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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: MÃ¼ndliche Fragen zu RÃ¼stungsexporten nach Katar und Pakistan</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan</span>

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        <h1>
            MÃ¼ndliche Fragen zu RÃ¼stungsexporten nach Katar und Pakistan         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 27. Mai 2009 06:45:53 +02:00 (104440 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>In der Fragestunde des Deutschen Bundestages stellte Winfried Nachtwei zwei MÃ¼ndliche Fragen: Die erste zur &quot;Lieferung moderner Kampfpanzer des Typs Leopard 2 an das Emirat Katar&quot;, die zweite zu &quot;GesprÃ¤chen mit Pakistan Ã¼ber deutsche RÃ¼stungslieferungen&quot;. Hier die Fragen und Antworten:</p></div>
            <div>    <p>Tagesordnungspunkt 3:</p>
<p><strong>Fragestunde <br /> </strong>(Drucksache 16/13102)</p>
<p>MÃ¼ndliche Frage 29<br /> <strong>Winfried Nachtwei</strong> (BÃœNDNIS 90/<br /> DIE GRÃœNEN)</p>
<p>Lieferung moderner Kampfpanzer des Typs Leopard 2 an das Emirat Katar</p>
<p>Antwort <br /> Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r <br /> BMWi</p>
<p>Zusatzfragen <br /> Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/<br /> DIE GRÃœNEN)  <br /> Paul SchÃ¤fer (KÃ¶ln) (DIE LINKE) .</p>
<p>MÃ¼ndliche Frage 30<br /> <strong>Winfried Nachtwei</strong> (BÃœNDNIS 90/<br /> DIE GRÃœNEN)</p>
<p>GesprÃ¤che mit Pakistan Ã¼ber deutsche RÃ¼stungslieferungen</p>
<p>Antwort <br /> Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r <br /> BMWi</p>
<p>Zusatzfragen <br /> Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/<br /> DIE GRÃœNEN)  <br /> Paul SchÃ¤fer (KÃ¶ln) (DIE LINKE)</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner:</p>
<p>Ich rufe die FrageÂ 29 des Kollegen Winfried Nachtwei auf:</p>
<p>Trifft es zu, dass - wie der <em>Spiegel</em> am 18. Mai 2009 berichtet - die Bundesregierung die Lieferung von modernen Kampfpanzern des Typs Leopard 2 an das Emirat Katar genehmigt hat, und, wenn ja, wie begrÃ¼ndet die Bundesregierung die Entscheidung, Kriegswaffen in Staaten auÃŸerhalb der NATO und EU und in die Krisen- und Spannungsregion zu liefern?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Herr Kollege Nachtwei, die Bundesregierung Ã¼bt bei der Kontrolle von RÃ¼stungsexporten eine verantwortungsvolle Politik aus. Entscheidungen werden im jeweiligen Einzelfall nach einer sorgfÃ¤ltigen PrÃ¼fung unter BerÃ¼cksichtigung aller vorliegenden UmstÃ¤nde getroffen. Grundlage dafÃ¼r sind die Politischen GrundsÃ¤tze der Bundesregierung aus dem Jahr 2000 - Sie werden sich vielleicht daran erinnern -</p>
<p>(Winfried Nachtwei [BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN]: Sehr gut!)</p>
<p>und der Verhaltenskodex der EuropÃ¤ischen Union vom 8.Â Juni 1998 bzw. der entsprechende Gemeinsame Standpunkt, der am 8.Â Dezember 2008 durch den Rat verabschiedet wurde.</p>
<p>Die Bundesregierung hat Ã¼ber eine mÃ¶gliche Lieferung von Leopardâ€‘2-Panzern an das Emirat Katar auf der Grundlage der Politischen GrundsÃ¤tze aus dem Jahr 2000 entschieden. Die Verhandlungen im Bundessicherheitsrat unterliegen bekanntlich der Geheimhaltung.</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner:</p>
<p>Ihre Zusatzfrage.</p>
<p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Herr StaatssekretÃ¤r, aus Ihrer Antwort, die Bundesregierung habe â€žauf der Grundlage vonÂ ...&quot; entschieden, schlieÃŸe ich, dass sie positiv entschieden hat.</p>
<p>Jetzt meine Zusatzfrage. Sie haben die RÃ¼stungsexportrichtlinien angesprochen. In den RÃ¼stungsexportrichtlinien aus dem Jahr 2000 steht, dass RÃ¼stungsexporte an sogenannte sonstige Staaten - an Staaten auÃŸerhalb von NATO, EU und an nicht gleichgestellte LÃ¤nder wie zum Beispiel Neuseeland und Australien - grundsÃ¤tzlich nicht genehmigt werden,</p>
<p>es sei denn, dass ... besondere auÃŸen- und sicherheitspolitische Interessen der Bundesrepublik Deutschland unter BerÃ¼cksichtigung der BÃ¼ndnisinteressen fÃ¼r eine ... Genehmigung sprechen.</p>
<p>Meine konkrete Frage: Welche erheblichen auÃŸen- und sicherheitspolitischen Interessen der Bundesrepu-blik Deutschland und des BÃ¼ndnisses sprechen fÃ¼r den Export von Leopard-2-Panzern nach Katar?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Herr Nachtwei, Sie haben in Ihrer ersten Einlassung erklÃ¤rt, dass Sie aufgrund meiner Antwort davon ausgingen, dass diese RÃ¼stungsexporte genehmigt seien. Dies ist eine Annahme Ihrerseits, die ich weder bestÃ¤tige noch verneine.</p>
<p>(Winfried Nachtwei [BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN]: Das erfahren wir dann in anderthalb Jahren im RÃ¼stungsexportbericht!)</p>
<p>Sie sind nicht berechtigt, mich so zu interpretieren, als hÃ¤tte ich sagen wollen: Dieser Vorgang ist positiv entschieden.</p>
<p>Damit erÃ¼brigen sich auch die weiteren Fragen. Denn ansonsten wÃ¼rde ich mich spekulativ Ã¼ber einen Vorgang Ã¤uÃŸern - auÃŸerdem mÃ¼sste ich GrÃ¼nde nennen, die dafÃ¼r sprechen -, von dem ich sagen muss: Ich kann ihn nicht bestÃ¤tigen und werde ihn nicht dementieren.</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner:</p>
<p>Sie haben noch eine Zusatzfrage.</p>
<p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Ich mÃ¶chte, wie es in diesem Hohen Hause Ã¼blich ist, die sicherheitspolitischen Implikationen eines mÃ¶glichen Exportes ansprechen. Immerhin - AngehÃ¶rige meiner Altersgruppe erinnern sich daran - hat die Bundesrepu-blik in den 70er- und 80er-Jahren einen Beitrag zur militÃ¤rischen Ausstattung des Irans und des Iraks geleistet.</p>
<p>Heute wissen wir - im SIPRI-Bericht wurde dies vor einigen Wochen wieder einmal deutlich -, dass der Nahe und Mittlere Osten die Weltregion ist, in die die meisten RÃ¼stungsexporte gehen. Hinzu kommt, dass Katar, auch wenn die Situation dort zurzeit relativ stabil ist, Konflikte mit Nachbarstaaten hat. Meine Frage: KÃ¶nnten die Spannungen und AufrÃ¼stungsprozesse in dieser Region durch einen mÃ¶glichen RÃ¼stungsexport nach Katar, und zwar unabhÃ¤ngig von diesem konkreten Fall, nicht befÃ¶rdert werden?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Herr Nachtwei, ich verstehe Ihre Sorgen. Wir nehmen diese Ihre Sorgen sehr ernst. Die Richtlinien sind nicht deswegen so gut, weil sie zur Zeit der Regierungsbeteiligung der GrÃ¼nen formuliert worden sind. Vielmehr beachten wir sie auch aus eigenem Antrieb.</p>
<p>Ich kann nur sagen: Nach den Politischen GrundsÃ¤tzen der Bundesregierung werden Kriegswaffenexporte in LÃ¤nder, die in bewaffnete Auseinandersetzungen verwickelt sind oder in denen solche drohen bzw. in denen bestehende Spannungen und Konflikte durch den Export ausgelÃ¶st, aufrechterhalten oder verschÃ¤rft wÃ¼rden, nicht genehmigt. Die Bundesregierung beachtet diese GrundsÃ¤tze bei ihren Einzelentscheidungen stets.</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner:</p>
<p>Herr Kollege SchÃ¤fer, bitte.</p>
<p>Paul SchÃ¤fer (KÃ¶ln) (DIE LINKE):</p>
<p>Danke. - Herr Kollege Schauerte, sehen Sie denn eine Situation der Bedrohung fÃ¼r Katar, mit der eine Lieferung des LeopardÂ 2 begrÃ¼ndet werden kÃ¶nnte? Besteht also Ihrer Meinung nach eine akute militÃ¤rische Bedrohung?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Herr Kollege, es gibt keine Regelung, die besagt, dass wir zu beurteilen haben, ob sich ein Land bedroht fÃ¼hlt oder nicht. Wir definieren unsere RÃ¼stungsexporte im Rahmen unserer Richtlinien aufgrund unserer eigenen Beurteilung und unseres eigenen Interesses. Deswegen ist es politisch ausgesprochen problematisch - ja, es wÃ¤re sogar fehlerhaft -, Ã¶ffentlich zu spekulieren, ob und von wem Katar bedroht sein kÃ¶nnte. Wenn wir unsere RÃ¼stungsexportgeschÃ¤fte auf diese Art und Weise abwickeln und Ã¼ber alle LÃ¤nder der Welt ein Zeugnis aussprechen wollten, ob und von wem sie bedroht sein kÃ¶nnten, werden wir uns Ã¼ber kurz oder lang in heftigsten auÃŸenpolitischen Turbulenzen befinden. Wir entscheiden nach unseren Richtlinien, und diese Entscheidungen nehmen wir sehr ernst.</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner:</p>
<p>Ich rufe die Frage 30 des Kollegen Winfried Nachtwei auf:</p>
<p>Trifft es zu, dass die Bundesregierung mit Vertretern der pakistanischen Regierung und der pakistanischen StreitkrÃ¤fte GesprÃ¤che Ã¼ber deutsche RÃ¼stungslieferungen in die Krisen- und Kriegsregion fÃ¼hrt und auch die Ausfuhr von hochmodernen U-Booten und anderen Kriegswaffen noch immer in ErwÃ¤gung gezogen wird?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Die Antwort lautet: Bei Treffen der Bundesregierung mit Vertretern der pakistanischen Regierung und der pakistanischen StreitkrÃ¤fte kommen regelmÃ¤ÃŸig auch Fragen der nationalen und regionalen Sicherheit zur Sprache. Dabei hat die pakistanische Seite auch Interesse an deutschen RÃ¼stungslieferungen nach Pakistan signalisiert. Ãœber etwaige AntrÃ¤ge deutscher Firmen auf Ausfuhrgenehmigung entscheidet die Bundesregierung jeweils im Einzelfall auf der Grundlage der Politischen GrundsÃ¤tze, die ich bereits erwÃ¤hnt habe.</p>
<p>Im Rahmen der Antwort auf die GroÃŸe Anfrage mit dem Titel â€žRÃ¼stungsexporte an Pakistan&quot;, Bundestags-drucksacheÂ 16/7969 vom 4.Â FebruarÂ 2008, hat die Bundesregierung ausfÃ¼hrlich zu einem mÃ¶glichen U-Boot-GeschÃ¤ft mit Pakistan Stellung genommen. - Dabei mÃ¶chte ich es zunÃ¤chst einmal bewenden lassen.</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner:</p>
<p>Ihre Zusatzfragen.</p>
<p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Die <em>Financial Times Deutschland</em> hat am 20.Â Mai dieses Jahres berichtet, dass von Pakistan deutsche RÃ¼stungsgÃ¼ter wie Dingo, Hubschrauber, AufklÃ¤rungssysteme und NachtsichtgerÃ¤te gewÃ¼nscht werden. Inwieweit beabsichtigt die Bundesregierung, diesen Export-anfragen nachzukommen?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Dies sind Spekulationen in der <em>Financial Times Deutschland</em> vom 20.Â Mai 2009. Wie Sie wissen, werden solche Spekulationen und Fragestellungen in dem zustÃ¤ndigen Gremium behandelt und nicht Ã¶ffentlich debattiert.</p>
<p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Meines Wissens gilt die <em>Financial Times Deutschland </em>ja wohl als ein einigermaÃŸen seriÃ¶ses und wenig spekulatives Blatt.</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Ja.</p>
<p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Ich habe noch eine zweite Frage vor dem Hintergrund, dass ich als Mitglied des Verteidigungsausschusses mit zustÃ¤ndig fÃ¼r die Parlamentsarmee Bundeswehr bin, dort eine ganz andere Transparenz erfahre und immer wieder erschÃ¼ttert darÃ¼ber bin, wie die Bundesregierung in Sachen RÃ¼stungsexporte mit dem Parlament umgeht. Ich kann mich jetzt auf die Vergangenheit beziehen, die wenigstens im RÃ¼stungsexportbericht mehr als ein Jahr spÃ¤ter offengelegt wird, sodass wir das wenigstens nachtrÃ¤glich kommentieren kÃ¶nnen.</p>
<p>Ich habe dem RÃ¼stungsexportbericht von 2007 entnommen, dass in 2007 der Export von deutschen Kriegswaffen und RÃ¼stungsgÃ¼tern im Wert von ungefÃ¤hr 164Â Millionen Euro an Pakistan genehmigt wurde. Im selben Zeitraum erhielt Pakistan aus der Bundesrepublik Mittel der Entwicklungszusammenarbeit in HÃ¶he von 20Â Millionen Euro. Wir alle wissen, wie die VerhÃ¤ltnisse in Pakistan sind und wie krass dort die Unterentwicklung ist.</p>
<p>Meine Frage ist folgende: Ist diese Relation, dieses krasse MissverhÃ¤ltnis, mit Ihrem Anspruch einer weitsichtigen Friedens- und Sicherheitspolitik vereinbar, wie sie von Ihrem Kollegen, Staatsminister Erler, in seinem vorzÃ¼glichen Buch <em>Mission Weltfrieden</em> Ã¼berzeugend dargestellt worden ist?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Ja, das ist vereinbar, und die Entscheidungen sind in groÃŸer Verantwortung getroffen worden. Zu solchen Entscheidungen fÃ¼hren nicht Motive, die nur einen Punkt berÃ¼hren. Sie wissen, dass es sehr viele komplizierte ZusammenhÃ¤nge gibt, und es wird auch nicht immer nur im engen Sinne national entschieden, sondern hin und wieder werden die Entscheidungen auch in gemeinsamer Verantwortung mit befreundeten Nationen und im BÃ¼ndnis getroffen.</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass es diese Kombination, wonach im Hinblick auf die vermeintlichen und tatsÃ¤chlichen SicherheitsbedÃ¼rfnisse dieser LÃ¤nder miteinander GeschÃ¤fte gemacht werden und gleichzeitig Entwicklungshilfe fÃ¼r andere Zwecke, also unmittelbar an die Menschen gerichtet, geleistet wird, hÃ¤ufiger gibt, als das durch Ihre auf diesen Punkt zugespitzte Frage gezeigt wird. Dieses Verfahren gibt es nicht nur in Bezug auf die RÃ¼stung.</p>
<p>Ich will ein anderes Beispiel erwÃ¤hnen: Das groÃŸe, starke China erhÃ¤lt noch immer Entwicklungshilfe von Deutschland. Auch hier kann man Fragen stellen. Hier mÃ¼ssen aber sehr unterschiedliche Ebenen berÃ¼cksichtigt werden. Insoweit kommt es zu solchen Parallelentscheidungen.</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner:</p>
<p>Herr Kollege SchÃ¤fer, bitte.</p>
<p>Paul SchÃ¤fer (KÃ¶ln) (DIE LINKE):</p>
<p>Herr StaatssekretÃ¤r, ich habe verstanden, dass Sie zu den konkret anhÃ¤ngigen mÃ¶glichen Lieferungen - zum Beispiel von U-Booten und dem Panzerfahrzeug Dingo - nichts sagen wollen. Es handelt sich allerdings nicht nur um Spekulationen der <em>Financial Times Deutschland.</em> Neulich war der pakistanische Verteidigungsminister mit konkreten Ansinnen und WÃ¼nschen in Berlin.</p>
<p>Meine Frage lautet: Ist nach Ihrer Auffassung unter strikter Beachtung der GrundsÃ¤tze aus dem Jahr 2000 an umfangreiche Waffenlieferungen an Pakistan zu denken, oder ist das aus Ihrer Sicht a priori auszuschlieÃŸen?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Ich muss mich entschuldigen. Ich habe Ihre Frage nicht richtig verstanden. KÃ¶nnen Sie sie bitte wiederholen?</p>
<p>Paul SchÃ¤fer (KÃ¶ln) (DIE LINKE):</p>
<p>Kann an intensive WaffengeschÃ¤fte mit Pakistan gedacht werden, wenn man die Politischen GrundsÃ¤tze aus dem Jahr 2000 strikt beachtet - Sie kennen die darin festgehaltenen Kriterien -, oder schlieÃŸen sich solche GeschÃ¤fte dann kategorisch aus?</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Damit sind wir wieder im spekulativen Bereich. Es tut mir leid, dass ich keine andere Antwort geben kann.</p>
<p>Paul SchÃ¤fer (KÃ¶ln) (DIE LINKE):</p>
<p>Das VerhÃ¤ltnis zu Pakistan kann man doch bewerten.</p>
<p>Hartmut Schauerte, Parl. StaatssekretÃ¤r beim Bundesminister fÃ¼r Wirtschaft und Technologie:</p>
<p>Nein, nicht Ã¶ffentlich. Es ist ja ein theoretischer Vorgang, und die Bundesregierung bewertet nicht Ã¶ffentlich die Frage, ob nach den GrundsÃ¤tzen eine Lieferung nach Pakistan erfolgen kann. Das wÃ¼rde zu auÃŸenpolitischen Irritationen und ErklÃ¤rungsnotwendigkeiten fÃ¼hren. Damit wÃ¼rden wir niemandem helfen. Wir berichten in der vorgesehenen Art und Weise Ã¼ber erfolgte RÃ¼stungsgeschÃ¤fte. Es ist zwischen Parlament und Regierung verabredet, dass das nach Ablauf eines Jahres geschieht, und das wird ohne Zweifel korrekt erfolgen. WÃ¤hrend der Vorverhandlungen sind weitergehende Kommentierungen und Bewertungen schÃ¤dlich fÃ¼r alle Beteiligten, egal wie die Entscheidung ausgeht.</p>
<p>VizeprÃ¤sidentin Dr.Â h.Â c. Susanne Kastner:</p>
<p>Wir sind damit am Ende dieses GeschÃ¤ftsbereichs. Herr StaatssekretÃ¤r, vielen Dank fÃ¼r die Beantwortung der Fragen.</p></div>


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