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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: (1) SicherheitsvorfÃ¤lle AFG-Nord Aug. 2010 - Anfang Mai 2011 (Teil 1)</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Interview</span>

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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-97">Any of these categories</a>
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        <h1>
            (1) SicherheitsvorfÃ¤lle AFG-Nord Aug. 2010 - Anfang Mai 2011 (Teil 1)         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 8. Mai 2011 01:42:33 +01:00 (202497 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>SicherheitsvorfÃ¤lle Afghanistan, v.a. Region Nord von Mitte August 2010 bis Anfang Mai 2011, zusammengestellt von Winfried Nachtwei, MdB a.D.:</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">GENAUER HINSEHEN:</span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">(1) SicherheitsvorfÃ¤lle AFG-Nord Aug. 2010 - Anfang Mai 2011</span></strong></p>
<p align="center">zusammengestellt von Winfried Nachtwei, MdB a.D.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Absicht: </span></strong></p>
<p>GegenÃ¼ber dem Einsatz/Engagement/Konflikt/Krieg in Afghanistan dominieren in der Ã–ffentlichkeit Pauschal- und Zerrbilder sowie Tunnelblicke. Trotz inzwischen offenerer Informationspolitik (seit Februar 2011 wÃ¶chentliche â€ž<em>Zur Lage in den Einsatzgebieten der Bundeswehr</em>&quot;) verweigert die Bundesregierung weiterhin eine Ã¼ber die Berichterstattung von Einzelereignissen hinausgehende Sicherheitslage Afghanistans. Seit der offenkundigen Verschlechterung der Sicherheitslage sah ich mich in der Verantwortung, seit August 2007 laufend aktualisierte Materialien zur Sicherheitslage Afghanistans (bis 2009 auch Pakistans) herauszugeben. Sie sollen Hilfe sein beim GENAUER HINSEHEN, notwendige Voraussetzung fÃ¼r fundiertere UrteilsfÃ¤higkeit in einem hÃ¶chst unÃ¼bersichtlichen Konflikt.</p>
<p>(1) SicherheitsvorfÃ¤lle AFG-Nord</p>
<p>(2) SicherheitsvorfÃ¤lle AFG landesweit</p>
<p>(3) SicherheitsvorfÃ¤lle wÃ¶chentlich nach Regionen und Kategorien</p>
<p>Die Sicherheitslage ist ein fundamentaler Teil der afghanischen Wirklichkeit, aber lÃ¤ngst nicht die ganze Wirklichkeit! Die â€žnatÃ¼rliche&quot; Dominanz der <em>bad news</em> verstellt den Blick auf die Teilfortschritte und Chancen, die es weiterhin gibt und die wahrzunehmen lebenswichtig fÃ¼r jede Stabilisierung und FriedensfÃ¶rderung ist. Deshalb sind meine Reiseberichte und die Parallelpublikation â€ž<em>Better News statt Bad News aus AFG&quot;</em> unverzichtbare weitere BeitrÃ¤ge zum GENAUER HINSEHEN.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Vorbehalt</span></strong>:</p>
<p>Die Auflistung ist nicht lÃ¼ckenlos: Die tÃ¤glichen â€žcapture-and-kill&quot;-Operationen von â€žcombined Afghan + Coalition security forces&quot; und â€žcombined special operations teams&quot; (vgl. ISAF Operational Updates) haben inzwischen einen solchen Umfang, dass sie diesen Berichtsrahmen sprengen und hier nur teilweise aufgenommen werden. Unbekannt ist das Dunkelfeld der CIA-EinsÃ¤tze. ZusÃ¤tzlich kann die VerlÃ¤sslichkeit einzelner Angaben nicht garantiert werden. Nichts desto weniger zeigen die zusammengestellten VorfÃ¤lle Trends und Schwerpunkte der Sicherheitslage.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Quellen und</span> <span style="text-decoration: underline;">AbkÃ¼rzungen</span> am Schluss.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Trends</span></strong><strong>:</strong></p>
<p><strong>- Weiterer Anstieg der Zivilopfer landesweit, verursacht zunehmend durch AufstÃ¤ndische </strong></p>
<p><strong> (75%), abnehmend durch internationale Truppen und afg. SicherheitskrÃ¤fte/ANSF (16%) </strong></p>
<p>-Â  <strong>In Kunduz und Baghlan, den Schwerpunkten von AufstÃ¤ndischen und AufstandsbekÃ¤mpfung im Norden, erstmalig seit Jahren RÃ¼ckgang von SicherheitsvorfÃ¤llen; verÃ¤nderte OperationsfÃ¼hrung und erhÃ¶hter KrÃ¤fteansatz zeigen Wirkung (ihre Nachhaltigkeit wird sich im Sommer zeigen mÃ¼ssen)</strong></p>
<p>-Â  <strong>UnverÃ¤ndert die hÃ¶chst unterschiedliche Sicherheitslage (90% der VorfÃ¤lle im SÃ¼den und Osten) und KonfliktintensitÃ¤t in den Regionen und Provinzen, die Gleichzeitigkeit von Guerilla- und Terrorkrieg vs. militÃ¤rische AufstandsbekÃ¤mpfung einerseits und relativ ruhigen Nichtkriegsgebieten mit Raum fÃ¼r Aufbau und Entwicklung andererseits </strong></p>
<p>-Â  <strong>Hohes Operationstempo von ISAF, tÃ¤glich Operationen gegen FÃ¼hrungspersonen der AufstÃ¤ndischen in etlichen Distrikten</strong></p>
<p>-Â  <strong>TaktikverÃ¤nderung der AufstÃ¤ndischen: weniger komplexe Angriffe, mehr Massaker-AnschlÃ¤ge (IED, Suizid) gegen Regierungsvertreter und afg. Polizei, Angriffe von ANSF-&quot;SchlÃ¤fern&quot; gegen internationale Soldaten/Polizisten</strong></p>
<p>-Â  <strong>Ausbildungslager der AufstÃ¤ndischen auch in einigen Nordprovinzen; zunehmend jÃ¼ngere Suizidbomber, ihre â€žProduktion&quot; in Pakistan als GeschÃ¤ft </strong></p>
<p>-Â  <strong>Auswirkungen des US-TeilrÃ¼ckzuges aus den Ã¶stlichen Grenzprovinzen Kunar und Nuristan: Hinweise auf eine RÃ¼ckkehr von Al Qaida</strong></p>
<p>-Â  <strong>Taliban und MÃ¤dchenschulen - Kulturwandel? </strong></p>
<p><strong>Mai </strong></p>
<p>Am 3.5. mittags 14 km nordwestlich PRT <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Anschlagsserie gegen dt. Patrouille: IED gegen â€žDingo&quot;, 20 Minuten spÃ¤ter gegen 2. â€žDingo&quot;, ca. 20 Minuten spÃ¤ter gegen einen â€žFuchs&quot;. Insgesamt 7 Soldaten und ein Sprachmittler verletzt, Fahrzeuge z.T. stark beschÃ¤digt.</p>
<p>Am 2.5. in Dakanah/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> bei Clearance-Operation gegen <em>save haven</em> der AufstÃ¤ndischen einige Taliban getÃ¶tet und zahlreiche gefangen.</p>
<p>Am 1.5. 300 km sÃ¼dwestlich Mazar ANSF und US-KrÃ¤fte mit Handwaffen und RPG beschossen, ein afg. Polizist getÃ¶tet. In Baghlan-e Jadid/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> ein hÃ¶herer TalibanfÃ¼hrer gefangen. Er soll mehr als 60 KÃ¤mpfer im Kandahari Belt gefÃ¼hrt haben und verantwortlich sein fÃ¼r zahlreiche Suizidattacken in der Region.</p>
<p><strong>April</strong></p>
<p>Lt. ANSO in der 2. AprilhÃ¤lfte 2011 in der Provinz <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> 29 SicherheitsvorfÃ¤lle ggb. 37 in der ersten AprilhÃ¤lfte. In der 2. AprilhÃ¤lfte 18 IED-VorfÃ¤lle, davon 8 mit Explosion.</p>
<p>Am 30.4. in Doshti/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> zahlreiche AufstÃ¤ndische bei Suche nach TalibanfÃ¼hrer durch afg. und KoalitionskrÃ¤fte getÃ¶tet. In Pol-e Khomri/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> Waffenlager mit 125 Antipersonenminen, 15 Antipanzerminen, 80 107-mm-Raketen, 200 30-mm-Flugabwehrraketen u.a.</p>
<p>Am 29.4. in Baghlan-e Jadid/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> 4 mutmaÃŸliche AufstÃ¤ndische bei Suche nach TalibanfÃ¼hrer gefangen.</p>
<p><strong>Armenien verstÃ¤rkt seine UnterstÃ¼tzung</strong> des RC North von bisher einem Infanteriezug um zwei auf insgesamt 130 Soldaten.</p>
<p>Am 28.4. in Chahar Bolak/<span style="text-decoration: underline;">Balkh</span> zwei mutmaÃŸliche AufstÃ¤ndische gefangen.</p>
<p>Am 25.4. 12 km westlich PRT <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> dt. Patrouille mit IED angegriffen, keine PersonenschÃ¤den, kaum SachschÃ¤den.</p>
<p><strong>(Teil)Zwischenbilanz ISAF Nord</strong>: Durch Operationen in November und Dezember 2010 wurden AufstÃ¤ndische aus ihren Hochburgen in Chahar Darreh und Imam Sahib/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> verdrÃ¤ngt. (In Nord-Baghlan fÃ¼hrten erst dt. QRF, dann Ausbildungs- und Schutzbataillon Mazar mit afg. und US-KrÃ¤ften die ersten Clearance-Operationen seit FrÃ¼hjahr 2010 durch.) In Charah Darreh, der <em>no-go-area</em> von 2009/2010 haben ISAF und ANSF seit Jahreswende Initiative und Bewegungsfreiheit zurÃ¼ck gewonnen. In den ersten Monaten des Jahres geschahen keine komplexen Angriffe auf ISAF mehr. Das Reintegrationsprogramm hat einen erheblichen Zulauf. Dass das Mobilfunknetz in der Provinz Kunduz seit Anfang Januar wieder rund um die Uhr aktiv ist, nachdem die Taliban im FrÃ¼hjahr 2010 seine Abschaltung wÃ¤hrend der Dunkelheit erzwungen hatten, ist ein wichtiger Indikator.</p>
<p>Diese seit Jahren erstmalig positive Entwicklung zeigt sich auch im jÃ¼ngsten Quartalsbericht von ANSO: RÃ¼ckgang der SicherheitsvorfÃ¤lle im 1. Quartal 2011 ggb. 1. Q. 2010 in Kunduz von 79 auf 46, in Baghlan von 35 auf 16. Die Positiventwicklung wird Ã¼berschattet durch eine Kette schwerer SelbstmordanschlÃ¤ge gegen ANSF und Regierungsvertreter in der Provinz Kunduz in den letzten Monaten. Diese regelrechte Massakertaktik wirkt massiv verunsichernd. Seit Februar wird eine â€žRe-Infiltration&quot; von KÃ¤mpfern beobachtet.</p>
<p>Schwerpunkt der Operationen von ISAF und ANSF ist weiterhin der strategisch bedeutsame Kunduz-Baghlan-Korridor.</p>
<p>Am 23.4. in Kunduz/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Gefangennahme zahlreicher mutmaÃŸlicher AufstÃ¤ndischer: einer unter Verdacht, FÃ¼hrer einer 20-kÃ¶pfigen Taliban-Zelle zu sein; ein zweiter Hersteller von IED`s.</p>
<p>In <span style="text-decoration: underline;">Sar-e Pul</span> Beschuss verschiedener staatlicher GebÃ¤ude mit Handwaffen: ANA-Kaserne, Polizeiposten, Staatsanwaltschaft, im Bau befindliches Teacher Training College.</p>
<p>Am 21.4. spÃ¤tabends in Dushti/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> Beschuss eines zivilen Konvois mit Handwaffen und PanzerfÃ¤usten, 5 (3) Tanklaster fÃ¼r ISAF in Brand geschossen. Private Sicherheitsleute erwidern das Feuer.</p>
<p>The Wall Street Journal (21.4.): â€ž<strong>Ethnic Militias</strong><strong> </strong><strong>Fuel Tensions</strong> in Northern Afghanistan&quot;. In zwei Distrikten bei Mazar (Chimtal und Charbolak) lieÃŸ Provinzgouverneur Mohammad Atta Noor zwei Milizen aufstellen. Da die Zentralregierung seine Forderung nach VerstÃ¤rkung von Polizei und Armee sowie nach Einheiten der Afghan Local Police abgewiesen hÃ¤tte, sollen 452 MilizionÃ¤re die 280 Polizisten ergÃ¤nzen. Die Milizen nutzen ihre eigenen Waffen und bekommen keinen Sold. Tadschikische und usbekische Milizen werden immer wieder beschuldigt, paschtunische Dorfbewohner zu berauben.</p>
<p>Lt. jÃ¼ngstem ANSO-Quartalsbericht gibt es offiziell in NO-AFG Afghan Local Police in 8 Distrikten (davon in Kunduz Archi, Imam Shahib, Kunduz, Chahar Darreh, in Baghlan Baghlan-e Jadid und Pol-e Khomri). â€žIrregulÃ¤re bewaffnete KrÃ¤fte&quot; werden gemeldet aus 23 Distrikten, davon aus allen Kunduz-Distrikten.</p>
<p>Am 20.4. in Khanabad/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Gefangennahme eines afg. <strong>Top-Kommandeurs der IMU (I</strong><strong>slamic Movement of Uzbekistan)</strong> und zwei GefÃ¤hrten durch ein Special-Operations-Team von Koalition und ANSF. Der 2010 aus einem pakistanischen GefÃ¤ngnis entkommene Kommandeur sei ein SchlÃ¼sselverbindungsmann zwischen der hohen IMU-FÃ¼hrung in Pakistan und der hohen Taliban-FÃ¼hrung in Afghanistan. Lt. ISAF habe die IMU im letzten Jahr ihre PrÃ¤senz in Nord-AFG verstÃ¤rkt, Selbstmordattacken gegen Regierungsvertreter und Angriffen mit Schusswaffen und IED`s auf afg. und Koalitionstruppen und Zivilisten gerichtet. In den letzten 50 Tagen hÃ¤tten afg.-KoalitionskrÃ¤fte mehr als 20 IMU-AufstÃ¤ndische getÃ¶tet, vier von ihnen hÃ¶here IMU-FÃ¼hrer, darunter Bilal Konduzi, der AFG-Chef der IMU.</p>
<p>Am 18.4. in <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span>-Distrikt Explosion eines IED vor dem Haus eines GemeindeÃ¤ltesten, drei Zivilisten verletzt.</p>
<p>Am 17.4. in Burkah/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> Mullah Abdul Fatah Haqqani, hÃ¶herer IMU-Kommandeur, und ca. 10 KÃ¤mpfer durch Luftangriff getÃ¶tet. (In Burkah seit Anfang MÃ¤rz 11 Razzien durch Afghan &amp; Coalition Special Operations Forces)</p>
<p><strong>Mohnanbau im Norden</strong>: Lt. UNODC Winter Assessment wird erwartet: starker Anstieg in Baghlan, Badakhshan und Faryab, weiter mohnfrei Balkh, Samangan, Sar-i Pul, Takhar, Jawzjan, Kunduz.</p>
<p><strong>Dt. Polizeiausbildung</strong>: In 2011 bisher 43 Ausbildungsvorhaben mit 1.685 Teilnehmern abgeschlossen. Zzt. laufen 10 Aus- und FortbildungsmaÃŸnahmen mit 463 Polizisten. 1.349 werden gegenwÃ¤rtig durch FDD-Teams (Focused District Development Program) begleitet und betreut. An der Polizeiakademie betreuen 11 dt. Mentoren 65 afg. Trainer, die wiederum 450 PolizeischÃ¼ler ausbilden.</p>
<p><strong>Vergleich 1. Quartal 2011/2010</strong> (ANSO QUARTERLY DATA REPORT Q. 1 2011, <a href="http://www.afgnso.org/2011/ANSO%20Q1%202011.pdf">www.afgnso.org/2011/ANSO%20Q1%202011.pdf</a>):</p>
<p>Von bewaffneten oppositionellen Gruppen initiierte Attacken nahmen landesweit um 51% von 1.791 auf 2.700 zu, in den Extremprovinzen Helmand (SÃ¼dwest) um 76% auf 672, in Kunar (Ost) um 8% auf 338, in Khost (Ost) 122% auf 326, in Kandahar (SÃ¼d) um 9% auf 249.</p>
<p>Im Norden Zunahme Jawzjian um 175% auf 33, in Badakhshan um 175% auf 11, in Balkh um 121% auf 31, in Fayab um 45% auf 55, in Samangan von 0 auf 2.</p>
<p>Im Norden RÃ¼ckgang in Takhar um 74% auf 5, in Baghlan um 54% auf 16, in Kunduz um 42% auf 46, in Sar-e Pul um 10% auf 19.</p>
<p>Zwei Trends in der Taktik der AufstÃ¤ndischen: â€žSchlÃ¤fer&quot; bei ANSF, die mit geringem Aufwand Wirkung von strategischer Bedeutung erzielen (Misstauen zwischen int. MilitÃ¤r und ANSF), und Suizidangriffe auf militÃ¤rische, politische und zivile SchlÃ¼sselpersonen.</p>
<p>Erstmalig seit 2006 im April RÃ¼ckgang der ZwischenfÃ¤lle ggb. MÃ¤rz. (ANSO-Zweiwochenbericht 2. AprilhÃ¤lfte)</p>
<p><strong>Zivilopfer (civilian casualties) </strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">lt. UNAMA 2010 2.777 (2009</span> 2.414/+15%), davon im Norden + Nordosten 308 (2009 230); verursacht von</p>
<p>- â€žAnti-government elements&quot; 2.080/75% (2009 1.631), davon IED 904 (779), Exekutionen 462 (225), SelbstmordanschlÃ¤ge 237 (280), Beschuss 253 (144), indirektes Feuer 95 (91)</p>
<p>- &quot;Pro-government forces&quot; (int. MilitÃ¤r, ANA) 440/16% (2009 596), davon Luftangriffe 171 (358), Razzien 80 (98), Beschuss 64 (32), indirektes Feuer 51 (27), Escalation of force 45 (39).</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Lt. CIVCAS Datenbank von ISAF</span> wurden 2009 und 2010 2.537 Zivilpersonen im Kontext des bewaffneten Konflikts getÃ¶tet und 5.594 verwundet. 12% der Zivilopfer seien durch ISAF verursacht worden.</p>
<p>Auch wenn UNAMA und AFG Rights Monitor doppelt so viele Zivilopfer melden, sind die Trends bei allen Erfassungen dieselben. Ein Expertenteam wertete alle Daten fÃ¼r <em>Science</em> aus. Ihr Ergebnis: FÃ¼r Zivilisten wurde der Krieg in den letzten zwei Jahren tÃ¶dlicher (+20%), ISAF wurde zugleich eine sicherer kÃ¤mpfende Truppe (-26% Ziviltote lt. UNAMA).</p>
<p>Am 16.4. in Meymaneh/Faryab 16 km entfernt vom PRT norwegische KrÃ¤fte mit Handwaffen angegriffen. Ein norw. Soldat verletzt. In Sayyad/<span style="text-decoration: underline;">Sar-i Pul</span> zahlreiche AufstÃ¤ndische getÃ¶tet. Zielperson sei der hÃ¶chste FÃ¼hrer aller Talibanoperationen in der Provinz mit Verbindungen zu <em>foreign fighters</em> und Suizid-Trainingcamps gewesen. In Baghlan-i Jadid/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> ein UnterstÃ¼tzer der AufstÃ¤ndischen gefangen.</p>
<p>Am 13.4. in Darzab/<span style="text-decoration: underline;">Jowzjan</span> einige AufstÃ¤ndische, darunter ein TalibanfÃ¼hrer der Provinzebene, bei von afg. und KoalitionskrÃ¤ften getÃ¶tet. In Pul-i Khumri/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> einige mutmaÃŸliche AufstÃ¤ndische gefangen.</p>
<p>Am 12.4. in Ghormach/<span style="text-decoration: underline;">Faryab</span> TalibanfÃ¼hrer Haji Bahuddin und mehr als 10 KÃ¤mpfer bei Sicherheitsoperation getÃ¶tet. In Bal Chiragh/<span style="text-decoration: underline;">Faryab</span> bei Operation gegen TalibanfÃ¼hrter 3 Kinder durch AufstÃ¤ndische getÃ¶tet, 4 verletzt.</p>
<p>Am 11.4. in Sayyad/<span style="text-decoration: underline;">Sar-i Pul</span> ein AufstÃ¤ndischer durch Luftschlag getÃ¶tet.</p>
<p>Am 10.4. bei Ghormach/<span style="text-decoration: underline;">Badghis</span> US-KrÃ¤fte mit Handwaffen beschossen, ein US-Soldat getÃ¶tet.</p>
<p>In Baghlan-e Jadid/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> mutmaÃŸliche AufstÃ¤ndische bei Suche nach Taliban-UnterstÃ¼tzer gefangen.</p>
<p>Am 9.4. in Darzab/<span style="text-decoration: underline;">Jowzjan</span> zwei angreifende AufstÃ¤ndische durch LuftnahunterstÃ¼tzung getÃ¶tet.</p>
<p>Am 8.4. in Mazar/<span style="text-decoration: underline;">Balkh</span> erneut Proteste gegen die Koranverbrennung in den USA, Ã¼ber 60 UNAMA-MitarbeiterInnen in Camp Marmal untergebracht, ANSF halten die Lage unter Kontrolle. Seit dem 10.4. arbeitet UNAMA wieder voll in Mazar.</p>
<p>In Gosfandi/<span style="text-decoration: underline;">Sar-i Pul</span> Distriktpolizeichef bei Patrouille erschossen. In Darzab/<span style="text-decoration: underline;">Jowzjan</span> ca. 18 Taliban bei Gefecht mit ANSF und int. Truppen getÃ¶tet.</p>
<p>Am 7.4. im Raum <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Zwischenfall zwischen ANA-KrÃ¤ften und begleitenden dt. Mentoren und NDS an einem Lager des NDS, Eskalation rechtzeitig durch einen ANA Offizier gestoppt. Ein dt. Soldat beim Waffenreinigen im PRT Kunduz verletzt.</p>
<p>In Baghlan-e Jadid/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> ein TalibanfÃ¼hrer (IED-Experte, SchlÃ¼sselperson im â€ž<em>Baghlan suicide attack network</em>&quot;) und zwei KÃ¤mpfer gefangen.</p>
<p>In Gosfendi/Sar-i Pul ein TalibankÃ¤mpfer getÃ¶tet und 6 verletzt, als lokale BevÃ¶lkerung sich weigerte, den Taliban Steuer (zakat) zu entrichten.</p>
<p>6.4. Angriff eines <em>Coalition + Afghan Special OperationsTeams</em> auf einen Taliban <em>safe haven</em> in Qaisar/<span style="text-decoration: underline;">Faryab</span>, einige KÃ¤mpfer getÃ¶tet, zahlreiche gefangen. ISAF identifizierte <strong>safe haven</strong><strong> und Ausbildungslager</strong><strong> der Taliban und der Islamischen Bewegung Uzbekistans</strong> (IMU) in Baghlan (Burkah), Samangan und Sar-i Pul (hier angeblich auch Training von SelbstmordattentÃ¤tern!). (LWR vom 7.4.)</p>
<p>Am 4.4. sÃ¼dwestlich des PRT Meymaneh/<span style="text-decoration: underline;">Faryab</span> zwei US-Soldaten von einem afg. Grenzpolizisten in Polizeicamp erschossen.</p>
<p>Am 3.4. Generalmajor Samiullah Qatrah neuer Polizeichef in Kunduz. Sein VorgÃ¤nger war am 10.3. einem Selbstmordattentat zum Opfer gefallen. Qatrah war seit Herbst 2010 im Innenministerium fÃ¼r das Reintegrationsprogramm zustÃ¤ndig.</p>
<p>Am 2.4. in Imam Shahib/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Taliban-Kommandeur Shamsullah und andere KÃ¤mpfer durch afg. und US-SpezialkrÃ¤fte getÃ¶tet. Er soll ein SelbstmordattentÃ¤ter-Netzwerk im Norden gefÃ¼hrt haben. Er wird verantwortlich gemacht fÃ¼r drei groÃŸe Angriffe Ende Februar (21.2. in Imam Shahib mit mehr als 30 Toten), den Anschlag auf den Polizeichef von Kunduz (7 Tote) am 10.3. und auf das ANA-RekrutierungsbÃ¼ro am 14.3. (mehr als 30 Tote). (LWJ 4.4.)</p>
<p>Am 1.-3.4. in verschiedenen StÃ¤dten <strong>Demonstrationen gegen die Verbrennung</strong><strong> </strong><strong>eines Koran</strong> in den USA, in Taloqan und Meymaneh friedlich, in Mazar und Kunduz z.T. gewalttÃ¤tig. In Mazar/<span style="text-decoration: underline;">Balkh</span> zogen anfÃ¤nglich 500, schlieÃŸlich 3.000 Demonstranten von der Blauen Moschee nach dem Freitagsgebet zum regionalen UNAMA -Hauptquartier. Nach ersten SteinwÃ¼rfen Sturm und Brandschatzung des GebÃ¤udes: 7 UNAMA-Mitarbeiter getÃ¶tet (vier Nepalesen, eine Norwegerin, ein RumÃ¤ne, ein Schwede) sowie drei Demonstranten. ANP wird Ã¼berrannt. Ein Hilfegesuch an das RC North soll weder von den ANSF noch von UNAMA ausgegangen sein. Umstritten ist, inwieweit ISAF selbst hÃ¤tte initiativ werden mÃ¼ssen. Es war innerhalb von anderthalb Jahren der dritte blutige Angriff auf UNAMA (UN-GÃ¤stehaus im Oktober 2009 mit 8 Toten, gerade noch abgewehrter Angriff auf das RegionalbÃ¼ro in Herat im Herbst 2010).</p>
<p>Seit dem 1.4. unterstÃ¼tzt die Bundeswehr die <strong>Ausbildung der afg. Bereitschaftspolizei</strong> und Gendamerie (ANCOP) im Afghan Uniform Police Regional Training Center (AUP RTC) in <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> mit einem Team von 15 Soldaten (bis 30 Mann gebilligt).</p>
<p><strong>MÃ¤rz</strong></p>
<p>Am 25.3. in Chahar Darreh/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> 14 km westlich vom PRT IED-Anschlag auf Patrouille von Bundeswehr und ANP, ein afg. Polizist getÃ¶tet, ein Polizeifahrzeug zerstÃ¶rt.</p>
<p><strong>Bundestagsbeschluss zur dt. Beteiligung am AWACS</strong>-Einsatz in Afghanistan (BegrÃ¼ndung: â€žEntlastung der VerbÃ¼ndeten&quot; wg. dt. Nichtbeteiligung an der Libyen-Intervention)</p>
<p>Am 21.3. in Sholgarah/<span style="text-decoration: underline;">Balkh</span> ein IMU-FÃ¼hrer und zwei KÃ¤mpfer gefangen, ein KÃ¤mpfer durch afg. und Koalitions-SpezialkrÃ¤fte getÃ¶tet. (Seit dem 8.3. 6 Razzien gegen IMU-FÃ¼hrungskader in Burkhah/Baghlan, Ausbildungslager in Kunduz und Sar-i Pul)</p>
<p>Am 20. 3. in Burkah/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> mehr als 10 KÃ¤mpfer getÃ¶tet und einer gefangen bei Spezialoperation auf der Suche nach 4 IMU-Kommandeuren.</p>
<p>Am 17./18.3. in Sayyad/<span style="text-decoration: underline;">Sar-i Pul</span> bei Spezialoperation ein AufstÃ¤ndischer getÃ¶tet, mehrere gefangen bei der Suche nach Talibankommandeur, der in Verbindung zu Suizid-Training Camps stehen soll.</p>
<p>Am 18.3. in Chahar Darreh/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> 9 km nordwestlich des PRT bei IED-Suchoperation von zwei dt. Infanteriekompanien ein Fahrzeug des <strong>US Route Clearance Package</strong> (speziell geschÃ¼tztes IED-RÃ¤umfahrzeug/RCP) von &gt;70 kg Sprengladung getroffen, 4 Soldaten (darunter ein dt.) und ein Sprachmittler verwundet.</p>
<p>Am 14.3. mittags <strong>Selbstmordanschlag auf das RekrutierungsbÃ¼ro</strong><strong> der ANA</strong> in Kunduz, 4 ANA-Soldaten und 22 Zivilpersonen (darunter 4 Kinder) getÃ¶tet, 40 Personen verletzt. Andere Quellen sprechen von mindestens 33 GetÃ¶teten.</p>
<p>Am 13.3. in der Provinz Kunduz IED gegen Zivilfahrzeug.</p>
<p>Am 12.3. 8 km nordwestlich Pol-e Khomri/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> dt. KrÃ¤fte mit Handwaffen beschossen, Soldaten brechen durch, keine PersonenschÃ¤den. IED-Angriff auf ANP in <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span>.</p>
<p>Am 10.3. auf dem Markt von <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Stadt der <strong>Polizeichef der Provinz</strong><strong> und drei (zwei) LeibwÃ¤chter durch SelbstmordattentÃ¤ter getÃ¶tet</strong>, zwei Polizisten verletzt. In Dara Soof Payan/<span style="text-decoration: underline;">Samangan</span> IMU-Kommandeur Shad Mohammad und vier KÃ¤mpfer durch Luftangriff getÃ¶tet. In Mazar/<span style="text-decoration: underline;">Balkh</span> IMU-MilitÃ¤rkommandeur und einige KÃ¤mpfer gefangen genommen.</p>
<p>Am 9.3. 7 km sÃ¼dwestlich <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Feuergefecht zwischen dt. KrÃ¤ften und AufstÃ¤ndischen. Von zwei im Umfeld verletzten afg. Frauen stirbt eine im Rettungszentrum des PRT. Der Polizeichef von Chahar Darreh wirft der Bundeswehr vor, den Tod der Frau verschuldet zu haben (QuerschlÃ¤ger). Die Bundeswehr bestreitet das und verweist darauf, dass die verletzte Frau anderthalb km vom Gefechtsort einer Patrouille Ã¼bergeben worden sei.</p>
<p>Am 8.3. in Burkah/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> bei Spezialoperation gegen einen Talibankommandeur mehrere AufstÃ¤ndische getÃ¶tet, einer gefangen genommen. Der Kommandeur soll mit der IMU verbunden sein und ca. 80 <em>foreign fighters</em> befehligen.</p>
<p>Am 7.3. Wechsel des US-Leitverbandes im RC North von der 1st Brigade der 10th Mountain Division zur 170th Infantry Brigade aus Baumholder/Rheinland-Pfalz.</p>
<p>---------- Ab hier reduzierte Quellenauswertung ---------------------------------------------------------------</p>
<p>Das <strong>209. ANA-Korps</strong> (eins von sechs Korps insgesamt): Die 2. Brigade (ca. 3.000 Soldaten) in Kunduz gilt als nahezu einsatzbereit und kann auf Verbandsebene operieren. Der Brigade mit ihren 6 Bataillonen (Kandaks) sind 7 Operational Mentor + Liaison Teams (OMLT) mit 308 Soldaten (163 DEU, 90 BEL, 43 HUN, 12 UN) zur Ausbildung + Beratung, Verbindung + FÃ¼hrung, Planungs- und OperationsunterstÃ¼tzung zugeordnet.</p>
<p>Die 3. Brigade in Mazar verfÃ¼gt bisher Ã¼ber ein zum Partnering fÃ¤higes Kandak (Bataillon) und soll in 2011 um zwei weitere Infanterie-Kandaks und ein UnterstÃ¼tzungs-Kandak aufwachsen. Die 1. Brigade in Meymaneh befindet sich in der Aufstellung, Partnering mit einem Kandak soll bald mÃ¶glich werden.</p>
<p>Mangels Masse kÃ¶nnen die OMLT die Kandaks nur eingeschrÃ¤nkt bei Operationen begleiten. Um die SchlÃ¼sselaufgabe â€žErhÃ¶hung der EigenstÃ¤ndigkeit + Effizienz der ANA auf dem Weg zur UnabhÃ¤ngigkeit von ISAF&quot; bestmÃ¶glich erfÃ¼llen zu kÃ¶nnen, wird vor Ort die Verdoppelung der OMLT-KrÃ¤fte fÃ¼r notwendig gehalten.</p>
<p>Â </p>
<p><strong>Februar</strong></p>
<p>Am 24.2. <strong>KommandoÃ¼bergabe</strong><strong> ISAF RC North</strong> von Generalmajor Hans-Werner Fritz an Generalmajor Markus Kneip. (General Kneip war im Sommer 2006 erstmalig in Mazar Regionalkommandeur. Er hatte schon damals nachdrÃ¼cklich vor einer VerschÃ¤rfung der Lage gewarnt.) Damit Ãœbergang vom 24. auf das 25. dt. Einsatzkontingent.</p>
<p>Am 22.2. in Baghlan-e Jadid/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> nÃ¶rdlich vom OP North dt. Soldaten im Partneringeinsatz mit Handwaffen beschossen, LuftnahunterstÃ¼tzung, keine eigenen Personen- und SachschÃ¤den. Am selben Tag ca. 10 km sÃ¼dwestlich <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> dt. Soldaten mit Handwaffen beschossen, Feuerwechsel, keine eigenen SchÃ¤den.</p>
<p>Am 21./22.2. Besuch einer Delegation des <strong>High Peace Council</strong> in Kunduz. Damit BestÃ¤tigung des Friedens- und Reintegrationsrates der Provinz, in dem der Anteil von traditionellen FÃ¼hrern erhÃ¶ht wurde.</p>
<p>Am 21.2. im GebÃ¤ude der Distriktverwaltung von Imam Shahib/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> ca. <strong>30 Zivilpersonen durch SelbstmordattentÃ¤ter getÃ¶tet</strong>, mehr als 30 verletzt.</p>
<p>Am 20.2. in Baghlan-e Jadid/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> Beginn der <strong>Operation NAWROZ</strong> der ANSF (400 Soldaten, 600 Polizisten), ISAF stellt nur â€žMangelfÃ¤higkeiten&quot;. Marco Seligers Reportage â€žDer Polizist, dein bekiffter Partner&quot; Ã¼ber die Erfolge und Hindernisse des Einsatzes im OP North/Baghlan in der FAZ am 25.2..</p>
<p>Am 18.2. in Baghlan-e Jadid/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> im Oberservation Post (OP) North <strong>drei deutsche Soldaten durch einen ANA-Soldat erschossen</strong>, 6 verwundet. Der AttentÃ¤ter war ein 19-jÃ¤hriger Wachsoldat, seit 9 Monaten in der ANA. Die Gefallenen sind der Hauptfeldwebel Georg Missulia, der Stabsgefreite Konstantin Menz und der Hauptgefreite Georg Kurat, alle vom Panzergrenadierbataillon 112 in Regen. (Susanne Koelbl verweist im Spiegel 9/2011 auf die gegenÃ¼ber vor 5 Monaten erheblich verbesserte Lage in Baghlan: Damals seien tÃ¤glich Lkw`s Ã¼berfallen worden, IED`s gelegt und WegezÃ¶lle an illegalen Checkpoints erhoben worden. Jetzt sei es in Baghlan relativ sicher.)</p>
<p>Am selben Tag abends Beschuss einer Patrouille der Task Force Kunduz (Ausbildungs- und Schutzbataillon) nordwestlich des PRT <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> mit Handwaffen und PanzerfÃ¤usten. Vier dt. Soldaten verwundet, <strong>erstmalig ein SchÃ¼tzenpanzer â€žMarder&quot; in Brand geschossen</strong> und ausgefallen.</p>
<p>Am 17.2. in Chahar Darreh/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> ein ANP-Polizist durch IED getÃ¶tet. Im selben Distrikt Beschuss von dt. KrÃ¤ften.</p>
<p>Am 15.2. sÃ¼dÃ¶stlich von Aybak/<span style="text-decoration: underline;">Samangan</span> ein finnischer Soldat des PRT Mazar durch IED getÃ¶tet.</p>
<p>Am 13.2. ca. 40 km nordwestlich <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> in Qal Ã h-ye Zal durch IED zwei dt. Soldaten leicht verletzt, Fuchs beschÃ¤digt.</p>
<p>Am 10.2. am Eingang der Distriktverwaltung von Chahar Darreh/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> <strong>Distriktgouverneur Said Abdul Wahid Omarkhel und 6 Personen durch SelbstmordattentÃ¤ter getÃ¶tet</strong>, 7 weitere verletzt. Der Anschlag geschah bei einem Treffen mit Ã¶rtlichen MilizenfÃ¼hrern durch einen ca. 16-jÃ¤hrigen Jungen beim Ãœberreichen eines Bittschreibens. Der Distriktgouverneur hatte schon mehrere AnschlÃ¤ge Ã¼berstanden.</p>
<p>Ende Januar durch eigenstÃ¤ndige Operation der afg. Polizei nÃ¶rdlich und nordwestlich von <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> und VorstoÃŸ nach Dasht-e Archi AufstÃ¤ndische aus weiten Gebieten verdrÃ¤ngt. <strong>Erstmals seit 2009 sollen AufstÃ¤ndische in der Provinz Kunduz keine grÃ¶ÃŸeren Gebiete mehr kontrollieren. (!!!)</strong></p>
<p><strong>Januar</strong></p>
<p>Am 31.1. nachmittags dt. Soldaten 17 km sÃ¼dlich PRT <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> mit zwei MÃ¶rsergranaten angegriffen, keine SchÃ¤den.</p>
<p>Am 29.1. in Chahar Darreh/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> durch IED zwei dt. Soldaten verwundet, â€žDingo&quot; beschÃ¤digt.</p>
<p>Am 28.1. <strong>Bundestagsabstimmung</strong><strong> Ã¼ber die Fortsetzung der Bundeswehrbeteiligung an ISAF</strong>: 420 Ja-Stimmen, 116 Nein, 43 Enthaltungen.</p>
<p>Am 28.1. lehnt<strong> </strong>das niederlÃ¤ndische Parlament einen Oppositionsantrag, der die <strong>geplante niederlÃ¤ndische Polizeimission in Nord-AFG</strong> verhindern soll, ab. Schwerpunkte der bis 2014 terminierten Mission sind Kabul, Mazar und Kunduz.</p>
<p>Am 27.1. Eintreffen von zwei zusÃ¤tzlichen Panzerhaubitzen 2000 als â€žGerÃ¤tereserve&quot; und Verlegung nach Kunduz und OP North. (insgesamt jetzt 5)</p>
<p>Am 19.1. in Doshti/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> US-Konvoi mit Handwaffen und PanzerfÃ¤usten beschossen, ein US-Soldat getÃ¶tet.</p>
<p>Anfang Januar im Norden des Distrikt Dahanah-ye Ghori/<span style="text-decoration: underline;">Baghlan</span> (Highway-Triangle)Fortsetzung der <strong>Operation JADID</strong>, seit Ende Dezember in der Phase V (Hold). Erstmalig ist der Anteil der ANSF hÃ¶her als der von ISAF. (Im November bei Operationsbeginn 650 ISAF, 250 ANSF; jetzt 750 ANSF, 300 ISAF) Ausbau weiterer Combat Outposts (Feldposten) im Dande-e Ghori Distrikt.</p>
<p>In Chahar Darreh/<span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Fortsetzung der <strong>Operation SHER CHESAN</strong>, Besetzung der Combat Outpost (COP) Quatliam und des OP Athen durch lokale SicherheitskrÃ¤fte (Milizen), US und TF Kunduz. (GroÃŸteil der IED`s wurden der ANA von der BevÃ¶lkerung gemeldet.)</p>
<p>Seit Anfang Januar in der Provinz <span style="text-decoration: underline;">Kunduz</span> Handynetz wieder rund um die Uhr. Im letzten FrÃ¼hjahr hatten die Taliban das Ausschalten der Handynetze bei Dunkelheit in der Provinz durchgesetzt. Die Reaktivierung des Handynetzes ist ein wichtiger Indikator fÃ¼r den RÃ¼ckgang der Sicherheitsbedrohung durch die AufstÃ¤ndischen. (FAZ 15.1.2011)</p>
<p>Am 3.1. Einsetzung des neuen Gouverneur von Kunduz, Mohammad Anwar Jegdalek. Er war bis vor kurzem Minister fÃ¼r Parlamentsangelegenheiten. Sein VorgÃ¤nger Mohammad Omar war am 8.10.2010 durch Anschlag getÃ¶tet worden.</p>
<p>Zu <a href="index.php/articles/news/1045">Teil 2</a>.</p></div>
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Hin weis:&#160;
                <em>    <p>Bericht als <a href="downloads/bericht/SicherhVorf-NORD-4-11.pdf">PDF-Datei</a>.</p></em></p>


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                        </div>
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