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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Peter Struck ist tot - ein Minister mit Parlamentarierherz und Menschenverstand</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Artikel von Winfried Nachtwei fÃ¼r Zeitschriften u.Ã¤.</span>

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        <h1>
            Peter Struck ist tot - ein Minister mit Parlamentarierherz und Menschenverstand         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 19. Dezember 2012 21:40:12 +02:00 (120851 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p><img style="float: right; margin: 5px; border: 4px solid black;" title="Mit Peter Struck in der Transall nach Kunduz, Januar 2004" src="images/article/20040131_struck-nachtwei.jpg" alt="Mit Peter Struck in der Transall nach Kunduz, Januar 2004 " width="250" />In der rot-grÃ¼nen Koalitionszeit durfte ich als sicherheitspolitischer Sprecher meiner Fraktion eng mit ihm zusammenarbeiten. Ich lernte ihn kennen und hoch schÃ¤tzen. Ihm wurde vertraut. Ihm konnte man vertrauen. Hier einige Erinnerungen an Peter Struck, der in sehr vielen Menschen lebendig bleiben wird. Vorbild fÃ¼r eine Politik der Klarheit, Direktheit, Herzlichlichkeit und FÃ¼hrungskraft. (Foto: Mit Peter Struck in der Transall nach Kunduz, Januar 2004)</p>
<p><strong>Peter Struck ist tot. Er ist auf die groÃŸe Reise gegangen.</strong></p>
<p>Vor drei Wochen sind wir uns noch im Bendler-Block bei der  Verabschiedung von General Langheld begegnet, vor drei Monaten bei einem  Afghanistanpodium in der Friedrich-Ebert-Stiftung. Vor wenigen Tagen  wurde Peter Struck erneut zum Vorsitzenden der FES gewÃ¤hlt.</p></div>
            <div>    <p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--></p>
<p>Jetzt ist â€žmein liebster Minister&quot; aus unserer rot-grÃ¼nen Koalitionszeit gestorben. Erfahren habe ich ihn als Minister mit Parlamentarierherz, direkt, klar, den Menschen zugewandt, mit gesundem Menschenverstand im besten Sinne, mit FÃ¼hrungsstÃ¤rke, trockenem Humor und robuster Herzlichkeit. FÃ¼r die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr war er ein verantwortungsbewusster, verlÃ¤sslicher Minister, der ihre KÃ¶pfe und Herzen erreichte, der ihr erster Kamerad war -ohne jede Kameraderie. Ihm wurde vertraut. Ihm konnte man vertrauen.</p>
<p>Um die Wehrpflicht, den Luft-Boden-SchieÃŸplatz Wittstock und das Flugabwehrsystem MEADS stritten wir beharrlich und ohne Einigung. Seiner KollegialitÃ¤t tat das keinerlei Abbruch. Sein besonderes Verdienst ist, dass gerade er, der Verteidigungsminister, Anfang 2003 unter den NATO-VerbÃ¼ndeten standhaft blieb, als die USA unter PrÃ¤sident Bush enormen Druck machten zum Krieg gegen den Irak. Er hat maÃŸgeblich dazu beigetragen, den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, ihren AngehÃ¶rigen, der Bundeswehr und der deutschen BevÃ¶lkerung insgesamt groÃŸes Unheil zu ersparen.</p>
<p>Bei unseren letzten Begegnungen begrÃ¼ÃŸte Peter Struck mich herzlich als â€žmein Freund Winni&quot;. Das empfand ich als Freude und Ehre. Ich glaube, viele fÃ¼hlen jetzt so wie ich:</p>
<p>Uns hat ein groÃŸer Freund verlassen, ein Politikmensch, wie es sie ganz selten gibt.</p>
<p>Â </p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">RÃ¼ckblick</span></em></p>
<p><em>Nach den Bundestagswahlen 2005 und dem Ende der rot-grÃ¼nen Koalition sandte ich Peter Struck am 23. November eine von meiner Frau Angela gestaltete Bilderkarte: Der fahnengeschmÃ¼ckte Plenarsaal und sein lachendes Gesicht als Kopf des Bundesadlers, er im Verteidigungsausschuss zwischen Walter Kolbow und Reinhold Robbe (â€žMinister mit Parlamentarierherz&quot;); er mit deutschen ISAF-Soldaten (â€žmit ihrem IBuK&quot;) und afghanischen WachmÃ¤nnern im Januar 2004 in Kunduz (â€žAnti-Warlord mit PRT-Miliz&quot;); wir beide in der Transall im GesprÃ¤ch (â€žPartnership for Peace &amp; in Conflict&quot;); er mit Kofi Annan und DGVN-Vorstand (â€žKollektive Sicherheit gegen privatisierte Gewalt&quot;); winkende afghanische Kinder (â€žDamit sie Zukunft haben. Danke Peter!&quot;)</em></p>
<p><em>â€žSehr geehrter Herr Minister, lieber Peter,</em></p>
<p><em>zu meinem groÃŸen Bedauern nimmst Du Deinen Abschied als Verteidigungsminister. Dass dieses Bedauern die AngehÃ¶rigen der Bundeswehr, Mitglieder aller Fraktionen und interessierte Ã–ffentlichkeit teilen, ist ein hervorragender Vertrauensbeweis: Du bist mit er Bundeswehr, dem teuersten, schÃ¤rfsten und riskantesten Instrument deutscher AuÃŸenpolitik, sehr verantwortlich umgegangen. Ich danke Dir fÃ¼r die direkte, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dass wir hartnÃ¤ckige Konflikte - um Wehrpflicht, Wittstock, MEADS und Hindukusch-Verteidigung - hatten, tut diesem Dank keinen Abbruch, im Gegenteil. Du hast Widerspruch nicht als MajestÃ¤tsbeleidigung, sondern als demokratische SelbstverstÃ¤ndlichkeit behandelt. Du warst â€žmein liebster Minister&quot;. Zu leisten bleibt noch die breite sicherheitspolitische Debatte in Politik und Gesellschaft. Zu dieser kannst Du gerade in Deiner Rolle als Fraktionsvorsitzender einiges beitragen. Trotz unseres Koalitionsendes bleiben wir Parlamentskollegen mit vielen gemeinsamen Zielen. Ich wÃ¼nsche Dir in Deinem neu-alten Amt viel Kraft, ordentliche Gesundheit und eine glÃ¼ckliche Hand! In herzlicher Verbundenheit </em></p>
<p><em>Dein Winni&quot;</em></p>
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