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Genauer Hinsehen: Sicherheitslage Afghanistan (Lageberichte + Einzelmeldungen) bis 2017
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Bericht von Winfried Nachtwei
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Aktuelle Sicherheitslage Afghanistans (Auszüge), Teil 2

Veröffentlicht von: Webmaster am 13. März 2009 18:31:22 +01:00 (18966 Aufrufe)

Teil 2 des Berichts:

3.         Aktuelle Entwicklung 2007/08 im Detail

3.1.  Trends

Seit Mai 2008 liegt die Gesamtzahl der wöchentlichen Sicherheitsvorfälle beständig so hoch wie nie zuvor. Zwischen Mitte April und Ende August 2008 löste die Region Ost den Süden als Spitzenreiter der Sicherheitsvorfälle ab. Im RC East stieg die Zahl der OMF-Angriffe um 40% gegenüber dem Vorjahr, so der US-Oberkommandie-rende in AFG Generalmajor Schloesser am 24. Juni 2008.

Seit 2007 entstanden neue Brennpunkte in den Südwestprovinzen Nimruz (RC South, kein PRT) und Farah (RC West), den Nordwestprovinzen Badghis (RC West) und Faryab (RC North) sowie Kunduz (RS North).

Südwesten: In der Provinz Farah liegen die stärksten Stützpunkte im Distrikt Bala Baluk. Die meisten Konvois von VN Hilfsorganisationen von der Ringstraße nach Farah werden hier überfallen. Seit Oktober 2007 überfielen Taliban binnen weniger Tage die Hauptorte der Distrikte Gulistan mit 400 Mann, dann Bakwa, dann Khaki-Safid mit 40 Pickups und besetzten sie zeitweilig. Bis Mai 2008 kamen dabei mehr als 35 Sicherheitskräfte und 85 Aufständische um`s Leben. In Farah City ist eines der kleinsten PRT`s stationiert. (Matt DuPee „Coalition and Taliban vie for control of southwestern AFG", Part 2 - Farah Province, Part 1 - Nimroz Province, www.afga.com) In der Provinz Nimruz (kein PRT!) kamen bei 12 Attacken zwischen Sept. 2007 und Apr. 2008 42 Zivilisten, 19 Scherheitskräfte und über 40 Aufständische um`s Leben. Hauptangriffsziel ist das Straßenbauprojekt des 218-km Highway zwischen Delaram an der Ringstraße und Zaranj an der iranischen Grenze, das von Indien finanziert und von ca. 400 Personen der Indian Army`s Border Reconstruction Organization (BRO) gebaut wird. Seit Sept. starben 5 indische BRO-Mitarbeiter. Die Baukosten verdoppelten sich wegen der Sicherheitslage auf 180 Mio. $. Indien verstärkte seine paramilitärische Grenzpolizeitruppe in Nimzuz von 38 auf 385. Der Polizeichef des besonders kritischen Kash Rod Distrikts, Oberst Bismallah, wurde am 17. April 2008 bei einer Selbstmordattacke auf dem belebten Marktplatz von Zaranj getötet, mit ihm 26 weitere Menschen, darunter 7 Familienmitglieder. Es war der 4. Mordanschlag auf ihn.

Nordwesten: Andauernde terroristische Aktivitäten + Kämpfe nahmen in den Provinzen Herat, Farah + Badghis in 2007 zu.

Die entlegene NW-Provinz Badghis mit ihren 500.000 Einwohnern hat das zweitniedrigste Entwicklungsniveau aller Provinzen und ist schwach verteidigt. Als geografisches Einfallstor zum Norden hat Badghis zugleich eine hohe strategische Bedeutung.

1997 fiel Badghis als erste Nordprovinz in die Hände der Taliban. Lange war ignoriert worden, dass Sicherheits- und Stabilisierungsmaßnahmen in den letzten Jahren immer weniger geworden waren. In 2004 fand hier das Massaker an 10 Mitarbeitern im Gesundheitswesen, darunter zwei afghanischen + drei europäischen Ärzten, statt, woraufhin die „Ärzte ohne Grenzen" ihr Afghanistan-Engagement abbrachen.

In 2007 versuchte die Zentralregierung verzweifelt ihren Einfluss über das Provinzzentrum Qala-e-Naw hinaus in die bergige Umgebung auszuweiten, wo sich wachsende Talibankräfte festgesetzt haben. Hinzu kam die politische Krise der Verwaltung, der Missmanagement und Korruption vorgeworfen wurde. Die spanische ISAF-Truppe mit 760 Soldaten ist fast ausschließlich im PRT Qala-e-Naw stationiert und mit Wiederaufbau beschäftigt. Auf die koordinierten Talibanattacken sei man schlecht vorbereitet gewesen. Im Mai starteten Hunderte von Talibankämpfern großangelegte Attacken auf die zwei paschtunischen Distrikte Ghurmach + Bala Murghab, wobei es zahlreiche Opfer auf beiden Seiten gab. Ende Juli, als die Regierung kaum eingriff, waren Talibanattacken an der Tagesordnung (am 26. Juli auf den Qades Distrikt). Sie ließen jedes Gefühl von Sicherheit erodieren.  Am 10. August wurden bei einem Angriff auf einen ANA-/ISAF-Konvoi  5 ANA Soldaten + 20 Taliban im Bala Murghab Distrikt getötet, am 9. September 4 Polizisten im Ghormach Distrikt.

Am 31. Oktober 2007 startete ISAF zusammen mit Teilen des 209. Shaheen-Corps der ANA die Operation „Shaheen Sahra-2" (Harekate Yolo II) in den Provinzen Faryab und Badghis. Lt. ANA-Kommandeur sollen dabei > 50 Taliban getötet und > 20 gefangen genommen worden sein.  (Matt Dupee auf LWJ 18.12.2007 und www.afgha.com)   Derselbe Autor beschreibt Ende 2008 die jüngere Entwicklung folgendermaßen:

Vom 1. Januar bis 28. September 2008 nahmen die AGE-Attacken in Badghis ggb. dem Vorjahrszeitraum um 263% auf 121 zu.  Der Provinz sind gerade 600 Polizisten zugeordnet, davon 300 im Distriktort, je 40-50 in den Distrikten.

Obwohl die Taliban etliche Kommandeure und Kämpfer verloren, wuchs ihre Kampfkraft hin zu größeren, besser organisierten Einheiten, fähig zu größeren Überfällen und Simultanangriffen. Spanische Quellen schätzte für 2007 die Zahl der Kämpfer auf ca. 200, für 2008 auf über 2.000! Auch in Badghis ist die AGE-Struktur durch den Gegensatz zwischen Quetta-ernannten und lokalen Kommandeuren geprägt. Aufgrund eines Deals zwischen Zentralregierung und Ältesten im Distrikt Bala Murghab wurde der im März verhaftete Kommendeurs Malawi Dastagir im September freigelassen. Statt der beabsichtigten Befriedung geschah das Gegenteil. Nach der Entführung von drei Ingenieuren, von denen einer exekutiert wurde, griffen 200 Taliban Kämpfer unter Dastagir einen von ANA und ANP begleiteten Hilfskonvoi aus 47 Fahrzeugen in Bala Murghab an. In dem dreistündigen Gefecht wurden 13 Soldaten getötet, 11 verwundet, 16 werden vermisst.

Inzwischen haben sich die vor allem in Bala Murghab, Ghormach, Muqur und Jawand stark von der Bevölkerung unterstützten Taliban ein Einfallstor nach Norden geschaffen. Außerhalb Qala-e-Naw gibt es keinerlei befestigte Strassen, was die Bewegungsfreiheit von militärischen und Hilfsfahrzeugen erheblich einschränkt. Die befristeten ISAF-Vorstöße hatten wenig Wirkung und trugen nicht zu einer dauerhaften Sicherheit bei, die für Straßenbau, Transporte und Ausweitung des Regierungseinflusses notwendig ist. ( M.D. „Badghis Province: Examining the Taliban`s Northwestern Campaign", in: The Culture & Conflict Review, Dezember 2008)

Am 15.2. wurde Dastagir durch einen Luftangriff getötet.

Angriffe gegen die Treibstoffversorgung + den ISAF-Nachschub: Im Sommer 2008 gab es eine Eskalation der Talibanangriffe auf die Nachschubwege der NATO, insbesondere Treibstoffkonvois und Straßen. Mehrere Dutzend Tanklastzüge gingen jeden Monat verloren, im Juni wurde allein schon ein Konvoi von 50 Trucks 65 km südlich Kabul in Brand gesetzt. Die 10 größten Treibstofftransport-Gruppen wenden 2 Mio. $ pro Monat für den Schutz ihrer insgesamt 5.000 Trucks auf. In den Ost-Provinzen wurden vor allem Brücken attackiert, um die Konvois zwischen Kabul und Kandahar zu verlangsamen und dadurch besser angreifen zu können. Über eine Zeitspanne im vorigen Sommer sollen die Treibstoffvorräte einiger Militärbasen im Süden zur Neige gegangen sein. Statt der üblichen Reserve von 30 Tagen habe Camp Bastion, der brit. Hauptstützpunkt in Helmand nur noch Vorräte für 7 Tage gehabt. Im Juli 2008 hätte der niederländische Kommandeur in Uruzgan einen eigenen Schutz für einen Konvoi von 13 Trucks gestellt. Trotzdem sei der Konvoi unter Feuer geraten, wobei zwei Tanker verloren gingen. (Vgl.  auch unter 5. Pakistan)  Insassen ziviler Busse weren regelmäßig durchsucht und getötet, wenn irgendein Verdacht auf Unterstützung der Regierung oder Internationalen besteht. Auch Hilfskonvois sind längst nich mehr immun: In 2007 wurden Transporte des World Food Programme 30mal attackiert. (Financial Times 12.8.2008)

Vor der Haustür von Kabul: Im Unterschied zu vor wenigen Jahren ist Kabul inzwischen umringt von Gebieten, die als „high risk/volatile environment" eingestuft sind - eine Bewertung, die früher nur den schlimmsten Gebieten des Ostens und Südens vorbehalten war. Der in Rekordgeschwindigkeit wiederhergestellte Highway One war ein Triumph der neuen Freiheit von den Taliban. Nun ist die Ringstraße schon eine Stunde südwestlich Kabul in der Provinz Wardak gezeichnet von Kratern und ausgebrannten Truckskeletts am Straßenrand.  (BBC 13.8.2008)

3.2.      Sicherheitsvorkommnisse wöchentlich nach Regionen, Operationsweise + ISAF-Opfern (auszugsweise, Vergleichszeiträume)

-          26. KW (25.6.) 114, davon Region Capital 2, Nord 2, West 3, Süd 50, Ost 57; davon 70 Schusswechsel/Gefechte, 17 Sprengstoffanschläge (4 Selbstmordattentate), 27 indirekter Beschuss.

-          27. KW (2.7.)   125, davon C 2, N 2, W 3, S 60, O 58; davon 66, 29 (4), 30.

-          28. KW  (9.7.)  162, davon C 3, N 3, W 3, S 78, O 75, davon 104, 32 (4), 26.

-          29. KW (16.7.) 148, davon C 5, N 8, W 2, S 68, O 65; davon 97, 32 (3), 17. 1 ISAF-Soldat getötet, 11 verletzt.

-          30. KW (23.7.) 142, davon C 1, N 2, W 4, S 80, O 55; davon 91, 14 (1), 28. 15 ISAF-Soldaten getötet, 32 verletzt.

-          31. KW (30.7.) 134, davon C 3, N 5, W 3, S 65, O 58; davon 75, 23 (3), 32. 3 ISAF-Soldaten getötet,   14 verletzt.

-          32. KW (6.8.)   125, davon C 2, N 5, W 3, S 66, O 49; davon 86, 19 (1), 16. 5 ISAF-Soldaten getötet,  19 verletzt.

-          33. KW (13.8.) 135, davon C 4, N 4, W 0, S 58, O 69; davon 74, 23 (2), 32. 2 ISAF-Soldaten getötet, 14 verletzt.

-          34. KW (20.8.) 157, davon C 4, N 0, W 4, S 70, O 79; davon 89, 23 (2), 43. 7 ISAF-Soldaten getötet,  40 verletzt.

-          35. KW (27.8.) 170, davon C 3, N 2, W 5, S 77, O 83; davon 98, 26 (5), 46. 8 ISAF-Soldaten getötet,  42 verletzt.

-          36. KW (3.9.)   179, davon C 2, N 5, W 4, S 111, O 57; davon 106, 27 (1 in Kunduz), 45. 5 ISAF-Soldaten getötet, 37 verletzt.

-          37. KW (10.9.) 144, davon C 2, N 6, W 7, S  70, O 59; davon 90, 21 (2), 32. 18 ISAF-Soldaten verletzt.

-          38. KW (17.9.) 148, davon C 2, N 6, W 5, S 67, O 68; davon 83, 29 (2), 33; 4 ISAF-Soldaten getötet, 20 verletzt.

-          39. KW (24.9.) 148, davon C 2, N 2, W 4, S 72, O 68; davon 89, 24 (3), 34. 6 ISAF-Soldaten getötet,  32 verletzt. Am 29.9. durch Suizidanschlag in Kabul 27 Menschen getötet, größtenteils ANA-Soldaten, und 26 verletzt.

-          (...)

-          1. (31.12.07-6.1.2008): 97, davon C 1, N 1, W 1, S 56, O 38; davon 63, 17 (2), 17; 1 ISAF-Soldat getötet, 10 verletzt.

-          2.        (7.1.):   56, davon C 2, N 1, Q 3, S 42, O 8; davon 40, 11 (2), 4; am 14.1. bei Überfall mit Handfeuerwaffen, Panzerfäusten und Handgranaten auf das Spitzen-Hotel Serena in Kabul mindestens 9 Menschen getötet und 8 verletzt;  5 ISAF-Soldaten getötet, 9 verletzt.

-          3.      (14.1.):  60, davon C 1, N 1, W 0, S 45, O 13; davon 34, 13 (1), 13. 2 ISAF-Soldaten getötet, 16 verletzt.

-          4.      (21.1.):  90, davon C 1, N 1, W 4, S 58, O 26; davon 57, 14 (3), 14. 2 ISAF-Soldaten getötet und 11 verletzt.

-          5.      (28.1.):  64, davon C 3, N 1, W 0, S 42, O 18; davon 44, 9 (2), 6; 1 ISAF-Soldat verletzt.

-          6.      (  4.2.):  64, davon C 0, N 0, W 3, S 44, O 17; davon 44, 13 (1), 7; 1 ISAF-Soldat getötet und 10 verletzt.

-          7.      (11.2.):  74, davon C 1, N 1, W 0, S 50, O 22; davon 47, 14 (3), 13; 2 ISAF-Soldaten getötet, 8 verletzt.

-          8.      (18.2.):  93, davon C 0, N 1, W 3, S 50, 0 39; davon 59, 17 (5), 16; 1 ISAF-Soldat getötet, 7 verletzt.

-          9.      (25.2.):  80, davon C 2, N 1, W 2, S 42, O 33; davon 49, 16 (2), 14; 3 ISAF-Soldaten getötet, 5 verletzt.

-          10.    (  3.3.):  79, davon C 1, N 2, W 3, S 42, O 31, davon 46, 14 (1), 16;  3 ISAF-Soldaten getötet, 30 verletzt. .

-          11.   (10.3.): 123, davon C 1, N 3, W 6, S 63, O 50; davon 70, 22 (2), 28; 1 ISAF-Soldat getötet, 21 verletzt.

-          (...)

-          27.   (30.6.): 239, davon C 2, N 8, W 7, S 105, O 117; davon 142, 31 (3 in Kunduz, Nimruz, Kandahar), 54; 1 ISAF-Soldat getötet, 17 verletzt.

-          28.     (7.7.): 202, davon C 1, N 3, W 4, S 92, O 102; davon 130, 25 (3 in Kabul, Uruzgan, Helmand), 40; 15 ISAF-Soldaten getötet, 51 verletzt.

-          29.    (14.7.): 233, davon C 6, N 5, W 11, S 105, O 106; davon 136, 33 (1 in Kandarhar), 51; 2 ISAF-Soldaten getötet, 36 verletzt.

-          30.     (21.7.): 223, davon C 3, N 1, W 14, S 99, O 106; davon 120, 26 (5 in Farah, Kapisa, Khowst, Kabul, Helmand), 67; 5 ISAF-Soldaten getötet, 41 verletzt.

-          31.     (28.7.): 230, davon C 5, N 4, W 10, S 106, O 105; davon 114, 34 (1), 66; 8 ISAF-Soldaten getötet, 22 verletzt.

-          32.     (04.8.): 257, davon C 2, N 6, W 23, S 109, O 117; davon 147, 35 (3 in Baghlan, Paktika, Nimruz), 63; 3 ISAF-Soldaten getötet, 53 verletzt.

-          33.     (11.8.): 259, davon C 8, N 10, W 9, S 114, O 118; davon 131, 32 (1 in Kabul), 79; 9 ISAF-Soldaten getötet, 52 verletzt.

-          34.     (18.8.): 292, davon C 4, N 3, W 16, S 139, O 130; davon 163, 43 (3 in Kandahar, Uruzgan, Farah), 65; 19 ISAF-Soldaten getötet, 69 verletzt.

-          35.     (25.8.): 267, davon C 3, N 5, W 15, S 87, O 157; davon 159, 33 (2 in Helmand, Farah), 67; 4 ISAF-Soldaten getötet, 36 verletzt.

-          36.      (1.9.): 211, davon C 4, N 5, W 5, S 124, O 73; davon 129, 35 (4 in Herat, Kunduz, Nimruz, Kandahar), 40; 10 ISAF-Soldaten getötet, 54 verletzt.

-          37.      (8.9.): 237, davon C 2, N 5, W 15, S 119, O 96; davon 137, 26 (3 in Kunduz, Herat, Nimruz), 67; 8 ISAF-Soldaten getötet, 20 verwundet.

-          38.    (15.9.): 250, davon C 3, N 8, W 15, S 117, O 107; davon 155, 40, 51; 9 ISAF­

-          39.    (22.9.): 261, davon C 8, N 7, W 10, S 128, O 108; davon 152, 35 (2 in Khowst + Kunduz), 65; 1 ISAF-Soldat getötet, 32 verwundet.

-          40.    (29.9.): 221, davon C 0, N 3, W 5, S 119, O 94; davon 130, 25 (2 in Herat + Kandahar), 58; 3 ISAF-Soldaten getötet, 25 verwundet.

-          (...)

-          1. (29.12.-4.1.2009): 168, davon C 0, N 0, W 9, S 114, O 45; davon 108, 26 (in Parvan), 31; 4 ISAF-Soldaten getötet, 22 verletzt.

-          2. (05.01.): 149, davon C 1,. N 1, W 9, S 94, O 44; davon 99, 28 (2 in Kandahar + Nimruz), 20; 8 ISAF-Soldaten getötet, 23 verletzt.

-          3. (12.01.): 135, davon C 1, N 3, W 2, S 92, O 37; davon 84, 18 (1 in Kabul), 24; 5 ISAF-Soldaten getötet, 22 verletzt.

-          4. (19.01.): 165, davon C 1, N 3, W 14, S 90, O 57; davon 104, 29 (3 in Baghlan, Herat, Khost), 26; 2 ISAF-Soldaten getötet, 19 verletzt.

-          5. (26.01.): 174, davon C 1, N 6, W 11, S 95, O 61; davon 114, 26 (1 in Kabul), 30; 4 ISAF-Soldaten getötet, 15 verletzt.

-          6. (02.02.): 141, davon C 0, N 3, W 7, S 82, 0 49; davon 90, 23 (3 in Nangarhar, Uruzgan, Herat), 24; 2 ISAF-Soldaten getötet, 9 verletzt.

-          7. (09.02.): 170, davon C 1, N 6, W 3, S 107, 0  53; davon 104, 30 (4 in Kost, Paktika, Nimruz, Kabul), 30; 6 ISAF-Soldaten getötet, 12 verletzt.

-          8. (16.02.): 156, davon C 2, N 4, W 9, S 90, O 51; davon 107, 20, 21; 5 ISAF-Soldaten getötet, 14 verletzt.

-          9. (23.02.): 184, davon C 0, N 7, W 7, S 112, O 58; davon 126, 29 (5 in Nangarhar, Kandahar, Nimruz, Helmand), 29; 9 ISAF-Soldaten getötet, 11 verletzt.

Die regionale Verteilung von über 90% der Sicherheitsvorfälle auf Süd und Ost ist bis heute ungebrochen. Fast nur dort fanden bis 2007 auch die Gefechte statt. Ende November/Anfang Dezember 2007 gab es erstmalig Gefechte in Nord-Afghanistan - bei der ISAF-ANA-Operation Harekate Yolo II im Grenzgebiet zwischen den Provinzen Faryab (RC North) und Badghis (West). Die Bundeswehr war - so unsere Kenntnis - bis dahin seit Einsatzbeginn Anfang 2002 nie in Gefechte verwickelt. Das Maximum war, entsprechend den Einsatzregeln im Fall eines Beschusses zurück zu schießen, aber nicht die Angreifer zu verfolgen.

3.3.      Sicherheitsvorkommnisse lt. ISAF bzw. im ISAF-Bereich (Auszüge)

2007 (...)

(vgl. www.nato.int/isaf/docu/pressreleases/2007..., nur schwerere Vorkommnisse)

-          Lt. PM 446 vom 18.6.2007 seit drei Tagen andauernde Kämpfe im Chora-Distrikt in Uruzgan, wo ein ISAF-Soldat, zwei ANP-Polizisten und eine große Zahl von feindlichen extremistischen Kämpfern getötet wurden;

-          Lt. PM 454 vom 20.6. lobte der Gouverneur von Uruzgan ANSF, Milizen der lokalen Stammesältesten und ISAF-Kräfte für die erfolgreiche Verteidigung des Chora Distriktzentrums;

-          Lt. PM 457 (Chora  „now calm, fighting left many dead") vom 21.6. eine Zusammenfassung zu den dreitägigen Kämpfen im Chora-Tal: ISAF-Offizielle gehen von einer Anzahl von Aufständischen und zivilen Opfern aus. Einige Zivilisten könnten durch Hand der Taliban, einige durch Kreuzfeuer und einige durch Luftangriffe gegen feindliche Stellungen getötet worden sein.

-          für September 14 getötete und 6 verwundete ISAF-Soldaten, am 23.9. vier getötete und 12 verwundete Militante, am 19.9. ein getöteter und zwei verwundete Zivilisten bei einem Zusammenstoß mit Taliban, am 20.9. mehrere Ziviltote durch ISAF/ANSF im Gereshk-Tal/Helmand; am 7.9. war ebendort eine Shura von Dorfältesten, Mullahs und örtlichen Regierungsvertretern von Taliban angegriffen worden; (Anm.: ausführlichste PM zu den Kämpfen im Choratal)

-          (...)

-          Lt. Voice of America (VOA) vom 9.12. begannen NATO und ANSF mit mehr als 6.000 Männern am 7.12. eine größere Offensive gegen die Taliban-Hochburg Musa Qala, in der sich schätzungsweise 2.000 Taliban Kämpfer aufhalten sollen. Zuletzt sollen 12 Militante, zwei Kinder und ein britischer Soldat bei den Kämpfen getötet worden sein. Zwei Taliban Kommandeure sollen gefangen genommen worden sein.

-          Lt. PM 732 vom 11.12. sicherten hunderte Soldaten des 205. ANA-Corps das Zentrum von Musa Qala mit ISAF-Unterstützung nach mehrtägigen Kämpfen. Lt. Präsiden Karzai (Radio FreeEurope vom 11.12.) soll die nach 10 Monaten erfolgreiche Rückeroberung durch einige lokale Taliban Führer unterstützt worden sein, die die Seite gewechselt hätten.

-          Lt. PM 735 vom 18.12. ISAF-Luftschlag gegen mehrere Aufständische im Urgan District/Paktika, nachdem diese

-          mehrere Raketen in die Nähe des Ortes Urgun geschossen hatten.

2008

-          Lt. Pajhwak Afghan News Agency vom 14.1. wurde der höhere Taliban Kommandeur Qarl Barialay zusammen mit einigen Kämpfern im Tagab Tal/Provinz Kapisa bei einem größeren Taliban Treffen bei einer ISAF-ANA-Operation durch einen Präzisionsangriff  getötet. Der Kommandeur wurde wegen Attacken in Kapisa, Parwan und Kabul gesucht

-          Lt. PM 032 und AFP vom 19.1.2008 wurden in einem 21-stündigen Gefecht zwischen ANA+ISAF am 18.1. im Watapoor Distrikt/Kunar (Grenzprovinz im Osten) und Aufständischen mehr als 20 Taliban  getötet und ein Dutzend verwundet.

-          Lt. IRIN  und Pajwhok vom 4.2.08 wurden in den letzten 12 Monaten ca. 100 Menschen von den Taliban wegen des Vorwurfs der Spionage für die Regierung  geköpft. Taliban-Führer Mohammad Omar befahl jetzt, das Köpfen einzustellen und die Beschuldigten stattdessen zu erschießen oder zu erhängen. Noch in der letzten Januarwoche waren in der Provinz Nuristan vier Mitarbeiter einer örtlichen Baufirma entführt und enthauptet worden.

-          Am 17.2. Selbstmordattacke bei einem Hundekampf in einem Vorort von Kandahar, bei dem mindestens 80 afghanische Zivilisten umkamen und 120 verletzt wurden.

-          Lt. PM vom 18.2. wurden ca. 30 Zivilisten durch eine Selbstmordattacke nahe Spin Boldak an der pakistanischen Grenze getötet.

-          Am 20.2. im Distrikt Kajaki/Helmand ein Gefecht mit ISAF, wobei mindestens 30 Militante getötet wurden.

-          Am 11.  März in der Provinz Farah 2 ANP-Polizisten getötet.

-          (...)

-          Lt. AP 1. Juli war der Juni mit 45 toten internationalen Soldaten der verlustreichste Monat seit 2001; insgesamt starben im südlichen Afghanistan in den ersten 6 Monaten mehr als 2.100 Menschen durch Gewalt; 4 Polizisten durch IED getötet bei Tarin Kot/Uruzgan

-          Lt. LWJ 3.7. soll die ANA in einem 10-stündigen Gefecht im Distrikt Muqur/NW-Provinz Badghis 25 Taliban getötet haben. Einige Tage später sollen lt. LWJ (11.7.) afghanische Dorfbewohner im Qayar Distrikt/NW-Provinz Faryab bei einer Konfrontation mit 12 Taliban zwei gertötet und den Rest in die Flucht geschlagen haben. Unter den Getöteten sei der kürzlich von den Taliban eingesetzte Schatten-Gouverneur von Faryab, Abdul Hamid Akhundzada. Tags zuvor hatten Taliban versucht, lokale Helfer beim Brunnenbau zu entführen. Die Dorfbewohner setzen Schusswaffen, Stöcke und Steine ein. Am 2.7. Selbstmordattacke auf den Konvoi des Gouverneur von Nimruz, 4 Zivilisten getötet, Gouverneur unverletzt.

-          Lt. VOA 4.7. sollen lt. Distriktchef 22 Zivilisten bei einem US-Luftangriff am 3.7. in Nuristan umgekommen sein, die US-Seite bestätigt die Operation, bestreitet aber Zivilopfer; (lt. VN sind in diesem Jahr bald 700 Zivilisten um`s Leben gekommen, nachdem sie ins Kreuzfeuer zwischen Taliban + ausländischen Truppen gerieten - im Vorjahrszeitraum waren es 430! Zwei Drittel gehen auf das Konto von Aufständischen + anderen regierungsfeindlichen Kräften, ein Drittel auf das Konto der ANA + internationaler Truppen) 2 Polizisten in der Provinz Ghazni durch IED + 8 Polizisten im Panjawi Distrikt/Kandahar bei Feuerüberfall getötet.

-          Lt. LWJ 7.7. am 6.7. um 8.35 Uhr Selbstmordattacke auf den Eingangsbereich der indischen Botschaft in Kabul, mindestens 42 Tote (darunter ind. Militärattache), > 140 Verletzte

-          Am 8.7. Angriff auf Treibstoffkonvoi einer US-Firma in Farah, 1 Mitarbeiter getötet. Bei einem OMF-Angriff auf einen zivilen Versorgungskonvoi in der Provinz Zabol drei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma getötet.

-          VOA 11.7./Spiegel-online: Lt. Untersuchungskommission der AFG Regierung kamen bei einem US-Luftangriff am 5. Juli in der Provinz Nangarhar 47 Zivilisten um`s Leben, bis auf drei Männer nur Frauen und Kinder. Die Opfer seien Hochzeitsgäste gewesen.  Für den US-Luftangriff vom 3.7. in Nuristan ermittelte die Kommission 17 Ziviltote. Die Untersuchungen der US-Seite sind noch nicht abgeschlossen.

-          Am 12.7. bei Feuergefecht zwischen OMF und ISAF in Helmand 1 US-Soldat und mindestens 35 Militante getötet.

-          Am 13.7. Selbstmordattacke mit Motorrad auf einen ANP-Konvoi in Deh Rawod/Uruzgan, 4 Polizisten und 19 Zivilisten getötet (darunter ein ANP-Bataillonskommandeur) und 34 Verletzte.

-          Am 15.7. wurden im Distrikt Bakwa/Farah 8 Zivilisten durch einen Luftangriff getötet.

-          Am 16.7. ziviler Treibstoffkonvoi in OMF-Hinterhalt auf der Ringroad im Distrikt Zhari/Kandahar: Rückzug der begleitenden Sicherheitsfirma, bei der zur Hilfe kommenden ANP-Patrouille 3 Polizisten getötet, 5 Tankwagen zerstört.

-          Mit PM 333 vom 18.7. weist ISAF die Beschuldigung eines Distriktchefs zurück, ISAF-Kräfte hätten in der Shindand Area mehr als 50 Zivilisten getötet.

-          Am 18. + 20.7. bei OMF-Angriffen auf ISAF/ANA-Patrouillen in der Provinz Konar 6 OMF-Kämpfer getötet, 12 US-und 1 ANA-Soldat verletzt.

-          VOA 20.7.: Lt. stv. Gouverneur der Provinz Farah wurden im Distrikt Anar Derah 9 Polizisten bei einem Luftangriff getötet. Lt. ISAF-PM 340 wurde am selben Tag in Musa Qala ein hochrangiger Talibanführer mit zwei Gefolgsleuten und lt. PM 339 „zufällig" mindestens 4 Zivilisten im Distrikt Barmal/Paktika getötet.

-          Am 21.7. OMF-Angriff auf einen von Zivilfirma begleiteten Konvoi im Distrikt Qalat/Zabul: 14 Zivilisten (13 der Firma) getötet. Am selben Tag entdecken brit. ISAF-Soldaten im Distrikt Musa Qala/Helmand 9 dicht verlegte IED. Bei dem gleichzeitigen Gefecht 10 Militante getötet und 2 brit. Soldaten verletzt. Am 22./24.7. in den Helmand-Distrikten Sangin und Kajaki 3 britische Soldaten bei Feuergefechten getötet.

-          Am 24.7. IED-Anschlag auf der Ringroad im Distrikt Zhari/Kandahar: 4 Polizisten und ein ANA-Soldat getötet. Am selben Tag fallen einem IED-Anschlag in der Provinz Paktia vier Grenzpolizisten zum Opfer.

-          Am 25.7.  Angriff mir drei IED auf eine dänische Patrouille 1 Soldat getötet, 3 verletzt, zwei Leopard II Panzer beschädigt.

-          Lt. VOA 27.7. 4 Zivilisten durch NATO-Truppen getötet und 3 verwundet, als ein Wagen an einem Checkpoint nicht anhielt. Am selben Tag Angriff von ca. 100 Militanten auf das Distriktgebäude in Speras/Khowst: 2 Polizisten und ca. 70 Militante getötet.

-          Lt. ISAF PM 350 vom 28.7. 2 Kinder in einem Fahrzeug durch ISAF Soldaten in der Provinz Kandahar getötet, als  das Fahrzeug trotz Warnungen auf eine Patrouille zu fuhr.

-          Am 29.7. im Distrikt Nahri Sarraj/Helmand bei Feuergefecht 1 brit. Soldaten und 5 Militante getötet.

-          Am 1.8. IED-Angriff auf eine US-Patrouille in der Provinz Konar: 4 Soldaten und ein Übersetzer getötet.

-          Lt. Spiegel Online 2.8. bei einem Anschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft in der Provinz Kandahar 10 Menschen getötet.

-          Am 3.8. IED-Ansschlag auf ein US-Polizeiausbildungsteam, ein Soldat getötet. Am 4.8. IED-Anschlag auf eine OEF-Patrouille, ein US-Soldat getötet.

-          Am 5.8. im Distrikt Maydan Shar/Wardak 3 Militante getötet.

-          Am 6.8. Angriff von 30 Militanten auf eine ANA-/ISAF-Patrouille im Distrikt Musa Qala/Helmand, 3 Militante getötet.

-          Am 7.8. OMF-Beschuss einer Patrouille im Distrikt Sangin/Helmand, 1 Polizist getötet. Am selben Tag im Helmand-Distrikt Nahri Sarraj Militante beim Legen eines IED entdeckt, 4 getötet. Bei einem Beschuss einer kanad. Patrouille in der Provinz Kandahar 6 Soldaten z.T. schwer verletzt.

-          Am 8.8. bei einem IED-Anschlag auf einen US-Konvoi ein Soldat getötet.

-          Am 9.8. bei einem Feuergefecht ein kland. Soldat im Distrikt Zhari/Kandahar getötet.

-          Lt. VOA v. 10.8. 5 Zivilisten getötet durch IED in der Provinz Kandahar, nach Angaben afg. Offizieller am 8.8. 11 Zivilisten bei einem Luftangriff in der Provinz Kapisa nördlich Kabul. Lt. Agency Coordination Body for Afghan Relief seien bei Kämpfen in diesem Jahr bisher 2.500 Menschen getötet worden, davon 1.000 Zivilisten.

-          Am 11.8. bei einem IED-Anschlag in Meymaneh/Faryab ein lettischer Soldat getötet, drei weitere und 13 Zivilisten verletzt. Im Distrikt Panjwayi/Kandahar ein kanad. Soldat in Hinterhalt getötet. Selbstmordattacke mit Fahrzeug auf einen brit. Konvoi in Kabul, ein Soldat und 3 Zivilisten getötet, 17 verletzt.

-          Am 13.8. 4 MitarbeiterInnen des International Rescue Committee (Frauen aus Irland, Kanada, USA + Fahrer) in der Provinz Logar 50 km südlich Kabul erschossen. Schon im Juli 2007 waren zwei IRC-Mitarbeiter in Logar erschossen worden.

-          Am 14.8. 3 US-Soldaten durch IED im Distrikt Sangin/Helmand getötet.

-          Am 15.8. lt. VOA v. 16.8. 23 Militante getötet bei Zusammenstoß mit Polizei im Nad Ali Distrikt/Helmand. Bei IED-Anschlag und folgendem Feuergefecht im Distrikt Nirkh/Provinz Wardak 2 US-Soldaten und 3 OMF-Kämpfer getötet.

-          Lt. PM 408 v. 19.8. starben bei bei einem gescheiterten Angriff von ca. 30 Taliban auf den US-Stützpunkt Camp Salerno in der Provinz Khowst 7, nach anderen Angaben 13 Aufständische, darunter 6 Selbstmordattentäter. Tags zuvor waren bei einem fahrzeuggestützten Angriff vor demselben Stützpunkt 10 Afghanen umgekommen und 13 verletzt. Camp Salerno ist der größte Koalitions-Stützpunkt in Südost-AFG.

-          Am 18./19.8. kamen 10 französische Fallschirmjäger bei schweren Gefechten mit Taliban in Sarobi 50 km östlich von Kabul um`s Leben, 23 weitere wurden verletzt. Mindestens 13 Militante sollen ebenfalls getötet worden sein. Die hohe Opferzahl  auf französischer Seite wird auch auf erhebliche Ausrüstungsmängel und taktisch Fehler zurückgeführt.

-          Am 20.8. starben 3 polnische Soldaten durch einen IED-Anschlag im Distrikt Andar/Ghazni. Angriff von 40 OMF-Kämpfern auf eine ANA-ISAF-Patrouille im Distrikt Murghab/Badghis, dabei 1 US-, 1 ANA-Soldat und 16 OMF-Kämpfer getötet. Im Distrikt Zhari/Kandahar drei kanadische Soldaten durch IED getötet.

-           Am 27.8. 6.55 Uhr IED-Anschlag gegen Patrouille des PRT 12 km südlich Kunduz. Der schwer verletzte Patrouillenführer Hauptfeldwebel Mischa M. (29 Jahre) starb nach Ankunft im PRT. 3 Soldaten leicht verletzt.

-          Am 28.8. wurden an einem Checkpoint von ANA, ANP und Bundeswehr bei Kunduz eine Frau und zwei Kinder erschossen.

-          Am 28./29.8. in der Provinz Helmand bei 4 Feuergefechten + 1 IED-Anschlag 3 ISAF- und ein ANA-Soldat sowie 17 Kämpfer der OMF getötet.

-          Am 30./31.8. im Distrikt Sangin/Helmand bei Gefechten mindestens 65 Kämpfer der OMF getötet.

-          Am 1.9. starben 4 Kinder durch einen Artillerieschlag im Distrikt Gayan/Paktika. In Kabul protestierten daraufhin Hunderte Afghanen.

-          Am 2.9. wiesen ISAF und OEF den Vorwurf zurück, ihre Streitkräfte hätten im Sarwan Qala Gebiet des Distrikt Sangin/Helmand 500 Zivilisten getötet. Allerdings seien im Sangin Tal mehr als 220 Aufständische von ANSF und Coalition Forces getötet worden.

-          Lt. ISAF PM 455 v. 2.9. gelang es, die 3. Kurbine zum Kajaki Damm in Nord-Helmand zu bringen. Sie soll die installierte Elektrische Energie im Land um 6% erhöhen. Die Operation vom 28.8.-2.9. umfasste einen multinationalen Konvoi aus 100 Fahrzeugen über 180 km und insgesamt 4.000 AFG und ISAF Soldaten. Zur den unterstützenden Luftstreitkräften gehörten F-16, F-15, F-18, A-10, Harriers, B-1B Lancers, Mirage 2000, MQ-1 Predatorss, MQ-9 Reapers, GR-7 Tornados, Transport- und Tankflugzeuge. 55mal wurde Luftnahunterstützung angefordert. Mehr als 200 Militante sollen während der Operation getötet worden sein. (Air Force Print News 25.9.)

-          Am 3.9. in der Provinz Kandahar bei Gefecht mit OMF 3 kanad. Soldaten getötet, 5 z.T. schwer verletzt.

-          Am 4.9. im Distrikt Maywand/Kandahar bei Attacke auf ISAF-Kräfte ein US-Soldat getötet, 4 verletzt. Im Distrikt Sangin ein brit. Soldat durch IED getötet.

-          Am 6.9. im Distrikt Dara-e-Pech/Konar 2 US-Soldaten bei Feuergefecht getötet.

-          Am 7.9. im Distrikt Panjwaji/Kandahar ein kanad. Soldat durch IED getötet.  Im Distrikt Chora /Uruzgan ein niederländischer Soldat getötet.

-          Am 9.9. bei OMF-Attacke in der Provinz Kapisa 3 US-Soldaten + ein Sprachmittler getötet. Beschuss des ISAF-HQ in Kabul mit zwei Raketen, keine Schäden.

-          Am 10.9. Angriff von ca. 30 OMF Kämpfer auf einen ISAF-Stützpunkt im Distrikt Nari/Konar, 1 US-Soldat getötet.

-          Am 11.9. Attacken auf zwei Konvois ziviler Sicherheitsfirmen in der Provinz Kandahar, 2 Zivilisten getötet, 7 verletzt. Im Distrikt Alishing/Laghman Beschuss eines leichten US-Hubschraubers mit Handfeuerwaffen, Pilot getötet.

-          Am 12.9. bei einem OMF Angriff auf eine ISAF Patrouille ein GB Soldat getötet.

-          Am 13.9. Gouverneur der Provinz Lowgar mit Fahrer, 2 Leibwächtern + 4 Zivilisten durch Sprengstoffanschlag getötet. Ein britischer Soldat durch IED Anschlag im Distrikt Kajaki/Helmand getötet. Bei OMF-Attacke auf ANA-ISAF-Patrouille in Helmand ein ANA-Soldat getötet.

-          Am 14.9. Selbstmordattacke auf einen UNAMA-Konvoi im Distrikt Spin Boldak/Kandahar 3 AFG UNAMA-Mitarbeiter + 5 Zivilisten getötet. Gouverneur des Distrikt Daman/Kandahar mit 2 Polizisten getötet.

-          Am 15.9. bei einer Sprengstoffattacke auf den Sitz des Distriktgouverneurs Shindand/Herat ein Polizist und eine Zivilperson getötet.

-          Am 16.9. Angriff mit Handfeuerwaffen auf einen ANP Kontrollposten im Distrikt Andarab/Baghlan (Norden), 4 Polizisten + 3 Angreifer getötet.

-          Am 17.9. bei IED-Angriff auf US-ISAF-Patrouille im Distrikt Dzadran/Paktia 4 US-Soldaten und eine Zivilperson getötet. Bei OMF-Angriff auf US-ISAF-Einheit in Distrikt Bar Konar/Konar ein Soldat getötet, 6 z.T. schwer verletzt.

-          Am 19.9. bei Angriff auf US-Konvoi in der Provinz Farah ein US-Soldat getötet, 3 verletzt.

-          Am 20.9. bei Angriff auf US-Einheit in Distrikt Zhari/Kandahar ein US-Soldat und zwei Zivilisten getötet. Bei IED-Angriff gegen US-Patrouille in Distrikt Dara-I-Pech/Konar zwei US-Soldaten getötet.

-          Am 19.9. Aufruf von  Präsident Karzai zu einer Waffenruhe am 21. September, dem von der UN seit 2001 ausgerufenen Internationalen Friedenstag. ISAF und Taliban kündigen an, an diesem Tag auf offensive Einsätze zu verzichten. Am 21.9. beginnt auch in 7 Provinzen des Südens eine dreitägige Polio-Impfkampagne, mit der 1,8 Mio. Kinder erreicht werden sollen. Die Taliban erklärten, mt der Kampagne kooperieren zu wollen. (Eine Woche vorher waren zwei AFG Ärzte der Kampagne in UN-Fahrzeugen in der Provinz Kandahar durch eine Selbstmordattacke getötet worden.)

-          Lt. VOA vom 22.9. Entführung von mehr als 140 Arbeitern in der Provinz Farah am 21.9. Die Arbeiter waren in drei Bussen unterwegs und am Bau eines Armeestützpunktes in der Provinz beteiligt.  6 Zivilisten, darunter  ein Kind, wurden durch eine Straßenbombe nahe Tarin Kowt/Uruzgan getötet. 118 Arbeiter wurden am 26.9. wieder freigelassen. (Reuters 26.9.)

-          Am 23.9. OMF-Attacke auf den Wohnsitz des Gouverneurs des Distrikt Ghormach/Badghis.

-          Am 24.9. durch IED im Distrikt Paghman/Kabul 6 AFG Polizisten getötet, 9 verletzt.

-          Am 25.9 bei OMF-Angriff auf Kandahar Airfield mit indirektem Beschuss 3 US- und zwei belg. ISAF-Soldaten verletzt.

-          Am 26.9. Selbstmordattacke beim Haus eines AFG Ex-Generals, dem 2 Angehörige des AFG Nachrichtendienstes, drei Zivilpersonen + zwei Attentäter zum Opfer fielen.

-          Am 27.9. Feuergefecht zwischen franz. ISAF-Patrouille und OMF, 15 FRAU Soldaten und ein AFG Polizist verletzt.

-          Am 28.9. wurde eine der ranghöchsten Polizistinnen AFG`s, Oberstleutnant Malalai Kakar (41), in Kandahar von zwei Attentätern auf Motorrädern erschossen. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. (spiegel online 28.9.) Im Distrikt Spin Boldak /Kandahar bei IED-Anschlag 4 Grenzpolizisten und 4 Zivilpersonen getötet, 25 verletzt.  Nach Festnahme mehrerer OMF-Kämpfer schoss ein AFG Polizist auf die Festgenommenen und Bewacher, ein AFG  Polizist, ein US-Soldat und Festgenommener getäötet.

-          Am 29.9. in Distrikt Nahri Sarraj/Helmand bei IED-Anschlag 3 US-ISAF-Soldaten getötet.

-          (...)

-          Am 1.1.2009 ein brit. Soldat in Gamser/Helmand getötet.

-          Am 4.1. in Tarin Kot/Uruzgan ein australischer Soldat durch Beschuss getötet.

-          Am 6.1. ein US-Soldat in Naw Zad/Helmand durch Beschuss getötet. Am sselben Tag lt, Präsident Karzai 17 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, bei einer US-Operation in der Provinz Laghman getötet. Die US-Seite betonte, allein Militante seien bei der Operation getötet worden.

-          Am 7.1. ein kanad. Soldat in Shah Wali Kot/Kandahar durch IED getötet, 2 verwundet. Am 8.1. 2 US-Soldaten + eine Zivilperson in Maywand/Kandahar durch Kfz-IED getötet, über 20 Zivilpersonen und 9 Soldaten verwundet.

-          Am 9.1. drei US-Soldaten in Wa Jaldak/Zabul durch IED getötet. Am selben Tag 10  Personen, davon zwei Polizisten,  durch eine Suizidattacke in Zaranj/Nimroz. Am 10.1. ein brit. Soldat in Kajaki/Helmand durch IED getötet.

-          Am 14.1. zwei brit. Soldaten in Nahri Sarraj/Helmand durch IED getötet.  Am 17.1. in Sangin/Helmand ein brit. Soldat bei Feuerüberfall getötet.

-          Am 17.1. Beschuss eines US-Transporthubschraubers CH-47 in Dara-i-Pech/Konar, Notlandung, ein Soldat getötet, 6 verletzt.  Am selben Tag Selbstmordattacke innerhab eines US-Konvois vor der dt. Botschaft in Kabul, ein US-Soldat und 4 AFG Zivilpersonen getötet, 6 US-Soldaten, 29 Zivilisten verletzt, drei Mitarbeiter der Botschaft leicht verletzt.

-          Am 19.1. mehrere Anschläge gegen militärische und polizeiliche Ziele in Khost: zuerst eine ferngestesteuerte Bombe gegen einen Polizeikonvoi, dann zwei Selbstmordattentäter vor einer Militärbasis, wobei ein Teenager durch die Autobombe getötet und 16 Zivilisten verletzt wurden.

-          Am 20.1. bei Angriff  auf einen ANP-Kontrollposten in Morghab/Badghis 12 Polizisten entführt.

-          Am 24.1. in Provinz Farah ein US-Soldat durch IED getötet. Bei einem weiteren IED-Anschlag in Farah ein US-Soldat getötet.

-          Am 27.1. Entdeckung von 6 IED`s in Naw Ali/Helmand, dabei 2 US-Soldaten getötet.

-          Am 30.1. bei Überfall in Musa Qala/Helmand ein brit. Soldat getötet. Am 31.1. ein kanad. Soldat durch IED in Zhelay/Kandahar getötet.

-          Am 2.2. in Tirin Kowt/Uruzgan durch Selbstmordattentäter 20 AFG Polizisten getötet, 20 verletzt.

-          Am 3.2. Sprengung einer Brücke am Khyber-Pass. (Zur Angriffsserie auf den NATO-Nachschubweg in Pakistan vor allem rund um Peshawar siehe Kapitel 5. Pakistan)

-          Am 8.2. in Ali Nad/Helmand durch IED zwei US-Soldaten, ein AFG Soldat und Sprachmittler getötet.

-          Am 9.2. in Nangarhar/Nangarhar durch IED zwei AFG Polizisten getötet.

-          Am 10.2. durch Suizidattacke mit Kfz in Khost 2 US-Soldaten getötet, durch IED ein franz. Soldat getötet in Muhammad Agha/Lowgar.

-          Am 11.2. zeitgleich mehrere Suizidattacken in Kabul gegen AFG Ministerien + Behörden, so Justizministerium, Bildungsministerium und Gefängnisdirektoriat, 26 Menschen getötet und über 50 verletzt.

-          Am 12.2. bei Feuergefecht zwischen Taliban und australischen Soldaten in Uruzgan 5 Kinder getötet; im Distrikt Khas Oruzgan/Uruzgan bei OMF-Überfall ein US-Soldat getötet; in Delaram/Farah ein US-Soldat durch IED getötet.

-          Am 14.2. in Sangin/Helmand ein brit. Soldat bei Überfall getötet.

-          Am 16.2. in Barmal/Paktika bei Angriff auf eine Foward Operating Base ein US-Soldat und 3 Angreifer getötet; in Nawa-i-Barak/Helmand bei Überfall auf Patrouille ein brit. Soldat und 5 Angreifer getötet.

-          Am 17.2. durch einen US-Luftschlag im Distrikt Gozara/Herat Ghulam Yahya Akbari, Führer der „Mujahideen of Herat", getötet. Während US-Militär zunächst 15 getötete Militante meldete, seien nach Aussage AFG Offizieller 8 Frauen und zwei Kinder unter den Toten gewesen. Untersuchungen vor Ort unter Beteiligung eines US-Generals ergaben, dass insgesamt 13 Zivilisten und 3 Militante getötet wurden. (Akbari, bekannt als „Tajik Taliban", war Bürgermeister von Herat vor der Machtübernahme der Taliban 1995, nach ihrer Vertreibung Provinzminister für öffentliche Arbeiten. Nach seiner Ablösung 2008 griff er zu den Waffen. Er behauptete, mehr als 600 Kämpfer im Distrikt Gozara zu kommandieren. (LWJ 17.2.)

-          Am 20.2. im Distrikt Khas Oruzgan/Uruzgan 3 US-Soldaten durch IED getötet.

-          Am 24.2. im Distrikt Argandhab/Kandahar durch IED 4 US-Soldaten und eine Zivilperson getötet.

-          Am 25.2. im Distrikt Nahri Sarraj durch IED 3 britische Soldaten getötet. Am 26.2. im Distrikt Tarnak Wa Jaldak/Zabul durch IED ein rumänischer Soldat getötet. Am 28.2. im Distrikt Dihrawud/uruzgan ein US-Soldat getötet.

3.5.      Close-Air-Support/CAS (Luft-Boden-Einsätze) - Auszüge

Lt. täglichem US-CENTAF Airpower Summary: Hier sind aufgeführt die letzten Wochen vollständig und einige exemplarische Tage aus der Zeit davor. Im Anhang eine umfassendere Liste seit Februar 2006, ab Oktober 2007 täglich. In den CENTAF-Meldungen werden regelmäßig genannt  Art des Waffeneinsatzes bzw. „show of force" (sof), Ort, eingesetzte Flugzeugtypen wie F-15E Strike Eagle, B-1B Lancer, A-10 Thunderbolt, UAV`s wie MQ-1 Predator, MQ-9 Reaper (alle US), französische Mirage 2000, britische Harrier GR-7, Waffen-/Munitionstyp wie Bordkanone, „guided bomb units" GBU-12 (500 pounds Gefechtskopf), 31/38 (2.036/558 pounds) und Paveway II, Hellfire-Rakete, gegnerische Aktivität  (z.B. Kämpfer auf Motorrädern, gegnerische Stellungen, IED-Plazierer), Kommentar des Joint Terminal Attack Controller zum Einsatzerfolg (durchweg: „JTAC declared the mission successfull"), Zahl und Herkunft von Aufklärungseinsätzen - in der Regel ein Viertel bis ein Drittel der anderen Einsätze, immer US-Airforce und Royal Airforce, nie deutsche Luftwaffe. (vgl. täglich www.centaf.af.mil und www.globalsecurity.org/military):

Lt. New York Times vom 17.11.2006 flog die US Air Force seit Juni 2006 mehr als 2.000 Luftangriffe in AFG. Dabei seien 987 Bomben geworfen und mehr als 140.000 Schuss aus Bordkanonen abgefeuert worden, mehr als im ganzen Zeitraum 2001 bis 2004 in AFG. Geopowers.com kam für den Zeitraum September bis Dezember 2006 auf monatlich ca. 1.200 Luft-Nah-Unterstützungsflüge (ca. 40/Tag). Im Januar 2007 seien 1118 Einsätze, davon 870 Luft-Boden-Einsätze (durchschnittlich 28/Tag) und 248 Aufklärungs-/Überwachungs-Flüge (durchschnittlich 8/Tag) geflogen worden.

-          13.2.2006: 18 CAS-Einsätze (u.a. in der Provinz Khowst) - zum Vergleich: 37 CAS-Einsätze im Irak

-          20.6.: 29 (Tarin Kowt/Uruzgan, Oruzgan, Khowst) - 56

-          16.7.: 25 (Musah Qala/Helmand, Tarin Kowt, Oruzgan) - 45

-          21.9.: 55 (Asmar, Deh Rawood/Uruzgan, Sangin/Helmand) - 45

-          22.12.: 41 (Kandahar, Now Zad/Helmand) - 35

-          18.1.2007: 14 (Carlson, Sangin, Gereshk/Helmand)

-          19.3.: 30 (Kajaki-Damm/Helmand, Sangin)

-          21.4.: 52 (Garmsir/Süd-Helmand, Sangin)

-          16.6.: 56 (gehäuft Einsätze in Oruzgan, Tarin Kowt, show of force in Sangin + Farah)) - 63

-          17.6.: 59 (gehäuft Einsätze von F-15E Strike Eagles, F/A-18 Hornets in Tarin Kowt, Orgune, Sangin, Kajaki) - 66

-          14.7.: 39 (Garmsir, Asmar, Gereshk, Tarin Kowt) - 68

-          29.9.: 35 (Kajaki-Damm, Sangin, Tarin Kowt, Kandahar, Orgune /Paktika, Gardez/Paktia) - Irak 72

-          10.10.: 43 (Ali Kheyl, Gardez, Tarin Kowt, Kandahar; mehr als 19 Stunden close air support für ca. 60 Koalitionssoldaten in Uruzgan, die von gegnerischeren Kräften beschossen wurden, durch acht A-10, vier F-15E Strike Eagles und eine B-1B Lancer, unterstützt von Tankflugzeugen und AWACS und Aufklärungsfähigkeiten) - 66

-          27.10.: 29 (Deh Rahwod, Qalat, Orgune, Sangin, Tarin Kowt, Kandahar; erster AFG-Einsatz des neuesten Unmanned Aerial Vehicle MQ-9 Reaper mit Hellfire-Rakete) - 50

-          7.11.: 38 (Asadabad, Bari Kowt/Kunar, Kajaki-Damm, Tarin Kowt, über Sangin brit. Harrier, US-F-18 und MQ-9 Reaper mit zwei 12.500 pound lasergelenkten Bomben) - 45

-          20.11.: 38 (Hellfire-Rakete von MQ-1B Predator in Asadabad, Garmsir) - 46

-          lt. AFP vom 25.11. am 24./25.11. nach Behördenangaben bei Luftangriffen im Osten mehr als 70 Taliban-

-          Kämpfer  getötet, darunter allein 65 in der Provinz Paktia ; ISAF und OEF bestätigen nur drei Tote.

-            2.12. : 39 (F-15E mit GBU-12-Bomben bei Musa Qala, Now  Zad, Kandahar, Orgune) - 39

-            3.12. : 39 (Kandahar, Asadabad, Sangin, Musa Qala, Now  Zad) - 49

-            4.12. : 40 (Musa Qala dreimal, Sangin, Kandahar, Jalalabad, Bari Kowt, Bagram) - 46

-            7.12. : 44 (Musa Qala, Deh Rawod, Asadabad, Orgune, Bari Kowt, Sangin) - 48

-            9.12. : 44 (Musa Qala, Nowzad, Kandahar, Orgune) - 50

-          14.12. : 38 (Garmsir, Musa Qala, Gardez, Gereshk) - 66

-          17.12. : 39 (Musa Qalah, Tarin Kowt, Deh Rawod, Kandahar, Orgune ; Predator in Musa Qala und Orgune) - 52

-          19.12. : 26 (Garmsir mit MQ-9 Reaper) - 54

-          24.12. : 37 (Musa Qala, Bagram, Deh Rawod) - 48

-          25.12. : 39 (Gereshk, Kandahar, Kajaki, Orgune, Khowst ; überwiegend show of force) - 47

-          1.1.2008 : 41 (Now Zad, Nangalam/Kunar, Asadabad, Musa Qala, Gereshk, Orgune, Kunduz/show of force) - 57

-              5.1. : 19 (Gereshk, Nangalam, Bari Kowt, Sangin) - 50

-              9.1. : 35 (Predator in Kashkar Gah, Now Zad, Orgune, Now Zad) - 62

-            14.1. : 41 (Musa Qala, Kajaki, Nangalam, Howst) - 59

-            20.1. : 43 (show of force/sof in Bagram, Bermel, Kandahar, Musa Qala ; Zerstörung eines Taliban Compounds und Tötung von Kommandeuren darin) - 63

-           21.1. : 41 (sof in Asadabad, Orgune, Musa Qala, Bagram, Now Zad, Uruzgan, Angriff auf einen feindlichen Compound bei Deh Rawod) - 60

-          (...)

-            30.1. : 42 (Now Zad, Bermel/Pakitika) - 48

-          (...)

-              5.2. : 17 (Sangin) - 66

-          (...)

-          1.8. : 67 (sof bei Qalat, Gardez, Baghran, Gereshk, Deh Chopan, Qarah Bagh ; Raketen + Paveway II bei Delaram, GBU-38 bei Baghran, GBU-12/31 bei Kandahar) - 21

-          2.8. : 69 (sof bei Moqor, Mata Khan, Golestan ; GBU-38 bei Mushan, Raketen bei Qalat, GBU-38 bei Golestan) - 49

-          3.8. : 69 (sof bei Asmar, Sangin, Musa Qala, Karizak, Tarin Kowt ; GBU-38 bei Gereshk) - 54

-          4.8. : 45 (sof bei Worzhanah Kalay, Kabul, Bagram, Nangalam, Sangin, ; GBU-12 bei Delaram, GBU-31/38 bei Now Zad) - 47

-          5.8. : 70 (sof bei Sangin, Morghab, Talabkhel ; GBU-38 bei Kabul, Kandahar, Now Zad und Morghab) - 47

-          6.8. : 74 (sof bei Nurestan, Bala Morghab, Soltani, Asmar ; GBU-12 bei Nangalam, Predator mit Hellfire + Reaper mit GBU-12 bei Balocan) - 53

-          7.8. : 72 (sof bei Ghanzi, Suggul, Musa Qala, Gereshk, Now Zad ; GBU-12/31 bei Asadabad, Paveway II bei Now Zad) - 41

-          9.8. : 78 (sof Sangin, Shindand, Mushan, Shinkay, Shurakian, Musa Qala, Sangin, ShkinSaraw, Bala Morghab, Moqor, Jalalabad; 500 pound Bombe + Bordkanone bei Bagram) - 52

-          10.8. : 60 (sof bei Jalalabad, Ajrestan, Gerdi, Bagram, Malek Din, Walat; Reaper mit GBU-12 bei Balocan, Bordkanone bei Malek Din, GBU-31/38 bei Oruzgan, GBU-38 + Bordkanone bei Nangalam, GBU-31 bei Qalat) - 47

-          Von 11.8. bis 6.9.  keine CENTAF Airpower Summaries bei www.globalsecurity.org. In diese Zeit fällt die Großoperation Transport der 3. Turbine nach Kajaki in Nord-Helmand 28.8.-2.9. über 180 km mit insgesamt 4.000 Landstreitkräften und einer großen Luftstreitmacht. Mehr als 200 Militante wurden während der Operation getötet. In Vorbereitung wurden 160 Stunden Aufklärung (ISR) geflogen. Während der Operationen kamen zu den geplanten 215 Stunden Unterstützung durch Kampfflugzeuge noch 119 Stunden zur Unterstützung der Bodenkräfte hinzu. (Air Force Print News 25.9.)

-          (...)

-          1.12. : 68 (sof bei Musa Qala, Bari Kowt, Sangin, Lashkar Gah; GBU-38 bei Nangalam 500-pound Bomben und GBU-38, Bordkanone bei Lashkar Gah, GBU-12 bei Sangin) - 21

-          2.12. : 64 (sof bei Surkhabad ; GBU-38 bei Musa Qala, Paveway-II bei Sangin) - 35

-          12.12. : 59 (sof bei Sheykhabad, Sangin, Lashkar Gah, Soltani, Morghab) - 41

-          13.12. : 61 (sof bei Qalat, Sheyykhabad, Musa Qala, Ghazni ; GBU-12 und 38 und Predator mit Hellfire bei Asadabad)

-          16.12. : 67 (sof bei Khowst, Jalalabad, Sheykhabad, Shurakian, Nangalam, Bordkanone bei Bari Kowt) - 43

-          19.12. : 39 (GBU-38 bei Bari Kowt, GBU-31/12 bei Kajaki Damm, GBU-38/31 bei Nangalam) - 44

-          21.12. : 71 (sof bei Shurakian, Bari Kowt, Nangalam, Nurestan) - 40

-          24.12. : 44 (sof bei Bagram, Kunduz, Ghazni, Orgune, Mata Khan) - 34

-          25.12. : 52 (sof bei Bagram, Jalalabad, Mata Khan ; GBU-38 bei Orgun und Musa Qal Eh) - 41

-          01.01.2009 : 68 (sof bei Garmser, Shurakian, Monari, Ghazni, Nangalam, Bari Kowt ; GBU-12 bei Nurestan) - 19

-          05.01. : 69 (sof bei Ghazni ; Predator mit hellfire und GBU-38 bei Tarin Kot

-          06.01. : 68 (sof bei Balocan, Nurestan, Ghazni, Bagram, Nangalam, Lashkar Gah, Monari ; GBU-38 + Bordkanone bei Sheykhabad, GBU-38 bei Sangin) - 43

-          08.01. : 73 (sof bei Shurakian, Sheykhabad, Delaram, Ghazni) - 48

-          12.01. : 61 (sof bei Ghazni, Shkin, Nangalam, Gereshk, Bagram ; GBU-38 bei Delaram, Tarin Kot) - 46

-          15.01. : 33 (sof bei Musa Qala ; GBU-31 bei Lashkar Gah) - 38

-          17.01. : 69 (sof bei Qalat, Garmser, Sangin ; Reaper zum Schutz eines Konvois) - 40

-          01.02. : 60 (sof bei Garmser, Ghazni, Nangalam ; GBU-38/12 bei Musa Qala, Bordkanone bei Lashkar Gah, GBU-38 bei Orgun) - 39

-          05.02. : 74 (sof bei Kandahar, Ghazni, BagramOrgun, Tarin Kot ; GBU-38 bei Orgun) - 41

-          10.02. : 73 (sof bei Tarin Kot; GBU-38/31 bei Musa Qala) - 2

-          17.02. : 78 (sof bei Orgun, Monari, Ghazni) - 40

-          21.02. : 74 (sof bei Lashkar Gah, Bagram, Ghazni, Kandahar, QalatSangin; Bordkanone bei Lashkar Gah, GBU-31 bei Shurakian) - 10

-          (...)

-          05.02.: 62 (sof bei Lashkar Gah, Jalalabad, Ghazni, Sheykhabad, Adadabad; GBU-31 gegen eine Höhle) - 30

Gesamtentwicklung CAS: Von Bagram Air Base aus Verdoppelung der CAS-Sorties von 6.495 in 2004 auf 12.775 in 2007 (bis 5.12.). Die Sorties mit Bombenabwürfen (ohne Raketen und Bordkanoneneinsätzen) nahmen von 86 in 2004 über 176 in 2005, 1.170 in 2006 auf 2.926 in 2007 (30x!) zu. (Irak: 285 in 2004, 1.119 in 2007) Die Monate mit den meisten Bombenabwürfen waren August 2007 mit 670, Juli 368, Sptember 2006 mit 329, März 2007 mit 310. (Anthony Cordesman: US Airpower in Iraq and Afghanistan: 2004-2007, CSIS Washington Dez. 2007 ; William Arkin: In AFG, It`s Air Power, Too, Washinton Post 17.12.2007)

Im 1. Halbjahr 2008 wurde in AFG 1.853 Bomben + Raketen aus der Luft abgeworfen, im Irak 754 in derselben Zeit, im Juni allein 646. Das war der zweithöchste Monatswert seit 2002. 2004 wurden im Irak ca. 250 Bomben + Raketen von Alliierten abgeworfen, in AFG ca. 100; 2005 ca. 400/200; 2006 ca. 250/1.800; 2007 knapp 1.500/3.600; bis Juni 2008 ca. 750/> 1.800. (New York Times 23.7.08) Die Rules of Engagement für CAS sollen in AFG restriktiver als im Irak sein. Sie wurden in 2007 und nochmals im April 2008 verschärft. Lt. Human Right Watch habe die US Air Force bei geplanten Luftwaffeneinsätzen effektive Verfahren zur Vermeidung von Zivilopfern entwickelt, werden «no-strike zones» eingerichtet und Bombentypen auch nach dem Kriterium Minderung von Begleitschäden ausgesucht. Das größere Risiko von Zivilopfern bestehe beim ungeplanten targeting, wenn Bodentruppen plötzlich Unterstützung brauchen

Schwerpunkte: Im Zeitraum 1.4.2008 - 10.8.2008 konzentrierten sich die CAS-Einsätze in

-          Provinz Kunar (Ost/Grenze zu PAK): Distrikt Nangalam 40 Waffeneinsatz, 10 show of force; Asadabad 23/11; Bari Kowt 17/23;

-          Provinz Nangarhar (Ost/Grenze zu PAK): Jalalabad 2/8

-          Provinz Kabul:  Kabul 6/9; Qara Bagh 1/3

-          Provinz Paktika (Südost/Grenze zu PAK): Orgune  + Worzhanah Kalaj 22/45; Bermel + Shkin 13/25;

-          Provinz Paktia (Südost): Lwara 7/17; Gardez 4/29; Zormat 5/7;

-          Provinz Ghazni: Ghazni 4/17;

-          Provinz Khowst (Südost/Grenze zu PAK):  7/9

-          Provinz Zabul (Süd/Grenze zu PAK): Qalat 9/13; Deh Chopan 4/5 ;

-          Provinz Kandahar (Süd/Grenze zu PAK): Kandahar 16/8; Spin Buldak 2;

-          Provinz Uruzgan (Süd) Tarin Kowt 3/9; Oruzgan 6/3; Deh Rawod 2/9

-          Provinz Helmand (Süd):  Bagram 19/18; Sangin 13/30; Now Zad 11/12; Garmsir 8/3; Musa Qala 6/14;

-          Provinz Nimruz (Südwest/Grenze zu Iran): insgesamt 2;

-          Provinz Farah (Südwest/Grenze zu Iran) Farah 7/8

-          Provinz Herat (West): Shindand 1/3

-          Provinz Badhis (Nordwest): Insgesamt 3/5

-          Provinz Faryab (Nordwest): Maimana 1

-          Provinz Kunduz (Nordost): Kunduz  2 sof

-          Provinz Baghlan (Nord): 1 sof

-          Provinz Takar (Nordost): 1 sof

Die Luftwaffeneinsätze fanden überwiegendst im Osten + Süden statt.  In der ganzen Region Nord kam es von Jahresbeginn bis Anfang August  2008 zu 6 (!)  CAS-Einsätzen, davon viemal show of force in den Provinzen Kunduz + Baghlan, eine GBU-31 «gegen Kombattanten» bei Maimana am 28.4., Provinzzentrum von Faryab, und einmal bei Eybak/Samangan eine GBU-12 und show of force am 13.7.

Anmerkung zu UAV`s (Unmanned Aerial Vehicle): Die MQ-9 Reaper («Sensenmann») ist eine Weiterentwicklung der MQ-1 Predator. Reichweite bis 6.000 km, max. Flugzeit 14 Stunden (bewaffnet) bis 30 Stunden (unbewaffnet, Aufklärung), Flughöhe maximal 15.000 m, Bewaffnung bis zu 14 Hellfire-Raketen (bis 8 km Reich


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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