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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Zivilopfer in Afghanistan: Erstmaliger RÃ¼ckgang seit 2007. ABER: Anstieg der Angriffe auf Regierungsangestellte um 700%! Im Norden Wachstum illegaler bewaffneter Gruppen!</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan + Bericht von Winfried Nachtwei + Stellungnahme</span>

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                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=83">Stellungnahme</a>
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                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11-120-36-81-83">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=11%2B120%2B36%2B81%2B83">All of these categories</a>
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        <h1>
            Zivilopfer in Afghanistan: Erstmaliger RÃ¼ckgang seit 2007. ABER: Anstieg der Angriffe auf Regierungsangestellte um 700%! Im Norden Wachstum illegaler bewaffneter Gruppen!         </h1>
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           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 26. Februar 2013 17:32:19 +02:00 (76551 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Die Zahl der Zivilopfer im bewaffneten Konflikt ist ein zentraler Indikator fÃ¼r die Entwicklung der Sicherheitslage in Afghanistan. Die Kernbotschaften des UNAMA-Jahresberichts 2012 sind zwiespÃ¤ltig. Sie geben AnlaÃŸ fÃ¼r Erleichterung wie fÃ¼r Beunruhigung. Am beunruhigsten ist, dass sie kaum noch wahrgenommen zu werden scheinen.</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Zivilopfer in Afghanistan: Erstmalig RÃ¼ckgang seit 2007. ABER: Anstieg der Angriffe auf Regierungsangestellte um 700%! Im Norden/Nordosten Wachstum illegaler bewaffneter Gruppen!</span></strong></p>
<p>Â </p>
<p>Seit 2007 verÃ¶ffentlicht UNAMA den Jahresbericht Ã¼ber den Schutz von Zivilpersonen im bewaffneten Konflikt in Afghanistan. Der Jahresbericht 2012 unter <a href="http://www.unama.unmission.org/Default.aspx?tabid=12254&amp;ctl=Details&amp;mid=15756&amp;ItemID=36445&amp;language=en-US">www.unama.unmission.org/Default.aspx?tabid=12254&amp;ctl=Details&amp;mid=15756&amp;ItemID=36445&amp;language=en-US</a> (Jahresbericht 2011 Ã¼ber <a href="http://www.nachtwei.de/index.php/articles/1134">www.nachtwei.de/index.php/articles/1134</a>) Erstmalig kann UNAMA fÃ¼r 2012 einen RÃ¼ckgang der Zivilopfer melden - um 12% ggb. dem Vorjahr auf die immer noch schreckliche Zahl von 7.559 Zivilopfern (2.754 Tote und 4.805 Verletzte). In den sechs Berichtsjahren von UNAMA haben insgesamt 14.728 Zivilpersonen ihr Leben im bewaffneten Konflikt verloren.</p>
<p>Illegale bewaffnete Gruppen gewinnen an Einfluss vor allem in Teilen des Norden und Nordosten, wo die FÃ¼hrungsverantwortung auf ISAF-Seite weiterhin bei Deutschland liegt. Die Frage drÃ¤ngt sich auf, inwieweit hier die Transition, die Ãœbergabe der Sicherheitsverantwortung, unterlaufen und unterspÃ¼lt wird.</p>
<p><strong>Verursacher der Zivilopfer</strong> waren lt. UNAMA 2012</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  <strong>Regierungsfeindliche Elemente</strong>/AGE in 81% der FÃ¤lle (2.179 Tote, 3.952 Verletzte), Anstieg um 9%. Die Zivilopfer durch gezielte TÃ¶tungen stiegen um 108% auf 698 Tote. Zielgruppen waren Menschen, denen die UnterstÃ¼tzung der Regierung vorgeworfen wurde, Regierungsvertreter, religiÃ¶se FÃ¼hrer, StammesÃ¤lteste, ehemalige Polizisten, UnterstÃ¼tzer des Friedensprozesses. Dabei stiegen die Opfer der Regierungsangestellten um 700%!!!Â  (Dazu trugen v.a. zwei GroÃŸangriffe bei: am 14. Juli 2012 gegen Parlamentarier und Regierungsoffizielle bei einer Hochzeit in Aybak/Samangan (Norden), wo 23 Zivilpersonen getÃ¶tet und 45 verletzt wurden, und am 26. Oktober in einer Moschee in Maimaneh/Faryab (Nordwesten), wo ein 15-jÃ¤hriger SelbstmordattentÃ¤ter auf den Provinzgouverneur zielte und 40 Zivilpersonen tÃ¶tete, 59 verletzte.) Als besonders beunruhigend bewertet UNAMA die TÃ¶tung von weiblichen Regierungsangestellten, z.B. der Chefin des Departments fÃ¼r Frauenangelegenheiten der Provinz Laghman im Dezember 2012 und ihrer Vertreterin im August. IED`s blieben die grÃ¶ÃŸte Bedrohungen fÃ¼r Zivilpersonen, sie tÃ¶teten 868 Zivilpersonen und verletzten 1.663 (+3% ).Â  Druckplatten-IED`s wirken unterschiedslos wie Anti-Personenminen.Â  Durch Selbstmordattacken und komplexe Angriffe wurden 328 Zivilpersonen getÃ¶tet und 1.179 verletztÂ Â Â Â Â Â  (-9%).</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  <strong>Pro-RegierungskrÃ¤fte</strong>/PGF in 8% der FÃ¤lle (316 Tote, 271 Verletzte), RÃ¼ckgang um 46%. Durch Luftangriffe kamen 128 Zivilpersonen um`s Leben, 78 wurden verletzt; bei Suchoperationen wurden 54 Zivilpersonen getÃ¶tet und 21 verletzt (-33%). WaffeneinsÃ¤tze von <strong>Kampfdrohnen</strong> stiegen in 2012 um 72% auf 506. UNAMA dokumentiert fÃ¼nf VorfÃ¤lle, bei denen 16 Zivilpersonen getÃ¶tet und drei verletzt wurden.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  11% der Zivilopfer konnten nicht zugeordnet werden.</p>
<p><strong>Afghan Local Police</strong>: Die Mehrzahl der Gemeinden mit ALP-PrÃ¤senz meldete einen Zuwachs an Sicherheit. Trotz verstÃ¤rkter KontrollbemÃ¼hungen seitens der Regierung gab es in einigen Distrikten weiterhin Menschenrechtsverletzungen durch die ALP. Die ALP wurde in 2012 fÃ¼r 55 ZwischenfÃ¤lle mit 24 Ziviltoten und 38 Verletzten verantwortlich gemacht.Â  13 der VorfÃ¤lle geschahen bei BodeneinsÃ¤tzen, die Mehrzahl durch Menschenrechtsverletzungen durch ALP-Mitglieder. Die Mehrzahl der 55 ZwischenfÃ¤lle geschah im Nordosten, gefolgt vom Norden. Probleme bereiteten AngehÃ¶rige von Local Defence Initiatives wie dem Critical Infrastructure Project (CIP), die 2011 in Teilen von Kunduz, Balkh und Faryab von ISAF-SpezialkrÃ¤ften aufgestellt worden waren und nach PrÃ¤sidenten-Erlass vom 25.12.2011 aufgelÃ¶st werden sollten. Das soll inzwischen geschehen sein. Die meisten seien in die ALP gewechselt. UNAMA berichtet ernste Menschenrechtsverletzungen durch ehemalige CIP-Mitglieder u.a. in den Distrikten Chahar Darrah und Ali Abad der Provinz Kunduz.</p>
<p><strong>Illegale bewaffnete Gruppen</strong> wurden 2012 fÃ¼r eine wachsende Zahl von Menschenrechtsverletzungen an Zivilpersonen verantwortlich gemacht. Die Mehrzahl geschah in den Provinzen Faryab (Nordwest) und Kunduz (Nordost). Solche Gruppen operieren im Norden in 21 von 54 Distrikten (Balkh, Sar-i Pul, Jawzjan, Samangan, Fayab) und im Nordosten in 18 von 67 Distrikten (vier Distrikte der Provinz Kunduz, neun von Baghlan, vier von Takhar, zwei von Badakhshan). In 2012 hÃ¤tten diese Gruppen in einigen Gebieten ihren Einfluss ausgeweitet. In manchen Gebieten hÃ¤tten sie mehr Macht als die afghanischen SicherheitskrÃ¤fte. Z.B. der Distrikt Qala-e Zal in der Provinz Kunduz: Hier umfasst eine bewaffnete Gruppe 230 Mann, die Polizei nur 25-35. UNAMA schreibt diesen Gruppen insgesamt 28 ZwischenfÃ¤lle mit 42 Toten und 32 Verletzten zu. 22 VorfÃ¤lle betrafen Menschenrechtsverletzungen (gezielte TÃ¶tungen, EntfÃ¼hrungen, Drohungen, Schikanen, Zwangsabgaben, <a name="_GoBack"></a>VerstÃ¶ÃŸe gegen das Recht auf Bildung). In manchen Gebieten trug das CIP unbeabsichtigt zur StÃ¤rkung illegaler Gruppen bei.</p>
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