    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Pakistan im April - Visite am Abgrund (Teil 1)</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=11-83-99-120&amp;aid=850</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Stellungnahme</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11">Sicherheitspolitik und Bundeswehr</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=99">Vereinte Nationen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=83">Stellungnahme</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-99-83">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B99%2B83">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Pakistan im April - Visite am Abgrund (Teil 1)         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 10. Mai 2009 09:38:07 +02:00 (165313 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Folgenden Bericht verfasste Winfried Nachtwei Ã¼ber seinen jÃ¼ngsten Pakistan-Besuch:</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Pakistan im April - Visite am Abgrund</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, MdB, Mai 2009</p>
<p><em>Im Vorfeld der Geberkonferenz in Tokio besuchte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul vom 2.-5. April 2009 die pakistanische Hauptstadt Islamabad. Gerne nahm ich Ihre Einladung zur Mitreise an - als einziger Abgeordneter. Nach meinen vielen Reisen nach Afghanistan war ein Besuch Pakistans mehr als Ã¼berfÃ¤llig. Die Begleitung durch externe und interne Pakistan-ExpertInnen erweiterte unsere WahrnehmungsfÃ¤higkeiten ganz erheblich.</em></p>
<p><em>Auf dem <strong>Programm der Reise</strong> standen</em></p>
<ul type="disc">
<li><em>GesprÃ¤che      mit dem amtierenden Finanzminister Shauhat Tareen, der Sozialministerin      der North West Frontier Province (NWFP), Sitara Ayaz, dem Ex-Premier und      OppositionsfÃ¼hrer Nawaz Sharif, Vertretern der Geberorganisationen      EU-Kommission, VN, ICRC und Asian Development Bank (ADB), dem deutschen      Botschafter Dr. Michael Koch (vormals Leiter des Sonderstabs AFG im AA),      den Botschaftern von USA, GroÃŸbritannien, Australien und Frankreich in      PAK, VertreterInnen der Zivilgesellschaft (Human Rights Commission,      International Crisis Group, Insitute of Strategic Studies, National      Commission for Justice and Peace, Anwalt beim Supreme Court) von UNHCR und      den deutschen Stiftungen in PAK (KAS, FES, HSS,HBS, FNS) der deutschen      EZ-Community;</em></li>
<li><em>ErÃ¶ffung      des Deutschen Hauses der Entwicklungszusammenarbeit;</em></li>
<li><em>Besuch der      National Book Foundation, des Talat Nursing House in Rawalpindi und eines      Slum mit vielen FlÃ¼chtlingen aus den Stammesgebieten (FATA).</em></li>
</ul>
<p><em>Zur Delegation gehÃ¶ren neben den zustÃ¤ndigen leitenden Beamtinnen des Ministeriums Ingrid-Gabriela Hoven und Christiane Hieronymus, die langjÃ¤hrigen Pakistan-Experten Dr. Christian Wagner/SWP, Prof. Jochen Hippler/INEF, Uwe Ohls/KfW Entwicklungsbank, Dr. Winfried Polte/DEG (KfW) sowie Journalisten von ARD, dpa, Spiegel und â€žE+Z&quot;.</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Zusammenfassung</span></strong><strong>:</strong></p>
<p><strong>Deutlich wurden die Dimension und Dynamik der krisenhaften Entwicklung, das bisherige Elitenversagen, aber auch die guten AnsÃ¤tze und erheblichen Schwierigkeiten eines entwicklungspolitischen Gegensteuerns.</strong></p>
<p><strong>Der Vormarsch des militanten Fundamentalismus, der pakistanischen Taliban und anderer Gruppen erscheint fast ungebremst und rÃ¼ckt der Hauptstadt bedrohlich nahe. WÃ¤hrend Kreise der Zivilgesellschaft dagegen protestieren und selbstbewusster gewordene Mittelschichten mehr Rechtsstaatlichkeit und Demokratie einfordern, gibt es in der politischen Klasse keinen Konsens Ã¼ber die vorrangige Bedrohung. SicherheitskrÃ¤fte schwanken zwischen demoralisiertem Wegducken, massivem Zuschlagen und aktiver UnterstÃ¼tzung (Teile des MilitÃ¤rgeheimdienstes ISI). Bemerkenswert sind die AnsÃ¤tze und ZugÃ¤nge deutscher Entwicklungszusammenarbeit und Stiftungen.</strong></p>
<p><strong>SchlÃ¼sselfragen sind, was die verschiedenen Politikfelder und internationalen Akteure dazu beitragen kÃ¶nnen bzw. sollten, die Konfliktdynamik zu bremsen, wie sie zu kurz- und mittelfristig â€žBetter&quot; Governance fÃ¶rdern kÃ¶nnen. Dabei kommt der StÃ¤rkung einer verlÃ¤sslichen und durchsetzungsfÃ¤higen Polizei und der RechtsstaatsfÃ¶rderung eine SchlÃ¼sselrolle zu.</strong></p>
<p><strong>Die mutige Zivilgesellschaft braucht internationale Wahrnehmung und SolidaritÃ¤t.</strong></p>
<p><strong>Zu klÃ¤ren ist, wieweit die deutschen, europÃ¤ischen und internationalen BemÃ¼hungen auf Ebene der EZ und Stiftungen angesichts der Krisendynamik stÃ¤rker konfliktprÃ¤ventiv ausgerichtet und intensiviert werden kÃ¶nnen.</strong></p>
<p><strong>Der UNHCR und andere Hilfsorganisationen mÃ¼ssen schnell mit den notwendigen Mitteln fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung der BinnenflÃ¼chtlinge ausgestattet werden.Â  Hier ist die vordere Linie im Kampf um KÃ¶pfe und Herzen.</strong></p>
<p><strong>Dass im AA und BMZ AFG und PAK durch dieselben Referate bearbeitet werden, dass es einen Sonderbeauftragten des AA fÃ¼r AFG und PAK mit politischem Gewicht gibt, sind richtige Schritte. Aber bundesdeutsche Politik braucht noch viel mehr von solcher grenzÃ¼berschreitender Sicht und vor allem vernetzter, kohÃ¤renter Politik zu den beiden KrisenlÃ¤ndern. Bisher ist deutsche Wahrnehmung und Politik viel zu sehr auf den eigenen Verantwortungsbereich in Nord-AFG beschrÃ¤nkt.</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span></p>
<ul class="unIndentedList">
<li> Ankunft in Islamabad</li>
<li> Allgemeine Lage</li>
<li> Stammesgebiete</li>
<li> Aktueller Brennpunkt Swat-Abkommen</li>
<li> FlÃ¼chtlinge und BinnenflÃ¼chtlinge</li>
<li> Deutsche Entwicklungszusammenarbeit</li>
<li> Materialien zur aktuellen Sicherheitslage Afghanistans</li>
<li> Karte der Northwest Frontier Province und FATA</li>
</ul>
<p><strong>Islamabad</strong> ist mit seinen mehr als 800.000 Einwohnern seit 1958 die offizielle Hauptstadt Pakistans und mit seinem groÃŸzÃ¼gigen, quadratischen StraÃŸennetz, seinem vielen GrÃ¼n und fehlendem Chaos vÃ¶llig untypisch fÃ¼r das Land: Der erste Eindruck ist Ordnung. Die Sicherheitsvorkehrungen erscheinen provisorischer und sind weit von Kabul entfernt. Statt Beton sehe ich mehr SandsÃ¤cke. Die Soldaten und Polizisten wirken weniger angespannt, auch an der Diplomatic Enclave. Nur das hiesige groÃŸe Serena-Hotel erscheint durch grÃ¶ÃŸere AbstÃ¤nde besser geschÃ¼tzt zu sein als das Serena in Kabul.</p>
<p>Der erste entspanntere Eindruck tÃ¤uscht. Unvergessen sind die KÃ¤mpfe um die ErstÃ¼rmung der Roten Moschee in Islamabad, die im Juli 2007 weit mehr als 100 Menschen das Leben kosteten. Unvergessen ist der Terrorangriff auf das Mariott-Hotel am 20. September 2008, bei dem 54 Menschen getÃ¶tet und 266 verletzt wurden.</p>
<p>Die geografische Lage Islamabads im Norden unweit der North West Frontier Province (NWFP) mit den Stammesgebieten (Federally Administered Tribal Areas/FATA) ist heikel. Peshawar liegt nur 160 km, 2 Autostunden entfernt, das inzwischen reichlich bekannte Swat-Tal ist auch nicht weiter weg. 20 km vor Islamabad soll es schon mit dem Talibaneinfluss losgehen.</p>
<p>Am letzten Abend hat in der Residenz des dt. Botschafters kaum der Empfang mit der deutschen EZ-Gemeinde begonnen, treffen schon beunruhigende Handy-Meldungen ein: In F-7/3 an der Margalla Road, knapp 4 km entfernt, hat ein SelbstmordattentÃ¤ter einen Posten der Grenzpolizei angegriffen, acht Polizisten getÃ¶tet und sieben verwundet. Ganz in der NÃ¤he wohnen meine momentanen GesprÃ¤chspartner, denen ich zuletzt 2006 in Kinshasa begegnet war. Minuten spÃ¤ter trifft eine erfreuliche Nachricht ein: Die zzt. prominenteste Geisel, der US-BÃ¼rger John Sobecki, wurde nach zwei Monaten EntfÃ¼hrung in Quetta freigelassen.</p>
<p><strong>Allgemeine Lage</strong></p>
<p>(vgl. <em>Jochen Hippler: â€žDas gefÃ¤hrlichste Land der Welt? Pakistan zwischen MilitÃ¤rherrschaft, Extremismus und Demokratie&quot;, KÃ¶ln 2008: sehr fakten- und kenntnisreich</em>!)</p>
<p>PAK ist mit ca. 165 Mio. Einwohnern nach Indonesien das zweitgrÃ¶ÃŸte islamische Land und zweimal so groÃŸ wie Deutschland. PAK besteht aus den vier Provinzen Punjab (Kerngebiet mit HÃ¤lfte der BevÃ¶lkerung), Sindh (SÃ¼dosten, Hauptstadt Karatschi), Belutschistan (grÃ¶ÃŸte, am wenigsten zugÃ¤ngliche Provinz mit ca. 8 Mio. Einwohnern) und NWFP (kleinste Provinz mit ca. 21 Mio. Einwohnern) sowie â€žNorthern Areas&quot; und â€žAzad Kashmir&quot;.</p>
<p>Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 847 US-$. Ein Drittel der BevÃ¶lkerung lebt in absoluter Armut. Die GroÃŸgrundbesitzer verfÃ¼gen Ã¼ber 65% des Landbesitzes. Die HÃ¤lfte der Familien auf dem Land verfÃ¼gt Ã¼ber keinerlei Grund und Boden.Â  Die Frauenbenachteiligung ist krass. Hier liegt PAK auf Platz 127 (von 130), beim Human Development Index auf Platz 136. Die soziale Situation ist damit die schlechteste unter allen vergleichbaren LÃ¤ndern. Das BevÃ¶lkerungswachstum liegt bei hohen 2,4%. Auf dem Korruptionsindex von Transparency International nimmt PAK den 142. von 163 PlÃ¤tzen ein. Symptomatisch ist, dass nur ca. 5 Mio. Pakistani Steuern zahlen. Die Staatsquote liegt bei unter 10%! Â Ohne den IWF-Kredit von 7,6 Mrd. US-$ im letzten Herbst wÃ¤re der Staat pleite gewesen. Ein zweiter Kredit Ã¼ber mehr als 5 Mrd. US-$ ist im GesprÃ¤ch. Die Inflation liegt bei 24%.</p>
<p>Seit Jahren leidet PAK unter <strong>massiver politischer und konfessioneller Gewalt</strong>: zwischen sunnitischen und schiitischen Extremistengruppen (in 2007 mit 441 Toten); in Karachi und anderen GroÃŸstÃ¤dten der Provinz Sindh der Konflikt zwischen Sindh und Muhajir vor allem in den 80er und 90er Jahren mit hÃ¤ufigen Massakern; Aufstand und massive militÃ¤rische BekÃ¤mpfung in Balutschistan (415 TerroranschlÃ¤ge in 2006); am blutigsten die Konflikte in NWFP (in FATA in 2007 1.680 Tote - bei 2,5% der BevÃ¶lkerung fast 50% aller Gewaltopfer). Insofern ist zwischen verschiedenen Gewaltakteuren, AufstÃ¤ndischen- und Terrorgruppen zu unterscheiden.</p>
<p>Seit dem Kampf um die Rote Moschee hat sich die Sicherheitslage explosiv entwickelt. Nachdem die Taliban und VerbÃ¼ndete die meisten Agencies der Stammesgebiete schon lÃ¤nger weitgehend kontrollieren, dringen sie inzwischen zunehmend in die â€žSettled Areas&quot; der NWFP vor, geschehen GroÃŸanschlÃ¤ge immer hÃ¤ufiger auch im Kernland. In 2008 starben 2.267 Menschen bei TerroranschlÃ¤gen - mehr als in AFG. Allein im MÃ¤rz starben 124 Menschen durch SelbstmordanschlÃ¤ge (u.a. in Islamabad, Ravalpindi, Peshawar) und 42 - mutmaÃŸlich Militante - bei vier Drohnenattacken in den Stammesgebieten. Auch wenn lt. PrÃ¤sident Zardari angeblich 100.000 SicherheitskrÃ¤fte in der NWFP stehen - in den ersten Monaten 2009 erscheint der Vormarsch der Taliban u.a. Gruppen geradezu ungebremst.</p>
<p>David Kilcullen, Berater von General Petraeus, Ã¤uÃŸerte im MÃ¤rz die Warnung, dass der pakistanische Staat in sechs Monaten zusammenbrechen kÃ¶nne. Knackpunkte sind offenbar, dass in der politischen Klasse PAK`s kein Konsens Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen Bedrohungen besteht und dass Teile des ISI, der jenseits der Kontrolle durch die zivile Regierung agiert, aktiv Terrorgruppen unterstÃ¼tzen. (vgl. auch die aufschlussreiche Stellungnahme des Counterinsurgency-ExpertenÂ  David Kilcullen vor dem StreitkrÃ¤fteausschuss des US-Kongress 23.4.2009; www.armedservice.house.gov/pdfs/FC042309/Kilcullen_Testimony042309.pdf)</p>
<p>In der <strong>AuÃŸenpolitik</strong> habe sich das VerhÃ¤ltnis zu Afghanistan - lange Zeit wie Kalter Krieg - dramatisch entspannt. Das VerhÃ¤ltnis zu Indien sei seit Mumbai schwieriger, verglichen mit dem Angriff auf das indische Parlament in 2001 seien jetzt die Reaktionen aber ruhiger.</p>
<p>Sehr enttÃ¤uscht, ja deprimiert Ã¤uÃŸern sich <strong>VertreterInnen aus der Zivilgesellschaft</strong>, nachdem die Wahl im Februar 2008 so hoffnungsvoll gelaufen war. Scharf kritisiert wird die Zusammensetzung der Regierung mit z.T. sehr fragwÃ¼rdigen Politikern, die Politik der Parteien, die GesetzesbrÃ¼che von oben, der Deal der gewÃ¤hlten Regierung mit den Taliban. Samina Ahmed von der International Crisis Group wirft dem MilitÃ¤r vor, kein VerstÃ¤ndnis von Sicherheit im 21. Jahrhundert zu haben. Ein solches MilitÃ¤r zu unterstÃ¼tzen sei ein Freibrief. Die Zivilisierung des MilitÃ¤rs sei eine Kernaufgabe.</p>
<p>Warum bekomme ein Land wie PAK Geld vom Ausland - angesichts eines PrÃ¤sidenten, der einer der reichsten MÃ¤nner der Welt sei, angesichts eines der grÃ¶ÃŸten MilitÃ¤rbudgets und der NuklearrÃ¼stung? Da mÃ¼ssten die Geber Bedingungen stellen!</p>
<p>Ein PAK-Experte in der Delegation ergÃ¤nzt: Auf der PAK Gesellschaft lasten zwei MÃ¼hlsteine, das MilitÃ¤r und die Parteien.</p>
<p><strong>Stiftungsvertreter</strong> sprechen von den tÃ¤glichen WidersprÃ¼chen zwischen enormen menschlichen Potenzialen in diesem Land einerseits und dem Elitenversagen andererseits. Vor einem Jahr habe es nach den Wahlen eine regelrechte Aufbruchstimmung gegeben und neues Selbstbewusstsein auf Seiten der Zivilgesellschaft. Die zivile Regierung verspielte ihren Kredit aber in kurzer Zeit, als man sich gegenseitig mit dem Streit um die Wiedereinsetzung des Obersten Richters paralysierte. Inzwischen kÃ¶nne man in der Tat von einer Rutschbahn ins Chaos sprechen. Vor drei Monaten habe die Juristenbewegung noch allein gestanden. Vor zwei Monaten verpuffte ein Aufruf zu einem â€žLangen Marsch ins Swat-Tal&quot;. Jetzt gebe es ein Momentum, dass viele jetzt sehen, welche Folgen schlechte RegierungsfÃ¼hrung hat: von StromausfÃ¤llen bis zum Kontrollverlust in weiteren Teilen der NWFP ... Gerade vor 14 Tagen habe es eine Allianz bisheriger zivilgesellschaftlicher â€žInseln&quot;, der AnwÃ¤lte usw. gegeben. Das sei historisch neu. Und dabei, bei der Ãœberwindung der SchwÃ¤chen von Parteien und Parlament, kÃ¶nnten die fÃ¼nf deutschen Stiftungen schon einiges bewirken.</p>
<p>In der BevÃ¶lkerung Ã¼berwiege die Meinung, dass der â€žKrieg gegen den Terror&quot; nicht der eigene sei.</p>
<p>Das <strong>PAK MilitÃ¤r</strong> ist der einzige MachttrÃ¤ger und schon aus Selbsterhaltungsinteresse auf den â€žErbfeind&quot; Indien fixiert. Seit Oktober 2001 habe PAK militÃ¤rische UnterstÃ¼tzung in obszÃ¶ner HÃ¶he und ohne jede Rechenschaftspflicht bekommen. Diese seien zum grÃ¶ÃŸten Teil fÃ¼r den Machterhalt nach innen und zur AufrÃ¼stung gegen Indien aufgewandt worden. Von den 5,8 Mrd. $ der USA fÃ¼r die FATA in 2002-2007 gingen 96% ans MilitÃ¤r, 3% in die Grenzsicherung und 1% in Entwicklungshilfe. (vgl. die <em>Studie des US-Rechnungshofes Government Accountability Office: Combating Terrorism - The US Lacks Comprehensive Plan to Destroy the Terroris Threat and Close the Save Haven in PAK`s FATA, April 2008</em>)</p>
<p>Strittig unter unseren GesprÃ¤chspartnern ist, inwieweit eine Islamisierung des MilitÃ¤rs zu befÃ¼rchten ist. Die eine Position: Kritisch werde es, wenn in 3-5 Jahren Offiziere an den DrÃ¼cker kÃ¤men, die in Kaschmir oder Afghanistan gekÃ¤mpft haben. Eine MilitÃ¤rreform mit dem Ziel, den Primat der zivilen Politik durchzusetzen, wÃ¼rde wie jede MilitÃ¤rreform in der Geschichte, mit einer internen Spaltung einhergehen. Was wÃ¤re dann aber mit der Kontrolle der Atomwaffen? Die andere Position: Das PAK MilitÃ¤r sei ziemlich pluralistisch. Erste Devise sei, durch Integration, auch SÃ¤uberungen, den Apparat zu erhalten.</p>
<p><strong>Stammesgebiete (FATA)</strong></p>
<p>Neben den â€žSettled Areas&quot; der NWFP umfassen die Stammesgebiete 36% der ProvinzflÃ¤che mit ca. 3,2 Mio. Einwohnern. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei 18%, davon nur 3% Frauen. 60% leben unterhalb der offiziellen Armutsgrenze. Die FATA ist untergliedert in sieben â€žTribal Agencies&quot; und weitere â€žFrontier Regions&quot; (darunter Peshawar). Seit der Kolonialzeit ist das System indirekter Herrschaft mit Hilfe der Political Agents und StammesfÃ¼hrer (Maliks) im Grundmuster unverÃ¤ndert. Staatsgewalt wird hier mit viel Geld und drakonischen Kollektivstrafen nach dem â€žBlack Law&quot; der â€žFrontier Crimes Regulations&quot; von 1901 (Sippenhaft, ZerstÃ¶rung von Wohneigentum, Vertreibungen) ausgeÃ¼bt. Durch den Afghanistankrieg der 80er Jahre, den Aufstieg von Kommandeuren und Mullahs sowie den Einmarsch der Armee seit 2002 wurden diese traditionellen Strukturen geschwÃ¤cht bis zerstÃ¶rt. De facto sind staatliche PrÃ¤senz und HandlungsmÃ¶glichkeiten in der FATA sehr begrenzt.</p>
<p>Die FATA ist der RÃ¼ckzugs-, Ausbildungs- und Organisierungsraum fÃ¼r Gewaltakteure in Afghanistan und in anderen Teilen PAK`s. Waziristan ist laut Susanne Koelbl (Spiegel 19/09) die â€žweltweit bedeutendste Ausbildungszentrale des islamistischen Terrorismus&quot;.</p>
<p>GrÃ¶ÃŸte Gruppen sind die Tehrik-e-Taliban PAK (TTP) mit schÃ¤tzungsweise 15.000 KÃ¤mpfern unter Baitullah Mehsud; die afghanischen Taliban mit Ausbildungs- und Logistikbasen in FATA, ca. 30.000 in AFG und PAK insgesamt; Lashkar-i-Islami unter dem Stammes-Warlord Mangal Bagh in der Gegend um den Kyber-Pass mit angeblich 12.000; Tehrik-e-Nafaz-e-Shariat-e-Mohammadi (TNSM) unter Maulana Fazlullah (â€žRadio-Mullah&quot;) mit ca. 5.000 in Swat; Al Qaida mit ca. 2.000; Hizb-e-Islami Gulbuddin (HIG) Â unter Hekmatyar Gulbudin mit ca. 1.000, mit Taliban kÃ¤mpfend in AFG und PAK; Haqqani Network unter Jalaluddin Haqqani und Sohn Sirajuddin mit Basen in Nord-Waziristan; Kaschmir-Gruppen Harakat-ul-Mujahideen (ca.200), Jaish-e-Mujahideen .</p>
<p>(vgl. das <em>â€žHandbook 9 Paramilitary Terrorist Insurgent Groups AFG</em>&quot; (+ PAK), US Army TRADOC, MÃ¤rz 2009, www.wikileaks.org/wiki/Afghanistan_Paramilitary_Terrorist_...)</p>
<p>Am 1.4.2009 Â fÃ¼hrt der CIA erstmalig einen <strong>Angriff mit einer Predator-Drohne</strong> und Hellfire-Raketen gegen einen mutmaÃŸlichen Taliban-Compound in der Orakzai-Agency. Hierbei sollen 12 Rekruten der TTP getÃ¶tet worden sein. Am 4.4. erfolgt der nÃ¤chste Predator-Angriff in Nord-Waziristan mit 13 Toten. Die Drohnen-Attacke am 29.4. gegen ein Ziel in SÃ¼d-Waziristan fordert 8 Tote und ist der 16. Drohnenangriff in diesem JahrÂ  Â Â Die US-Angriffe gegen mutmaÃŸliche Terroristenziele in der FATA werden in der pakistanischen Ã–ffentlichkeit einhellig abgelehnt, angebliche Absprachen werden geleugnet. Die von mir auf die Drohnen angesprochene US-Botschafterin lobt ihre â€žsehr gute Wirkung&quot;. AuÃŸeracht bleibt dabei, dass die Drohnenangriffe die zivilstaatlichen Institutionen schlecht aussehen lassen. Dieser unter unseren anderen GesprÃ¤chspartnern dominierenden EinschÃ¤tzung teilweise zuwider laufen Umfragen aus den betroffenen Agencies der FATA, wonach die Ã¶rtliche BevÃ¶lkerung die Drohnenangriffe keineswegs einmÃ¼tig ablehne. Wo man unter der despotischen Herrschaft der TTP leide und keine Hilfe vom pakistanischen Staat komme, da wÃ¼rden die Drohnen-Attacken den Druck mildern. (Daily Times 3.4.09, www.dailytimes.com.pk).</p>
<p>Im Deutschen Haus stellt mir Jochen Hippler den vorzÃ¼glichen FATA-KennerÂ  Naveed Ahmad Shinwari vor, Chief Executive von CAMP (Community Appraisel + Motivation Programe - working for peace and development/Peshawar). Von ihm erhalte ich die umfangreiche + Ã¤uÃŸerst aufschlussreiche ReprÃ¤sentativuntersuchung â€ž<strong><em>Understanding FATA</em></strong><em> - Attitudes Towards Governance, Religion and Society in Pakistan`s FATA&quot;, Volume I, Pakistan 2008, Volume II 2009</em>. (<a href="http://www.camp.org.pk/">www.camp.org.pk</a> oder <a href="http://www.understandingfata.org/">www.understandingfata.org</a>) Â Â Befragt wurden 1.050 Personen (2.000 in der 2. Umfrage) zu den Themen Rolle der Frauen in der Stammesgesellschaft, die Talibanisierung der Stammesgesellschaft, Besitz von Feuerwaffen, Zukunft der Stammesjugend, die FCR`s, die Institution der Jirga, politische Institutionen + Parteien, afghanische FlÃ¼chtlinge, Drogenhandel, im 2. Jahr auch zu asiatischen + westlichen LÃ¤ndern. Die wichtigsten Ergebnisse:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Die Mehrheit ist stark gegen die jetzige Form der FCR, will ihre Ã„nderung oder Aufhebung, nur 7% sind fÃ¼r Beibehaltung</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Starkes Verlangen nach Politik per Wahlen anstelle der allmÃ¤chtigen Political Agents; BedÃ¼rfnis nach Verfassungsreform in der FATA, aber keine Klarheit, in welche Richtung</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  83% meinen, das Tragen von Waffen schaffe Sicherheit, 50%, die Sharia bringe Frieden in die FATA</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  17% unterstÃ¼tzen den bewaffneten Jihad, 57% halten ihn fÃ¼r das Studium des Koran, 24% fÃ¼r friedlichen Widerstand; nur 3,6% halten Taliban fÃ¼r Terroristen; die AFG Taliban halten 56% fÃ¼r islamische Helden, die gegen die westliche Besatzung kÃ¤mpfen, 20% fÃ¼r Ignoranten islamischer Werte; Selbstmordattentate sind fÃ¼r 60% nicht aus dem Islam zu rechtfertigen, fÃ¼r 26% sehr wohl;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  GrÃ¼nde der Talibanisierung werden vor allem im Analphabetentum, dem AFG-Konflikt, schwacher RegierungsfÃ¼hrung, Armut + Arbeitslosigkeit gesehen; das Verlangen nach Jobs ist stark; die hohe Zahl an Selbstmordattentaten in PAK liegt fÃ¼r 51% am westlichen Einfluss, fÃ¼r 29% an fehlender Arbeit, fÃ¼r 25% an Ignoranz, 21% an Erziehungsmangel, 13% an Al Qaida;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  BezÃ¼glich Umgang mit Suizid-Bombers und anderen Terroristen befÃ¼rworten 36% Verhandlungen mit diesen, 23% Dialog mit lokalen AutoritÃ¤ten, 14% den Einsatz der Armee</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  85% befÃ¼rworten einen besseren Zugang von Frauen zu Gesundheitsversorgung und Bildung; zugleich herrscht eine erhebliche ZurÃ¼ckhaltung gegenÃ¼ber einer FÃ¶rderung von Frauen allgemein; 67% befÃ¼rworten â€žhonour killings&quot; (ein Jahr spÃ¤ter nur 25%); die â€žSwara&quot; - Zwangsverheiratung einer Tochter durch eine paschtunische Jirga, um einen durch Mord verursachten Konflikt zu lÃ¶sen - halten 68% fÃ¼r inhuman und 5% fÃ¼r kriminell, 25% halten sie aber zur Verhinderung eines Blutrachekonflikts fÃ¼r nÃ¶tig</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Anbau und Handel mit Drogen werden allgemein als illegal, unmoralisch und VerstoÃŸ gegen das Stammessystem wie das islamische Recht angesehen; zugleich gibt es ein Element der UnterstÃ¼tzung fÃ¼r solche AktivitÃ¤ten</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Zu anderen LÃ¤ndern (Vol. II): Vorbildhaft sind fÃ¼r 45% Saudi Arabien, 16% China, 15% Iran (...) 2,8% westliche LÃ¤nder, 1% Indien; eine schlechte Meinung haben von der Regierung AFG`s 40%, Indiens 70%, der USA 78%; eine gute Meinung haben von der Regierung Irans 67%, Chinas 81%, Saudi Arabiens 88%. Die Haltung zur UK-Regierung ist zu 71% negativ, 17% positiv. Das AFG-Engagement von UK + USA schÃ¤tzen 88% negativ ein. UK hat fÃ¼r 87% eine negative Haltung zur islamischen Welt, USA 88%.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Insgesamt wÃ¼nschen die Menschen keinen plÃ¶tzlichen, sondern schrittweisen Wandel.</p>
<p>Die Studie schlieÃŸt mit 49 Empfehlungen zu den einzelnen Politikfeldern fÃ¼r eine â€žFATA Reform Strategie&quot;. Sie sind eine Fundgrube an realistischen VorschlÃ¤gen fÃ¼r eine hoffnungslos erscheinende Konfliktregion -Â  der pakistanischen Regierung wie allen internationalen Akteuren zur intensiven Beachtung empfohlen.</p>
<p><strong>Aktueller Brennpunkt Swat(-Abkommen)</strong></p>
<p>Bis 2002 war das Swat-Tal ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsgebiet mit vielleicht 300 Hotels. Die Region hat im Unterschied zu anderen Landesteilen keine extremistische Geschichte, eher eine Tradition der Toleranz. Noch im Februar 2008 stimmte hier eine groÃŸe Mehrheit fÃ¼r die sÃ¤kulare Awami National Party. Ulrich Ladurner schildert in seiner aktuellen Reportage â€ž<em>Teufel im Paradies</em>&quot; <em>(ZEIT 30.4.2009</em>), wie die Gewalt aus verschiedenen auch lokalen Konflikten anwuchs. Ein zentraler Stein des AnstoÃŸes war die â€žineffektive Gerichtsbarkeit&quot;. Seit die KÃ¤mpfe im Herbst 2007 begannen, fielen ihnen ca. 3.000 Menschen zum Opfer, davon 2.700 Zivilpersonen, 160 Soldaten + Polizisten, mehr als 100 Taliban - so die offiziellen Zahlen. Jetzt im April fÃ¤hrt Ladurner in Swat an TrÃ¼mmerhaufen zerstÃ¶rter MÃ¤dchenschulen vorbei. An einem groÃŸen Markt nur fÃ¼r Frauen erblickt er ein Transparent â€žFrauen ist nicht erlaubt, auf diesen Markt zu kommen!&quot;</p>
<p>Bis vor sechs Wochen sei es nach Darstellung unserer GesprÃ¤chspartner im Swat-Tal schlimmer gewesen als in den FATA, der totale Terror. MilitÃ¤r war wohl vor Ort, setzte aber z.B. nicht die nÃ¤chtliche Ausgangsperre durch. Am nÃ¤chsten Morgen lagen dann immer wieder von Taliban Enthauptete auf der StraÃŸe, zur Abschreckung. Das MilitÃ¤r soll die Regierung zum Abschluss des Abkommens gezwungen haben. Seitdem sei es etwas ruhiger. Aber vermutlich werde das Abkommen genauso zusammenbrechen wie andere kleinere, die es seit 2005 alljÃ¤hrlich auf Diktat des MilitÃ¤rs hin gegeben habe. BefÃ¶rdert worden sei die ganze Entwicklung dadurch, dass der Staat immer als UnterdrÃ¼cker und nie als UnterstÃ¼tzer wahrzunehmen war.</p>
<p>Das Swat-Abkommen habe den Umfang einer PresseerklÃ¤rung und werde vÃ¶llig unterschiedlich interpretiert. Die NWFP-Sozialministerin: â€žWir wollten das TÃ¶ten stoppen.&quot;</p>
<p>Im Spiegel 19/2009 rechtfertigt PrÃ¤sident Zardari mit uns sehr bekannten, plausibel erscheinenden Worten: Krieg sei keine LÃ¶sung, MitlÃ¤ufer und Kriminelle sollten von den ideologischen ÃœberzeugungstÃ¤tern getrennt werden. In diesem Fall scheinen diese Worte aber nur TÃ¼nche fÃ¼r fehlenden staatlichen Durchsetzungswillen und Ausdruck von SchwÃ¤che zu sein.</p>
<p>Tahira Abdullah, die energische Vertreterin der Menschenrechtskommission in PAK, nennt hingegen das Abkommen ein â€žVerbrechen gegen die Verfassung und Menschlichkeit.&quot; Die Taliban seien auf dem Vormarsch in PAK, der Staat kapituliere.</p>
<p>Am 3. April lief im Fernsehen ein Video Ã¼ber die Auspeitschung eines 17-jÃ¤hrigen MÃ¤dchens im Swat-Tal. Es soll sich geweigert haben, den Heiratsantrag eines Taliban anzunehmen. Dagegen gingen am 3. und 4. April in Lahore, Islamabad, Peshawar Tausende Demonstranten, zivilgesellschaftliche Organisationen, Studenten, Lehrer, AnwÃ¤lte, Schauspieler, KÃ¼nstler, Menschenrechtsaktivisten, darunter viele Frauen auf die StraÃŸe. Sie protestierten gegen den Talibanterror und die Talibanisierung, fÃ¼r die KÃ¼ndigung des Swat-â€žFriedens&quot;abkommens und die Wiederherstellung der Staatsgewalt in Swat.</p>
<p><strong>FlÃ¼chtlinge und BinnenflÃ¼chtlinge (Internally Displaced Persons/IDP`s)</strong></p>
<p>Wiederbegegnung mit Kilian Kleinschmidt, jetzt Assistent Representative UNHCR PAK, frÃ¼her RÃ¼ckkehrerbeauftragter von UNMIK/Kosovo und beim StabilitÃ¤tspakt fÃ¼r SÃ¼dosteuropa.</p>
<p>Kein Land habe Ã¼ber einen vergleichbaren Zeitraum so viele FlÃ¼chtlinge aufgenommen wie PAK. In PAK sind noch 1,7 Mio. afghanische FlÃ¼chtlinge registriert. Inzwischen kommen immer mehr Binnenvertriebene hinzu.</p>
<p>Inzwischen Ã¤nderte die PAK Regierung ihre Haltung, wonach die AFG FlÃ¼chtlinge bis Ende 2009 alle das Land verlassen haben sollten. Die Registrierkarte wurden bis 2012 verlÃ¤ngert, auch das Kooperationsabkommen zwischen PAK, AFG und UNHCR. Zur UnterstÃ¼tzung der neuen PAK Politik wurde ein Programm â€žRefugee Affected &amp; Host Areas&quot; (RAHA) entwickelt. Durch Integration in kommunale EntwicklungsansÃ¤tze soll hiermit eine friedliche Koexistenz zwischen FlÃ¼chtlingen und einheimischer BevÃ¶lkerung gefÃ¶rdert werden. Das Programm kostet fÃ¼r die NWFP 140 Mio. US-$. Die Bundesrepublik leistet hierzu einen Beitrag von 10 Mio. Euro.</p>
<p>Ende Februar 2009 zÃ¤hlte der UNHCR 470.000 IDP`s in der NWFP. Bis Ende MÃ¤rz werde mit einem Anstieg auf 600.000 gerechnet, vor allem aus FATA und Swat-Tal. Die Dunkelziffer kÃ¶nne bis zu 1 Mio. gehen. Von den 850.000 Einwohnern der Bajaur Agency/FATA sind knapp 20% als FlÃ¼chtlinge in NWFP registriert. PAK versorgt IDP`s nur in NWFP, um sie mÃ¶glichst nah an ihrer Herkunftsregion zu halten. Hier besteht ein Dissens zwischen PAK und UNHCR.</p>
<p>In der NWFP gibt es insgesamt 12 Lager, davon zwei groÃŸe strukturierte mit 45.000 bzw. 15.000 Personen. Die anderen spontan entstandenen Lager hÃ¤tten inzwischen auch gewisse Strukturen. Die meisten FlÃ¼chtlinge leben aber nicht in Lagern, sondern bei â€žGastfamilien&quot; oder in angemietetem Wohnraum und sind deshalb schwer zu â€žfinden&quot;.</p>
<p>Exemplarisch fÃ¼r die Entwicklung der FlÃ¼chtlingslage sind die Lager fÃ¼r AFG FlÃ¼chtlinge Jalozai und Katcha Ghari. Diese wurden 2007/8 nach mehr als 20 Jahren geschlossen - und im Oktober 2008 fÃ¼r BinnenflÃ¼chtlinge wieder erÃ¶ffnet.</p>
<p><strong>Besuch eines Slum</strong> mit hohem FlÃ¼chtlingsanteil in I-11 an der Grenze zwischen Islamabad und Rawalpindi. Der Slum liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem groÃŸen METRO-Markt. Die DÃ¤cher der Ã¤rmlichen LehmhÃ¼tten bilden mit der StraÃŸe eine Ebene. Neugierige werden von Polizisten mit Gewehren zurÃ¼ckgehalten und auch mal -gescheucht. Auch unsere SicherheitsmÃ¤nner tragen jetzt ihre Waffen offen.</p>
<p>Am Eingang der â€žMehmooda Bagum Memorial Eid School&quot; umarmt mich ein Ã¤lterer Mann. Er ist unter den dicht gedrÃ¤ngten MÃ¤nnern aller Altersstufen einer der WortfÃ¼hrer. Ein UNHCR-Vertreter: â€žDas hier sind die Opfer des Krieges gegen den Terror!&quot; Die Leute kÃ¤men aus der FATA, vor allem Bajaur, insgesamt wohl 2.000 Menschen.</p>
<p>Aufgebracht berichten einige MÃ¤nner der Ministerin und den anderen AuslÃ¤ndern: Anfang August seien sie vertrieben worden, die HÃ¤user zerstÃ¶rt von PAK MilitÃ¤r und Taliban. Ein 40-jÃ¤hriger ist mit seinen acht Kindern und insgesamt 54 Familienmitgliedern hierher gekommen. Einige von den MÃ¤nnern kÃ¤mpften auf Seiten der Regierung gegen die Taliban. (ErgÃ¤nzend erfahren wir, dass der Krieg in der FATA und anderen Gebieten extrem geworden sei: HÃ¤user an den StraÃŸen wÃ¼rden unterschiedslos zerstÃ¶rt, DÃ¶rfer binnen Stunden gerÃ¤umt, es gebe massiven Artillerieeinsatz und FlÃ¤chenbombardements.)</p>
<p>AuÃŸerhalb der NWFP gebe es bisher fÃ¼r sie keinerlei UnterstÃ¼tzung, weil keine Registrierung. Der UNHCR-Vertreter berichtet, dass es sechs Monate gebraucht habe, um die Regierung von der Notwendigkeit der Registrierung der FlÃ¼chtlinge zu Ã¼berzeugen. Diese beginne in zwei Wochen und sei die Voraussetzung, dass die Frauen 1.000 Rupien/Monat erhalten.</p>
<p>Hier im Lager gebe es nur einige Verteilungspunkte, keine sanitÃ¤ren Einrichtungen, kein sauberes Trinkwasser, keinerlei Einrichtungen fÃ¼r die Kinder, keine medizinische Versorgung, keine Hilfsorganisationen. UnÃ¼berhÃ¶rbar groÃŸ ist der Ã„rger Ã¼ber die Regierung.</p>
<p>AnschlieÃŸend spricht die Ministerin lÃ¤ngere Zeit allein mit FlÃ¼chtlingsfrauen, die sich gar nicht drauÃŸen zeigen dÃ¼rfen.</p>
<p>In NebengesprÃ¤chen erfahren wir, dass die HumanitÃ¤re Hilfe fÃ¼r die FlÃ¼chtlinge dramatisch unterfinanziert sei. Von den nÃ¶tigen 100 Mio. US-$ stÃ¼nden bisher 30 Mio. zur VerfÃ¼gung. Dabei seien die Tribesmen der FATA ausschlaggebend fÃ¼r den Kampf um KÃ¶pfe und Herzen. Das seienÂ  diejenigen, die auf der Kippe zu den Taliban stehen. Ihre Milizen werden bewaffnet. Weitere UnterstÃ¼tzung kriegen sie aber nicht. Was halte die Leute noch von den Taliban ab? Nicht viel! Die wÃ¼rden gut zahlen, brÃ¤chten schnelle Justiz, hÃ¤tten was anzubieten.</p>
<p>Dagegen helfen nur Investitionen in Menschen, Bildung, Ausbildung, humanitÃ¤re Hilfe. Es gehe nicht um groÃŸe Ausgaben, eher viel Kleinkram.</p>
<p>In dem heute besuchten Viertel begegnen wir der â€žUrbanisierung von Flucht&quot;. Viele entdecken hier erstmalig â€ždie Welt&quot;, auch mal Jobs. Viele wÃ¼rden nie mehr zurÃ¼ckkehren. Die UNHCR-Vorstellung von einer RÃ¼ckkehr der FlÃ¼chtlinge in ihre DÃ¶rfer sei ein Traum. Da habe man schon auf dem Balkan falsch gelegen. Nach Karatschi kommen tÃ¤glich 2.500 Menschen!</p>
<p>In diesem Slum bekommen Krieg und FlÃ¼chtlingselend fÃ¼r uns Gesichter. Das umso mehr, als wir vorher den regelrechten â€žPrÃ¤sidentenpalast&quot; des Ex-Premier und OppositionsfÃ¼hrers Mian Nawaz Sharif an der Margalla Road besuchen. Die Welten kÃ¶nnten nicht ferner voneinander sein.</p>
<p>Dass die Ministerin diesen Ort trotz aller Unsicherheiten, ja Risiken besucht, sich den Menschen stellt und dafÃ¼r Zeit nimmt, ist sicher kein Ã¼bliches Politikerverhalten.</p>
<p>Sie sagte 5 Mio. Euro fÃ¼r die Nahrungsmittelversorgung von FlÃ¼chtlingen und Binnenvertriebenen zu.</p>
<p><strong>Deutsche Entwicklungszusammenarbeit</strong></p>
<p>Besuch der <strong>National Book Foundation</strong>, die die neue nationale Schulbuchpolitik unterstÃ¼tzt. Nach der Curriculumreform geht es seit 2005 darum, die vier regionalen Schulbuchdirektionen, Verlage und Autoren bei der Herstellung standardisierter und erschwinglicher SchulbÃ¼cher zu unterstÃ¼tzen.</p>
<p>Im Bibliothekssaal der NBF sind die Regale gefÃ¼llt mit der vollen Sammlung Dutzender neuer Curricula und Hunderten lebendig gestalteter SchulbÃ¼cher fÃ¼r alle FÃ¤cher, Jahrgangsstufen und Provinzen. Hier â€žoben&quot; macht die pakistanische Bildungspolitik einen pikobello Eindruck.</p>
<p>Die GTZ fÃ¶rdert hier die KapazitÃ¤tsentwicklung auf internationaler, nationaler und Provinzebene.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Ausgangslage</span>: Die wohlhabenderen Kreise schicken ihre Kinder in Privatschulen, in Primarschulen des MilitÃ¤rs und der UniversitÃ¤ten. Wie die Medressen (um 1,5 Mio. SchÃ¼ler) sind die Ã¶ffentlichen Primarschulen Ã¼berwiegend Schulen fÃ¼r die Armen. Letztere sind ausgesprochen vernachlÃ¤ssigt. Ca. 3 Mio. Kinder im Primarschulalter gehen nicht zur Schule; die QualitÃ¤t des Schulsystems ist unzureichend; es gibt nicht genug und nicht genÃ¼gend ausgebildete Lehrer; hohe Abbruchrate (mehr als 30% in der Primarschule); unzureichender Ressourceneinsatz (nur 2,4% des GNP fÃ¼r Bildung, in Indien 3,8%, Nepal 3,4%, Iran 4,7%, Bangladesh 2,4%).</p>
<p>Von Seiten der GTZ werden folgende Schwerpunkte und Erfolge der eigenen Bildungsprojekte in PAK aufgefÃ¼hrt:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Beratung bei der landesweiten Reform der LehrplÃ¤ne: SchÃ¼lerzentrierung, Ausrichtung an modernen QualitÃ¤tsstandards, erstmalig Integration sensibler werteorientierter Themen wie Demokratie, Menschenrechte, Toleranz zwischen Schiiten, Sunniten, Christen, Gender, Konfliktbearbeitung.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Etablierung der Interprovinziellen Erziehungsministerkonferenz</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Beratung bei der Erstellung des Sektorplans Bildung sowie des Lehrerausbildungs- und Fortbildungssystems in der NWFP</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Steigerung der Lehrerinneneinstellungen zwischen 2004 und 2008 um 20%, infolgedessen Anstieg der Bruttoeinschulungsrate der MÃ¤dchen in den Primarschulen von 64% in 2005/6 auf 70% in 2007/8 in der NWFP.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Durch EinfÃ¼hrung eines Mentorensystems in NWFP Ausbildung von 4.485 Mentoren fÃ¼r 71.000 Lehrer an 22.466 Primarschulen.</p>
<p>Schon 2006 hatte ich von dem damaligen GTZ-Landesdirektor Dr. Ingolf Vereno (heute Kabul) von der erfolgreichen Arbeit der GTZ am strategischen Angelpunkt Bildung in NWFP erfahren. Die mit GTZ-Hilfe erstellten neuen SchulbÃ¼cher seien sogar von den muslimischen Parteien in NWFP akzeptiert worden. Bei einem Schulbuchstreit zwischen Sunniten und Schiiten seien sie eine Alternative gewesen. Die jÃ¼ngste Untersuchung von Dr. Thania Paffenholz/Genf zur Wirksamkeit zivilgesellschaftlicher Akteure bei der FriedensfÃ¶rderung unterstreicht die zentrale Rolle des staatlichen Erziehungssystems bei der Ãœberwindung negativer Stereotype und Hass zwischen bestimmten Gruppen und fÃ¼r gesellschaftliche AussÃ¶hnung. (FriEnt Impulse 4/08, <a href="http://www.frieent.de/">www.frieent.de</a>)</p>
<p>Mit dem <strong>Talat Nursing House</strong> (Frauenklinik) in Rawalpindi kommen wir endlich mal in ein normal belebtes Viertel. Das TNH wurde 1987 von einem einheimischen Ã„rztepaar, von Dr. Talat But und Dr. Naila Talat gegrÃ¼ndet. Hier arbeiten Fachleute fÃ¼r Allgemeinmedizin, GynÃ¤kologie, Geburtshilfe, auch Allgemeine Chirurgie, OrthopÃ¤die und PÃ¤diatrie. Die durchschnittlich 200 PatientInnen pro Tag kommen aus armen und mittleren BevÃ¶lkerungsschichten, die HÃ¤lfte der Frauen wegen Familienplanung und anderer Aspekte reproduktiver Gesundheit. UnterstÃ¼tzt wird das TNH durch â€žGreenstar Social Marketing&quot;, eine 1991 von Population Services International (PSI) gegrÃ¼ndete pakistanische NGO. Ziel der PAK Regierung ist, ab 2020 eine stabile BevÃ¶lkerungszahl zu erreichen. Wo der Privatsektor 70-80% der Gesundheitsversorgung in PAK bestreitet, stÃ¤rkt Greenstar Angebot, Dienstleistungen und Nachfrage im Bereich der Familienplanung, MÃ¼tter- und Kindergesundheit Ã¼ber Training und Franchising-Ansatz fÃ¼r private Anbieter. Greenstar verfÃ¼gt Ã¼ber mehr als 7.500 Fachfrauen und arbeitet in 107 der 135 Distrikte PAK`s, auch den FATA. Greenstar wird von etlichen Gebern, darunter UNFPA, USAID und KfW finanziert.</p>
<p>Beim GesprÃ¤ch mit MÃ¼ttern nimmt sich die Ministerin wohltuend Zeit. Ein schÃ¶nes Bild ist, wie ein vielleicht einjÃ¤hriger Junge, der auf dem SchoÃŸ seiner Mutter sitzt, eine Weile seine Hand auf der der Ministerin liegen lÃ¤sst.</p>
<p><strong>Unterzeichung von Dokumenten</strong></p>
<p>Ã„â€žErklÃ¤rung Ã¼ber die gemeinsame FÃ¶rderung von Reformen im pakistanischen Berufsbildungswesen&quot;: Im Rahmen der Geberharmonisierung (Instrument der â€žDelegierten Partnerschaft&quot;) wirken hier DEU, GroÃŸbritannien (Department for International Development, DFID) und EU mit einander ergÃ¤nzenden BeitrÃ¤gen zusammen.</p>
<p>Ã„Aufstockung des Darlehnsvertrags zum Mittleren Wasserkraftwerk Keyal Khwar/NWFP um 20 Mio. Euro. (s.u.)</p>
<p>Feierliche ErÃ¶ffnung des groÃŸzÃ¼gig angelegten <strong>Deutschen Hauses fÃ¼r Entwicklungszusammenarbeit</strong> (GDC) in F-8/3 mit vielen GÃ¤sten. Zu Beginn spricht ein muslimischer Geistlicher ein Gebet. Das GDC beherbergt die GTZ, die seit 1972 in PAK arbeitet, und die KfW (seit 1966, seit einem Jahr mit eigenem BÃ¼ro) mit insgesamt 20 MitarbeiterInnen. Ãœber beide Organisationen gehen jÃ¤hrlich 40 Mio. Euro nach PAK (ohne Schuldenumwandlung) Von der groÃŸen Dachterrasse geht der Blick durch StrÃ¤ucher mit pinkfarbigen BlÃ¼ten auf ein grÃ¼nes Islamabad und die groÃŸe moderne Shah Faisal Moschee. Sie hat die Ã¤uÃŸere Form eines WÃ¼stenzeltes und soll in der Gebetshalle und im Innenhof 100.000 GlÃ¤ubige aufnehmen kÃ¶nnen. Der GroÃŸteil der ca. 120 Mio. US-$ Baukosten ist ein Geschenk von KÃ¶nig Faisal von Saudi Arabien.</p>
<p>Beim Abschied Ã¼berreiche ich GTZ-Landesdirektor Thomas Schaaf als GruÃŸ aus Deutschland einige TÃ¼ten Weingummi der besonderen Art (â€žOstermischung&quot;) aus meinem MÃ¼nsteraner Spezialladen. (Bei Reisen in Krisenregionen besteht inzwischen ein Drittel meines GepÃ¤cks aus solchen sÃ¼ÃŸen GrÃ¼ssen. Es begann in 2002 mit 20 kg fÃ¼r Kabul.)</p>
<p>Bei den Regierungsverhandlungen im November 2008 sagte DEU fÃ¼r denÂ  nÃ¤chsten Zweijahreszeitraum insgesamt 80 Mio. Euro zu (64 Mio. Finanzielle Zusammenarbeit/FZ, 16 Mio. Technische Zusammenarbeit/TZ), gegenÃ¼ber der letzten Zusage von 2005 eine Verdoppelung. (Die fÃ¼r 2007 vorgesehene Zweijahreszusage wurde wegen des Ausnahmezustandes bis nach der Bildung einer gewÃ¤hlten Regierung ausgesetzt.) ZusÃ¤tzlich ist eine Schuldenumwandlung fÃ¼r die Gesamtsumme von 166 Mio. Euro zugesagt.</p>
<p><strong>Sektorale Ãœbersicht </strong>(jeweils FZ durch KfW Entwicklungsbank + TZ durch GTZ)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  <strong>Schwerpunkt Bildung</strong>: Lehr- und Lernmittel Punjab, Verbesserung der Schulinfrastruktur in der NWFP (auch FATA), FÃ¶rderung der Grundbildung durch Beratung der nationalen und Provinzebene bei der Curriculum- und Schulbuchreform mit neuen Akzenten in Bezug auf Menschenrechte, Demokratie, Frieden, KonfliktbewÃ¤ltigung; ab Mitte 2009 Berufsbildung;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  <strong>Schwerpunkt Energie</strong>: (sogar in der Hauptstadt 5-6 Stunden Stromausfall/Tag, auf dem Land Ã¼ber weite Teile keine Stromversorgung) Wasserkraftwerk Ghazi Barotha am Oberlauf des Indus (AbflÃ¼sse des Tarbela Damms) mit 1.450 MW fertig gestellt, Gesamtkosten 1,9 Mrd. US-$ zusammen Weltbank, ADB, Islamische Entwicklungsbank u.a., dt. FZ 84,4 Mio. Euro; Umspannwerk Ghakkar fÃ¼r Ableitung des Stroms von Ghazi Barotha, von 76,6 Mio. Euro Gesamtkosten 51,1 aus DEU; Wasserkraftwerk Keyal Khwar an Nebenfluss des Indus, 122 MW, von 180 Mio. Euro Gesamtkosten 97 Mio. aus DEU, Fertigstellung 2014; Erneuerbare Energien + Energieeffizienz, FÃ¶rderung entsprechender KapazitÃ¤ten in Privatsektor und staatlichen Institutionen durch technische Beratung (bisher ca. 100 DÃ¶rfer solar-elektrifiziert), ca. 3 Mio. Euro; Beratung des Energiezentrums der South Asian Association for Regional Cooperation (SAARC) zu Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, 2 Mio. Euro fÃ¼r 3 Jahre (noch nicht begonnen);</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  <strong>Schwerpunkt Gesundheit</strong>: reproduktive Gesundheit (Produkte und Dienstleistungen) in NWFP fÃ¼r Ã¤rmere stÃ¤dtische und lÃ¤ndliche BevÃ¶lkerung in Zusammenarbeit mit â€žGreenstar/social Marketing PAK&quot;, 7,37 Mio. Euro Ã¼ber drei Jahre; Wiederaufbau von Gesundheitsinfrastruktur in der vom Erdbeben stark zerstÃ¶rten Region Azad Jammu + Kashmir 20,3 Mio. Euro fÃ¼r 4 Jahre; Tuberkulose-Kontrollprogramm NWFP einschlieÃŸlich FATA, gerade angelaufen, 12 Mio. Euro fÃ¼r 5 Jahre; Verbesserung des Basisgesundheitsdienstes in vier Distrikten der NWFP, 7,41 Mio. Euro fÃ¼r 3 Jahre, behindert durch Verschlechterung der Sicherheitslage; Gesundheitsprogramm NÃ¶rdliches PAK, 8 Mio. Euro fÃ¼r 5 Jahre; UnterstÃ¼tzung der Health Service Academy Islamabad, 5,5 Mio. Euro fÃ¼r 7 Jahre; FÃ¶rderung der Gesundheitsreform in NWFP und FATA, 12 Mio. Euro fÃ¼r 10 Jahre;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  <strong>Schwerpunkt Good Governance</strong>: Reduzierung der Gewalt gegen Frauen (ca. 70-90% der Frauen betroffen), v.a. FrauenschutzhÃ¤user, 2 Mio. fÃ¼r 5 Jahre; StrukturfÃ¶rderung des Frauenministeriums,3,8 Mio. Euro fÃ¼r 5 Jahre; UnterstÃ¼tzung des FÃ¶deralen StatistikbÃ¼ros und einer VolkszÃ¤hlung; Vereinbarung eines Governance-Fonds bei den letzten Regierungsverhandlungen (HÃ¶he in Verhandlung) und deutsch-pakistanischer Dialog Ã¼ber mÃ¶gliche Interventionsebenen zur FÃ¶rderung von transparentem, rechtsstaatlichem und verantwortlichen Regierungshandeln;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  <strong>AuÃŸerdem</strong>: Wiederaufbau von vom Erdbeben zerstÃ¶rter HÃ¤user und Infrastruktur in der NWFP (14,5 Mio. Euro fÃ¼r 33 Monate plus 30 Mio. Umschuldungsvolumen bei 15 Mio. PAK Eigenbeteiligung); <strong>Soforthilfe (neu) zur Abfederung der Auswirkungen der Finanz-Energie-Krise</strong> und Stabilisierung einer unsicheren Region zu Gunsten der armen BevÃ¶lkerung in der NWFP (Distrikte Haripur, Swabi, Buner) Ã¼ber den â€žPAK Poverty Alleviation Fund&quot; (PPAF) und NGO`s als Partnerorganisationen; mÃ¶glichst schnelle Umsetzung 31,5 Mio. Euro fÃ¼r 36 Monate;</p>
<p>Katastrophenvorsorge in der NWFP, 3,1 Mio. Euro fÃ¼r 4 Jahre; AusbildungsmaÃŸnahmen <br /> fÃ¼r verbessertes Monitoring von Schnee, Eis und Wasserressourcen im Indus Bassin (AA),Â  <br /> 480.000 Euro fÃ¼r 2 Jahre.</p>
<p>Im Rahmen des Programms â€žIntegrierte FachkrÃ¤fte&quot; des CIM (Centrum fÃ¼r internationale Migration und Entwicklung) arbeiten zzt. fÃ¼nf Experten in PAK (Erneuerbare Energien, Statistiker). Das Programm soll mittelfristig auf 15 FachkrÃ¤fte ausgeweitet werden.</p>
<p>Ãœber den Senior Expert Service (SES) sind 40-60 Experten pro Jahr in PAK (in 2004% nur 5-10% davon), v.a. zu Projekten auf denÂ  Feldern Bildung, Gesundheit und bei kleinen und mittleren Unternehmen.</p>
<p>Der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD hat 2008 ca. 400 pakistanische und ca. 30 deutsche StaatsangehÃ¶rige gefÃ¶rdert. Ab 2010 ist das von AA-Mitteln gefÃ¶rderte Programm â€žPublic Policy/Good Governance&quot; geplant.</p>
<p>An Aus- und FortbildungsmaÃŸnahmen von InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung) nahmen von April 2007 bis Dezember 2008 65 Personen aus PAK teil, 25 davon an dem Programm â€žManagement und FÃ¼hrungstraining zur Bergregion Entwicklung (Himalaya-Hindukush-Pamir)&quot;, weitere an Journalistenprogrammen.</p>
<p>Die Deutsche Entwicklungsgesellschaft DEG (KfW-Tochter) fÃ¶rdert die Privatwirtschaft durch Bereitstellung langfristigen Investitionskapitals. Hauptfelder sind Energieversorgung, Textilbereich und Telekommunikation. (Zzt. 9 Projekte mit insgesamt 122 Mio. Euro Zusagen)</p>
<p>Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) fÃ¶rdert in PAK insgesamt 10 Projekte. Schwerpunkte sind KapazitÃ¤tsentwicklung mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Demokratisierung und Menschenrechte, StÃ¤rkung von Frauen, Konflikttransformation/FriedensfÃ¶rderung und VersÃ¶hnung, nachhaltige Landwirtschaft und gerechte Ressourcenverteilung. Misereor unterstÃ¼tzt zzt. 53 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 10 Mio. Euro. 28 dieser Projekte werden vom BMZ mit 6,3 Mio. Euro gefÃ¶rdert. Schwerpunkte sind Bildung, Gemeinwesenentwicklung/Aufbau von Zivilgesellschaft, Menschenrechte (darunter National Commission on Peace and Justice).</p>
<p>Die <strong>deutschen Stiftungen</strong> arbeiten inÂ  PAK vor allem zu Demokratie und Rechtsstaat (FES, FNS), InstitutionenfÃ¶rderung (FNS), Demokratisierung + Partizipation (HBS). Das BMZ unterstÃ¼tzte die dt. Stiftungen seit 2005 mit 7,17 Mio. Euro. Die KAS veranstaltete mehrere Dialogveranstaltungen zwischen den Vertretern der Zivilgesellschaft PAK`s und AFG`s. Die FES unterstÃ¼tzt eine Civil-Military Dialogue Group, die VorschlÃ¤ge erarbeitet hat, wie ein schrittweiser RÃ¼ckzug des MilitÃ¤rs aus der Politik eingeleitet und das MilitÃ¤r unter stÃ¤rkere zivile Kontrolle gebracht werden kann. Die FNS unterstÃ¼tzte die GrÃ¼ndung der Menschenrechtskommission. Im Rahmen ihres Regionalprogramms PAK/AFG fÃ¶rdert die HBS gemeinsam mit lokalen Organisationen und traditionellen ReprÃ¤sentanten demokratische Strukturen und die regionale VerstÃ¤ndigung. Im Bereich der Friedens-, AuÃŸen- und Sicherheitspolitik unterstÃ¼tzt die HBS eine Friedensbewegung in PAK, die fÃ¼r den Ausgleich mit AFG eintritt. Erfolgreich aufgebaut wurde das unabhÃ¤ngige Politikberatungs- und Forschungsinstitut â€ž<em>Center for Research and Security Studies</em>&quot;.</p>
<p>Die deutschen Stiftungen sollen so dicht an der pakistanischen Gesellschaft sein wie wenige andere internationale Akteure. Hier wÃ¤re zu prÃ¼fen, wie diese guten AnsÃ¤tze ausgeweitet und intensiviert werden kÃ¶nnte. An der Frage einiger Mio. Euro darf das nicht scheitern.</p>
<p>Das <strong>AuswÃ¤rtige Amt unterstÃ¼tzt im Rahmen der G8-AFG-PAK</strong>-Initiative von Potsdam (Mai 2007) 22 Projekte, z.B. UnterstÃ¼tzung von FlÃ¼chtlingen und RÃ¼ckkehrern, VerstÃ¤rkung parlamentarischer Kontakte, BeitrÃ¤ge zur Grenzsicherung, z.T. mit anderen Nationen zusammen. 2008 waren hierfÃ¼r 9 Mio. Euro eingeplant. Das BMZ unterstÃ¼tzt die Initiative durch Finanzierung entsprechender Stiftungsprogramme und z.B. im Rahmen des laufenden Wasservorhabens AFG ein grenzÃ¼berschreitendes Wasserressourcenmanagement des Kabul-Flusses. Die G8-Initiative versteht sich als Flankierung fÃ¼r gemeinsame Anstrengungen der AFG und PAK Regierung bei der BekÃ¤mpfung von Terrorismus, Drogenhandel, Organisierter KriminalitÃ¤t.</p>
<p><strong>Andere bilaterale und multilaterale Geber</strong></p>
<p>Asiatische Entwicklungsbank: Neue PAK-Strategie fÃ¼r 2009-2012 mit einem Volumen von 4,4 Mrd. US-$, Schwerpunkte Energie, Infrastruktur, Urbane Entwicklung und Strukturanpassungen in Industrie und Landwirtschaft. Die AusschÃ¼ttungen der ADB betrugen 2007 2 Mrd. und 2008 1,2 Mrd. US-$.</p>
<p>EuropÃ¤ische Kommission: 50 Mio. Euro/Jahr fÃ¼r Schwerpunkte lÃ¤ndliche Entwicklung, Bewirtschaftung natÃ¼rlicher Ressourcen, Bildung und Entwicklung von Humanressourcen, auÃŸerdem FÃ¶rderungen bei Handelsentwicklung, Demokratisierung und Menschenrechten.</p>
<p>VN: Insgesamt 19 VN Agenturen, Fonds und Programme in PAK, vor allem im Bereich soziale Dienstleistungen. PAK ist Pilotland der EZ-Reform der VN. Als Schwerpunkte festgelegt wurden Landwirtschaftliche Entwicklung, Gesundheit, Bildung, Umwelt, Katastrophenvorsorge. Nur fÃ¼r zwei liegen bisher Programme vor, ein gemeinsamer Budgetrahmen fehlt noch. 2006 erbrachten die VN fÃ¼r 37 Mio. US-$ Entwicklungsleistungen in PAK.</p>
<p>Weltbank: Anfang 2008 wurden die entwicklungspolitischen Kredite eingefroren, beschrÃ¤nkte sich die WB auf Investitionskredite von 350 Mio. US-$. Schwerpunkte sind Wasser und BewÃ¤sserungssektor, Grundbildung, Reform Ã¶ffentlicher Verwaltung. Ab 2010 soll es wieder programmatische Kredite zur Armutsreduzierung geben.</p>
<p>GroÃŸbritannien verdoppelte seine 3-Jahreszusage fÃ¼r 2009-2012 auf 480 Mio. Pfund. Schwerpunkte, die Ã¼ber das Departement for International Development (DFID) umgesetzt werden, sind verbesserter Zugang zu sozialen Dienstleistungen, WirtschaftsfÃ¶rderung (Mikrofinanzierung, Livelihood) und RegierungsfÃ¼hrung.</p>
<p>USA: Ã„hnliche Schwerpunkte wie UK, 200 Mio. $ fÃ¼r den Bildungs- und Gesundheitssektor, dazu Erdbebenwiederaufbau mit 50 Mio./Jahr und Demokratisierungsprogramme. Die nicht-militÃ¤rische Hilfe soll auf 1,5 Mrd. $ erhÃ¶ht werden.</p>
<p><strong>Pakistan-Konferenz in Tokio</strong> mit Vertretern von 25 Staaten und 16 internationalen Institutionen unter dem Vorsitz von Japan und Weltbank: Am 17. April sagten USA und Japan jeweils 1 Mrd. $ zu, die EU 640 Mio, Saudi-Arabien 700 Mio. fÃ¼r 2 Jahre, Vereinigte Arabische Emirate 300 Mio. $. Insgesamt wurden 5,3 Mrd. $ zur Stabilisierung des Landes zugesagt. PAK hatte eine â€žWunschliste&quot; von Projekten im Umfang von 30 Mrd. $ vorgelegt.</p>
<p><strong>Anmerkungen zur EZ-Umsetzung in NWFP und vor allem FATA</strong></p>
<p>In der FATA ist entwicklungspolitische Arbeit besonders dringlich, aber auch ganz besonders schwierig. Die FATA ist fÃ¼r auslÃ¤ndisches Personal praktisch nicht zugÃ¤nglich. Umso besser ist, was gerade die GTZ International Service und die GTZ dort geleistet hat. Inzwischen wird auch die Ausgangsbasis Peshawar prekÃ¤rer. Insofern ist auch eine Abwicklung von EZ-MaÃŸnahmen nach den Ã¼blichen Vorgaben (z.B. Evaluierung vor Ort) nicht mÃ¶glich. Einzige Ansatzpunkte sind lokale Initiativen mit LegitimitÃ¤t vor Ort. Sogar diese stehen unter der Drohung von Militanten, dass auslÃ¤ndische Gelder in der FATA nicht geduldet wÃ¼rden. Ein weiteres Hemmnis sind die verschiedenen Dimensionen von â€žKorruption&quot; - von der â€žMitversorgung&quot; von Familien- und StammesangehÃ¶rigen bis zum direkten Diebstahl. Insofern ist bei EZ-MaÃŸnahmen in den FATA die VertrauenswÃ¼rdigkeit lokaler MitarbeiterInnen essenziell. Dadurch lÃ¤sst sich der Schwund an Entwicklungsgeldern begrenzen, aber sicher nicht vermeiden. Hier muss ein verantwortbarer Weg mit dem Bundesrechnungshof gefunden werden, um EZ-MaÃŸnahmen in der FATA bestmÃ¶glich zu fÃ¶rdern und nicht zu blockieren.</p>
<p><strong>An unserem Abflugtag</strong> berichtet Daily Times nicht nur von dem gestrigen Anschlag in Islamabad, sondern daneben von fÃ¼nf Zivilisten, zwei Schulkindern und einem Soldaten, die am Vortag bei einem Selbstmordattentat in Miranshah getÃ¶tet wurden, und 13 Toten durch eine US-Drohnen-Attacke in Nord-Waziristan. An diesem Tag sprengt sich ein jugendlicher SelbstmordattentÃ¤ter im Eingangsbereich einer schiitischen Moschee in Chakwal, Provinz Punjab, in die Luft, tÃ¶tet 24 GlÃ¤ubige und verletzt Ã¼ber 100. Vier Tage spÃ¤ter Ã¼bernehmen Taliban praktisch kampflos den Distrikt Buner sÃ¼dlich Swat, 60 km von Islamabad entfernt. (vgl. Anhang)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zum Weiterlesen:</span></p>
<p>oÂ Â  Reisebericht Pakistan 2.-5.4.2009, <a href="http://www.bmz.de/">www.bmz.de</a>...</p>
<p>oÂ Â  BMZ: Pakistan - ein Land im Wandel, BroschÃ¼re, <a href="http://www.bmz.de/">www.bmz.de</a>...</p>
<p>oÂ Â  ADB: Pakistan Outline Strategic Priorities In Five-Year Plan, www. adb.org...</p>
<p>oÂ Â  EU: Blue Book Pakistan 2008</p>
<p>oÂ Â  DFID-Country Plan: The UK Government`s Programme of Work to Fight Poverty in Pakistan 2008-2013, <a href="http://www.dfid.gov.uk/">www.dfid.gov.uk</a>...</p>
<p>oÂ Â  World Bank`s assistance to Pakistan, <a href="http://www.worldbank.org.pk/">www.worldbank.org.pk</a>...</p>
<p>oÂ Â  Aga Khan Rural Support Programme in Pakistan, www.akdn.org/pakistan...</p>
<p>oÂ Â  International Crisis Group: Pakistan - The Militant Jihadi Challenge, Asia Report 164, MÃ¤rz 2009</p>
<p>oÂ Â  Christian Wagner: GroÃŸbaustelle Pakistan - Die SchlÃ¼sselrolle des MiltÃ¤rs fÃ¼r die regionale StabilitÃ¤t, SWP-Aktuell April 2009Â  (<a href="http://www.swp-berlin.org/">www.swp-berlin.org</a>...)</p>
<p>oÂ Â  Christian Wagner und Oliver ThrÃ¤nert: Atommacht Pakistan - Nukleare Risiken, regionale Konflikte und die dominante Rolle des MilitÃ¤rs, SWP-Studie Januar 2009</p>
<p>oÂ Â  <strong>Zur aktuellen Lage Anfang Mai</strong> Gregor Enste (BÃ¼roleiter Heinrich BÃ¶ll Stiftung Lahore); Pakistanisches Labyrinth, 11.5.2009</p>
<p>oÂ Â  Antrag der Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen â€žKeine U-Bootlieferung an Pakistan&quot;, Drs. 16/5594 v. 13.06.2007;</p>
<p>oÂ Â  Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses fÃ¼r Wirtschaft und Technologie zu dem Antrag der Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen â€žKeine U-Bootlieferung an Pakistan&quot;, (Drs. 16/5594), Drs. 16/11420 v. 17.12.2008,</p>
<p>oÂ Â  GroÃŸe Anfrage der Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen â€žRÃ¼stungsexporte an Pakistan&quot;, Drs. 16/6004 v. 04.07.2007,</p>
<p>oÂ Â  Antwort der Bundesregierung auf die GroÃŸe Anfrage der Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen â€žRÃ¼stungsexporte an Pakistan&quot; (Drs. 16/6004), Drs. 16/7969 v. 04.02.2008,</p>
<p>oÂ Â  EntschlieÃŸungsantrag der Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen â€žRÃ¼stungsexporte an Pakistan&quot;, (Drs. 16/6004, 16/7969), Drs. 16/11406 v. 17.12.2008,</p>
<p>oÂ Â  Antrag der Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen â€žFÃ¼r eine umfassende Strategie zur demokratievertrÃ¤glichen und zivilgesellschaftlichen Stabilisierung Pakistans&quot;, Drs. 16/8752 v. 09.04.2008,</p>
<p>oÂ Â  Antrag der Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen â€žKontraproduktive US-Operationen in Pakistan sofort einstellen - Umfassende Strategie zur Stabilisierung Pakistans entwickeln&quot;, Drs. 16/10333 v. 24.09.2008,</p>
<p>Â </p></div>
<p class="xar-quote">
Hin weis:&#160;
                <em>    <p>Teil 2 des Berichts findet sich <a href="http://www.nachtwei.de/index.php/articles/news/851">hier</a>.</p></em></p>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
