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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Antrag: FÃ¼r klare menschen- und vÃ¶lkerrechtliche Bindungen bei AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + Antrag</span>

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        <h1>
            Antrag: FÃ¼r klare menschen- und vÃ¶lkerrechtliche Bindungen bei AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 5. März 2008 00:08:35 +01:00 (104531 Aufrufe)            </div>
            <div>    &quot;Der Bundesregierung ist es bisher nicht gelungen, die menschen- und vÃ¶lkerrechtlichen Bindungen und Grenzen bei AuslandseinsÃ¤tzen klar zu definieren und erlaubtes von unerlaubtem Handeln deutlich zu trennen&quot; heiÃŸt es in dem von Volker Beck und Winfried Nachtwei eingebrachten Antrag  zu &quot;Menschen- und vÃ¶lkerrechtlichen Bindungen bei AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr&quot;. Der vollstÃ¤ndige Antrag ist hier zu finden:
</div>
            <div>    <strong>  </strong>
<p>
<strong>Deutscher Bundestag    Drucksache 16/8402</strong>
</p>
<p>
<strong>16. Wahlperiode</strong>    05.03.2008
</p>
<p>
<strong>Antrag</strong>
</p>
<p>
<strong>der Abgeordneten Volker Beck (KÃ¶ln), Winfried Nachtwei, Marieluise Beck (Bremen), Alexander Bonde, Dr. Uschi Eid, Thilo Hoppe, Ute Koczy, Kerstin MÃ¼ller (KÃ¶ln), Omid Nouripour, Claudia Roth (Augsburg), Rainder Steenblock, JÃ¼rgen Trittin und der Fraktion BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN</strong>
</p>
<p>
<strong>FÃ¼r klare menschen- und vÃ¶lkerrechtliche Bindungen bei AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr</strong>
</p>
<p>
Der Bundestag wolle beschlieÃŸen:
</p>
<p>
Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
</p>
1. Ã¼ber die vÃ¶lkerrechtlich korrekte und parlamentsrechtlich eindeutige Mandatierung von AuslandseinsÃ¤tzen hinaus, Klarheit Ã¼ber die menschen- und vÃ¶lkerrechtlichen Bindungen und die Grenzen zulÃ¤ssigen Vorgehens bei AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr zu schaffen, 
<p>
2. sicherzustellen, dass bei AuslandseinsÃ¤tzen der Bundeswehr grund- und menschenrechtliche Verpflichtungen sowie die Normen des humanitÃ¤ren VÃ¶lkerrechts eingehalten werden,
</p>
<p>
3. sicherzustellen, dass an AuslandseinsÃ¤tzen beteiligte deutsche Soldatinnen und Soldaten nicht zu bestimmten Handlungen angeleitet werden, fÃ¼r die sie sich spÃ¤ter mÃ¶glicherweise strafrechtlich verantworten mÃ¼ssen,
</p>
<p>
4. sicherzustellen, dass deutsche Soldatinnen und Soldaten bei gemeinsamen Operationen mit StreitkrÃ¤ften anderer Staaten sich nicht an Operationen beteiligen, die nach den fÃ¼r deutsches staatliches Handeln geltenden Normen nicht zulÃ¤ssig wÃ¤ren.
</p>
<p>
Berlin, den 5. MÃ¤rz 2008
</p>
<p>
<strong>Renate KÃ¼nast, Fritz Kuhn und Fraktion</strong>
</p>
<p>
<strong>BegrÃ¼ndung:</strong>
</p>
<p>
AuslandseinsÃ¤tze der Bundeswehr sind zwingend an das VÃ¶lkerrecht und die Menschenrechte gebunden. Das ist auch das SelbstverstÃ¤ndnis der Soldatinnen und Soldaten. Zu Recht stellt die neue Zentrale Dienstvorschrift 10/1 â€žInnere FÃ¼hrung&quot; fest, dass die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr als â€žStaatsbÃ¼rger in Uniform&quot; â€žden Werten und Normen des Grundgesetzes in besonderer Weise verpflichtet&quot; sind. Die Erfahrungen gerade mit den konkreten Einsatzbedingungen in Afghanistan und insbesondere bei der Operation Enduring Freedom zeigen aber:
</p>
<p>
Der Bundesregierung ist es bisher nicht gelungen, die menschen- und vÃ¶lkerrechtlichen Grenzen und Bindungen bei AuslandseinsÃ¤tzen klar zu definieren und erlaubtes von unerlaubtem Handeln deutlich abzugrenzen. Im Zusammenhang mit dem Einsatz in Afghanistan geht es dabei um so entscheidende Fragen wie die, was mit festgenommenen Personen zu geschehen hat, und ob und unter welchen Bedingungen eine Ãœbergabe dieser Personen an andere Institutionen zulÃ¤ssig ist. Es geht aber auch darum, ob deutsche Soldatinnen und Soldaten z.B. Ã¼ber LuftaufklÃ¤rung zur Auswahl und Identifizierung von Personen und Zielobjekten einen aktiven Beitrag zu gezielten TÃ¶tungen leisten dÃ¼rfen.
</p>
<p>
Eine Bestimmung des zulÃ¤ssigen Vorgehens im Einzelfall setzt Klarheit Ã¼ber die geltenden rechtlichen GrundsÃ¤tze voraus. Sogar innerhalb des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) gab es dazu allerdings in der Vergangenheit kontrÃ¤re Auffassungen, die beispielsweise im Jahre 2002 in zwei sich widersprechenden Rechtsgutachten Niederschlag fanden. Innerhalb der Bundesregierung fÃ¼hrten Versuche der Abstimmung zwischen den beteiligten HÃ¤usern nicht zur AuflÃ¶sung des Dissenses. In der Konsequenz wird die Verantwortung bei den Soldatinnen und Soldaten abgeladen.
</p>
<p>
Zur Frage der Behandlung von festgenommenen Personen hat das BMVg nunmehr in einem Befehl vom 26. April 2007 zumindest grundlegende Regelungen niedergelegt. Es fÃ¤llt jedoch auf, dass dieser Befehl jegliche Bezugnahme auf grundÂ­und menschenrechtliche Standards oder Normen des humanitÃ¤ren VÃ¶lkerrechts vermeidet. So fehlt jeder Hinweis auf die Garantien des Grundgesetzes, die EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention (EMRK) oder die Regelungen des humanitÃ¤ren VÃ¶lkerrechts. Dabei ist alle staatliche Gewalt an das Grundgesetz und die menschenrechtlichen Verpflichtungen, die die Bundesrepublik vÃ¶lkerrechtlich eingegangen ist, gebunden.
</p>
<p>
Der so genannte bewaffnete Kampf gegen StraftÃ¤ter, wie der Einsatz in Afghanistan von der Rechtsabteilung des BMVg bezeichnet wird, findet mangels Festlegung daher weiterhin in einer rechtlichen Grauzone statt. Das Konstrukt der Strafverfolgung mit militÃ¤rischen Mitteln fÃ¼hrt dazu, die rechtlichen Grundlagen des Einsatzes zu vernebeln und sich von rechtlichen Bindungen zu lÃ¶sen. Gerade AuslandseinsÃ¤tze der Bundeswehr aber bedÃ¼rfen einer klaren rechtlichen Grundlage: Nicht nur der Deutsche Bundestag braucht Klarheit Ã¼ber den Umfang und die rechtlichen Grenzen eines von ihm zu verantwortenden Auslandseinsatzes. Insbesondere die beteiligten Soldatinnen und Soldaten benÃ¶tigen Rechtssicherheit. Sie dÃ¼rfen nicht in rechtlichen Grauzonen operieren, und sie dÃ¼rfen nicht im Unklaren gelassen werden, ob ihr Vorgehen rechtlich zulÃ¤ssig ist oder einen RechtsverstoÃŸ darstellt.
</p>
</div>


           <br />
                        </div>
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