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Pressemitteilung
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Bundeswehr - eine Armee im Einsatz?

Veröffentlicht von: Webmaster am 12. September 2007 09:11:57 +01:00 (15400 Aufrufe)
Zur Beantwortung unserer Kleinen Anfrage (16/6283) zu Reservistinnen und Reservisten im Auslandseinsatz der Bundeswehr erklärt Winfried Nachtwei, Sprecher für Sicherheits- und Abrüstungspolitik:

Die Sicherheitsarchitektur in Deutschland muss dringend auf den Prüfstand. Deutschland leistet sich für etwa 29 Milliarden Euro eine stehende Wehrpflichtarmee mit 350.000 Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbeschäftigten von denen 83 Prozent noch nie in einem Auslandseinsatz waren. Demgegenüber fehlt es an allen Ecken und Enden an zivilen und polizeilichen Expertinnen und Experten, die für die immer wichtiger werdenden Aufgaben der humanitären Hilfe, der Krisenprävention und des zivilen Wiederaufbaus zur Verfügung stehen. Die Folge: Die Bundeswehr muss länger als erforderlich im Einsatzland bleiben und häufig nicht-militärische Aufgaben übernehmen. Gleichzeitig soll sie - wie beim G8-Gipfel geschehen - im Innern eingesetzt werden, um Lücken im Polizeibereich zu kaschieren.

Aus der Antwort auf unsere Kleine Anfrage geht hervor: Nur ein Drittel der Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr und weniger als 10 Prozent der Mannschaftsdienstgrade haben bislang an einem Auslandseinsatz teilgenommen. Knapp 1 Prozent der derzeit aktiven Soldatinnen und Soldaten haben an mehr als vier Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilgenommen. Von den mehr als 100.000 Zivilbeschäftigten waren gerade einmal 2 Prozent im Auslandseinsatz.

Die jetzige Bundeswehrstruktur und Sicherheitsarchitektur wird den Anforderungen an die heutigen Herausforderungen nicht gerecht. Statt von vernetzter Sicherheit nur zu reden und an einer Pseudo-Wehrpflicht-Armee festzuhalten, muss die Bundesregierung endlich handeln. Wir wollen, dass Auslandseinsätze der Bundeswehr nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag dauern.Hierfür brauchen wir auch im polizeilichen und zivilen Bereich einen schnell abrufbaren und durchhaltefähigen Pool von Expertinnen und Experten, die bei Bedarf zur zivilen Krisenprävention und zum Wiederaufbau eingesetzt werden können.

Hin weis: 

Kleine Anfrage

Antwort auf die Kleine Anfrage


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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