass es hier eines â€žneuen Ansatzes&quot; bedÃ¼rfe. Eine Antwort, was damit gemeint ist, bleibt der Antrag aber schuldig. Kritisch beschrieben wird das jÃ¼ngste Abkommen der pakistanischen Regierung mit Taliban-KrÃ¤ften in der Region Swat. Eine kritische Betrachtung dieser Vereinbarung ist angebracht, da mit ihr die LegitimitÃ¤t einer konservativen Auslegung von Sharia-Recht bereits zur Ermordung Oppositioneller und einer drastischen Verschlechterung der Menschenrechtslage gefÃ¼hrt hat. Wer eine neue Strategie der TerrorismusbekÃ¤mpfung einfordert, der muss aber auch die Frage mÃ¶glicher Verhandlungen ausloten, gerade wenn der neue US-PrÃ¤sident das Thema der Verhandlungen mit sogenannten â€žgemÃ¤ÃŸigten Taliban&quot; prominent angesprochen hat.</p>
<p>Das Thema der anhaltenden US-Luftangriffe mit Drohnen auf mutmaÃŸliche Taliban-StÃ¼tzpunkte in den Stammesgebieten wird im Antrag der Koalition schlicht ausgespart. Mit diesen Angriffen Ã¼ber die Grenze nach Pakistan hinweg setzt die Obama-Regierung die PrÃ¤ventivschlag-Strategie der Bush-Regierung fort. Laut Presseberichten denkt sie sogar Ã¼ber eine Ausweitung nach. Diese Angriffe, bei denen wiederholt auch Zivilisten ums Leben kamen, drohen die AutoritÃ¤t der pakistanischen Regierung zu untergraben und so kontraproduktiv zu wirken. In dieser Frage erwarten wir eine klare Haltung der Bundesregierung, die einem nicht vÃ¶lkerrechtskonformen Vorgehen bei der TerrorismusbekÃ¤mpfung eine klare Absage erteilt.</p>
<p>Dies steht in engem Zusammenhang mit der ungeklÃ¤rten Frage der OEF-EinsÃ¤tze in Afghanistan, die keine ausreichende vÃ¶lkerrechtliche Grundlage mehr haben, sondern die LegitimitÃ¤t des gesamten Einsatzes gefÃ¤hrden. Dass diese Debatte, welche BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen schon seit 2006 zu fÃ¼hren versuchen, alles andere als eine Phantomdebatte ist, hat der jÃ¼ngste Vorfall in Kundus gezeigt: Zum wiederholten Male sind Zivilisten bei einem geheimen Kommandoeinsatz getÃ¶tet worden, diesmal im deutschen ZustÃ¤ndigkeitsbereich. Dass die deutschen ISAF-Verantwortlichen gar nicht informiert waren und mit dem BÃ¼rgermeister einer ihrer wichtigsten Partner zur AngriffsflÃ¤che wird, ist eine absurde und unhaltbare Situation, welche die gesamten AufbaubemÃ¼hungen gefÃ¤hrdet. Die Bundesregierung hat sich bisher geweigert, dazu kritisch Stellung zu nehmen. Ein Festhalten am Status quo ist keine LÃ¶sung. Wir mÃ¼ssen diese schwierigen Fragen offen mit den Partnern diskutieren und die richtigen Antworten darauf finden, wenn wir nicht in Kauf nehmen wollen, dass die Aussichten auf eine Stabilisierung in der Region noch schlechter werden. Die Chancen dafÃ¼r, zum Beispiel auf dem bevorstehenden NATO-Gipfel, mÃ¼ssen unbedingt genutzt werden.</p></div>


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