    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Aus aktuellem Anlass: RÃ¼ckblick: EUFOR 2006</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=81%2B131&amp;aid=704</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">DR Kongo + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=120">Internationale Politik und Regionen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=74">Afrika</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=131">DR Kongo</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=81">Bericht</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=131-81">Any of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Aus aktuellem Anlass: RÃ¼ckblick: EUFOR 2006         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 24. Mai 2008 15:13:45 +02:00 (146388 Aufrufe)            </div>
            <div>    Einige RÃ¼ckblicke auf die EU-Mission EUFOR im Jahre 2006 und die deutsche Politik dazu:</div>
            <div>      
<p align="center">
<strong>RÃ¼ckblick: EUFOR 2006 </strong>
</p>
<p align="center">
(AuszÃ¼ge aus meinen Kurzmeldungen)
</p>
<p>
22.12.2006
</p>
<p>
Interview mit WDR 2 zum <strong>Kongo-Erfolg</strong>: Die EUFOR-Mission - vor einem halben Jahr hierzulande hoch umstritten - bekommt nun im WDR von interviewten Kongolesen wie dem deutschen Reporter vor Ort Bestnoten. Dieser wichtige Schritt weg vom Kriegs-Kongo in Richtung von mehr Friedenschancen ist eine Gemeinschaftsleistung, zu der die bewundernswert engagierte WahlbevÃ¶lkerung und vitale Zivilgesellschaft im Kongo gemeinsam mit der Internationalen Gemeinschaft, mit MONUC, EU und EUFOR beigetragen haben. Manche sprechen von einem irdischen â€žWunder&quot;. Jetzt muss die Internationale Gemeinschaft mit anderen UnterstÃ¼tzungen am Ball bleiben - z.B. UnterstÃ¼tzung der Sicherheitssektorreform durch die EU und nun auch mit deutscher Beteiligung. Sonst bliebe der bisherige Erfolg eine teure Eintagsfliege und kann der Kongo wieder zurÃ¼ckrutschen. 
</p>
<p>
Der groÃŸe politische Erfolg entbindet nicht von der Notwendigkeit einer genauen Auswertung des Einsatzes. Seine Schattenseite war die dank einer unprofessionellen Privatfirma teilweise unzumutbare Unterbringung der Soldaten. Von der Bundesregierung ist ein Evaluationsbericht zugesagt.
</p>
<p>
Nach der ersten EU-Mission Artemis 2003 im Nordostkongo, wo eine vÃ¶lkermÃ¶rderische Entwicklung gestoppt wurde, ist EUFOR DRC die zweite erfolgreiche Friedenssicherungsmission der EU. Leichtsinnig wÃ¤re es allerdings, die knappen Zeiten und KontingentgrÃ¶ÃŸen dieser Mission als Vorbild zu nehmen. Denn bei aller Leistung hat man schlichtweg auch ein gerÃ¼ttelt MaÃŸ GlÃ¼ck gehabt. 
</p>
<p>
18.12.
</p>
<p>
<strong>Brief an die Minister Steinmeier und Jung und die Vorsitzenden der zustÃ¤ndigen AusschÃ¼sse. </strong>
</p>
<p>
<em>â€žder Wahlprozess in der Demokratischen Republik Kongo ist in einer Weise gelungen, wie es von vielen fÃ¼r kaum mÃ¶glich gehalten wurde. Manche Kongo-Kenner sprechen von einem regelrechten â€žWunder&quot;. </em>
</p>
<p>
<em>Dieser wichtige Schritt weg vom Kriegs-Kongo in Richtung von mehr Friedenschancen ist eine Gemeinschaftsleistung, zu der die bewundernswert engagierte WahlbevÃ¶lkerung und vitale Zivilgesellschaft im Kongo gemeinsam mit der Internationalen Gemeinschaft, mit MONUC, EU und EUFOR ihre unverzichtbaren Teile beigetragen haben.  </em>
</p>
<p>
<em>Am 5. Dezember durfte ich in KÃ¶ln-Wahn die feierliche BegrÃ¼ÃŸung von 121 aus dem Kongo zurÃ¼ckkehrenden deutschen und niederlÃ¤ndischen Soldaten durch den Verteidigungsminister und Generalinspekteur miterleben und mitmachen. Bisher hatte ich in dieser Flugzeug-Halle zweimal die RÃ¼ckkehr toter und verletzter Soldaten erlebt. Am 12. Dezember berichteten im ZIF deutsche Wahlbeobachter anschaulich von ihren vielfÃ¤ltigen  und insgesamt ermutigenden Erfahrungen im Kongo. </em>
</p>
<p>
<em>Was ich dort spontan anregte und im Verteidigungsausschuss sowie in der Bundestagsdebatte zum Wehrbeauftragten wiederholte, mÃ¶chte ich Ihnen auf diesem Weg vorschlagen. </em>
</p>
<p>
<em>Die Bundesregierung sollte mit UnterstÃ¼tzung des Bundestages bzw. der zustÃ¤ndigen AusschÃ¼sse eine Ã¶ffentliche Veranstaltung in Berlin durchfÃ¼hren, zu der die deutschen Wahlbeobachter, eine reprÃ¤sentative Delegation der Soldaten, deutsche MONUC-Mitarbeiter sowie andere Kongo-Engagierte (GTZ, katholische Kirche, Stiftungen, Hilfsorganisationen) und Vertreter der Internationalen Gemeinschaft eingeladen werden sollten. </em>
</p>
<p>
<em><u>Zweck der Veranstaltung:</u></em>
</p>
<ul>
	<li>- <em>Ã–ffentlicher Dank und Anerkennung fÃ¼r die von Bundesregierung/Bundestag Entsandten, die sonst in der Regel von unseren Dankesworten im Plenum wenig mitbekommen; </em></li>
	<li>- <em>Sichtbarmachen eines fÃ¼r die Stabilisierung unseres Nachbarkontinents Afrika bedeutsamen Erfolges angesichts einer Medienwelt, in der Ã¼blicherweise nur bad news als good news gelten, und angesichts der besonderen Strittigkeit des EUFOR-Unternehmens. </em></li>
	<li>- <em>Nach der besonderen Aufmerksamkeit fÃ¼r den Kongo vor und wÃ¤hrend EUFOR muss etwas von der Aufmerksamkeit gehalten und nach vorne gerichtet werden. Die kongolesische Politik, Zivilgesellschaft und BevÃ¶lkerung brauchen weitere und andere UnterstÃ¼tzung. Sie jetzt allein zu lassen, wÃ¼rde den jetzigen Wahl-Erfolg zur Eintagsfliege degradieren und solchen MÃ¤chten das Feld zu Ã¼berlassen, die vor allem an der Ausbeutung des Kongo interessiert sind. </em></li>
</ul>
<p>
<em>Leistung, Erfolg und Perspektiven werden umso besser Ã¼berkommen, je anschaulicher, persÃ¶nlicher und ehrlicher mit der zivilen, diplomatischen und militÃ¤rischen WahlunterstÃ¼tzung umgegangen wird. </em>
</p>
<p>
<em>Durch Videosequenzen oder Kurzstatements kÃ¶nnten Geschichten + Bilder + Menschen prÃ¤sentiert werden, die â€žhÃ¤ngen bleiben&quot;. Angesichts der teilweise erheblichen Probleme in EUFOR-Liegen-schaften und der Tatsache, dass bei aller ProfessionalitÃ¤t der internationalen Wahlabsicherung der Faktor â€žGlÃ¼ck gehabt&quot; auch eine Rolle gespielt hat, wÃ¤re eine bloÃŸe Jubelveranstaltung eher kontraproduktiv. Eine solche Veranstaltung soll die notwendige und zugesagte Evaluation des Einsatzes ja keineswegs ersetzen.  </em>
</p>
<p>
<em>Von Seiten des Parlaments sollten die primÃ¤r zustÃ¤ndigen AusschÃ¼sse (AuswÃ¤rtiges, Verteidigung, Entwicklung) sowie die Parlamentariergruppe reinbezogen sein. </em>
</p>
<p>
<em>Ich wÃ¤re Ihnen auÃŸerordentlich dankbar, wenn Sie den Vorschlag aufnehmen, wenn Bundesregierung und Abgeordnete gemeinsam diese gute Chance nutzen wÃ¼rden.  Es wÃ¤re auch ein wichtiger Akzent </em>
</p>
<p>
<em>in der gegenwÃ¤rtigen sicherheitspolitischen Diskussion, in der ErnÃ¼chterung und Zweifel gegenÃ¼ber deutschen Beteiligungen an internationalen Krisenengagements wachsen. </em>
</p>
<p>
(Am 22.1.2007 antwortet Minister Jung: Die Anregung wird in Abstimmung mit dem AA begrÃ¼ÃŸt. Als Veranstalter wird aber das Parlament empfohlen. Da das Parlament nicht Ã¼ber die auseichenden KapazitÃ¤ten fÃ¼r ein solches Unternehmen verfÃ¼gt, ist der Vorschlag damit gestorben. Inzwischen dominiert der Streit um die Entsendung von Tornado-AufklÃ¤rern die sicherheitspolitische Aufmerksamkeit und Diskussion.)    
</p>
<p>
26.9. 
</p>
<p>
<strong>2. Kongo-Besuch</strong>: Empfang durch den kongolesischen Verteidigungsminister Dr. Adolphe Onusumba. Dank UPI-Eskorte gelangt der Konvoi sehr zÃ¼gig Ã¼ber den sonst berÃ¼chtigt vollen Bvd. Lumumba ins Zentrum zum Force Headquarter von EUFOR  und Briefings durch Force Commander, den frz. Generalmajor Damay und seinen Stellvertreter, den dt. Flottillenadmiral Bess. 
</p>
<p>
GesprÃ¤ch mit PrÃ¤sidentschaftskandidat Jean-Pierre Bemba. Im Unterschied zu unserem Treffen im April tritt er jetzt seriÃ¶s und weniger bedrohlich auf. Das GesprÃ¤ch mit PrÃ¤sident Kabila fÃ¤llt wg. des bekannten Organisationschaos im PrÃ¤sidentenumfeld kurzfristig aus. 
</p>
<p>
GesprÃ¤ch in der dt. Botschaft mit Vertretern von GTZ, Konrad-Adenauer- und Hans-Seidel-Stiftung, dem Evang. Entwicklungsdienst und einem Steyler Missionar. 
</p>
<p>
Deutlich wird: Die BevÃ¶lkerung hat beim Wahlprozess sehr engagiert und ernsthaft mitgemacht, die Wahlbeteiligung von 70% unter den Kongo-Bedingungen ist bewundernswert. (Hierzu hÃ¶rte ich inzwischen auch etliche positive Berichte von Wahlbeobachtern). Die AuszÃ¤hlung klappte vor allem dank sÃ¼dafrikanischer technischer Hilfe bis auf einzelne AusreiÃŸer insgesamt ordentlich. Dass Kabila nicht im ersten Wahlgang gewann, entkrÃ¤ftete den Parteilichkeitsvorwurf gegen EUFOR und fÃ¼hrte zu einem groÃŸen GlaubwÃ¼rdigkeitsgewinn fÃ¼r EUFOR. 
</p>
<p>
Die Auseinandersetzungen vom 21. August bewiesen schlieÃŸlich die Notwendigkeit des EUFOR-Einsatzes und die Richtigkeit, ihn auf Kinshasa zu konzentrieren. 
</p>
<p>
WÃ¤hrend AuÃŸenminister Steinmeier noch kein Mal den Kongo besuchte, tritt Minister Jung bei seinem 2. Kongo-Besuch deutlich als ein Ressortminister auf, der immer wieder betont, dass die Bundes-wehrsoldaten zu Weihnachten wieder zu Hause seien, dass also am 30. November Schluss sei. Dieser Wunsch ist so berechtigt wie verkÃ¼rzt. Denn die Betonung dieses nationalen Interesses entbindet ganz und gar nicht von dem europÃ¤ischen und internationalen Interesse an einem friedlichen Abschluss des Wahlprozesses bis zur AmtseinfÃ¼hrung des PrÃ¤sidenten. Wie das von VN + MONUC, von EU und Deutschland gewÃ¤hrleistet werden kann, bleibt auÃŸen vor. Damit werden peinliche Zwangslagen in November/Dezember begÃ¼nstigt.    
</p>
<p>
1.6.
</p>
<p>
Rede bei der zweiten Bundestagsdebatte zur <strong>deutschen Beteiligung an der</strong> <strong>EU-Kongo-Mission</strong> EUFOR als zweiter Fraktionsredner nach Fritz Kuhn (Redetext unter <a href="/">http://www.nachtwei.de/</a>). Ich stelle klar: SelbstverstÃ¤ndlich geht es nicht darum, die Konflikte im Kongo militÃ¤risch zu lÃ¶sen. Aber wie es auf Dauer keine Sicherheit ohne Entwicklung gebe, so gebe es keinen Aufbau ohne ein MindestmaÃŸ an Sicherheit. Hierzu solle EUFOR die groÃŸe VN-Truppe MONUC in der kritischen Wahlphase vor allem in der Hauptstadt unterstÃ¼tzen. Die Kongo-Mission ist der umstrittenste Bundeswehreinsatz seit Afghanistan 2001. Ich setze mich mit den HaupteinwÃ¤nden auseinander, EUFOR sei   Ã¼berflÃ¼ssig, eine EU-Showveranstaltung, abenteuerlich. Zu den â€žniederen BeweggrÃ¼nden&quot;, die EUFOR von Kritikern unterstellt werden, komme ich angesichts der knappen 5 Minuten Redezeit nicht mehr. Mit einem bunten Hemd aus einem Demobilisierungscamp von CONADER (Kommission fÃ¼r Demilitarisierung, Demobilisierung und Reintegration) illustriere ich, worauf es nach den Wahlen entscheidend weiter ankommt: verstÃ¤rkte Demobilisierung, Reform von Polizei und StreitkrÃ¤ften, FÃ¶rderung von guter RegierungsfÃ¼hrung und vor allem der bewundernswerten Zivilgesellschaft. Die â€žsollten wir nicht enttÃ¤uschen und nicht entmutigen, sondern nach besten KrÃ¤ften jetzt, im nÃ¤chsten Jahr und in den Folgejahren unterstÃ¼tzen.&quot; Der Antrag der Bundesregierung wird mit 440 Ja-Stimmen bei 135 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen angenommen. Aus der GrÃ¼nen Fraktion stimmen 37 mit ja, 11 mit nein, zwei enthalten sich. Damit hat der Kongo-Einsatz wohl mehr als zwei Drittel der Abgeordneten hinter sich. Aber es gab doch so viele Gegenstimmen wie lange bei keinem Auslandseinsatz mehr. Die BegrÃ¼ndungen dafÃ¼r sind allerdings hÃ¶chst unterschiedlich, erst Recht in der BevÃ¶lkerung: Sie reichen von prinzipieller Ablehnung aller VN-EinsÃ¤tze nach Kapitel VII, von â€žwas geht uns Kongo an&quot; Ã¼ber - sehr berechtigte - Kritik an der Politik der Bundesregierung bis zur Kritik, EUFOR sei zu schwach und bloÃŸ Symbolpolitik. 21 GrÃ¼ne MdB erlÃ¤utern ihre Ja-Stimme, 10 ihre Nein-Stimme in PersÃ¶nlichen ErklÃ¤rungen zur Abstimmung. (<a href="http://www.bundestag.de/">http://www.bundestag.de/</a>)  
</p>
<p>
Unser <u>EntschlieÃŸungsantrag</u> â€žDauerhafter Frieden in der Demokratischen Republik Kongo&quot; (Drs. 16/1660), initiiert von Kerstin MÃ¼ller und mir, wird mit den Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt. Seine Forderungen zur Kongo-Politik Ã¼ber die Wahlen hinaus sind damit aber keineswegs aus der Welt. In den Vortagen hatte es von Personen und Organisationen, die im Kongo engagiert sind, hohes Lob fÃ¼r den Antrag gegeben. (z.B. Ã–kumenisches Netzwerk Zentralafrika/Berlin) Angenommen wird immerhin der Koalitionsantrag, in dem eine Aufstockung der europÃ¤ischen Wahlbeobachter und eine vermehrte UnterstÃ¼tzung der zivilen EU-Missionen zur Polizei- und StreitkrÃ¤ftereform sowie von MONUC gefordert werden. 
</p>
<p>
In der <u>BevÃ¶lkerung</u> lehnen ca. 60% die Kongo-Mission ab, die Medien kommentieren Ã¼berwiegend skeptisch bis ablehnend, in der Bundeswehr sieht es Ã¤hnlich aus. Das ist kein Wunder angesichts des Zickzack-Kurses der Bundesregierung und ihrer MÃ¼he, den Auftrag der EU-Truppe Ã¼berzeugend und plausibel rÃ¼berzubringen gegenÃ¼ber der FÃ¼lle an berechtigten Zweifeln, an Unkenntnis und Vorurteilen gegenÃ¼ber dem Kongo, angesichts mancher gezielter Stimmungsmache. Stimmen mit VN- und Kongo-Erfahrung hatten es gegenÃ¼ber diesem Mainstream schwer, GehÃ¶r zu finden. Und aus den in der DRK engagierten Gruppen entwickelt sich keine hÃ¶rbare â€žPro-Kongo-Koalition&quot;. Statt das Fenster der Gelegenheit erhÃ¶hter Aufmerksamkeit fÃ¼r den Kongo konstruktiv zu nutzen, Ã¼berwiegen kritische Anmerkungen nach der Devise â€žnicht genug&quot;. ZurÃ¼ck bleibt der Gesamteindruck: Am Kongo scheiden sich die Geister in verschiedene Richtungen. Und da dort auch lt. SZ-Kommentatoren das â€žHerz der Finsternis&quot; drÃ¤ut, wollen viele damit lieber nichts zu tun haben.          
</p>
<p>
18.-23.4.
</p>
<p>
<strong>- Erkundungsreise nach Kinshasa</strong>, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, zusammen mit Hans-Christian StrÃ¶bele: GesprÃ¤che mit AuÃŸenminister, den VizeprÃ¤sidenten und Ex-Warlords Bemba und Ruberwa, dem stellv. politischen Chef von MONUC, Haile Menkerios, dem stellv. Leiter der politischen Abteilung A. Conze, VertreterInnen von UNHCR, UNICEF, von Menschenrechtsorganisationen, der zivilen EU-Missionen EUPOL und EUSEC (Polizei- und MilitÃ¤rreform), mit kongolesischen Abgeordneten, VertreterInnen von NGO`s und Zivilgesellschaft, deutschen Entwicklungsexperten und Deutsche mit langjÃ¤hriger Kongo-Erfahrung. In den ersten beiden Tagen ist auch die FDP-Kollegin Elke Hoff dabei. Zeitgleich fÃ¼hren die beiden kÃ¼nftigen Kommandeure der EU-Truppe GesprÃ¤che in der Stadt. 
</p>
<p>
<u>Zusammengefasstes Ergebnis</u> (vollstÃ¤ndig vgl. der Reisebericht unter <a href="/">http://www.nachtwei.de/</a>; Bericht von HC StrÃ¶bele unter <a href="http://www.stroebele-online.de/">http://www.stroebele-online.de/</a>):
</p>
<p>
- Praktisch alle wollen Wahlen. Gerade bei der erstaunlich vitalen Zivilgesellschaft gibt es eine breite Mobilisierung zu den Wahlen.
</p>
<p>
- Praktisch alle befÃ¼rworten eine EU-Truppe, besonders Vertreter der Zivilgesellschaft. Seit der ARTEMIS-Mission 2003 in Nordostkongo hat die EU einen besonders guten Ruf, Deutschland steht fÃ¼r NeutralitÃ¤t. Zugleich sind die Anforderungen an die Truppe klar: bloÃŸ nicht nur zur Evakuierung und strikt neutral.
</p>
<p>
- Risiken: GesprÃ¤chspartner mit Landes- und internationaler Erfahrung betonen einmÃ¼tig, dass schon eine kleine professionelle Truppe groÃŸe abschreckende Wirkung habe. 
</p>
<p>
- Das sich herauskristallisierende Einsatzkonzept scheint plausibel. Die EU-Truppe wÃ¤re â€ž4. Reihe&quot; nach den verlÃ¤sslicheren Teilen von kongolesischer Polizei und StreitkrÃ¤ften und nach MONUC. FÃ¼r den Dreifachauftrag Stabilisierung Kinshasas, NotfallunterstÃ¼tzung fÃ¼r MONUC ggfs. auÃŸerhalb Kinshasa und Evakuierung sind die vorgesehenen KrÃ¤fte bisher zu knapp bemessen. Eine glaubwÃ¼rdige und durchsetzungsfÃ¤hige Truppe braucht mehr KrÃ¤fte, die zugleich flexibler einsetzbar sein mÃ¼ssen. (Das ist eine Kritik an den Vorfestlegungen von Minister Jung, der sich fÃ¼r den Bundeswehranteil ohne Definition des genauen Auftrages auf 500 Mann und nur Kinshasa festlegte. Damit wÃ¤re  k e i n e  glaubwÃ¼rdige Truppe hinzubekommen, wo in der Regel auf einen Einsatzsoldaten bis zu drei UnterstÃ¼tzer kommen, wo HauptquartierskrÃ¤fte u.a. nicht auf Kinshasa beschrÃ¤nkt sein dÃ¼rfen.) 
</p>
<p>
- Die politische Aufmerksamkeit darf sich nicht auf die EU-Mission und die Wahlen beschrÃ¤nken. Soll die EU-Truppe keine teure Aktion Wasserschlag werden, muss sich die EU nach der Wahl vor allem in vier Bereichen engagieren: Sicherheitssektorreform, beschleunigter Aufbau der desolaten Verkehrsinfrastruktur, gute RegierungsfÃ¼hrung und KorruptionsbekÃ¤mpfung, RÃ¼ckgewinnung der reichen BodenschÃ¤tze fÃ¼r einen funktionierenden Staat.
</p>
<p>
- Die Begegnungen und Erfahrungen in Kinshasa haben meinen Standpunkt weiter geklÃ¤rt und gestÃ¤rkt: Die bewundernswerte Zivilgesellschaft im Kongo und die Vereinten Nationen brauchen jetzt, in dieser Phase besonderer Chancen und Risiken, die volle UnterstÃ¼tzung - wenigstens jetzt, nachdem der Krieg im Kongo hierzulande, von uns Ã¼ber Jahre ignoriert worden war. Umso deutlicher empfinde ich die SchrÃ¤glage der Diskussion in Deutschland, wo nicht die besondere Situation in der DRK, sondern die Risiken fÃ¼r die eigenen Soldaten im Vordergrund stehen und meist ausgeblendet bleibt, welchen Risiken Deutsche ohne Uniform in der DRK und erst Recht die indischen, pakistanischen Blauhelmsoldaten von MONUC ausgesetzt sind. Kein Wunder, dass etliche GesprÃ¤chspartner in Kinshasa sehr von der Debatte in Deutschland und der vielen â€žGerman Angst&quot; dabei enttÃ¤uscht sind.      
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
</div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
