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Zunehmende internationale Wehr- und Dienstungerechtigkeit

Veröffentlicht von: Webmaster am 22. Dezember 2005 19:53:14 +02:00 (6537 Aufrufe)
Anlässlich der Entlassung der letzten Wehrpflichtigen aus der slowakischen Armee erklärt Winfried Nachtwei, sicherheitspolitischer Sprecher:

Während Verteidigungsminister Jung ankündigt, angesichts der Wehrungerechtigkeit mehr Wehrpflichtige zu irgendwas einberufen zu wollen, entlässt heute die Slowakei ihre letzten Wehrpflichtigen aus dem Dienst. Damit erkennt ein weiterer Bündnispartner an, dass die Wehrpflicht überholt und unzumutbar ist. Dass die Slowaken "mehr Freiheit wagen", ist gut so und für die slowakischen jungen Männer eine schöne vorweihnachtliche Bescherung. Das gilt leider nicht für die Wehrpflichtigen in Deutschland. Für sie wächst die Wehr- und Dienstungerechtigkeit im Vergleich mit Gleichaltrigen anderer Länder.

Mit der großen Koalition ist die Frage des Ausstiegs aus der Wehrpflicht auf die lange Bank geschoben worden. Mit Merkels Motto "Mehr Freiheit wagen" waren nicht die Wehrpflichtigen gemeint. Und in der SPD will auch keiner mehr innerparteiliche Demokratie oder mehr Gerechtigkeit wagen. Die Wehrpflichtkritiker in der SPD haben kapituliert und im November auf den Beschluss zur Zukunft der Wehrpflicht verzichtet. Gegen die Pläne Jungs und des Generalinspekteurs gibt es keinen Widerspruch aus den Reihen der Sozialdemokraten.

Geht es nach der SPD und der Union, dann müssen die Wehrpflichtigen in Deutschland bis zum Sankt Nimmerleinstag zusehen, wie immer mehr ihrer Altersgenossen in anderen Ländern vom Recht auf Freizügigkeit und freie Berufswahl Gebrauch machen können. In Zeiten der Globalisierung hat die Frage der Wehr- und Dienstgerechtigkeit nicht nur eine innergesellschaftliche, sondern auch eine internationale Dimension. Amerikaner, Kanadier, Iren, Briten, Niederländer, Belgier, Luxemburger, Franzosen, Spanier, Portugiesen, Italiener, Slowenier, Ungarn, Tschechen und nun die Slowaken sind bereit, auf die Wehrpflicht zu verzichten. Jeder Wehrpflichtige in Deutschland fragt zu Recht: Warum ich?


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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