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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Better news statt bad news aus Afghanistan III</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Stellungnahme</span>

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        <h1>
            Better news statt bad news aus Afghanistan III         </h1>
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           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 14. November 2008 17:00:57 +02:00 (155578 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Hier der neueste Bericht aus der Reihe &quot;<strong>Better news statt bad news aus Afghanistan</strong>&quot;:</p></div>
            <div>    <h2><strong>Better news statt bad news aus Afghanistan III</strong></h2>
<p align="center">Winni Nachtwei, MdB, November 2008</p>
<p><em>AnschlÃ¤ge und schlechte Nachrichten generell haben hÃ¶chsten Aufmerksamkeitswert. Hohe Aufmerksamkeit finden MilitÃ¤rfragen wie Obergrenzen, Tornados, Quick Reaction Force, SÃ¼deinsatz. Wenig bis gar nicht wahrgenommen werden Fragen des zivilen Aufbaus. Diese â€žnatÃ¼rliche&quot; Botschaftsdominanz des MilitÃ¤rischen und von bad news wird verstÃ¤rkt durch die ungleichgewichtige Ã–ffentlichkeitsarbeit, wo die KapazitÃ¤ten der zivilen Seite weit hinter denen der militÃ¤rischen Seite hinterherhinken, wo Journalisten fast nur ISAF besuchen und kaum Aufbauvorhaben.</em></p>
<p><em>Deshalb verfasse ich seit Sommer 2007 diese Zusammenstellung von â€žbesseren Nachrichten&quot;, die in der Regel kaum durchdringen, aber unverzichtbar zu einem realitÃ¤tsnahen Gesamtbild gehÃ¶ren. Ihr Schwerpunkt ist der deutsche Verantwortungsbereich im Norden.</em></p>
<p><em>Bisher fehlt es allerdings an systematischen Wirksamkeitsbewertungen der Aufbauanstrengungen. Ob die Vorhaben Tropfen auf den heiÃŸen Stein oder ein stÃ¤ndig kÃ¼hlender Wasserstrahl sind, lÃ¤sst sich meist nicht beurteilen.</em></p>
<p><em>(Parallel dazu fÃ¼hre ich fÃ¼r den internen Gebrauch seit August 2007 eine laufend aktualisierte Zusammenstellung zur militÃ¤risch-polizeilichen Sicherheitslage, wo die bad news dominieren, aber auch die enormen Unterschiede zwischen den verschiedenen Landesteilen deutlich werden: Weiterhin geschehen &gt; 90% der Gefechte, AnschlÃ¤ge und BeschÃ¼sse im SÃ¼den und Norden, zu je 2-3% in der Hauptstadtregion, im Norden und Westen.)</em></p>
<p><strong>StrategieÃ¼berprÃ¼fungen</strong>: GegenwÃ¤rtig (November) Ã¼berprÃ¼fen die USA auf zwei Ebenen ihre AFG-Strategie - der National Security Council wird noch dem jetzigen PrÃ¤sidenten Empfehlungen vorlegen, der neue Kommandeur des US Central Command (CENTCOM), General Petraeus, will im Januar/Februar seine Empfehlungen vorlegen.</p>
<p>Vom gewÃ¤hlten neuen US-PrÃ¤sidenten Obama heiÃŸt es, dass er - neben einer TruppenverstÃ¤rkung - vor allem die politische KonfliktlÃ¶sung vorantreiben wolle: auf regionaler Ebene mit Pakistan und Iran, auf nationaler und lokaler Ebene â€žVerhandlungen mit den Talibans&quot; (der Plural soll auf die HeterogenitÃ¤t der bewaffneten Gruppen verweisen). Insgesamt soll die Rolle des MilitÃ¤rs zurÃ¼ckgehen und die Bedeutung der regionalen Diplomatie zunehmen.</p>
<p>Diese Bereitschaft und FÃ¤higkeit zur SelbstÃ¼berprÃ¼fung in den USA steht in auffÃ¤lligem Gegensatz zu der Selbstzufriedenheit, mit der die Bundesregierung ihre AFG-Politik â€žfortschreibt&quot;.</p>
<p><strong>VorschlÃ¤ge fÃ¼r Auswege aus der Gewaltspirale</strong>: (a) â€žFrom Great Game to Grand Bargain. Ending Chaos in Afghanistan + Pakistan&quot; von Barnett R. Rubin + Ahmed Rashid in Foreign Affairs Nov/Dec 2008 (<a href="http://www.foreignaffairs.org/20081001faessay87603/barnett-r-rubin">www.foreignaffairs.org/20081001faessay87603/barnett-r-rubin</a> ...)</p>
<p>(b) Special Report des US Institute of Peace:<strong> </strong>â€žThwarting AFG`s Insurgency&quot; von Mohammad Masoom Stanekzai (<a href="http://www.usip.org/">www.usip.org</a>)</p>
<p>(c) &quot;How Terrorist Groups end - Lessons for Countering al QaÂ´ida&quot; von Seth G. Jones, Martin C. Libicki, RAND Corporation, Washington Juli 2008 (Analyse von 648 Terrorgruppen zwischen 1968 und 2006: Die meisten endeten durch Teilnahme am politischen Prozess und durch polizeiliche/geheim-dienstliche MaÃŸnahmen. MilitÃ¤rische Macht war kaum mal der PrimÃ¤rgrund fÃ¼r das Ende von Terrorgruppen. (<a href="http://www.rand.org/news/press/2008/07/29">www.rand.org/news/press/2008/07/29</a>)</p>
<p>(d) Monitoring-Projekt Zivile Konfliktbearbeitung, Gewalt- und KriegsprÃ¤vention, Dossier IV &quot;Der Afghanistan-Konflikt&quot; von Andreas Buro, hrg. von der Kooperation fÃ¼r den Frieden, Bonn Oktober 2008</p>
<p><strong>Afghanistan Index</strong> - Tracking Variables of Reconstruction &amp; Security in Post-9/11 Afghanistan von BROOKINGS: StÃ¤ndig aktualisierte Datenzusammenstellung (Schaubilder und Diagramme) zu Sicherheitsindikatoren, Indikatoren fÃ¼r RegierungsfÃ¼hrung + Rule of Law, Wirtschaft + LebensqualitÃ¤t, Pakistan, und Ã–ffentlicher Meinung. Umfassendste, differenzierteste und aktuellste Zusammenstellung. (<a href="http://www.brookings.edu/afganistanindex">www.brookings.edu/afganistanindex</a>)</p>
<p><strong>Afghanistan in 2008 - a Survey of the Afghan People</strong>, The Asia Foundation, 2008: Seit 2004 jÃ¤hrliche Umfrage zu nationalen Stimmungslagen, Sicherheit, Wirtschaft + Entwicklung, RegierungsfÃ¼hrung, Rechtssystem, demokratische werte, Frauen + Gesellschaft, Informationsquellen und Mediennutzung. Befragt wurden 6.593 Afghanen in allen 34 Provinzen. Wesentliche Ergebnisse:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  38% meinen, das Land bewege sich in die richtige Richtung, 32% meinen das Gegenteil, 23% liegen dazwischen. Der Trend geht zu wachsendem Pessimismus.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Die Sicherheitssituation ist sowohl bei den positiven wie bei den negativen Antworten ausschlaggebend.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  GrÃ¶ÃŸte Probleme sind fÃ¼r die Afghanen insgesamt die Sicherheitslage 36%, Arbeitslosigkeit 31%, hohe Preise 22%, schwache Wirtschaft 17% und Korruption 14%.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  82% der Befragten sind gegen Mohnanbau. Die Ablehnung des Mohnanbaus ist seit 2006 stark angestiegen in Central Hazarajat und im Nordosten.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Die bedeutendsten lokalen Probleme sind ein Mangel an ElektrizitÃ¤t, Wasser, Strassen.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Als am erfreulichsten gilt der Zugang zu Bildung fÃ¼r Kinder.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Der Anteil derjenigen, die sich heute â€žwohlhabender&quot; als zur Talibanzeit sehen, ist von 54% in 2006 auf 36% zurÃ¼ckgegangen. Der Anteil derjenigen, die sich heute weniger â€žwohlhabend&quot; sehen, stieg von 26 auf 36%. (www.asiafoundation.org)</p>
<p><strong>WÃ¤hlerregistrierung</strong>: Die erste Phase der von den AFG BehÃ¶rden durchgefÃ¼hrten WÃ¤hlerregistrierung fÃ¼r die noch nicht terminierten PrÃ¤sidentschafts- und Provinzratswahlen im Sommer 2009 lief bisher in den NO-Provinzen Badakhshan, Takhar und Sar-e Pol ohne grÃ¶ÃŸere ZwischenfÃ¤lle. Bisher wurden 900.000 Menschen registriert. ISAF ist hierbei als Reservekraft fÃ¼r besondere NotfÃ¤lle in der â€ždritten Reihe&quot;. Die 1. Phase der WÃ¤hlerregistrierung in Kabul und 14 weiteren Provinzen sollte am 4.1. abgeschlossen sein. Am 5.11. sollte die 2. Phase in Kunduz, Nordwest bis Herat im Westen anlaufen.</p>
<p><strong>RÃ¼ckgang Opiumanbau</strong>: Nach Angaben des Beauftragten der US-Regierung fÃ¼r den Anti-Drogen-Kampf sei in 2008 die Opiumproduktion von 8.000 to auf 5.500 to (minus 31%) zurÃ¼ckgegangen sein. Die UN hatte bisher einen RÃ¼ckgang um 6% gemeldet - siehe unten. (AFP 25.10.)</p>
<p><strong>Massenprotest gegen Talibanmorde</strong>: Am 24.10. protestierten in Mihtarlam, der Hauptstadt der Provinz Lahgman in Ost-AFG, mehrere tausend Menschen gegen die Ermordung von 27 Zivilisten durch Taliban. Am 14.10. waren in der Provinz Kandahar 27 MÃ¤nner, Frauen + Kinder, die im Bus zur Arbeitssuche Richtung Iran unterwegs waren, verschleppt und exekutiert. Die Demonstration soll die grÃ¶ÃŸte Anti-Taliban-Manifestation seit langem gewesen sein.</p>
<p><strong>Reaktionen auf ein Radio-Interview</strong>: In einem ausfÃ¼hrlichen Interview mit der afghanischen Journalistin Nadia Fasel am 8.10. fÃ¼r die Deutsche Welle soll ich mich am Schluss direkt an die ZuhÃ¶rerinnen und ZuhÃ¶rer in Afghanistan wenden. Ich erinnere an die immensen KriegszerstÃ¶rungen in Deutschland zu Ende des 2. Weltkrieges. Danach habe zumindest Westdeutschland mit groÃŸzÃ¼gigen Siegern unglaubliches GlÃ¼ck gehabt, sei ein fÃ¼r unmÃ¶glich gehaltener Wiederaufbau gelungen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund sÃ¤he ich uns Deutsche in der Pflicht, davon was zurÃ¼ckzugeben - dem afghanischen Volk nach Jahrzehnten von Krieg und Terror dabei zu helfen, die Gewalt zu Ã¼berwinden und ihr Land aufzubauen. â€žWir lassen Euch nicht im Stich!&quot;</p>
<p>In zwei, drei Tagen nach der Ausstrahlung des Interviews in AFG reagierten 752 Afghaninnen und Afghanen mit e-mails und auf anderen Wegen.</p>
<p><strong>Neuer Innenminister</strong>: Im Rahmen einer Kabinettsumbildung wurde am 11.10. der bisherige Bildungsminister Dr. Mohammed Hanif Atmar, zum neuen Innenminister ernannt. Der bisherige Innenminister galt als ausgesprochener â€žProblemfall&quot;, sein SchlÃ¼sselressort als besonders zurÃ¼ckgeblieben. Der neue Minister hat sich in seinem bisherigen Amt einen ungewÃ¶hnlich guten Ruf erworben.</p>
<p>Am 14.10. <strong>ErÃ¶ffnung des â€žGerman Police Training Centers</strong>&quot; in Mazar-i Sharif durch Botschafter Werner Lauk. Hier sollen kÃ¼nftig 1.000 Polizisten pro Jahr aus- und fortgebildet werden. Ich habe erlebt, wie das Zentrum in Rekordzeit errichtet wurde: Grundsteinlegung mit AuÃŸenminister Steinmeier Ende Juli; bei meinem nÃ¤chsten Besuch drei Wochen spÃ¤ter standen schon die Rohbauten. Das Zentrum umfasst KlassenrÃ¤ume, KÃ¼che und Kantine, UnterkunftsgebÃ¤ude fÃ¼r MÃ¤nner und Frauen, LagerrÃ¤ume und ein BÃ¼rogebÃ¤ude fÃ¼r die Trainer. Ca. 30 dt. Polizeibeamte sollen kontinuierlich vor Ort sein, die meisten davon Kurzzeittrainer.</p>
<p><strong>Besserung der Beziehung zwischen AFG + PAK</strong>: Der Sondergesandte des UN-GeneralsekretÃ¤rs (SRSG) Karl Eide berichtete am 30. September im GesprÃ¤ch mit den Obleuten des Verteidigungsausschusses des Bundestages von ausdrÃ¼cklich verbesserten Beziehungen zwischen der afghanischen und pakistanischen Regierung: Jetzt gehen sie konstruktiv miteinander um, statt demagogisch wie in der Vergangenheit.</p>
<p>Am 22.10. begannen in Islamabad GesprÃ¤che zwischen dem AFG und PAK AuÃŸenminister Ã¼ber Sicherheitskooperation in der gemeinsamen Grenzregion.</p>
<p>Am 27.10. nahm die <strong>pakistanisch-afghanische Mini-Jirga</strong> in Islamabad ihre Arbeit auf. Diese â€žTrack-II-Initiative fÃ¼hrt 25 AutoritÃ¤ten von beiden Seiten der Durand-Linie zusammen und ist die grÃ¶ÃŸte vertrauensbildende MaÃŸnahme seit der Peace Jirga vom letzten Jahr, die hinsichtlich des Umgangs mit den AufstÃ¤ndischen tief gespalten blieb. Die Jirga will Wege zur verstÃ¤rkten Zusammenarbeit unter StammesÃ¤ltesten zur FriedensfÃ¶rderung beidseitig der Grenze diskutieren. Die PAK Seite wird gefÃ¼hrt vom Gouverneur der Nordwestgrenzprovinz, Owais Ahmed Ghani, die AFG Seite vom ehemaligen AuÃŸenminister Abdullah Abdullah (www.dawn.com vom 26.10.)</p>
<p><strong>Resolution des pakistanischen Parlaments</strong>: â€žDialog muss nun hÃ¶chste PrioritÃ¤t haben.&quot; Die 14-Punkte-Resolution wurde am 22.10. von Vertretern der 16 grÃ¶ÃŸeren PAK Parteien verabschiedet. Vorausgegangen war eine zweiwÃ¶chige gemeinsame Sitzung zur bedrohlichen Sicherheitslage des Landes, bei der zahlreiche hohe Vertreter des MilitÃ¤rs, der Geheimdienste, Polizei und Regierung angehÃ¶rt wurden.</p>
<p><strong>GesprÃ¤che mit â€žden&quot; Taliban</strong>: Vermittelt/moderiert durch Saudi-Arabien fanden dort im September GeheimgesprÃ¤che zwischen Ex-Taliban-FÃ¼hrern und Mitgliedern der AFG Regierung statt. Die GesprÃ¤che sollten die TÃ¼r zu direkten GesprÃ¤chen mit Taliban Ã¶ffnen.</p>
<p>Zivilgesellschaftliche Gruppen in AFG beurteilen solche GeheimgesprÃ¤che kritisch. Die Vorsitzende des â€žAfganistan Woman`s Council&quot;, Fatana Gilani, forderte stattdessen eine Loya Jirga (groÃŸe Ratsversammlung).</p>
<p>Am 20. Oktober berichtete der Christian Science Monitor Ã¼ber â€ž<strong>Afghanistan`s emerging antiwar movement</strong>&quot;. Die â€žNational Peace Jirga of Afghanistan&quot;, ein Zusammenschluss von Studenten, Professoren, AnwÃ¤lten, Geistlichen und anderen, will Druck auf die AFG Regierung und internationale Gemeinschaft machen, eine LÃ¶sung ohne Waffen zu finden. Inzwischen habe sich ein breites Netzwerk von Friedensaktivisten gebildet, die sich fÃ¼r Verhandlungen und VersÃ¶hnung mit den Taliban einsetzen. Die Nationale Friedens Jirga organisierte in den letzten Monaten mehrere Friedensversammlungen, die Tausende von Menschen anzogen. Hier wurden sowohl internationale Truppen der TÃ¶tung von Zivilpersonen angeklagt wie auch die Taliban kritisiert. Eine prominente Antikriegsgruppe sei â€žAwakened Youth of Afghanistan&quot;, die unabhÃ¤ngig von Regierung wie Taliban sei. Mitglieder waren am Internationalen Friedenstag am 21. September beteiligt.</p>
<p>Insgesamt sollen in AFG ca. 1.400 NGO`s registriert sein, davon fast 1.100 rein afghanisch gefÃ¼hrt. Zum â€žAfghanistan Women`s Council&quot; gehÃ¶ren 63 kleine Frauen-NGO`s im ganzen Land.</p>
<p>Politikwissenschaftler verweisen auf SchwÃ¤chen der Friedensgruppen, die vielfach nach ethnischen und Stammesgrenzen organisiert seien. Awakened Youth und Nationale Friedens Jirga bestÃ¼nden angeblich Ã¼berwiegend aus Pashtunen, so Habibullah Rafeh von der Afghanischen Akademie der Wissenschaften. Viele afghanische NGO`s seien von auslÃ¤ndischer Hilfe abhÃ¤ngig, was ihre UnabhÃ¤ngigkeit beeintrÃ¤chtige, so Nader Nadery von der â€žAfghan Independent Human Rights Commission&quot;.</p>
<p><strong>Vorschlag fÃ¼r eine SachverstÃ¤ndigenkommission zu Afghanistan</strong>: Am 8.9. machte die wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft Afghanistan (AGA) mit einem Diskussionspapier den Vorschlag zur Einrichtung einer unabhÃ¤ngigen SachverstÃ¤ndigenkommission fÃ¼r AFG vor. Ausgangspunkte sind die abnehmende Ã¶ffentliche UnterstÃ¼tzung des AFG-Einsatzes, die mangelnde internationale Abstimmung, Defizite bei der Abstimmung des deutschen Engagements und fehlende Wirkungsanalyse sowie unzureichende Einbindung der Afghanen. Die Kommission soll das dt. AFG Engagement kontinuierlich im Hinblick auf Zielsetzung und Wirksamkeit Ã¼berprÃ¼fen, zur Strategieentwicklung beitragen und mit Halbjahresberichten auch fÃ¼r die breitere Ã–ffentlichkeit transparent und Ã¼berprÃ¼fbar machen.</p>
<p><strong>Neueste AFG-BÃ¼cher und Publikationen:</strong></p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Ahmed <strong>Rashid: â€žDescent into Chaos</strong> - The United States and the Failure of Nation Building in Pakistan, Afghanistan, and Central Asia, USA 2008. Unverzichtbar fÃ¼r jede Bilanzierung 7 Jahre danach, Ã¤uÃŸerst ernÃ¼chternd.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â  Can <strong>Merey: â€žDie afghanische Misere</strong> - Warum der Westen am Hindukusch zu scheitern droht&quot;, Weinheim 2008</p>
<p><strong>Neu: â€žNewsletter - Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan</strong>&quot; des DED in Kabul, ab Juli alle zwei Monate. In der 2. Ausgabe vom September Berichte zu Entwicklungshemmnis Strom, alternativen Energiequellen. In der 1. Ausgabe Zwischenbilanz bei der Grundbildung, Duale Berufsausbildung (Bau von drei modernen Kfz-Trainingszentren im Norden und Nordosten kurz vor dem Start): www.bmz.de/de/zentrales-downloadarchiv/laender/BMZ_Newsletter-a08_small.pdf</p>
<p><strong>Kommentierte AFG-Links </strong>der wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Afghanistan (AGA) unter <a href="http://www.ag-afghanistan.de/">www.ag-afghanistan.de</a>.</p>
<p><strong>Konzerte mit Farhad Darya, </strong>dem groÃŸen afghanischen SÃ¤nger: am 10. Oktober in MÃ¼nchen, am 11. in Hamburg und am 12. in Essen. (<a href="http://www.farhaddarya.info/">www.farhaddarya.info</a>, auf YouTube 40 Videos von ihm). Seine neue CD â€žYaahoo&quot; wird im Vorfeld des 21. September in Afghanistan in 5.000 Exemplaren an Sender und Multiplikatoren verteilt. Ich kann die CD zur VerfÃ¼gung stellen.</p>
<p><strong>Internationaler Friedenstag am 21. September</strong> auch in Afghanistan: Zum 3. Mal fand in Afghanistan der Internationale Friedenstag statt, zu dem sich in 33 (von 34) Provinzen ca. 25.000 Menschen versammelten. In Kabul waren es allein knapp 2.000 auf dem GelÃ¤nde des franzÃ¶ischen Kulturzentrums. Der Friedenstag geht zurÃ¼ck auf die Resolution 55/282 der VN-Generalversammlung vom 7, September 2001. Am 21. September soll weltweit Waffenruhe und Gewaltlosigkeit (globaler 24-Stunden Waffenstillstand) herrschen und der Tag vor allem fÃ¼r Ã–ffentlichkeitsarbeit und BildungsmaÃŸnahmen im Dienste des Friedens genutzt werden.</p>
<p>Von Kabuk bis Kandahar, von Mazar bis Nimroz begingen Gemeinden den Tag mit Sportereignissen, FriedensmÃ¤rschen und Versammlungen. StraÃŸen und Fahrzeuge waren mit 300.000 blauen Friedensfahnen geschmÃ¼ckt. In sieben Provinzen des SÃ¼dens, Osten und Westens wurde die bisher grÃ¶ÃŸte Polio-Impfaktion durchgefÃ¼hrt, die ca. 1,8 Mio. Kinder erreichte.</p>
<p>Am 19. September hatte PrÃ¤siden Karzai in einer Fernsehansprache alle Konfliktparteien dazu aufgerufen, die Waffen an diesem Tag schweigen zu lassen, und die Regierungstruppen angewiesen, aus Respekt vor dem Friedenstag â€žkeinen einzigen Schuss&quot; abzufeuern, so lange sie nicht selbst angegriffen wÃ¼rden. ISAF und Taliban kÃ¼ndigten an, auf offensive Operationen verzichten zu wollen. Nach ersten Meldungen soll die Waffenruhe Ã¼berwiegend eingehalten worden sein.</p>
<p>Organisiert wurde der Friedenstag von UNAMA, vom Friedensnetzwerk ACSONP und dem Afghan Civil Society Forum (ACSF) sowie der â€žMediothek&quot;, die vom DED unterstÃ¼tzt werden. Beim ACSF arbeitet die DED-Expertin und Friedensfachkraft Kerstin Lepper. (<a href="http://www.internationaldayofpeace.org/">www.internationaldayofpeace.org</a>; www.mediothek.org.af)</p>
<p><strong>GruÃŸwort von Claudia Roth und mir</strong> an die demokratischen FriedenskrÃ¤fte in Afghanistan anlÃ¤sslich des Internationalen Friedenstages. (<a href="http://www.gruene-fraktion.de/">www.gruene-fraktion.de</a>)</p>
<h3><strong>Berichte und Stellungnahmen zu Afghanistan und Afghanistan-Einsatz 2001-2008 </strong>(ohne BundestagsantrÃ¤ge und -reden)</h3>
<p align="center">Winfried Nachtwei, MdB/Oktober 2008 (vgl. <a href="../../../../../">www.nachtwei.de</a>)</p>
<p>- PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber die Fortsetzung des deutschen ISAF-Einsatzes am 16.10.2008 zusammen mit Claudia Roth, Kerstin MÃ¼ller, BÃ¤rbel HÃ¶hn, Britta HaÃŸelmann, Katrin GÃ¶ring-Eckardt u.a.; Brief an die KollegInnen der Bundestagsfraktion zur bevorstehenden ISAF-Entscheidung, 14.10.2008</p>
<p>- Vor der ISAF-Mandatsentscheidung: JÃ¼ngste EindrÃ¼cke aus Kabul, Mazar-e Sharif und Kunduz, Bericht von der Obleutereise Ende September/Anfang Oktober 2008</p>
<p>- Krieg in Afghanistan - â€žBundeswehr im Krieg&quot;!? Stellungnahme Oktober 2008</p>
<p>- Kurswechsel statt Sofortabzug - Zur Forderung nach einem kurzfristigen Truppenabzug aus Afghanistan, Stellungnahme 26.9.2008</p>
<p>- Viele Lichtblicke bei immer mehr DÃ¼sternis - Besuch in West-, SÃ¼d-, Zentral-, Nord-Afghanistan<strong>, </strong>Reisebericht September 2008</p>
<p>- Kurswechsel statt Sofortabzug - Zu den Forderungen nach einem schnellen Truppenabzug aus Afghanistan, September 2008</p>
<p>- Zur ErhÃ¶hung der Obergrenze des dt. ISAF-Kontingents: Kein Signal fÃ¼r einen ausgewogenen Strategiewechsel, Juni 2008</p>
<p>- Sicherheitslage Afghanistan (MilitÃ¤risch/polizeilich), lfd. aktualisiert (intern), September 2008 (47 S.)</p>
<p>- Better News statt Bad News - laufend aktualisierte Liste an Ereignissen, die als â€žgood news&quot; weniger Aufmerksamkeit finden, September/November 2008</p>
<p>- Zwischenberichte zum prekÃ¤ren Stand der EU-Polizeimission in Afghanistan und zur Ausbildung fÃ¼r polizeiliche AuslandseinsÃ¤tze beim Institut fÃ¼r Aus- und Fortbildung der Polizei NRW in BrÃ¼hl, November 2007</p>
<p>- Enduring Freedom nach sechs Jahren: Selbstverteidigung ohne Grenzen - mehr BegleitschÃ¤den als Nutzen, 14.11.2007</p>
<p>- Dokumentation â€žPolizeiaufbau in Afghanistan 2002-2007&quot;, eigene Berichte und Initiativen</p>
<p>- Kommentar zum Afghanistan-Konzept der Bundesregierung: Geduld allein reicht nicht&quot;, September</p>
<p>- Folienvortrag â€žAfghanistan: Wie weiter?&quot;, September</p>
<p>- Materialien zur Afghanistan-Debatte (incl. Chronologie zur Geschichte Afghanistans seit dem 19. Jahrhundert)</p>
<p>- Tornado-Einsatz in Afghanistan: Zwischenergebnisse, September</p>
<p>- â€žBrandbrief&quot; zur EU-Polizeimission in Afghanistan an die Minister Steinmeier und SchÃ¤uble, Juli (und Antwort vom 14. August)</p>
<p>- Kurzbericht der Afghanistan-Reise von Renate KÃ¼nast, JÃ¼rgen Trittin und W.N. 1.-5.Mai 2007</p>
<p>- Ãœbersicht: Die lange Kontroverse um den TORNADO-Einsatz und das viel lÃ¤ngere DrÃ¤ngen auf die Korrektur der AFG-Strategie, Juni 2006-April 2007</p>
<p>- JÃ¼ngste Informationen und EinschÃ¤tzungen zum Tornado-Streits, 13.3.2007</p>
<p>- Dual Use Tornados nach Afghanistan - Wo bleibt die zivile FrÃ¼hjahrsoffensive? 27.2.2007</p>
<p>- AuslandseinsÃ¤tze in der politischen Krise. Beitrag fÃ¼r â€žInfoDienst Heer&quot; Januar 2007</p>
<p>- Beratungspapier â€žTornados nach Afghanistan?&quot;, 23.1.2007 und Zusammenfassung der Ã¼ber zwanzig Antworten von Afghanistan-KennerInnen</p>
<p>- Afghanistan-Besuch im Oktober 2006: Zwischen Anschlagsgefahren und Aufbaufortschritten (mit Exkurs zum Streit Ã¼ber den ISAF-Einsatz in SÃ¼d-AFG), 24.11.2006</p>
<p>- Nach fÃ¼nf Jahren Beteiligung an Enduring Freedom: Nicht mehr dringlich und nicht mehr verantwortbar, 7.11.2006</p>
<p>- Brief an die Minister Steinmeier, Jung, Wieczorek-Zeul und SchÃ¤uble zur akuten Situation in Afghanistan gemeinsam mit JÃ¼rgen Trittin, 5.9.2006</p>
<p>- Besuch in Nord-Afghanistan: Hoch kritische Monate, Reisebericht 24. Juli 2006</p>
<p>- Dringende Fragen: Afghanistan auf der Kippe? Juli 2006</p>
<p align="left">- Zur MandatsverlÃ¤ngerung der deutschen Beteiligung an Operation <span style="text-decoration: underline;">Enduring Freedom</span>: Umfassende TerrorismusbekÃ¤mpfung statt â€žKrieg gegen den Terror?</p>
<p>- Information zur 4. <span style="text-decoration: underline;">ISAF</span>-VerlÃ¤ngerung: Friede in Sicht? Oder immer mehr Soldaten in ein Fass ohne Boden?</p>
<p>- Beobachtungen beim Besuch der ISAF-PRTs in Feyzabad und Kunduz am 26.9.2004</p>
<p>- Delegationsbesuch der â€žISAF-Insel&quot; PRT Kunduz am 31. Januar 2004</p>
<p>- Kabul im August 2003 -Afghanistanpolitik am Scheideweg, August 2003</p>
<p>- Besuch in Kabul: Langer Atem fÃ¼r Afghanistan, Dezember 2002</p>
<p>- PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung von Winfried Nachtwei zur Abstimmung Ã¼ber den Einsatz von Bundeswehr-krÃ¤ften im Kampf gegen den internationalen Terrorismus in Verbindung mit der Vertrauensfrage am 16.11.2001 im Bundestag</p>
<p>- Keine Macht dem Terror - mit SolidaritÃ¤t, Entschlossenheit, Besonnenheit (Rau) - NUR WIE UND WOHIN? September 2001</p>
<h3><strong>Parlamentarische Initiativen von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen im Bundestag zu Afghanistan in den letzten Monaten</strong></h3>
<p>- Kleine Anfrage zur Menschenrechtslage und zu den zivilen Opfern in Afghanistan, Drs. 16/10682 vom 20.10.2008, und Antwort der Bundesregierung vom 4.11.2008</p>
<p>- EntschlieÃŸungsantrag zum ISAF-Antrag der Bundesregierung vom 15.10.2008</p>
<p>- Antrag â€žKontraproduktive US-Operationen in Pakistan sofort einstellen - Umfassende Strategie zur Stabilisierung Pakistans entwickeln, Drs. 16/10333 v. 24.9.2008</p>
<p>- EntschlieÃŸungsantrag zur Abgabe einer RegierungserklÃ¤rung durch den Bundesminister des AuswÃ¤rtigen zu den Ergebnissen der Afghanistan-Konferenz in Paris, 13.6.2008</p>
<p>- Antrag â€žStaatsaufbau in Afghanistan Pariskonferenz zur kritischen ÃœberprÃ¼fung und Kurskorrektur des Afghanistan Compact nutzen&quot;, Drs. 16/9428, 4.6.2008</p>
<p>- Antrag â€žEntwicklung in Afghanistan - Strategien fÃ¼r eine wirkungsvolle Aufbauarbeit kohÃ¤rent umsetzen&quot;, Drs. 16/8887, 23.4.2008</p>
<p>- Antrag â€žFÃ¼r eine umfassende Strategie zur demokratievertrÃ¤glichen und zivilgesellschaftlichen Stabilisierung Pakistans&quot;, Drs. 16/8752, 9.4.2008</p>
<p>- Antrag â€žNATO-Gipfel fÃ¼r Kurswechsel in Afghanistan nutzen&quot;, Drs. 16/8501, 15.3.2008</p>
<p>- Antrag â€žFÃ¼r klare menschen- und vÃ¶lkerrechtliche Bindungen bei AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr&quot;, Drs. 16/8402, 5.3.2008</p>
<p>- Kleine Anfrage zu Stand und Perspektiven des Polizeiaufbaus in Afghanistan, Drs. 16/8143, 15.2.2008, und Antwort der Bundesregierung</p>
<p>- Kleine Anfrage zum MilitÃ¤rischen Kurswechsel in Afghanistan - Fragen zu den geplanten Ã„nderungen des Beitrags der Bundeswehr, Drs. 16/8144, 15.2.2008, und Antwort der Bundesregierung</p>
<p>- EntschlieÃŸungsantrag zum Antrag der Bundesregierung zur weiteren Beteiligung der Bundeswehr an der Operation Enduring Freedom, Drs. 16/7161</p>
<p>- Antrag â€žFÃ¼r einen sicherheitspolitischen Kurswechsel in Afghanistan - Nebeneinander von ISAF und OEF beenden&quot;, Drs. 16/5587</p>
<p>- Antrag â€žOhne Polizei und Justiz keine Sicherheit - Polizei- und Justizaufbau in Afghanistan drastisch beschleunigen&quot;, Drs. 16/6931</p>
<p>- Antrag â€žPrÃ¼fkriterien fÃ¼r AuslandseinsÃ¤tze der Bundeswehr entwickeln - Unterrichtung und Evaluation verbessern&quot;, Drs. 16/6770 vom 23.10.2007</p>
<p>- Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage â€žGrundgesetz und VÃ¶lkerrecht bei AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr: Behandlung von Personen, die in Gewahrsam genommen werden&quot;, Drs. 16/6282 vom 29.8.2007</p>
<p>- Kleine Anfrage â€žDer zivile Aufbau in Afghanistan und die Lage der Frauen&quot;, 17.9.2007, und Antwort der Bundesregierung vom 9.10.2007</p>
<p>- Antwort der Bundesregierung auf die GroÃŸe Anfrage von JÃ¼rgen Trittin, Kerstin MÃ¼ller, W.N. u.a. â€žZum Wiederaufbau in Afghanistan&quot;, Drs. 16/6312 vom 6.9.2007</p>
<p>Aktualisierung meiner (multi-session) <strong>Foto-CD â€žAfghanistan: wie weiter?&quot;</strong> mit ca. 165 Fotos und Schaubildern samt Begleittext fÃ¼r eigenstÃ¤ndig zu gestaltenden Folienvortrag. <span style="text-decoration: underline;">Inhalte</span>: Geografischer und historischer Kontext, Interessen an AFG, 11. September und die Folgen, der Ansatz von SicherheitsunterstÃ¼tzung, Aufbau + Entwicklung im Norden (militÃ¤risch, polizeilich, Entwicklung), Enduring Freedom, ISAF im SÃ¼den (Helmand/GB, Kandahar/CAN, Uruzgan/NL), Tornado, SchlÃ¼sselprobleme (grenzÃ¼berschreitende Gewalt/Sicherheitslage, Drogen, Korruption/schlechte RegierungsfÃ¼hrung, strategische Dissense), Kernfrage (noch verantwortbar?), positive AnsÃ¤tze. <span style="text-decoration: underline;">Interessenten</span> kÃ¶nnen die CD mit Text Ã¼ber mein Berliner BÃ¼ro erhalten. Solange die Nachfrage nicht Ã¼berbordet, ist es kostenlos.</p>
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