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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Bundeswehrsoldaten und Zivilexperten in Afghanistan verdienen auch und gerade nach dem Raketenangriff UnterstÃ¼tzung aller Fraktionen</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Stellungnahme</span>

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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-99-83">Any of these categories</a>
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        <h1>
            Bundeswehrsoldaten und Zivilexperten in Afghanistan verdienen auch und gerade nach dem Raketenangriff UnterstÃ¼tzung aller Fraktionen         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 30. September 2004 19:56:06 +02:00 (116509 Aufrufe)            </div>
            <div>    Zur VerlÃ¤ngerung des Bundestagsmandats fÃ¼r den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan um ein weiteres Jahr und zum gestrigen Raketenangriff auf das Provincial Reconstruction Team (PRT) in Kundus erklÃ¤rt Winfried Nachtwei, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher:</div>
            <div>    Wir verurteilen den gestrigen Raketenangriff auf das deutsche Wiederaufbauteam in Kundus aufs SchÃ¤rfste und wÃ¼nschen den verletzten Soldaten baldige und vollstÃ¤ndige Genesung. Dieser Angriff war der erste Anschlag auf eine Liegenschaft eines deutschen Wiederaufbauteams. Ziel dieses Anschlags war es vermutlich, eine politische Verunsicherung zu bewirken und den Prozess der Wahlen und der Stabilisierung zu stÃ¶ren. Ganz entscheidend ist es deshalb jetzt, wie darauf von Seiten der afghanischen Sicherheitsorgane und der Ã¶rtlichen BevÃ¶lkerung reagiert wird, aber auch, wie dieser Anschlag hier in Deutschland aufgenommen wird. Wir mÃ¼ssen fest in dem Willen bleiben, die VN und die afghanische Zentralregierung bei der GewalteindÃ¤mmung und Stabilisierung zu unterstÃ¼tzen.
<br /><br />
ISAF-BundeswehreinsÃ¤tze in Afghanistan sind im sicherheitspolitischen Interesse der Internationalen Gemeinschaft und Deutschlands unverzichtbar. Wir stehen nur zehn Tage vor den ersten freien Wahlen in der Geschichte Afghanistans. Wir mÃ¼ssen mit erheblichen Defiziten bei der Registrierung der WÃ¤hlerinnen und WÃ¤hler rechnen sowie mit erheblichen Manipulationsversuchen. Und dennoch zeigt der RÃ¼ckblick auf die Zeit vor dem internationalen Engagement in Afghanistan und vor dem Beginn des Einsatzes der Bundeswehr (seit Januar 2002), wie viel seit Beginn des Petersberg-Prozesses durch politische, zivile und aber auch gerade militÃ¤rische Anstrengung in Afghanistan erreicht werden konnte: Eine Zentralregierung, die in ihrer Zusammensetzung die verschiedenen Ethnien Afghanistans reprÃ¤sentiert, hat im Lauf der Zeit formal und real Legitimation erhalten und hat auch fast drei Jahre nach der Petersberg-Konferenz noch Bestand. Eine moderne Verfassung ist in einem beispielhaft offenen Verfahren angenommen worden, die PrÃ¤sidentschaftswahlen stehen unmittelbar bevor.
<br /><br />
NatÃ¼rlich ist es die Pflicht jedes einzelnen Abgeordneten, zu prÃ¼fen, ob solch ein schwieriger und auch riskanter Einsatz notwendig und verantwortbar ist. ÃœberflÃ¼ssig und sogar schÃ¤dlich ist es jedoch, wenn Oppositions-Abgeordnete Ã¼ber legitime Kritik hinaus Ã¶ffentlich Sinn und Konzeption von EinsÃ¤tzen insgesamt in Frage stellen. Dies ist nicht nur unprofessionell, sondern fÃ¼hrt zu Verunsicherung und vÃ¶lligem UnverstÃ¤ndnis bei Bundeswehrsoldaten, wie ich am vergangenen Sonntag bei meiner Reise nach Kundus und Faisabad feststellen musste.
<br /><br />
Die FDP-Forderung nach einer Aufsplitterung des Afghanistan-Mandates in ein â€žPRT-Mandatâ€œ und ein â€žKabul-Mandatâ€œ ist abzulehnen. Die Bundesregierung verfolgt ein schlÃ¼ssiges Afghanistan-Konzept, in dem die Arbeit der Bundeswehr in Kabul und den PRTs integrale Bestandteile sind. In einer Zeit, in der ISAF auf das gesamte Territorium Afghanistans ausgeweitet wird, wÃ¼rde ein RÃ¼ckzug aus dem PRT-Prozess als RÃ¼ckzug Deutschlands verstanden werden, also RÃ¼ckzug des Landes, das bisher ganz vorne war bei der FriedensfÃ¶rderung in Afghanistan und dafÃ¼r hÃ¶chste Anerkennung bei der afghanischen BevÃ¶lkerung, den VN und den internationalen Partnern gewonnen hat. Dies hÃ¤tte eine rundum entmutigende, ja zerstÃ¶rerische Wirkung auf den gesamten Stabilisierungsprozess in Afghanistan.</div>


           <br />
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