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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Wie der Afghanistaneinsatz anfing - Teil II: Doppel-Ernstfall</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan</span>

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        <h1>
            Wie der Afghanistaneinsatz anfing - Teil II: Doppel-Ernstfall         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 1. September 2011 09:44:53 +02:00 (98014 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>&quot;11. September bis 22. Dezember 2001 - Von New York nach Afghanistan aus Berliner Sicht&quot; nach den persÃ¶nlichen Aufzeichnungen von W. Nachtwei. Teil II: Der Doppel-Ernstfall - Krieg gegen den Terror, rot-grÃ¼ne Koalition und GrÃ¼ne Partei auf der Kippe</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} --> <!--[endif] --><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--></p>
<p align="center"><strong>Von New York nach Afghanistan aus Berliner Sicht -</strong></p>
<p align="center"><strong>Teil II Der Doppel-Ernstfall: Krieg gegen den Terror,</strong></p>
<p align="center"><strong>rot-grÃ¼ne Koalition und GrÃ¼ne Partei auf der Kippe</strong></p>
<p>2.11.</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <span style="text-decoration: underline;">Brief von W. Nachtwei an Fraktionsvorstand, AK IV, Parteivorstand, MinisterÂ  zu â€ž<strong>Afghanistan-Krieg/Innere Lage - INTERNÂ  EILT</strong></span>&quot;, am 6.11. darÃ¼ber von Nico Fried in der SZÂ  â€žDas FrÃ¼hwarnsystem gibt Alarm - Unmut in der GrÃ¼nen-Fraktion: Der Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei kritisiert die US-Angriffe - und die eigene Partei&quot;</p>
<p>5.11.</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  SPIEGEL-Titel (45/2001) â€ž<strong>Afghanistan-Krieg - Eine Region im Brand</strong> - Debakel am Hindukusch: Die Supermacht Amerika droht sich in Afghanistan zu verstricken wie einst die Sowjetunion. Washington forciert die Bombenkampagne, doch die Gotteskrieger halten stand. Sie bekommen Zulauf aus dem von inneren Unruhen aufgewÃ¼hlten Pakistan&quot;</p>
<p>6.11.</p>
<p><strong>AK IV , teilweise Â mit SPD</strong></p>
<p>Joschka: Auf Anfrage der USA sollen von Deutschland bereitgestellt werden ABC-AbwehrkrÃ¤fte (max. 800), medizinische Evakuierung (max. 250), SpezialkrÃ¤fte (max. 100), Lufttransport, See- und LuftstreitkrÃ¤fte zur SeeÃ¼berwachung - nicht fÃ¼r Luftangriffe, keine Kampftruppen am Boden. Max. 3.900 Soldaten, davon bis zu 1.800 Marinesoldaten am Horn von Afrika)</p>
<p>Die Kabinettsvorlage solle am Do in erster Lesung im Bundestag debattiert werden. Einsatzdauer zunÃ¤chst 12 Monate, Einsatzraum Naher und Mittlerer Osten, auÃŸer in AFG nur mit Zustimmung der jeweiligen Regierung. Irak wÃ¤re vÃ¶llig andere Lage.</p>
<p>Die 100 KSK-Soldaten seien das riskanteste. (zuerst am Mi die Rede von 500, am Fr 1.000, am Mo 3.000, jetzt 100; Anm.: Hier sind die Aufzeichnungen nicht eindeutig. Ich vermute, dass damit KrÃ¤fte insgesamtÂ  fÃ¼r AFG gemeint waren, also auch FallschirmjÃ¤ger u.a.) Insgesamt sei das eine begrenzte Beteiligung, die auch den LÃ¤nderratsbeschluss gedeckt sei.</p>
<p>Bei Kosovo wenig Einfluss DEU`s auf den Kriegsverlauf, bei Kriegsende aber maximal. WÃ¼rden wir uns verabschieden, wÃ¤re nichts mit nachfolgender Einflussnahme.</p>
<p>Es bestehe groÃŸe Sorge, dass der 11.9. nicht der letzte Schlag gewesen sei. Das Ziel sei, die USA in die volle Ãœberreaktion zu treiben. Russland und China positionieren sich eindeutig auf Seiten der USA.</p>
<p>Gegen Unterbrechung der Luftangriffe aus humanitÃ¤ren GrÃ¼nden. Entscheidend sei die Sicherheit im Land.</p>
<p>Rainer A. (SPD) fragt nach einem Vorratsbeschluss, der den Parlamentsvorbehalt unterlaufen kÃ¶nnte.</p>
<p><strong>Fraktionssitzung</strong></p>
<p>(Seit drei Wochen keine Ã¶ffentliche Stellungnahme der Fraktion mehr. Politisches FÃ¼hrungsloch!)</p>
<p>Joschka: Jetzt wohl schwierigste Entscheidung. Die sei voll aufgezwungen. Die KrÃ¤fte des 11.9. ruhen und warten nicht.</p>
<p>Der Bundeskanzler habe klargestellt, dass Bereitstellung nicht unmittelbar zum Einsatz fÃ¼hre. Es gebe keine Kampftruppen am Boden und keine Luftwaffe. Die ABC- FÃ¼chse wÃ¼rden rein defensiv eingesetzt. Die SpezialkrÃ¤fte fÃ¼r den Antiterrorzugriff stÃ¼nden unter nationaler Befehlshoheit.</p>
<p>Die politische Lage sei seit dem 11.9. durch ein Dilemma gekennzeichnet: (a) Der fÃ¼r dt. Sicherheit wichtigste BÃ¼ndnispartner wurde angegriffen. Nichtteilnahme hÃ¤tte weitestgehende Konsequenzen. Ãœberall dieselbe Diskussion, alle kommen zu demselben Ergebnis: Die USA nicht allein lassen. Keiner verabschiede sich aus der SolidaritÃ¤t. (b) Die emotionale Grundstimmung gehe in die andere Richtung. (...)</p>
<p>Wir werden uns als Land nicht verweigern kÃ¶nnen!</p>
<p>Hans-Christian S.: FÃ¼chse heiÃŸen, dass sich DEU auf den Bodenkrieg vorbereitet. Wo sind die Grenzen der dt. Beteiligung? Ist Euch das Risiko Ã¼berhaupt klar?</p>
<p>W. N.: Man mÃ¼sse sich die Bedrohung klar machen. Der Sturz des Talibanregimes sei notwendig. Der dt. militÃ¤rische Beitrag mÃ¼sse im Kontext anderer BeitrÃ¤ge bewertet werden. Aber insgesamt sei er ein Quantensprung.</p>
<p>Zwischenbilanz I: Was alles bisher auf diplomatischer, geheimdienstlicher, finanzpolitischer Ebene getan und geschafft wordenÂ  sei.</p>
<p>Zwischenbilanz II: Die militÃ¤rische Lage und Wirkung sei kaum beurteilbar. Die RealitÃ¤t der zivilen Opfer werde durch Bilder definiert. Unklar sei die politische Wirkung: RÃ¼ckhalt fÃ¼r Taliban gestÃ¤rkt? Gelten die USA mehr als â€žÃ¤uÃŸerer Feind&quot; oder als â€žBefreier&quot;?</p>
<p>Wohin gehe es? Gewichtung zwischen interner und externer VerÃ¤nderung?</p>
<p>MilitÃ¤rische TerrorbekÃ¤mpfung Ã¼berall sonst, nur verdeckt, mit LuftunterstÃ¼tzung?</p>
<p>TerrorismusbekÃ¤mpfung mÃ¼sse notwendig, aussichtsreich und verantwortbar sein. Jetzt stehe eine Entsendung in den Nebel bevor. WofÃ¼r, wohin? DarÃ¼ber mÃ¼sse informiert werden.</p>
<p>Werner S.: Vietnam-Vergleich hinkt. Damals hinter UdSSR und China als Hinterland.</p>
<p>Joschka: Jede Emotion gegen den Krieg sei vÃ¶llig gerechtfertigt.Â  DEU dÃ¼rfe nicht mehr allein sein. Das wÃ¤re schlimmer als alles andere!!</p>
<p>Zur Strategie: Bei NATO wie USA gebe es objektiv InformationslÃ¼cken. Ãœber das Wohin werde es strategische Kontroverse geben. Von der Wolfowitz-Strategie halte er gar nichts.</p>
<p>Der Eindruck von â€žMehrfachnebel&quot; sei verstÃ¤ndlich, aber nicht ganz nachvollziehbar.</p>
<p>Zu Hans-Christian S.: Wo stÃ¼nden wir auf dem Balkan, wenn wir Deinen VorschlÃ¤gen gefolgt wÃ¤ren. Milosevic wÃ¤re noch da. (...) Letzte Woche habe es ernsthafte Warnungen vor NuklearanschlÃ¤gen mit Truck gegeben. Ihr mÃ¼sst Euch die Gefahren vor Augen halten. Die Amerikaner werden diesen Krieg fÃ¼hren mÃ¼ssen. Er werde versuchen, unsere Position zu nutzen. Abwegig sei, dass die FÃ¼chse ein Einstieg in den Bodenkrieg seien.</p>
<p>Fritz K.: Wir mÃ¼ssen dem Einsatz zustimmen.</p>
<p>- Was wÃ¤ren die Folgen einer Unterbrechung? Abbruch? Dann stÃ¤nde Bin Laden als Sieger da.</p>
<p>- Politik in Deutschland, in Europa und zu den USA sei so besser mit zu gestalten als in Opposition. - - Sollen GrÃ¼ne in schÃ¤rfster Verantwortung weg gehen?</p>
<p>Hauptzweifel habe er an der Strategie.</p>
<p>Annelie B.: Die letzten Wochen zeigten mir wieder, dass Krieg gegen den Terrorismus nicht taugt. Die grÃ¼ne Vorstellung von gezielten Zugriffen erwies sich als Illusion.</p>
<p>Mit MilitÃ¤r laufen wir in die Eskalationsfalle des â€žKampfes der Kulturen&quot;. Das Talibanregime mÃ¼sse in der Tat abgelÃ¶st werden. Aber was in AFG geschehe, sei vÃ¶llig falsch.</p>
<p>7.11., Mittwoch</p>
<p><strong>87. Verteidigungsausschuss</strong></p>
<p>TOP Lage in den Einsatzgebieten: W.N. erinnert an den Abschuss eines UNOMIG-Hubschraubers am 8.10. in Georgien, wobei Oberstabsarzt Dieter EiÃŸing mit acht Kameraden aus sieben LÃ¤ndern ums Leben kam. Damit sei erstmalig seit dem 2. Weltkrieg ein Bundeswehrsoldat durch gegnerisches Feuer gefallen. In der Ã–ffentlichkeit habe man das tragische Ereignis praktisch nicht zur Kenntnis genommen. Er habe gehÃ¶rt, dass es nicht mÃ¶glich gewesen sei, den Leichnam von Offizieren abholen zu lassen. Die ÃœberfÃ¼hrung des Leichnams mit einer Verkehrsmaschine sei bei den MissionsangehÃ¶rigen auf grÃ¶ÃŸtes UnverstÃ¤ndnis gestoÃŸen. Noch schwerwiegender sei die Tatsache zu bewerten, dass bei der militÃ¤rischen Bestattungszeremonie in Rheine die politische Leitung des Ministeriums nicht vertreten gewesen sei. Eine Teilnahme sei auf Nachfrage sogar ohne BegrÃ¼ndung ausdrÃ¼cklich abgelehnt worden. Das sei bei Kameradinnen und Kameraden des ums Leben gekommenen Soldaten auf Fassungslosigkeit gestoÃŸen.</p>
<p>TOP sicherheits- und verteidigungspolitische Lage nach dem Terroranschlag auf die USA: (Der u.g. Antrag der Bundesregierung wird zeitgleich im Kabinett beraten und liegt dem Ausschuss noch nicht vor.) Im Rahmen der BekÃ¤mpfung des internationalen Terrorismus erhalten die StreitkrÃ¤fte 1,5 Mrd. DM zusÃ¤tzlich.</p>
<p>R. (Union) kritisiert die Informationspolitik der Bundesregierung als sehr widersprÃ¼chlich.</p>
<p>W.N. bemÃ¤ngelt, dass nach der bisherigen Zeitplanung die Antragsberatung im Ausschuss erst nach den Beratungen der Fraktionen stattfÃ¤nde. (Der Versuch, die Obleute-Unterrichtung am Morgen des 8.11. fÃ¼r andere Ausschussmitglieder zu Ã¶ffnen, scheitert.)</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <strong><span style="text-decoration: underline;">Antrag der Bundesregierung â€žEinsatz bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte bei der UnterstÃ¼tzung der gemeinsamen Reaktion auf terroristische Angriffe gegen die USA </span></strong><span style="text-decoration: underline;">auf Grundlage des Artikels</span> 51 der Satzung der VN und des Artikels 5 des Nordatlantikvertrags sowie der Resolution 1368 (2001) und 1373 (2001) des Sicherheitsrats der VN (Drs. 14/7296). â€ž(...) Der Deutsche Bundestag stimmt daher der Beteiligung deutscher bewaffneter StreitkrÃ¤fte an der <strong>Operation ENDURING FREEDOM</strong> zu. (...)&quot; (Auftrag, ErmÃ¤chtigung zum Einsatz, Beginn und Dauer, Einzusetzende KrÃ¤fte, Einsatzgebiet) (Drs. 14/7296)</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <strong>SZ-Leitartikel von Christoph Schwennicke: â€žAbenteuer AFG</strong>&quot;: â€ž(...) In Deutschland sind nun Politiker in der Verantwortung, deren Bezug zum MilitÃ¤rischen und dessen Notwendigkeit in der internationalen Politik nicht Ã¼ber Jahre gewachsen, sondern in Monaten gewuchert ist. Problematischer noch: So sehr man sich dagegen strÃ¤ubt, so drÃ¤ngt sich doch das GefÃ¼hl auf, dass Gerhard SchrÃ¶der, in Nuancen auch Joschka Fischer, diese neue Rolle im internationalen GefÃ¼ge als reines Machtinstrument begreifen. In manchmal fahrlÃ¤ssig anmutender, manchmal fast kindlich wirkender Manier scheinen da Heranwachsende darum zu eifern, in den Club der GroÃŸen aufgenommen zu werden, einen Club, der entscheidend militÃ¤risch definiert ist. (...)&quot;</p>
<p><strong>Fraktionssitzung</strong></p>
<p>Winne H.: Lt. Joschka gebe es nur eine HandlungsmÃ¶glichkeit, seien die ZwÃ¤nge unausweichlich. Darein haben uns Teile der Fraktion gebracht. Die Welt wÃ¼rde nicht untergehen, wenn DEU einen anderen Weg der TerrorbekÃ¤mpfung gehen wÃ¼rde. Wegducken? Was ist verantwortungslos, wenn wir anderen Weg haben, konsequente Entwicklungspolitik? Der Frust an der Basis sei gewaltig.</p>
<p>Joschka: W.`s Position sei nicht geeignet, in der dt. Regierung mitzubestimmen. Dann wÃ¤re Rot-GrÃ¼n ein Irrtum gewesen.</p>
<p>Es sei seine feste Ãœberzeugung: Die Aussage â€žGewaltÂ  nutzt nichts&quot; sei so generell falsch: Wer habe uns befreit?</p>
<p>Himmelschreiendes Unrecht wÃ¼rde Intervention nicht rechtfertigen. Aber seit dem 11.9. bestehe Gefahr fÃ¼r den Weltfrieden.</p>
<p>Werde die Welt sicherer bei Nichtteilnahme und bei Ende von Rot-GrÃ¼n?</p>
<p>VorwÃ¼rfe mÃ¼ssten wir uns eher machen wegen zu langer ZurÃ¼ckhaltung (AFG, Somalia, GroÃŸe Seen).</p>
<p>Zum Antrag: (...) Damit wirksame Teilnahme ohne Abenteuer.</p>
<p>Reinhard L.: Zum Antrag der Bundesregierung - sei die Frist nicht zu lang, der Raum nicht zu weit, der Auftrag zu allgemein?</p>
<p>Gerald H.: SolidaritÃ¤t mit den Opfern, alles gegen den Terror - ohne Frage. Aber unklar sei, was in AFG zu tun sei, wohin es gehe und wo es ende.</p>
<p>Christian Si.: Notwendig seien AbwÃ¤gen und Offenheit. Er sei sich nicht sicher, ob der Einsatz den Terrorismus schwÃ¤che oder stÃ¤rke.</p>
<p>Er sage nein, weil Ortsvereine austreten. FÃ¼r ihn sei die erste Frage, ob GrÃ¼n noch eine Chance habe, nicht Rot-GrÃ¼n. Es sei eine Gewissensfrage, 3.900 Soldaten in den Krieg zu schicken. FÃ¼r die tragen wir auch Verantwortung.</p>
<p>Diese Entscheidung verÃ¤ndere das Gesicht der GrÃ¼nen endgÃ¼ltig.</p>
<p>Volker B.: VÃ¶llig offen sei, was wir im BÃ¼ndnis erreichen wollen. Er sÃ¤he keinen militÃ¤rischen Plan. Er habe den Verdacht, dass aus Ratlosigkeit weiter gebombt werde. Ein Blankoscheck sei nicht beurteilbar und nicht vermittelbar.</p>
<p>Ludger V.: Zzt. sei keine Strategie plausibel. Besser jetzt mehr Diskussion statt Beweis von FÃ¼hrungskraft seitens der Regierung. Nur so sei Integration mÃ¶glich.</p>
<p>Antje V.: Vorsicht vor geistiger EngfÃ¼hrung! Sie sei sehr Ã¼berrascht, wie man mit so was durchkommen wolle. Gegen Terroristen helfen nicht Phalanxen, sondern Intelligenz, Ãœberraschung. Der Raum sei zu groÃŸ, die Zeit zu weit, der Auftrag zu unbestimmt. ErmÃ¤chtigung gehe nur mit Vertrauen - zu Joschka ja, zu SchrÃ¶der nur sehr begrenzt.</p>
<p>Wenn es nicht einen deutlicheren Anteil grÃ¼ner Gegenstimmen gebe, dann werde die Partei das nicht Ã¼berleben.</p>
<p>Joschka: Ihr mÃ¼sst sagen, ob Ihr die Koalition noch wollt. Es nutzt nichts, drum herum zu reden. Dann wÃ¤re es auch mit dem AuÃŸenminister aus. Er gehe dann nicht zu einer anderen Partei. So, wie die Diskussion laufe, sei das das Ende der Koalition. Ihr unterschÃ¤tzt, was auf uns zukommt.</p>
<p>Kerstin M.: Wir kÃ¶nnen nicht einfach so in die Abstimmung rein laufen. Aber: Die Koalitionsfrage hat die Partei zu entscheiden.</p>
<p><strong>Presseberichte</strong> zu dieser Fraktionssitzung</p>
<ul type="circle">
<li>â€žHeiser nach der      RÃ¼cktrittsdrohung&quot; von Nico Fried/Christoph Schwennicke (SZ 9.11.)</li>
<li>â€žErst Ruhe, dann      Chaos&quot; von Eckart Lohse (FAZ 9.11.)</li>
<li>â€žWas Fischer so in      Rage brachte&quot; von Eckart Lohse (FAZ 13.11.)</li>
</ul>
<p>8.11.</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <span style="text-decoration: underline;">â€ž<strong>Deutschland im Nebel</strong>&quot;, taz-Interview mit W. Nachtwei</span></p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <span style="text-decoration: underline;">SZ-Leitartikel von Heribert <strong>Prantl: Der Ernstfall</strong></span>: (...) Der Kanzler redet von konkreten Truppenanforderungen der USA, die es aber nicht gibt. Er macht also aus einem deutschen Truppenangebot an die USA eine amerikanische Anforderung - um so den Zustimmungsdruck in Deutschland zu erhÃ¶hen. (...) Es ist ein schlechter Einstieg in einen immer schlechteren Krieg. (...) Dieser Krieg begann als Notwehr. Es ist ein Notwehrexzess daraus geworden. (...) Aus dem Schlamassel in AFG wird in spÃ¤testens einem Jahr eine andere Koalition die deutschen Soldaten befreien mÃ¼ssen.&quot;</p>
<p><strong>Briefing OEF</strong><strong> </strong>- BeitrÃ¤ge der Bundeswehr<strong></strong></p>
<p><strong>Bundestag</strong>: 1. Lesung des OEF-Mandats</p>
<p>Reden des Bundeskanzlers, Unionsfraktionschef Merz, Gernot Erler, Joschka u.a.</p>
<p><strong>Basisreaktionen</strong>: nur eine Mail fÃ¼r ein Ja. Ãœber zehn durchweg positiv zu meinem Warnbrief vom 2. November. Ex-Lehrerkollege Benno A. aus DÃ¼lmen: â€žEndlich noch einer, der die Zeichen der Zeit erkannt hat.&quot;</p>
<p>Mein Kommentar: Komme ich da noch raus? Die Basis will nicht die uneingeschrÃ¤nkte SolidaritÃ¤t mit den USA. W.N. hat so oder so einen schweren Stand. Eindeutige Haltung wÃ¤re wichtig, und solide und klare BegrÃ¼ndung. Festlegung jetzt eher kontraproduktiv. Koalitionsargument runterhÃ¤ngen.</p>
<p>Ein Nein gÃ¤be bei der Friedensbewegung keinen Gewinn. Der 11.9. wird zunehmend vergessen, Bedrohung geleugnet, zugleich Antiamerikanismus.</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  â€ž<strong>Es geht um nicht weniger als Krieg und Frieden&quot;, Dokumentationsseite</strong> der FR, 9.11. mit sieben BeitrÃ¤gen aus der rot-grÃ¼nen Koalition, neben Bundeskanzler SchrÃ¶der und AuÃŸenminister Fischer auch als â€žungehaltene Reden&quot; die abweichenden Haltungen von Antje Vollmer, Winfried Nachtwei, Hans-Christian StrÃ¶bele, Hermann Scheer und Konrad Gilges.</p>
<p>9.11.</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <span style="text-decoration: underline;">Peter Struck/Gernot Erler: â€žDeutsche Beteiligung am Kampf gegen den internationalen Terrorismus&quot;, <strong>Brief an die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion</strong></span></p>
<p><strong>88. Verteidigungsausschuss: </strong>Beratung des Antrags der Bundesregierung zur OEF-UnterstÃ¼tzung (<em>Anm.: Erster ausfÃ¼hrlicher Bericht zur Lage in AFG, Golf-Region, Nordafrika, Somalia/Ã„thiopien im Ausschuss!</em>)</p>
<p>Oberst B.: Lage in AFG weitgehend statisch, GelÃ¤ndegewinne Ã¼berwiegend durch Kauf. Durch Schwerpunktbildung teilweise 3:1-Ãœberlegenheit der Taliban. Verluste werden durch VerstÃ¤rkungen aus PAK ausgeglichen. An Frontabschnitten je 6-10.000 TalibankÃ¤mpfer. Hauptlast bei Al Qaida, â€žArabern&quot;, verstÃ¤rkt durch Freiwillige aus Kaschmir.</p>
<p>Die Nordallianz habe keine Kraft zu raumgreifenden Offensiven. Ohne auswÃ¤rtige UnterstÃ¼tzung kÃ¶nne sie keine Ãœberlegenheit herstellen.</p>
<p>Schnelle Erfolge seien nicht zu erwarten.</p>
<p>Die Interessen der Anrainerstaaten und muslimische Staaten darÃ¼ber hinaus (...)</p>
<p>In der islamischen Welt bisher noch keine schwerwiegenden Verwerfungen.</p>
<p>V-Minister: Am 5. November Eingang eines geheimen US-Schreibens bei der Bundesregierung: Konkrete Anforderungen (z.B. Schiffe/Typen und FÃ¤higkeiten). Die Bundesregierung gab nur die Personalzahlen dazu. Falsch sei, dass es keine Anforderung gegeben habe.</p>
<p>Eine genauere Einsatzplanung sei bisher noch nicht mÃ¶glich, da die USA noch keine Klarheit Ã¼ber die zur VerfÃ¼gung stehenden KrÃ¤fte hÃ¤tten.</p>
<p>GroÃŸer Teil der dt. FÃ¤higkeiten habe Ã¼berwiegend vorbeugenden und unterstÃ¼tzenden Charakter.</p>
<p>Z. (SPD): Gut wÃ¤re, wenn Geheiminformationen Ã¶ffentlich gemacht werden kÃ¶nnten - gegen ins Kraut schieÃŸende Spekulationen. Dt. BeitrÃ¤ge an der unteren Grenze dessen, was angeboten werden kann.</p>
<p>N. (FDP): Bundesregierung eigentlich an der strategischen Planung beteiligt? Was bei Scheitern des Einsatzes? Wie raus? Exitstrategie?</p>
<p>W.N.: MilitÃ¤rische Wirkungen der US-Luftangriffe in AFG, wo es doch sehr wenige militÃ¤rische Ziele gebe? Die BekÃ¤mpfung von Ursachen und Urhebern von Terrorismus erfordere langen Atem, vor allem einen Kampf um KÃ¶pfe und Herzen. Welche Strategieelemente gebe es dazu? Andernfalls werde der NÃ¤hrboden von Terrorismus gefÃ¶rdert und eine strategische Niederlage vorbereitet.</p>
<p><strong>Fraktionssitzung</strong></p>
<p>Claudia R.: Lt. Telefonkonferenz mit LandesvorstÃ¤nden groÃŸe Unruhe und Aufregung in der Partei.</p>
<p>Kerstin M.: Koalitionskonsequenzen und Konsequenzen fÃ¼r die Partei - auch das gehÃ¶re zu einer Gewissensentscheidung.</p>
<p>Beim Wahlkampf werde gefragt, was sind Eure Antworten auf neue Herausforderungen. Die sind nicht mit den Antworten der 80er Jahre zu klÃ¤ren.</p>
<p>Helmut L.: Zu Nahost und Joschka. Der sei instinktiv zu der Rolle aufgewachsen. Von israelischen Freunden hÃ¶re er: â€žSchickt mal Joschka!&quot;</p>
<p>Ihr zieht den Teppich unter den FÃ¼ÃŸen eines AuÃŸenministers weg, der der beste der Bundesrepublik ist! (Kommentar: den TrÃ¤nen nahe)</p>
<p>SpezialkrÃ¤fte haben in Bosnien 40 Kriegsverbrecher festgenommen. DafÃ¼r jetzt KSK.</p>
<p>JÃ¼rgen T.: Vorsicht mit dem Holzhammer-Argument des dt. Sonderweges. Lieber inhaltlich auseinandersetzen.</p>
<p>Das Vorgehen der USA sei unbestritten legal. Aber die Art des Vorgehens kÃ¶nne die LegitimitÃ¤t infrage stellen.</p>
<p>Die Menschen erwarten von den GrÃ¼nen Zweifel, Hinterfragen.</p>
<p>Schizophrene Erwartungshaltung: 90% unserer WÃ¤hler lehnen den US-Krieg in AFG ab. Zugleich finden sie GrÃ¼ne in der Regierung besser als andere.</p>
<p>Die Bundesregierung habe gewissen weltpolitischen Einfluss, aber keinen operativen.</p>
<p>Marieluise B.: In Bremen fast vollstÃ¤ndige Ablehnung des Einsatzes.</p>
<p>Fritz K.: GrÃ¼ne und dt. Politik mÃ¼ssen dazu beitragen, dass es nicht zu einem US-Sonderweg kommt.</p>
<p>Die zu erarbeitende Resolution wird klar kritische SolidaritÃ¤t formulieren. Notwendig sind einige Klarstellungen der Regierung Ã¼ber die Kabinettsvorlage hinaus.</p>
<p>Eine Gewissensentscheidung hat alles zu bedenken. Hier ist eine Entscheidung zu fÃ¤llen, die auch auf der BDK und bei den WÃ¤hlern Bestand hat.</p>
<p>Christine S.: Zwei hinderliche Bilder: â€žSchrÃ¶der hat sich aufgedrÃ¤ngt.&quot; Die bloÃŸe Zahl von 3.900. Wo das Gesamtziel unklar ist, ist das schwer Ã¼berzubringen.</p>
<p>Europa und BÃ¼ndnis sind bei der Basis nicht prÃ¤sent.</p>
<p>Hans-Christian S.: SchrÃ¶der wird es nicht an fehlender Koalitionsmehrheit scheitern lassen. Westerwelle ist zum Ersatz in der Lage.</p>
<p>Wir haben inzwischen mehr als vier Wochen Erfahrung mit dem US-Krieg in AFG. Auch nach Abzug der Taliban-Propaganda: Alle Kriterien des LÃ¤nderratsbeschlusses sind nicht eingehalten.</p>
<p>VÃ¶llig unklar, wie Ihr GlaubwÃ¼rdigkeit zurÃ¼ckgewinnen wollt - angesichts der fortlaufenden Bilder vom Abnutzungskrieg, von unendlich vielen Toten. KÃ¶nnt Ihr verantworten, dass Ihr den Krieg mit unterstÃ¼tzt?</p>
<p>Steffi L.: Was inzwischen passiert, Ã¼berschreitet alle Grenzen fÃ¼r mich. Deshalb entscheidend, was die Partei und Fraktion dazu tun.</p>
<p>10.11.</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <span style="text-decoration: underline;">â€ž<strong>Krieg in Afghanistan&quot;, Positionspapier</strong> der Abgeordneten Annelie Buntenbach,Â  Steffi Lemke, Christian Simmert, Winfried Hermann, Monika Knoche, Irmingard Schewe-Gerigk, Hans-Christian StrÃ¶bele, Sylvia VoÃŸ: </span>â€ž(...) Der Krieg gegen AFG ist politisch falsch, dient nicht der zielgerichteten BekÃ¤mpfung des Terrorismus, ist humanitÃ¤r verantwortungslos und schafft neue politische Probleme. Es handelt sich um ein Abenteuer, an dem sich niemand, auch nicht die Bundesrepublik, beteiligen sollte. Eine UnterstÃ¼tzung dieses Krieges durch deutsche Soldaten ist deshalb nicht zu verantworten und muss unterbleiben.Â  (...)&quot; (<a href="http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Afghanistan/gruene.html">www.ag-friedensforschung.de/regionen/Afghanistan/gruene.html</a>)</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <span style="text-decoration: underline;">Interner Vermerk von W.N. Ã¼ber (a) <strong>Beratungstelefonate</strong> mit General a.D. Eisele, OSZE-GeneralsekretÃ¤r a.D. HÃ¶ynck, Oberst a.D. Achmann (Kathol. Soldaten) , Brigadegeneral Wittmann, Matze, Winrich KÃ¼hne/SWP, Arnd Henze/WDR, JÃ¶rg CallieÃŸ/Locum, Prof. Harald MÃ¼ller/HSFK zum Anti-Terror-Einsatz der Bundeswehr , (b) zum <strong>Lagebericht im Verteidigungsausschuss</strong></span></p>
<p><strong>Beratungszitate</strong>:</p>
<p>- MilitÃ¤rische BeitrÃ¤ge der Bundesregierung eher VorsorgemaÃŸnahmen, Fuchs sinnvoll, Einsatz extrem unwahrscheinlich. Durch Medien hochgefahrene Emotionen (â€žwir mÃ¼ssen in den Krieg&quot;) vÃ¶llig Ã¼berzogen. KSK wohl nur in AusnahmefÃ¤llen zu gebrauchen. USA ziehen Truppen von Muttersprachlern vor.</p>
<p>- Kritikpunkte habe ich auch. Aber mir fÃ¤llt es schwer, Alternativen zu formulieren. Herausforderun-</p>
<p>gen dieser Art haben wir nicht erkannt. Amerikaner seien in vÃ¶llig anderer mentaler Situation als wir.</p>
<p>- Unsere Regionalisten sind nicht immer die besten bei der Beurteilung von Konfliktdynamiken.</p>
<p>- Vorlaufzeit von halbem Jahr - sonst das Kosovo-Problem. Man verliert/gewinnt die BevÃ¶lkerung in</p>
<p>den ersten Monaten. BevÃ¶lkerung will was sehen.</p>
<p>- Ein bisschen reingehen. Das endet wie Somalia.</p>
<p>- Hauptproblem, dass die USA keine Ahnung von der Region haben, auch nicht die think tanks. Jeder</p>
<p>EuropÃ¤er mit zwei Jahren EZ-Erfahrung von dort bringe mehr.</p>
<p>- Unklar, wo er Krieg gegen Terrorismus enden soll. Vorher will ich den ersten Schritt nicht gehen.</p>
<p>- Politisches Gesamtkonzept nicht erkennbar.</p>
<p>- Fischer ganz zentral. Er hat positiven und mÃ¤ÃŸigenden Einfluss.</p>
<p>- Erfolg mache bestimmte BefÃ¼rchtungen in Richtung Zukunft obsolet. Ã„uÃŸerst schlampiger Antrag.</p>
<p>12.11.</p>
<ul type="circle">
<li>Rede von      AuÃŸenminister <strong>Fischer vor der 56.      Generalversammlung</strong> der VN in New York</li>
<li><strong>Heribert PrantlÂ  in der SZ: â€žTapfer in den Krieg</strong> - Die      Selbstimmunisierung der Politik gegen Zweifel und Gewissen&quot;</li>
<li>W.N.: Anmerkungen/<strong>VorschlÃ¤ge zum rot-grÃ¼nen      EntschlieÃŸungsantrag</strong></li>
</ul>
<p>13.11.</p>
<p><strong>AK IV</strong>: Verhandlungen mit SPD zu EntschlieÃŸungsantrag und Protokollnotiz</p>
<p><strong>AuÃŸen- und Sicherheitspolitiker von SPD + GrÃ¼ne</strong> mit StM AA und StS BMVg:</p>
<p>Kabul sei von Taliban gerÃ¤umt! Die MÃ¶glichkeiten zur humanitÃ¤ren Hilfe auÃŸerordentlich verbessert. Morgen Aufnahme des FÃ¤hrbetriebs von Usbekistan nach AFG.</p>
<p>AuÃŸenminister zzt. bei VN in New York. Dort Resolution fÃ¼r den 16.11. in Vorbereitung. Rolle der VN noch offen. Blauhelmmission nicht vorstellbar.</p>
<p>Zu OEF: Beim Einsatz dt. KrÃ¤fte operational control beim BMVg, operational command bei der militÃ¤rischen FÃ¼hrung vor Ort.</p>
<p>Konzept von einer Nation festgelegt. Bundesregierung hat nur Campaign-Plan, aber keine politisch verwertbaren Unterlagen. (Mein Kommentar: Blindbeteiligung?)</p>
<p><strong>Fraktionssitzung</strong></p>
<p>Rezzo S.: Bis Sonntagabend Kanzler noch der Meinung, dass keine eigene Mehrheit notwendig sei. Ã„nderung habe sich ergeben mit der hÃ¤rteren Presselage.</p>
<p>Joschka zurÃ¼ck aus New York: Dramatische VerÃ¤nderung in AFG. HumanitÃ¤r jetzt sehr viel mehr mÃ¶glich. Ãœbergangsregierung jetzt dringend, bloÃŸ kein Vakuum.</p>
<p>SchrÃ¶der habe mit Eppler, Schmidt und Vogel gesprochen und wolle weiter Rot-GrÃ¼n. Wenn Vertrauensfrage scheitere, Neuwahlen im Januar. Dann keine rot-grÃ¼ne Koalition mehr.</p>
<p>JÃ¼rgen T.: Mitte Dezember komme das Atomausstiegsgesetz. Habe man aus der Opposition die Chance, den Ausstieg schneller hinzukriegen? Nein! Nicht vor der BDK Fakten schaffen! Nicht mit antiautoritÃ¤ren Reflexen reagieren!</p>
<p>Winne H.: Er halte an Rot-GrÃ¼n fest. Wir sind mitten in der Existenzkrise. Zig Mails: Bleibe standhaft!</p>
<p>Bundeskanzler SchrÃ¶der in Fraktionssitzung: 1998 habe er sehr bewusst auf Rot-GrÃ¼n gesetzt. In drei Jahren hÃ¤tten sie gute Arbeit geleistet. (Kurzbilanz) Ich will, dass die Konstellation bleibt. Ich will die auch weiter nach 2002.</p>
<p>Angesichts der wirtschaftlich sehr schwierigen Lage in der BevÃ¶lkerung groÃŸe Unsicherheit. Es brauche StabilitÃ¤t, hohe FÃ¼hrungserwartung. Deshalb dÃ¼rfe es in zentralen Fragen kein zweites Mal Unsicherheit geben.</p>
<p>W.N.: BezÃ¼glich Bedrohungslage, dt. Rolle in der Allianz, Notwendigkeit von SolidaritÃ¤t und auch MilitÃ¤r, internationalen Folgen eines RÃ¼ckziehers Ãœbereinstimmung. Nur: zum Teil werde aneinander vorbei geredet. Verbreitet sei Angst vor einem Kriegsabenteuer, vor breiter Solidarisierung mit Terroristen statt ihrer Isolierung, einem Scheitern des Kampfes um KÃ¶pfe und Herzen. Sicherheitspolitik und gerade BundeswehreinsÃ¤tze brauchen breiten gesellschaftlichen Konsens.</p>
<p>SchrÃ¶der: Mitte Oktober erste allgemeine US-Anfrage.</p>
<p>Gegen Kriegsabenteuer seien Sicherungen eingebaut: dt. Kommando, Letztentscheidung bei der Bundesregierung. Uns liegt nichts vor und wir haben nicht die Absicht, dass weiteres kommt. Rote Linie bei Bodentruppen. Weitergehende Planungen seien gestoppt worden. Der dt. Beitrag sei auÃŸerordentlich zurÃ¼ckhaltend. Von uns werde keiner ein Abenteuer verantworten. Der niederlÃ¤ndische Beteiligung sei deutlich schÃ¤rfer, z.B. Kampfflugzeuge.</p>
<p>Die SPD-Fraktion werde geschlossen abstimmen. Gewissensfreiheit kÃ¶nne auch heiÃŸen, das Mandat abzugeben.</p>
<p>Getrennte Abstimmung (OEF, Vertrauensfrage) wÃ¼rde als Affentheater kommentiert. Jeder demokratische Regierungschef wÃ¼rde in solcher Situation zurÃ¼cktreten.</p>
<p>14.11.</p>
<ul type="circle">
<li><strong><span style="text-decoration: underline;">Brief von Erhard Eppler</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> an die Mitglieder      der Fraktionen von SPD und BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen</span></li>
<li>Reuters Interview      mit W. N. â€žGrÃ¼ner Einsatzkritiker Nachtwei fÃ¼r Regierungsantrag&quot;</li>
</ul>
<p><strong>89. Verteidigungsausschuss: </strong>AbschlieÃŸende Beratung und Beschlussfassung zum Antrag der Bundesregierung (OEF-Beteiligung)</p>
<p>V-Minister: Die Lageentwicklung erleichterte humanitÃ¤re Hilfe. Aber keine Illusionen! Kontrolle Ã¼ber StÃ¤dte in AFG sei nicht Kontrolle des Landes!</p>
<p>Zur Protokollnotiz der Bundesregierung, wodurch der Bundeswehrauftrag eingegrenzt wird und ein bilanzierender Gesamtbericht nach sechs Monaten zugesagt wird.</p>
<p>VN solle in AFG so schnell und stark wie mÃ¶glich sein. FÃ¼r die GlaubwÃ¼rdigkeit einer langfristigen Perspektive sei die Einbeziehung der Anrainer von entscheidender Bedeutung.</p>
<p>StS AA: Die militÃ¤rische Entwicklung Ã¼berhole die politische nach der Einnahme von Kabul, Mazar-i Sharif und Herat und Kandahar im KÃ¼rze.</p>
<p>Auf Ebene der VN-Generalversammlung Serie von Ministertreffen. Lakhdar Brahimi VN-Sonderbeauftragter fÃ¼r AFG. Dieser habe einen FÃ¼nf-Punkte-Plan vorgelegt. Die road map:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  VN-Konferenz mit wichtigsten afghanischen Akteuren</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Executive Group (15 Personen) als VorlÃ¤ufer einer Ãœbergangsregierung</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  GroÃŸe Ratsversammlung</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Sicherheit im Land ausschlieÃŸlich durch die Afghanen. Angesichts der GrÃ¶ÃŸe des Landes, der Vielzahl an KÃ¤mpfern und der Clanstrukturen sei eine Blauhelmoperation Ã¤uÃŸerst schwierig und gefÃ¤hrlich, eine Befriedung mit Peacekeeping wie auf dem Balkan fast unmÃ¶glich.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  RÃ¼ckkehr des Sondergesandten Vendrell</p>
<p>Die verschiedenen bisherigen Gruppen zu AFG seien jeweils unzureichend. Absicht: Brahimi-Gruppe der 21 (B. + DEU, GB, FR, IT, NL, SWE, KIRG, KAS, SAUDI-A., IND, TÃœR u.a.)</p>
<p>Erhebliche politische Einwirkungen von auÃŸen notwendig, gerade ggb. der Nordallianz. Menschenrechte mÃ¼ssen eingehalten werden.</p>
<p>Fact-Finding-Mission zur humanitÃ¤ren Hilfe unter dt. Leitung. Wiederaufnahme der MinenrÃ¤umung, Vorausteam entsandt. Anschubfinanzierung fÃ¼r dt. NGO`s gesichert.</p>
<p>Zwei FlughÃ¤fen jetzt fÃ¼r humanitÃ¤re Hilfe geÃ¶ffnet. NATO will sich subsidiÃ¤r an humanitÃ¤rer Hilfe beteiligen.</p>
<p>W.N.: Aus dem Kosovo-Einsatz habe er die Konsequenz gezogen, dass man einen Einsatz noch sorgfÃ¤ltiger und genauer durchdenken mÃ¼sse. Die BekÃ¤mpfung des internationalen Terrorismus sei von der Form und Dimension her Neuland. Es gehe darum, Urheber und Ursachen zu bekÃ¤mpfen, um direkte Verfolgung und Gefahrenabwehr, aber auch um de Kampf um KÃ¶pfe und Herzen. Wichtig sei, den Terrorismus zu isolieren. Solidarisierungseffekte mÃ¼ssten vermieden werden. Einigkeit bestehe im Hinblick auf die unmittelbaren Ziele von Enduring Freedom in AFG. Weitestgehend unklar sei, was die weitergehende Ziele von E.F. Ã¼ber AFG hinaus seien. Vielen sei auch im Hinterkopf, dass AFG ein Friedhof der Invasoren sei. Wer von auÃŸen versuche, in diesem Land militÃ¤risch etwas zu verÃ¤ndern, begebe sich in ein ganz gefÃ¤hrliches Terrain. Die Protokollnotiz grenze das Bundeswehrmandat ein und sei ein Riegel gegenÃ¼ber Weiterungen. Er betone, dass man sich nicht auf ein unberechenbares Kriegsabenteuer einlasse, sondern einen bedeutenden Beitrag zur BekÃ¤mpfung einer neuen Art von Terrorismus leiste.</p>
<p>Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung: Bis auf ein Nein der PDS alles Zustimmungen.</p>
<p>Im Verteidigungsausschuss auch GesprÃ¤ch mit den MilitÃ¤rbischÃ¶fen Mixa und LÃ¶we:</p>
<p>Mixa: Der Einsatz militÃ¤rischer Mittel drohe zu einer Spirale der Gewalt zu fÃ¼hren, die gerechten Frieden unmÃ¶glich mache. MilitÃ¤rische Mittel nur als Ultima Ratio bei klaren politischen Zielen und Schutz der BevÃ¶lkerung. Er kÃ¶nne nicht erkennen, dass das eingehalten werde. Aufgeworfene Fragen mÃ¼ssten ausreichend beantwortet werden, damit Soldaten guten Gewissens in den Einsatz gehen kÃ¶nnen. (...) (begrenzter Beifall)</p>
<p>Z. (SPD): Irritation Ã¼ber Mixa`s Worte von der â€žfast blinden Nibelungentreue&quot; der Politik. Kirchliche Ã„uÃŸerungen, die der Politik eine lockere Hand unterstellen, seien falsch. Bischof Mixa habe einen schwÃ¤rmerischen Ansatz.</p>
<p>(mein Kommentar: Beispiellos deutliche Aussprache mit Mixa. Viele MdB`s fÃ¼hlen sich von ihm tief getroffen!)</p>
<ul type="circle">
<li><strong><span style="text-decoration: underline;">Protokollnotiz des AuÃŸenministers im      AuswÃ¤rtigen Ausschuss</span></strong>: Zusicherung der kontinuierlichen      Unterrichtung, bilanzierender Gesamtbericht nach halbem Jahr,      â€žOperationsziele allein gegen das terroristische Netzwerk Bin Ladens, Al      Quaida, und diejenigen, die es beherbergen oder unterstÃ¼tzen&quot;. â€ž&quot;Es ist      nicht beabsichtigt, in LÃ¤ndern auÃŸerhalb AFG`s, in denen es derzeit keine      Regierung gibt, deutsche bewaffnete StreitkrÃ¤fte ohne Befassung des      Bundestages einzusetzen.&quot;</li>
</ul>
<p>15.11.</p>
<ul type="circle">
<li><strong>FR-Dokumentation â€žDann ist die Chance einer      linken Reformpolitik fÃ¼r Jahrzehnte vorbei</strong>&quot; mit BeitrÃ¤gen von      Hermann Scheer und Erhard Eppler</li>
</ul>
<p><strong>Fraktionssitzung</strong></p>
<p>Joschka: Die Geiseln von Shelter Now durch US-Helicopter rausgeholt.</p>
<p>Zur Abstimmung Ã¼ber den MilitÃ¤reinsatz (fÃ¼r Gegner â€žKriegseinsatz&quot;): Jetzt stehen Zugriffsaktionen im Vordergrund, Bombardierungen im Hintergrund. Wo die Nordallianz kontrolliere, bestehe freier Zugang fÃ¼r humanitÃ¤re Hilfe. Schwerpunkte seien Sicherheit, Wiederaufbau, humanitÃ¤re Hilfe. MilitÃ¤r vor allem fÃ¼r humanitÃ¤re Aktionen, Absicherung, direkte TerrorbekÃ¤mpfung. DemnÃ¤chst sei keine Rede mehr von Krieg.</p>
<ul type="circle">
<li><strong>Offener Brief von W. N.</strong> an die KollegInnen      der Bundestagsfraktion â€žVor der Entscheidung: Schwarzer Freitag fÃ¼r      Rot-GrÃ¼n?</li>
</ul>
<p>16.11.</p>
<p>Meine Stimmungslage: Kein Schlaf ab 4.30 Uhr. Tiefste Ohnmacht und Verzweiflung gegenÃ¼ber unseren ÃœberzeugungstÃ¤tern und ihrer RÃ¼cksichtslosigkeit.</p>
<ul type="circle">
<li><strong><span style="text-decoration: underline;">EntschlieÃŸungsantrag der Fraktionen SPD und      BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> zu der Beratung des Antrags der      Bundesregierung â€žEinsatz bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte bei der      UnterstÃ¼tzung der gemeinsamen Reaktion (...)&quot; (Drs. 14/7513): </span><em>â€ž(...) Bundestag bekrÃ¤ftigt seine      Ãœberzeugung, dass der Kampf gegen den Terrorismus mit militÃ¤rischen      Mitteln allein nicht zu gewinnen ist. Der Kampf gegen den Terrorismus kann      nur gelingen, wenn vor allem auch politische, Ã¶konomische und humanitÃ¤re      MaÃŸnahmen ergriffen werden. (...) Dem Terrorismus kann der NÃ¤hrboden      dauerhaft nur entzogen werden, wenn die internationale Gemeinschaft auch      ihre Anstrengungen verstÃ¤rkt, lange schwelende Regionalkonflikte zu lÃ¶sen,      die immer wieder einen NÃ¤hr- und ResonanzbodenÂ  fÃ¼r den Terrorismus bilden. (...) Den      neuen globalen Bedrohungen wird auf Dauer nur mit einer konsequenten      zivilen Konfliktbearbeitung und KrisenprÃ¤vention entgegengewirkt werden      kÃ¶nnen. Auf der Grundlage eines umfassenden Sicherheitsbegriffs bedeutet      dies, dass der Ausgleich zwischen Arm und Reich ins Zentrum einer globalen      Friedenspolitik rÃ¼cken. (...)&quot; </em></li>
</ul>
<p><strong>Fraktionssitzung</strong></p>
<p>Joschka: Laut Berichten der â€žSchlapphÃ¼te&quot; zum Wochenende Ã„nderung der US-MilitÃ¤rstrategie, Angriffe gingen stark zurÃ¼ck.</p>
<p>Erfolgsmeldung: Das mazedonische Parlament habe die VerfassungsÃ¤nderung beschlossen.</p>
<p><strong>Bundestagssitzung, 2./3. Lesung OEF-Mandat, verbunden mit der Vertrauensfrage</strong></p>
<p>Der Bundeskanzler spricht sehr nÃ¼chtern. Kein Bekenntnis zu Rot-GrÃ¼n, nur zum AuÃŸenminister.</p>
<p>Joschka zeigt mir seine VS-NfD-Nachricht zur Einstellung der Luftangriffe wohl zum Wochenende.</p>
<p>Vor der Abstimmung groÃŸe NervositÃ¤t, als Irmingard fehlt. Am Ende sind`s 336 Stimmen, 334 mussten es sein. Ca. 70 PersÃ¶nliche ErklÃ¤rungen zur Abstimmung, eine von mir.</p>
<ul type="circle">
<li><span style="text-decoration: underline;">W. N.: â€ž<strong>Aktuelle Stellungnahmen: Marschbefehl      in ein afghanisches Kriegsabenteuer</strong> oder UnterstÃ¼tzung fÃ¼r die      BekÃ¤mpfung des Al-Qaida-Terrorismus?&quot; mit der PersÃ¶nlichen ErklÃ¤rung zur      Namentlichen Abstimmung Â und dem      Offenen Brief vom 16.11.</span></li>
</ul>
<p><strong>Kommentar â€žBeispiellose Tage&quot;:</strong></p>
<p><em>â€žZunÃ¤chst viel nachdenklichere und weniger polarisierte Stimmung als beim Kosovo-Krieg. Bald beginnen aber die Bilder von den Zivilopfern zu wirken. Der Eindruck verbreitet sich von einem â€žKrieg gegen StÃ¤dte, DÃ¶rfer, ein ganzes Land&quot;.</em></p>
<p><em>In den sitzungsfreien Wochen 13 Veranstaltungen irgendwie zum Thema: Merke in Heidelberg, dass ich Claudias Bombenstopp-Forderung nicht wirksam widersprechen kann. Nach einigen Tagen Ã¼bernehme ich sie - wg. UnverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸigkeit, wg. Solidarisierungen.</em></p>
<p><em>Mein Brief vom 2.11. an FraVo/Buvo steht am 6.11. bestens kommentiert in der SZ. Gutes Echo. Zeitgleich am Dienstag verkÃ¼ndet SchrÃ¶der den vorgesehenen deutschen Beitrag.</em></p>
<p><em>In der Frasi sehr offene Fragen von mir.</em></p>
<p><em>Am Mittwoch/Donnerstag massive Bedenken bei mir wie auch bei vielen anderen Zweiflern. GesprÃ¤che mit Rezzo und Kerstin. Hier werden auch Ausstiegsszenarien besprochen. Angelika`s Bericht von der Obleutebesprechung - keine US-Strategie - verstÃ¤rkt meine Nein-Tendenz.</em></p>
<p><em>In vielen Interviews beschreibe ich die drei existienziellen politischen Ebenen, auf denen</em> <em>wir zu entscheiden haben.</em></p>
<p><em>Freitag, erstmalige Unterrichtung im Verteidigungsausschuss: teils ernÃ¼chternd (statische Lage ...langer Atem), teils sehr klÃ¤rend.</em></p>
<p><em>Erste BeratungsgesprÃ¤che (Eisele, Achmann, HÃ¶ynck, Wittmann) stÃ¤rken Ja-Gewichte: â€žSie kÃ¶nnen mit guten Gewissen zustimmen, vor sich und ihren WÃ¤hlern.&quot;</em></p>
<p><em>Telefon mit Matze stÃ¤rkt die Gegentendenz: breiteste Ablehnung in der Partei, vÃ¶lliges UnverstÃ¤ndnis, auch bei solchen, die den Kosovo-Krieg mitgetragen haben. Man will sich nicht mehr fÃ¼r Berlin verprÃ¼geln lassen.</em></p>
<p><em>Am Sonntag im ZugÂ  (MÃ¼nster-Berlin) verstÃ¤rkt sich die Nein-Tendenz mit dem SPIEGEL-Titel â€žEine Region in Brand&quot; und nach GesprÃ¤ch mit Christian Sterzing, bei dem sich das Nein verfestigt.</em></p>
<p><em>Liefere Ã¼ber`s Wochenende Textbausteine fÃ¼r den Parteirat, der einiges Ã¼bernimmt, und den EntschlieÃŸungsantrag mit der SPD.</em></p>
<p><em>Am Mo in Berlin spÃ¼re ich wieder stÃ¤rker den Berliner Druck. Absprache mit Christian St., am Dienstag in der Fraktion Farbe zu bekennen.</em></p>
<p><em>Nachdem Kanzler und Struck am Freitag und Samstag die Notwendigkeit einer eigenen Koalitionsmehrheit relativiert hatten, kommt die Wende am Montag. Jetzt erklÃ¤rt SchrÃ¶der die eigene Mehrheit fÃ¼rÂ  notwendig.Â  (Am So war die ErklÃ¤rung unserer Acht erschienen.)</em></p>
<p><em>Ich empfinde unertrÃ¤glichen Druck, denke erstmalig an Mandatsniederlegung.Â  Grundstimmung ganz im Unterschied zu Kosovo: Das hier kÃ¶nnte ich <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> durchfechten! Im</em> <em>Widerspruch zu allen meinen Konsequenzen aus Kosovo!</em></p>
<p><em>Am Dienstag entwickeln sich plÃ¶tzlich Klarheit und Entspannung aus verschiedenen Richtungen:</em></p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  <em>rapider Zerfall des Taliban-Regimes; MilitÃ¤rstrategie offenkundig doch erfolgreich; Eskalationsgefahr sinkt.</em></p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  <em>Verhandlungserfolge bez. Protokollnotiz und EntschlieÃŸungsantrag.</em></p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â  <em>SchrÃ¶der stellt Vertrauensfrage.</em></p>
<p><em>Schon unsere Acht sind zu viel. Mein Nein wÃ¼rde DÃ¤mme brechen, Koalition wÃ¤re aus.</em></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Diese</span></em><em> Verantwortung kann <span style="text-decoration: underline;">ich</span> als einzelner Abgeordneter nicht tragen. </em><em>Ã </em><em> BDK</em></p>
<p><em>In der Frasi ist SchrÃ¶der wieder erfrischend nÃ¼chtern-souverÃ¤n. Ich spreche ihn intensiv auf ArgumentationslÃ¼cken der Regierung an (ggb. Kriegsabenteuerangst) und Konsensschaffen.</em></p>
<p><em>Ggb. Phoenix deute ich erstmalig â€žJa&quot; an. (Vorher immer ernsthaften Beratungsprozess betont)</em></p>
<p><em>Mittwoch im Verteidigungsausschuss: SPD`ler mit guten WÃ¼nschen fÃ¼r Rot-GrÃ¼n. Lege dar, welche Bedenken bei mir reduziert sind.</em></p>
<p><em>Ein Treffen mit den Acht macht hoffnungslos. Die neue Lag in Afghanistan spielt noch keine Rolle. Weiter geht`s um â€žKriegseinsatz&quot;, â€žKrieg gegen Afghanistan&quot;.</em></p>
<p><em>Donnerstag: Offener Brief an die FraktionskollegInnen. Von Landesvorstand und Basis beginnt sich der Wind zu drehen. Erste Aufrufe zuzustimmen - wg. VerÃ¤nderter Lage und der Koalition. Sehr guter Brief des KV Bielefeld. Telefonate mit Carsten, Wilhelm und Robert im Wahlkreis - alle sehr verstÃ¤ndig.</em></p>
<p>19.11.</p>
<ul type="circle">
<li>W.N.: â€žZur KlÃ¤rung      der gegenwÃ¤rtigen Debatte&quot; einige systematische Gedanken nach dem GlaubwÃ¼rdigkeitsdesaster      vom 16. November, intern fÃ¼r Claudia Roth</li>
</ul>
<p>21.11. Â Bei der <strong>Kreismitgliederversammlung der GrÃ¼nen Minden-LÃ¼bbecke</strong> Referat und Diskussion â€žHaltung der BÃ¼ndnisgrÃ¼nen zu den Konsequenzen aus den TerroranschlÃ¤gen in den USA&quot;</p>
<p>22./23.11.Â Â  Vortrag â€žAFG und kein Ende? Bomben gegen den Terror?&quot; in der Stiftung Kloster <strong>Frenswegen</strong> und beim <strong>OV Menden</strong>/Sauerland.</p>
<p>24./25.11. <strong>BDK Rostock</strong>: Der Leitantrag des Bundesvorstandes â€žInternationalen Terrorismus bekÃ¤mpfen, in kritischer SolidaritÃ¤t handeln, die rot-grÃ¼ne Koalition fortsetzen&quot; bekrÃ¤ftigt die Begrenzungen des Anti-Terror-Einsatzes und wird von mehr als 80% beschlossen.</p>
<p>(http://archiv.gruene-partei.de/gremien/bdk/01Rostock/beschluss/B-P-01.htm)</p>
<p>Â </p></div>


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