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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei im Deutschen Bundestag: Die Libanon-Mission UNIFIL hat ihren Auftrag der Waffenstillstandsabsicherung voll erfÃ¼llt</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=120-150&amp;aid=740</link>
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    <span class="xar-mod-title">/ e-politik.de / + Internationale Politik und Regionen</span>

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        <h1>
            Nachtwei im Deutschen Bundestag: Die Libanon-Mission UNIFIL hat ihren Auftrag der Waffenstillstandsabsicherung voll erfÃ¼llt         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 16. September 2008 16:02:00 +02:00 (155510 Aufrufe)            </div>
            <div>    Folgende Rede hielt Winfried Nachtwei im Deutschen Bundestag:</div>
            <div>    <p>
VizeprÃ¤sident
Dr. Hermann Otto Solms: 
</p>
<p>
Das Wort hat jetzt der Kollege Winfried Nachtwei von
BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen.
</p>
<p>
Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS
90/DIE GRÃœNEN): 
</p>
<p>
Herr PrÃ¤sident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor
zwei Jahren beschloss der UN-Sicherheitsrat die StÃ¤rÂ­kung der schon bestehenden Libanon-Mission UNIFIL. Dieses war damals unbedingt notwendig, um den WafÂ­fenstillstand abzusichern und die israelische See- und Luftblockade aufzuheben. Damals gab es - daran wurde heute auch schon von einigen erinnert - erhebliche BeÂ­denken.
Heute kÃ¶nnen wir feststellen - das hat sich im letzten Jahr schon angebahnt -: 
</p>
<p>
Erstens. Die Libanon-Mission UNIFIL hat
ihren AufÂ­trag der Waffenstillstandsabsicherung voll erfÃ¼llt.
</p>
<p>
(Beifall bei Abgeordneten des
BÃœNDNIS-SES 90/DIE GRÃœNEN und der SPD)
</p>
<p>
Auf der Seeseite hat sie ebenfalls ihren Auftrag
erfÃ¼llt: Seit einiger Zeit kÃ¶nnen wieder Seeverkehr und SeehanÂ­del wie vor dem
Krieg stattfinden. Die Bedenken, die es damals gegeben hat, haben sich nicht
bewahrheitet; das kann man Ã¼berprÃ¼fen. Deutschland hat sich nÃ¤mlich sehr wohl
als neutraler Beteiligter dieser UN-Mission erwieÂ­sen. Die Reaktionen von allen
Konfliktparteien belegen das eindeutig.
</p>
<p>
Zweitens. Provokative ÃœberflÃ¼ge seitens
der israeliÂ­schen Luftwaffe, die es anfangs immer wieder gegeben hat, sind seit
vorigem Jahr auf der Seeseite nicht mehr vorgekommen. Die entsprechenden
WaffenstillstandsÂ­brÃ¼che auf Landseite gibt es allerdings weiterhin. 
</p>
<p>
Drittens. Die Einsatzregeln, mit denen sich Kollegin Homburger damals ja sehr intensiv vom FeldherrnhÃ¼gel des Parlaments aus beschÃ¤ftigt hat, haben sich eindeutig bewÃ¤hrt. Sie waren richtig
fÃ¼r den Ansatz der UnterstÃ¼tÂ­zung, den wir verfolgten. Es handelte sich ja
nicht um eiÂ­nen Protektoratseinsatz.
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE
GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD und der FDP)
</p>
<p>
Viertens. BezÃ¼glich der BefÃ¼rchtungen in
Richtung Iran, die auch bei uns im Hintergrund standen, kann man eindeutig
festhalten: Es gab keinen militÃ¤rischen FlankenÂ­schutz fÃ¼r irgendwelche
DrohgebÃ¤rden oder AufmÃ¤rsche gegen den Iran. Im Gegenteil: Wir kÃ¶nnen
feststellen, dass im Laufe dieser zwei Jahre eine schrittweise ReduÂ­zierung unseres
Marinekontingentes mÃ¶glich wurde. 
</p>
<p>
Zugleich ist die zweite Aufgabe, die in
der Ã–ffentlichÂ­keit kaum wahrgenommen wird, nÃ¤mlich die AusbilÂ­dungs- und
AusrÃ¼stungshilfe, um die Libanesen selbst in die Lage zu versetzen, ihre
TerritorialgewÃ¤sser zu schÃ¼tÂ­zen, sehr gut gelaufen. Diese Aufgabe spielte fÃ¼r
unsere Marineeinheiten bei der UNIFIL-Mission eine so groÃŸe Rolle wie bei noch
keinem anderen Einsatz bisher. Das heiÃŸt, solche MaÃŸnahmen haben dazu
beigetragen, dass es hier tatsÃ¤chlich eine reale Exit-Perspektive gibt. 
</p>
<p>
(Beifall bei Abgeordneten des
BÃœNDNIS-SES 90/DIE GRÃœNEN und der SPD)
</p>
<p>
Die UNIFIL-Beteiligung ist notwendig,
verantwortÂ­bar und erfolgreich, aber selbstverstÃ¤ndlich nicht hinreiÂ­chend zur
StÃ¤rkung des gesamten Friedensprozesses und selbstverstÃ¤ndlich auch nicht
hinreichend zur kompletten Absicherung des Waffenstillstandes. Dazu wÃ¼rde gehÃ¶Â­ren,
den Waffenschmuggel ganz unter Kontrolle zu bekommen. Die Bundesregierung hat
hierbei vor zwei Jahren eine wichtige Aufgabe Ã¼bernommen, indem sie verantwortlich
beim Grenzmanagement mitwirkt. Leider muss ich in der <em>FAZ</em> vom 5. Juni dieses Jahres lesen, dass es mit diesem Ansatz
vor Ort Ã¤uÃŸerst trÃ¼be aussieht und dass dieser wichtige Anteil vom Scheitern
bedroht ist. Mich erinnert das sehr an die europÃ¤ische Polizeimission in Kabul.
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE
GRÃœNEN)
</p>
<p>
Hier, meine Herren Minister - da ist
natÃ¼rlich der AuÂ­ÃŸenminister gefragt oder vielleicht einmal der InnenÂ­minister
-, wÃ¤ren von Ihnen klare Worte zu der jetzigen Situation gefragt und dazu, wie
man aus dem SchlamasÂ­sel herauskommen will.
</p>
<p>
Ich habe sehr deutlich in Erinnerung,
dass die FDP und die Linke sehr fÃ¼r die StÃ¤rkung der Vereinten NatioÂ­nen sind;
die anderen Fraktionen auch, aber Sie haben das immer betont.
</p>
<p>
(Wolfgang Gehrcke [DIE LINKE]:
Wir besonders!)
</p>
<p>
Vor dem Hintergrund kann ich nicht verstehen, wie Sie
einer deutschen Beteiligung an einer von den Vereinten Nationen gefÃ¼hrten
Mission mit einer sehr bunten ZuÂ­sammensetzung - Chinesen sind dabei,
Indonesier usw. - die rote Karte zeigen kÃ¶nnen, 
</p>
<p>
(Eckart von Klaeden
[CDU/CSU]: Sehr richtig!)
</p>
<p>
wo doch diese Mission fÃ¼r das weitere Einhalten des
Waffenstillstandes offenkundig dringend notwendig, verantwortbar und
erfolgreich ist. Das haben Sie Ã¼briÂ­gens in Ihren Reden heute in keiner Weise
zeigen kÃ¶nÂ­nen.
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE
GRÃœNEN, bei der CDU/CSU und der SPD)
</p>
</div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
