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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: MitgefÃ¼hl und SolidaritÃ¤t</title>
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           </li>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Vereinte Nationen (UNO) + Stellungnahme</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11">Sicherheitspolitik und Bundeswehr</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
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<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
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<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-99-83">Any of these categories</a>
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</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            MitgefÃ¼hl und SolidaritÃ¤t         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 8. Juni 2011 02:20:23 +02:00 (155644 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Durch Sprengstofffallen wurden am 25. und 28. Mai wieder deutsche Soldaten und afghanische Regierungsvertreter in Chahar Darreh und Taloqan in Nordafghanistan zerfetzt, getÃ¶tet und verwundet. W. Nachtwei kannte einige der Opfer. An General Kneip, an die Soldaten und AngehÃ¶rigen sandte er ein Beileidsschreiben. FÃ¼nf Tage spÃ¤ter folgte der nÃ¤chste Anschlag.</p></div>
            <div>    <p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="631">
<tbody>
<tr>
<td width="187" valign="top">
<p align="center"><strong>Winfried Nachtwei</strong></p>
<p align="center"><em>Mitglied des Bundestages</em></p>
<p align="center"><em>1994 - 2009</em></p>
<p align="center"><em>Mitglied im Beirat</em></p>
<p align="center"><em>Zivile KrisenprÃ¤vention AA,</em></p>
<p align="center"><em>Innere FÃ¼hrung BMVg</em></p>
<p>Â </p>
</td>
<td width="236" valign="top">
<p>Â </p>
</td>
<td width="208" valign="top">
<p align="right">Nordhornstr.   51</p>
<p align="right">48161   MÃ¼nster</p>
<p align="right">Tel. 0251/8   65 30</p>
<p align="right">Fax   0251/86 11 65</p>
<p align="right">Mobil 0170/314   87 79</p>
<p align="right"><a href="mailto:winfried@nachtwei.de">winfried@nachtwei.de</a></p>
<p align="right"><a href="../../../../../">www.nachtwei.de</a></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</p>
<p>Herr</p>
<p>Generalmajor Markus Kneip</p>
<p>COM ISAF RC North</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Mazar-i Sharf</span></p>
<p>per E-Mail</p>
<p>Ã¼ber EinsatzfÃ¼hrungskommando</p>
<p>MÃ¼nster, 1. Juni 2011</p>
<p>Sehr geehrter Herr General Kneip,</p>
<p>liebe Soldatinnen und Soldaten,</p>
<p>liebe AngehÃ¶rige,</p>
<p>am letzten Samstag nahm ich in Bad Godesberg zum Abschluss einer Afghanistan-Tagung an einer Podiumsdiskussion teil. Nachdem wir vorher einen hoffnungsvollen Film Ã¼ber den mutigen und vorbildlichen Gouverneur Gulab Mangal in der hÃ¶llischen Provinz Helmand gesehen hatten, gab es einige vorsichtig-optimistische Ã„uÃŸerungen zur Zukunft Afghanistans.</p>
<p>Es war genau der Zeitpunkt, als in Taloqan wieder gemordet wurde.</p>
<p>Mit tiefer BestÃ¼rzung hÃ¶rten wir wenige Stunden spÃ¤ter, dass dabei neben General Daud, dem Provinzpolizeichef und drei afghanischen Mitarbeitern auch ein Major aus dem Stab von General Kneip und einer seiner PersonenschÃ¼tzer, ein Hauptfeldwebel der FeldjÃ¤ger, durch eine Sprengfalle getÃ¶tet worden waren.</p>
<p>Sie, General Kneip, Ihre Sprachmittlerin und vier weitere Bundeswehrsoldaten wurden bei dem Massakerangriff verwundet. Ebenfalls verwundet wurde der Gouverneur der Provinz Takhar, Abdul Dschabar Takwa und etliche afghanische Mitarbeiter.</p>
<p>Nur drei Tage zuvor war in Chahar Darreh bei Kunduz ein deutscher Hauptmann durch eine Sprengfalle getÃ¶tet, ein Soldat und ein afghanischer Sprachmittler verwundet worden.</p>
<p>Ich trauere und fÃ¼hle mit Ihnen, mit den Kameraden vor Ort, mit den AngehÃ¶rigen der Soldaten, die ihre Liebsten verloren haben. Den an Leib und Seele Verwundeten wÃ¼nsche ich baldige und vollstÃ¤ndige Genesung sowie verlÃ¤ssliche SolidaritÃ¤t und FÃ¼rsorge.</p>
<p>Ich spÃ¼re die ErschÃ¼tterung verstÃ¤rkt deshalb, weil ich einige der Angegriffenen persÃ¶nlich kennen gelernt habe: dem noch so jung wirkenden General Daud begegneten wir erstmalig Anfang 2004 in Kunduz. Ihnen, General Kneip, durfte ich 2006 zweimal begegnen. Ihre schon damals klaren und drÃ¤ngenden Worte sind mir in bester Erinnerung. Vielleicht traf ich bei unserem letzten Afghanistanbesuch vor Ostern mit Ihren beiden getÃ¶teten Kameraden zusammen. Â Die uns bei Besuchen als PersonenschÃ¼tzer zugeordneten FeldjÃ¤ger habe ich durchweg in bester Erinnerung. Ãœber Gouverneur Taqwa hÃ¶re ich, dass er ein auÃŸergewÃ¶hnlich angenehmer und zugÃ¤nglicher Gouverneur sei, tatsÃ¤chlich ein Staatsvertreter fÃ¼r die eigenen BÃ¼rger.</p>
<p>Nach Jahren einer sich immer weiter verschlechternden Sicherheitslage vor allem im Raum Kunduz-Baghlan waren in den letzten Monaten erstmalig Lichtblicke zu sehen. Sie werden durch die letzten AnschlÃ¤ge Ã¼berschattet, aber keineswegs ausgelÃ¶scht.</p>
<p>Wo AngehÃ¶rige und Kameraden aus dem Leben, aus der Familie und dem KameradenkreisÂ Â  gerissen werden, wo Zukunft zerstÃ¶rt wird, da kÃ¶nnen Worte nur begrenzt trÃ¶sten.</p>
<p>Umso mehr will ich Ihnen sagen, wie hoch ich den Einsatz unserer Soldaten in Afghanistan aus eigener Anschauung schÃ¤tze: Seit 2002 besuchte ich als Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und danach 16 Mal das Land, sah von Jahr zu Jahr die Fortschritte, zuletzt aber immer mehr die gespaltene Entwicklung - von Fortschritten immer noch, aber von der RÃ¼ckkehr des Krieges andererseits. Ich erfuhr und erlebte, was die Soldaten und Soldatinnen zusammen mit anderen UnterstÃ¼tzern, mit Entwicklungsexperten und Polizisten Â leisten.</p>
<p>Sie setzen sich ein, sie kÃ¤mpfenÂ  fÃ¼r mehr Sicherheit in einem kriegsgeschundenen Land, im Dienste der Vereinten Nationen und im Auftrag des deutschen Parlaments, im Sinne der internationalen Sicherheit und menschlicher SolidaritÃ¤t.</p>
<p>Die Soldaten - und Ihre AngehÃ¶rigen - nehmen dafÃ¼r groÃŸe Belastungen und erhebliche Risiken auf sich. Auf sie, auf ihre Leistung und ihr Auftreten gegenÃ¼ber der afghanischen BevÃ¶lkerung, auf ihre Besonnenheit, ihren Mut und ihre Tapferkeit kann die deutsche BevÃ¶lkerung stolz sein.</p>
<p>Umso mehr haben Sie alle Aufmerksamkeit und UnterstÃ¼tzung aus Deutschland verdient - unabhÃ¤ngig vom legitimen politischen Streit um den Afghanistaneinsatz.</p>
<p>Sie haben vor allem Anspruch auf eine Politik, die sich der Riesenaufgabe Afghanistan ehrlich und konsequent, mit Realismus und Ehrgeiz stellt, die ihrer Grundpflicht zum klaren und erfÃ¼llbaren Auftrag nachkommt.</p>
<p>Sehr geehrter Herr General,</p>
<p>ich wÃ¤re Ihnen dankbar, wenn Sie mein Trauer- und SolidaritÃ¤tsschreiben auch den Kameraden und Hinterbliebenen zur Kenntnis geben kÃ¶nnen.</p>
<p>Ihnen wÃ¼nsche ich jetzt viel Kraft, gute Genesung und gegenseitige UnterstÃ¼tzung.</p>
<p>In herzlicher Verbundenheit</p>
<p>Ihr</p>
<p>gez.</p>
<p>Winfried Nachtwei</p>
<p>Â </p></div>


           <br />
                        </div>
   </div>
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