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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Appell an die Bundeskanzlerin und vier Bundesminister zu den Leitlinien &quot;Krisen verhÃ¼ten, Konflikte bewÃ¤ltigen, Frieden fÃ¶rdern&quot;: Einigt Euch!</title>
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    <span class="xar-mod-title"><p>Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung</p></span>

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    <tr>
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        <h1>
            Appell an die Bundeskanzlerin und vier Bundesminister zu den Leitlinien &quot;Krisen verhÃ¼ten, Konflikte bewÃ¤ltigen, Frieden fÃ¶rdern&quot;: Einigt Euch!         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 14. Juni 2017 12:02:31 +02:00 (40591 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Die Leitlinien sollen der deutschen Politik der Krisenverh&uuml;ttung + Friedensf&ouml;rderung klarere Orientierung und st&auml;rkere Muskeln bringen. Sie l&ouml;sen den Aktionsplan von 2004 ab. Zuletzt verz&ouml;gerte sich die Beschlussfassung im Kabinett von Woche zu Woche. Soll etwa der vielf&auml;ltige und sehr ergiebige PeaceLab-Beratungsprozess umsonst gewesen sein? Deshalb unser Appell an die Bundesregierung.&nbsp; &nbsp;</p></div>
            <div>    <div class="WordSection1">
<p align="center"><strong>Appell an die Bundeskanzlerin und vier Bundesminister: </strong></p>
<p align="center"><strong>Die Leitlinien &bdquo;KRISEN VERHINDERN, KONFLIKTE BEW&Auml;LTIGEN, FRIEDEN F&Ouml;RDERN&ldquo; JETZT beschlie&szlig;en!</strong></p>
<p><em>Seit Wochen verz&ouml;gert sich die Beratung und Beschlussfassung der Leitlinien im Bundeskabinett. Die Gefahr bestand, dass sie der Sommerpause und dem Ende der Legislaturperiode zum Opfer fallen w&uuml;rde. (Vgl. &bdquo;Machtkampf um zivile Krisenpr&auml;vention&ldquo; am 8. Juni von Christoph Pr&ouml;ssl auf <a href="http://www.tagesschau.de/inland/krisenpraevention-101.html">http://www.tagesschau.de/inland/krisenpraevention-101.html</a> ) Das w&auml;re ein politischer Skandal: Wo Krisenpr&auml;vention und Friedensf&ouml;rderung jetzt dringlicher denn je sind, wo Deutschland hierzu einen hohen Anspruch hat, aber zugleich schneller besser werden muss, braucht es klarere Orientierung und st&auml;rkere Muskeln. Die Leitlinien sollen ein Eckstein daf&uuml;r sein. </em></p>
<p><em>Am Sonntagabend, 11. Juni, ging das Schreiben der beiden Vorsitzenden des Beirats Zivile Krisenpr&auml;vention, J&ouml;rn Gr&auml;vingholt und Winfried Nachtwei, an die Bundeskanzlerin und an die MinisterInnen f&uuml;r &Auml;u&szlig;eres, Verteidigung, Inneres und Entwicklung.</em></p>
<p><em>Am Dienstagabend die Erleichterung: Am Mittwoch, 14. Juni ber&auml;t und beschlie&szlig;t das Bundeskabinett zu den Leitlinien. Wir sind erleichtert und gespannt.</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Unser Brief</span></strong></p>
<p>Dr. J&ouml;rn Gr&auml;vingholt, DIE&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bonn/M&uuml;nster, 11. Juni 2017</p>
<p>Winfried Nachtwei, ehem. MdB</p>
<p>- Vorsitzende des Beirats Zivile Krisenpr&auml;vention &ndash;</p>
<p>Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel</p>
<p>Bundesminister des Ausw&auml;rtigen Herr Sigmar Gabriel</p>
<p>Bundesminister des Inneren Herr Dr. Thomas de Maizi&egrave;re</p>
<p>Bundesministerin der Verteidigung Frau Dr. Ursula von der Leyen</p>
<p>Bundesminister f&uuml;r Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Herr Dr. Gerd M&uuml;ller</p>
<p><strong>Leitlinien &quot;Krisen verhindern, Konflikte bew&auml;ltigen, Frieden f&ouml;rdern</strong>&quot;</p>
<p>Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,</p>
<p>sehr geehrte Frau Ministerin von der Leyen,</p>
<p>sehr geehrter Herr Minister Gabriel,</p>
<p>sehr geehrter Herr Minister de Maizi&egrave;re,</p>
<p>sehr geehrter Herr Minister M&uuml;ller,</p>
<p>elf Monate nach Start des PeaceLab-Prozesses &bdquo;<em>Krisenpr&auml;vention weiter denken</em>&ldquo; stehen die <strong>Leitlinien &bdquo;<em>Krisen verhindern, Konflikte bew&auml;ltigen, Frieden f&ouml;rdern</em>&ldquo;</strong> der Bundesregierung vor ihrer Beschlussfassung im Bundeskabinett.</p>
<p>Als Beirat Zivile Krisenpr&auml;vention der Bundesregierung haben wir zusammen mit vielen zivilgesellschaftlichen Akteuren, Verb&auml;nden und Institutionen das Vorhaben dieser Leitlinien ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;t und ihren Entstehungsprozess intensiv und konstruktiv unterst&uuml;tzt.</p>
<p>Aus Presseberichten entnehmen wir, dass sich die Beschlussfassung &uuml;ber die Leitlinien im Bundeskabinett verz&ouml;gert. Wir bef&uuml;rchten nunmehr, dass die Leitlinien der nahenden Sommerpause und dem Ende der Legislaturperiode zum Opfer falle k&ouml;nnten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wir m&ouml;chten Sie herzlich und eindringlich bitten, die zeitnahe Verabschiedung der Leitlinien nicht an letzten Dissens-Punkten zwischen Ressorts scheitern zu lassen. Wo Konfliktbew&auml;lti&shy;gung ein Herzst&uuml;ck der Leitlinien ist, muss ein vergleichsweise kleiner Konflikt zwischen H&auml;usern l&ouml;sbar sein.</span></p>
<p>Dringend notwendig sind die Leitlinien JETZT:</p>
<p>- 13 Jahre nach Inkrafttreten des &bdquo;<em>Aktionsplans Zivile Krisenpr&auml;vention, Konfliktl&ouml;sung und Friedenskonsolidierung</em>&ldquo; der Bundesregierung, der in der internationalen Fach&ouml;ffentlichkeit hohe Anerkennung fand,</p>
<p>- angesichts eines reichhaltigen Erfahrungsfundus aus deutschen Beteiligungen an internationalen Krisenengagements seit mehr als 20 Jahren,</p>
<p>- angesichts der brisanten Krisenh&auml;ufungen und der wachsenden internationalen Verantwortung Deutschlands,</p>
<p>brauchen wir dringend eine Weiterentwicklung der Konzepte, Ans&auml;tze und Instrumente der Krisenpr&auml;vention, Stabilisierung und Friedensf&ouml;rderung. Das gilt insbesondere f&uuml;r ihre zivile Dimension, die in der &Ouml;ffentlichkeit seit je her unterproportionale Beachtung findet.</p>
<p>Die Leitlinien sind der letzte noch fehlende Eckstein in der Folge j&uuml;ngster Grundlagen-dokumente der Bundesregierung zur deutschen Au&szlig;en-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik &ndash; der au&szlig;enpolitischen Review2014, dem sicherheitspolitischen Wei&szlig;buch 2016 und dem Entwicklungspolitischen Bericht der Bundesregierung 2017.</p>
<p>Die Leitlinien geh&ouml;ren zwingend zu einer Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, die ressortgemein-sam und koh&auml;rent f&uuml;r Krisenverh&uuml;tung, Konfliktbew&auml;ltigung und Friedensf&ouml;rderung wirken und sich dazu kontinuierlich verbessern will.</p>
<p>Ein Nichtinkrafttreten der Leitlinien w&uuml;rde diesen zentralen und in der Gesellschaft sehr unterst&uuml;tzten Anspruch infrage stellen und die anderen Grundlagendokumente, die alle den Pr&auml;ventionsgedanken hervorheben, nachtr&auml;glich entwerten.</p>
<p>Das zeitnahe Inkrafttreten ist nicht zuletzt geboten in Verantwortung f&uuml;r die Tausenden Frauen und M&auml;nner, die von Bundesregierung und Bundestag, von Durchf&uuml;hrungs- und Hilfsorganisation allj&auml;hrlich in Krisenregionen entsandt werden und die dabei hohe Belastungen, auch Risiken auf sich nehmen. Sie haben einen selbstverst&auml;ndlichen Anspruch darauf, dass die entsendenden Institutionen bestm&ouml;gliche Rahmenbedingungen f&uuml;r ihr Engagement schaffen. Dazu geh&ouml;ren zentral die konzeptionellen Grundlagen des Engagements und das koh&auml;rente Zusammenwirken der verschiedenen Akteure, Instrumente und Ma&szlig;nahmen.</p>
<p>Alle an der PeaceLab2016-Debatte Beteiligten haben den Austausch zwischen VertreterInnen der Ressorts f&uuml;r Au&szlig;en-, Entwicklungs-, Innen- und Verteidigungspolitik, Abgeordneten aller Bundestagsfraktionen und Personen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Durchf&uuml;hrungs-organisationen, Medien, Wirtschaft als ausgesprochen konstruktiv und lehrreich erfahren. Es war ein Beratungsprozess, wie es ihn in dieser Vielfalt und Intensit&auml;t in diesem Politikfeld in Deutschland noch nicht gegeben hat.</p>
<p>Das soll, das darf nicht umsonst gewesen sein!</p>
<p>Die aktuellen Krisen und destruktiven Entwicklungen verlaufen mit hohem Tempo und viel Unberechenbarkeit. Deutschlands Beitr&auml;ge zu internationaler Krisenverh&uuml;tung, Konfliktbew&auml;ltigung und Friedensf&ouml;rderung sollten schneller besser werden.</p>
<p>Wir danken Ihnen f&uuml;r Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Verst&auml;ndnis</p>
<p>und verbleiben mit besten Gr&uuml;&szlig;en,</p>
<p>gez. J&ouml;rn Gr&auml;vingholt und Winfried Nachtwei&nbsp;</p>
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