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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: &quot;Jenseits der Ã¼blichen SelbstbestÃ¤tigung - Lehren aus 20 Jahren deutsche Beteiligung an Interventionen&quot; Artikel im ipg-journal</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + NATO + Internationale Politik und Regionen + Afghanistan + Rede von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            &quot;Jenseits der Ã¼blichen SelbstbestÃ¤tigung - Lehren aus 20 Jahren deutsche Beteiligung an Interventionen&quot; Artikel im ipg-journal         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 9. September 2014 08:41:51 +02:00 (166958 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Schwerpunkt des ipg-journal der Friedrich-Ebert-Stiftung im September ist das Thema Interventionen. Dazu mein Beitrag vor dem Hintergrund meiner Beteiligung an 70 Einsatzentscheidungen des Bundestages zwischen 1994 und 2009.</p></div>
            <div>    <p><strong>Lehren aus 20 Jahren deutsche Beteiligung an Interventionen</strong></p>
<p>Hierzu mein j&uuml;ngster Beitrag im Schwerpunkt des Monats &bdquo;Interventionen&ldquo; im ipg-journal (&bdquo;IPG Internationale Politik und Gesellschaft&ldquo;) der Friedrich-Ebert-Stiftung unter &nbsp;<a href="http://www.ipg-journal.de/schwerpunkt-des-monats/interventionen/artikel/detail/jenseits-der-ueblichen-selbstbestaetigung-574/">http://www.ipg-journal.de/schwerpunkt-des-monats/interventionen/artikel/detail/jenseits-der-ueblichen-selbstbestaetigung-574/</a></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Der Einstieg:</span></em></p>
<p>Milit&auml;rinterventionen sind zu Recht umstritten. Viel zu oft bleibt der Streit aber einer der Gesinnungen und Pauschalbilder &ndash; Helfer in der Not f&uuml;r die einen, imperialistischer Kn&uuml;ppel f&uuml;r die anderen. Konkrete Erfahrungen von mehr als 20 Jahren deutscher Beteiligung an internationalen Milit&auml;rinterventionen, gar von mehr als 60 Jahren UN-Eins&auml;tzen sind dagegen kaum pr&auml;sent. Deshalb ist es ein strategisches Vers&auml;umnis, dass bisher noch jede Bundesregierung eine systematische und unabh&auml;ngige Bilanzierung dieser Kriseneins&auml;tze verweigerte. Denn die Fragen &bdquo;Was haben sie gebracht?&ldquo; und &bdquo; Welche Lehren gibt es jenseits der &uuml;blichen Selbstbest&auml;tigungen?&ldquo; sind politisch mehr als legitim.</p>
<p>Die Wahrnehmung von Milit&auml;reins&auml;tzen mit deutscher Beteiligung ist von den kriegerischen Jahren des Afghanistaneinsatzes gepr&auml;gt. Die Wirklichkeit dieser Eins&auml;tze ist jedoch viel breiter. Sie unterscheiden sich erheblich hinsichtlich ihre Ziele und Auftr&auml;ge, ihrer Einsatzform (von Milit&auml;rbeobachtern &uuml;ber Peacekeeping bis Zwangseinsatz) und F&uuml;hrung (UN, NATO, EU). Dabei ist auch zu betonen: Bis auf punktuelle Geiselbefreiungen waren diese Eins&auml;tze nie &bdquo;reine&ldquo; Milit&auml;reins&auml;tze, sondern immer multidimensionale Operationen mit politischen, zivilen, polizeilichen und milit&auml;rischen Komponenten &ndash; auch wenn von all diesen fast nur letztere wahrgenommen wird.</p>
<p>Verbreitet ist die Erwartung, Kriseneins&auml;tze k&ouml;nnten Konflikte l&ouml;sen und Frieden schaffen. Das ist eine Illusion. Das zeigen schon die UN-Mandate, die durchweg bescheidener formuliert sind: Meist ging es um Absicherung von Friedensprozessen. Selten waren bisher ausdr&uuml;cklich gewaltpr&auml;ventive Eins&auml;tze - etwa 1995-1999 in Mazedonien - und Zwangseins&auml;tze zur Gro&szlig;gefahrenabwehr und des Schutzes von Menschengruppen vor Massengewalt. Es geht also um Gewalteind&auml;mmung und Friedensunterst&uuml;tzung, nicht um Friedensexport. Das ist ein gewichtiger Unterschied.</p>
<p>(&hellip;)</p></div>


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