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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Eskalierende humanitÃ¤re + politische GroÃŸkrise am Horn von Afrika - was tun? Zum 5. Mal als ziviler Rollenspieler bei dem ressortgemeinsamen Planspiel CERASIA an der FÃ¼AkBw</title>
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    <span class="xar-mod-title">Bericht von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
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        <h1>
            Eskalierende humanitÃ¤re + politische GroÃŸkrise am Horn von Afrika - was tun? Zum 5. Mal als ziviler Rollenspieler bei dem ressortgemeinsamen Planspiel CERASIA an der FÃ¼AkBw         </h1>
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           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 28. September 2020 15:34:25 +01:00 (123293 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Das ressortgemeinsame Planspiel zu einer komplexen humanit&auml;ren Gro&szlig;krise gibt bemerkenswerte Einblicke in die Denkweise und Kompetenz des F&uuml;hrungsnachwuches der Bundeswehr. Vor dem Hintergrund meiner 15-j&auml;hrigen Erfahrungen im Verteidigungsausschuss des Bundestages nahm ich seit 2017 allj&auml;hrlich als ziviler Rollenspieler an dem Planspiel teil.&nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Menschen sch&uuml;tzen &ndash; kollektive Sicherheitsinteressen wahren:</strong></p>
<p align="center"><strong>Ressortgemeinsames Planspiel CERASIA</strong></p>
<p align="center"><strong>an der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> (09/2020)</p>
<p align="center"><em>(Fotos auf </em><a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei"><em>www.facebook.com/winfried.nachtwei</em></a><em> )</em></p>
<p>Zum f&uuml;nften Mal seit 2017 nahm ich als ziviler Rollenspieler an dem ressortgemeinsamen Planspiel CERASIA des Lehrgangs Generalstabs-/Admiralstabsdienst national (LGAN) an der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr (F&uuml;Ak) &nbsp;in Hamburg teil.</p>
<p>Der LGAN 2019 umfasst 114 TeilnehmerInnen (einschlie&szlig;lich EU- und NATO-Staaten und Schweiz).Wegen der Corona-Pandemie nehmen dieses Mal keine Angeh&ouml;rigen des Attach&eacute;- Lehrgangs des Ausw&auml;rtigen Amtes und keine Referenten aus dem Bereich des BMZ an der &Uuml;bung teil, erstmalig aber zehn VertreterInnen aus dem Bereich des BMI..</p>
<p>Im Mittelpunkt steht das Szenario einer eskalierenden politisch-humanit&auml;ren Gro&szlig;krise in der fiktiven Konfliktregion CERASIA im verfremdeten NO-Afrika. Gefordert ist multinationale und multidimensionale Unterst&uuml;tzung bei der Krisenbew&auml;ltigung auf Ebene der EU, VN, NATO, AU und ihrer Mitgliedsstaaten. (Zu dem CERASIA -Szenario hatte das I. Deutsch-Niederl&auml;ndische Corps in M&uuml;nster im September 2011 erstmalig eine gro&szlig;e &Uuml;bung in zivil-milit&auml;rischer Zusammenarbeit &ndash; Common Effort &ndash; durchgef&uuml;hrt. An ihr nahmen &uuml;ber 300 Milit&auml;rs aus 12 zw&ouml;lf Nationen, rund 140 Zivilisten und ein gutes Dutzend Polizisten teil. Vgl. dazu Winrich K&uuml;hne<a title="" href="#_ftn2">[2]</a>)</p>
<p>Die jungen Offiziere &ndash; viele von ihnen einsatzerfahren - wenden in dem einw&ouml;chigen Planspiel Verfahren ministerieller Arbeit an, um auf politisch-strategischer Ebene eine innerministeriell abgestimmte Position zu entwickeln, Entscheidungen vorzubereiten und sie zu kommunizieren.</p>
<p>Schritte dabei sind Erstellung Leitungsflyer (Allgemein, Lage, Lage und vermutete Absicht der Konfliktparteien, Eigene Lage und Absicht, Lage und Absicht Partner/anderer Nationen sowie Beratungsstand internationaler Organisationen), Vorbereitung/Abstimmung Lagefeststellung, Vorbereitung/Durchf&uuml;hrung Strategiegespr&auml;ch BMVg, Referatsleiterrunde POL I, schlie&szlig;lich Vorbereitung/Durchf&uuml;hrung der Obleute-Unterrichtung, die als einer der H&ouml;hepunkte des Planspiels gilt.</p>
<p><strong>Beim &Uuml;bungsabschnitt &bdquo;Unterrichtung der Obleute des Verteidigungsausschusses</strong>&ldquo; sitzen die BMVg-&bdquo;Referatsleiter&ldquo; Pol III 1/Grundsatz, Pol III 3/NATO, Pol III 4/EU und Pol III 6/VN den Obleuten von drei Fraktionen gegen&uuml;ber. (Dargestellt von J&ouml;rn Thie&szlig;en, F&uuml;Ak-Direktor und Fakult&auml;tsleiter Politik, Strategie und Gesellschaftswissenschaften; Dr. Torsten Sevecke, Staatsrat a.D.; und mir mit 15 Ausschussjahren und der Beteiligung an 70 Mandatsentscheidungen<a title="" href="#_ftn3">[3]</a>)</p>
<p>Innerhalb von 30 Minuten unterrichten die Referatsleiter die Obleute zun&auml;chst &uuml;ber die Lagebewertungen, Positionierungen und internationalen Abstimmungsprozesse auf ihren Ebenen. Danach antworten sie auf die Fragen der Obleute, die ggfs. schnell bohrend werden k&ouml;nnen. Es folgt eine Kurzbewertung der Unterrichtenden erst durch die Obleute, dann durch Zuh&ouml;rer und die Lehrgangsteilnehmer-Innen selbst.</p>
<p>Die Obleute-Unterrichtung findet in sechs Durchg&auml;ngen statt.</p>
<p><strong>Das CERASIA-Szenario</strong> ist mit seinen fiktiven Staaten und Akteuren reichlich komplex, dynamisch und un&uuml;bersichtlich.</p>
<p>Die beiden zentralen Konfliktl&auml;nder sind KANON (autorit&auml;r, nationalistisch, milit&auml;risch stark, expansiv), TYTAN (fragil, gew&auml;hlte Regierung, korrupt, ohne R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung, schwach, gro&szlig;er Fl&uuml;chtlingsanteil. Ein weiterer Schl&uuml;sselstaat STELLARIA ist fundamentalistisch (moderne Streitkr&auml;fte einschlie&szlig;lich Massenvernichtungswaffen, Unterst&uuml;tzung von Terrorgruppen, stark antiwestlich und anti-VN. Neben dem failed state PETRACEROS (unter Kontrolle lokaler Warlords) gibt es mit LAKUTA in der Region eine relativ stabile Demokratie, die als regionaler Mediator agiert.</p>
<p>Lange Konfliktgeschichte zwischen rivalisierenden ethnischen Gruppe und Staaten, zuletzt vor wenigen Jahren ausgehend von KANON und auf TYTAN und PETRACEROS &uuml;bergreifend mit 200.000 get&ouml;teten Zivilisten und 1,8 Mio. Vertriebenen. Ein Friedensabkommen zwischen f&uuml;nf Staaten der Region brachte keine nachhaltige Stabilisierung. Eine kleine UN-Friedenstruppe in einer Enklave (Tori Pocket) zwischen KANON und TYTAN konnte die eskalierende Gewalt nicht stoppen, bedrohte Hilfsorganisationen ziehen ihre Kr&auml;fte ab: Rund 700.000 Vertriebene sind von Gewalt, Hunger und Krankheit bedroht. Verkomplizier ist die diesj&auml;hrige Lage durch eine Heuschreckenplage, anhaltende D&uuml;rre und eine steigende Zahl von&nbsp; Covid-19-Infektionen.</p>
<p><strong>Internationale Reaktionen</strong>: Angesichts des nichtst&auml;ndigen Sitzes im VN-Sicherheitsrat und der EU-Ratspr&auml;sidentschaft gibt es besondere Erwartungen gegen&uuml;ber DEU bei EU- und NATO-Mitgliedsstaaten. Die NATO &auml;u&szlig;ert sich zur&uuml;ckhaltend und sieht sich erst in der Pflicht, wenn die Meerenge von Bab el-Mandeb akut bedroht w&auml;re. Die EU will helfen, vor allem in Form einer Hilfe zur Selbsthilfe. Diskutiert wird eine EU-Trainingsmission. Russland und China lehnen eine milit&auml;rische Intervention ab. Die USA halten sich zur&uuml;ck. Frankreich votiert f&uuml;r entschlossenes und solidarisches Handeln der EU und den Einsatz milit&auml;rischer Mittel als letzte Option, gest&uuml;tzt durch die VN.</p>
<p><strong>Die Position der Bundesregierung</strong> in diesem noch relativ fr&uuml;hen Beratungsstadium (erste Unterrichtung des Parlaments)</p>
<p>- Die Krisenlage erfordere dringend multilaterales Handeln, humanit&auml;re Hilfe und Stabilisierungsma&szlig;nahmen, einen umfassenden Ansatz. Deutschland sei bereit, zu handeln und den Menschen in der Region nachhaltig zu helfen.</p>
<p>- Prim&auml;r gefragt seien UN einerseits und EU andererseits, die NATO gegenw&auml;rtig nicht.</p>
<p>- Bei der EU h&auml;tten zivile Instrumente Priorit&auml;t. Eine eventuelle Trainingsmission f&uuml;r Sicherheitskr&auml;fte k&ouml;nne erst in einigen Jahren Wirkung entfalten.</p>
<p>- Das AA bef&uuml;rwortet eine St&auml;rkung der CERASISCHEN UNION und eine L&ouml;sung der Spannungen in OST-CERASIA auf diplomatischem weg. Milit&auml;risches Engagement sei &bdquo;ultima ratio&ldquo;. Das BMZ setzt die finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r mittel- und langfristige Projekte zu Gesundheit, Bildung, Good Governance fort.</p>
<p><strong>Die &Uuml;benden </strong>pr&auml;sentieren den drei Obleuten die Lagebewertungen der internationalen Akteure und der Bundesregierung, die zentralen europ&auml;ischen/deutschen Interessen sowie die verschiedenen Handlungsoptionen vor allem auf EU-Ebene klar + knapp, differenziert und n&uuml;chtern. Auf die Fragen der Obleute wird konkret und unter dem Vorbehalt des momentanen Kenntnis- und Abstimmungsstandes geantwortet. Ein ressort&uuml;bergreifendes Denken &uuml;ber den eigenen Tellerrand hinaus scheint selbstverst&auml;ndlich zu sein. Die allermeisten Unterrichtung-en ergeben einen deutlichen Erkenntnisgewinn. Wo allerdings zur Lage nur &Uuml;berschriften geliefert und unter Verweis auf laufende Abstimmungen konkretere&nbsp; Informationen verweigert werden, reagieren die informationshungrigen Obleute &bdquo;ver&auml;rgert&ldquo;.</p>
<p>Sehr aufschlussreich ist das Ausma&szlig; an Abstimmungsprozessen zwischen den Referaten, den Ressorts, wo man sich auf eine Regierungsposition einigen muss, und im komplexen Mehrebenensystem von Regierungen, EU, UN und NATO. Das war mir in meiner aktiven Abgeordnetenzeit so nicht bewusst. ( vgl. meine Bilanz von 20 Jahren Parlamentsbeteiligung bei Auslandseins&auml;tzen, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1273">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1273</a> )</p>
<p>Wenn bei der Obleute-Unterrichtung milit&auml;rische Mittel angesprochen werden, dann immer in einer unterst&uuml;tzenden Funktion. Ein Denken an &bdquo;milit&auml;rische Konfliktl&ouml;sung&ldquo; kommt an keiner Stelle zum Ausdruck. Angesprochen werden auch m&ouml;gliche kontraproduktive Wirkungen einer Milit&auml;rintervention.</p>
<p>Im Rahmen der angedachten Stabilisierungsunterst&uuml;tzung spielt allerdings die Polizeikomponente, obwohl bei realen UN-Missionen von zunehmender Bedeutung, praktisch keine Rolle. (Hier sollte der Planspielansatz erweitert werden)</p>
<p>Vor lauter Betonung des umfassenden, vernetzten &ndash; und vorrangig zivilen - Ansatzes scheint mir die Aufmerksamkeit gegen&uuml;ber Anzeichen von sich anbahnender Massengewalt relativ gering zu sein. Angesichts der 200.000 Ziviltoten im Konfliktgebiet vor wenigen Jahren k&ouml;nnte das fahrl&auml;ssig sein.</p>
<p><strong>Ich frage vor allem nach</strong></p>
<p>- konkreten Belegen f&uuml;r die angeblich aufwachsende humanit&auml;re Katastrophe (&Uuml;berschrift reicht nicht!) und die Dringlichkeit internationalen Handelns</p>
<p>- Konflikttreibern, aber auch konstruktiven Kr&auml;ften in der Region</p>
<p>- den eigenen Informationsquellen und Sensoren (angesichts mangelnder Regionalkompetenz bei vielen Kriseneins&auml;tzen in der Vergangenheit)</p>
<p>- europ&auml;ischen, deutschen, internationalen Interessen an der Konfliktbew&auml;ltigung in CERASIA</p>
<p>- Handlungsoptionen in verschiedenen Politikfeldern und f&uuml;r verschiedene multinationale Zusammenh&auml;nge auf den Ebenen Not- und Katastrophenhilfe, Gro&szlig;gefahrenabwehr (z.B. Schutzzonen), kurz- und mittelfristige Stabilisierung, verf&uuml;gbaren Kr&auml;ften und Kapazit&auml;ten daf&uuml;r.</p>
<p>Bei alledem habe ich im Hinterkopf die Erinnerung an &bdquo;OST-CERASIA&ldquo; 1980: Als meine Frau Angela mehr als ein halbes Jahr im Raum Hargeisa/Nordsomalia mit dem Not&auml;rzte-Komitee (Cap Anamur) in der Fl&uuml;chtlingshilfe arbeitete und ich sie in den meinen sechsw&ouml;chigen Sommerferien vor Ort unterst&uuml;tze. Nie davor und danach konnte ich so viel handgreiflich N&uuml;tzliches und Hilfreiches leisten &ndash; bei der Anfertigung von Kr&uuml;cken, beim Arbeitseinsatz an Wasserstellen.</p>
<p><strong>FAZIT</strong>: Die TeilnehmerInnen des LGAN sind Berufsoffiziere mit nachgewiesener Eignung zum Stabsoffizier und nach Eignung, Leistung und Bef&auml;higung f&uuml;r den zweij&auml;hrigen Lehrgang ausgew&auml;hlt. (Die 40 Teilnehmer des Heeres machen 10% ihres Jahrgangs an Heeresoffizieren aus.)</p>
<p>Das Planspiel gibt fundierte Einblicke in die Denkweise sowie die sicherheits- und milit&auml;rpolitische Kompetenz des F&uuml;hrungsnachwuchses der Bundeswehr.</p>
<p>Zum wiederholten Male bin ich beeindruckt von der F&auml;higkeit der Majore und Korvetten-kapit&auml;ne, eine hochkomplexe Krisenlage differenziert und pr&auml;gnant zu erfassen, darzustellen und ein breites Spektrum multinationaler Handlungsoptionen zur Unterst&uuml;tzung der VN anzudenken. Einhellig ist die multilaterale Grundeinstellung der 24 &Uuml;benden (wie auch derjenigen in den vorherigen &Uuml;bungen) und ihre &Uuml;berzeugung, dass eine solche Gro&szlig;krise nur gemeinsam, im Verbund mit zivilen Akteuren zu bew&auml;ltigen ist. In Kreisen, die Milit&auml;r grunds&auml;tzlich ablehnen, wird einer - auch - milit&auml;rgest&uuml;tzten Sicherheitspolitik &bdquo;Gewalt-gl&auml;ubigkeit&ldquo; (&bdquo;Mythos der Wirksamkeit von Gewalt&ldquo;<a title="" href="#_ftn4">[4]</a>) zugeschrieben.</p>
<p>Von einem solchen Gesinnungs-Militarismus ist bei den CERASIA-Planspielen nichts zu h&ouml;ren und nichts zu sp&uuml;ren. Hier stehen der Schutz von Menschen vor gr&ouml;&szlig;ter Not, vor Vertreibung und physische Gewalt sowie kollektive Sicherheitsinteressen, multilaterales und multidimensionales Handeln im Mittelpunkt.</p>
<p>Die friedens- und sicherheitspolitische Grundorientierung der jungen Offiziere ist vertrauensw&uuml;rdig, ihre Beratungskompetenz vielversprechend.</p>
<p>Seit 2017 geben einzelne Lehrgangsteilnehmer immer mal wieder zu erkennen, dass man sich&nbsp; in fr&uuml;heren Jahren begegnet ist &ndash; bei Truppenbesuchen oder in Einsatzgebieten. Die Wieder-begegnung freut uns.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Artikel und Berichte zu fr&uuml;heren CERASIA-Planspielen und Kontext: </span></strong></p>
<p>- Menschen retten &ndash; Menschenschlachthaus: Gegens&auml;tzliche Milit&auml;rwelten. <strong>Planspiel ressortgemeinsames Handeln CERASIA</strong> an der F&uuml;AkBw (in den Tagen, als vor 75 Jahren die <strong>Schlacht von Stalingrad</strong> endete), 04.02.2018, (Stand 29.09.2020 41.132 Aufrufe) <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1516">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1516</a></p>
<p>- <strong>Gemeinsam auf Krisenreagieren &ndash; CERASIA 09/2019</strong>, <a href="https://www.bundeswehr.de/bw-de/organisation/weitere-bmvg-dienststellen/fuehrungsakademie-der-bundeswehr/mediathek/cerasia-gemeinsam-auf-krisen-reagieren-119518">https://www.bundeswehr.de/bw-de/organisation/weitere-bmvg-dienststellen/fuehrungsakademie-der-bundeswehr/mediathek/cerasia-gemeinsam-auf-krisen-reagieren-119518</a></p>
<p>- <strong>25 Jahre I. Deutsch-Niederl&auml;ndisches Corps: Common Effort f&uuml;r GEMEINSAME Friedenssicherung. </strong>Begegnungen mit dem Corps von M&uuml;nster bis Kabul &ndash; Erfahrungs-lernen, 26.08.2020, Teil I (2002-10), <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1656">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1656</a></p>
<p>Teil II (2011-20, 1983) <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1654">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1654</a></p>
<p>- <strong>Lehren aus deutschen Krisenengagements gibt es reichlich &ndash; aber auch Lernfortschritte? </strong>In SIRIUS &ndash; Zeitschrift f&uuml;r Strategische Analysen, Heft 4, Dez. 2019, S. 362-377, <a href="https://www.facebook.com/zeitschrift.sirius/posts/3587141544629379?__tn__=K-R">https://www.facebook.com/zeitschrift.sirius/posts/3587141544629379?__tn__=K-R</a></p>
<div><br clear="all" /><hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> MdB 1994-2009, Mitglied im Beirat Innere F&uuml;hrung/BMVg und im Beirat zivile Krisenpr&auml;vention der Bundesregierung, Mitglied im Vorstand von &bdquo;Gegen Vergessen &ndash; F&uuml;r Demokratie&ldquo; und der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen/DGVN</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Winrich K&uuml;hne, &bdquo;Common Effort&ldquo; &ndash; das Deutsch-Niederl&auml;ndische Korps &uuml;bt die zivil-milit&auml;rische Zusammenarbeit, ZIF Policy Briefing Mai 2012,&nbsp; <a href="https://www.zif-berlin.org/sites/zif-berlin.org/files/inline-files/ZIF_Policy_Briefing_Winrich_Kuehne_Mai_2012.pdf">https://www.zif-berlin.org/sites/zif-berlin.org/files/inline-files/ZIF_Policy_Briefing_Winrich_Kuehne_Mai_2012.pdf</a></p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Wie der Zufall es will, vertrete ich die fiktive Partei &bdquo;Friedensfreunde&ldquo;. Mein Vorname Winfried stammt aus dem Althochdeutschen wini = Freund und fried = Frieden.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref4">[4]</a> Zum Bespiel Ralf Becker, Stefan Maa&szlig;, Christoph Schneider-Harpprecht (Hg), Sicherheit neu denken. Von der milit&auml;rischen zur zivilen Sicherheitspolitik &ndash; Ein Szenario bis zum Jahr 2040, Karlsruhe 20919, S. 7, 79 ff.,&nbsp; <a href="https://www.ekiba.de/html/content/szenario_sicherheit_neu_denken.html">https://www.ekiba.de/html/content/szenario_sicherheit_neu_denken.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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