    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Frieden muss von unten wachsen - Ausbildung in ziviler Konfliktbearbeitung</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=86&amp;aid=511</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Artikel von Winfried Nachtwei fÃ¼r Zeitschriften u.Ã¤.</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=86">Artikel</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Frieden muss von unten wachsen - Ausbildung in ziviler Konfliktbearbeitung         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 15. Juni 1997 22:22:10 +02:00 (38395 Aufrufe)            </div>
            <div>    Im Maulwurf, der Zeitung der MÃ¼nsteraner GrÃ¼nen, erschien im Juni 1997 folgender Artikel von Winfried Nachtwei:</div>
            <div>    <h5>Frieden muss von unten wachsen - Ausbildung in ziviler Konfliktbearbeitung</h5><p>Monat fÃ¼r Monat werden tausende junger MÃ¤nner an Waffen dafÃ¼r ausgebildet, in einem Kriegsfall â€žden Gegner&quot; zu vernichten. Am 20. Mai 1997 begann in Frille bei Minden erstmalig in der Bundesrepublik eine ganz andere Ausbildung: der erste Grundkurs des Modellvorhabens â€žAusbildung in ziviler Konfliktbearbeitung&quot;. 16 Frauen und MÃ¤nner, zur HÃ¤lfte AuslÃ¤nderinnen, werden in 11 Wochen auf die Arbeit in â€žVersÃ¶hnungsprojekten&quot; vor allem im ehemaligen Jugoslawien vorbereitet: fÃ¼r die Begleitung und UnterstÃ¼tzung heimkehrender muslimischer FlÃ¼chtlinge in der kroatisch verwalteten Stadt Jajce, fÃ¼r die Arbeit in einem multiethnischen Jugendtreffpunkt in Tuzla, in einem unabhÃ¤ngigen Begegnungs-, Gebets- und Meditationszentrum in Sarajewo und mit kriegstraumatisierten Serben und Kroaten  in Ostslawonien. TrÃ¤ger des Modellvorhabens sind die Aktionsgemeinschaft Dienst fÃ¼r den Frieden, der Bund fÃ¼r Soziale Verteidigung und das Forum Ziviler Friedensdienst. Das Land NRW finanziert das Modellvorhaben mit 400.000 DM. </p><p>Bei der ErÃ¶ffnungsveranstaltung hielt ich das folgende GruÃŸwort:</p><p>â€žWohl kein parlamentarisches Gremium in Bonn beschÃ¤ftigt sich so kontinuierlich und intensiv mit Ex-Jugoslawien wie der Verteidigungsausschuss des Bundestages. Lange standen dort BegrÃ¼ndung und Planung des MilitÃ¤reinsatzes, die Leistungen von IFOR im Mittelpunkt der Beratungen. Seit der Debatte um die IFOR-Nachfolge Ende letzten Jahres haben sich die Beratungsschwerpunkte vÃ¶llig verschoben. Die Leistungen von IFOR/SFOR sind unstrittig, zugleich werden die Grenzen eines MilitÃ¤reinsatzes immer deutlicher. Laut AuÃŸenminister Kinkel ist die Aufgabe der MilitÃ¤rs, die Konfliktparteien auseinander zu halten, relativ leicht - verglichen mit der Aufgabe, die verfeindeten Gruppen wieder zusammenzufÃ¼hren. Er und Verteidigungsminister RÃ¼he Ã¤uÃŸern sich wiederholt regelrecht verzweifelt Ã¼ber die totale UnversÃ¶hnlichkeit der Machthaber in Bosnien, die ein Funktionieren der FÃ¶deration blockiere. Nach einem Mostar-Besuch konstatiert RÃ¼he im Angesicht der EU-finanzierten, aber leeren BrÃ¼cken die Grenzen auch von Infrastrukturhilfen:&quot; Auch eine BrÃ¼cke aus Beton bringt noch keinen Frieden!&quot; Ein Staatsminister schlieÃŸlich beklagt, wie verbreitet in der BevÃ¶lkerung Lethargie, Misstrauen und Hass seien, dass es keinerlei Aufbruchstimmung gebe. Alle wissen: Der <em>Wandel in den KÃ¶pfen</em> ist der Dreh- und Angelpunkt fÃ¼r einen wirklichen Friedensprozess. Auf der Hand liegt, dass daran in erster Linie Nichtregierungsorganisationen arbeiten (kÃ¶nnen), dass fÃ¼r diese besonders schwierige Entfeindungsarbeit aber Qualifizierung unumgÃ¤nglich ist.</p><p>Hier beginnen jedoch die politischen Blockaden in Bonn! Seit genau zwei Jahren versuchte ich zusammen mit Kolleginnen von SPD und CDU, ein â€žStartprojekt Ziviler Friedensdienst&quot; auf den Weg zu bringen, das die Ausbildung und Entsendung von Fachleuten fÃ¼r zivile Konfliktbearbeitung beinhaltet. Als ein interfraktioneller Kompromiss gefunden war, verhinderte der CSU-Minister fÃ¼r Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Spranger, seine Umsetzung. Angesichts des Bonner Versagens ist die Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen umso lobenswerter! Sie geht zurÃ¼ck auf die beharrliche Friedensarbeit vor allem des Bundes fÃ¼r Soziale Verteidigung und eine Festlegung im Koalitionsvertrag, zu der Kurt SÃ¼dmersen (BSV) und ich im Mai 1995 den AnstoÃŸ gaben. Angesichts der vielen Konfliktnachrichten aus DÃ¼sseldorf endlich eine gute Nachricht von Rot-GRÃœN!</p><p>Nur 400.000 DM fÃ¼r die Ausbildung von nur 16 FachkrÃ¤ften - ist das nicht nur ein Tropfen auf den heiÃŸen Stein? Das Modellvorhaben ist ein Pilotprojekt, mit dem zivile Konfliktbearbeitung von unten endlich sichtbar und Ã¼berprÃ¼fbar wird. Es ist der Start zu einer professionellen Friedensarbeit, die sich in den nÃ¤chsten Jahren erheblich ausweiten wird - weil der Bedarf immer unÃ¼bersehbarer wird. Insofern nehmen wir heute an einer historischen Geburtsstunde teil! Im Namen der Landtagsfraktion und der Bundestagsfraktion von BÃ¼ndnis90/DIE GRÃœNEN wÃ¼nsche ich den Kursteilnehmerinnen und Annemarie MÃ¼ller und Stefan Willmutz als den Trainerinnen langen Atem und Erfolg! Ein Tropfen auf den heiÃŸen Stein kann der Anfang eines Regens sein. Dass es so wird, liegt mit an uns!&quot;</p><p>(Maulwurf Juni 1997)</p></div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
