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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: 22. Juni 1941: Vor 80 Jahren Beginn des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion (I) - bis heute viel mehr verdrÃ¤ngt als erinnert</title>
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    <span class="xar-mod-title">n-tv + Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Afghanistan + Presse-Link + Interview</span>

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        <h1>
            22. Juni 1941: Vor 80 Jahren Beginn des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion (I) - bis heute viel mehr verdrÃ¤ngt als erinnert         </h1>
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           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 21. Juni 2021 14:53:41 +02:00 (44511 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Dazu mein aktuelles Interview &quot;&quot;Nie wieder - nie mehr allein: Perspektiven auf den Vernichtungskrieg&quot; in der Mitgliederzeitschrift von &quot;Gegen Vergessen - F&uuml;r Demokratie&quot; und ein Bericht von ersten Aktionen gegen das gro&szlig;e Verdr&auml;ngen. Auch aus der &quot;Stadt des westf&auml;lischen Friedens&quot; machten im Rahmen von Wehrmachtsverb&auml;nden und Polizeibataillonen viele - begeistert, gehorsam, gezwungen - mit bei diesem gigantischen Staatsverbrechen. &nbsp; &nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>22. Juni 1941: Vor 80 Jahren </strong></p>
<p align="center"><strong>Beginn des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion (I)</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei (21.06.2021)</p>
<p align="center">(Fotos unter <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a> )</p>
<p>Am 22.Juni vor 80 Jahren begann Nazi-Deutschland den <strong>Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion</strong> mit insgesamt 3.050.000 deutschen Soldaten, zusammen mit verb&uuml;ndeten Armeen sogar vier Millionen, 3.350 Panzern, &uuml;ber 2.000 Flugzeugen &ndash; die gr&ouml;&szlig;te Angriffsstreitmacht der Geschichte. Direkt hinter ihnen vier Einsatzgruppen von Sicherheitspolizei und SD sowie rund 60 (!) Polizei-Bataillone als mobile Massenmord-kommandos. Die Ungeheuerlichkeiten dieses Vernichtungskrieges von Anfang an, das W&uuml;ten dieser Kommandos in Belarus, dem Baltikum, der Ukraine und Russland ist in der deutschen Gesellschaft bis heute relativ wenig bewusst und viel verdr&auml;ngt.</p>
<p>Das gespannte Verh&auml;ltnis zwischen der EU, NATO und Putin-Russland darf kein Grund sein, nicht geb&uuml;hrend an dieses gigantische deutsche Staatsverbrechen zu erinnern.</p>
<p>Zum 80. Jahrestag des deutschen &Uuml;berfalls auf die Sowjetunion erschien gerade <strong>mein Interview &bdquo;Nie wieder &ndash; Nie mehr allein: Perspektiven auf den Vernichtungskrieg</strong>&ldquo; in der Mitgliederzeitschrift von &bdquo;Gegen Vergesse &ndash; F&uuml;r Demokratie&ldquo;, Nr. 108 Juni 2021. ( <a href="https://www.gegen-vergessen.de/fileadmin/user_upload/Gegen_Vergessen/Mitgliederzeitschrift/GVFD-Magazin_108-2021_web.pdf">https://www.gegen-vergessen.de/fileadmin/user_upload/Gegen_Vergessen/Mitgliederzeitschrift/GVFD-Magazin_108-2021_web.pdf</a> )</p>
<p>Ich werde auf <a href="http://www.nachtwei.de" target="_blank">www.nachtwei.de</a> an wichtige Stationen des Vernichtungskrieges bis zum Jahresende erinnern, angefangen mit der Spur der</p>
<p><strong>16. Panzerdivision aus M&uuml;nster</strong> durch die S&uuml;dukraine, wo jeweils nur wenige Tage hinter der Fronttruppe die Einsatzkommandos und Polizeibataillone zu w&uuml;ten begannen. (Die Division erreichte als erste die Wolga bei Stalingrad. 128 ihrer Soldaten &uuml;berlebten)</p>
<p>Ab November folgt dann mein <strong>Vortragsangebot zum</strong> <strong>&quot;Rigaer Blutsonntag</strong>&quot; und den Riga-<strong>Deportationen</strong> vor 80 Jahren. Am 30. November 1941 begann die Ermordung von rund 26.500 Rigaer Juden. Zum 80. Jahrestag des Rigaer Blutsonntags und 20 Jahre nach der Einweihung der Gedenkst&auml;tte im Wald von Bikernieki wird in Riga eine Gedenkveranstaltung stattfinden und in Bikernieki eine Ausstellung er&ouml;ffnet. Daran will ich wie 2001 teilnehmen. (<a href="https://kriegsgraeberstaetten.volksbund.de/friedhof/riga-bikerniekiwald">https://kriegsgraeberstaetten.volksbund.de/friedhof/riga-bikerniekiwald</a> ).</p>
<p align="center"><strong>Erste Erinnerungsveranstaltung an den deutschen &Uuml;berfall auf die Sowjetunion in M&uuml;nster 1991. 50 Jahre danach</strong></p>
<p>Von Winni Nachtwei, MAULWURF (Zeitschrift der GAL M&uuml;nster)&nbsp; Mai 1991</p>
<p><em>&Uuml;berfall? &bdquo;Ich bin stolz, in Russland gek&auml;mpft zu haben&ldquo; war am letzten Volkstrauertag noch von einigen &auml;lteren Herren zu h&ouml;ren. Wer kennt sie nicht, die Landser-Geschichten vom Russland-Feldzug, von Kameradschaft, &bdquo;soldatischer Leistung&ldquo;, vom russischen Winter, dem &bdquo;grausamen Russen&ldquo;, der harte Gefangenschaft. Unvergessen ist dieser Krieg auch 50 Jahre danach, vor allem in der Sowjetunion, aber auch in Deutschland. Doch hierzulande ist die Erinnerung meist verborgen, gespalten, gesch&ouml;nt &ndash; von der ganzen Wirklichkeit des Krieges gegen die Sowjetunion wurde jahrzehntelang geschwiegen.</em></p>
<p>Am 22. Juni 1941 begann die deutsche Wehrmacht mit 3 Millionen Soldaten das &bdquo;Unternehmen Barbarossa&ldquo;.</p>
<p>&bdquo;Gegen den gottlosen, den j&uuml;dischen Bolschewismus&ldquo; hie&szlig; die Parole. Da machten die Gener&auml;le begeistert mit, da stimmten die Bisch&ouml;fe zu. Generaloberst Hoepner, Befehlshaber er Panzergruppe 4, zur bevorstehenden Kampff&uuml;hrung im Osten (2.5.41): &bdquo;Der Krieg gegen Russland ist (&hellip;) der Kampf der Germanen gegen das Slawentum, die Verteidigung europ&auml;ischer Kultur gegen moskowitisch-asiatische &Uuml;berschwemmung, die Abwehr des j&uuml;dischen Bolschewismus. Dieser Kampf muss die Zertr&uuml;mmerung des heutigen Russland zum Ziel haben und deshalb mit unerh&ouml;rter H&auml;rte gef&uuml;hrt werden. Jede Kampfhandlung muss (&hellip;) von dem eisernen Willen zur erbarmungslosen, v&ouml;lligen Vernichtung des Feindes geleitet sein.&ldquo; (Hoepner wurde 1944 als f&uuml;hrendes Mitglied des milit&auml;rischen Widerstandes hingerichtet)</p>
<p>Erzbischof Dr. C. Gr&ouml;ber/Freiburg, in seinem &bdquo;Handbuch der religi&ouml;sen Gegenwartsfragen&ldquo; (1937): &bdquo;Die Beurteilung des Bolschewismus muss von der Tatsache ausgehen, dass es sich eim Bolschewismus letztlich um eine Geisteshaltung handelt, deren Kennreiche sind: Entpers&ouml;nlichung des Menschen, Entgeistigung der Kultur, Umwertung der weltanschaulichen und sittlichen Begriffe von Wahrheit und Gerechtigkeit im Dienste einer Gruppe j&uuml;disch geleiteter Terroristen.&ldquo;</p>
<p>Der Krieg gegen die Sowjetunion wurde zu einem &bdquo;Kreuzzug&ldquo;, zum &bdquo;ungeheuerlichsten Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungsfeldzug&ldquo;, den die Geschichte kennt. Die Wehrmacht habe an er Front gek&auml;mpft und sei bei ihrer soldatischen Pflichterf&uuml;llung sauber geblieben&ldquo;, hei&szlig;t es auch heute immer wieder. Das ist eine L&uuml;ge. Die Wehrmacht schoss den m&ouml;rderische &bdquo;Einsatzgruppen&ldquo; de Weg frei, Ortskommandanturen halfen bei Massenerschie&szlig;ungen. Seite a Seite mit SS und Polizei vernichteten Wehrmachtseinheiten hunderte D&ouml;rfer mitsamt ihrer Bev&ouml;lkerung.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><em>Wer kennt schon Trostenez &hellip;</em></p>
<p>bei Minsk in Wei&szlig;russland? Hier wurden &uuml;ber 200.000 Menschen erschossen, erh&auml;ngt, vergast, verbrannt. Trostenez war die gr&ouml;&szlig;te Vernichtungsst&auml;tte in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten der Sowjetunion. Hierhin (und nach Riga) gingen 1941 die ersten Deportationen deutscher Juden., Kein Wort davon in den zahllosen Erinnerungen von Kriegsteilnehmern, in Divisionsgeschichten und sogenannten Standardwerken wie Paul Carell`s &bdquo;Unternehmen Barbarossa&ldquo;. Keine Erinnerung daran in der &bdquo;Traditionspflege&ldquo; der Bundeswehr, an Volkstrauertagen und Kriegerdenkm&auml;lern.</p>
<p>Die Chancen einer ehrlichen Erinnerung haben sich in den letzten Jahren entscheidend verbessert:</p>
<p>In der Sowjetunion befreien sich die HistorikerInnen von der Bevormundung durch die Partei, jahrzehntelang Verdr&auml;ngtes kommt zur Sprache, z.B. da Schicksal der aus deutscher Kriegsgefangenschaft zur&uuml;ckgekehrten Sowjetsoldaten, die Art der sowjetischen Kriegsf&uuml;hrung usw.</p>
<p>In Deutschland schwindet das aktive Interesse, die Wahrheit des Krieges gegen die Sowjetunion zu leugnen: Die Kriegsgeneration ist raus aus den verantwortliche Positionen, das traditionelle Feindbild von der &bdquo;Bedrohung aus dem Osten&ldquo; ist zerbrochen. Erstmals l&auml;uft im Deutschen Fernsehen eine deutsche Produktion &uuml;ber den Vernichtungskrieg, der Sechsteiler &bdquo;Steh auf, es ist Krieg&ldquo;. Dass sie aber auf entlegene Sendepl&auml;tze verbannt wurde, (dritte Programme, sonntags um 14.00 Uhr beim WDR!), ist zugleich symptomatisch f&uuml;r die seit dem &bdquo;Ende der Nachkriegszeit&ldquo; noch st&auml;rker wachsende Grundstimmung: Endlich einen Schlussstrich unter die Nazizeit zu ziehen, sich aus ihrem Schatte zu l&ouml;sen und zu &bdquo;normalisieren&ldquo;. Auch in&nbsp; linke und alternativen Kreisen ist diese Stimmung deutlich zu sp&uuml;ren, verst&auml;rkt noch seit dem Golfkrieg.</p>
<p>Auch wenn es st&ouml;rt und schwer f&auml;llt: ERINNERN TUT NOT!&nbsp;&nbsp;</p>
<div>
<p><strong>Mahnwache: &bdquo;STEH AUF, ES IST KRIEG!&ldquo;</strong></p>
<p>Am 22. Juni 1991 10.-13.00 Uhr vor dem Rathaus M&uuml;nster</p>
<p><strong>&bdquo;Tatorte, Opferspuren &ndash; M&uuml;nschersche Beitr&auml;ge zum Krieg gegen die Sowjetunion&ldquo;</strong></p>
<p><strong>Diavortrag</strong> von Winni Nachtwei</p>
<p>&Uuml;ber die verdr&auml;ngte Wirklichkeit hinter Kriegerdenkm&auml;lern und Kriegsopfergedenken , &uuml;ber Wehrmachts- und Polizeiverb&auml;nde aus Westfalen, ihren Weg in der Sowjetunion (Baltikum, Leningrad, Umam, Kiew, Stalingrad, Wei&szlig;russland) &uuml;ber das Schicksal der Menschen in den besetzen Gebieten und der Kriegsgefangenschaft.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Montag, 24. Juni 1991, 20.00 Uhr</span>, Zum Schwan, Schillerstra&szlig;e</p>
<p>Eingeladen sind besonders auch Angeh&ouml;rige der Kriegsgeneration und zzt. in M&uuml;nster weilende sowjetische G&auml;ste. Die Veranstaltung soll einen Rahmen bieten, in dem das fast nie gelaufene Gespr&auml;ch zwischen den Generationen endlich einmal stattfinden kann &ndash; nicht mit gegenseitigen Vorw&uuml;rden, sondern um zu erfahren, was war und warum es geschehen konnte.</p>
</div>
<p align="center"><strong>Pressemitteilung zur <span style="text-decoration: underline;">Gedenkveranstaltung an den </span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">&Uuml;berfall auf die Sowjetunion vor 50 Jahren</span></strong><strong> &ndash; </strong></p>
<p align="center"><strong>Vortrag &uuml;ber &bdquo;M&uuml;nstersche Beitr&auml;ge&ldquo;</strong> 30.6.1991</p>
<p>Aus Anlass des 50. Jahrestages des deutschen &Uuml;berfalls auf die Sowjetunion hielt auf einer Erinnerungsveranstaltung von GAL/GR&Uuml;NEN Winni Nachtwei einen Diavortag &uuml;ber M&uuml;nstersche Bez&uuml;ge zu diesem Krieg.</p>
<p>Erinnerung an dieses traumatische Ereignis falle immer schwerer, werde immer mehr von den Problemen der Gegenwart beiseitegedr&auml;ngt, so Nachtwei. Zugleich seien heute die Chancen einer Erinnerung ohne Besch&ouml;nigungen und Einseitigkeiten so gut wie nie zuvor.</p>
<p>Mit Bildern aus Divisionsgeschichten, von zeitgeschichtlichen Dokumenten und Originalschaupl&auml;tzen in M&uuml;nster und der Sowjetunion versuchte Nachtwei einzelne Stationen des Krieges nachzuzeichnen.</p>
<p>Ausgangspunkt des Diavortrages war der Bereich Neutor/M&uuml;nzstra&szlig;e: Im heutigen Geb&auml;ude des I. Korps das bis 1945 der Befehlshaber im Wehrkreis VI. Von dort wurden insgesamt v14 Divisionen in den Krieg geschickt. Wenige Schritte weiter an der M&uuml;nzstra&szlig;e steht das Denkmal der M&uuml;nsterl&auml;ndischen 16. Panzerdivision, die im Rahme er Heeresgruppe S&uuml;d am Krieg gegen die Sowjetunion teilnahm. Den einfachen Soldaten war es zun&auml;chst verborgen, den Gener&auml;len war es schon Monate vorher so befohlen worden: Am 22. Juni 1941 begann ein langfristig geplanter Raub- und Vernichtungskrieg gegen den &bdquo;j&uuml;dischen Bolschewismus&ldquo;.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>An den&nbsp; Kesselschlachten der ersten Monate nahm auch die 16.P.D. teil, z.B. bei Kiew, wo &uuml;ber 600.000 Sowjetsoldaten in deutsche Gefangenschaft gerieten. Den katastrophalen Haftbedingungen fielen schon in den ersten Monaten hunderttausende Gefangene zum Opfer; &Uuml;berlebende wurde zu Zwangsarbeit ins Reich transportiert. In M&uuml;nster waren in 60 Lagern, Gastst&auml;tten, Schulen, Bauernh&ouml;fen Kriegsgefangene (und Fremdarbeiter) untergebracht. Von 1939-45 sind mindestens 800-1000 von ihnen in M&uuml;nster umgekommen.</p>
<p>Unmittelbar hinter den Fronttruppen r&uuml;ckten die &bdquo;Einsatzgruppen von Sicherheitspolizei und SD&ldquo; vor. Ihre Aufgabe war, im Operationsgebiet alle Juden und als Kommunisten Verd&auml;chtige zu vernichten. Die Kesselschlacht von Kiew war kaum beendet, als in Zusammenarbeit mit der Ortskommandantur der Wehrmacht 33.771 Juden von Kiew in der Schlucht von Babi &ndash;Yar erschossen wurden. &Auml;hnliches geschah im Baltikum, durch da u.a. as westf&auml;lische Panzerregiment 11 Richtung Leningrad vorgesto&szlig;en war. Am 1. Dezember 1941 meldete der F&uuml;hrer des Einsatzkommandos 3, Karl J&auml;ger, vormals Gestapochef in M&uuml;nster (SD-Sitz Gutenbergstr.), eine &bdquo;Gesamtaufstellung der im Bereich des RK. 3 durchgef&uuml;hrten Exekutionen&ldquo; nach Berlin: &bdquo;Summa 137.346&ldquo;. Nachdem die einheimischen Juden ermordet worden waren, wurde in Riga das &bdquo;Reichsjudenghetto&ldquo; eingerichtet. Am 16. Dezember traf er erste Zug mit 1.000 Deportieren aus Westfalen ein, darunter 390 aus dem M&uuml;nsterland. Der Raum Riga wurde zum &bdquo;Auschwitz der westf&auml;lischen Juden&ldquo;.</p>
<p>Im August 1942 erreichte die 16. P.D. als erste die Wolga bei Stalingrad. Festgehalten von Hitlers Durchhaltebefehlen und dem blinden Gehorsam der Gener&auml;le verbluteten, erfroren , verhungerten hier tausende ihrer Soldaten. 128 von ihnen kehrten nach Jahren wieder nach Deutschland zur&uuml;ck.</p>
<p>Zuletzt ging der Referent noch auf den &bdquo;Partisanenkampf&ldquo; ein, der mit unerh&ouml;rter Grausamkeit gef&uuml;hrt wurde: Im Durchmarschraum des westf&auml;lischen Panzerregiments 11 lag auch da D&ouml;rfchen Audrini in Ostlettland, dessen gesamte Bev&ouml;lkerung &ndash; vom S&auml;ugling bis zur Urgro&szlig;mutter &ndash; Anfang 1942 nach einem Feuerwechsel erschossen wurde. (Ein mutma&szlig;licher Hauptbeteiligter, Boleslavs Maikovskis, steht deshalb vor dem M&uuml;nsteraner Landgericht) Dieses Massaker war aber kein Einzelfall: D&ouml;rfer mitsamt ihrer Bev&ouml;lkerung zu vernichten, war vor allem in Wei&szlig;russland &bdquo;normal&ldquo; unter der deutschen Besatzung, es entsprach h&ouml;chsten Befehlen.</p>
<p>Tief betroffen reagierte die Zuh&ouml;rer auf den Vortrag: Der zeitlich und r&auml;umlich so ferne Krieg vor 50 Jahren war ihnen nahegekommen.</p>
<p>Warum machten so viele Menschen bei diesem verbrecherischen Krieg bis zum bitteren Ende mit? Ein anwesender Kriegsteilnehmer, der in Russland beide Beine verloren hatte, nannte die tie4f sitzende Obrigkeitsgl&auml;ubigkeit: Erzogen zu Gehorsam, Pflichterf&uuml;llung, Leistung habe man die nach dem &bdquo;WOF&Uuml;R?&ldquo; gefragt.</p>
<p>Winni Nachtwei</p></div>


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