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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: 60 Jahre Blauhelme: Friedenserfolge wÃ¼rdigen, EinsÃ¤tze besser ausstatten</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan + Bericht von Winfried Nachtwei + Stellungnahme</span>

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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-36-81-83">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B36%2B81%2B83">All of these categories</a>
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        <h1>
            60 Jahre Blauhelme: Friedenserfolge wÃ¼rdigen, EinsÃ¤tze besser ausstatten         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 28. Mai 2008 14:29:38 +02:00 (154049 Aufrufe)            </div>
            <div>    AnlÃ¤sslich des 60. Jahrestages der FriedenssicherungseinsÃ¤tze der Vereinten Nationen am 29. Mai erklÃ¤ren <strong>JÃ¼rgen Trittin,</strong> stellvertretender Fraktionsvorsitzender, <strong>Winfried Nachtwei,</strong> sicherheitspolitischer Sprecher, und <strong>Kerstin MÃ¼ller,</strong> auÃŸenpolitische Sprecherin:
</div>
            <div>    <p>
Zum 60. Jahrestag der UN-Friedenssicherung gehen unsere GlÃ¼ckwÃ¼nsche und unsere Anerkennung an die Vereinten Nationen. Die Friedenssicherung durch die Vereinten Nationen ist beispielhaft fÃ¼r die multilaterale LÃ¶sung von Konflikten und die GewÃ¤hrleistung von Sicherheit in einer stark verÃ¤nderten und globalisierten Welt. Ihre Erfolge werden von der Ã–ffentlichkeit in vielen LÃ¤ndern oft nicht ausreichend gewÃ¼rdigt. Auch die personelle und finanzielle UnterstÃ¼tzung durch die reichen LÃ¤nder ist nicht zufriedenstellend.
</p>
<p>
Die Zahl internationaler FriedenssicherungseinsÃ¤tze der Vereinten Nationen ist in den vergangen Jahren rasant gestiegen. Die PersonalstÃ¤rke ist um das Siebenfache angestiegen. Derzeit leisten fast 110.000 UNO-FriedenssicherungskrÃ¤fte aus 160 LÃ¤ndern in 20 Missionen ihren Dienst. Unter ihnen sind nicht nur Soldatinnen und Soldaten sowie MilitÃ¤rbeobachter, sondern auch Polizei und zivile Experten. Damit die UN ihren gewachsenen Aufgaben gerecht werden kann, braucht sie mehr finanzielle Mittel und vor allen Dingen mehr und gut ausgebildetes Personal. In vielen Konfliktregionen sind UN-Friedenstruppen das entscheidende Sicherheitsnetz um einen RÃ¼ckfall in offenen Krieg zu verhÃ¼ten.<br />
<br />
UN-Friedenssicherung ist heute aufgeteilt zwischen denjenigen, die zahlen und denjenigen die Truppen stellen und damit das Risiko tragen. WÃ¤hrend DrittweltlÃ¤nder das Personal fÃ¼r die EinsÃ¤tze stellen, zahlen die westlichen LÃ¤nder lieber. So haben die Vereinigten Staaten gerade einmal 310 Soldaten unter UN-Kommando. Auch die EuropÃ¤er schicken ihre Soldaten lieber im Rahmen der NATO als mit der UN in den Einsatz. In Afghanistan oder im Kosovo ist die Bundeswehr zwar mit UN-Mandat, aber unter NATO- oder EU-FÃ¼hrung. Haupteinsatzgebiet fÃ¼r UN-Friedensmissionen ist Afrika. Da hÃ¤lt sich die Bundesregierung fast vollstÃ¤ndig zurÃ¼ck. 35 Prozent der Truppen fÃ¼r die UN-EinsÃ¤tze stellen Pakistan, Bangladesh und Indien. 2.400 UN-FriedenssicherungskrÃ¤fte sind in den vergangenen 60 Jahren ums Leben gekommen. Ein Zehntel aus diesen drei LÃ¤ndern. Im vergangenen Jahr sind allein 100 FriedenssicherungskrÃ¤fte zu Tode gekommen. Sie werden am Donnerstag posthum mit der Dag-HammarskjÃ¶ld-Medaille geehrt. FÃ¼r ein glaubwÃ¼rdiges Engagement fÃ¼r den Frieden reicht es nicht, EinsÃ¤tze zu zahlen ohne sich personell daran zu beteiligen. Die Bundesregierung darf sich nicht aus den UN-gefÃ¼hrten BemÃ¼hungen zur Stabilisierung und KonfliktlÃ¶sung davon schleichen.<br />
<br />
Ein Beispiel fÃ¼r mangelndes Engagement bei der Friedenssicherung ist die Situation im Kongo. Die Bundesregierung feiert den Bundeswehreinsatz zur Absicherung der Wahlen im Kongo vor zwei Jahren als Erfolg, hat aber anschlieÃŸend die Chancen des Wahlprozesses nicht durch ein weiteres Engagement genutzt. Das Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung in der Demokratischen Republik Kongo ist hierzulande aber wieder auf das Vorwahlniveau geschrumpft. Vor allem im Osten des Kongos sind die humanitÃ¤re Lage und der sexuelle Terrorismus heute wieder katastrophal. Der Kongo gehÃ¶rt wieder ganz oben auf die politische Agenda. Deutschland muss sich personell an Monuc beteiligen und mehr Entwicklungshilfe leisten.
</p>
<p>
 Internationale Friedenssicherung und Rechtsdurchsetzung brauchen starke und einige Vereinte Nationen - und vorbildliche BeitrÃ¤ge Deutschlands und Europas dazu. Das muss die Bundesregierung leisten.
</p>
</div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
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