Bundesregierung muss in der Nato Atombombenabzug voranbringen

Von: Webmaster amDi, 07 Juni 2005 21:47:20 +01:00
Zur bevorstehenden Tagung der Nuklearen Planungsgruppe der Nato und zum Abzug der letzten US-Atomwaffen aus Deutschland erklärt Winfried Nachtwei, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher:

Wir begrüßen den Abzug von vermutlich 130 US-Atomwaffen aus Deutschland. Auch für die restlichen zirka 20 Atomwaffen in Büchel gibt es keinerlei Rechtfertigung mehr. Dass deutsche "Tornado"-Besatzungen im Rahmen der nuklearen Teilhabe immer noch den Einsatz von Atombomben üben, ist ein Anachronismus und eine ethische Zumutung für die Soldaten: Atomwaffen sind besonders grausame und unterschiedslos wirkende Massenvernichtungswaffen. Wir wissen und begrüßen, dass die Minister Fischer und Struck keinerlei militärischen Sinn mehr in der Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland sehen und sich für den Abzug aller US-Atombomben von europäischem Boden gemeinsam mit den Stationierungsländern einsetzen wollen. Diesen Abrüstungskurs muss die Bundesregierung auf der bevorstehenden Sitzung der Nuklearen Planungsgruppe fortsetzen und ihren Rückzug aus der technischen nuklearen Teilhabe ankündigen. Gerade nach dem Scheitern der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags wäre das ein deutliches und konstruktives Zeichen.