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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: &quot;Die zaghaften Deutschen&quot; - Leserbrief zur SPIEGEL-Titelgeschichte (unverÃ¶ffentlicht)</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + DR Kongo + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
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        <h1>
            &quot;Die zaghaften Deutschen&quot; - Leserbrief zur SPIEGEL-Titelgeschichte (unverÃ¶ffentlicht)         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 9. April 2013 09:55:40 +02:00 (157331 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Der ZDF-Dreiteiler &quot;Unsere MÃ¼tter, unsere VÃ¤ter&quot; veranlasste den SPIEGEL zu einer Titelgeschichte Ã¼ber den &quot;Krieg und die Deutschen&quot;. Als jemand, der den sicherheits- und friedenspolitischen Erfahrungs- und Lernprozess um deutsche AuslandseinsÃ¤tze seit 1994 intensiv miterlebt hat, verfasste ich einen Leserbrief und wandte mich zusÃ¤tzlich an die Autoren.</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--></p>
<p align="center"><strong>UnverÃ¶ffentlichter Leserbrief zu â€žDie zaghaften Deutschen&quot;</strong></p>
<p align="center"><strong>(SPIEGEL 13/2013)</strong></p>
<p>AnlÃ¤sslich des ZDF-Dreiteilers â€žUnsere MÃ¼tter, unsere VÃ¤ter&quot; titelte der SPIEGEL â€žDAS EWIGE TRAUMA - Der Krieg und die Deutschen&quot; mit Bildern von FlÃ¼chtlingen vorm zerstÃ¶rten Brandenburger Tor und einer Bundeswehrpatrouille in Afghanistan. Die erste der beiden Titelgeschichten war 20 Jahren deutscher AuslandseinsÃ¤tze gewidmet. Unter der Ãœberschrift â€ž<strong>Die zaghaften Deutschen&quot;</strong> heiÃŸt es einleitend: â€ž<em>Seit 20 Jahren ist die Bundeswehr an KampfeinsÃ¤tzen im Ausland beteiligt. Schrittweise gewÃ¶hnte die rot-grÃ¼ne Regierung das Land an eine neue NormalitÃ¤t. Doch nun ist ausgerechnet Schwarz-Gelb dabei, das Erreichte wieder zu verspielen.&quot; (SPIEGEL 13/2013)</em></p>
<p>Bei aller Differenziertheit des Artikels fÃ¤llt mir eine Art der VerkÃ¼rzung der Debatte um Krieg und Frieden auf, die exemplarisch ist fÃ¼r eine in Deutschland vorherrschende Tendenz: Die notorische Ausklammerung der Vereinten Nationen im friedens- und sicherheitspolitischen Alltag. VerdrÃ¤ngt wird,</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  dass ihre GrÃ¼ndung die zentrale Konsequenz aus Weltkrieg und VÃ¶lkermord war, die globale Konkretisierung des doppelten â€žNie wieder!&quot;;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  dass die VN-Charta die Ãœberwindung der Institution Krieg zur Staatenaufgabe macht und ihnen zugleich die Verpflichtung zur kollektiven Friedenssicherung auferlegt;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  dass die VN inzwischen Ã¼ber umfassende Erfahrungen in der internationalen Friedenssicherung verfÃ¼gen, mit Misserfolgen, aber auch Erfolgen;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  dass VN-Friedensmissionen Gewalt und Krieg verhÃ¼ten und internationales Recht durchsetzen sollen und insofern diametral zu traditionellen Kriegen stehen;</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  dass VN-Friedensmissionen seit Jahren multidimensional sind, wo die MilitÃ¤rs mit einer zunehmenden Zahl von Polizisten und Zivilexperten zusammenwirken, dass es im VN-Rahmen schon lange keine ausschlieÃŸlichen MilitÃ¤reinsÃ¤tze mehr gibt.</p>
<p><em>Vor diesem Hintergrund schrieb ich an den SPIEGEL einen Leserbrief - mit umfassenderer Begleit-E-Mail. Der Leserbrief wurde nicht verÃ¶ffentlicht. Hier die beiden Schreiben: </em></p>
<p><strong>Leserbrief zu â€žDie zaghaften Deutschen&quot; (SPIEGEL 13/2013) </strong></p>
<p>â€žKein Wort, dass alle internationalen KriseneinsÃ¤tze Deutschlands den UNO-Zielen von Friedenssicherung und KriegseindÃ¤mmungÂ  dienen sollten, dass UNO-Mitglieder grundsÃ¤tzlich zur UnterstÃ¼tzung von UNO-Friedenssicherung verpflichtet sind. Unkritisiert bleibt die VernachlÃ¤ssigung der zzt. 14 UNO-Friedensmissionen durch Deutschland, dasÂ  an 52. Stelle der Personalsteller steht. ÃœberfÃ¤llig ist, den Bundeswehrauftrag im Grundgesetz im Sinne der UnterstÃ¼tzung von UNO-Friedenssicherung zu prÃ¤zisieren.</p>
<p>Winfried Nachtwei, MÃ¼nster, MdB BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen 1994-2009&quot;</p>
<p><strong>Begleit-E-Mail an die Autoren: </strong></p>
<p>â€žDie von den Autoren eher positiv beurteilte rot-grÃ¼ne Phase deutscher AuÃŸen- und Sicherheitspolitik habe ich von 1994-2009 intensiv miterlebt und auch mitgestaltet - zeitweilig in regelrechten politischen KampfeinsÃ¤tzen.</p>
<p>Mit der Beobachtung einer &quot;RÃ¼ckentwicklung&quot; stimme ich grundsÃ¤tzlich Ã¼berein. Allerdings geht es hier auch um ein &quot;Gemeinschaftsversagen&quot; der Berliner Politik:</p>
<p>- Die ad-hoc-Diskussionen zu strittigen AuslandseinsÃ¤tzen wurden nie in eine systematische breitere Debatte und Konsensbildung zur Friedens- und Sicherheitspolitik Ã¼berfÃ¼hrt (bei den GrÃ¼nen haben wir so was noch am ehesten mit unserer Friedens- und sicherheitspolitischen Kommission 2007/8 versucht und mit den RtoP-BeschlÃ¼ssen von Fraktion und Parteitag fortgesetzt. Es gab auf GrÃ¼ner Seite auch moralischen &quot;Ãœberschuss&quot;. Aber das war nicht das Ausschlaggebende.)</p>
<p>- Bis heute gibt es keine unabhÃ¤ngige und systematische Auswertung und Bilanzierung der AuslandseinsÃ¤tze, ihrer Leistungen wie Defizite und Misserfolge. Ich drÃ¤nge seit 1999 (!) darauf. Zu Recht nennen die Autoren KFOR als erfolgreichen Einsatz. Im September 2012 endete die deutsche Beteiligung am Bosnieneinsatz. Dass es der lÃ¤ngste und gemessen am Auftrag eindeutig erfolgreiche Einsatz war, wurde praktisch nicht wahrgenommen. Dass es ein Einsatz wirksamer KriegsverhÃ¼tung ohne Kampf war, scheint ihn in Teilen der Bundeswehr, Ã–ffentlichkeit und auch Medien geradezu minderwertig werden zu lassen.</p>
<p>- Nicht in der Ã–ffentlichkeit angekommen ist, dass es seit etlichen Jahren, seit Balkan, praktisch keine nur militÃ¤rischen EinsÃ¤tze mehr gibt (ausgenommen Rettung und Geiselbefreiung), dass es alles inzwischen multidimensionale EinsÃ¤tze mit politischer, militÃ¤rischer, ziviler und wachsender polizeilicher Komponente sind. Allgemein wahrgenommen wird aber fast nur die militÃ¤rische Komponente. Wenn es bei der Bundeswehr irgendwo AusrÃ¼stungsmÃ¤ngel in Afghanistan gibt, wird das spÃ¤testens vom Wehrbeauftragten schnell bekannt gemacht. Die strÃ¤fliche, strukturelle Unterausstattung der AA-SÃ¤ule in Afghanistan (z.B. bis 2010 ein AA-Diplomat parallel zum ISAF- Regional Commander North, zustÃ¤ndig fÃ¼r Kontakte zu neun Provinzgouverneuren, UnterstÃ¼tzung von Staatsaufbau etc.) war hingegen NIE Thema. Auch nicht beim SPIEGEL.</p>
<p>- VernachlÃ¤ssigt werden (hier gibt es grÃ¶ÃŸte BÃ¼ndnissolidaritÃ¤t) seit Jahren die VN-gefÃ¼hrten Missionen, die sich - trotz aller UnzulÃ¤nglichkeiten - keineswegs hinter den NATO-gefÃ¼hrten zu verstecken brauchen. Insgesamt haben sie einiges an Wirksamkeit (und sei es die Funktion des letzten Netzes in vergessenen Konflikten), sind kostengÃ¼nstiger, gewaltÃ¤rmer, kosten weniger eigene Opfer.</p>
<p>- VersÃ¤umt wurde die grundgesetzliche PrÃ¤zisierung des Bundeswehrauftrages. Bisher steht das schÃ¤rfste staatliche Mittel, der Einsatz bewaffneter StreitkrÃ¤fte, auf so vager gesetzlicher Grundlage wie kein anderes staatliches Handeln.</p>
<p>- Alles in allem: Die von den SPIEGEL-Autoren beobachtete &quot;RÃ¼ckentwicklung&quot; hat viele Eltern. Ihre Basis ist die seit etlichen Jahren wieder anwachsende friedens- und sicherheitspolitische Desorientierung, die unzureichende Verarbeitung aktueller Erfahrungen. VN-Ignoranz und ein entgrenzter Umgang mit dem Begriff Krieg.</p>
<p>(...)</p>
<p>Mit besten GrÃ¼ÃŸen</p>
<p>Winfried Nachtwei</p>
<p>Mitglied im Beirat Zivile Krisenprvention des AA und des Beirats Innere FÃ¼hrung beim BMVg , Vorstandsmitglied der Dt. Gesellschaft fÃ¼r die Vereinten Nationen und von &quot;Gegen Vergessen - FÃ¼r Demokratie&quot;</p>
<p>Â </p>
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