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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Rede Nachtweis zur Situation im Irak</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan + Bericht von Winfried Nachtwei + Stellungnahme</span>

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    <tr>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-36-81-83">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B36%2B81%2B83">All of these categories</a>
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</div>

        <h1>
            Rede Nachtweis zur Situation im Irak         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 26. Juni 2008 12:35:07 +02:00 (103219 Aufrufe)            </div>
            <div>    Im Deutschen Bundestag hielt <strong>Winfried Nachtwei</strong> folgende Rede zur Situation im Irak:
</div>
            <div>    <strong>
<p align="justify">
VizeprÃ¤sidentin Petra Pau: 
</p>
</strong>
<p align="justify">
Den Beitrag des Kollegen Niels Annen fÃ¼r die SPD-Fraktion nehmen wir zu Protokoll.
</p>
<p align="justify">
Das Wort hat der Kollege Winfried Nachtwei fÃ¼r die Fraktion BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen.
</p>
<strong>
<p align="justify">
Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): 
</p>
</strong>
<p align="justify">
Frau PrÃ¤sidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich begrÃ¼ÃŸe ausdrÃ¼cklich, dass Kollegin Elke Hoff fÃ¼r die FDP dieses Thema auf die Tagesordnung gebracht hat. In der Tat, die Entwicklung im Irak ist von eminenter Bedeutung fÃ¼r die europÃ¤ische Sicherheit. Wir mÃ¼ssen uns viel stÃ¤rker mit der Frage auseinandersetzen, was wir zur Stabilisierung dieses Ã¤uÃŸerst schwierigen Konfliktherdes beitragen kÃ¶nnen. Genau aus diesem Grunde waren Claudia Roth und ich vor ungefÃ¤hr einem Jahr im Nordirak. Wir sind auf die Spuren des Terrors des Saddam-Hussein-Regimes gestoÃŸen. Wir sind aber auch auf eine Insel relativer StabilitÃ¤t in einem Umfeld wahnsinniger Gewalt gestoÃŸen; hierzulande werden der Nordirak und die kurdischen Teile ja oft mit dem gesamten Irak zusammengeworfen.
</p>
<p align="justify">
Im vorliegenden Antrag steht folgende Bemerkung: 
</p>
<p align="justify">
Die Zeit der kritischen Betrachtung der militÃ¤rischen Intervention sollte heute auch angesichts des unendlichen Leids innerhalb der irakischen ZivilbevÃ¶lkerung der Vergangenheit angehÃ¶ren. 
</p>
<p align="justify">
Es ist ja einerseits richtig, dass man nicht einfach nur in die Vergangenheit schaut und darÃ¼ber Gegenwart und Zukunft vergisst. Aber andererseits hoffe ich, dass ihr es so nicht meint. Einen Schlussstrich kann es nicht geben, weil die Lehren aus diesem Beispiel einer ideologischen, verantwortungslosen und verheerenden Interventionspolitik in der Tat noch lÃ¤ngst nicht zureichend gezogen sind. Deshalb Blick nach vorn, aber ohne Schlussstrich! 
</p>
<p align="center">
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)
</p>
<p align="justify">
UnumgÃ¤nglich ist auch - dazu kann ich natÃ¼rlich in vier Minuten fast gar nichts sagen; ich deute es nur an - eine kritische Auseinandersetzung mit der jetzigen US-Politik. Zu Recht wird im Antrag betont, wie vordringlich die innerirakische VersÃ¶hnung ist. Dass die USA gerade langfristige Stationierungsabkommen mit der irakischen Regierung ausgehandelt haben und weitreichende VertrÃ¤ge mit Ã–lfirmen abgeschlossen werden, wobei es innerirakisch noch gar keinen Konsens dazu gibt, steht im Gegensatz zu der notwendigen innerirakischen VersÃ¶hnung.
</p>
<p align="justify">
Nun zu den konstruktiven AnsÃ¤tzen. Zum einen kommt es darauf an, die Vereinten Nationen, die nach dem fÃ¼rchterlichen Anschlag vom August 2003 praktisch hinausgeflogen sind, wieder stÃ¤rker darin zu unterstÃ¼tzen, eine grÃ¶ÃŸere Rolle zu spielen. Die EuropÃ¤ische Union kann eine Rolle spielen, und sie wird das wohl auch tun mÃ¼ssen, spÃ¤testens nach der Wahl in den USA. 
</p>
<p align="justify">
Was zum anderen die militÃ¤rische und die polizeiliche Ausbildungshilfe angeht: Es ist zwar richtig, was da gemacht wird. Aber ich glaube, viel mehr ist aufgrund der KapazitÃ¤ten nicht mÃ¶glich. Dies ist allerdings wieder ein Hinweis darauf, dass unsere KapazitÃ¤ten fÃ¼r die strategisch wichtige Aufgabe, zur Stabilisierung im Inland beizutragen, noch viel zu schwach sind. 
</p>
<p align="center">
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)
</p>
<p align="justify">
Eine zentrale Rolle spielt einerseits natÃ¼rlich insbesondere die FlÃ¼chtlingshilfe. In der Tat, bereits am 5. Juni haben wir hier eine Debatte Ã¼ber einen diesbezÃ¼glichen Antrag der GrÃ¼nen gefÃ¼hrt. Da sind unsere Positionen im Grunde deckungsgleich. Leider ist dieser Antrag abgelehnt worden. Andererseits sind jetzt auch BeitrÃ¤ge zur Stabilisierung mÃ¶glich. Gerade die bessere Sicherheitslage im Norden bietet mehr SpielrÃ¤ume, den wirtschaftlichen Aufbau und die Zivilgesellschaft zu fÃ¶rdern. Die genannten MaÃŸnahmen wie Journalistenausbildung, Studierendenaustausch und Parlamentarieraustausch sind ausgesprochen sinnvoll. Wir haben mit Parlamentariern gesprochen und wissen, dass es ausgezeichnete GesprÃ¤chs- und AustauschmÃ¶glichkeiten gibt. Im vorigen Jahr war das deutsche Engagement im Norden des Irak noch ausgesprochen gering. Mittlerweile hat die Bundesregierung immerhin ein VerbindungsbÃ¼ro in Erbil aufgebaut. Dazu, wie sich das Irak-Engagement der Bundesrepublik in Zukunft gestalten soll, haben wir von der Bundesregierung aber noch nichts gehÃ¶rt. Deshalb ist es richtig, ein Konzept einzufordern.
</p>
<p align="justify">
Es ist notwendig und absehbar: In Zukunft wird sich der Deutsche Bundestag verstÃ¤rkt um die Stabilisierung des Irak, um Aufbauhilfen kÃ¼mmern mÃ¼ssen. Und das wird er auch tun. 
</p>
<p align="justify">
Danke schÃ¶n.
</p>
<p align="center">
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)
</p>
</div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
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