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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Ãœbergabe des Berichts der unabhÃ¤ngigen Kommission &quot;Einsatz des G36 in Gefechtssituationen&quot; an Ministerin von der Leyen</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan</span>

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        <h1>
            Ãœbergabe des Berichts der unabhÃ¤ngigen Kommission &quot;Einsatz des G36 in Gefechtssituationen&quot; an Ministerin von der Leyen         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 19. Oktober 2015 15:48:07 +02:00 (164138 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Nach viereinhalb Monaten intensiver Untersuchungen legten der ehemalige Wehrbeauftragte Hellmut K&ouml;nigshaus und ich als Kommissionsvorsitzender unseren Abschlussbericht vor. Erstmalig wurde systematisch &quot;von au&szlig;en&quot; die scharfe Seite der deutschen Auslandseins&auml;tze durchforscht. Das Ergebnis ist eindeutig und klar - und f&uuml;r Teile der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;berraschend. Hier eine Zusammenfassung, wie ich sie auch im Verteidigungsausschuss und vor der Presse vortrug. Mit Links zu wichtigen Presseartikeln. &nbsp; &nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Eindeutige und klare Ergebnisse: </strong></p>
<p align="center"><strong>&Uuml;bergabe des Berichts der unabh&auml;ngigen Kommission &bdquo;Untersuchung des Einsatzes des G36-Sturmgewehrs in Gefechtssituationen&ldquo;</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, MdB a.D. (19.10.2015)</p>
<p>Anfang Juni begann die von Verteidigungsministerin von der Leyen berufene und von&nbsp; mir geleitete Kommission mit ihrer Arbeit. Am 14. Oktober stellte ich zusammen mit Hellmut K&ouml;nigshaus den Abschlussbericht erst im Verteidigungsausschuss des Bundestages und dann&nbsp; der Presse in einem Hintergrundgespr&auml;ch vor. Danach &uuml;berreichte ich der Ministerin vor der Presse unseren Bericht, zusammen mit Dr. h-c. Klaus-Peter M&uuml;ller, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank, der die Organisationsstudie G36 &uuml;berreichte. (Zum Start der Kommission vgl <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1357">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1357</a> )</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Unser Auftrag</span></strong></p>
<p>war zu untersuchen, ob deutsche Soldaten im Zusammenhang mit Pr&auml;zisionsabweichungen des G36 in Eins&auml;tzen zu Schaden gekommen oder einem erh&ouml;hten Risiko ausgesetzt worden sind.</p>
<p><strong>Das Untersuchungsergebnis</strong></p>
<p>war eindeutig, klar &ndash; und erleichternd: Kein deutscher Soldat ist im Zusammenhang mit Pr&auml;zisionsabweichungen des G36 gefallen, verwundet worden oder einem konkreten erh&ouml;hten Risiko ausgesetzt gewesen.</p>
<p><strong>Unser leitender Grundsatz</strong></p>
<p>war: Soldaten sollen ihren demokratisch legitimierten Auftrag bestm&ouml;glich erf&uuml;llen k&ouml;nnen; ihre Risiken sollen dabei soweit m&ouml;glich in Grenzen gehalten werden. Das gilt unabh&auml;ngig vom v&ouml;llig legitimen Streit um die Sinnhaftigkeit einzelner Eins&auml;tze. Dementsprechend gab es auch von keiner Fraktion im Bundestag irgendeinen Widerspruch gegen den Auftrag der Kommission. Mit uneingeschr&auml;nktem Akteneinsichts- und Befragungsrecht verfolgten wir den Untersuchungsauftrag in voller Unabh&auml;ngigkeit und ohne politische R&uuml;cksichtnahme.</p>
<p><strong>Die Kommission</strong></p>
<p>bestand aus dem ehemaligen Wehrbeaufragten des Bundestages Hellmut K&ouml;nigshaus und mir als Vorsitzendem. Als milit&auml;rische Berater beigestellt waren uns Generalmajor Johann Langenegger, Kommandeur der 1. Panzerdivision, und Oberstleutnant i.G. Lutz Kuhn. Unterst&uuml;tzt wurden wir von einem siebenk&ouml;pfigen Sekretariat mit zwei einsatzerfahrenen Referenten unter Leitung von Oberst i.G. Oliver Kohl.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Die Methode</span></strong></p>
<p>Durchforscht wurden alle ca. 150 Sachverhaltsfeststellungen nach Gefechten und weitere Gefechtsberichte der Bundeswehr, die Datenbank des Informationssystems Einsatzerfahrungen der Bundeswehr, alle &uuml;ber 150 Feldj&auml;gerberichte (wenn deutsche Soldaten zu Schaden gekommen sind oder deutsche Soldaten anderen Personen gesch&auml;digt haben), Jahresberichte &uuml;be besondere Vorkommnisse und M&auml;ngel mit bzw. an Waffen und Munition, das Meldeaufkommen der Zentralen Ansprechstelle G36 im BMVg, Erkenntnisse anderer Nutzerstaaten (incl. Peschmerga im Nordirak) und Berichte in Medien.</p>
<p>Ausf&uuml;hrliche Einweisungen in die Schie&szlig;- und Gefechtsausbildung erhielt die Kommission am Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg und beim Kommando Spezialkr&auml;fte in Calw.</p>
<p>Im Zentrum der Untersuchungen stand dann die Befragung von einsatz- und gefechtserfahrenen Soldaten. &Uuml;ber 500 Soldatinnen und Soldaten wurden identifiziert, &uuml;ber 150 wurden befragt (an ihren Standorten Bad Reichenhall, Calw, Seedorf, Zweibr&uuml;cken, Hamburg und in Berlin), 350 weitere angeschrieben. Etliche antworteten schriftlich. Die Soldaten aller Dienstgradgruppen berichteten aus allen gr&ouml;&szlig;eren Eins&auml;tzen, der Schwerpunkt lag beim Afghanistaneinsatz der Jahre 2009-2012. Viele waren mehrfach in Afghanistan im Einsatz, etliche hatten 15, 20 Gefechte durchgemacht. Die Soldaten waren in ihren freiwilligen Stellungnahmen uneingeschr&auml;nkt offen. Es best&auml;tigte sich die Erfahrung der Kommissionsmitglieder, dass Soldaten keinerlei Hemmungen haben, sich kritisch zu Ausr&uuml;stung und Bewaffnung zu &auml;u&szlig;ern.</p>
<p>Oft betonten sie, vorher mit Kameraden &uuml;ber ihre G36-Erfahrungen gesprochen zu haben &ndash; und dabei zu einem einhelligen Urteil gekommen zu sein. Einzelne bedankten sich ausdr&uuml;cklich, dass jetzt endlich ihre praktischen Erfahrungen gefragt waren.</p>
<p>Die Kommission konnte nicht auf die milit&auml;rische Fachsprache verzichten, wandte sie aber m&ouml;glichst allgemein verst&auml;ndlich an. Bewusst war dabei der Spagat zwischen formalisierter milit&auml;rischer Fachsprache einerseits und der Einsatzrealit&auml;t und ihrer menschlichen Dimension andererseits, wo zum Beispiel &bdquo;Wirken im Ziel&ldquo; &ndash; unabh&auml;ngig von der Legitimit&auml;t eines Auftrags &ndash; Tod, Verwundung, Zerst&ouml;rung bedeutet.</p>
<p><strong>Schwerpunkt der Untersuchungen</strong></p>
<p>Die Kommission verschaffte sich auch einen &Uuml;berblick &uuml;ber Erfahrungen mit dem G36 in der Ausbildung und in &Uuml;bungen. Angesichts der Tatsache, dass es beim Bosnieneinsatz maximal zu einigen wenige Warnsch&uuml;ssen, beim KFOR-Einsatz zu vereinzelten Schusswechseln gekommen war und aus dem Kongoeinsatz und den Marineeins&auml;tzen keine Schusswaffeneins&auml;tze gemeldet wurden, konzentrierten sich die Untersuchungen auf den Afghanistaneinsatz ab 2006 und insbesondere ab 2009. In Afghanistan waren Bundeswehrsoldaten insgesamt ca. 380 Mal mit gegnerischen Angriffen konfrontiert, mindestens 150 Mal kam es dabei zu Schusswechseln und Gefechten.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Feststellungen und Erkenntnisse</span></strong></p>
<p>(1) Die in den wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellten Pr&auml;zisionseinschr&auml;nkungen des G36 bei schussinduzierter Erhitzung und sich &auml;ndernden Umweltbedingungen stehen nicht in Zweifel.</p>
<p>(2) Kein deutscher Soldat ist im Kontext von technischen Pr&auml;zisionsabweichungen des G36 gefallen oder verwundet worden. Es ergaben sich auch keinerlei Hinweise auf konkrete Gef&auml;hrdungen in dem Zusammenhang. Die Untersuchung der Gefechtsverl&auml;ufe ergab, dass die meisten Soldaten bei gegnerischer Feuerer&ouml;ffnung durch IED oder RPG-Beschuss gefallen oder verwundet wurden waren, also bevor ein einziger G36-Schuss gefallen war. In solchen F&auml;llen war also ein G36-Zusammenhang eindeutig auszuschlie&szlig;en. Die an Gefechten beteiligten Soldaten schlossen einen solchen Zusammenhang kategorisch auch f&uuml;r die anderen Gefallenen und Verwundeten aus.</p>
<p>(3) Durchweg verneinten die befragten Soldaten, im Gefecht Pr&auml;zisionsm&auml;ngel beim G36 gesp&uuml;rt zu haben. Die Kluft zwischen Testergebnissen einerseits und Gefechtserfahrung andererseits sind auff&auml;llig. Gr&uuml;nde f&uuml;r die unterschiedlichen Wahrnehmungswirklichkeiten sind:</p>
<p>- Soldaten sind ge&uuml;bt darin, gewisse Pr&auml;zisionsabweichungen ihres Sturmgewehrs im &bdquo;Haltepunktverfahren&ldquo; auszugleichen;</p>
<p>- Die Treffgenauigkeit h&auml;ngt au&szlig;er von der technischen Pr&auml;zision eines Gewehres von etlichen weiteren Faktoren ab: Umweltbedingungen, Schie&szlig;fertigkeit und -haltung, momentane Verfassung des Sch&uuml;tzen (Stress), Gegnerverhalten. &bdquo;Der Sch&uuml;tze ist kein Schraubstock.&ldquo;</p>
<p>&nbsp;Soldaten sind in ihrer ganzen Ausbildung trainiert auf (schnelle) Einzelsch&uuml;sse, ausdr&uuml;cklich nicht auf Feuerst&ouml;&szlig;e. Zu denen sollte es nur zum &bdquo;Niederhalten&ldquo; des Gegners und im Nahbereich kommen, wo es vor allem auf die Streuwirkung ankommt.</p>
<p>- Jenseits der Hauptkampfentfernung von 200m sind m&ouml;glichst andere Waffen des sog. Waffenmix einzusetzen. Das Sturmgewehr ist kein Allesk&ouml;nner, kein MG, kein Scharfsch&uuml;tzengewehr.</p>
<p>- Die Befragten betonten durchweg, dass der G36-Sch&uuml;tze im Gefecht zu seiner verl&auml;sslichen Wirkungsbeobachtung meist nicht in der Lage ist (im Unterschied zu Scharfsch&uuml;tzen, Artillerie und Luftwaffe). Das liegt an der guten Deckung der Gegner, ihrem Stellungswechsel, an Staub, Hitzeflimmern, am schnellen Abtransport verwundeter oder get&ouml;teter Aufst&auml;ndischer. Entscheidender Indikator f&uuml;r Wirkung ist f&uuml;r G36-Sch&uuml;tzen, ob Feuer aus bestimmter Richtung eingestellt wird.</p>
<p>(4) Seit Jahren bekannt und immer wieder angesprochen wurden die mangelnde &bdquo;Mannstoppwirkung&ldquo; und Durchschlagskraft des G36 mit seinem kleinen NATO-Kaliber 5,56mm. Das aber ist kein Mangel, sondern die &bdquo;Kehrseite&ldquo; des geringeren G36-Gewichts.</p>
<p>(5) Das G36 wurde ab 1996 in der Bundeswehr eingef&uuml;hrt. Seine Nutzungsdauer wurde auf 20 Jahre angesetzt. Die Schussbelastung der einzelnen Gewehre wird nicht dokumentiert, sie ist aber mit dem neuen Schie&szlig;ausbildungskonzept seit 2010 enorm gestiegen. Vor diesem Hintergrund verdienen die Fragen des Verschlei&szlig;es und der Regeneration besondere Beachtung.</p>
<p>(6) Insgesamt bewerteten die Soldaten das G36 ausnahmslos als bedienungsfreundlich, st&ouml;runanf&auml;llig und verl&auml;sslich (gerade auch im internationalen Vergleich). Im Bewusstsein der Grenzen des G36 betonten sie ihr volles Vertrauen in die Waffe. Die &ouml;ffentliche Darstellung des G36 als &bdquo;Pannengewehr&ldquo; stie&szlig; bei den Soldaten einhellig auf gro&szlig;es Unverst&auml;ndnis.</p>
<p>(7) Die Untersuchungen ergaben &uuml;ber das Thema G36 hinaus weitere wichtige Erkenntnisse:</p>
<p>- zum Schusswaffeneinsatz in den Bundeswehreins&auml;tzen insgesamt, der &ndash; au&szlig;er bei Afghanistan 2006 ff. &ndash; ausgesprochen selten war und die verzerrende Darstellung von Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr unterschiedslos als Kriegseins&auml;tze widerlegt;</p>
<p>- zu Gefechtsverl&auml;ufen, die jetzt erstmalig systematisch &bdquo;von au&szlig;en&ldquo; untersucht wurden, und dem Gefechtsverhalten deutscher Soldaten in asymmetrischen Szenarien;</p>
<p>- zur Professionalit&auml;t, Einsatzmotivation und &ndash;belastung, zur Besonnenheit und Rechtstreue der Bundeswehrsoldaten im Einsatz, im Gefecht.</p>
<p>Allerdings: Eine systematische Untersuchung der Wirkungen der deutschen Beteiligungen an internationalen Krisenengagements, insbesondere in Afghanistan, steht noch aus!</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Pers&ouml;nlich-politische Anmerkung</span></strong></p>
<p>Am 2. April erreichte mich v&ouml;llig &uuml;berraschend der Anruf von Verteidigungsministerin von der Leyen mit der Bitte, ob ich den Vorsitz der geplanten G36-Kommission &uuml;bernehmen k&ouml;nne. Ich sagte noch am selben Tag zu. Ausschlaggebend waren f&uuml;r mich mehrere Aspekte:</p>
<p>Als Mitglied des Bundestages und des Verteidigungsausschusses war ich bis 2009 an 70 Mandatsentscheidungen zu Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr beteiligt, davon allein 20 zu Afghanistan. Das Land besuchte ich bisher 18 Mal, zuletzt im Februar. Meine Mitverantwortung f&uuml;r die entsandten Soldatinnen und Soldaten (aber auch Polizisten und Entwicklungsexperten) endete nicht 2009, sondern h&auml;lt bis heute an. Sie schlug sich erstens nieder im st&auml;ndigen Dr&auml;ngen auf systematische Einsatzevaluierungen und St&auml;rkung ziviler und pr&auml;ventiver F&auml;higkeiten. Sie schlug sich zweitens nieder im Beirat Innere F&uuml;hrung beim BMVg, in dem ich erst die AG &bdquo;PTBS&ldquo; leitete, und ab 2014 mit Generalleutnant a.D. Rainer Glatz die AG &bdquo;Einsatzr&uuml;ckkehrer und &ndash;folgen&ldquo;. Die Untersuchung m&ouml;glicher Sch&auml;digung deutscher Soldaten im Zusammenhang mit Pr&auml;zisionsm&auml;ngeln des G36 im Einsatz betrifft die Soldatinnen und Soldaten, ihre Auftragserf&uuml;llung und ihre Risikobelastung, die Einsatzr&uuml;ckkehrer und Angeh&ouml;rigen ganz zentral.</p>
<p>Weil der Afghanistaneinsatz gerade in meiner Fraktion hoch umstritten war und weil die ministeriellen Informationen ausgesprochen unzureichend waren, recherchierte und ver&ouml;ffentlichte ich seit 2003, verst&auml;rkt seit 2007 intensiv zur Entwicklung der Sicherheits- und Aufbaulage in Afghanistan. Ich bem&uuml;hte mich um kritisch-unabh&auml;ngige Lagebeurteilungen und Wirkungsorientierung.</p>
<p>Die Kommissionsarbeit sah ich als Herausforderung, Einblick in die sch&auml;rfsten Seiten der deutschen Auslandseins&auml;tze, insbesondere des Afghanistaneinsatzes zu bekommen und dabei mit den blutigen Konsequenzen der eigenen politischen Auftr&auml;ge konfrontiert zu werden. Gerade bei hochmoralisch legitimierten Eins&auml;tzen werden diese Konsequenzen oft ausgeblendet.</p>
<p>Die Gespr&auml;che mit Soldaten des Karfreitagsgefechts, des komplexen Hinterhalts vom 29. April 2009 und vieler anderer Gefechte empfand ich immer wieder als ausgesprochen aufw&uuml;hlend.</p>
<p>Den Kommissionsmitgliedern wurde erneut eindringlich deutlich, wie extrem die Anforderungen an Einsatzsoldaten in Bodenk&auml;mpfen sind. Unsere pers&ouml;nliche Begegnung mit der kriegerischen Einsatzrealit&auml;t der Bundeswehrsoldaten in Afghanistan bekr&auml;ftigte unsere Grundhaltung, dass Bundesregierung und Bundestag h&ouml;chst verantwortlich mit dem Einsatz von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr umgehen m&uuml;ssen: bei der Einsatzentscheidung, bei der Einsatzausstattung und &ndash;f&uuml;hrung, bei der Wirkungskontrolle und insbesondere auch gegen&uuml;ber den Einsatzr&uuml;ckkehrern und ihren Familien. Von diesen tragen etliche oft noch lange an den Einsatzfolgen, w&auml;hrend ihre Auftraggeber l&auml;ngst mit anderen Aufgaben befasst sind.</p>
<p>Am Ende der Interviews w&uuml;nschte ich den Soldaten regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r die Zukunft klare, glaubw&uuml;rdige und erf&uuml;llbare Auftr&auml;ge mit dem Eingest&auml;ndnis, dass dies in der Vergangenheit l&auml;ngst nicht immer gegeben war.</p>
<p>Die besondere politische Sorgfaltspflicht gilt meines Erachtens genauso f&uuml;r den Export des G36. Dass ab Dezember 2005 immer wieder der Export von Tausenden G36 nach Mexiko genehmigt wurde und ab 2006 der von vielen Tausenden G36 nach Saudi-Arabien, war ein eklatanter Versto&szlig; gegen diese friedens- und sicherheitspolitische Sorgfaltspflicht.</p>
<p><strong>Herzlichen Dank</strong></p>
<p>verdienen die uns beratenden und unterst&uuml;tzenden Bundeswehrangeh&ouml;rigen in Uniform und Zivil. Die Zusammenarbeit mit diesen einsatzerfahrenen, hoch kompetenten und geistig unabh&auml;ngigen Menschen war bestens organisiert, ausgesprochen offen, produktiv und bereichernd. Diese viereinhalb Monate politisch-milit&auml;rischer Zusammenarbeit waren ein besonderes Erlebnis.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Der Kommissionsbericht in den Medien</span></strong></p>
<p>Die Medienresonanz auf die &Uuml;bergabe der Berichte am 14. Oktober war fl&auml;chendeckend und un&uuml;bersehbar. Ausschlaggebend war, dass unsere brisante Frage eindeutig und positiv beantwortet werden konnte und dass wirklich unabh&auml;ngige, sachdienliche und ganz und gar keine Gef&auml;lligkeitsgutachten vorgelegt wurden. Dass eine Verteidigungsministerin solche Aufkl&auml;rung ohne R&uuml;cksicht auf eventuelle eigene Kommunikationsprobleme wagte, ist ausgesprochen selten und hoch anzurechnen. Bei vielen Kommentatoren blieb dieser Aspekt unber&uuml;cksichtigt.</p>
<p>Hier eine kleine Auswahl der Medienresonanz:</p>
<p><strong>Auf der Seite des Verteidigungsministeriums</strong>: <em>&bdquo;Berichte zum G36 an Ministerin von der Leyen &uuml;bergeben&ldquo;</em> mit Handouts zu den einzelnen Berichten: <a href="http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/NYuxDsIwDET_yE5AQoItpQysLFC2tI0ioyaujFMWPp5k4E56wz0dPrE2-42iV-LsF3zgMNFp_MCYtggvLlJXSJTprUGoJLy3zxxg4hy0UUNWqozilQVWFl2aKSLVAM04GNt3xpp_7Nftnbucd8dDf-1uuKbkfksK-Jw!/">http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/NYuxDsIwDET_yE5AQoItpQysLFC2tI0ioyaujFMWPp5k4E56wz0dPrE2-42iV-LsF3zgMNFp_MCYtggvLlJXSJTprUGoJLy3zxxg4hy0UUNWqozilQVWFl2aKSLVAM04GNt3xpp_7Nftnbucd8dDf-1uuKbkfksK-Jw!/</a> und &bdquo;<strong>Bundeswehr aktuell</strong>&ldquo; Nr. 41 vom 19.10.2015</p>
<p><strong>ARD-Tagesschau</strong>, Christian Thiels: <a href="https://www.tagesschau.de/inland/g36-bundeswehr-109.html">https://www.tagesschau.de/inland/g36-bundeswehr-109.html</a></p>
<p><strong>Ruhr-Nachrichten</strong> 15.10.2015: Interview von Andreas Herholz:</p>
<p><a href="http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/vermischtes/aktuelles_berichte/Interview-mit-Winfried-Nachtwei-G36-Kein-Soldat-wurde-durch-Praezisionsabweichung-getoetet;art29854,2844644">http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/vermischtes/aktuelles_berichte/Interview-mit-Winfried-Nachtwei-G36-Kein-Soldat-wurde-durch-Praezisionsabweichung-getoetet;art29854,2844644</a></p>
<p><strong>Tagesspiegel, </strong>Robert Birnbaum: <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/bericht-ueber-g36-gewehr-zuverlaessig-statt-ungenau/12451946.html">http://www.tagesspiegel.de/politik/bericht-ueber-g36-gewehr-zuverlaessig-statt-ungenau/12451946.html</a></p>
<p><strong>Bonner Generalanzeiger</strong>: <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/national/soldaten-sehen-keine-probleme-bei-der-waffe-article1743137.html">http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/national/soldaten-sehen-keine-probleme-bei-der-waffe-article1743137.html</a></p></div>


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