    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Begegnung mit Senator John McCain im April 2005 und der Streit um die Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=11-77-81-120&amp;aid=1548</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + <p>Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung</p> + Internationale Politik und Regionen + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11">Sicherheitspolitik und Bundeswehr</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=77">Zivile Konfliktbearbeitung und FriedensfÃ¶rderung</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=81">Bericht</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-77-120-81">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B77%2B120%2B81">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Begegnung mit Senator John McCain im April 2005 und der Streit um die Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 2. September 2018 14:41:36 +02:00 (45814 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>In den USA trauern jetzt sehr viele Menschen um John McCain, den langj&auml;hrigen, herausragenden konservativen Senator. Die nationale Trauer ist partei&uuml;bergreifend und zugleich eine Manifestation gegen die politisch-moralische Verwilderung. Zusammen mit den anderen Obleuten des Verteidigungsausschusses begegnete ich ihm pers&ouml;nlich in Washington um April 2005. Au&szlig;enpolitisch weit entfernte Welten, aber jetzt in Sachen Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China ein partei&uuml;bergreifender Konsens.&nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Begegnung mit Senator John McCain im April 2005</strong></p>
<p align="center"><strong>und der Streit um die Aufhebung des EU-Waffenembargos</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei (09/2018)</p>
<p align="center">(Fotos auf <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a> )</p>
<p>Am 25. August starb der langj&auml;hrige US-Senator John McCain im Alter von fast 82 Jahren.</p>
<p>Gro&szlig;e Nachrufe in Deutschland titelten &bdquo;Der Tapfere&ldquo; (SZ), &bdquo;Der gute Republikaner&ldquo; (SPIEGEL), &bdquo;Tod eines Anst&auml;ndigen: Der letzte Konservative&ldquo; (taz), &bdquo;Der Anti-Trump&ldquo; (SZ). Die Trauerfeiern f&uuml;r ihn waren nationale, partei&uuml;bergreifende Manifestationen gegen die politisch-moralische Verwilderung unter Pr&auml;sident Trump.</p>
<p>Als Bomberpilot wurde er 1967 bei einem Angriff auf ein Wasserkraftwerk bei Hanoi abgeschossen, verwundet und in f&uuml;nfeinhalbj&auml;hriger nordvietnamesischer Gefangenschaft gefoltert. 1983 wurde er ins Repr&auml;sentantenhaus gew&auml;hlt, ab 1987 war er Mitglied des Senats, seit 2015 Vorsitzender des Streitkr&auml;fteausschusses. Er war ein Verfechter der transatlantischen Partnerschaft und der Idee der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo;. Als au&szlig;enpolitischer Falke &nbsp;&bdquo;war er immer bereit, Amerikas milit&auml;rische Macht auszuspielen, um Interessen durchzusetzen. Sein Freund-Feind-Schema kannte kaum Graut&ouml;ne.&ldquo; (SZ 27.08.) Er unterst&uuml;tzte den Irakkrieg und andere Interventionen. Bei alledem war er ein werteorientierter, k&auml;mpferisch-unabh&auml;ngiger Geist mit Anstand und Charakter. Erfolgreich brachte er ein Gesetz zum Folterverbot durch den Senat, er bef&uuml;rwortete eine liberale Einwanderungspolitik und verhinderte mit seiner Stimme die Abschaffung der Gesundheitsreform von Obama. Unter den Republikanern war er der sch&auml;rfste, klarste und bedeutsamste Kritiker von Pr&auml;sident Trump.</p>
<p><strong>Bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz</strong> erlebte ich ihn, der lange die Delegation des US-Kongresses leitete, &nbsp;bis 2009 immer wieder als harten Debattenredner.</p>
<p>Als wir Obleute des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages.im April 2005 Washington besuchten, ergab sich nicht nur eine Begegnung, sondern auch eine &bdquo;Ad-hoc-Koalition&ldquo; mit dem Mann, den unsereiner bisher prim&auml;r als politischen Krieger wahrgenommen hatte.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Begegnung in Washington, B&uuml;ro des Senator McCain SR-241</span></strong> (Auszug aus meinen Pers&ouml;nlichen Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik Nr. 8, April 2005):</p>
<p>&bdquo;In Washington Gespr&auml;che mit Leitenden der Drug Enforcement Administration (DEA)/International Operations zur Drogenbek&auml;mpfung in Afghanistan (&hellip;), mit dem besonders einflussreichen <strong>Senator (Rep)</strong> <strong>McCain</strong> und Mitgliedern des Streitkr&auml;fteausschusses, mit Spitzenbeamten von Pentagon, State Departement und Nationalem Sicherheitsrat. Hauptthemen sind (a) EU-Waffenembargo (McCain bittet deshalb kurzfristig zum Gespr&auml;ch, er bedankt sich ausdr&uuml;cklich f&uuml;r unsere Bundestagsinitiative, die &ndash; das betone ich &ndash; unabh&auml;ngig von der US-Positionierung zustande kam, &Uuml;bergabe unseres Bundestagsbeschlusses gegen die Embargo-Aufhebung), (b) US-Stationierung in Deutschland, (c) Afghanistan (&hellip;), (d) MEADS.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">R&uuml;ckblick auf den Streit um das EU-Waffenembargo gegen China</span></strong></p>
<p><strong>15.12.2004 Bundestagsrede bei der Aktuellen Stunde zum</strong> <strong>EU-Waffenembargo</strong> gegen China: Angesichts der j&uuml;ngsten Kanzler&auml;u&szlig;erungen zum EU-Embargo bohrt die Opposition gen&uuml;sslich in den Widerspr&uuml;chen der Koalition. Ich bekr&auml;ftige unseren Bundestagsbeschluss gegen die Aufhebung des Waffenembargos und bekomme Beifall aus allen Fraktionen. Im Spannungsfeld zwischen berechtigter Kritik an der Kanzlerposition, den Widerspr&uuml;chen der Koalition einerseits sowie der Koalitionsloyalit&auml;t andererseits bringt uns diese Debatte an die Grenze unserer politisch-moralischen Belastbarkeit. (<em>Pers&ouml;nliche Kurzmeldungen Nr. 6 Dez. 2004)</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">28.10.2004 Bundestagsbeschluss gegen die Aufhebung des</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> <strong>EU-Waffenembargos</strong></span> gegen China: Nach monatelangen schwierigen Verhandlungen mit der SPD (Kanzleramt) verabschieden wir heute endlich einen Koalitionsantrag, der hohe H&uuml;rden f&uuml;r eine eventuelle Aufhebung des Embargos formuliert und sich damit gegen eine Aufhebung zum jetzigen Zeitpunkt richtet. Nach der R&uuml;ckholung von &ldquo;Hanau&rdquo; haben wir nun den zweiten &ldquo;China-Kracher&rdquo; &ndash; vorl&auml;ufig &ndash; entsch&auml;rft. F&uuml;r uns ist das ein gro&szlig;er, aber stiller Erfolg. <em>(Pers&ouml;nliche Kurzmeldungen Nr. 5, Sep-Okt 2004)</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Hier meine damalige Aktuelle Information &uuml;ber unseren Erfolg gegen die Absicht &bdquo;unseres&ldquo; Bundeskanzler Schr&ouml;der, das EU-Waffenembargo gegen China aufzuheben</span></strong><strong>. </strong></p>
<p>Um den Koalitionskrach darum zu begrenzen und Gesichtswahrung zu erm&ouml;glichen, damals nur als interne Information zu einem stillen Erfolg.</p>
<p align="center"><strong>Bundestagsbeschluss gegen die Aufhebung des </strong></p>
<p align="center"><strong>EU-Waffenembargo: Zweiter China-Kracher entsch&auml;rft</strong></p>
<p align="center">Winni Nachtwei, MdB (29.10.2004)</p>
<p align="center">(Obmann im Unterausschuss Abr&uuml;stung, R&uuml;stungskontrolle + Nichtverbreitung,</p>
<p align="center">stellvertretender Fraktionsvorsitzender)</p>
<p>Anfang Dezember 2003 machte der Kanzler w&auml;hrend seiner China-Reise Aussagen, die schnell &bdquo;China-Kracher&ldquo; hie&szlig;en: V&ouml;llig unerwartet bef&uuml;rwortete er die Aufhebung des Waffenembargos und die Ausfuhr der Hanauer Brennelementefabrik.</p>
<p>Fast elf Monate sp&auml;ter haben sich die Koalitionsfraktionen mit dem Bundestagsbeschluss vom 28. Oktober eindeutig gegen die Aufhebung des Embargos gewandt und f&uuml;r den Pr&uuml;fprozess in der EU hohe politische H&uuml;rden formuliert. Zusammen mit dem in &auml;hnliche Richtung gehenden FDP-Antrag sprach sich somit der gesamte Bundestag in diesem Sinne aus. Kommentatoren &auml;u&szlig;erten Respekt vor der Positionierung der Koalitionsfraktionen und sprachen von einem &bdquo;guten Tag des deutschen Parlaments&ldquo;. Wir Gr&uuml;ne als Betreiber des Koalitionsantrags erreichten einen Erfolg, den die aller meisten Beobachter Anfang des Jahres - und vor allem nach dem Hanau-Erfolg - nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tten.</p>
<p>Die EU verh&auml;ngte das Embargo 1989 in Reaktion auf das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens. In den 15 Jahren seitdem hat sich China gewaltig ver&auml;ndert. Eine Aufhebung des Embargos w&auml;re nichts desto weniger ein &auml;u&szlig;erst problematisches Zeichen angesichts der katastrophalen Menschenrechtssituation, der Unterdr&uuml;ckung ethnischer Minderheiten, der Spannungen mit Taiwan. W&auml;hrend vor allem Frankreich seit Jahren auf die Aufhebung des Waffenembargos dr&auml;ngt, sehen die USA dies als Verletzung ihrer strategischen Interessen.</p>
<p><strong>Der Beschluss</strong>:</p>
<p>Der Bundestag schlie&szlig;t sich dem Beschluss des Europ&auml;ischen Parlaments an, das sich schon im Dezember 2003 gegen die Aufhebung ausgesprochen hatte.</p>
<p>Angesichts des laufenden &Uuml;berpr&uuml;fungsverfahrens in der EU fordert der Bundestag die Bundesregierung auf, sich an der &Uuml;berpr&uuml;fung des Embargos vor dem Hintergrund der Menschenrechte und der friedlichen Streitbeilegung zu beteiligen. Bis zum Vorliegen anderer verbindlicher Regelungen &ndash; etwa in Form eines weiterentwickelten, verbindlichen EU-Verhaltenskodex zu Waffenexporten &ndash; soll an dem Embargo festgehalten werden.</p>
<p>Eine Aufhebung kann in Betracht gezogen werden, wenn es Fortschritte</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bei der raschen Ratifizierung und Umsetzung des VN-Paktes &uuml;ber politische und b&uuml;rgerliche Rechte</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bei der weiteren Umsetzung der j&uuml;ngsten Verfassungs&auml;nderungen im Bereich der Menschenrechte und des Privateigentums</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; bei der St&auml;rkung substantieller Autonomierechte f&uuml;r ethnische Minderheiten gibt.</p>
<p>Zugleich sind die friedliche Streitbeilegung mit Taiwan und die Nichtverbreitung von Material und Technologien im Zusammenhang mit Massenvernichtungswaffen und Tr&auml;gerraketen entscheidungsrelevante Aspekte.</p>
<p>Wenn es im Rahmen der Embargo-&Uuml;berpr&uuml;fung zu dem angestrebten weiterentwickelten, verbindlichen EU-Verhaltenskodex zu Waffenexporten k&auml;me, w&auml;re das ein weit &uuml;ber den Einzelfall China hinausgehender Erfolg f&uuml;r eine restriktive europ&auml;ische R&uuml;stungsexportpolitik.</p>
<p><strong>Der Weg zu diesem Beschluss</strong> war &auml;u&szlig;erst m&uuml;hsam und langwierig.</p>
<p>Von Anfang positionierte sich die gr&uuml;ne Bundestagsfraktion in dieser Frage eindeutig, am 8. und 9. Dezember mit Beschl&uuml;ssen von Fraktionsvorstand und Fraktion.</p>
<p>Zun&auml;chst stand der Streit um Hanau im Vordergrund, der in gutem Zusammenwirken unserer Fraktion mit Hanau-kritischen SPD-Kollegen und der IPPNW-Kampagne &bdquo;Hanau selber kaufen&ldquo; zu einem guten Ende gebracht werden konnte.</p>
<p>Inzwischen hatte die FDP einen Antrag gegen die Aufhebung des Waffenembargos in den Bundestag eingebracht. In unserem Arbeitskreis &bdquo;Internationale Politik und Menschenrechte&ldquo; waren wir uns einig: der FDP-Antrag war f&uuml;r uns nicht ablehnungsf&auml;hig &ndash; au&szlig;er, wir h&auml;tten eine bessere Alternative.</p>
<p>Im M&auml;rz/April traf unsere Forderung nach einem eigenen Koalitionsantrag bei der SPD noch auf Ablehnung.</p>
<p>Anfang Mai wiederholte der Kanzler anl&auml;sslich des Besuches des chinesischen Ministerpr&auml;sidenten in Berlin die Forderung nach Aufhebung des Embargos. Der Unterausschuss Abr&uuml;stung debattierte das Thema. Vor allem die Abgeordneten Polenz und Nachtwei widersprachen sehr deutlich der vorgetragenen &bdquo;Regierungsposition&ldquo;.</p>
<p>Als der FDP-Antrag im Menschenrechts- und Ausw&auml;rtigem Ausschuss mit den Enthaltungen und Ja-Stimmen aus der Koalition angenommen wurde, musste sich die SPD doch auf einen Koalitionsantrag einlassen. Ausgehend von unserem Entwurf ging das Aushandeln mit SPD und Kanzleramt &uuml;ber Monate. Dabei war schon bemerkenswert, welche Formulierungen f&uuml;r das Kanzleramt &bdquo;nicht hinnehmbar&ldquo; waren.</p>
<p>Obwohl wir um den intensiven Widerstand der US-Regierung gegen die Aufhebung des Embargos und ihr massives Einwirken auf verschiedene EU-Staaten wussten, nutzten wir diese Schiene nicht aus.</p>
<p>Noch vor einer Woche war ich zusammen mit Ludger Volmer und Hans-Josef Fell Gastgeber einer Delegation des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China: Nach einem intensiven Austausch zu Erneuerbaren Energien und Atomenergie sprachen wir auch sehr direkt &uuml;ber das Waffenembargo. Das schuf Klarheit f&uuml;r beide Seiten &ndash; und minderte die gute Gespr&auml;chsatmosph&auml;re keineswegs.</p>
<p><strong>Der parlamentarische Erfolg</strong> wurde entgegen der meisten Erwarten m&ouml;glich, weil wir mit klarer Position geschlossen und&nbsp; beharrlich agierten, aber zugleich den Konflikt hinter den Kulissen und kontrolliert hielten. Hilfreich dabei war der FDP-Antrag, der als Druckmittel funktionierte. Bei Hanau gab es einige &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit und sehr hilfreiche Unterst&uuml;tzung. In Sachen Waffenembargo war die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit viel geringer. Trotzdem haben wir es geschafft.</p>
<p>Mit dem Bundestagsbeschluss sind von deutscher Seite die H&uuml;rden gegen eine unverantwortliche Aufhebung des Embargos erh&ouml;ht. Das &auml;ndert nichts daran, dass der Kanzler laut Aussage des Regierungssprechers weiter an seiner bisherigen Meinung festh&auml;lt. Das wird aber das Verhalten der Bundesregierung auf EU-Ebene beeinflussen und die Position derjenigen st&auml;rken, die das Embargo aus sicherheits- und friedenspolitischer Perspektive betrachten.</p>
<p><strong>Freude</strong> &uuml;ber diesen Etappen-Erfolg d&uuml;rfen wir leider nur still empfinden, jeder Triumph w&auml;re kontraproduktiv. Das sollte aber nicht davon abhalten, diesen Erfolg wenigstens geb&uuml;hrend zur Kenntnis zu nehmen und nicht den &uuml;blichen Mechanismus zu pflegen, nur bad news als good news wahrzunehmen.</p>
<p>&Auml;rgerlich ist, dass solche koalition&auml;re Krisenbew&auml;ltigung enorm viel Arbeitszeit absorbiert, die dringender f&uuml;r konstruktive Politik ben&ouml;tigt w&uuml;rde.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Bundestag:</span></strong></p>
<p>Antrag von SPD und B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen (15/4035) vom 27.10.2004, <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/15/040/1504035.pdf">http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/15/040/1504035.pdf</a></p>
<p>Protokoll der Bundestagsdebatte vom 28.10.2004 <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/15/15135.pdf#P.12393">http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/15/15135.pdf#P.12393</a></p>
<p>Protokoll der Aktuellen Stunde am 15.12.2004 unter <a href="http://dipbt.bundestag.de/doc/btp/15/15147.pdf">http://dipbt.bundestag.de/doc/btp/15/15147.pdf</a> , S. 13760 ff.</p></div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
