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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Kosovo braucht eine politische Perspektive</title>
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    <span class="xar-mod-title">Bosnien + Kosovo + Pressemitteilung</span>

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        <h1>
            Kosovo braucht eine politische Perspektive         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 17. März 2005 16:11:43 +02:00 (38379 Aufrufe)            </div>
            <div>    AnlÃ¤sslich des ersten Jahrestages der MÃ¤rzunruhen im Kosovo erklÃ¤ren Krista Sager, Fraktionsvorsitzende, und Winfried Nachtwei, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher:</div>
            <div>    Erst vor einem Jahr hat sich der Kosovo-Konflikt mit Gewalt zurÃ¼ckgemeldet. Bei den Ausschreitungen kamen 19 Menschen ums Leben, bis zu 900 wurden verletzt und fast 4000 Menschen wurden aus ihren HÃ¤usern vertrieben. Diese Gewaltexplosion war ein herber RÃ¼ckschlag fÃ¼r die Aufbauarbeit der internationalen Gemeinschaft und das Ziel eines stabilen und demokratischen Kosovo.

Ein Jahr nach den Ãœbergriffen auf die serbische Minderheit und auf UNMIK ist die Lage â€“ trotz erheblicher Fortschritte bei der Entwicklung demokratischer Strukturen -  zwar ruhig, aber lÃ¤ngst nicht stabil. Die politische Frustration in der Region ist hoch und die wirtschaftliche Lage desolat. Die Spannungen zwischen den Ethnien sind nach wie vor spÃ¼rbar und die Rechte von Minderheiten sind noch nicht gesichert. Bedrohlich ist auch die Macht der Clans und der organisierten KriminalitÃ¤t.

Im Gegensatz zu damals sind KFOR und UNMIK aber wesentlich besser auf mÃ¶gliche Ausschreitungen vorbereitet. Mit einer flexiblen Einsatztaktik, stÃ¤rkeren und hochmobilen KrÃ¤ften sowie einer ganzen Palette an Distanz- und Wirkmitteln ist KFOR fÃ¼r mÃ¶gliche ZwischenfÃ¤lle gewappnet.  

Unter der neuen provisorische Regierung wurde die Implementierung der Standards vorangetrieben. Angesichts der Fortschritte bei der Schaffung von Sicherheit und insbesondere beim Minderheitenschutz, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Verhandlungen Ã¼ber den Status des Kosovo Mitte diesen Jahres beginnen kÃ¶nnen. 

Die KlÃ¤rung der Statusfrage ist kein Allheilmittel fÃ¼r die LÃ¶sung sozialer und Ã¶konomischer Probleme. Ein Verharren im Status quo hilft jedoch ebenso wenig. Der Kosovo braucht  eine politische Perspektive. Es ist Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft, dies zu ermÃ¶glichen. HierfÃ¼r ist es ebenfalls nÃ¼tzlich, dass die vor einem Jahr abgebrochenen Kontakte zwischen den Regierungen Serbiens und Kosovos wieder aufgenommen und konstruktive GesprÃ¤che zwischen Belgrad und Pristina gefÃ¼hrt werden. Die Stabilisierung der Region gehÃ¶rt wieder nach ganz oben auf die internationale politische Agenda. Der Kosovo ist Teil Europas. Deshalb muss die EuropÃ¤ische Union eine stÃ¤rkere Rolle bei der Schaffung einer Zukunftsperspektive fÃ¼r den Kosovo Ã¼bernehmen. </div>


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