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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Leserbrief von Martin Kobler, Leiter der UN-Mission im Kongo, in der TAZ zur Reportage Ã¼ber blockierte Schutzverantwortung</title>
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    <span class="xar-mod-title">Album 2006 + DR Kongo</span>

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                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
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            Leserbrief von Martin Kobler, Leiter der UN-Mission im Kongo, in der TAZ zur Reportage Ã¼ber blockierte Schutzverantwortung         </h1>
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           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 17. September 2014 18:04:35 +01:00 (39602 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Am 9. August ver&ouml;ffentlichte die TAZ eine ersch&uuml;tternde und emp&ouml;rende Reportage zu UN-Soldaten, die ihren Schutzauftrag nicht ausf&uuml;hren durften. Das hat sich seit einem Jahr grundlegend ge&auml;ndert. MONUSCO-Chef Martin Kobler nimmt in seinem Leserbrief deutlich Stellung - auch zum sp&auml;rlichen deutschen Engagement.</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Leserbrief von Martin Kobler, Leiter der UN-Mission im Kongo, zum TAZ-Report &uuml;ber UN-Soldaten, die beim Morden nicht einschreiten durften: MONUSCO sch&uuml;tzt jetzt konsequent!</strong></p>
<p>Der Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung geh&ouml;rt inzwischen eigentlich zu den Pflichtaufgaben von UN-Truppen. Das wird aber &quot;von oben&quot; immer wieder blockiert. Das schilderte der&nbsp; ersch&uuml;tternde Reportage &nbsp;&bdquo;Wenn die Uniform sprechen k&ouml;nnte&ldquo; von Maryse Grari, die am 9. August 2014 in der TAZ erschien. Es war ein Report &uuml;ber blockierte Schutzverantwortung! <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F08%2F09%2Fa0144&amp;cHash=c50bd6700fd18434616dcba666aede1c">http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F08%2F09%2Fa0144&amp;cHash=c50bd6700fd18434616dcba666aede1c</a></p>
<p><strong>Der vollst&auml;ndige Leserbrief von Martin Kobler in der TAZ vom 17. September 2014:</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Mehr Engagement ist n&ouml;tig</span></strong></p>
<p>Unbekannte t&ouml;teten am 6. Juni 2014 in Mutarule 34 unbewaffnete Zivilisten. Sie hatten in der Kirche der kleinen Ortschaft im Osten der Demokratischen Republik Kongo Zuflucht gesucht. Weder die in der N&auml;he stationierten Soldaten der kongolesischen Armee noch die der Vereinten Nationen griffen ein.</p>
<p>Das Mutarule-Massaker best&auml;tigt den Tenor des Artikels. Der Artikel zitiert UN-Soldaten im Kongo aus der Zeit 2011 bis 2012, frustriert &uuml;ber ihre Rolle als passive Beobachter, &uuml;ber langsame Entscheidungswege und fehlende Anerkennung. Indes hat sich seit 2012 viel getan, es gibt durchaus Fortschritte in der Befriedung und Stabilisierung des Kongo. Ereignisse wie in Mutarule stellen heute eher ersch&uuml;tternde Ausnahmen dar, gewiss aber nicht die Regel. Der UN-Sicherheitsrat gab der UN-Friedensmission im Kongo 2013 ein robustes Mandat, um offensiv gegen bewaffnete Milizen mit einer 3.000 Mann starken Eingreiftruppe vorzugehen. Kaffeerunden von Blauhelm-Kommandeuren mit Warlords geh&ouml;ren damit der Vergangenheit an.</p>
<p>UN-Truppen k&auml;mpfen Seite an Seite mit der kongolesischen Armee. Zusammen haben sie bereits die M23 und die ADF besiegt, zwei der bedrohlichsten Rebellengruppen. Dabei sind 11 Blauhelme 2013 zu Tode gekommen, f&uuml;nf hat der Einsatz bislang in 2014 das Leben gekostet. Jetzt werden Eins&auml;tze gegen die FDLR geplant. Robustes Eingreifen in Kombination mit zivilen (Folge-)Ma&szlig;nahmen schafft die Grundlage f&uuml;r dauerhaften und nachhaltigen Frieden. Noch nie in der Geschichte der UN gab es eine solche Eingreiftruppe. Bis dato gab es auch keine unbewaffneten Aufkl&auml;rungsdrohnen. All dies ist pr&auml;zedenzlos.</p>
<p>Drohnen helfen Milit&auml;roperationen zu planen, aber auch Gefahren f&uuml;r Zivilisten fr&uuml;hzeitig zu identifizieren. So etwa am 15. Mai: Dank der Drohnenbilder rettete die UN-Mission 14 Personen von einem sinkenden Schiff auf dem Kivu-See. Der Schutz von Zivilisten ist die oberste Priorit&auml;t f&uuml;r alle UN-Mitarbeiter. Soldaten sind dabei nicht Akteure zweiter Klasse; im Gegenteil, ihnen kommt vielmehr eine besondere Verantwortung zu. Denn ihre Aufgabe ist es, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen mit milit&auml;rischen Mitteln zu stoppen. Wie UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki Moon zum 20. Jahrestag des V&ouml;lkermords in Ruanda erkl&auml;rte: Wenn Menschenleben in Gefahr sind, dann gilt: nicht fragen, handeln, egal woher die Bedrohung kommt!</p>
<p>Ich habe in Mutarule pers&ouml;nlich den Dorfbewohnern mein Beileid ausgesprochen und die Verantwortung f&uuml;r den Vorfall &uuml;bernommen. Der Kommandeur des UN-Milit&auml;rlagers wurde von seinen Aufgaben enthoben. Denn Passivit&auml;t ist keine Option. Niemals wieder Srebrenica, niemals wieder Ruanda. Weder im Kongo noch sonst wo.</p>
<p>Hierf&uuml;r brauchen wir auch die Hilfe der Bundesregierung. Deutschland ist gerade dabei zu definieren, was es hei&szlig;t, &ldquo;mehr globale Verantwortung&ldquo; zu &uuml;bernehmen. Die Diskussion &uuml;ber die Waffenlieferungen an die Kurden&nbsp; ist Teil dieses&nbsp; neuen Selbstverst&auml;ndnisses. Deutschland sollte sich auch in Afrika mehr engagieren. Afrikas Probleme sind politischer Natur. Entwicklungspolitische oder rein finanzielle Leistungen reichen nicht. Wir brauchen politisches Engagement, bilateral und im Rahmen der Vereinten Nationen. Unter den 20.000 Soldaten der UN-Friedensmission im Kongo ist kein Deutscher. Auch im zivilen Bereich sucht man Deutsche mit der Lupe. Es ist an der Zeit, sich st&auml;rker zu engagieren &ndash; im Interesse der Bev&ouml;lkerung im Kongo. Dort sind in den vergangenen 20 Jahren mehrere Millionen Menschen durch bewaffnete Konflikte und deren Ursachen gestorben. Die Menschen im Kongo haben Besseres verdient.</p>
<p>MARTIN KOBLER, Leiter der UN-Friedensmission im Kongo</p>
<p><a href="https://twitter.com/KoblerSrsg">https://twitter.com/KoblerSrsg</a></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. mein Bericht von der DGVN-Veranstaltung mit Kobler im Februar in Berlin unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1268">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1268</a>&nbsp;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Blog &bdquo;Kongo-Echo&ldquo; des TAZ-Redakteurs Dominic Johnson (blogs.taz.de/kongo-echo)</p>
<p>&nbsp;</p>
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