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Pressemitteilung
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Nachtwei zum 10-jährigen Bestehen des I. Deutsch-Niederländischen Korps in Münster

Veröffentlicht von: Webmaster am 29. August 2005 15:53:17 +02:00 (11179 Aufrufe)
Zum 10-jährigen Bestehen des I. Deutsch-Niederländischen Korps in Münster erklärt Winfried Nachtwei, sicherheitspolitischer Sprecher und außenpolitischer Koordinator der grünen Bundestagsfraktion und Abgeordneter aus Münster:

Das in Münster stationierte I. Deutsch-Niederländische Korps bezieht sich ausdrücklich auf den Leitsatz des Westfälischen Friedens: „Pax optima rerum“. Das 10-jährige Bestehen des I. Deutsch-Niederländischen Korps ist ein Erfolg für eine Politik gemeinsamer Friedenssicherung und Kriegsverhütung. Damit das auch in Zukunft so bleibt, muss die Politik verbindlich erklären, dass Bundeswehr- und NATO-Verbände ausschließlich für die Ziele und nach den Regeln der Vereinten Nationen eingesetzt werden dürfen.

Im Korps arbeiten unter deutsch-niederländischer Führung Soldaten von insgesamt elf Nationen vorbildlich integriert zusammen. Vor zwei Jahren führte das Korps-Hauptquartier die ISAF-III-Friedenstruppe in Kabul und leistete dort – davon habe ich mich vor Ort überzeugen können – einen hervorragenden Beitrag zur Gewalteindämmung und Stabilisierung in Afghanistan. Damit unterscheidet sich das multinationale Korps erheblich vom I. Deutschen Korps als seinem Vorgänger: Dieses war im Rahmen des Ost-West-Konflikts Teil einer enormen Hochrüstung in Mitteleuropa und mit taktischen Atomwaffen eingebunden in das atomare Wettrüsten. Das Deutsch-Niederländische Korps unterscheidet sich fundamental von dem Vornutzer des Münsteraner Stabsgebäudes vor 1945, des Generalkommandos im Wehrkreis VI der Wehrmacht, von dem viele Divisionen in den deutschen Angriffskrieg gegen die europäischen Nachbarn geschickt worden sind. Wenn alle am 28. August in Münster anwesenden sechs ehemaligen Kommandierenden Generale des I. Korps stolz darauf sind im Frieden gedient zu haben, dann ist das ein Paradigmenwechsel.

Das I. Deutsch-Niederländische Korps stellt eines von sechs High-Readiness-Headquarters der NATO-Landstreitkräfte, die innerhalb von 20-30 Tagen zum Einsatz kommen können. Damit diese schnelle Einsatzfähigkeit nur der internationalen Friedenssicherung und Rechtsdurchsetzung zugute kommt und nicht für machtpolitische Interventionen und Abenteuer wie zum Beispiel einen Irak-Krieg missbraucht werden kann, muss die Politik verbindlich erklären, dass Bundeswehr nur im Rahmen der UN-Charta und mit Mandat des Sicherheitsrats eingesetzt werden darf. Die Parlamentsbeteiligung muss auch bei „schnellen“ Verbänden ungeschmälert erhalten bleiben. Sie darf nicht – wie die Union das fordert – vermeintlichen militärischen Erfordernissen oder Bündniszwängen untergeordnet werden. Das ist nicht zuletzt im Interesse der Soldaten und ihrer Angehörigen, die einen zurückhaltenden und sehr verantwortlichen Umgang mit Militäreinsätzen wollen.


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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