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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Teilnahme des Landes Brandenburg an der Aufbauhilfe fÃ¼r die afghanische Polizei, Brief Nachtweis an Innenminister Dr. Woidke</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Interview</span>

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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-97">Any of these categories</a>
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        <h1>
            Teilnahme des Landes Brandenburg an der Aufbauhilfe fÃ¼r die afghanische Polizei, Brief Nachtweis an Innenminister Dr. Woidke         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 9. Oktober 2010 23:06:03 +02:00 (171584 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Mit folgendem Brief an Brandenburgs Innenminister Dr. Dietmar Woidke hat Nachtwei den Minister dazu aufgefordert, den Ausstieg des Landes Brandenburg aus der Gemeinschaftsaufgabe Polizeihilfe Afghanistan zu Ã¼berprÃ¼fen und rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen:</p></div>
            <div>    <p style="text-align: right;"><strong>Winfried Nachtwei</strong></p>
<p style="text-align: right;">Mitglied des Bundestages<br />1994 - 2009</p>
<p style="text-align: right;">Â </p>
<p>Innenminister des Landes Brandenburg</p>
<p>Herr Dr. Dietmar Woidke<br />Henning-von-Tresckow-StraÃŸe 9-13<span style="text-decoration: underline;"><br />14467 Potsdam</span></p>
<p>Â </p>
<p><strong>Teilnahme des Landes Brandenburg an der Aufbauhilfe fÃ¼r die afghanische Polizei</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr Minister Dr. Woidke,Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  MÃ¼nster, 9. Oktober 2010</p>
<p>fÃ¼r Ihr verantwortungsvolles neues Amt wÃ¼nsche ich Ihnen viel Erfolg zum Wohle des Landes Brandenburg und seiner BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger.</p>
<p>Gestatten Sie, dass ich mich in der Frage der Beteiligung des Landes Brandenburg an der AufbauhilfeÂ  fÃ¼r die afghanische Polizei an Sie wende.</p>
<p>Ich tue das als jemand, der als langjÃ¤hriges Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages die AuslandseinsÃ¤tze der deutschen Polizeien immer besonders intensiv begleitet und nach MÃ¶glichkeit unterstÃ¼tzt hat: seit 1996 auf dem Balkan, seit 2002 auch in Afghanistan.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund hatte ich mir erlaubt, Ihrem VorgÃ¤nger, Herrn Rainer Speer, einen kritischen Brief zu seiner Entscheidung zu schreiben, aus Brandenburg keine Polizisten mehr zur UnterstÃ¼tzung des Polizeiaufbaus in Afghanistan zu entsenden. Auf dieses Schreiben erhielt ich von Herrn Speer keine Antwort. Sehr positiv waren hingegen die Reaktionen hÃ¶herer Polizeibeamter aus verschiedenen BundeslÃ¤ndern, des Bundes und aus Afghanistan.</p>
<p>Ich gebe Ihnen dieses Schreiben in Anlage zur Kenntnis und mÃ¶chte Sie hÃ¶flich bitten, die Entscheidung Ihres VorgÃ¤ngers zu Ã¼berprÃ¼fen und rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen.</p>
<p>Der Ausstieg des Landes Brandenburg aus der Gemeinschaftsaufgabe Polizeihilfe Afghanistan war von allen hiermit Vertrauten mit grÃ¶ÃŸtem UnverstÃ¤ndnis aufgenommen worden, gerade auch von Polizisten mit Afghanistanerfahrung: Der Ausstieg war hinsichtlichÂ  der differenziert zu betrachtenden Risiko- und Bedrohungslage in seiner PauschalitÃ¤t unbegrÃ¼ndet; er war eine mehrfache SolidaritÃ¤tsverweigerung - gegenÃ¼ber den Polizisten von BundÂ  und LÃ¤ndern bei EUPOL und GPPT, gegenÃ¼ber den Ministerkollegen in der Innenministerkonferenz, nicht zuletzt auch gegenÃ¼ber den Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. Deren hochriskanter Einsatz wÃ¼rde vÃ¶llig aussichts- und sinnlos, wenn nicht alles fÃ¼r den Aufbau selbsttragender Sicherheit, also den Aufbau von Polizei, Armee und Justiz getan wÃ¼rde.</p>
<p>Seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts waren afghanische Polizeioffiziere zur Ausbildung in Deutschland, in MÃ¼nster Hiltrup an der PolizeifÃ¼hrungsarmee wie in der DDR. Die deutsche Polizeiausbildung ist in Afghanistan bis heute in bester Erinnerung.</p>
<p>Das deutsche Polizeiprojekt knÃ¼pfte im Jahr 2002 an diese vorzÃ¼gliche Tradition an. Dass dies mit viel zu schwachen KrÃ¤ften geschah, war ein fundamentaler politischer Fehler, der erst in den letzten Jahren korrigiert wurde.</p>
<p>Umso wichtiger ist, dass neben dem Bund auch alle BundeslÃ¤nder zu dieser Gemeinschaftsaufgabe beitragen. Die deutschen und afghanischen Polizeikollegen werden es Ihnen danken, wenn sich das Land Brandenburg wieder an der Polizeiaufbauhilfe beteiligen wÃ¼rde. Die letzten Jahre haben gezeigt: Die Einsatzerfahrungen der Kollegen im Ausland kommen auch der Polizeiarbeit in der Heimat zugute.</p>
<p>Mit freundlichen GrÃ¼ÃŸen</p>
<p>Ihr<br />gez. Winfried Nachtwei</p>
<p>Â </p></div>


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                        </div>
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