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Bericht von Winfried Nachtwei
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Sicherheitsvorfälle in Nordafghanistan 2010: ANHANG zur Zusammenfassung der einmaligen Langzeitstudie zu dt. AFG-Rückkehrern, ihren Erfahrungen und Einstellungen

Veröffentlicht von: Nachtwei am 6. März 2019 14:37:54 +01:00 (456 Aufrufe)

Zu meiner Zusammenfassung der einmaligen Langzeitstudie zu deutschen Afghanistan-Rückkehrern hier der ANHANG II zum Einsatzkontext des 22. Kontingents März bis Oktober 2010: Auflistung aller bekannt gewordenen Sicherheitsvorfälle in Nord-AFG. 

ANHANG II

zu „Einmalige Langzeitstudie zu deutschen Afghanistan-Rückkehrern: Wie verarbeiten sie ihre Einsatzerfahrungen? Wie stehen sie drei Jahre danach zum AFG-Einsatz?“, März 2019, www.nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1575

Sicherheitsvorfälle AFG-Nord März bis Oktober 2010, dem

Einsatzreitraum des 22. Deutschen ISAF-Kontingents

Zusammengestellt von Winfried Nachtwei, 2011 http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=996 )

Oktober

31.10.-04.11. im Raum Kunduz die Operation HALMAZAG (Dari für Blitz) mit insgesamt 480 Soldaten, v.a. des ASB/Task Force  Kunduz (zwei Fallschirmjägerkompanien u.a.), eine US- und eine ANA-Infanteriekompanie sowie 30 afg. Polizisten. Ziel ist die Verbesserung der Sicherheitslage und des Schutzes der Bevölkerung südlich der Stadt Kunduz. 6 km westlich des PRT bei der Ortschaft Quatliam soll ein neuer Feldposten errichtet werden. Parallel findet Keyleader Engagement statt. Bei den Gefechten mehrfach Einsatz von Luftnahunterstützung und der Panzerhaubitze 2000. (Verlauf

Operativer Schwerpunkt des COM RC North in der Provinz Baghlan. Hier soll nach TAOHID III die Operation JADID folgen.

31.10. 7 km westlich des PRT Kunduz in der Anmarschphase zu HALMAZAG erste Feuergefechte, von Seiten der Aufständischen Handwaffen und Panzerfäuste. Bei drei Sprengstoffanschlägen auf US- und dt. Kräfte zwei Bundeswehrsoldaten leicht verletzt, ein Marder leicht, ein zweiter schwer beschädigt. Weiterer Beschuss nahe Quatliam, Feuerunterstützung durch die Panzerhaubitze 2000 im PRT. Zwei Aufständische getötet.

26.10. frühmorgens 40 km nordöstlich des PRT Kunduz Beschuss eines CH-53 Hubschraubers mit Panzerfaust, keine Personen- und Sachschäden. Am Nachmittag 10 km westlich des PRT Kunduz bei IED-Explosion in Nähe eines „Fuchs“ zwei dt. Soldaten leicht verletzt, „Fuchs“ leicht beschädigt.  

19.10. in Feyzabad/Badakhshan Beschuss des Hauptquartiers der Polizei mit Panzerfäusten, keine Personen- und Sachschäden.

18.10. ca. 80 km südlich Mazar in der Provinz Samangan zwei schwedische Soldaten durch Angriff von Militanten schwer verletzt.

17.10. 10 km westlich des PRT Kunduz dt. Kräfte mit Handwaffen und Panzerfäusten angegriffen. Im Laufe des Gefechts auf ISAF-Seite Einsatz von Mörsern, Panzerhaubitze, „Marder“ mit Panzerabwehrlenkkörper „Milan“, Luftnahunterstützung durch eine F-16. Ein dt. Soldat verletzt, lt. Gespräch mit dem Dorfältesten keine Opfer unter der Zivilbevölkerung.

16.10. in Chemtal/Balkh 50 km westlich des PRT Mazar bei Angriff mit Handwaffen und IED ein schwedischer Soldat getötet, ein weiterer schwer verletzt.

11.10. 4 km nördlich des PRT Pol-e Khomri/Baghlan Verkehrsunfall eines dt. Transportpanzers „Fuchs“, 6 dt. Soldaten leicht verletzt.

10.10. 7 km östlich des PRT Kunduz IED-Anschlag auf dt. Kräfte, keine Personen- und Sachschäden.

08.10. in Taloqan/Takhar der Gouverneur der Provinz Kunduz, Mohammad Omar, beim Freitagsgebet in der Hauptmoschee zusammen mit 25 weiteren Menschen durch IED getötet, 45 Personen z.T. schwer verletzt. Unter den Getöteten sind mehrere Mitglieder des Provinzrates von Takhar.

07.10. 6 km nordwestlich es PRT Pol-e Khomri/Baghlan dt. Soldat, der 26-jährige Oberfeldwebel Florian Pauli, durch Selbstmordattentäter getötet. Dt. Patrouille des ASB Kunduz überwachte Übergangsstelle am Baghlan-Fluss. Danach über vier Stunden Feuergefecht 14 dt. Soldaten verletzt, zwei „Dingo“ beschädigt. Zeitgleich Angriff von Aufständischen gegen den Kontrollposten Shahabuddin 4 km nordwestlich. Luftnahunterstützung zwingt Militante zum Ausweichen.

(Florian Pauli ging nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr und drei Jahren Ausbildung zum Rettungssanitäter freiwillig zur Bundeswehr, wurde Sanitätsfeldwebel. Der Attentäter soll als angeblich Hilfsbedürftiger auf ihn zugekommen sein.)

06.10. in Baghlan-e Jadid/Baghlan IED-Anschlag auf Konvoi mit dt. und US-Fahrzeugen, ein US-Bergepanzer beschädigt, keine Personenschäden.

In Qalay-i Zal/Kunduz dt. Soldaten beschossen, Feuerwechsel, keine Personen- und Sachschäden.

In Chahar Gol, 38 km nordwestlich des PRT Kunduz dt. Kräfte mit Handwaffen beschossen, Feuergefecht. Unterstützung durch US-Hubschrauber und dt. Aufklärungsdrohne „Heron“. Wahrscheinlich mehrere Aufständische getötet, keine eigenen Personen- und Sachschäden.

Seit 06.10. im Raum Kunduz die Operation DAARA-E WAADA gegen ein Rückzugsgebiet und Hochburg der Aufständischen, getragen vor allem von lokalen afg. Polizeikräften (Milizen), die von US-Infanterie unterstützt wird. Bundeswehr unterstützt mit Pionieren (z.B. Brückenlegepanzer) und Panzerhaubitze.

In Darqad, Yangi Qala und Khwaja Bahawuddin/Takhar 16 Militante bei Gefechten und Luftangriffen getötet.

02.10. 14 km nordwestlich des PRT Pol-e Khomri/Baghlan ein US-Soldat bei Beschuss getötet, einer verletzt.

01.10. 10 km westlich des PRT Kunduz dt. Kräfte mit Handwaffen und RPG angegriffen, Feuergefecht, Panzerhaubitze in Kunduz unterstützt mit Leucht- und Nebelmunition, keine eigenen Personen- und Sachschäden.

September

30.09. 14 km nördlich des PRT Pol-i Khomri/Baghlan  dt. Kräfte auf der LOC Pluto mit Handwaffen angegriffen, nur leichte Sachschäden.

Beschuss einer dt. Transall im Landeanflug in Mazar mit einer RPG, keine Personen- und Sachschäden.

25.09. bei Shahabuddin/Baghlan dt. Soldaten beschossen, kein Personen- und Sachschaden.

22.09. nachmittags bei Shahabuddin/Baghlan dt. Kräfte mit Handwaffen und Raketen beschossen, Feuererwiderung auch mit Mörsern, keine eigenen Personen- und Sachschäden.

In Balkh/Balkh 5 km westlich von Mazar Selbstmordanschlag mit Kfz gegen ISAF-Konvoi: Eine Zivilperson in nachfolgendem Bus getötet, ca. 30 verletzt, Konvoifahrzeuge nur leicht beschädigt.

(Auf Initiative des COM ISAF Neubewertung der dt. RECCE Tornados. Da im Norden etliche unbemannte Aufklärungsmittel zur Verfügung stehen, entscheidet dt. Verteidigungsminister die Rückverlegung der Tornado nach Deutschland. Freiwerdende 90 Dienstposten werden für Aufbau und Ausbildung der ANSF eingesetzt.)

(In diesen Wochen Aufwuchs des Ausbildungs- und Schutz-Bataillons Mazar, das die bisherige QRF in Baghlan-e Jadid ersetzt.)

21.09. in Feyzabad/Badakhshan Eröffnung des Erweiterungsbaus des Police-Training-Centers des GPPT. Dadurch Kapazitätserhöhung um 80 Teilnehmer/Kurs. Ziel: 200 Ausbildungsplätze.

Übergabe der ANA-Kaserne in Feyzabad durch Parl.Staatssekretär. Kossendey  an die ANA.

20.09. bei Shahabuddin/Baghlan dt. Kräfte mit Mörsern und Handwaffen angegriffen, Feuergefecht, keine eigenen Personen- und Sachschäden. Wahrscheinlich mehrere Militante getötet.

18.09. gegen 7.00 Uhr mehrere Raketeneinschläge im Raum des Flugplatzes Kunduz, einer im Flugplatzgelände.

Frühmorgens Chahar Darreh 11 km westlich des PRT Kunduz dt. Kräfte mit Handwaffen und RPG angegriffen, ebenso das Polizeihauptquartier Chahar Darreh. Bei dem Gefecht wahrscheinlich mehrere Militante getötet, keine eigenen Personen- und Sachschäden.

17.09. in Imam Shahib/Kunduz zwei US-Soldaten bei IED-Entschärfung schwer verletzt, zwei weitere verletzt.

50 km westlich des PRT Mazar/Balkh schwedischer Soldat durch IED schwer verletzt.

In Dahna-e Ghori/Baghlan US-Kräfte mit Handwaffen beschossen, Gefecht. Dt. und afg. Verstärkungskräfte geraten 23 km nördlich des PRT Pol-i Khomri/Baghlan unter Beschuss, zwei „Dingo“ beschädigt.

Schwerste Gefechte in Nord-Baghlan beim OP North: Ein Feldposten (COP) bei Shahabuddin von den Aufständischen besetzt. Ehemalige HIG-Kämpfer hielten bisher diesen COP im Rahmen des Reintegrationsprogramms und nach Beschluss der Ortsshura. Am frühen Morgen des Folgetages Brückenschlag im Kampf erzwungen mit gepanzerter Truppe, Beschuss des besetzten COP, Einnahme am späten Vormittag. Ein ANA-Soldat getötet, ein US-Soldat verletzt. Mehrfacher Einsatz von Luftnahunterstützung. (Ulrike Demmer berichtet im Spiegel 41/2010 ausführlich  von den Rückschlägen und Erfolgen im „Highway Triangel“ zwischen LOC Uranus nach Mazar und LOC Pluto nach Kunduz. Bei den insgesamt vier Tage dauernden Feuergefechten kamen auch fünf verbündete afg. Kämpfer unter Commander Sher im COP Shahabuddin um`s Leben. Es heißt, dies sei das größte Gefecht gewesen, in dem Bundeswehrsoldaten bisher gestanden hätten.)

16.09. spätnachmittags 6 km südwestlich des PRT Pol-i Khomri/Baghlan Angriff mit Handwaffen und Panzerfäusten auf eine ANP-Patrouille, die von US- und dt. Soldaten begleitet. Zwei US-Soldaten verletzt, zwei US-Fahrzeuge beschädigt.

14.09. 11 km westlich des PRT Kunduz IED-Anschlag auf dt. Patrouille, ein Soldat verletzt.

(Seit 10.9. volle Einsatzbereitschaft des ASB (Task Force) Kunduz mit zwei Infanteriekompanien, Stabs- und Unterstützungskompanie, Aufklärungskompanie und Pionierkompanie)

Imame aus Feyzabad/Badakhshan rufen zu Protesten gegen die geplante Koranverbrennung in Florida auf. Nach dem Freitagsgebet Demonstration mit ca. 400 Personen zum PRT, Steinwürfe Richtung PRT, schließlich Angriffe auf äußeren Bereich des PRT. ANSF geben neben Warnschüssen auch gezielte Schüsse in die Menge ab. Mehrere verletzte Demonstranten und afg. Polizisten. Tod eines Demonstranten nicht bestätigt. Nach Abzug der bis zu 1.000 Demonstranten einzelne Vorfälle im Stadtgebiet. PRT-Leiter nehmen auf Pressekonferenz am Folgetag deutlich gegen die beabsichtigte Koranverbrennung Stellung.  Am Abend des 10.09. zwei Raketeneinschläge im PRT, zwei Zelte getroffen, niemand verletzt.

06.09. in Baghlan-e Jadid/Baghlan der Distriktmanager und sein Fahrer in einem Hinterhalt getötet.

05.09. 8 km nordwestlich Kunduz dt. Kräfte mit Handwaffen und RPG angegriffen. Bei dem anschließenden Gefecht wahrscheinlich 4 Militante getötet. Keine eigenen Personen- und Sachschäden.

04.09. in Kunduz 10 Menschen, darunter 5 ANSF-Angehörige, durch IED getötet. Der Anschlag geschah vor einem Fleischerladen, der viel von Sicherheitskräften besucht wurde.

02.09. 38 km nordwestlich PRT Kunduz dt. Soldaten bei Gesprächsaufklärung mit Handwaffen und RPG angegriffen, Feuerwechsel. Keine eigenen Personen- und Sachschäden.

01.09. vormittags dt. Kräfte 40 km nordwestlich PRT Kunduz mit Handwaffen und RPG angegriffen. Gegenfeuer mit Handwaffen und Mörsern. Keine eigenen Personen- und Sachschäden-. Nachmittags 10 km nordwestlich des PRT Kunduz dt. Kräfte mit Handwaffen und RPG angegriffen. Nach 30-minütigem Feuerwechsel unversehrt Weiterfahrt.

August

31.08. 40 km nordwestlich PRT Kunduz dt. Kräfte mit Handwaffen und Panzerfäusten angegriffen, Feuererwiderung mit Handwaffen und Mörsern, keine eigenen Personen- und Sachschäden.

30.08. nahe Charah Darreh/Kunduz IED-Angriff auf dt. Patrouille, keine eigenen Personenschäden, „Dingo“ leicht beschädigt.

29.08. in Khanabad/Kunduz IED-Angriff auf eine ANP-Patrouille, drei afg. Polizisten getötet, zwei verletzt.

27.08. zwischen Flugplatz und PRT Feyzabad/Badakhshan „Fuchs“ mit Handwaffe beschossen, keine Verletzungen.

26.08. frühmorgens in Kunduz/Kunduz ANP-Kontrollposten von ca. 25 Militanten auf Motorrädern überfallen, mindestens 8 Polizisten getötet. Am frühen Abend in Archi/Kunduz zwei afg. Polizisten und 15 Zivilpersonen durch Selbstmordattentäter getötet.

25.08. abends Beschuss des PRT Kunduz mit drei Raketen, ein Einschlag im Lager, keine Personen- und Sachschäden.

24.08. in Charah Darreh/Kunduz dt. Patrouille mit Mörsern und Panzerfäusten attackiert, keine eigenen Personenschäden.

23.08. frühmorgens 15 km nördlich des PRT Pol-i Khomri/Baghlan ungarischer Konvoi mit IED, Handwaffen und Panzerfäusten angegriffen, die Soldatin Judith Abraham getötet, 6 Soldaten verletzt. Die Soldaten waren auf dem Rückweg in die Heimat.

22.08. mittags 10 km westlich des PRT Kunduz zwei „Dingo“ durch IED beschädigt, keine Verletzten.

21./22.08. im südlichen Baghlan bei einer Operation neuseeländischer ISAF-Kräfte angeblich 10-12 Militante getötet, ein neuseeländischer Soldat verwundet.

21.08. abends 13 km westlich des PRT Kunduz dt. Patrouille mit Handwaffen beschossen, nach 40 Min. erneut beschossen, Weitermarsch zum Polizeihauptquartier in Charah Darreh, keine eigenen Verletzten.

Nach Beendigung der Operation TAOHID III in Nord-Baghlan zu Beginn des Ramadan (11.8.) mit verminderten Kräften die Überbrückungsmission MAHTAP-E KAMAL ab 20.8., Schwerpunkt Informationsgewinnung.

16.08. in Qal-Ah-Ye-Zal/Kunduz ein Kind durch IED getötet, 3 verwundet. In Zar-Khaid-e Olya/Kunduz 6 Militante, darunter ein ausländischer Kämpfer getötet.

15.8. im Dorf Mullah Qolie in Dasht-i Archi/Kunduz Liebespaar von Taliban zu Tode gesteinigt. Der 28-jährige Abdul Qayom und die 23 (20)-jährige Sedeqa seien seit Tagen wegen „unsittlicher Beziehungen“ von Taliban gesucht worden. Lt. Spiegel online (16.8.) kamen ca. 100 Taliban auf Motorrädern ins Dorf. Die Dorfbewohner seien über die Lautsprecher der Moschee zusammengerufen worden. Auf dem Marktplatz seien die beiden eine Stunde lang gesteinigt worden. Der noch lebende Mann sei durch drei Kopfschüsse getötet worden.  BBC berichtet von 1.000 Zuschauern. Lt. Amnesty International ist dies der erste belegte Fall einer Steinigung in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban 2001.

14.08. in Kunduz Feuerposition der Taliban durch Panzerabwehrrakete zerstört, nachdem die Stellung durch eine LUNA in einem Compound identifiziert worden war. 8 m nordwestlich des PRT Kunduz Beschuss deutscher Kräfte des neuen Ausbildungs- und Schutzbataillons mit RPG und Handwaffen, keine eigenen Personenschäden. Anfängliche Meldung von 2 getöteten Militanten nicht bestätigt.

13.08. Angriff von 80 Militanten auf Polizeistation/Distriktverwaltung in Ali Abad/Kunduz, einstündiges Feuergefecht, ein Polizist und 5 Militante getötet. Anschließend Abu Baquir, „dual hatted Taliban sub-commander and Al Qaida group leader„in Kfz zusammen mit anderem Militanten durch ein „air weapon team“ (US-Kampfhubschrauber) getötet; anfänglich war die Rede von einem Sub-Kommandeur der IMU. Zum 2. Mal innerhalb eines Monats berichtet ISAF von einem solchen „Doppel-Hut“-Kommandeur. Abu Baquir soll 4 Selbstmordattentäter beherbergt haben, in Planung und Durchführung von zwei Selbstmordattentaten involviert gewesen sein (2. Juli in Kunduz gegen USAID-Partner, 5.8. 7 tote Polizisten in Imam Shahib). Al Qaidia-Zellen sollen in drei der 7 Kunduz-Distrikte aktiv sein: Ali Abad, Chahar Darreh, Kunduz. (LWJ 16.8.2010)

12.08. in Chahar Darreh/Kunduz bei Suche nach stellv. Taliban-Distriktkommandeur mehrere Aufständische gefangen genommen.

11.08. in Chahar Darreh/Kunduz 5 verdächtige Taliban gefangen genommen.

In Imam Shahib/ Kunduz der Geistliche Mawlawi Akbar in einer Moschee erschossen.

09.08. im Raum Kunduz dt. Drohne (Kleinfluggerät Zielortung KZO) abgestürzt.

08.08. im Raum Mazar CAS mit Show of Force.

07.08. abends in Imam Shahib/Kunduz der Chef der Bereitschaftspolizei der Provinz Kunduz zusammen mit 4 Gästen und einem Leibwächter in seinem Haus von Unbekannten erschossen.

Um 17.40 Ortszeit dt. CH-53 bei Flug von Meymaneh nach Mazar mit Handwaffen beschossen, keine Schäden.

06.08. 11.00 Uhr Ortszeit 12 km westlich PRT Kunduz dt. Patrouille mit Handwaffen beschossen, keine Schäden. Um 22.00 Uhr 8 km nordwestlich PRT dt. Kräfte beschossen. Keine Schäden.

05.08. in Imam Shahib/Kunduz 7 Polizisten getötet, 6 Polizisten und 5 Zivilpersonen verwundet, als ein Selbstmordattentäter einen Polizeikonvoi rammt.

04.08. in Chashandi/Balkh bei Angriff auf Parlamentskandidaten ein Leibwächter erschossen.

03.08. in Mazar-e Sharif/Balkh in den frühen Morgenstunden Überfall auf die Kabul Bank, Sechs Sicherheitsmännern die Kehle durchgeschnitten, Täter mit 200.000 Dollar und 3,5 Mio. Afghan (75.000 Dollar) entkommen. Es soll der erste Banküberfall in Mazar gewesen sein.

01. August in Kunduz Ausbildungs- und Schutzbataillon (ASB) in Dienst gestellt (2 Infanteriekompanien des PRT), volle Einsatzbereitschaft im Laufe August. Am Vormittag Rakete gegen das PRT Kunduz, Einschlag 200 Meter außerhalb ohne Detonation.

Juli

31. Juli im 1. Bezirk von Kunduznahe Gouverneurssitz spät abends 3 (2) Menschen durch Selbstmordattentäter getötet, darunter ein Polizist und 2 (1) Zivilpersonen, über 20 Zivilpersonen z.T. schwer verwundet.

Am frühen Morgen 18 km nördlich PRT Pol-e Khomri/Baghlan bei Verkehrsunfall 2 deutsche Soldaten verletzt.

Gegen 19.00 12 km nordwestlich PRT Pol-e Khomri Kräfte der dt. QRF mit RPG und Handwaffen beschossen, Feuer erwidert, CAS mit Show of Force, keine eigenen Personenschäden.

29.07. in Kunduz um 12.20 Ortszeit Beschuss einer dt. Transall kurz nach dem Start mit RPG und Handwaffen, keine Schäden.

Gegen 10.00 Uhr 4 km südwestlich PRT Pol-e Khomri/Baghlan 2 US-Soldaten durch IED z.T. schwer verwundet.

Mittags 35 km westlich PRT Mazar/Balkh bei Hinterhalt gegen US-Nachschubkonvoi eine Zivilperson getötet. 6 km westlich vom PRT Kunduz um 19.00 Ortszeit Beschuss einer dt. Patrouille mit Handwaffen, keine Schäden.

24.07. in Baghlan-e Jadid/Baghlan Taliban-Distriktkommandeur und zahlreiche Kämpfer gefangen genommen.

23.07. Chahar Darreh, LOC KAMINS/Kunduz, 22.30 – 03.30 InfKompanie des PRT Kunduz im Gefecht, keine eigenen Personenschäden

22.07.  Chahar Darreh LOC KAMINS/Kunduz abends, ca. einstündiger Feuerkampf, zwei leichtere Personenschäden

20.07. in Dakanah-ye Ghori/Baghlan Angriff auf Sitz des Distriktmanagers und mehrere ANP-Checkpoints, 6 Polizisten getötet, anschließend enthauptet.

10 km südwestlich PRT Kunduz IED gegen dt. Kräfte, keine Schäden.

In Dehdadi/Balkh feuert ANA-Soldat auf US-Ausbilder und ANA-Soldaten, 2 US-Ausbilder und ein ANA-Soldat sowie Schütze getötet.

In Kunduz zwei verdächtige Aufständische gefangen genommen. Die ISAF-Presseerklärung schildert den Ablauf: Zuerst an verdächtigem Objekt Lautsprecheraufforderung, keine Reaktion, Sicherheitskräfte dringen ein und nehmen zwei Verdächtige fest. „No shot were fired and the woman and children present were protected throughout the search.“ (Der Luftschlag von letzter Woche traf den Taliban-Kommandeur, der für den Angriff auf das Ariana-Hotel am 2.7. verantwortlich gewesen sei, und mit ihm eine Versammlung, die den neuen Schattengouverneur bestimmen wollte.)

In Chahar Darreh/Kunduz einige Militante getötet, einige mehr gefangen genommen.

19.07. 12 km südwestlich PRT Kunduz IED gegen dt. Kräfte, 4 leicht verwundet, Fuchs beschädigt.

18.07. in Chahar Darreh LOC KAMINS//Kunduz IED gegen dt. Kräfte, ein Dingo stark beschädigt, keine Personenschäden.

16.07. in Baghlan-e Jadid/Baghlan 10 – 15.00 dt. Kräfte der QRF bei Bergung eines Dingo mit RPG und Handwaffen aus allen Himmelsrichtungen beschossen, Gefecht (einmal Kampfentfernung 5 m), gezielte Zerstörung des Dingo, bei Rückmarsch erneuter Beschuss, ein ANA-Soldat getötet, keine eigenen Personenschäden.

15.07. in Dasht-e Archi/Kunduz 3 Taliban-Kommandeure und 7 Kämpfer durch Luftschlag getötet.

14.07. in Baghlan-i Jadid LOC PLUTO/Baghlan dt. Patrouille mit RPG und Handwaffen beschossen, brechen durch, Fennek beschädigt, keine Personenschäden.

In Burka/Baghlan Verteilung von „night letters“, in denen Mullahs drohend aufgefordert werden,  nicht an den kommenen Wahlen teilzunehmen, ANSF-Angehörigen, die im Kampf mit der Opposition gefallen sind, das Totengebet zu verweigern; Lehrerinnen werden aufgefordert, ihre Tätigkeit aufzugeben. (ANSO-Report No. 53, 15.7.2010)

13.07. in Kunduz 6 Militante durch Sicherheitskräfte getötet, Gefangennahme einer „großen Zahl“ an Taliban und Haqqani-Kämpfern einschließlich Kommandeur in Imam Shahib/Kunduz.

In Qal-e Zal/Kunduz muss Grenzpolizei Checkpoint nach Angriff aufgeben.

11.07. in Imam Shahib/Kunduz 9 afg. Grenzpolizisten bei Angriff auf Polizeiposten getötet, einer entführt.

In Qala-e Sal/Kunduz muss eine Pro-Regierungsmiliz ihren Checkpoint nach massivem Angriff aufgeben.

In Kasham/Badakhshan (westlich Feyzabad an der Straße nach Takhar/Kunduz) 5 Polizisten durch IED getötet. In Qala Zal/Kunduz Distriktgouverneur und Fahrer durch IED getötet.

10.07. 11 km westlich PRT Kunduz, LOC KAMINS nach 5.00 Uhr dt. Kräfte mit IED angegriffen, Dingo beschädigt. Bergekräfte mit IED angegriffen, Fuchs beschädigt, Beschuss aus ausgebauten Stellungen mit Handwaffen, 2 dt. Soldaten verwundet. Bei Bergung der beschädigten Fahrzeuge gegen 13.00 Uhr erneuter Beschuss mit RPG und Handwaffen; erstmalig zwei Sprenggranaten der Panzerhaubitze 2000 gegen Stellungen der OMF als show of force, Ende des Gefechts nach 16.00

47 km südlich des PRT Kunduz Beschuss dt. QRF-Kräfte mit Handwaffen, keine Personen- und Sachschäden.

Im Raum Kunduz CAS mit show of force und Präzisionsmunition.

(Zzt. 201 dt. Polizisten beim bilateralen Polizeiprojekt, bisheriger Höchsstand)

07.07. in Balkh 2 Haqqani-Kämpfer durch ANSF getötet. In Mazar/Balkh bei einer Operation internationaler Truppen mit Hubschraubern in Nähe des Teacher Training Center zwei der Räuberei beschuldigte Sicherheitsmänner erschossen und 3 Verdächtige verhaftet. In Reaktion darauf friedliche Demonstration vor dem UNAMA-Sitz. (Lt. ANSO-Report  No. 53 erste Operation internationaler Truppen in Mazar seit März 2009.)  Im Raum Kunduz CAS mit show of force.

06.07. 3 in Charah Darreh/Kunduz drei Militante bei vorzeitiger Bombenexplosion getötet. Im Raum Kunduz CAS mit show of force.

05.07. in Kasham/Badakhshan 2 Taliban-Kommandeure gefangen.

03.07. 50 km südwestlich PRT Kunduz dt. QRF-Kräfte mit zwei Raketen beschossen, keine Schäden.

02.07. in Kunduz ab 3.30 Angriff auf das Büro der US-Organisation Development Alternatives Inc. (Partner von USAID) im fünfstöckigen Gebäude des Hotel „Ariana“: ein Selbstmordattentäter auf Lkw sprengt die Außenmauer, 5 Schwerbewaffnete mit Selbstmordwesten stürmen in den Compound und eröffnen das Feuer; über mehrere Stunden Feuerwechsel mit afghanischen Sicherheitskräften: getötet werden sechs Angreifer, zwei afg. Sicherheitskräfte und zwei Ausländer (darunter ein Deutscher, andere sprechen von 3 brit. und einem dt. Sicherheitsmännern),  ca. 30 Verletzte. Nach 7.00 Uhr (lt. ANSO erst gegen 11.00) wieder unter Kontrolle. Die Taliban melden, sie hätten bei Attacke auf ein „training center“ 55 Ausländer getötet.

Vorläufige Schließung des „Deutschen Hauses“ in Kunduz aus Sicherheitsgründen.

10 km nordwestlich PRT Kunduz ISAF-Kräfte mit RPG und Handwaffen beschossen, keine Personenschäden.

1. Juli ca. 30 km nordwestlich PRT Kunduz 11.00 – 14.00 dt. Kräfte mit Panzerfäusten angegriffen, keine Schäden.

Juni

30.06. im Raum Kunduz CAS mit show of force

28.06. im Raum Kunduz CAS mit show of force

26.06. 8.00 Uhr im Bagh-e Shirkat Gebiet bei Kunduz Stadt 8 Militante mit Komandeur Mullah Usman in Versteck durch Luftschlag getötet.

23.06. in Chahar Darreh/Kunduz 8 Taliban durch ANSF und ISAF getötet.

22.06. in Kunduz Stadt Gesundheitsdirektor der Provinz und Chefarzt des Krankenhauses durch IED in der Privatpraxis getötet.

13 km westlich Kunduz dt. Soldaten durch IED angegriffen, Fuchs beschädigt. Im Raum Kunduz CAS mit Präzisionsmunition.

Sicherheit von Frauen  - AFP-Bericht aus Mazar 22.7.: „Die Atmosphäre ändert sich, Frauen auf den Straßen von Mazar verhüllen ihr Gesicht, ziehen sich unter ihre Burqas zurück, weil sie ein Näherkommen der Taliban fürchten“, so Hamid Safwat, Manager eines unabhängigen Hauses für notleidende Frauen.  Gefürchtet werde ein Friedensabkommen mit den Taliban auf Kosten von Frauenrechten. Human Rights Watch verweist darauf, dass Frauen heute in von Taliban kontrollierten Gebieten unter ähnlichen Bedingungen leben müssen wie zu Zeiten der Talibanherrschaft.

20.06. westlich Kunduz IED-Anschlag gegen Bundeswehrpatrouille, keine Personenschäden. Bei Abschleppversuch zweites IED ausgelöst, zwei (vier) Soldaten leicht verwundet.

(Kommandowechsel ISAF RC North von Brigadegeneral Frank Leidenberger an Generalmajor Hans-Werner Fritz, bisher Kommandeur Division Spezielle Operationen. Im ISAF-HQ Nord wird eine zivil besetzte Abteilung Stabilisierung aufgebaut.)

(US planen in Camp Marmal/Mazar den Bau eines Special Operations Headquarter für 100 Mio. $ mit Tactical Operation Center, Ausbildungseinrichtungen, Instandsetzung, Lazarett, Bauzeit ca. ein Jahr.)

19.06. 60 km südlich Feyzabad/Badakhshan IED-Attacke auf dt. Patrouille, 3 Soldaten und ein Übersetzer verwundet, Dingo beschädigt.

18.06. im Gortapa-Gebiet/Kunduz ein Dutzend Militante einschließlich des Gruppenkommandeurs Mullah Razaq bei einer Operation von ANSF und ISAF getötet.

In Aliabad/Kunduz zwei ANSF-Angehörige bei Überfall auf Kontrollposten getötet.

17.06. im Rahmat Bai Gebiet/Chahar Darreh/Kunduz 5 Mitglieder einer Pro-Regierungsmiliz bei Zusammenstoß mit Militanten getötet.  Auf dem Gefechtsfeld sei der Körper eines tschetschenischen Kämpfers gefunden worden. Laut Gouverneur Omar seien in der Provinz 1.000 Milizionäre angeworben worden. Lt. ANSO Issue 51 (1.-15.6.) Zunahme der Angriffe auf Pro-Regierungsmilizen: insgesamt 3 Kommandeure und 8 weitere Milizionäre in der ersten Junihälfte getötet, (vgl. 6.6.), zwei in Aliabad entführt und erhängt. 8 km südlich PRT Kunduz ein ANA-Soldat durch IED getötet.

16.06. frühmorgens in den Gebieten Gortepa und Padshah Qalandar/Kunduz 8 Militante durch Luftangriff und 4 im Gefecht getötet, darunter Kommandeur Qari Latif. Zwei US-Soldaten durch IED im Raum Kunduz getötet.

14.06. in der Provinz Kunduz unbekannte Zahl von Militanten gefangen genommen.

13.06. in Charah Darreh/Kunduz ca. 10 km westlich des PRT bei IED-Anschlag auf Bundeswehr-Patrouille 2 Soldaten verletzt, einer schwer.

9 km nordwestlich Kunduz 1 US-Soldat durch IED getötet, 3 schwer verwundet.

11.06. in Imam Shahib/Kunduz 128 kg Opium, 2.000 Schuss Munition und mehrere Gewehre und RPG`s beschlagnahmt, an Ort und Stelle vernichtet. Im Raum Kunduz CAS durch show of force.

10.06. in Baghlan ANA-Soldat auf Heimaturlaub in getötet und nachtäglich öffentlich aufgehängt.

09./10.06. in Taloqan/Takhar Demonstrationen, nachdem in einer TV-Sendung einer US- und einer norwegischen Organisation (Church World Service, Church Aid) Missionierung vorgeworfen worden war. Am 09.06. friedliche Demo von einigen Hundert Studenten. Am 10.6. Demo von ca. 1.000 Koranschülern und Bürgern, die durch eine Gruppe von extremistischen Mullahs eine Stoßrichtung gegen Ausländer und Regierung bekam. Die Menschenmenge zog zu dem kleinen deutschen ISAF-Stützpunkt (Provincial Advisory Team), Steine wurden geworfen, die afghanischen Wachen gaben Warnschüsse in die Luft ab. 7 Demonstranten wurden verhaftet, 4 verwundet. (ANSO 51) 5.-10.6. Operation von ca. 400 ANSF und 400 ISAF Kräften in den Distrikten Khwaja Bahawuddin, Darqad und Yangi Qala der Provinz Takhar.

Anfang Juni lt. ANSO 51 im Distrikt Dahan-e Ghori/Baghlan sechsstündiges Gefecht nach Überfall auf einen ANP Konvoi, wobei ein Polizist getötet.

09.06. 9 km südwestlich Kunduz 2 IED`s gegen Bundeswehrkonvoi, auch RPG, ein Soldat leicht verwundet. CAS mit show of force im Raum Kunduz, Konvoischutz, Abwurf von Flares im Raum Mazar.

08.06. frühmorgens Beschuss des PRT Kunduz mit Rakete, Einschlag außerhalb, keine Personenschäden. Im Raum Kunduz CAS mit show of force.

06.06. in Khanabad/Kunduz 3 Personen durch IED getötet, darunter eine regierungsnahe Führungsperson. Kurz nach Mitternacht mehrere US-ISAF-Hubschrauber über Archi/Kunduz mit Handwaffen und RPG beschossen, keine Schäden. Im Raum Kunduz CAS mit show of force.   Abends Abschuss einer Rakete auf das Plateau Kunduz, keine Schäden.

Mai

31.05. in Baharak/Badakhshan 3 Militante durch Polizei getötet, weitere gefangen genommen.

Kurz vor Mitternacht Beschuss des PRT Kunduz mit Rakete, Einschlag 150 m außerhalb des PRT, keine Schäden.

31.5. in Baghlan-i Jadid/Baghlan Gefangennahme des gerade eingesetzten Taliban Schatten-Gouverneur von Baghlan durch ANSF und ISAF Kräfte, 5 Militante getötet und 15 gefangen genommen. Der ungenannte Taliban Gouverneur sei nur zwei Tage im Amt gewesen. Sein Vorgänger Mullah Rohullah wurde durch einen Luftangriff am 29. Mai getötet. Er war Anfang Mai ernannt worden. Der Schatten Gouverneur von Samangan wurde am 20. Mai verhaftet, der Schatten Gouverneur von Kunduz sei lt. afg. Offiziellen am 26. April getötet worden sein. Im Februar verhafteten pakistanische Behörden die Schatten Gouverneure von Kunduz und Baghlan. Im September 2009 nahm die Polizei den Schatten Gouverneur von Bamyan gefangen.  (LWJ 2.6.2010)

30.05. in Daraim, Ditrikt Argu//Badakhshan 6 Polizisten durch IED in Fahrzeug getötet, als sie unterwegs waren zu einer Eradication-Operation (Vernichtung von Mohnfeldern). In dieser Größenordnung bisher schwerster Sicherheitsvorfall in Badakhshan.

29.05. in Baghlan-e Jadid/Baghlan Taliban Schattengouverneur Rohullah und 11 Kämpfer in Fahrzeug durch Luftschlag getötet.

28.05. im Raum Kunduz CAS mit Präzisionsmunition.

26.05. im Raum Kunduz CAS mit show of force, Flares

25.05. nach 06.00 bei Isa Khel/Chahar Darreh/Kunduz 5 km westlich des PRT 2. InfKp des PRT  über zwei Stunden in Feuergefecht, rund 60 Aufständische im Raum, CAS mit Show of Force und vier GBU-38-Bomben; keine eigenen Personen- und Sachschäden, mehrere Militante getötet und verwundet.

23.05. in Kunduz/Kunduz IED-Anschlag auf Bundeswehrkräfte, keine Personen- und Sachschäden.

20.05. 14 km nördlich PRT Kunduz dt. Dingo von IED beschädigt, keine Personenschäden.

Am Abend 8 km südlich des PRT Feyzabad dt. Patrouille mit RPG und Handwaffen beschossen, Feuerwechsel, keine eigenen Personen- und Sachschäden.

In Samangan Verhaftung des Taliban-Schattengouverneur Mulla Gulistan bei Fahrzeugkontrolle, in Baghlan-e Jadid/Baghlan  Verhaftung eines Taliban Kommandeur und eines weiteren Militanten.

(US-Verstärkung: Erste Aufwuchsphase Mitte Mai abgeschlossen: zzt. ca. 3.600 US-Soldaten in RC North, vor allem Fernmelde, Pioniere, Trainerbrigade. Im Juli zusätzlich Heeresfliegerbrigade.)

(Ab Mitte Mai Verlegung von insgesamt 3 Panzerhaubitzen 2000 nach Kunduz)

19.05. in der Provinz Kunduz Beschuss von Bundeswehrkräften mit Handwaffen, keine eigenen Schäden.

18.05. in Chahar Darreh/Kunduz OMF-Angriff mit RPG und Handwaffen auf Bundeswehrkräfte, keine Personen- und Sachschäden.

(Das „Country Summary“ des ANSO REPORT 1-15 May 2010, Issue 49, behandelt vor allem die verschlechterte Sicherheitslage auf den Straßen in den Provinzen Kunduz, Baghlan und Balkh sowie verstärkte OMF-Angriffe auf die Kommunikation von Regierungskräften und ISAF. Nach einer Angriffsserie gegen Mobifunkmasten in den letzten drei Wochen ist das Mobilfunknetz in größten Teilen der Provinz Kunduz zwischen 18.00 Uhr und 5.00 Uhr stillgelegt.  In den letzten Jahren hatte es schon Einschüchterungskampagnen gegen Betreiberfirmen gegeben, um von diesen illegale „Steuern“ zu bekommen. In dieselbe Richtung („counterintelligence“) zielte die kürzliche Entführung und Exekution von 5 Zivilpersonen in den Distrikten  Imam Shahib und Kunduz (Provinz Kunduz) „wegen Spionage“.)

15.05. Chahar Darreh, LOC KAMINS/Kunduz, ab ca. 13.00Hinterhalt, mehrstündiges Gefecht (bis 30 m Kampfentfernung), keine eigenen Personenschäden

in Khush Tepa/Jowzjan bei Sprengstoffanschlag ein afg. Polizist getötet.

14.05. in Pul-e Khomri/Baghlan bei Feuergefecht ein afg. Soldat getötet.

12.05. im Dorf Kharid-e Olya/Kunduz mehr als zwei Dutzend Militante durch afghanisch-internationale Sicherheitskräfte getötet. Die Militanten sollen einen größeren Angriff vorbereitet und vorher aus einer Moschee und umgebendem Waldgebiet auf die Sicherheitskräfte gefeuert haben.

In derselben Nacht bei Kämpfen in Gul Bagh/Chahar Darreh/Kunduz mehrere ausländische Kämpfer getötet. Nach afgh. Offiziellen bei beiden Kämpfen insgesamt 41 Militante getötet.

11.05. in Kasham/Badakhshan Raketenangriff (ca. 20 RPG`s!)  auf ein staatliches Gästehaus in, ein Polizist verwundet, Gebäude beschädigt.

In Kunduz 30 Schülerinnen in Hospital eingeliefert nach mutmaßlicher Gasattacke.

10.05. in Chahar Darreh/Kunduz bei Durchsuchung mehre Taliban-Kämpfer gefangen genommen. Warnung des Gouverneur der Provinz Balkh, Mohammed Atta: Wenn die Aufständischen in Kunduz und Baghlan nicht bekämpft würden, drohe auch eine Destabilisierung der nordwestlichen Nachbarprovinzen.

08.05. in Chahar Darreh/Kunduz 6 Militante durch afgh. und Koalitionstruppen getötet, dabei 6 IED gefunden.

06.05. Kunduz,  Befehl der Taliban an Betreibergesellschaften in der Provinz Kunduz, nachts das Mobilnetz abzuschalten.

04.05. bei Gul Baq in Chahar Darreh/Kunduz dt. Patrouille mit Handwaffen beschossen, keine eigenen Personenschäden.

In Archi/Kunduz Hinrichtung eines angeblichen „Spions“ durch Taliban. 

03.05. westlich Kunduz dt. Kräfte mehrfach mit RPG beschossen; Einsatz Schützenpanzer Marder, Unterstützung durch ANA und US-Kräfte, keine eigenen Schäden. CAS/Show of Force bei Kunduz.

April

29.04. in Chahar Darreh/Kunduz ein Distriktchef der Taliban durch afgh. Kräfte getötet.  CAS/Show of Force im Raum Kunduz.

27.04. in Archi/Kunduz 3 Zivilpersonen durch Raketenangriff getötet.

26.04. in der Provinz Kunduz der Taliban-Schattengouverneur und 2 Gehilfen durch Luftangriff gegen ihr Fahrzeug getötet.

25.04. in Kunduz erkrankten 13 Schülerinnen, am 24.4. 47, am 21.4. 23, nachdem in ihren Klassenräumen ein fremder Geruch bemerkt worden war. Die drei Schulen liegen in einem Umkreis von 3 Kilometern. Untersuchungen laufen, ob es sich um einen Angriff von Militanten gegen Mädchenschulen handelte oder eine Massenhysterie.

24.04. in Imam Shahib/Kunduz nach Taliban-Überfall auf zwei Dörfer 8 Militante getötet.

Im Nachbardistrikt Archi/Kunduz 13 Militante durch  Luftangriff getötet. Lt. Provinzgouverneur seien 100 ausländische Kämpfer in die Provinz eingedrungen.

23.04. im Raum Kunduz CAS/Show of Force

22.04. im Raum Kunduz CAS durch F-15E, B-1B und F-16C mit Show of Force und Präzisionsmunition

Provinz Baghlan: An der andauernden Operation TAOHID II des 209. ANA Corps sind ca. 2.800 Soldaten und Polizisten beteiligt, davon 600 ISAF (mehr als 100 dt.). Ziel: Einnahme von Ortschaften, die von Militanten genutzt werden. Erstmaliger Einsatz von Kampfhubschraubern Mi-35 des ANA Air Corps.

20.04. 30 km westlich von Feyzabad dt. EAGLE IV auf Rückfahrt von TAOHID II in Verkehrsunfall verwickelt, 4 Soldaten verletzt. Im Raum Kunduz CAS/Show of Force.

19.04.  in Ali Abad/Kunduz 8 afgh. Angestellte einer Baufirma (Straßen + Brücken) entführt. Im Raum Kunduz CAS mit Show of Force und Präzisionsmunition gegen feindliche MG-Stellung.

18.04. in Baghlan-e Markazi/Baghlan 20 Taliban durch afgh. und Koalitionskräfte getötet, 112 verwundet.

17.04. in Raum Kunduz CAS mit Show of Force und Präzisionsmunition gegen feindliche Stellung

15.04. in der Provinz Baghlan  vier Bundeswehrsoldaten getötet: im Rahmen der Operation TAOHID II im Distrikt Baghlan-E Jadid (ca. 100 km südlich Kunduz) gegen 14.30 Ortszeit IED gegen Eagle IV als letztes Fahrzeug einer Marschkolonne, die an der „Dutch Bridge“ gehalten hatte; drei deutsche Soldaten (dt. OMLT eines ANA-Bataillons aus Feyzabad) getötet und 5 verwundet (innerhalb und außerhalb es Fahrzeugs). Nachmittags Angriff auf ANP-Hauptquartier des Distrikts Baghlan-E Jadid. Gegen 17.00 Uhr Entführung von 5 afghanischen UNAMA-Arbeitern bei der Kreuzung LOC Pluto und LOC Uranus nördlich Pol-E Khomri. Nach 18.00 Uhr zwei weitere Angriff auf dt. Kräfte (Bergekräfte aus Mazar) 8 km nördlich PRT Pol-E Khomri, ein YAK des beweglichen Arzttrupps getroffen, ein Oberstabsarzt getötet.  Gefechte über 6 Stunden. Der Distrikt ist Hauptrückzugsraum von Aufständischen, bei vorherigen ANSF-/ISAF-Operationen massiv aus vorbereiteten Stellungen und mit IED verteidigt, OMF-Gruppen von bis zu 50 Mann gegen ANSF. Ziel der Operation TAOHID: Kontrolle über wichtige Brückenübergänge zurückgewinnen, eigene Bewegungsfreiheit auf der strategisch zentralen Nord-Süd-Verbindung halten. Erste Phase Rückgewinnung der Dutch Bridge und des Raumes um Kuk Chenar.  TAOHID zzt. Schwerpunktoperation des 209. ANA Korps und des RC North mit 4 Infanteriekandaks (Bataillon)  und 2 Logistikkandaks sowie ANP, dabei die entsprechenden OMLTs, schwedische Task Force, deutsche Soldaten insgesamt über 100.

Zahlreiche US-Kampfflugzeuge in CAS durch Show of Force als Begleitschutz für Patrouillen, medizinische Evakuierung.[1]

(Im PRT Feyzabad Kommandowechsel von Oberst Martin Lütje an Oberst Fritz Urbach)

10.04. westlich von Kunduz bei OMF-Angriff auf ANA ein Soldat getötet.

11.04. gegen 9.30 Ortszeit von ca. 5 km südlich PRT Kunduz 4 Raketengeschosse  über`s Feldlager,  nördlich eingeschlagen, keine Schäden.

(Zzt. über 3.100 zusätzliche US-Soldaten in der Region Nord. US-Trainerbrigade für ANP und US-Pionierbataillon fast vollzählig. Mit der Combat Aviation Brigade werden insgesamt 57 US-Hubschrauber dem RC North unterstellt, davon 18 für mediz. Evakuierung. Weitere 8 unterstehen nationalem US-Kommando.

10.04. im Raum Kunduz CAS/Show of Force

09.04. 4 km nördlich PRT Kunduz ein  dt. „Wolf“ durch IED beschädigt.  Ca. 1 km westlich des PRT Kunduz zwischen 17.00 und 17.30 Uhr 6 Raketen- bzw. Granateneinschläge, keine Schäden. In der Nacht zuvor bei Isa Khel/Chahar Darreh/Kunduz lt. Gouverneur durch US Spezialkräfte 3 Taliban getötet, darunter ein Kommandeur.

06.04. westlich Ludin/Kunduz Stadt bei Durchsuchung eines Compound ein Taliban Facillitator (early warning system) gefangen genommen.

05.04. südwestlich Kunduz bei Durchsuchung eines Compound zwei verdächtige Militante festgenommen. Lt. ISAF Operational Update vom 6.4. keine Schüsse, keine afg Bürger in Mitleidenschaft gezogen; in letzten Monaten seien viele Koalitions-Operationen relativ friedlich verlaufen; der Gebrauch  tödlicher Gewalt sei gemieden worden.  CAS mit show of force im Raum Kunduz.

03.04. in Kunduz höherer Polizeioffizier Abdul Latif auf dem Weg zur Arbeit von unbekannten Bewaffneten erschossen.  Bei Raketenangriff auf das Distrikt-Hauptquartier von Archi/Kunduz ein Kind getötet und zwei Frauen verletzt.

02.04. Schweres Gefecht in Chahar Darreh/Kunduz („Karfreitagsgefecht“): 1. Infanteriekompanie des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf/Niedersachsen gerät gegen 13.00 Uhr Ortszeit bei Isa Khel ca. 5 km westlich des PRT Kunduz bei der Aufklärung von Sprengfallen (ISD-sweep) in einen Hinterhalt, Beschuss durch ca. 30-40 Taliban mit Handwaffen und Panzerfäusten, 3 dt. Soldaten verwundet, davon zwei schwer. Beim Ausweichen der 1. Kompanie gerät um 14.50 Uhr ein Dingo auf Sprengfalle, 4 Soldaten verwundet. (Dingo schwer beschädigt, durch eigene Kräfte zerstört.) Gefechte zwischen Taliban und 1. Kompanie bis gegen 17.00 Uhr, 4 weitere Soldaten verwundet. Parallel gegen 15.35 Angriff von weiteren ca. 40 Taliban auf die nördlich liegende Polizeistation Chahar Darreh, Gefahr der Abschneidung der Kompanie vom PRT. Verwundetenevakuierung durch US-Hubschrauber, die beschossen werden. Von den insgesamt 9 verwundeten Bundeswehrsoldaten sterben  drei an ihren Verwundungen. Es sind Hauptgefreiter Martin Augustiniak (28), Hauptfeldwebel Niels Bruhns (35), Stabsgefreiter Robert Hartert (25). Überwachung des Gefechtsgebietes mit Drohnen (KZO und LUNA). CAS mit show of force durch US F-16-C und F-15-E, kein Waffeneinsatz wegen schlechter Witterung (zeitweilig Sandsturm) und mangelhafter Unterscheidbarkeit. Gegen 21.00 Uhr Ablösung  der 1. Kompanie durch 2. Kompanie. Nach 19.40 Uhr Zwischenfall mit zur Ablösung kommenden drei Schützenpanzer Marder: Als zwei Zivilfahrzeuge nicht auf Haltesignale reagieren, eröffnet ein Marder das Feuer. Dabei werden 6 ANA-Soldatengetötet.  Lt. afg Geheimdienst sollen mindestens 5 Taliban getötet worden sein, darunter ein lokaler Kommandeur.  Reuters bringt Fotos, wo Taliban vor einem brennenden dt. Militärfahrzeug am 3.4. in Isa Khel posieren. Im STERN vom 15.4. minutiöse Darstellung des Gefechtsverlaufes durch Christoph Reuter.

Ein japanischer Journalist im Raum Kunduz  entführt.

Am 1. April Beendigung der Operation TAOHID (seit 27.3.) in der Provinz Baghlan

März

31.03. im Raum Kunduz CAS mit show of force für verbündete Bodentruppen, die unter Beschuss

30.03. im Raum Kunduz CAS mit show of force für verbündete Bodentruppen

29.03. im Raum Kunduz CAS mit show of force für verbündete Bodentruppen

(Beim PRT Kunduz Kommandowechsel von Oberst Kai Rohrschneider an Oberst Reinhardt Zudrop)

24.03. 35 km nordöstlich Kunduz ziviler, für US-Streitkräfte fliegender Mi-8-Hubschrauber  mit 13 Personen nach Beschuss mit Handwaffen notgelandet; am Boden von Militanten mit Handwaffen beschossen; keine Personenschäden.

20.03. mittags  dt. Soldaten bei Rahmat Bay/Kunduz mit Handwaffen und Panzerfäusten beschossen, keine Personen- und Sachschäden.

17.03. 10 km südwestlich Kunduz (Rahmat Bay) dt. Soldaten der QRF und Schutzkompanie mit Handwaffen und Panzerfäusten beschossen, Feuer erwidert, CAS mit show  of force, keine eigenen Schäden.

15./16.03. 5-10 km westlich und südwestlich PRT Kunduz andauernde Gefechte: Bei Isa Khel Beschuss mit Handwaffen und Panzerfäusten, drei Füchse getroffen, Mörserunterstützung durch ANA, Beschuss des Polizeihauptquartiers von Chahar Darreh; insgesamt 4 (!) dt. Kompanien involviert, keine eigenen Verwundeten.

15.03. in Daulatabad/Balkh ein Taliban Kommandeur und 4 Mitkämpfer verhaftet, umfangreiche Waffenfunde. CAS mit show of force.

13.03. US-Hubschrauber  UH-60 in Nähe des Flugfeldes Kunduz mit Handwaffen beschossen und zweimal getroffen, keine Personenschäden.

12.03. bei Kunduz CAS mit show of force.  Nähe Flugfeld Kunduz dt. Transall mit Handwaffen beschossen, keine Schäden. Abends Beschuss des Plateaus Kunduz mit 3 Raketen, keine Schäden.

11.03. dt. CH-53 ca. auf Flug von Mazar nach Meymaneh 20 km westlich von Sar-e Pol mit Handwaffen beschossen, leichte Treffer, Flug fortgesetzt.

10.03.  im Taloka Gebiet/Kunduz bei Überfall auf ANP-Außenposten ein Polizist getötet, einer verwundet.  CAS mit show  of force im Raum Kunduz.  Dt. CH-53-Hubschrauber im Flug von Pol-e Khomri nach Mazar bei Baghlan mit Handwaffen beschossen, leichte Treffer, Flug fortgesetzt. Hiermit beginnt erstmalig eine Serie von Attacken auf Hubschrauber, die bisher alle glimpflich verlaufen.

09.03. 5 km nördlich Baghlan Teile der dt. QRF mit Handwaffen beschossen, keine Schäden.

In der Provinz Kunduz CAS mit Präzisionsmunition.

08.03. 50 km  südwestlich Kunduz dt. Soldaten mit Handwaffen beschossen, keine Personenschäden. 3 km westlich Taloqan afg Zivilperson durch Bundeswehr-Fuchs erfasst, Opfer stirbt am Unfallort.

06./7.03. in Baghlan-e Markazi/Baghlan Kämpfe zwischen Taliban und Hezb-i-Islam Gulbuddin (HIG) Kämpfern(je um 100), um 50 Tote.  Dies sollen die ersten Kämpfe zwischen den sonst verbündeten Gruppen sein. Hintergrund soll die Rivalität um die Kontrolle über einige Dörfer und die damit verbundenen „Steuereinnahmen“ sein. Bis zum 8.3. ergeben sich in Baghlan mehr als 120 HIG Kämpfer den Autoritäten. Seit dem Wochenende kamen in Kämpfen zwischen Taliban und HIG insgesamt 60 Militante und 20 Zivilpersonen um`s Leben.

(06.03. Aufnahme der Polizeibasisausbildung (8 Wochen, 100 Teilnehmer) im Police Training Center Kunduz durch deutsche Polizisten. Im Laufe des Jahres Aufwuchs auf 200 Teilnehmer)

05.03. südwestlich Kunduz Beschuss von Teilen der QRF bei Gesprächsaufklärung mit Handwaffen und Panzerfäusten, ein Soldat leicht verwundet. CAS und Mörser zur show of force, mehrere Gegner getötet.

Am 3. März Entführung eines Milizenführers und 3 Milizionäre in Qala-i Zal/Kunduz

(…)

Januar

(Aufwuchs der US-Streitkräfte im RC North bis August auf 5.000: u.a. um ein Infantry Brigade Combat Team (Trainingsbrigade für ANP + ABP) und eine Combat Aviation Brigade mit ca. 70 Kampf-, Transport- und MEDEVAC-Hubschraubern (Vervielfachung der bisherigen Hubschrauberkapazitäten im Norden). Im Januar zusätzliche dt. Infanteriekompanie nach Kunduz (u.a. 5 Schützenpanzer Marder))



[1] Luftnahunterstützungseinsätze (CAS) im Regionalkommando Nord als Show of Force und mit Waffeneinsatz: 2/0 in 2006, 2/0 in 2007, 21/0 in 2008, 30/9 in 2009, 6/2 in 2010 bis 15.4. (Antwort Bundesregierung Kleine Anfrage Linke 17/1729)


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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