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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Wie der Afghanistaneinsatz anfing - Aus den persÃ¶nlichen Notizen eines Beteiligten. Teil I : Die ersten Wochen: Was tun?</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan</span>

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            Wie der Afghanistaneinsatz anfing - Aus den persÃ¶nlichen Notizen eines Beteiligten. Teil I : Die ersten Wochen: Was tun?         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 1. September 2011 09:32:41 +02:00 (96896 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>&quot;11. September bis 22. Dezember 2001 - Von New York nach Afghanistan aus Berliner Sicht&quot; aus den persÃ¶nlichen Aufzeichnungen von W. Nachtwei. Die Einblicke hinter die parlamentarischen Kulissen sollen ein Beitrag sein zur (selbst)kritischen AuklÃ¤rung der Vor- und FrÃ¼hgeschichte des deutschen Afghanistaneinsatzes und zum Erfahrungslernen. Teil I: Kommentar aus heutiger Sicht; die ersten Wochen nach dem 11. September: Was tun?</p></div>
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<p align="center"><strong>11. September bis 22. Dezember 2001 -</strong></p>
<p align="center"><strong>Von New York nach Afghanistan aus Berliner Sicht</strong></p>
<p align="center">PersÃ¶nliche Aufzeichnungen von Winfried Nachtwei, MdB a.D., von 2001,</p>
<p align="center">zusammengestellt im August 2011</p>
<p align="center"><strong>Teil I: Kommentar aus heutiger Sicht; </strong></p>
<p align="center"><strong>die ersten Wochen nach dem 11. September: Was tun?</strong></p>
<p><strong>Vorbemerkung:</strong></p>
<p>Als Mitglied des Bundestages, des Verteidigungsausschusses und des Unterausschusses AbrÃ¼stung, RÃ¼stungskontrolle und Nichtverbreitung war ich neben unserer Obfrau Angelika Beer seit 1994 immer auch ein eifriger Mitschreiber. Ich notierte das mir wichtig erscheinende, Ã¼berwiegend paraphrasierend, in EinzelfÃ¤llen auch wÃ¶rtliche Formulierungen. Insofern handelt es sich hier um Zusammenfassungen von ErÃ¶rterungen aus subjektiver Sicht. Der Herbst 2001 befindet sich in Kladde Nr. XIV.</p>
<ul type="disc">
<li>Resolutionen,      Stellungnahmen und zentrale Pressartikel sind vermerkt, besonders wichtige      unterstrichen.</li>
</ul>
<p>Vgl. zum selben Zeitraum Joschka Fischer`s Erinnerungen: â€žI am not convinced&quot; - Der Irak-Krieg und die rot-grÃ¼nen Jahre, KÃ¶ln 2011, S. 7-74.</p>
<p><strong>Kommentar aus heutiger Sicht, zehn Jahre danach:</strong></p>
<p>- Nach dem 11. September extreme Ungewissheit der Lage und akute BefÃ¼rchtung weiterer AnschlÃ¤ge. Erstmalig sind GrÃ¼ne in Mitverantwortung fÃ¼r den Schutz der eigenen BÃ¼rger und offenen Gesellschaft vor illegaler, entgrenzt-terroristischer Gewalt.</p>
<p>- Enorme Beratungsdichte vor allem in der Fraktion; externe SachverstÃ¤ndige mit Regionalexpertise und WeitsichtÂ  mahnen zu Realismus, bescheidenen Erwartungen und Zielen.</p>
<p>- Der unausweichlich erscheinende SolidaritÃ¤tsdruck gegenÃ¼ber den USA, die wachsende Kluft zur Stimmung an der Parteibasis, wo die Ablehnung eines MilitÃ¤reinsatzes viel breiter ist als im Fall Kosovo.</p>
<p>- Absolut dominant in den Beratungen und vor allem der Ã¶ffentlichen Wahrnehmung ist die MilitÃ¤rfrage, die LegitimitÃ¤t und Einhegung militÃ¤rischer Gewalt, die Begrenzung von Eskalationsrisiken, weniger die genaue Lage- und Bedrohungsanalyse, der bestmÃ¶gliche Schutz vor terroristischen AnschlÃ¤gen, die Wirksamkeitsorientierung. Die auch laufende politische Beratung findet relativ wenig Aufmerksamkeit. (Der EntschlieÃŸungsantrag der Koalition vom 16.11.2001 ist nahezu unbekannt, obwohl er eine SchlÃ¼sselrolle spielte.)</p>
<p>- Die proklamierte â€žuneingeschrÃ¤nkte SolidaritÃ¤t&quot; wird bei der Beteiligung an der Operation Enduring Freedom de facto sehr zurÃ¼ckhaltend umgesetzt: in erster Linie Bereitstellung militÃ¤rischer UnterstÃ¼tzungskrÃ¤fte, Ã¼berwiegend â€ž2. Reihe&quot;, einzig mit 100 Spezialsoldaten â€žvorne&quot; in AFG (â€žkeine Bodentruppen&quot;), vorbeugender Ausschluss eines Irak-Einsatzes, Betonung der politischen Komponenten der TerrorbekÃ¤mpfung und Distanzierung vom reinen Antiterrorkrieg. Es bleibt aber die Diskrepanz zwischen einem Auftrag, der entgrenzt wie nie ist, und einer dÃ¼rftig-kurzfristigen Informationspolitik der Regierung.</p>
<p>- Heute sind die beiden damals sehr verschiedenen Afghanistan-Entscheidungen in der Ã¶ffentlichen Wahrnehmung zu einer einzigen verschmolzen. Verschieden waren aber nicht nur die AuftrÃ¤ge, KrÃ¤fteansÃ¤tze, mutmaÃŸliche Risiken bei den Einsatzentscheidungen zu OEF und ISAF. HÃ¶chst gegensÃ¤tzlich war auch die politische KonfliktintensitÃ¤t: Bei der OEF-Entscheidung vom 16. November stand die rot-grÃ¼ne Koalition auf der Kippe und die Gewissensentscheidung vieler Koalitionsabgeordneten unter Extremdruck. FÃ¼r den Fall eines Koalitionsendes von grÃ¼ner Seite drohten der Partei existenzielle Gefahren: ggfs. Spaltung, bei Neuwahlen Ausscheiden aus dem Bundestag - Ende des grÃ¼nen Projekts? Zahlreich waren die Parteiaustritte bei den GrÃ¼nen. Die ISAF-Entscheidung binnen zwei (!) Tagen unmittelbar vor Weihnachten verlief demgegenÃ¼ber wenig kontrovers, unspektakulÃ¤r und mit relativ wenig Beratungsaufwand. Die Ironie: Die BefÃ¼rchtungen zum hoch kontroversen OEF-Einsatz in AFG bestÃ¤tigten sich nicht. Er verlief von deutscher Seite im - geheimen - Sande. DemgegenÃ¼ber eskalierte der konsensuale ISAF-Einsatz von der Stabilisierungsmission der ersten Jahre seit 2006 (SÃ¼den/Osten) bzw. 2008/9 (Kunduz) zur AufstandsbekÃ¤mpfung mit ungewissem Ausgang.</p>
<p>- Die anfÃ¤ngliche AFG-Wahrnehmung war ambivalent: Historisch begrÃ¼ndetes, grundsÃ¤tzliches Bewusstsein der tÃ¼ckischen KomplexitÃ¤t AFG`s - also Vorsicht, Betonung von UnterstÃ¼tzungsansatz und light footprint; zugleich wenig eigenes Interesse an AFG, oberflÃ¤chliche Wahrnehmung des Landes, einhergehend mit illusionÃ¤ren Erwartungen, mit â€žBillig-Peacekeeping&quot; und â€žBillig-Statebuilding&quot; nachhaltig Frieden fÃ¶rdern zu kÃ¶nnen. Abgrenzung vom â€žModell Balkan&quot;; Einsatz auf Sicht in nebligem Umfeld mit der verbreiteten Erwartung, bald das Ziel zu erreichen. Kein/kaum Bewusstsein des faktischen Strategiemangels. (erstes mageres AFG-Konzept der Bundesregierung am 1.9.2003)</p>
<p>- Nach dem ersten ISAF-Beschluss wendet sich das Interesse der meisten Abgeordneten schnell wieder den innenpolitisch dominierten Tagesordnungen zu. Im ersten Einsatzjahr bestÃ¤tigen sich die anfÃ¤nglichen Warnungen und BefÃ¼rchtungen nicht, gerÃ¤t Deutschland nicht in einen AFG-Krieg. Die relativ intensivste Befassung und auch lessons-learned-Prozesse zu AFG gibt es danach bei den GrÃ¼nen. Keine Bundesregierung und keine Koalition schaffte eine systematische und selbstkritische Bilanzierung des AFG-Engagements. Auch J. Fischers Erinnerungen und der erste Fortschrittsbericht AFG der Bundesregierung vom Dezember 2010 leisteten das nicht.</p>
<p>- Politisch waren es die schwierigsten Wochen in meiner Zeit als Berufspolitiker. Die RÃ¼ckgabe des Mandats war zeitweilig eine ernsthafte Ãœberlegung.</p>
<p>(<em>Am 14. Juni 2001 lege ich detaillierte â€žVorschlÃ¤ge zur Aufarbeitung des Kosovo-Krieges und der dt. Beteiligung daran&quot; vor. Mein BÃ¼ro bereitet fÃ¼r Oktober eine Fachtagung zur â€žStÃ¤rkung der zivilen SÃ¤ulen internationaler Friedensmissionen&quot; vor.</em><strong> <em>Im August 2001 </em></strong><em>ist<strong> </strong>beherrschendes sicherheitspolitisches Thema Mazedonien, wo nach dem Rahmenabkommen ein neuer Kriseneinsatz der Bundeswehr bevorsteht. Er ist auch in der Koalition heiÃŸ umstritten. Verteidigungsminister Scharping gerÃ¤t wegen privat-dienstlicher FlÃ¼ge mit der FlugbereitschaftÂ  unter Druck. Die Bundestagswahl in einem Jahr wirft ihre ersten Schatten. Die Kandidatenaufstellungen beginnen - fÃ¼r Bewerber eine hoch sensible Zeit. Am 25.10. wÃ¤hlt mich die MÃ¼nsteraner GrÃ¼nen-Mitgliederversammlung zum fÃ¼nften Mal zum Direktkandidaten. Am 6.9. wird auf der Klausur der Bundestagsfraktion die Devise ausgegeben, ab sofort beginne der Bundestagswahlkampf</em>.)</p>
<p><strong>Dienstag, 11.09.2001</strong>, 8.30 Uhr 81. Sitzung des <strong>Verteidigungsausschusses</strong> zu Mazedonien. Erster Tag der Haushaltswoche des Bundestages nach der Sommerpause.</p>
<p>15.15 Uhr: Nach ersten Internetmeldungen verfolgen wir in meinem BÃ¼ro in der LuisenstraÃŸe entsetzt die Eskalation der Katastrophe, des Terrorangriffs auf New York und Washington. Entsetzte Fassungslosigkeit: Dort ersticken, verbrennen Menschen! Mit als erste sind wir bei der US-Botschaft, um MitgefÃ¼hl auszudrÃ¼cken. Interviews mit n-tv und CNN. Am Nachmittag wÃ¤chst die Mahnwache mit immer mehr Lichtern.</p>
<p><strong>Sondersitzung Fraktion</strong>: Stille, Stille ... Die gegenwÃ¤rtige Haushaltswoche ist unterbrochen. Je nach Lage weitere Fraktionssitzung.</p>
<p>Joschka: Furchtbarer Tag heute. Die Konsequenzen seien nicht absehbar. Jetzt keine Spekulationen! Sehr wichtig seien jetzt Gesten der SolidaritÃ¤t.</p>
<p>Christa N.: Wenn so was Schreckliches passiert, seinen Rache und Vergeltung nur menschlich. Bitte nicht!</p>
<p>21 Uhr <strong>Klagegottesdienst</strong> im Berliner Dom: Ãœbervoll, jedes Alter, viele JÃ¼ngere. Sehr gute Bischofspredigten, die die Sprachlosigkeit Ã¼berwinden, die GefÃ¼hle und Gedanken ausdrÃ¼cken und auch gegen die Spirale der Gewalt mahnen. FÃ¼rbitten auch fÃ¼r die, die das taten. Beste Trauerarbeit, die nur Religion bieten kann. Mit vielen Lichtern Schweigegang zur Botschaft. Zahllose Blumen und Lichter.</p>
<p><strong>12.9</strong>.:</p>
<p><strong>Sonderfraktionssitzung</strong>:</p>
<p>Joschka: Wir haben einen langen schmerzhaften Weg vor uns. Darauf mÃ¼ssen wir uns einstellen. Bisher habe der Bundessicherheitsrat zwei Mal getagt, auch die NATO- und die EU-AuÃŸenminister. Jetzt sei ein breites Klima der SolidaritÃ¤t in der FlÃ¤che sehr wichtig.Â  Bitte keine Spekulationen in der Ã–ffentlichkeit vor offenen Mikrophonen! Aufruf, in die Wahlkreise zu gehen.</p>
<p><strong>Sondersitzung Bundestag</strong> 9.00 Uhr, im Aufzug Stille und so tiefer Ernst wie nie.</p>
<p>Bundeskanzler SchrÃ¶der: KriegserklÃ¤rung an die zivilisierte VÃ¶lkergemeinschaft und gegen die offene und freie Welt. Betonung der Gemeinsamkeit, der uneingeschrÃ¤nktem SolidaritÃ¤t mit den USA.</p>
<p>Reden der Fraktionsvorsitzenden: alle bekommen von allen Beifall, bei der PDS auch bei SolidaritÃ¤tserklÃ¤rungen. PDS-Sprecher Claus hÃ¤lt eine gute Rede.</p>
<p><strong>Jour-fixe des Fraktions-AK IV </strong>(AuÃŸen-, Verteidigungs-, Entwicklungs-, Menschenrechts- und Europapolitik, AK-Koordinator Christian Sterzing): Emails an Bekannte in USA seien jetzt sehr wichtig.</p>
<p>â€žKrieg gegen die USA? NATO-BÃ¼ndnisfall?&quot; Vorsicht vor solchen Einstufungen, deren Konsequenz Krieg wÃ¤re.</p>
<p><strong>Im Wahlkreis MÃ¼nster</strong> Aussprache zur aktuellen Lage: â€žRaus aus der Sprachlosigkeit!&quot; Es Ã¼berwiegen Warnungen vor schÃ¤dlichen Begleitfolgen.</p>
<ul type="circle">
<li><strong><span style="text-decoration: underline;">Resolution des VN-Sicherheitsrates</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> <strong>1368</strong> (2001): (...) entschlossen, die      durch terroristische Handlungen verursachten Bedrohungen des Weltfriedens      und der internationalen Sicherheit mit allen Mitteln zu bekÃ¤mpfen, in      Anerkennung des naturgegebenen Rechts zur individuellen und kollektiven      Selbstverteidigung im Einklang mit der Charta (...)&quot;</span></li>
</ul>
<p>13.9.</p>
<p><strong>AK IV</strong>: NATO-Ratsbeschluss: BÃ¼ndnisfall, UmsetzungsmaÃŸnahmen seien damit nicht beschlossen, konkrete BeistandserfÃ¼llung offen. (...)</p>
<p><strong>Sonderfraktionssitzung</strong>:</p>
<p>Joschka: 11.9. ZÃ¤sur, Angriff auf Regierung und Zivilgesellschaft (zur Gesamtlage) Bundesregierung hat gar keine andere Option. Zugleich kein Automatismus, keine carte blanche. Eigene Verfassungsregeln gelten weiter. Innenpolitisch: Angriff auf die offene Gesellschaft. Aufrechterhaltung der offenen Gesellschaft unter solchen Bedingungen oder zweiter Deutscher Herbst?Â  Starke Erinnerung an Meretz in Israel - unter ganz anderen Bedingungen: fÃ¼r Friedenspolitik, innere LiberalitÃ¤t, Minderheitenpolitik. Das werden wir nicht bewÃ¤ltigen, wenn wir`s traditionell diskutieren - und mit der Option, als kÃ¶nne man sich raushalten. HÃ¤tte gehofft, unserer Generation bliebe das erspart. Aber so ist es!</p>
<p>Antje V.: Welche tatsÃ¤chliche Wirkung haben wir auf die US-Strategie? Welchen Handlungsspielraum haben die EuropÃ¤er und was ist ihr Wille dazu? Aufruf zur Diskussion!</p>
<p>Hans-Christian S.: Wir wollen alle keine Problemverweigerer sein. Wir dÃ¼rfen uns an keinem Krieg in Folge dieser AnschlÃ¤ge beteiligen. NATO-Beschluss = Einstieg in militÃ¤rische LÃ¶sung = Rutschbahn.</p>
<p>Steffi L.: BÃ¼ndniserklÃ¤rung richtig. Falsch die ErklÃ¤rung uneingeschrÃ¤nkter SolidaritÃ¤t. Es muss auch Grenzen der SolidaritÃ¤t geben. Nicht zu vergleichen mit Kosovo, wogegen ich war und weiter bin.</p>
<p>Fritz K.: Zwei Dinge treiben die Menschen um. Enorme SolidaritÃ¤t und Angst vor Kommendem. Aufgabe der GrÃ¼nen: Eintreten fÃ¼r AugenmaÃŸ, gegen Eskalation; Einbettung in politische Konzepte, gegen simples Gut - BÃ¶se!</p>
<p>JÃ¼rgen T.: â€žWenn es Krieg gibt, will ich wenigstens nicht dabei gewesen sein.&quot; Sei das eine linke Position?</p>
<p>Joschka: Krieg habe mit Angriff auf New York begonnen.</p>
<p>14.9.</p>
<p><strong>AK IV jour fixe</strong>: Hier kann Uli F., Ex-MdB und jetzt Menschenrechtsreferent der Fraktion, seine langjÃ¤hrige Afghanistan-Erfahrung einbringen. Zzt. ca. 15.000 islamistische SÃ¶ldner in AFG. Die Osama-bin-Laden-isierung AFG`s sei weit fortgeschritten. Das Regime sei der FlugzeugtrÃ¤ger des Islamismus.</p>
<p>Am Nachmittag vorm Brandenburger Tor <strong>riesige SolidaritÃ¤tskundgebung</strong> mit den USA:</p>
<p>â€žKeine Macht dem Terror - A clear â€žNo&quot; to Terror</p>
<p>SolidaritÃ¤t mit den Vereinigten Staaten von Amerika - Solidarity with the United States of America&quot;</p>
<p>ca. 200.000 Menschen. Auf dem Podium die versammelte Spitze der bundesdeutschen Politik: BundesprÃ¤sident Rau, BundestagsprÃ¤sident Thierse, US-Botschafter, Bundeskanzler SchrÃ¶der, AuÃŸenminister Fischer, Angela Merkel, Bernhard Vogel, Wolfgang Gerhardt, Katrin GÃ¶ring-Eckard, Fritz Kuhn, Guido Westerwelle, Klaus Wowereit, Claudia Roth, Peter Struck.</p>
<p>17.9.</p>
<p>Referat und Diskussion bei den GrÃ¼nen in MÃ¼nchen â€ž<strong>Ursachen und Aus<a name="_GoBack"></a>wirkungen der TerroranschlÃ¤ge</strong> in den USA&quot;</p>
<p>Â </p>
<p>18.9.</p>
<p><strong>Sonderfraktionssitzung</strong>: Winne H.: An der Basis groÃŸes Lob fÃ¼r die â€žAbweichler&quot;. Diese Politik fÃ¼hre uns ins Aus!</p>
<p>Antje: Eigenartige Andeutungen des Kanzlers -Â  die BevÃ¶lkerung sei nicht kriegsbereit und kriegsfÃ¤hig. Es gebe keine ernsthafte Strategie, wie noch schlimmere zweite und dritte Generation verhindert werden kÃ¶nne.</p>
<p>19.9.</p>
<p><strong>Sonderfraktionssitzung</strong>,</p>
<p><strong>Sondersitzung Bundestag</strong>:</p>
<p>Bundeskanzler SchrÃ¶der: KriegserklÃ¤rung gegen die Zivilisation. Kein Kampf der Kulturen, sondern von Kultur. Deutschland steht uneingeschrÃ¤nkt an der Seite der USA. Bei bevorstehenden, vielleicht existenziellen Entscheidungen geht es nicht um Dank, sondern darÃ¼ber hinaus um ZukunftsfÃ¤higkeit Deutschlands in der freien Welt. Die VN-Resolution entwickelt das VÃ¶lkerrecht weiter. Es gibt noch keine konkreten BeschlÃ¼sse. MaÃŸnahmen gegen Urheber, Drahtzieher und UnterstÃ¼tzer sind vÃ¶lkerrechtlich gedeckt - darauf beziehe sich â€žUneingeschrÃ¤nkte SolidaritÃ¤t&quot;. MilitÃ¤rische Mittel sind dabei nicht auszuschlieÃŸen. SelbstverstÃ¤ndlich beachten wir strikt das Grundgesetz, das Bundesverfassungsgericht und die Rechte dieses Hauses. Zu Risiken im militÃ¤rischen Bereich ist Deutschland bereit, zu Abenteuern nicht. Eine Fixierung auf militÃ¤rische MaÃŸnahmen wÃ¤re fatal.</p>
<p>Zentral ist der Ausgleich im Nahen Osten. Kontakte zu Iran und Syrien werden genutzt.</p>
<p>Terroristen haben uns den Krieg erklÃ¤rt, und sie werden dafÃ¼r zur Rechenschaft gezogen.</p>
<p>(...) Deutschland stehe endlich auf der richtigen Seite.</p>
<p>Westerwelle: Wir werden Terrorismus nicht in erster Linie mit Polizei und MilitÃ¤r, sondern mit politischen LÃ¶sungen bekÃ¤mpfen. Friedensszenarien und nicht Kriegsszenarien sind jetzt gefragt.</p>
<p>Mein Kommentar: SchrÃ¶der +; keinerlei Kriegsstimmung, viel Besonnenheit: vÃ¶lliger Konsens, dass es kein Kampf der Kulturen ist; Zustimmung zur internationalen Koalition; nicht militÃ¤rfixiert. Erleichterung wg. US-Verhalten.</p>
<ul type="circle">
<li><span style="text-decoration: underline;">EntschlieÃŸungsantrag      von SPD, CDU/CSU, BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen und FDP</span> zu der RegierungserklÃ¤rung      des Bundeskanzlers zu den TerroranschlÃ¤gen in den USA und den BeschlÃ¼ssen      des Sicherheitsrates der VN sowie der NATO: â€ž(...) <em>Es liegt im Interesse aller VÃ¶lker, den Terrorismus weltweit zu      bekÃ¤mpfen. In diesem Sinne spricht sich der Bundestag fÃ¼r international      abgestimmtes Vorgehen und besonnenes Handeln aus. (...) unterstÃ¼tzt den      Aufruf des Sicherheitsrates zur internationalen Zusammenarbeit, damit die      TÃ¤ter, Organisatoren und FÃ¶rderer dieser terroristischen Angriffe vor      Gericht gebracht werden und diejenigen, die fÃ¼r die Hilfe, UnterstÃ¼tzung      oder Beherbergung der TÃ¤ter, der Organisatoren und FÃ¶rderer verantwortlich      sind, zur Rechenschaft gezogen werden. (...) unterstÃ¼tzt die Bereitschaft      der Bundesregierung, den Bekundungen der uneingeschrÃ¤nkten SolidaritÃ¤t mit      den Vereinigten Staaten konkrete MaÃŸnahmen des Beistandes folgen zulassen.      Dazu zÃ¤hlen politische und wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung sowie die      Bereitstellung geeigneter militÃ¤rischer Mittel zur BekÃ¤mpfung des      internationalen Terrorismus. (...) tritt jeder kulturellen und religiÃ¶sen      Pauschalverurteilung entschieden entgegen und wird zusammen mit der      Bundesregierung dafÃ¼r sorgen, dass unsere muslimischen MitbÃ¼rgerinnen und      MitbÃ¼rger gegen Anfeindungen und Ãœbergriffe geschÃ¼tzt werden. Keine      Religion rechtfertigt Verbrechen gegen die Menschlichkeit und VerstÃ¶sse      gegen die Menschenrechte</em>. (...)&quot;</li>
</ul>
<p>Bei den GrÃ¼nen zum EntschlieÃŸungsantrag 38 ja, 4 nein, 3 Enthaltungen; bei der SPD je eine Gegenstimme und Enthaltung.</p>
<p>20.9.</p>
<p><strong>Mitgliederversammlung GrÃ¼ne MÃ¼nster</strong>. Referat zur Bedeutung des 11. September, worauf es jetzt ankommt, Lageentwicklung, die besondere Verantwortung der BÃ¼ndnisgrÃ¼nen.</p>
<p>23.9.</p>
<p><strong>Landesparteirat</strong> NRW von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen: Beschluss â€žKeine Macht dem Terror! Gewalteskalation verhindern!&quot;</p>
<p>24.9.</p>
<p><strong>Fraktionssitzung</strong> (erstmalig mit normaler Tagesordnung) nach der Wahl in HH.</p>
<p>Fritz: Relativ hohe Verluste der GrÃ¼nen Richtung SPD. Werden neue Lage nicht bestehen, wenn wir uns als SchÃ¶nwetterpartei erweisen. Besonderes Medieninteresse an abweichenden Positionen (NRW, Rh-Pf, S-H), nicht an Nds, Hes, Bay. Was sind unsere Ziele?</p>
<p>- nicht Rache, sondern Besonnenheit</p>
<p>- gezielt gegen Terrorismus und nicht gegen andere</p>
<p>- einordnen in ein politisches Konzept</p>
<p>- Dialog und nicht Gut-BÃ¶se-Einteilung</p>
<p>- offene Gesellschaft und sozialer Rechtsstaat bleiben.</p>
<p>Wie diese Ziele erreichen? Am besten mit rot-grÃ¼ner Koalition.</p>
<p>Bei VerkÃ¼rzung auf die Frage â€žMilitÃ¤reinsatz ja oder nein&quot;, raus aus der Diskussion. Ob wir als Partei zusammenbleiben, hÃ¤ngt von unserer GesprÃ¤chskultur ab.</p>
<p>Angelika K.-L.: Im grÃ¼n-alternativen Milieu fÃ¼hle sie sich oft nicht mehr zu Hause - so viel Hass gegen USA und Israel.</p>
<p>Joschka: In USA Ã¼berall, von der Spitze bis normal, tiefe Betroffenheit. Verantwortliche mÃ¼ssen sich warm anziehen. GrÃ¶ÃŸte Entschlossenheit, VerbÃ¼ndete werden sehr genau angesehen.</p>
<p>Zwei Schulen: Die erste wolle voll Remedur schaffen, auch mit Irak. Die zweite (AuÃŸenministerium, WeiÃŸes Haus) setze auf eine internationale Allianz und ziele auf Afghanistan. Noch keine abschlieÃŸende Entscheidung. (...)</p>
<p>Diese Gefahr sei fÃ¼r Europa nicht neutral. Konsequenz: Entweder vor Ort verfolgen - oder Hochsicherheitsstaat!</p>
<p>Wenn Deutschland nicht unterstÃ¼tze, sei eine entscheidende Partnerschaft zerstÃ¶rt. Er werde energisch gegen solchen furchtbaren Fehler kÃ¤mpfen.</p>
<p>Die GrÃ¼nen (und ihre WÃ¤hler) seien im Widerspruch zwischen dem Notwendigen und dem, was wir aushalten. Da kÃ¤men 68er und tiefere Schichten hoch. In Washington wÃ¤re man Ã¼ber eine GroÃŸe Koalition nicht unfroh.</p>
<p>Halten wir das aus und bis zur Bundestagswahl durch? Haben wir Kraft, Geschick und gegenseitige SolidaritÃ¤t, darÃ¼ber zu kommen?</p>
<p>Entscheidung nur, wenn Entscheidungsbedarf!</p>
<p>Wenn wir Koalition verlassen, wird es bei der Bundestagswahl extrem schwierig.</p>
<p>Antje V.: Die Bedrohungsmalerei habe was von Selbstmissionierung. Nicht noch die Apokalypse draufsatteln! Wir/die da oben mÃ¼ssen die Ã„ngste diskutieren.</p>
<p>JÃ¼rgen: Angesichts der 16. Niederlage werden wir wohl den Erwartungen unserer WÃ¤hler nicht gerecht. Zu kurz greife, dass es nur um den Widerspruch zwischen grÃ¼ner Seele und Politik gehe. Es gehe auch um die Art der Politik: USA â€žOrdnungsfaktor&quot;?</p>
<p>Es gebe was Schlimmeres als GroÃŸe Koalition - GroÃŸe Koalition mit Rot-GrÃ¼n.</p>
<p>Wir verlieren in zwei Richtungen. â€žAugen zu und durch&quot; hilft da nicht weiter.</p>
<p>Winne H.: Wir haben uns unserer Basis entfremdet. Viele verweigern uns begrÃ¼ndet die Stimme. (...) GrÃ¼ne seien immer viel am Differenzieren - und dann nicht mehr als Ganzes erkennbar. Joschka argumentiere immer mit Drohszenarien.</p>
<p>Hans-Christian S.: 80/90% der WÃ¤hler seien jetzt nicht einverstanden mit den GrÃ¼nen.</p>
<p>Er halte Politik fÃ¼r falsch, auch die BekÃ¤mpfung dieser Art von Terrorismus. Wie komme man darauf, jetzt Afghanistan zu bombardieren und zu besetzen. Das sei der vÃ¶llig falsche Weg.</p>
<p>UnterstÃ¼tze Aktionen, die ganz konkret dringend VerdÃ¤chtige zur Rechenschaft ziehen. Allem, was KriegsunterstÃ¼tzung bedeute, Bombardierung von StÃ¤dten und LÃ¤ndern, kÃ¶nne er nicht zustimmen. BÃ¼ndnis und Koalition seien dabei zweitrangig.</p>
<p>Marieluise B.: Anders als bei Bosnien kÃ¶nnen jetzt viele nicht mehr folgen. Schwierigkeiten mit Afghanistan, die Tiefe und Verbreitung des Netzwerkes. Was sei davon noch zu steuern? Da gebe es erhebliche Fragen.</p>
<p>25.9.</p>
<p><strong>82. Verteidigungsausschuss</strong>: Bericht des Verteidigungs(V)-Ministers zur sicherheits- und verteidigungspolitischen Lage nach dem Terroranschlag auf die USA: Notwendig sei eine umfassende Antwort. Ein MilitÃ¤rschlag reiche nicht,Â  keine schnelle Vergeltung, sondern Besonnenheit.</p>
<p>UneingeschrÃ¤nkte UnterstÃ¼tzung der US-StreitkrÃ¤fte in Europa: Angebot medizinischer Nothilfe (ein Airbus, vier Transall), UnterstÃ¼tzung bei Bewachung. Eigensicherung der Bundeswehr verstÃ¤rkt, Verbesserung der FÃ¼hrungsfÃ¤higkeit. (...) Die am 11. und 12.9. angeordnete ÃœberprÃ¼fung aller FÃ¤higkeiten der Bundeswehr sei abgeschlossen.</p>
<p>Das Interview des KSK-Kommandeur Brigadegeneral GÃ¼nzel im SPIEGEL sei politisch betrachtet mÃ¶glicherweise ein Vertrauensschaden. Alles andere sei truppendienstlich zu beurteilen.</p>
<p>StaatssekretÃ¤r (StS) AA: Auch Russland sei klar, dass sich die Weltlage vÃ¶llig geÃ¤ndert habe. RUS sei zur UnterstÃ¼tzung der Nordallianz bereit. Die EU habe einen umfassenden Katalog zur TerrorismusbekÃ¤mpfung erarbeitet.</p>
<p>FÃ¼r Donnerstag sei die Afghanistan Support Group nach Berlin eingeladen, Deutschland habe den Vorsitz.</p>
<p>(Zur Geiselnahme in AFG)</p>
<p>Die Wolfowitz-Ã„uÃŸerungen verweisen auf den Streit der zwei Schulen (harte, schnelle SchlÃ¤ge oder GroÃŸe Koalition). Zzt. Entscheidung zugunsten der Koalition.</p>
<p>(W.N. zu GrundstrÃ¶mungen in der Ã–ffentlichkeit und zu misslungener militÃ¤rischer TerrorismusbekÃ¤mpfung in der Vergangenheit)</p>
<p>26.9.</p>
<p><strong>Sonderfraktionssitzung</strong> 2030 Uhr zu Mazedonien</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <strong><span style="text-decoration: underline;">Stellungnahme â€žKeine Macht dem Terror</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> - mit SolidaritÃ¤t, Entschlossenheit, Besonnenheit (Rau) - NUR WIE UND WOHIN?&quot; von W. N. (6 S.)</span></p>
<p>27.9.</p>
<p><strong>Sondersitzung (83.) Verteidigungsausschuss</strong> um 9.30 Uhr, 10.45 Uhr Fraktionssondersitzung, 11.45 Plenum, 12.00 84. Verteidigungsausschuss, Fraktionssitzung zu MAZ</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  Tom Carew (Ex-Special Air Service-Soldat): Vermint, vereist, verheerend - â€žSie sind wie Bergziegen&quot; - <strong>Warum der Westen einen Landkrieg im zerklÃ¼fteten AFG nicht gewinnen kann</strong>, SZ</p>
<p>28.9.</p>
<p><strong>FachgesprÃ¤ch der Fraktion â€žRadikal-islamistische Gruppen</strong>: Herausforderungen fÃ¼r die internationale Politik â€ž, geleitet von MdB und AA-Staatsminister Ludger Volmer: Ãœber die MilitÃ¤rdebatte werde zu oft die eigentliche strategische Debatte und KlÃ¤rung vernachlÃ¤ssigt.</p>
<p>Dietrich Reetz (Zentrum Moderner Orien): â€žDie radikal-islamistischen Gruppen - soziale, regionale und finanzielle HintergrÃ¼nde, Organisationsstrukturen und politische Ziele&quot;. LosgelÃ¶ste islamistische Terroristen, bis zu 50.000 arabische FreischÃ¤rler, â€žarabische Afghanen&quot;. Heute ca. 40.-50.000 TalibankÃ¤mpfer, 10.000 KÃ¤mpfer der Nordallianz.</p>
<p>In AFG internationale Zone des islamistischen Terrorismus. Zzt. ca. 1 Million Religionsstudenten in Pakistan.</p>
<p>Gewisse AffinitÃ¤t zwischen radikal-islamistischen StrÃ¶mungen und technischen UniversitÃ¤ten. Viele dieser Gruppen kÃ¶nnten ohne Toleranz von Staaten und Geheimdiensten so nicht operieren.</p>
<p>Sehr weit gefÃ¤chertes UnterstÃ¼tzernetz aus Saudi-Arabien.</p>
<p>Citha MaaÃŸ/SWP: â€žAFG nach Osama bin Laden: Optionen fÃ¼r eine Konfliktregelung&quot;. Unbedingt notwendig sei ein umfassendes Konzept. Je geringer der MilitÃ¤rschlag, desto leichter seien Massenproteste unter Kontrolle zu halten.</p>
<p>Die deutsche Politik habe eine besondere Rolle: Erwartungen, groÃŸe Sympathie. Die gestrige Tagung der AFG Support Group war ein deutliches Signal.</p>
<ol type="1">
<li>Phase      (militÃ¤risch): kritische Ãœbergangsphase, humanitÃ¤re Nothilfe.</li>
<li>Phase (ca. ein      Jahr): Kombination verschiedener politischer Schritte: Aufruf des      Ex-KÃ¶nigs zu GroÃŸer Ratsversammlung; parallel befristetes UN-Mandat fÃ¼r      Sicherheit, Ãœberwachung des Waffenstillstands durch internationale Truppe;      internationaler finanzieller Marshallplan; Interimsregierung der internen      VersÃ¶hnung unter Beteiligung aller ethnischen Gruppen und auch der Frauen.</li>
<li>Phase: FÃ¶rderung      von VersÃ¶hnung und nationaler Einheit; Konsolidierung, Wahlrecht fÃ¼r      Frauen; Gesetzgebende Versammlung, Verfassung; Ãœberwachung.</li>
</ol>
<p>Entscheidend sei der MaÃŸnahmen-Mix in der ersten Phase. GroÃŸe Unbekannte seien die US-MilitÃ¤rschlÃ¤ge. Diese kÃ¶nnten den Prozess beschleunigen, wenn sie gezielt und begrenzt wÃ¤ren.</p>
<p>(...) GrÃ¶ÃŸte Gefahr wÃ¤re, wenn ein Machtvakuum wie 1992-1994 entstehen wÃ¼rde, jeder gegen jeden. Deshalb sei die Wiederherstellung lokaler traditioneller FÃ¼hrer notwendig, eine punktuelle Stabilisierung von unten.</p>
<p>Reetz: Warnung vor zu groÃŸem Optimismus. Eine Stammesgesellschaft, die seit 20 Jahren unter Kriegsbedingen und am Existenzminimum lebe ... Das Talibanregime sei relativ dezentral.</p>
<p>Jochen Hippler/Uni Duisburg-Essen: WÃ¤re dieser Plan ernst, wÃ¼rde er mir mehr Angst machen als groÃŸe Luftangriffe. Taliban werden zu schnell abgeschrieben! Modernisierung und lokaler Ansatz stehen im Widerspruch.</p>
<p>Volker Perthes/SWP: â€žRadikal-islamistische Gruppen: Herausforderungen fÃ¼r dir arabische Region&quot;</p>
<p>Jochen Hippler: â€žAnsÃ¤tze und Erfahrungen bei der BekÃ¤mpfung radikal-islamistischer Gruppen und Konsequenzen fÃ¼r die Zukunft&quot;. Wichtig fÃ¼r Gegenkonzepte sei, die Differenzierung der Gruppen zu beachten. Muss Gegenwehr an UnterstÃ¼tzerstaaten ansetzen? Vorsicht vor einem Sumpf!</p>
<p>Vier Herangehensweisen:</p>
<p>(a)Â Â Â  MilitÃ¤rische Antworten empirisch am naheliegendsten. Im Einzelfall kÃ¶nne es zweckmÃ¤ÃŸig sein. In der Regel bringe es aber mehr Schaden als Nutzen.</p>
<p>(b)Â Â Â  Politische UrsachenbekÃ¤mpfung: TÃ¤terbekÃ¤mpfung/-abhaltung sei praktisch ausgeschlossen; Umfeldbearbeitung.</p>
<p>(c)Â Â Â  Polizeilich-juristisch: Hier sollte der Schwerpunkt sein. Es gehe um Verbrechen. Keine Aufwertung von Verbrechern zu Kriegspartei, was eine gewisse Gleichrangigkeit impliziere. Es gehe darum, LegitimitÃ¤t zu nehmen. SÃ¤kulare BekÃ¤mpfung des Terrors - nicht wegen des Glaubens, sondern wegen der Taten.</p>
<p>(d)Â Â Â  Austrocknung der Finanzwege.</p>
<p>Parallelen zum â€žKrieg gegen die Drogen&quot;: Gefahr der konzeptionellen Militarisierung (--&gt; Wasserschlag).</p>
<p>Absurde Erwartung der Ã–ffentlichkeit, Problem des Terrorismus zu lÃ¶sen, kann vor allem zu militÃ¤rischen ScheinlÃ¶sungen fÃ¼hren.</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <strong><span style="text-decoration: underline;">Resolution 1373 (2001) des VN-Sicherheitsrates</span></strong><span style="text-decoration: underline;">: umfassender und detaillierter zur BekÃ¤mpfung terroristischer Handlungen</span></p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  <strong>Resolution etlicher GrÃ¼ner KreisverbÃ¤nde</strong> in NRW â€žDen Terror bekÃ¤mpfen! Die Luftangriffe beenden!&quot;</p>
<p>5.10.</p>
<p>MÃ¼nstersche Zeitung: â€žÂ´Man mÃ¼sste ihn entlassen` GrÃ¼ner Verteidigungsexperte <strong>fordert MaÃŸnahmen gegen Generalinspekteur</strong>&quot; (General Kujat)</p>
<p>6.10.</p>
<p><strong>AuÃŸerordentlicher LÃ¤nderrat</strong> (â€žkleiner Parteitag&quot;) von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen in Berlin: Der Beschluss â€žPolitik gegen internationalen Terrorismus&quot; formuliert GrundsÃ¤tze und Anforderungen. Jedes mÃ¶gliche Vorgehen mÃ¼sse eingebunden sein in ein politisches Konzept, bei der BekÃ¤mpfung von Terroristen und ihrer Infrastruktur mÃ¼sse die ZivilbevÃ¶lkerung geschont werden. Die VN-Charta mÃ¼sse eingehalten und ein Kampf der Kulturen vermieden werden.</p>
<p>(http://archiv.gruene-partei.de/gremien/LR/01Berlin2/beschluss/beschluss_gegen_terror.htm)</p>
<p>7.10.</p>
<p><strong>Beginn der US-Luftangriffe</strong> in AFG</p>
<p>9.10.</p>
<p><strong>AK IV mit StS AA</strong>: Am 12.9. beschloss der VN-Sicherheitsrat mit 15 : 0 Stimmen das Recht auf Selbstverteidigung. Das sei das entscheidende Dokument. Die Beistandspflicht lt. Art. 5 NATO-Vertrag sei ohne inhaltliche Festlegung. Sie gelte â€žnur&quot; fÃ¼r die Dauer des Angriffs. Das sei bei Terrorismus allerdings kompliziert festzustellen.</p>
<p>Antje: Man wisse gar nicht, wie man da raus komme!</p>
<p>StS AA: AWACS-Anforderung der USA vom 5.10. zur Entlastung in den USA.</p>
<p>VN-SR fasste Elemente aus bisher 12 Terrorismus-Resolutionen zusammen und machte sie erstmalig zwingend.</p>
<p>Rahmenkonzept: Sieben PunkteÂ  zu AFG. Es gebe wenig Neigung zu einem VN-Protektorat. Seit 11.9. Ãœberlegungen in verschiedenen Ministerien zu wirksamen bzw. kontraproduktivenÂ  MaÃŸnahmen gegenÃ¼ber Terrorismus, noch im Bewertungsprozess. Von einer Gesamtstrategie kÃ¶nne zzt. noch nicht geredet werden wegen der hohen KomplexitÃ¤t.</p>
<p><strong>Fraktionssitzung:</strong></p>
<p>Uli F. In AFG wie in Deutschland nach dem DreiÃŸigjÃ¤hrigen Krieg. Taliban und Al Qaida seien sehr eng miteinander verflochten.</p>
<p>W. N.: Die Informationslage sei schwach. Habe die Bundesregierung eigene Informationsquellen oder sei sie blind? Wegen unserer MittrÃ¤gerschaft brauchten wir UrteilsfÃ¤higkeit. Wir sollten mÃ¶glichst sorgfÃ¤ltig Informationen auf verschiedenen Ebenen besorgen (schlechtes Beispiel Kosovo)</p>
<p>Joschka: Nach deutscher Auswertung sehr genaue SchlÃ¤ge gegen Luftabwehr und Kommandostellen. Das seit entscheidend fÃ¼r HilfsflÃ¼ge. SchrÃ¶der nach Washington und StS Chroborg nach Pakistan. Dort angeblich stabil, Proteste geringer als erwartet.</p>
<p>Bei den EU-AuÃŸenministern ausfÃ¼hrliche Debatte zu politischer LÃ¶sung. Aber keine Illusion, dass das vor allem von auÃŸen ginge. Treffen mit dem Chef des IKRK, das als einzige humanitÃ¤re Organisation seit 20 Jahren im Land und wegen der â€žarabischen Afghanen&quot; abziehen musste.</p>
<p>10.10.</p>
<p><strong>85. Verteidigungsausschuss</strong>: TOP 6 Sicherheitslage.</p>
<p>V-Minister: (...) Zusage des Bundeskanzlers in USA, soweit gewÃ¼nscht und leistbar.</p>
<p>Vors. W.: Zum Informationsaustausch Obleutetreffen wÃ¶chentlich.</p>
<p>W.N.: Erinnere an die gewissen â€žBlindheit&quot; bei Kosovo-Luftangriffen. Notwendig sei die sorgfÃ¤ltige Information des Parlaments, insbesondere der Fachpolitiker, der Ã–ffentlichkeit. Das sei zentral wegen des im Kontext Kosovo gewachsenen Misstrauens.</p>
<p>11.10.</p>
<p><strong>Bundestag:</strong> RegierungserklÃ¤rung von Bundeskanzler SchrÃ¶der zu 11.9., AFGÂ Â  â€žhistorische Rede&quot; Ã¼ber die neue Verantwortung Deutschlands.</p>
<p>12.10.</p>
<p><strong>Fachtagung</strong>: â€žWer Frieden will, bereite den Frieden vor. <strong>StÃ¤rkung der zivilen SÃ¤ulen internationaler Friedensmissionen</strong>&quot; mit vorzÃ¼glichen Referenten und 115 Anmeldungen, bestes Echo.</p>
<p>Lessons Learned? Internationale BeitrÃ¤ge zur Verbesserung der zivilen MissionsfÃ¤higkeiten:Â  Winrich KÃ¼hne/SWP, Gudrun Steinacker/OSZE, Michael Matthiessen, Europ. Rat, Head of Policy Unit, Oberst Ernst Gerlach/EinsatzfÃ¼hrungskommando;</p>
<p>Polizeimissionen und der Erhalt und Wiederaufbau rechtsstaatlicher Strukturen: Thorsten Stodiek/IFSH, Alex Schubert/EU-Polizeieinheit BrÃ¼ssel, Walter Wolf/vormals Leiter des dt. Polizeikontingents im Kosovo.</p>
<p>Deutsche BeitrÃ¤ge zur StÃ¤rkung ziviler MissionsfÃ¤higkeiten: AktivitÃ¤ten und Erfahrungsberichte: Ludger Volmer/Staatsminister AA, Wilhelm HÃ¶ynck/Botschafter a.D., vormals OSZE-General-sekretÃ¤r, Siegfried Brenke/UNMIK, BÃ¼rgermeister fÃ¼r Pristina, Katharina Ochse/UNMIK, Dieter Wulf/Journalist, vormals Teilnehmer der Kosovo Verification Mission/KVM der OSZE 1998/99.</p>
<ul type="circle">
<li>(<strong>Dokumentation der AnhÃ¶rung</strong>: lang &amp;      schlÃ¼ssig 14/45, hrsg. von der Bundestagsfraktion, November 2001)</li>
</ul>
<p>13.10.</p>
<p><strong>GrÃ¼ne Regionalkonferenz</strong> in OsnabrÃ¼ck zum 11. September ff.: schwach besucht, intensive Diskussion.</p>
<p>16.10.</p>
<p><strong>Gemeinsame Sitzung der AuÃŸen-/Sicherheitspolitiker von SPD und GrÃ¼nen mit StS AA</strong> <strong>und AM Fischer</strong></p>
<p>StS. AA: Deutlicher Meinungsumschwung beim pakistanischen PrÃ¤sidenten: â€žDie Taliban mÃ¼ssen weg!&quot; Es gebe ein fundamentales Interesse an einem friedlichen Ãœbergang in AFG, ja keine Nordallianz! Die dÃ¼rften Kabul nicht Ã¼bernehmen kÃ¶nnen. Es bestehe Angst vor einem Machtvakuum nach Abflauen der Luftangriffe. Insbesondere die Art der internationalen PrÃ¤senz sei noch offen. Die RÃ¼ckkehr gut ausgebildeter Exilafghanen sei notwendig. Koranschulen wÃ¼rden als soziales Netz wirken und Perspektiven bieten. AA und BMZ Ã¼berlegen, wie in Pakistan die Reform des Erziehungswesens unterstÃ¼tzt werden kann.</p>
<p>Zwischen Indien und Pakistan bestehe grenzenloser Hass. Indien sehe Pakistan sehr krass als die Terrorquelle. Wenn es noch einen Anschlag gebe, dann drohe Krieg. Sehr beunruhigend!</p>
<p>StÃ¤ndig wechselnde Fronten zwischen Taliban und Nordallianz, keine allgemeinen LoyalitÃ¤ten, viel gegenseitiges Ãœberlaufen. Warlords nehmen jeweils ihre Truppen dabei mit.</p>
<p>Wenn wir in AFG nicht an die Wurzeln des Terrors kommen, wird der Terror weitergehen. Deshalb muss sich was entwickeln. Auf Deutschland wird besonders aufmerksam gehÃ¶rt.</p>
<p>Joschka: Die humanitÃ¤re Lage sei zentral, auch fÃ¼r den Ausgang des Krieges. Sie war vor dem 11.9. dramatisch. Das werde jetzt erst einer breiten Ã–ffentlichkeit bewusst. Vgl. Bericht des VN-Menschenrechtsbeauftragten vom 13. Juli. Drei Jahre DÃ¼rre und Talibanregime seien die Hauptursache der humanitÃ¤ren Katastrophe. Die habe sich seit dem 11.9. verschÃ¤rft. 7,5 von 24 Mio. Menschen seien auf der Flucht. In Pakistan 2 Mio., im Iran 1,5 Mio.</p>
<p>Deutschland spiele bei der AFG Support Group eine zentrale Rolle. Bei Sitzungen vor dem 11.9. hÃ¤tte man die Taliban gern dabei gehabt. War aber nicht. Dt. Mittel fÃ¼r humanitÃ¤re Hilfe auf 51 Mio. aufgestockt.</p>
<p>Einstellung der Bombardierungen? Die humanitÃ¤re Situation wÃ¼rde dadurch kaum besser. Wer humanitÃ¤re Lage verbessern will, muss das Talibanregime beseitigen. Die USA hÃ¤tten glaubwÃ¼rdig zugesichert, keinen Krieg gegen das afghanische Volk zu fÃ¼hren. Eindeutig gegen militÃ¤rische Stellungen, Kasernen, keine FlÃ¤chenbombardements. Dabei habe es zugegebenermaÃŸen auch tragische Ereignisse gegeben.Â  Jetzt Ãœbergang zur zweiten Phase, die sich vor allem gegen die 55. Brigade (â€žarabische Afghanen&quot;) richte.</p>
<p>Politische LÃ¶sung: Konsensuale Punkte bilden sich heraus:</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Interne LÃ¶sung!</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  RegionalmÃ¤chte berÃ¼cksichtigen (Schusswechsel in Kaschmir sehr bedrohlich, Inder kochen. Verantwortliche fÃ¼r Anschlag in Pakistan!! Risiko eines Krieges zwischen zwei NuklearmÃ¤chten!)</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Auf keinen Fall RÃ¼ckfall in die Vor-Talibanzeit! Damals absolute WillkÃ¼rherrschaft! GroÃŸe Ratsversammlung.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Stabilisierung durch VN unabweisbar. VN werden entscheidender Faktor werden. Ein Protektorat wird aber nicht funktionieren.</p>
<p>Das kristallisiere sich in der internationalen Diskussion heraus.</p>
<p>EU: Gut wÃ¤re, wenn sie Ã¼ber das HumanitÃ¤re hinaus sichtbar wÃ¤re. Frankreich sehe das ganz anders.</p>
<p>ER erlebe jetzt eine StÃ¤rkung der nationalen Spur, nicht der Integration. Die belgische EU-PrÃ¤sidentschaft dringe jetzt in den USA nicht durch. GB und FR haben kaum mehr beizutragen - und deshalb kaum mehr ggb. den USA zu sagen als DEU. Gefahr der Marginalisierung!</p>
<p>In den USA habe sich zzt. die Powell-Schule durchgesetzt. Aber: Laut Bush â€ž1. Stufe&quot;, weiteres sei nicht ausgeschlossen. Dann wÃ¤re fÃ¼r die USA die Koalition nicht mehr das Wichtigste. GroÃŸe Sorge, dass nÃ¤chste Ziele Irak, Syrien seien. Mit langwierigem asymmetrischem Kampf gegen Terrorismus kÃ¶nnte im Laufe der Monate der Druck steigen, sichtbar und systematisch gegen Terrorismus vorzugehen. Deshalb drÃ¤nge DEU ggb. Syrien auf einer Absage an den Terrorismus.</p>
<p>Gernot E. (SPD): Die innenpolitische Lage sei kritischer. In den kommenden zwei sitzungsfreien Wochen mÃ¼sse es klare Orientierung fÃ¼r die Mitglieder Koalitionsfraktionen geben.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Stand und Perspektiven der humanitÃ¤ren Lage und Hilfe. Das tatsÃ¤chlich hohe Profil der Bundesregierung komme gar nicht bei den Menschen an.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Poltische Bewertung.</p>
<p>-Â Â Â Â Â Â Â Â Â  Kommunikationsbedarf: Bei Mazedonien sei man jede Woche zusammen gekommen. In diesem Format aber erstmalig seit 11.9.!</p>
<p>AA`ler (AFG-Kenner): Taliban werden in AFG kaum noch toleriert. Angst nur noch vor einer PrÃ¤-Taliban-Situation.</p>
<p>Jetzt brauche AFG Aufbau von unten, Hilfe zur Selbstorganisation und humanitÃ¤re Hilfe, keine Zentralregierung.</p>
<p>Jetzt seien nur Teilkonzepte und Teilstrategien mÃ¶glich. Zu viele Unbekannte wÃ¼rden eine Gesamtstrategie verhindern.</p>
<p>Christa N.: In der BevÃ¶lkerung sei ein Totstell-Reflex verbreitet. â€žWenn wir nichts tun, geschieht uns auch nichts.&quot; Das Talibanregime mÃ¼sse weg!</p>
<p><strong>Fraktionssitzung</strong></p>
<p>Claudia: HumanitÃ¤re Situation auÃŸerordentlich dramatisch! Schon vor dem 11.9. waren 5 Mio. Menschen von humanitÃ¤rer Hilfe abhÃ¤ngig.</p>
<p>Joschka: Fr/Sa nach Pakistan und Tadschikistan, Mo Saudi-Arabien, PalÃ¤stina, Syrien.</p>
<p>(zur militÃ¤rischen, humanitÃ¤ren, politischen Lage Ã¤hnlich wie in vorheriger Sitzung)</p>
<p>Angelika B.: Wir haben ein Recht auf Diskussionen.</p>
<p>Mit Aussetzen der Luftangriffe wÃ¤re niemandem geholfen.</p>
<p>Kerstin M.: Bei aller SolidaritÃ¤t - kein Ja und Amen!</p>
<p>Fritz K.: Angemessen mit kritischer Ã–ffentlichkeit umgehen! UnmÃ¶glich sei die SPD-Haltung, die die Diskussion fÃ¼rchte. In der Koalition mÃ¼sse es mÃ¶glich sein, dass GrÃ¼ne anderes thematisieren, diskutieren als die Regierung - und diese zugleich stÃ¼tzen.</p>
<p>W.N.: - Zu Friedensdemos: Terroristen ... in AFGÂ  zur Rechenschaft ziehen mit Polizei? Das gÃ¤be reine Selbstmordkommandos!</p>
<p>- TerrorbekÃ¤mpfung sei langwierig, hochkomplex, unÃ¼bersichtlich, zum grÃ¶ÃŸten Teil unsichtbar.</p>
<p>- Ã–ffentliche Wahrnehmung sei geprÃ¤gt von Informationsdefiziten, Propagandakrieg - und vor allem Bildern. Sie seien das einzig Sichtbare, â€žReale&quot;, obwohl vÃ¶llig kontextlos. Es entstehe der Eindruck von UnverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸigkeit.</p>
<p>- Vorsicht vor Erleichterung ggb. der Phase II: Da gebe es dann â€žeigene Tote&quot;, Gefangene.</p>
<p>- Aussichtsreiche TerrorbekÃ¤mpfung gebe es nicht ohne innenpolitischen Konsens. Dieser sei nicht zu schaffen mit Ã¼blichen Mobilisierungsmethoden, mit KonformitÃ¤t und blinder LoyalitÃ¤t, sondern nur mit Aufnahme + Artikulation von Zweifeln und Bedenken und umfassender + glaubwÃ¼rdiger Darstellung der eigenen Anstrengungen. <span style="text-decoration: underline;">Beides</span> gehÃ¶re zusammen!</p>
<p>- Vorsicht mit den zwei sitzungsfreien Wochen: Abstimmung, Abstimmung!!</p>
<p>Angelika K.-L.: Hoch Ã¤rgerlich sei, dass es erst jetzt allgemeine Aufmerksamkeit fÃ¼r die humanitÃ¤re Katastrophe gebe. In der Vergangenheit fanden parlamentarische Initiativen nur ein sehr geringes Echo.</p>
<p>Claudia: Habe mich stÃ¤ndig um AFG gekÃ¼mmert. WFP schlage gezielte air-drops im Hochland vor. Das gehe aber nur bei Einstellung der Luftangriffe. Unter den Taliban war die Versorgung notwendig und mÃ¶glich, jetzt sei sie nicht mehr mÃ¶glich. Das sei die BegrÃ¼ndung der VN-Organisationen. Die westliche Informationspolitik mÃ¼sse sich von der der Taliban unterscheiden.</p>
<p>17.10.</p>
<p><strong>86. Verteidigungsausschuss: </strong>Unter Aktuelles zu Internationalem Terrorismus</p>
<p>V-Minister: fÃ¼nf AWACS mit 55 dt. Soldaten in den USA. Fregatte Bayern im Rahmen des maritimen Einsatzverbandes der NATO ins Mittelmeer. Beides diene der Entlastung der USA. Erneute Warnung, den Fokus auf das MilitÃ¤rische zu legen.</p>
<p>Eine operativ konkretisierte Anfrage gebe es nicht. Deshalb bestehe kein Entscheidungsbedarf. Es gebe nur GesprÃ¤ch Ã¼ber FÃ¤higkeiten.</p>
<p><strong>Unterausschuss AbrÃ¼stung</strong> zu ABC-Bedrohungen</p>
<p>Unterrichtung durch Vertreter von BMI und Bundeswehr: Es gibt erschreckend einfache MÃ¶glichkeiten! Angst erzeugen reicht. Bei der San-Akademie gibt es je sieben Mitarbeiter fÃ¼r B und C. Das sind die KernkrÃ¤fte!</p>
<p>Â </p>
<p>19.10.</p>
<p>Referat und Diskussion bei GrÃ¼ner Hochschulgruppe <strong>Heidelberg â€žKeine Macht dem Terror</strong> - Globale Sicherheitspolitik vor neuen Herausforderungen&quot;</p>
<ul type="circle">
<li>ErklÃ¤rung der      GrÃ¼nen Bundestagsfraktion â€žAfghanistan: HumanitÃ¤re Lage und politische      Perspektiven&quot;</li>
</ul>
<p>25.10.</p>
<ul type="circle">
<li><span style="text-decoration: underline;">â€ž</span><strong><span style="text-decoration: underline;">AFG: Kein Frieden ohne die Mehrheit der      BevÃ¶lkerung</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> - eineÂ       politische Bestandsanalyse&quot; von Almut Wieland-Karimi</span>,      Friedrich-Ebert-Stiftung (heute Direktorin des ZIF, sehr lesenswert,      http://library.fes.de/fulltext/id/01136.html)</li>
<li>Stellungnahme von      W. Nachtwei â€žDer <strong>Kampf gegen den      Terrorismus, der Krieg in Afghanistan</strong> und BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen&quot;</li>
</ul>
<p>26.10.</p>
<p>oÂ Â Â Â Â Â Â  â€žBlinde LoyalitÃ¤ten sind gefÃ¤hrlich - Bundesregierung braucht Kontrolle und Widerspruch/Gewissen muss bei Haltung zu mÃ¶glichen BundeswehreinsÃ¤tzen entscheiden&quot;, Beitrag von W. Nachtwei fÃ¼r www.politikerscreen.de</p>
<p>27.10.</p>
<p><strong>BAG Frieden von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen </strong> mit externen Fachleuten Dr. Jochen Hippler + Dr. Klaus Segbers</p>
<p>K. Segbers: In den USA Vorstellung von Heimatschutz ins Mark getroffen.</p>
<p>GroÃŸe Zweifel, ob Al Qaida durch bestimmtes Entgegenkommen zu befrieden sei. Also nicht verhandlungsfÃ¤hig.</p>
<p>Wenn man militÃ¤risches Vorgehen wolle, dann dÃ¼rfe man sich nicht binden.</p>
<p>Etliche Gewaltunternehmergruppen hÃ¤tten gelernt, ihren Wert auf quasi staatliche Ebene zu bringen, z.B. UCK.</p>
<p>Wenn dieser Terror nicht akzeptabel sei, dann mÃ¼sse man sie haben, egal ob polizeilich oder militÃ¤risch.</p>
<p>GroÃŸteil dessen, was als politische LÃ¶sung diskutiert werde, werde nicht funktionieren. Falsche Machbarkeitsvorstellungen! Viele Regionen seien nicht organisierbar! Ihre Grundordnung sei tief fragmentiert, nicht mehr rÃ¼ckholbar. Man kÃ¶nne nicht mehr wie in Algerien oder Indonesien agieren. Die Unordnung kÃ¶nne nur eingehegt, nicht gelÃ¶st werden. MarshallplÃ¤ne seien nicht in Sicht, eine Gesamtstrategie nicht erkennbar.</p>
<p>Der Westen habe weder Personal noch Instrumente fÃ¼r MakrolÃ¶sungen. Votum fÃ¼r bescheidenere EindÃ¤mmungsstrategien.</p>
<p>Schon die Einhegung sei Ã¤uÃŸerst schwierig. Wegkommen mÃ¼sse man von Ingenieursdenken und hinkommen zur Beeinflussung von StrÃ¶mungen - und Stabiles stabil halten.</p>
<p>J. Hippler unterstreicht die begrenzten KonfliktlÃ¶sungskapazitÃ¤ten. Deutschland kÃ¶nne gerade mit zwei, drei Krisen umgehen.</p>
<p>Al Qaida nicht rÃ¼ckholbar. Verhandlungsoptionen mÃ¼ssen vor allem auf ResonanzbÃ¶den zielen.</p>
<p>Gut wÃ¤re, die HintermÃ¤nner vor Gericht zu bringen. Sie zu tÃ¶ten, wÃ¼rde MÃ¤rtyrer schaffen. Rausholen mit militÃ¤rischen Kommandounternehmen wÃ¤re was anderes als Krieg.</p>
<p>Der Sturz der Taliban sei nicht einfach, aber machbar. Sie seien breit verhasst. Problem sei die Strategie danach. DafÃ¼r sei eine soziale Basis im Land notwendig. Die Nordallianz sei nicht realistisch. Ohne bzw. gegen sie sei es auch nicht aussichtsreich.</p>
<p>AFG sei fÃ¼r die VN ein vergiftetes Geschenk. FÃ¼r AFG gebe es gar keine Strategie oder Stein der Weisen. Deshalb lieber raushalten und humanitÃ¤re Einhegung. Man solle nicht dort was zu lÃ¶sen versuchen, wo es nicht lÃ¶sbar sei. Es gelte, noch Schlimmeres in Pakistan zu verhindern. Dann wÃ¤re AFG nur ein Vorspiel.</p>
<p>31.10.</p>
<p><strong>AFG-Veranstaltung der GrÃ¼nen MÃ¼nster</strong> mit Clauda Roth und W.Nachtwei</p>
<p>Claudia: Im Juni 2000 sei sie in AFG gewesen, 10 Tage mit einer Frauendelegation. Die FrauenunterdrÃ¼ckung, DÃ¼rre, Hungersnot, Waffenlieferungen. Es musste was geschehen! Aber es hat wenig interessiert, Bericht blieb ungehÃ¶rt. Es war ein vergessener Konflikt. (...)</p>
<p>Sie sei stolz auf die GrÃ¼ne Partei, die sich eigenes Denken nicht verbieten lasse, die Ã¼ber den richtigen Weg streite. Welche Mittel seien nach dem 11. September legitim? Sie mÃ¼ssten zielgenau und verhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸig sein. SolidaritÃ¤t heiÃŸe nicht Ja und Amen. Man mÃ¼sse auch auf Fehlentwicklungen hinweisen. Die Anti-Terror-Koalition sei nur glaubwÃ¼rdig, wenn sie eine Koalition der HumanitÃ¤t und Menschenrechte sei.</p>
<p>Fragen nach dem Sinn weiterer Bombardierungen mÃ¼ssten normal sein. (starker Beifall)</p>
<p>Â </p></div>


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