    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Rede von Nachtwei zum WehrrechtsÃ¤nderungsgesetz</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;ptid=1&amp;catid=11-36-81-83-120&amp;aid=686</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap&amp;ptid=1">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan + Bericht von Winfried Nachtwei + Stellungnahme</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11">Sicherheitspolitik und Bundeswehr</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=135">Asien</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=36">Afghanistan</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=81">Bericht</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=83">Stellungnahme</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-36-81-83">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B36%2B81%2B83">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Rede von Nachtwei zum WehrrechtsÃ¤nderungsgesetz         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 10. April 2008 10:46:25 +02:00 (80744 Aufrufe)            </div>
            <div>    Folgende Rede von <strong>Winfried Nachtwei</strong> zum WehrrechtsÃ¤nderungsgesetz wurde zu Protokoll gegeben:
</div>
            <div>    <strong>Winfried Nachtwei</strong> <em>(BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</em> Das von der Bundesregierung vorgelegte WehrrechtsÂ­Ã¤nderungsgesetz soll wehrrechtliche Vorschriften, die Wehrpflichtigen oder Dritten EinschrÃ¤nkungen oder ErÂ­schwernisse aufbÃ¼rden, kritisch hinterfragen und an die geÃ¤nderten sicherheitspolitischen Anforderungen oder Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt anpassen. Dieser Anspruch ist anerkennenswert. 
<p>
Einzelne Regelungen im Gesetzesentwurf, wie die StÃ¤rkung des Rechtsschutzes fÃ¼r Bundeswehrsoldaten oder die Verbesserung der BerufsfÃ¶rderung fÃ¼r UnterÂ­offiziere des MilitÃ¤rmusikdienstes, sind richtig. Dass die im ursprÃ¼nglichen Gesetzesentwurf von der BundesÂ­regierung geplanten massiven Verschlechterungen fÃ¼r Wehrpflichtige, die sich im Studium oder in der AusbilÂ­dung befinden, auf Druck aus VerbÃ¤nden, den Kirchen und der Wirtschaft, aber auch von uns GrÃ¼nen nun mit dem Ã„nderungsantrag der Koalitionsfraktionen teilweise zurÃ¼ckgeholt werden sollen, ist dringend notwendig. AnÂ­ders als ursprÃ¼nglich von der Bundesregierung geplant, sollen nun doch Wehrpflichtige in Meister-, Fachwirt- und Technikerausbildungen mit Auszubildenden gleichÂ­gestellt und vor Einberufung geschÃ¼tzt werden. Auch der geplanten Einberufung von Wehrpflichtigen wÃ¤hÂ­rend ihres Masterstudiums wurde ein Riegel vorgeschoÂ­ben. Bachelor- und MasterstudiengÃ¤nge sollen nun doch als Einheit betrachtet werden. 
</p>
<p>
Diese Ã„nderungen sind aber lÃ¤ngst nicht ausreichend. Vor allem fÃ¼r Absolventen dualer StudiengÃ¤nge, einer Kombination von Studium und betrieblicher AusbilÂ­dung, soll es bei nicht hinzunehmenden Nachteilen bleiÂ­ben. Wehrpflichtige in dualen StudiengÃ¤ngen sollen nur dann vor Einberufung geschÃ¼tzt werden, wenn sie ihr Studium spÃ¤testens drei Monate nach Beginn der beÂ­trieblichen Ausbildung aufgenommen haben. Diese ReÂ­gelung steht in vÃ¶lligem Gegensatz zu den AnforderunÂ­gen eines dualen Studiums. Es bleibt ausgeklammert, dass ein duales Studium auch eine betriebliche AusbilÂ­dung einschlieÃŸt. Zudem werden vor allem diejenigen dualen StudiengÃ¤nge benachteiligt, die mit einem lÃ¤ngeÂ­ren Praxisanteil beginnen. Nicht zu vergessen, dass dadurch Betriebe, die diese anspruchsvollen AusbilÂ­dungsmÃ¶glichkeiten anbieten, massiv bestraft und abgeÂ­schreckt werden. Angesichts des massiven FachkrÃ¤fteÂ­mangels und den wohlfeilen Reden der Bundesregierung Ã¼ber bessere Ausbildungs- und BildungsmÃ¶glichkeiten in Deutschland ist das geradezu ein Offenbarungseid. Sehr nachvollziehbar kritisieren daher Unternehmen und VerbÃ¤nde den Gesetzesentwurf der Bundesregierung und erwarten eine vÃ¶llige Gleichstellung von Absolventen dualer StudiengÃ¤nge mit Auszubildenden. Sie befÃ¼rchten zu Recht, dass sie sonst ihre Auszubildenden mit der Einberufung zum Wehrdienst mitten in der Ausbildung bzw. gleich zu Beginn der Ausbildung verlieren kÃ¶nnten. 
</p>
<p>
Wir GrÃ¼nen werden deshalb auch dem geÃ¤nderten Gesetzesentwurf der Bundesregierung nicht zustimmen. In unserem Antrag â€žWehrpflichtige in Studium und AusÂ­bildung vollstÃ¤ndig vor Einberufung schÃ¼tzen&quot; fordern wir die Bundesregierung auf, kÃ¼nftig alle Studenten und Auszubildenden uneingeschrÃ¤nkt vor der Einberufung zum Wehr- oder Zivildienst zu schÃ¼tzen. Wir wollen, dass der Schutz vor Einberufung von dem Tag an gilt, an dem ein Wehrpflichtiger sein zulassungsfreies Studium aufgenommen oder ihm ein zulassungsbeschrÃ¤nkter StuÂ­diumsplatz oder ein Ausbildungsplatz verbindlich zugeÂ­sichert wurde. Ausbildungs- und Bildungsinteressen dÃ¼rfen nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben, sondern mÃ¼ssen tatsÃ¤chlich auch Vorrang haben. 
</p>
<p>
Wir werden dem Gesetzesentwurf der BundesregieÂ­rung aber auch aus einem zweiten Grund nicht zustimÂ­men: Wir halten den Umgang der GroÃŸen Koalition mit der Wehrpflichtfrage weder fÃ¼r die von der Wehrpflicht betroffenen jungen MÃ¤nner noch fÃ¼r die Bundeswehr fÃ¼r politisch verantwortbar. Wenn binnen fÃ¼nf Jahren die Untauglichkeitsquote von 17 Prozent auf 45 Prozent hochschnellt, dann wird die TauglichkeitsprÃ¼fung zu eiÂ­nem Scheunentor der Manipulation: So wird kÃ¼nstlich der Anteil der fÃ¼r den Wehrdienst zur VerfÃ¼gung stehenÂ­den jungen MÃ¤nnern kleingerechnet, um den Anschein von Wehrgerechtigkeit zu simulieren. In Wirklichkeit verstÃ¶ÃŸt die reale Restwehrpflicht massiv gegen die VorÂ­gabe des Bundesverfassungsgerichts, wonach die WehrÂ­pflicht eine gleich belastende Pflicht sein muss. 
</p>
<p>
Wo sich die WehrpflichtrealitÃ¤t auf so dÃ¼nnem verfasÂ­sungsrechtlichem Eis bewegt, wo die Wehrpflichtigen fÃ¼r die Bundeswehr mehr Lasten als Nutzen sind und ihr Beitrag zur Integration der StreitkrÃ¤fte in die GesellÂ­schaft marginal ist, da ist der Abschied von der WehrÂ­pflicht Ã¼berfÃ¤llig. Der verantwortliche Ausstieg aus der Wehrpflicht darf nicht lÃ¤nger auf die lange Bank geschoÂ­ben werden.
</p>
<p>
Bereits das Urteil des Verwaltungsgerichtes KÃ¶ln vom 21. April 2004 hat bestÃ¤tigt, dass lÃ¤ngst nicht mehr der Ã¼berwiegende Teil der Wehrpflichtigen einberufen, die neue Einberufungspraxis willkÃ¼rlich und gegen den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Wehrgerechtigkeit verstoÃŸe. Zwar hat das Bundesverwaltungsgericht dieses Urteil revidiert, aber vom Gesetzgeber gefordert, die Tauglichkeitskriterien neu zu regeln. Dieser Forderung ist die damalige rot-grÃ¼ne Bundesregierung mit der Ã„nÂ­derung des Zivildienstgesetztes nachgekommen, indem sie die Tauglichkeitskriterien nach oben geschraubt hat. Seitdem werden nur noch T1- und T2-Gemusterte eingeÂ­zogen. Quantitativ wurde damit der Grundrechtseingriff der Wehrpflicht zwar relativiert, gleichzeitig aber diejeÂ­nigen, die ihren Wehrdienst ableisten mÃ¼ssen, doppelt bestraft. Mit dieser krassen Wehrungerechtigkeit muss endlich Schluss sein. Hier helfen auch keine ideologiÂ­schen Bekenntnisse zur Wehrpflicht. Wehrgerechtigkeit lÃ¤sst sich angesichts der neuen Aufgaben der BundesÂ­wehr und damit verbunden eines massiv gesunkenen BeÂ­darfes an Grundwehrdienstleistenden auch in absehbarer Zukunft nicht herstellen. 
</p>
<p>
Unsinnig und kontraproduktiv sind Ãœberlegungen wie die von der CSU zu einer Gemeinschaftsdienstpflicht. Sowohl das Grundgesetz als auch die allgemeine ErklÃ¤Â­rung der Menschenrechte und der internationale Pakt Ã¼ber bÃ¼rgerliche und politische Rechte verbieten eine allgemeine Dienstpflicht. Es muss endlich Schluss sein mit jeder Art von Zwangsdiensten. Wer richtigerweise junge Menschen fÃ¼r die Bundeswehr â€žgewinnen und nicht kaufen&quot; will und an einem mÃ¶glichst hohen AusÂ­tausch zwischen Bundeswehr und Gesellschaft interesÂ­siert ist, sollte sich endlich auf unseren Vorschlag eines freiwilligen, flexiblen und attraktiven Kurzdienstes fÃ¼r MÃ¤nner und Frauen einlassen. Damit lieÃŸe sich der Ãœbergang von der Wehrpflicht- hin zu einer FreiwilliÂ­genarmee verantwortlich gestalten - zum Vorteil aller Beteiligten.
</p>
</div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
