    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Aktuelle Entwicklung in Afghanistan seit dem Waffenstillstand zu Eid: Erst neue Dynamik zu FriedensgesprÃ¤chen, inzwischen immer mehr grausames StÃ¶rfeuer, Corona-Lage (29.07.20)</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=11-77-81-120&amp;aid=1640</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + <p>Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung</p> + Internationale Politik und Regionen + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11">Sicherheitspolitik und Bundeswehr</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=77">Zivile Konfliktbearbeitung und FriedensfÃ¶rderung</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=81">Bericht</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-77-120-81">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B77%2B120%2B81">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Aktuelle Entwicklung in Afghanistan seit dem Waffenstillstand zu Eid: Erst neue Dynamik zu FriedensgesprÃ¤chen, inzwischen immer mehr grausames StÃ¶rfeuer, Corona-Lage (29.07.20)         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 12. Juni 2020 17:14:21 +02:00 (93107 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Der &uuml;berraschende Waffenstillstand seit dem Fest des Fastenbrechens schien eine Dynamik zu innerafghanischen Friedensgespr&auml;chen ausgel&ouml;st zu haben, beim Gefangenenaustausch, bei den Vorbereitungen auf die Gespr&auml;che. Zugleich viele gezielte Angriffe auf religi&ouml;sse F&uuml;hrer, Gesundheits- und Justizpersonal, zivilgesellschaftliche Aktivisten, NGO`s und Journalisten - und gleichzeitig die katastrophal eskalierende Corona-Lage. Weil es dazu fast keine Berichterstattung in Deutschland gibt, trage ich hier laufend aktuelle Meldungen zusammen.</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Waffenstillstand zum Fest des Fastenbrechens ab 24. Mai - </strong></p>
<p align="center"><strong>Aktuelle Entwicklung seitdem: Dynamik zu innerafghanischen</strong></p>
<p align="center"><strong>Friedensgespr&auml;chen? St&ouml;rfeuer. Corona-Lage</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, /12.06./29.07.2020</p>
<p align="center">( Fotos <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a> )</p>
<p>Am Sonntag, 24. Mai, begann das dreit&auml;gige Fest des Fastenbrechens, das den Fastenmonat Ramadan abschloss. Am Vorabend k&uuml;ndigten die Taliban &uuml;berraschend f&uuml;r Eid al-Fitr einen <strong>dreit&auml;gigen Waffenstillstand</strong> an. Waffen w&uuml;rden nur zur Selbstverteidigung gegen Angreifer eingesetzt. Pr&auml;sident Ghani begr&uuml;&szlig;te die Ank&uuml;ndigung und ordnete dasselbe f&uuml;r die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte an. Als Zeichen des guten Willens k&uuml;ndigte er die Freilassung von weiteren 2.000 Taliban-H&auml;ftlingen an. Der Waffenstillstand wurde weitgehend eingehalten, es folgten einige Tage einer inoffiziellen Waffenruhe mit einer neuen Dynamik in Richtung innerafghanischer Friedensgespr&auml;che. Wie sich die Sicherheitslage seitdem entwickelt und wieder versch&auml;rft hat, zeigt die folgende Zusammenstellung, die ich laufend aktualisiere.</p>
<p><em>Zum Kontext der letzten drei Monate und dem ersten Waffenstillstand vor zwei Jahren vgl.</em></p>
<p><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1635"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1635</em></a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Entwicklung der Sicherheitslage seit dem Eid-Waffenstillstand </span></strong>(ab 24. Mai) <strong><span style="text-decoration: underline;">und der folgenden inoffiziellen Waffenruhe </span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Juli</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">29.07</span>.&nbsp; Am Morgen wurden in Tarin Kot, Zentralort der Provinz <strong>Uruzgan, drei Polizisten durch eine Stra&szlig;enbombe get&ouml;tet</strong>, einer verwundet (eine Woche zuvor in Khas Uruzgan der Polizeichef, ein lokaler Polizei- und ein Armeekommandeur sowie je zwei weitere Polizisten und Soldaten durch eine Stra&szlig;enbombe get&ouml;tet).</p>
<p>Laut AFG Verteidigungsministerium wurden gestern in den Distrikten Dawlat Abad und Almar in der NW-Provinz Faryab <strong>17 Taliban bei K&auml;mpfen get&ouml;tet</strong> und einer verwundet. Bei Vorbereitungen auf Checkpoint-&Uuml;berf&auml;lle seien sie von der afg. Luftwaffe attackiert worden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">28.07</span>. Pr&auml;sident Ghani teilte bei einer Rede beim Senior Officials Meeting in Kabul mit, dass seit dem 29. Februar, dem Tag des USA-Taliban-Abkommens, bis 21. Juli insgesamt <strong>10.341 Sicherheitskr&auml;fte Opfer des bewaffneten Konflikts </strong>geworden seien: 3.560 wurden get&ouml;tet, 6.781 wurden verwundet, 457 wurden entf&uuml;hrt und gefangen. Im selben Zeitraum gab es 3.073 Zivilopfer, davon 775 Tote, 1.609 Verwundete, 689 Entf&uuml;hrte.</p>
<p><a href="https://tolonews.com/afghanistan/ghani-10708-andsf-killed-and-wounded-feb-29">https://tolonews.com/afghanistan/ghani-10708-andsf-killed-and-wounded-feb-29</a></p>
<p>Heute Abend <strong>k&uuml;ndigten die Taliban eine dreit&auml;gige Waffenruhe &uuml;ber Eid-al Adha</strong> (Opferfest, 30.07. abends bis 03.08. abends) an im Hinblick auf die innerafghanischen Verhandlungen, die f&uuml;r die kommenden Wochen erwartet werden. Die K&auml;mpfer wurden aufgerufen, Angriffe auf afghanische Sicherheitskr&auml;fte zu vermeiden und von der Regierung kontrollierte Gebiete nicht zu betreten. Pr&auml;sident Ghani befahl den ANDSF, den Waffenstillstand einzuhalten und Operationen gegen die Taliban zu vermeiden.</p>
<p><strong>Botschaft des obersten Taliban-F&uuml;hrers</strong> Hibatullah Akhundzada, https://tolonews.com/afghanistan/taliban-head-seeks-pure-islamic-govt-not-monopoly</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">27.07</span>. <strong>Zivilopferbericht von UNAMA zum 1. Halbjahr 2020</strong>:</p>
<p><a href="https://unama.unmissions.org/sites/default/files/unama_poc_midyear_report_2020_-_27_july-.pdf">https://unama.unmissions.org/sites/default/files/unama_poc_midyear_report_2020_-_27_july-.pdf</a></p>
<p>Zwischen 01. Januar und 30. Juni gab es 3.458 Zivilopfer, davon 1.282 Get&ouml;tete, ggb. dem Vorjahreszeitraum ein R&uuml;ckgang um 13% (niedrigster Wert seit 2012),</p>
<p>Es bleibt aber dabei, dass AFG eine der t&ouml;dlichsten Konflikte weltweit f&uuml;r Zivilisten ist. Tausende werden von Konfliktparteien get&ouml;tet, verwundet, entf&uuml;hrt, vertrieben, bedroht. Kinder werden rekrutiert und sexuell missbraucht. Viele dieser Opfer leiden noch lange unter der Gewalt. Die Covid-19-Pandemie hat drastisch ihre Heilungsm&ouml;glichkeiten verringert und die Verwundbarkeit in der Bev&ouml;lkerung erh&ouml;ht.</p>
<p>Zur&uuml;ckgegangen sind vor allem die Zivilopfer durch internationale Truppen (= US-Luftangriffe) und durch den afghanischen IS-Ableger. Durch Taliban verantwortete Zivilopfer bleiben weiter auf hohem Niveau. Bei Antipersonenminen gab es einen beunruhigenden Anstieg. Durch ANDSF verantwortete Zivilopfer nahmen um 9% zu, vor allem bei Luftunterst&uuml;tzung und indirektem Feuer.</p>
<p>Die meisten Zivilopfer (35%) gab es bei Bodenk&auml;mpfen, 21% durch gezielte T&ouml;tungen, 20% durch non-suicide IED`s (und 4% durch suicide IED`s), 9% durch Airstrikes.</p>
<p>Am meisten Zivilopfer gab es in den Provinzen Balkh und Kabul, dann Nangarhar, Faryab und Kunduz. Die &uuml;ber viele Jahre besonders umk&auml;mpfte und opferreiche Provinz Helmand geh&ouml;rt nicht mehr zu den &bdquo;Top 5&ldquo;. Hier gingen die Zivilopferzahlen vor allem durch Luftangriffe und non-suicide IED`s stark zur&uuml;ck. Die lange Zeit relativ ruhige und stabil erscheinende Provinz Balkh um Mazar-e Sharif herum hat die meisten Zivilopfer durch Bodenk&auml;mpfe. &nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Eid-Al Fitre Waffenstillstand (24.-26. Mai)</span></p>
<p>Der R&uuml;ckgang der Zivilopfer in den drei Tagen um 43% ggb. dem Vorjahreszeitraum zeigte die F&auml;higkeit de Konfliktparteien, K&auml;mpfe mit positiven Auswirkungen auf die Zivilbev&ouml;lker7ung zu reduzieren, wenn der politische Wille daf&uuml;r vorhanden ist.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Regierungsfeindliche Kr&auml;fte (AGE)</span></p>
<p>Sie sind laut UNAMA f&uuml;r 58% der 1.989 Zivilopfer (davon 752 Get&ouml;tete) verantwortlich. 43% entfallen auf die Taliban, 9% auf Daesh, 6% auf nicht identifizierte AGE.</p>
<p>Die Taliban seien f&uuml;r dieselbe Zahl an Zivilopfern verantwortlich wie im Vorjahr, der Zahl der Get&ouml;teten sei aber um 33% gestiegen, vor allem durch gezielte T&ouml;tungen, non-suicide IED`s (Druckplatten-IED, die unterschiedslos wirken, +50%!) und summarische Exekutionen.</p>
<p>Gezielte Angriffe forderten 770 Ofer, davon 342 Get&ouml;tete. 18 richteten sich gegen religi&ouml;se F&uuml;hrer, 13 gegen Gesundheitspersonal, 11 gegen Justizpersonal, neun gegen zivilgesellschaftliche Aktivisten, acht gegen HGO-MitarbeiterInnen, drei gegen Journalisten. Bei etlichen gezielten Angriffen in Kabul auf Zivilisten blieben die Verantwortlichen unbekannt: so beim Angriff auf eine Geburtsstation am 12. Mai, auf einen Staatsanwalt am 22. Juni und gegen Mitarbeite der Afghanischen &nbsp;Unabh&auml;ngigen Menschenrechtskommission am 27. Juni.</p>
<p>Bei 28 Entf&uuml;hrungsf&auml;llen gab es 40 Get&ouml;tete und 28 Verwundete, eine Verf&uuml;nffachung ggb. dem Vorjahrszeitraum.&nbsp;</p>
<p>Am 26. Juni wurden in zwei Distrikten der NW-Provinz Faryab zwei m&auml;nnliche Zivilisten vor Hunderten Menschen in gesch&auml;ftigen Basarvierteln nach Urteilsverk&uuml;ndigung &uuml;ber Laut-sprecher &ouml;ffentlich erh&auml;ngt.&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Bei Daesh seien vor allem die IED-Angriffe mit Massenwirkung (ich nenne sie Massaker-angriffe) zur&uuml;ckgegangen.&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Pro-Regierungskr&auml;fte (PGF)</span></p>
<p>Laut UNAMA sind sie f&uuml;r 28% (982) aller Zivilopfer verantwortlich, davon 392 Get&ouml;tete. &nbsp;23% sollen auf das Konto der ANDSF gehen, 3% auf das von internationalem (US-)Milit&auml;r. Der letzte diesen zugeordnete Zwischenfall geschah am 17. Februar in der Provinz Herat.</p>
<p>Die meisten Zivilopfer gab es bei Bodenk&auml;mpfen, 80% durch indirektes Feuer.</p>
<p>Die Zivilopfer durch Luftschl&auml;ge gingen um 43% zur&uuml;ck, die Zivilopfer durch die afghani-sche Luftwaffe (AAF) verdreifachten sich dabei. Zur H&auml;lfte der von der AAF verantworteten Zivilopfer kam es in den Provinzen Kunduz und Balkh, dem fr&uuml;heren Kerngebiet des</p>
<p>deutschen AFG-Einsatzes.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zwischenf&auml;lle das Gesundheitswesen betreffend</span></p>
<p>27 direkte und neun indirekte Angriffe, mehrheitlich durch die Taliban. (vgl. UNAMA-<strong>Special Report: Attacks on Healthcare during the Covid-19 Pandemic </strong>vom Juni)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wirkung des bewaffneten Konflikts auf die Opfer und ihre Angeh&ouml;rigen</span></p>
<p>Erstmalig begann UNAMA in diesem Jahr mit der systematischen Beobachtung dieses Aspektes. :Von den befragten Opfern berichteten</p>
<p>- 58% von langandauernden Behinderungen</p>
<p>- 100% von Beeintr&auml;chtigung ihres emotionalen Wohlbefindens</p>
<p>- 92% von finanziellen Verlusten</p>
<p>- 31%, dass sie ihre Wohnung verlassen mussten</p>
<p>- 64%&nbsp; von negativen Auswirkungen auf ihre Teilnahme am sozialen Leben</p>
<p>- 28%, dass sie Informationen erhielten,, was ihnen oder Angeh&ouml;rigen geschehen war</p>
<p>- 17% von offiziellen Untersuchungen erfahren zu haben</p>
<p>- 47%, dass UNAMA die einzige Einrichtung war, die mit ihnen &uuml;ber ihren Zwischenfall sprach</p>
<p>- 14% von Anerkennung durch eine Konfliktpartei</p>
<p>- 14% von einer finanziellen Entsch&auml;digung.</p>
<p>Infografiken zu (a) gezielten T&ouml;tungen von Zivilisten, (b) Kindern im bewaffneten Konflikt, (c) Auswirkungen des bewaffneten Konflikts auf die Opfer, (d) Bem&uuml;hungen der Konfliktparteien um die Opfer , https://unama.unmissions.org/sites/default/files/unama_poc_midyear_2020_infographic_27_july_english.pdf</p>
<p>-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">22.07</span>. Laut TOLOnews wurden in den letzten drei Wochen in elf Provinzen bei 220 Angriffen <strong>250 Sicherheitskr&auml;fte get&ouml;tet</strong> und &uuml;ber 300 verwundet, vor allem in Nord- und SO-Afghanistan.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">21.07</span>.In der West-Provinz Ghor t&ouml;tete am 16.07. die <strong>15-j&auml;hrige Sch&uuml;lerin Qamar Gul</strong> mit einer AK-47 zwei Taliban und verwundet mehrere. Diese hatten zuvor unter ihren Augen ihre Eltern ermordet. Das M&auml;dchen wurde in den social media gefeiert. <a href="https://tolonews.com/afghanistan/teen-girl-kills-2-taliban-ghor-under-police-protection">https://tolonews.com/afghanistan/teen-girl-kills-2-taliban-ghor-under-police-protection</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">20.07.</span> In der Provinz Wardak wurden acht Armeeangeh&ouml;rige durch eine Autobombe get&ouml;tet, neun verwundet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">19.07</span>. Bei einem Angriff auf eine Polizei-Checkpoint in Kunduz City wurden neun Polizisten get&ouml;tet. Am selben Tag sterben in derselben Provinz im Distrikt Ali Abad vier Sicherheitskr&auml;fte bei eine Angriff auf einen Au&szlig;enposten am Highway.&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">16.07. </span>(FAZ) Abdullah Abdullah, Vorsitzender des Hohen Rates f&uuml;r Auss&ouml;hnung, bef&ouml;rderte den 66-j&auml;hrigern Warlord Abdul Raschid Dostum, zum Marschall der Afghanischen Nationalarmee. Zugleich ist er Mitglied im Hohen Staatsrat und im Nationalen Sicherheitsrat.&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">14.07. </span>Am Morgen wurden im Distrikt Surobi/Provinz Kabul <strong>f&uuml;nf Zivilpersonen</strong> in einem Fahrzeug durch eine Stra&szlig;enbombe get&ouml;tet.</p>
<p><strong>Zivilopferbericht der Afghanistan Independent Human Rights Commission</strong> (AIHRC): Im 1. Halbjahr kamen im Kontext des bewaffneten Konflikts 1.213 Zivilpersonen um`s Leben, 1.740 wurden verwundet. W&auml;hrend die Gesamtzahl der Zivilopfer gegen&uuml;ber dem Vorjahrszeitraum um 11% zur&uuml;ckging, stieg die Zahl der get&ouml;teten Zivilisten von 979 auf 1.213. Die Zahl der von Talibanseite Get&ouml;teten ging um 24% auf 542 zur&uuml;ck, die Zahl der Zivilopfer durch Luftwaffeneins&auml;tze um 44%, bei nights raids um 90%.</p>
<p>Im Durschnitt gab es t&auml;glich im ersten Halbjahr 16 Zivilopfer. Die meisten Zivilopfer habe es in der Nordwestregion gegeben, die wenigsten im Westen.</p>
<p><a href="https://tolonews.com/afghanistan/afghan-civilian-casualties-fell-11-still-high">https://tolonews.com/afghanistan/afghan-civilian-casualties-fell-11-still-high</a></p>
<p>Laut offizieller US-Quelle wollen die US-Streitkr&auml;fte <strong>f&uuml;nf Basen in Helmand, Uruzgan, Paktika und Laghman schlie&szlig;en</strong>. Gem&auml;&szlig; US-Taliban-Abkommen vom 29. Februar sollten innerafghanische Gespr&auml;che binnen zehn Tagen beginnen. Da weder der Gefangenenaustausch abgeschlossen ist noch die Gewalt reduziert wurde, haben die Gespr&auml;che auch nach 136 Tagen noch nicht begonnen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">06.07. </span>Beginn eines <strong>internationalen virtuellen</strong> <strong>Treffens von 19 Staaten</strong> (USA, Russland, Chrina, Pakistan, Indien, Saudi-Arabien, Iran, Qatar u.a.) und internationalen Organisationen zur &bdquo;St&auml;rkung des regionalen Konsens f&uuml;r Frieden&ldquo; mit dem afghanischen Au&szlig;enminister als Gastgeber.</p>
<p>In der S&uuml;d-Provinz Zabul wurden insgesamt <strong>zehn Polizisten get&ouml;tet</strong>: Im Distrikt Shunkai durch zwei Explosionen sechs (und zwei verwundet), im Distrikt Shahr-e Sofa bei einem Insider-Angriff vier Polizisten. Ihr Checkpoint wurde von den Taliban genommen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">05./06.07</span>. Bei einer Operation afghanischer Land- und Luftstreitkr&auml;fte in der Provinz Baghlan <strong>15 Aufst&auml;ndische get&ouml;tet</strong>, nachdem Taliban den <strong>Baghlan-Balkh-Highway</strong> (Hauptverbindung von Kabul in den Norden) mit einem Checkpoint im Chashma-e-Shir Gebiet blockiert hatten. Am 06. Juli gingen die Zusammenst&ouml;&szlig;e weiter bis in die Au&szlig;enbezirke der Provinzhauptstadt Pul-e Khumri. Auf dem Highway stauten sich Hunderte Fahrzeuge auf beiden Seiten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">05.07</span>. Die Regierung enth&uuml;llt, dass einer der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die Versp&auml;tung bei den innerafghanischen Verhandlungen der <strong>Dissens &uuml;ber eine Liste von 597 Gefangenen</strong> sei, deren Freilassung die Taliban fordern und die der Teilnahme an schweren Straftaten beschuldigt werden.&nbsp; Laut Regierung wurden bisher 4.015 gefangene Taliban freigelassen.</p>
<p>(Am<span style="text-decoration: underline;"> 21.04</span>. meldete TOLOnews, einer von 15 Spitzengefangenen, deren Freilassung die Taliban fordern, sei ein Lailuddin, der als Mitglied eines Netzwerks identifiziert wurde, das <strong>verantwortlich sei f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Angriffe in Kabul</strong>: so auf die Dt. Botschaft (31.05.2017, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=36&amp;aid=1475">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=36&amp;aid=1475</a> ), die Amerikanische Universit&auml;t, das ehemalige Parlamentsmitglied Mir Wali und auf eine Beerdigung.&nbsp; <a href="https://tolonews.com/afghanistan/taliban-seeks-release-suspect-german-embassy-bombing">https://tolonews.com/afghanistan/taliban-seeks-release-suspect-german-embassy-bombing</a> &nbsp;)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">02.07. </span>UN dr&auml;ngt auf gr&ouml;&szlig;eren Schutz f&uuml;r Zivilpersonen und weniger Gewalt in Erwartung der wohl in diesem Monat beginnenden innerafghanischen Verhandlungen. In j&uuml;ngster Zeit gab es eine Reihe von <strong>gezielten Angriffen auf Angeh&ouml;rige der Zivilgesellschaft</strong>. Im ersten Halbjahr 2020 wurden mehr als 800 Zivilpersonen bei gezielten Angriffen auf Zivilisten get&ouml;tet oder verwundet. 18 gezielte Angriffe richteten sich gegen religi&ouml;se F&uuml;hrer (sechs allein im Juni), 13 gegen Gesundheitspersonal, 11 gegen Justizpersonal (davon drei im Juni), sechs gegen zivilgesellschaftliche Aktivisten, f&uuml;nf gegen NGO`s und drei gegen Journalisten.</p>
<p>Am 22. Juni er&ouml;ffneten in Kabul Bewaffnete auf einem Motorrad das Feuer auf ein Fahrzeug und t&ouml;teten alle f&uuml;nf Insassen, darunter einen Staatsanwalt. Am 27.06. fielen zwei Mitarbeiter der Afghanistan Independent Human Rights Commission einem IED-Anschlag zum Opfer. <a href="https://unama.unmissions.org/un-urges-greater-protection-civilians-and-reduced-violence-run-intra-afghan-talks">https://unama.unmissions.org/un-urges-greater-protection-civilians-and-reduced-violence-run-intra-afghan-talks</a></p>
<p>- ENDLICH: Die lang erwartete <strong>Resolution des UN-Sicherheitsrates</strong> zur Unterst&uuml;tzung des Aufrufs des UN-Generalsekret&auml;rs <strong>zu einem weltweiten und sofortigen Waffenstillstand</strong> anl&auml;sslich der COVID-19-Pandemie, Nr. 2532 (2020)&nbsp; 01.07.2020</p>
<p><a href="https://news.un.org/en/story/2020/07/1067552">https://news.un.org/en/story/2020/07/1067552</a> (Die Resolution wurde von Frankreich und Tunesien entworfen und 111 Tage nach der Erkl&auml;rung der WHO zu COVID-19 als globaler Pandemie. Christoph Heusgen, der deutsche St&auml;ndige Vertreter bei den VN, konnte den einstimmigen Beschluss am ersten Tag des deutschen Vorsitzes im Sicherheitsrat bekanntgeben.)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Juni</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Juni UNAMA</span>: AFGHANISTAN &ndash; Protection of Civilians in Armed Conflict. <strong>Special Report: Attacks on Healthcare during the Covid-19 Pandemic</strong> (zum Zeitraum 11. M&auml;rz bis 23. Mai), June 2020: Registriert wurden 12 gezielte Angriffe auf Gesundheitspersonal, acht davon durch Taliban, die 23 Gesundheitsarbeiter bei sechs Zwischenf&auml;llen entf&uuml;hrten.&nbsp;&nbsp; &nbsp;<a href="https://unama.unmissions.org/sites/default/files/unama_special_report_attacks_on_healthcare_during_the_covid-19_pandemic_20_june_2020.pdf">https://unama.unmissions.org/sites/default/files/unama_special_report_attacks_on_healthcare_during_the_covid-19_pandemic_20_june_2020.pdf</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">28.06. </span>Artikel &bdquo;<strong>Die M&auml;dchenschule, in die auch Taliban-T&ouml;chter gehen</strong>&ldquo;, aus Khost von Emran Feroz und Abdul Rahman Kakanwal auf SPON, https://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-die-maedchenschule-in-die-auch-taliban-toechter-gehen-a-32b115de-dc97-4bb1-aa0e-0597709130d5</p>
<p>Samstagnacht wurden <strong>sechs Sicherheitskr&auml;fte</strong> (f&uuml;nf Soldaten, ein Polizist) bei einem Taliban-Angriff auf einen Sicherheits-Checkpoint in Imam Shahib/Kunduz get&ouml;tet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">27.06.</span> Am heutigen Morgen wurden <strong>zwei MitarbeiterInnen der Afghanistan Independent Human Rights Commission</strong> in ihrem Fahrzeug auf dem Weg zur Arbeit durch eine IED-Explosion get&ouml;tet. Die Opfer sind eine 24-j&auml;hrige Rechtsberaterin der Kommission und ein Fahrer. Zwischen 18. Mai und 19. Juni gab es in Kabul insgesamt 12 IED-Explosionen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">26.06</span>. CNN berichtet, die <strong>Trump-Administration</strong> stehe kurz davor, die Entscheidung einer Truppenreduzierung von 8.600 auf 4.500 bis Herbst zu finalisieren.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">26.06. &nbsp;</span>Nach Angaben von Sicherheitsbeh&ouml;rden habe die Sicherheitskr&auml;fte <strong>in 15 Provinzen mit Aufst&auml;ndischen zu k&auml;mpfen</strong>: in Takhar, Jawzjan, Paktia, Helmand, Khost, Ghor, Kunduz, Badghis, Kandarhar, Samangan, Faryab, Ghazni, Logar, Herat, Badakhshan. In den letzten 24 Stunden seien 15 Sicherheitskr&auml;fte gefallen, 14 verwundet.&nbsp; Bei einem Talibanangrff auf einen Polizei-Checkpoint am Kunduz-Takhar-Highway seien f&uuml;nf Polizisten get&ouml;tet und vier verwundet worden. In der letzten Woche seinen hundert Sicherheitskr&auml;fte um`s Leben gekommen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">26.06</span>. laut TOLOnews soll die <strong>Taliban-Pr&auml;senz</strong> in drei Distrikten der Provinz Maidan Wardak (westlich Kabul) sehr stark und die Gewalt dramatisch angewachsen sein.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">25.06. </span>Deborah Lyons, Special Representative des UN-Generalsekret&auml;r f&uuml;r Afghanistan, erkl&auml;rte vor dem <strong>UN-Sicherheitsrat</strong>: Der Konflikt in Afghanistan sei einer der t&ouml;dlichsten f&uuml;r Zivilisten weltweit und der t&ouml;dlichste f&uuml;r Kinder &uuml;berhaupt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">25.06</span>. Ein 13-j&auml;hriger Junge der von den Taliban f&uuml;r Selbstmordangriffe ausgebildet worden war, wechselte zu den Sicherheitskr&auml;ften &uuml;ber. Er behauptete, sein Zuhause in Charah Darreh/Kunduz&nbsp; sei vor f&uuml;nf Jahren &uuml;berfallen,, seine Eltern seien vor seinen Augen get&ouml;tet und er mit zwei Br&uuml;dern und zwei Schwestern entf&uuml;hrt worden. Er sei f&uuml;nf Jahre in einem Taliban-Camp gewesen und dort milit&auml;risch ausgebildet worden. Sein Water war bei den Special Forces.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">24.06. </span>In den letzten 24 Stunden sollen <strong>20 Sicherheitskr&auml;fte</strong>, darunter sechs Special Forces und drei Polizisten, get&ouml;tet worden sein. Durch eine Stra&szlig;enbombe wurden in Jawzjan sechs Zivilisten get&ouml;tet, darunter vier Kinder. Laut B&uuml;ro des National Security Adviser seien in der letzten Woche 291 afghanische Soldaten&nbsp; in32 Provinzen get&ouml;tet und 550 Soldaten verwundet worden sein.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">22.06</span>. Laut National Security Council h&auml;tten die Taliban in der letzten Woche <strong>422 terroristische Aktivit&auml;ten</strong> in 32 Provinzen durchgef&uuml;hrt und dabei 291 Sicherheitskr&auml;fte get&ouml;tet und 550 verwundet. Diese Woche sei damit die <strong>t&ouml;dlichste Woche in den letzten 19 Jahren</strong> gewesen. Die Taliban bestreiten die behauptete Gewaltzunahme. Solche Berichte w&uuml;rden den Verhandlungsprozess besch&auml;digen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">21.06. </span>Laut einem UN-Bericht, der diese Woche ver&ouml;ffentlicht werden soll, gab es in den 14 Wochen von 07.02. bis 14.05. <strong>5.543 Sicherheitsvorf&auml;lle</strong>, ein Anstieg um 2% gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum. Die Taliban bestreiten das und behaupten, ihre Angriffe seien um 40% zur&uuml;ckgegangen. Luftwaffeneins&auml;tze seien in der Periode um 47% ggb. demVorjahrszeitraum zur&uuml;ckgegangen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">19.06</span>. Laut Befehlshaber des US Central Command haben die USA ihre Truppen in Afghanistan binnen 135 Tagen auf 8.600 reduziert und damit die im Abkommen von Doha vereinbarte 1. Phase 25 Tage vorher erreicht.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">18.06</span>. &bdquo;<strong>Zunehmend neblig</strong>: Die Datenlage zum Afghanistan-Krieg (heute im ARD-Magazin &bdquo;Monitor&ldquo;)&ldquo; von Thomas Ruttig, <a href="https://thruttig.wordpress.com/2020/06/18/zunehmend-neblig-die-datenlage-zum-afghanistan-krieg-heute-im-ard-magazin-monitor/">https://thruttig.wordpress.com/2020/06/18/zunehmend-neblig-die-datenlage-zum-afghanistan-krieg-heute-im-ard-magazin-monitor/</a> , <a href="https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-kein-krieg-in-afghanistan-die-verschleierungstaktik-der-nato-100.html">https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-kein-krieg-in-afghanistan-die-verschleierungstaktik-der-nato-100.html</a> (Reportage aus der Geburtsklinik von &Auml;rzte ohne Grenzen, wo 24 Menschen ermordet worden waren; Bericht zu den Quartalsberichten des Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction/SIGAR an den US-Congress, der auf Gehei&szlig; von Trump immer weniger daten ver&ouml;ffentlichen darf)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">17.06</span>. <strong>Sieben Polizisten</strong> bei einem Taliban-Angriff auf eine Milit&auml;rbasis in Pul-i Khumri/Baghlan get&ouml;tet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">16,06</span>. <strong>12 Sicherheitskr&auml;fte</strong> bei Taliban-Angriffen auf zwei Checkpoints in der n&ouml;rdlichen Provinz Jawzjan get&ouml;tet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">15.06. </span><strong>Medicine Sans Frontiere (MSF. &Auml;rzte ohne Grenzen</strong>) stellt ihre Arbeit im Dasht-e-Barchi-Krankenhaus in West-Kabul ein. Hier betrieb MSF eine Geburtsklinik, in der am 12. Mai 24 Menschen bei einem Terrorangriff ermordet worden waren, darunter 16 M&uuml;tter. Die Klinik war mit mehr als 19.000 Geburten&nbsp; in 2019 eines der gr&ouml;&szlig;ten internationalen MSF-Programme.</p>
<p>Sonntagnacht wurden bei einem <strong>Taliban-Angriff</strong> auf einen Checkpoint in der Provinz Kapisa vier Angeh&ouml;rige der Public Uprising Force und elf Taliban get&ouml;tet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">14.06. </span>(TOLOnews) Pr&auml;sident Ghani und der Sondergesandten des Au&szlig;enministers von Qatar f&uuml;r Counterrorism and Mediation of Conflict Resolution, Dr. Al-Qahtani, sollen laut Aljazeera Arabic einig sein, dass die <strong>innerafghanischen Verhandlungen in Doha</strong> stattfinden. Bei seinem Kabul-Besuch traf Qahtani auch mit der Taliban-Delegation in Kabul zusammen. Der qatarische Diplomat hofft, dass die Gefangenenfreilassung in dieser Woche abgeschlossen werde, so dass die Verhandlungen bald beginnen k&ouml;nnten.</p>
<p>Ein Sprecher des Pr&auml;sidenten-Palast erkl&auml;rte, die afghanische Regierung habe akzeptiert, dass</p>
<p>Die Vorgespr&auml;che zu den Verhandlungen in Qatar stattfinden w&uuml;rden. Bisher gebe es aber noch keine Vereinbarung, dass dort auch die Hauptverhandlungen stattfinden w&uuml;rden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">14.06</span>. Sicherheitsbeh&ouml;rden geben bekannt, dass in der letzten Woche trotz des unangek&uuml;ndigten Waffenstillstandes <strong>bei 222 Taliban-Angriffen 171 Sicherheitskr&auml;fte get&ouml;tet</strong> und 250 verwundet worden seien. Das gef&auml;hrde, so Offizielle, den Friedensprozess, der sich gerade in einer bedeutenden Phase befinde. (Vom 1. M&auml;rz bis 16. April soll es t&auml;glich im Schnitt 55 Angriffe gegeben haben.)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">13.06. </span>Laut National Security Council sollen bei <strong>Taliban-Attacken</strong> in den letzten zwei Wochen (2. und 3. Woche nach Beginn des Eid-Waffenstillstandes) 89 Zivilisten get&ouml;tet worden sein, davon 22 in Kandahar, sieben in Kunduz. Die Taliban bestritten die Meldung.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">12.06</span>. Der <strong>US-Sondergesandte Zalmay Khalitzad</strong> nach Treffen mit afghanischen F&uuml;hrungspersonen: Die innerafghanischen Gespr&auml;che zwischen dem Team der afghanischen Regierung und den Taliban <strong>m&uuml;ssten sofort beginnen</strong>. Die Gefangenenfreilassung habe einen neuen Meilenstein erreicht. (Pr&auml;sident Ghani hatte am 11.06. abends beim Atlantic Council die Freilassung weiterer 2.000 Taliban-Gefangener angek&uuml;ndigt. Bisher hat die Regierung 3.000 Taliban freigelassen. Von den Taliban wurden 500+ Sicherheitskr&auml;fte freigelassen.) Khalitzad: &ldquo;We welcome the Taliban statement specifying they will participate in intra-Afghan negotiations within one week of the prisoner release commitment outlined in our agreement. Although many practical details need to be worked out, these developments are all very positive.&rdquo;</p>
<p><a href="https://tolonews.com/afghanistan/khalilzad-calls-immediate-start-intra-afghan-talks">https://tolonews.com/afghanistan/khalilzad-calls-immediate-start-intra-afghan-talks</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">12.06. </span>Freitagnachmittag <strong>Explosion in der Sher Shah Moschee</strong> in West-Kabul: Vier Menschen get&ouml;tet, unter ihnen Imam Azizullah Mofleth, und mehrere verletzt. Zehn Tage vorher war ein IED in einer anderen Moschee in West-Kabul explodiert und hatte zwei Menschen get&ouml;tet, darunter den Imam.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">11.06</span>. <strong>Gespr&auml;ch zwischen Pr&auml;sident Ghani und dem Sondergesandten des Au&szlig;enministers von Qatar</strong> f&uuml;r Counterrorism and Mediation of Conflict Resolution, Dr. Al-Qahtani, &uuml;ber Themen rund um den Friedensprozess. Hoffnung, dass die innerafghanischen Gespr&auml;che bald beginnen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">06.06</span>. (TN) Trotz des inoffiziellen Waffenstillstandes wurden heute bei etlichen Sicherheits-vorf&auml;llen <strong>15 Sicherheitskr&auml;fte get&ouml;tet</strong> und Dutzende verwundet. Darunter elf Polizisten der Afghan Local Police mit ihrem Kommandeur im Distrikt Khash in Badakhshan und vier Polizisten bei einem Angriff auf ein Dorf im Raum Kabul.</p>
<p>Am 05.06. sollen in der Provinz Farah 16 Taliban bei einem Luftangriff get&ouml;tet worden sein.</p>
<p>05.06. Bei einem <strong>Taliban-Hinterhalt</strong> auf dem Zabul-Kandahar Highway nahe Qalat wurden zehn Sicherheitskr&auml;fte get&ouml;tet, eine andere Sicherheitsquelle nennt 15 get&ouml;tete Polizisten.</p>
<p>Eine Untersuchung von &bdquo;&Auml;rzte ohne Grenzen&ldquo; ergab, dass bei dem <strong>Terrorangriff auf die Geburtsklinik</strong> des Dascht-e Bartschi Hospitals in Kabul am 12. Mai 15 M&uuml;tter, davon f&uuml;nf in den Wehen bzw. kurz vor der Geburt mit ihren f&uuml;nf Babies ermordet wurden. Ebenfalls get&ouml;tet wurden eine Hebamme und zwei Jungen unter 10 Jahren. Laut MSF sprechen alle Indizien daf&uuml;r, dass der Angriff vors&auml;tzlich auf die Entbindungsstation zielte. Insgesamt befanden sich zu dem Zeitpunkt 28 M&uuml;tter auf der Station. <a href="https://tolonews.com/index.php/afghanistan/msf-no-restart-until-maternity-wing-attack-investigated">https://tolonews.com/index.php/afghanistan/msf-no-restart-until-maternity-wing-attack-investigated</a>&nbsp; (In Afghanistan liegt die M&uuml;ttersterblichkeit bei 638 auf 100.000 Lebendgeburten. In Frankreich liegt die M&uuml;ttersterblichkeit bei acht, in Spanien bei vier.) &bdquo;Sie kamen, um die M&uuml;tter zu t&ouml;ten&ldquo;</p>
<p><a href="https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/presse/afghanistan-angriff-geburtenklinik">https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/presse/afghanistan-angriff-geburtenklinik</a></p>
<p>04.06. (TN) Laut Regierungskreisen gab es nach der Eid-Waffenruhe <strong>durchschnittlich 30 Tailiban-initiierte Angriffe pro Tag</strong> auf Sicherheitskr&auml;fte, zuletzt auf einen Checkpoint in der Provinz Nangarhar, wo drei lokale Polizisten starben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">03.06</span>. (TN): In Kandahar starben am Vormittag durch eine Stra&szlig;enbombe neun Zivilisten, f&uuml;nf wurden verletzt.</p>
<p>Zum Abschluss eines Trainings f&uuml;r Selbstmordattent&auml;ter verk&uuml;ndete der stellv. Taliban-F&uuml;hrer Sirajuddin Haqqani, der Friedensprozess bedeute nicht, dass die Taliban den Weg des Jihad verlassen w&uuml;rden. Fotos auf social media der Taliban zeigen eine Gruppe von Selbstmordattent&auml;tern mit Sprengstoffg&uuml;rteln (&bdquo;martyrdom seekers&ldquo;), die an einer Parade vor der Taliban-Milit&auml;rkommission teilnahmen. Dazu auch &bdquo;<strong>Top Taliban Leaders celebrate suicid bombers</strong>&ldquo;, Long War-Journal 03.06. mit Fotos und Video von der Abschluss-Zeremonie , <a href="https://www.longwarjournal.org/archives/2020/06/top-taliban-leaders-celebrate-suicide-bombers.php">https://www.longwarjournal.org/archives/2020/06/top-taliban-leaders-celebrate-suicide-bombers.php</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">02. Juni</span> Die AFG-Regierung meldet einen <strong>signifikanten R&uuml;ckgang der Gewalt</strong> seit dem Waffenstillstand: Vorher habe es rund 100 Angriffe/Tag gegeben, jetzt um sechs/Tag.</p>
<p>Der Vorsitzende des Provinzrates von Helmand: Seit Eid-Ende sei die Situation in der Provinz ziemlich gut, kein Krieg, keine Gewalt.</p>
<p>Laut Regierung seien bisher 2.710 <strong>gefangene Taliban freigelassen</strong> worden (lt. Taliban w&uuml;rden 426 davon nicht zu ihnen geh&ouml;ren), die Taliban melden 420 freigelassene Sicherheitskr&auml;fte (lt. Regierung w&auml;re4n etliche davon nicht Angeh&ouml;rige der Sicherheitskr&auml;fte)</p>
<p>19.30 Uhr <strong>Bombenanschlag in der Wazir Akbar Khan Moschee</strong> (in Kabuler Hochsicherheitszone): der Imam der Moschee und Professor f&uuml;r Islamisches Recht an der Uni Kabul, Dr. Mohammad Ayaz Niazi und eine zweite Person wurden get&ouml;tet, acht verletzt. Die Taliban verurteilten den Anschlag als &bdquo;gro&szlig;es Verbrechen&ldquo;.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Mai</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">30.05</span>.: <strong>IED-Anschlag</strong> auf einen Kleinbus von Khurshid TV Channel in Kabul, ein Journalist und ein Fahrer get&ouml;tet, sechs ZV-Mitarbeiter verwundet. Die Taliban verneinen eine Beteiligung.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">29.05</span>.: Der Kabuler Photograph Naim Nadir gewinnt den <strong>Marai Photo Award</strong> &bdquo;My Afghanistan&ldquo; f&uuml;r seine Fotoserie &bdquo;The Afghan Spirit&ldquo;.&nbsp; Der Preis ist benannt nach Shah Marai, dem Chefphotographen des AFP-B&uuml;ros in Kabul, der am 18. April 2018 bei einem Selbstmordanschlag zusammen mit dem TOLOnews-Reporter Yar Mohammad Takhi ermordet wurde. Die Fotos des 1., 2. und 3. Preistr&auml;gers, zum Marai Photo Award&nbsp; <a href="https://www.maraiphotoaward.com/awards/index.html">https://www.maraiphotoaward.com/awards/index.html</a> ;&nbsp; <a href="https://www.maraiphotoaward.com/">https://www.maraiphotoaward.com/</a></p>
<p><a href="https://tolonews.com/index.php/afghanistan/kabul-photographer-wins-afp%E2%80%99s-shah-marai-award">https://tolonews.com/index.php/afghanistan/kabul-photographer-wins-afp%E2%80%99s-shah-marai-award</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">29.05</span>. Ver&ouml;ffentlichung des <strong>Eleventh report</strong> of the Analytical Support and Sanctions Monitoring Team submitted pursuant to resolution 2501 (2019) concerning the Taliban and other associated individuals and entities constituting a threat to the peace, stability and security of Afghanistan an den UN-Sicherheitsrat vom 30.04.2020, S/2020/415,</p>
<p><a href="http://cdn.cnn.com/cnn/2020/images/06/01/n2011060.pdf">http://cdn.cnn.com/cnn/2020/images/06/01/n2011060.pdf</a></p>
<p>&bdquo;(&hellip;) <strong>The senior leadership of Al-Qaida (QDe.004) remains present in Afghanistan</strong>, as well as hundreds of armed operatives, Al-Qaida in the Indian Subcontinent, and groups of foreign terrorist fighters aligned with the Taliban. A number of significant Al-Qaida figures were killed in Afghanistan during the reporting period. Relations between the Taliban, especially the Haqqani Network (TAe.012), and Al-Qaida remain close, based on friendship, a history of shared struggle, ideological sympathy and intermarriage. The Taliban regularly consulted with Al-Qaida during negotiations with the United States and offered guarantees that it wouldhonour their historical ties. Al-Qaida has reacted positively to the agreement, with statements from its acolytes celebrating it as a victory for the Taliban&rsquo;s cause and thus for global militancy. The challenge will be to secure the counter-terrorism gains to which the Taliban have committed, which will require them to suppress any international threat emanating from Al-Qaida in Afghanistan. (&hellip;)&ldquo;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Dazu Deutsche Welle</span> 02.06. <a href="https://www.dw.com/en/taliban-maintains-close-ties-with-al-qaeda-despite-peace-deal-un/a-53660541">https://www.dw.com/en/taliban-maintains-close-ties-with-al-qaeda-despite-peace-deal-un/a-53660541</a> Auch &bdquo;Thousands of Pakistanis fight in Afghanistan alongside the Taliban&ldquo;, Long War Journal 02.06., <a href="https://www.longwarjournal.org/archives/2020/06/u-n-thousands-of-pakistanis-fight-in-afghanistan-alongside-the-taliban.php">https://www.longwarjournal.org/archives/2020/06/u-n-thousands-of-pakistanis-fight-in-afghanistan-alongside-the-taliban.php</a></p>
<p>(Laut UN-Report wird die Zahl der Taliban-K&auml;mpfer auf 55.000 bis 85.000 gesch&auml;tzt, mit Unterst&uuml;tzern seien es insgesamt um 100.000. 50-60% des afg. Territoriums sei umk&auml;mpft, die Zahl der voll von Taliban kontrollierten Distrikte sei von 25 bis 30 auf 21 zur&uuml;ckgegan-gen. Als Qaida sei mit 400 bis 600 K&auml;mpfern in 12 Provinzen aktiv (u.a. Badakhshan, Kunduz)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">28.05</span>.: TOLOnews meldet f&uuml;r den 27.05. drei Zusammenst&ouml;&szlig;e zwischen Sicherheitskr&auml;ften und den Taliban in den Provinzen Zabul, Farah und Parwan (hier sieben Soldaten gefallen, zwei entf&uuml;hrt).</p>
<p>Seit Eid wurden 900 gefangene Taliban und 80 gefangene Sicherheitskr&auml;fte (in Kunduz und Baghlan) freigelassen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">28.05</span>.: Am Abend des 28.05. bei einem Angriff auf einen Au&szlig;enposten der Afghan Border Force in der Ostprovinz Paktia 14 Sicherheitskr&auml;fte get&ouml;tet. Die Rede ist weiter von einem &bdquo;unannounced ceasefire&ldquo;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">27.05</span>.: Weder Regierung noch Taliban k&uuml;ndigen bisher das Ende oder die Fortsetzung der Waffenruhe an. Eine anonyme Regierungsquelle sagt, eine inoffizielle Waffenruhe werde im Land andauern. Auch eine Taliban-Quelle spricht von einem &bdquo;<strong>unangek&uuml;ndigten&ldquo; Waffenstillsand</strong> &uuml;ber mehrere Tage.</p>
<p>R&uuml;ckblickend wurden f&uuml;r jeden Tag des Eid-Waffenstillstandes je zwei Sicherheitsvorf&auml;lle gemeldet. Laut der Afghanischen Unabh&auml;ngigen Menschenrechtskommission sei w&auml;hrend Eid die Zahl der Zivilopfer im Kontext des bewaffneten Konflikts um 80% zur&uuml;ckgegangen. Vorher seien jeden Tag rund 30 Afghanen get&ouml;tet worden.. ( <a href="https://tolonews.com/afghanistan/nation-calls-continued-ceasefire-violence-down-80-percent">https://tolonews.com/afghanistan/nation-calls-continued-ceasefire-violence-down-80-percent</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">26.05</span>.: Die afghanische Regierung l&auml;sst 900 Taliban-H&auml;ftlinge frei. Die Gesamtzahl der freigelassenen Taliban steigt damit auf 2.000. Die Afghanische Menschenrechtskommission kritisiert, dass unter den Entlassenen auch welche seien, die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen h&auml;tten.</p>
<p>TOLOnews <span style="text-decoration: underline;">(24.05. abends</span> ) zitiert eine glaubw&uuml;rdige Sicherheitsquelle, wonach es in den 20 Stunden seit Verk&uuml;ndung des Waffenstillstandes durch die Taliban nur zwei Sicherheitsvor-f&auml;lle gegeben habe. (In den letzten zwei Monaten wurden durchschnittlich 55 Angriffe von Aufst&auml;ndischen pro Tag registriert.)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Am 24. Mai</span> erkl&auml;ren Mitglieder des <strong>Friedensverhandlungs-Teams</strong>, die interne Gruppendiskussion zum Friedensprozess sei abgeschlossen und das Team sei bereit, die Verhandlungen mit den Taliban zu beginnen. Die 21 Mitglieder, davon vier Frauen, wurden am 27. M&auml;rz von der Regierung ernannt. Die Team-Mitglieder sprechen von einer histori-schen Gelegenheit f&uuml;r Frieden. Die Taliban d&uuml;rften nicht die Chance verpassen. Man habe den ganzen Ramadan &uuml;ber den Inhalt der Agenda und erforderliche Vorbereitungen diskutiert. Die Delegation der&nbsp; Islamic Republic of Afghanistan sei vollst&auml;ndig startbereit f&uuml;r die Gespr&auml;che. Es gebe Erwartungen an die Gegenseite, die dreit&auml;gige Waffenruhe zu erweitern mit vertrauensbildenden Ma&szlig;nahmen und Zeichen des guten Willens. (TOLOnews <span style="text-decoration: underline;">25.05</span>.)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Corona-Lage</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">26.07</span>. <strong>Offizielle Zahlen</strong>: Laut Ministerium f&uuml;r &Ouml;ffentliche Gesundheit&nbsp; <strong>36.157 Infizierte, 1.259 Tote</strong>. In Kabul 14.529 (507), Balkh 1.852 (64), Baghlan 634 (30), Kunduz 540 (16), Badakhshan 367 (7). In&nbsp; 24 Stunden 13.-14.07. 637Tests, 135 positiv.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">28.06. </span>Laut Ministerium f&uuml;r &Ouml;ffentliche Gesundheit<span style="text-decoration: underline;">&nbsp; </span><strong>30.967 Infizierte, 737 Tote</strong>. In Kabul 12.766 (164), Balkh 1.620 (53), Baghlan 568 (22), Kunduz 465 (9), Badakhshan 225 (7).</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">19.06.2020 </span></p>
<p><strong>Covid-19 in Afghanistan (4): A precarious interplay between war and epidemic</strong></p>
<p><a href="https://www.afghanistan-analysts.org/en/pubauthor/s-reza-kazemi/">S Reza Kazemi</a> &bull; <a href="https://www.afghanistan-analysts.org/en/pubauthor/fazl-rahman-muzhary/">Fazl Rahman Muzhary</a></p>
<p><strong>&bdquo;Afghans are now being killed by both the continuing war and Covid-19. The epidemic has ground much of life to a halt &ndash; with the notable exception of the fighting. In this report, AAN researchers Reza Kazemi and Fazal Muzhary (with input from Kate Clark) look at the interplay between war and disease. They provide statistics, where available, on those killed, injured, infected and recovering. They also look at the wider political context, how the government has tried to use the epidemic to push for a humanitarian ceasefire &ndash; rejected by the Taleban &ndash; and the Taleban&rsquo;s push to speed up prisoner release &ndash; reluctantly agreed to by the government. They find that both parties have been protecting their own interests, as they respond to the double crisis of war and epidemic, rather than seeking to protect the people they claim to represent and serve. (&hellip;)&ldquo;</strong></p>
<p><a href="https://www.afghanistan-analysts.org/en/reports/war-and-peace/covid-19-in-afghanistan-4-a-precarious-interplay-between-war-and-epidemic/">https://www.afghanistan-analysts.org/en/reports/war-and-peace/covid-19-in-afghanistan-4-a-precarious-interplay-between-war-and-epidemic/</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">18.06</span>. (TOLOnews):&ldquo;<strong>Residents in Afghanistan&rsquo;s capital Kabul on Thursday said that the COVID-19 deaths and the number of active cases are much higher than the figures given by the Ministry of Health.</strong></p>
<p>They said that people even in remote regions of the country have the symptoms of the virus, but they are not able to consult doctors because of the lack of health resources.</p>
<p>This comes as the pandemic rapidly surges in most provinces of the country.</p>
<p>&ldquo;There are no homes where there are no symptoms of coronavirus. The statistics provided by the Ministry of Health are not correct, because may people are not discussing it,&rdquo; said Mukhtar Yousufi, a resident in Kabul.</p>
<p>&ldquo;You can see the deaths before your eyes, the people are dying, these are all because of the coronavirus and the people are dying,&rdquo; said Sultan Ahmadzai, a resident in Kabul.</p>
<p>&ldquo;There are two or three people in every home, I don&rsquo;t know what statistics the Ministry of Public Health is talking about,&rdquo; said Nazeer Ahmad, a resident in Kabul.</p>
<p>&ldquo;The government should avoid giving fake hope to the people. If the government shows the figures as less, then the people do not take the coronavirus seriously,&rdquo; said a resident in Kabul named Ali.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">18.06</span><strong>. Laut Ministerium f&uuml;r &ouml;ffentliche Gesundheit</strong> &nbsp;27.532 Infizierte (+ 658 in letzten 24 Stunden bei 1.301 Tests),&nbsp; 546 Tote (+42); 61.599 Getestete;&nbsp; von den Infizierten 11.399 in Kabul (126 Tote), Herat 4.304/108, Balkh 1.550/47, (&hellip;), Takhar 700/13, , Baghlan 488/16, (&hellip;) Kunduz 358/7/, (&hellip;) Badakhshan 145/0 (&hellip;)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">15.06</span>. &bdquo;<strong>Totengr&auml;ber in Kabul</strong> <strong>berichten</strong>: Dutzende COVID-19-Tote pro Tag (40-50). Viele w&uuml;rden nachts beerdigt, weil Familien Stigmatisierung bef&uuml;rchten. (<a href="https://tolonews.com/health/gravediggers-kabul-report-dozens-covid-19-deaths-day">https://tolonews.com/health/gravediggers-kabul-report-dozens-covid-19-deaths-day</a> &nbsp;)</p>
<p><strong>Deutschlandfunk 13.06.2020:</strong></p>
<p>&bdquo;<strong>Afghanen in Deutschland fordern internationalen Spendenaufruf</strong> - In Afghanistan steigen die Zahlen der Corona-Infizierten und -Toten seit dem Ende des Ramadan drastisch an. In Deutschland lebende Afghanen helfen ihren Familien, wo es nur geht. Doch angesichts der katastrophalen Zust&auml;nde in dem Land fordern sie einen internationalen Spendenaufruf.&ldquo;</p>
<p>Von Martin Gerner</p>
<p><em>(M. Gerner im Gespr&auml;ch u.a. mit dem Ingenieur Arian Hassib aus Bochum, der h&auml;ufig an der j&auml;hrlichen Afghanistan-Tagung in Villigst teilnimmt und dessen meiste Angeh&ouml;rige in Kabul leben.)</em></p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/corona-in-afghanistan-afghanen-in-deutschland-fordern.1773.de.html?dram:article_id=478562">https://www.deutschlandfunk.de/corona-in-afghanistan-afghanen-in-deutschland-fordern.1773.de.html?dram:article_id=478562</a>&nbsp; ,</p>
<p>Eine ausf&uuml;hrlichere Vision auf der Seite von Martin Gerner:</p>
<p><a href="http://martingerner.de/afghanen-in-deutschland-fordern-internationalen-spendenaufruf/">http://martingerner.de/afghanen-in-deutschland-fordern-internationalen-spendenaufruf/</a></p>
<p><strong>Von afghanischen Freunden</strong> im Umfeld der Villigster Afghanistan-Tagung, die jeweils beste Verbindungen nach Afghanistan haben,&nbsp; h&ouml;re ich von ganz anderen Dimensionen.</p>
<p><strong>Es sind alarmierende Hilferufe!</strong></p>
<p>- Einmal hei&szlig;t es, in der Verwandtschaft von rund 50-60 Personen in Kabul seien fast alle erkrankt, alle mit denselben Symptomen (Fieber, K&ouml;rperschmerzen, Husten, Nie&szlig;en, Durchfall), bettl&auml;gerig, erste Tote; Preise f&uuml;r Medikamente gegeneinzelne Symptome h&auml;tten sich z.T. verzehnfacht (Lebensmittelpreise verdoppelt, viele Importe aus Pakistan gestoppt); viele Krankenhausbesch&auml;ftigte k&auml;men aus Angst/Mangel an Schutzkleidung nicht zur Arbeit; Patienten sterben innerhalb weniger Tage; Testergebnisse brauchen 20 Tage; Angst vor Stigmatisierung, wenn Infektion bekannt wird; Zunahme von Beerdigungen in der Nacht, um Todesf&auml;lle nicht bekannt werden zu lassen. &bdquo;Eine totale Katastrophe droht!&ldquo;</p>
<p>- Aus einer Hilfsorganisation mit Projekten (v.a. Schulen) in Kunduz, Ghazni und Kabul hei&szlig;t es, viele MitarbeiterInnen seien erkrankt. Alle klagen seit Tagen &uuml;ber Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen,&nbsp; &Uuml;belkeit manchmal, totales Schw&auml;chegef&uuml;hl. In Krankenh&auml;usern totale &Uuml;berf&uuml;llung, &Auml;rzte seien kaum anzutreffen. Kaum Behandlungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die 5-Millionenstadt Kabul!</p>
<p>Einige der Projektmitarbeiter&nbsp; haben ihre Familienmitglieder durch Corona verloren.</p>
<p>Die &Auml;rzte h&auml;tten bei vielen Typhus oder Hepatitis festgestellt nach dem Bluttest . Corona-Tests gebe es kaum und wenn, dann seien sie wenig genau. &nbsp;</p>
<p>MitarbeiterInnen&nbsp; bleiben daheim.</p>
<p>Aus Angst vor Ausgrenzung w&uuml;rden einige nicht sagen, dass sie an Corona erkrankt sind. Viele Eltern seien erkrankt, darum w&uuml;rde viele Kinder die Arbeit der Eltern &uuml;bernehmen.</p>
<p>Das Bewusstsein wie gef&auml;hrlich dieses Virus ist, sei in den St&auml;dten mehr pr&auml;sent als auf dem Lande.</p>
<p><strong>TOLOnews 06.06.2020 (</strong>Printausgabe Dari)</p>
<p>Die afghanische Regierung hat alle Bildungseinrichtungen sowohl staatliche als auch private sowie alle Restaurants &ouml;ffentliche Freizeitsparks, Hochzeitss&auml;le, Sporteinrichtungen f&uuml;r 3 Monate geschlossen bis ca bis 7 September 2020.</p>
<p>Gro&szlig;e Menschenmengen sowie &ouml;ffentlicher Verkehr zwischen den St&auml;dte sollen unterbleiben. Weitere Vorschriften: Schutzmasken auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen, zwei Meter Abstand,&nbsp; Menschengruppen von maximal zehn Personen, Desinfizieren von Arbeitspl&auml;tzen.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>TOLOnews TV 08.06.</strong></p>
<p>Ein Beitrag zum Mangel an Sauerstoffmasken und Medikamenten in Kabuler Krankenh&auml;usern. Interviews mit mehreren Personen, die Angeh&ouml;rige durch Corona verloren haben.</p>
<p>Sauerstoffflaschen, die schwer zu bekommen und teuer sind, m&uuml;ssen oft privat gekauft und ins Krankenhaus gebracht werden.</p>
<p>Artikel zu Beatmungsger&auml;ten in der Frankfurter Rundschau vom 16.04.2020: &bdquo;Afghanische Sch&uuml;lerinnen entwickeln Beatmungsger&auml;te &ndash; und bekommen Unterst&uuml;tzung aus Harvard&ldquo;</p>
<p><a href="https://www.fr.de/panorama/corona-afghanistan-schuelerinnen-entwickeln-beatmungsgeraete-unterstuetzung-harvard-13654109.html">https://www.fr.de/panorama/corona-afghanistan-schuelerinnen-entwickeln-beatmungsgeraete-unterstuetzung-harvard-13654109.html</a></p>
<p><strong>Fotoessay &bdquo;Keine Atempause &ndash; Afghanistan und das Virus</strong>&ldquo; von Mohammad Aref Karim zu Herat und Mariam Alimi zu Kabul, im Auftrag er Friedrich-Ebert-Stiftung: <a href="https://internationalepolitik.de/de/keine-atempause-afghanistan-und-das-virus">https://internationalepolitik.de/de/keine-atempause-afghanistan-und-das-virus</a></p>
<p>&nbsp;</p></div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
