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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: WeiÃŸbuch zur Sicherheitspolitik: Ohne Profil und Richtung</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Pressespiegel</span>

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        <h1>
            WeiÃŸbuch zur Sicherheitspolitik: Ohne Profil und Richtung         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 25. Oktober 2006 14:44:12 +02:00 (90460 Aufrufe)            </div>
            <div>    AnlÃ¤sslich der heutigen Verabschiedung des WeiÃŸbuches der Bundesregierung zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr im Kabinett erklÃ¤rt <strong>Winfried Nachtwei</strong>, sicherheits- und abrÃ¼stungspolitischer Sprecher:</div>
            <div>    <p>Die Bundesregierung hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht: Das WeiÃŸbuch wimmelt von AllgemeinplÃ¤tzen und bleibt an vielen Stellen im Vagen. Ein richtungsweisendes Grundlagendokument zur deutschen Sicherheitspolitik ist es nicht. Wir brauchen eine vorausschauende deutsche Sicherheitsstrategie, die die politischen, zivilen und militÃ¤rischen FÃ¤higkeiten und Instrumente deutscher Friedens- und Sicherheitspolitik aufeinander bezieht und abstimmt. Das hÃ¤tte das WeiÃŸbuch leisten mÃ¼ssen.        </p><p>Gut und Ã¼berfÃ¤llig ist die Vorlage eines WeiÃŸbuches. Richtig sind die Betonung des Friedensauftrages deutscher Sicherheitspolitik und ihre Verpflichtung auf VÃ¶lkerrecht und Multilateralismus. Auf viele SchlÃ¼sselfragen deutscher Friedens- und Sicherheitspolitik liefert es aber keine Antworten. Es fehlt eine Auswertung deutschen Krisenengagements und AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr. Vergebens sucht man nach den Konsequenzen aus den Erfahrungen der letzten 15 Jahre. Das WeiÃŸbuch nennt eine FÃ¼lle von Risiken und Bedrohungen, lÃ¤sst aber offen, wozu Bundeswehr erheblich, weniger oder gar nicht beitragen kann. Insofern bleibt die Aufgabenstellung der Bundeswehr nebelhaft. Damit wird einer Entgrenzung des MilitÃ¤rischen Vorschub geleistet.</p><p>Sicherheitspolitik heute muss angesichts der komplexen Probleme und Herausforderungen vorrangig politisch-ziviler Natur sein und darf nicht auf MilitÃ¤rpolitik fixiert bleiben. Das WeiÃŸbuch proklamiert zwar einen Ã¼bergreifenden und kohÃ¤renten Politikansatz, liefert ihn aber nicht. Internationale EinsÃ¤tze der Bundeswehr sind immer komplexe militÃ¤rische, polizeiliche und zivile Missionen. Daraus hÃ¤tte das WeiÃŸbuch deutliche Konsequenzen ziehen mÃ¼ssen. Die Bundesregierung sagt nicht, wie denn die eklatanten FÃ¤higkeitslÃ¼cken im zivilen und polizeilichen Bereich abgebaut werden sollen. Damit bleibt die Bundeswehr bis zum Sankt Nimmerleinstag in ihren EinsÃ¤tzen. Auch auf die Frage, wie die Struktur- und AusrÃ¼stungsdefizite der Bundeswehr abgebaut werden kÃ¶nnen, erhalten wir keine Antwort. Stattdessen wird die sicherheitspolitisch lÃ¤ngst Ã¼berholte Wehrpflicht festgeschrieben und an der politisch unverantwortlichen nuklearen Teilhabe festgehalten. Ein deutlicher Kurswechsel ist die FÃ¶rderung deutscher RÃ¼stungsexporte weltweit.</p><p>Viel zu lange ist das WeiÃŸbuch unter Verschluss gehalten worden. Die lÃ¤ngst Ã¼berfÃ¤llige und notwendige breite friedens- und sicherheitspolitische Debatte wurde damit beeintrÃ¤chtigt. Jetzt muss das WeiÃŸbuch Anlass und Katalysator einer solchen breiten Debatte sein. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie diese initiiert und wesentlich dazu beitrÃ¤gt. </p></div>
<p class="xar-quote">
Hin weis:&#160;
                <em>    <a href="http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLt4wPtQwGSYGYRqbm-pEwsaCUVH1fj_zcVH1v_QD9gtyIckdHRUUAwQVabg!!/delta/base64xml/L3dJdyEvd0ZNQUFzQUMvNElVRS82XzlfVTlT">WeiÃŸbuch im PDF-Format</a> auf der auf der Website des Ministeriums.</em></p>


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