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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Neuer Erfolg der deutsch-russischen AbrÃ¼stungszusammenarbeit - Start fÃ¼r die 3. Chemiewaffenvernichtungsanlage in Potschep</title>
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    <span class="xar-mod-title">/ e-politik.de / + Internationale Politik und Regionen</span>

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        <h1>
            Neuer Erfolg der deutsch-russischen AbrÃ¼stungszusammenarbeit - Start fÃ¼r die 3. Chemiewaffenvernichtungsanlage in Potschep         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 30. Juni 2008 08:39:54 +02:00 (167778 Aufrufe)            </div>
            <div>    Folgenden Bericht verfasste Winfried Nachtwei Ã¼ber die Grundsteinlegung fÃ¼r die Chemiewaffenvernichtungsanlage in Potschep/Westrussland:
</div>
            <div>      
<p align="center">
Neuer Erfolg der deutsch-russischen AbrÃ¼stungszusammenarbeit
</p>
<p align="center">
<strong>Start fÃ¼r die 3. Chemiewaffenvernichtungsanlage in Potschep</strong>
</p>
<p align="center">
von Winfried Nachtwei, MdB, abrÃ¼stungspolitischer Sprecher (6/08) 
</p>
<p>
<strong><em>Vx, Sarin und Soman sind Nervenkampfstoffe, die schon in kleinsten Mengen das Nervensystem blockieren, die Atmung lÃ¤hmen und Menschen qualvoll ersticken lassen. Mehr als 7.500 Tonnen dieser chemischen Kampfstoffe lagern in 67.000 MunitionskÃ¶rpern (vor allem Bomben) seit Jahrzehnten in der NÃ¤he des StÃ¤dtchens Potschep/Gebiet Brjansk ca. 400 km sÃ¼dwestlich von Moskau unweit der weiÃŸrussischen Grenze. Das Lager von Potschep beherbergt 18,8%  der deklarierten ChemiewaffenbestÃ¤nde Russlands und ist damit das grÃ¶ÃŸte der insgesamt sieben Chemiewaffen(CW)-Lager in Russland.</em></strong>
</p>
<p>
<strong><em>Am 10. Juni 2008 begleitete ich eine deutsche Delegation unter Leitung des stellvertretenden AbrÃ¼stungsbeauftragten des AuswÃ¤rtigen Amtes, Botschafter RÃ¼diger LÃ¼deking, nach Potschep, um als Mitglied des Unterausschusses fÃ¼r RÃ¼stungskontrolle, AbrÃ¼stung und Nichtverbreitung an der feierlichen Grundsteinlegung fÃ¼r die inzwischen dritte mit deutscher UnterstÃ¼tzung errichtete Chemiewaffenvernichtungsanlage in Russland teilzunehmen. Ende 2009 soll die Anlage in Betrieb gehen. Es war mein dritter Besuch in einer russischen Chemiewaffenvernichtungsanlage nach Gorny/Gebiet Saratov in SÃ¼drussland im Jahr 2000 und Kambarka/ Westural 2006. </em></strong>
</p>
<p>
<strong>Politischer Hintergrund</strong>
</p>
<p>
Das Chemiewaffen-Ãœbereinkommen (CWÃœ) ist seit April 1997 in Kraft. Im November 1997 wurde es auch von Russland ratifiziert. Inzwischen ist das CWÃœ von 184 Staaten ratifiziert. Irak, Syrien, Ã„gypten, Libyen, Angola, Somalia und Nordkorea haben das CWÃœ nicht unterzeichnet. Russland verpflichtete sich, binnen zehn Jahren seine damals 40.000 Tonnen deklarierten und an sieben Orten gelagerten CW-BestÃ¤nde sowie ehemalige Produktionsanlagen zu vernichten bzw. diese auf zivile Produktion umzustellen. 2003  wurde die Frist (29. April 2007) im Rahmen des CWÃœ verlÃ¤ngert. Sie lÃ¤uft lÃ¤ngstens bis zum 29. April 2012. 
</p>
<p>
Nach dem Terroranschlag des 11. September wurde das hohe Risikopotenzial der Altlasten des Kalten Krieges in Russland, vor allem der CW, Nuklearanlagen und Atom-U-Boote, bewusst und im Jahr 2002 die <strong>G8-Initiative â€žGlobale Partnerschaft</strong> gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und -materialien&quot; beschlossen. 
</p>
<p>
Im Fall Russlands gelten die Gefahren der Proliferation, der â€žAbzweigung&quot; von nuklearen Materialien und chemischen Kampfstoffen zu kriminellen und terroristischen Zwecken sowie der Abwanderung von Fachpersonal keineswegs als gebannt.
</p>
<p>
Die Teilnehmerstaaten der Globalen Partnerschaft verpflichteten sich, hierfÃ¼r binnen zehn Jahren 20 Milliarden US-$ aufzubringen. Die Bundesrepublik sagte bis zu  1,5 Mrd. US-$ zu, die USA 10 Mrd. $, die EU und Italien je 1 Mrd. Euro, GroÃŸbritannien und Frankreich je 750 Mio. $, Kanada 650 Mio. $, Japan 200 Mio. $. Russland selbst sagte 2 Mrd. $ zu. (vgl. Strengthening the Global Partnership, SGP Issue Brief Feb 2006, <a href="http://www.sgpprocect.org/">http://www.sgpprocect.org/</a>; Bundesministerium fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit; Die Globale G8-Partnerschaft - Deutsch-Russische Zusammenarbeit, BroschÃ¼re 2004, <a href="http://www.bmwa.bund.de/">http://www.bmwa.bund.de/</a>) 
</p>
<p>
Die Kosten der CW-Vernichtung sind enorm, sie betragen das mehr als Hundertfache der Herstellungskosten. Die geschÃ¤tzten Gesamtkosten des Vernichtungsprogramms in Russland stiegen seit 1997 von 3 auf 10 Mrd. US-$. Davon sollen 2-3 Mrd. $ von der Globalen Partnerschaft bestritten werden. (Die geschÃ¤tzten Kosten des US-Programm stiegen von 1987-2007 von 2 auf 40 Mrd. US-$)
</p>
<p>
Im Rahmen des CWÃœ deklarierten weitere Staaten ChemiekampfstoffbestÃ¤nde: Indien 1.055 to, SÃ¼dkorea 400-1.000 to, Albanien 16 to, Libyen 23,62 to. 
</p>
<p>
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne LÃ¤nder mehr produziert als deklariert haben.
</p>
<p>
<strong>Die deutsche AbrÃ¼stungshilfe</strong> im Bereich der chemischen Waffen begann lange vor Inkrafttreten des CWÃœ und geht auf einen Beschluss des Bundestages vom 24.6.1992 zurÃ¼ck. Noch am 16.12.1992 wurde das deutsch-russische Regierungsabkommen Ã¼ber Hilfeleistungen zur Eliminierung nuklearer und chemischer Waffen abgeschlossen und 1993 durch ein Ressortabkommen zwischen dem AA und der russischen Regierung ergÃ¤nzt. Ãœber das AA (Referat 244 AbrÃ¼stungszusammenarbeit/Projektumsetzung â€žGlobale Partnerschaft&quot;) stellte Deutschland fÃ¼r Gorny Leistungen im Wert von 50 Mio. Euro zur VerfÃ¼gung (13 der 14% auslÃ¤ndischen Anteils an den Gesamtkosten der Anlage), fÃ¼r Kambarka Leistungen von Ã¼ber 150 Mio. Euro (17 der 20% auslÃ¤ndischer Gelder). FÃ¼r Potschep sind bis 2009 insgesamt Leistungen Ã¼ber 140 Mio. Euro geplant. In 2008 gehen aus dem AA-Haushalt wahrscheinlich Ã¼ber 50 Mio. Euro in die CW-Vernichtung. 
</p>
<p>
UrsprÃ¼nglich wollte Deutschland als dritte Anlage in Russland die in Leonidovka unterstÃ¼tzen. Da wegen des vorlÃ¤ufigen Bundeshaushaltes 2006 die deutsche Hilfe nicht langfristig zugesagt werden konnte, entschied sich die russische Seite dafÃ¼r, die Anlage ohne auslÃ¤ndische UnterstÃ¼tzung zu errichten. Mit der Verstetigung der Haushaltsmittel und den mit dem Bundeshaushalt 2006 geschaffenen VerpflichtungsermÃ¤chtigungen konnte Deutschland dann bei Potschep einsteigen. 
</p>
<p>
(Ãœber das BMWi lÃ¤uft das U-Boot-Entsorgungsprojekt: Bau eines landseitigen Langzeitzwischenlagers fÃ¼r 150 U-Boot-Reaktorsektionen und 28 nukleare Objekte von Ãœberwasserschiffen; Errichtung eines regionalen Entsorgungszentrums fÃ¼r radioaktive AbfÃ¤lle; Atom-U-Boot-Zerlegung etc. HierfÃ¼r wurden bisher 255 Mio. Euro ausgegeben. Ebenfalls Ã¼ber das AA lÃ¤uft das Projekt â€žPhysischer Schutz russischer Nukleareinrichtungen&quot;: Dazu gehÃ¶rt auch die sicherheitstechnische Modernisierung von Atomwaffenlagern.) 
</p>
<p>
<u>Andere BeitrÃ¤ge zur CW-Vernichtung</u> in Russland: Von Seiten der USA ca. 1,2 Mrd. US-$, davon 1,04 Mrd. fÃ¼r Schtschutschje, wo die Zusammenarbeit offenbar schwierig war und sich die Fertigstellung enorm verzÃ¶gerte. (Ursprungstermin 2005!)
</p>
<p>
Von den zugesagten 750 Mio. $ verausgabte GB erst 50 Mio. vor allem fÃ¼r Schtschutschje. Zusammenarbeit bez. Kizner wurde abgesagt. 
</p>
<p>
Kanada verausgabte von seinen zugesagten 700 Mio. $ ca. 150 Mio., davon 100 Mio. fÃ¼r Schtschutschje. 
</p>
<p>
Italien hatte in 2004 360 Mio. Euro fÃ¼r Potschep zugesagt. Das Abkommen ist bisher von Italien nicht ratifiziert.  Frankreich verausgabte bisher von zugesagten 750 Mio. Euro 20 Mio. fÃ¼r Schtschutschje (Umweltmonitoring).  
</p>
<p>
Die EU-Kommission verausgabte von zugesagter 1 Mrd. Euro bisher 13 Mio. (!), davon 10 Mio. Ã¼ber das AA fÃ¼r Gorny und Kambarka. Weitere Geber sind die Schweiz (u.a. fÃ¼r Green Cross Russland) und die Niederlande.  
</p>
<p>
Nur die USA und Deutschland unterstÃ¼tzen und beliefern direkt die CW-Vernichtungstechnologie. 
</p>
<p>
<strong>Potschep</strong> ist ein weiterer wichtiger Fortschritt bei dem BemÃ¼hen, die geÃ¤chtete Waffenkategorie der Chemiekampfstoffe auch tatsÃ¤chlich unschÃ¤dlich zu machen - in einem komplizierten und teuren technischen Prozess. Unter den hier lagernden 67.000 MunitionskÃ¶rpern befinden sich Bomben von bis zu 400 kg! 
</p>
<p>
Von den deklarierten 40.000 Tonnen Chemiekampfstoffen in Russland wurden bisher rund 25% (teil-)vernichtet: 1.250 to Hautkampfstoffe Lost und Lewesit in der Pilotanlage Gorny, der grÃ¶ÃŸte Teil der 6.350 to Lewesit in Kambarka am Ural. In Maradikowskij bei Kirov findet bisher nur die erste Vernichtungsstufe (Hydrolyse ohne Verbrennung) statt. Hier wurden bis MÃ¤rz 2008 4.200 to Vx-Nervengas aus 20.000 Granaten vernichtet. Die vierte Anlage in Leonidovka/Gebiet Pensa (550 km sÃ¼dÃ¶stlich von Moskau) nahm Mitte Juni ihren Betrieb auf. Die Anlage in Schtschutschje soll nach erheblichen VerzÃ¶gerungen im August ihren Betrieb aufnehmen. Die Anlage in Kisner bei Kazan ist zzt. im Bau. Hier lagern Ã¼ber 2 Mio. kleinere MunitionskÃ¶rper. Sie soll 2009 in Betrieb gehen. Insgesamt sollen die russischen CW-BestÃ¤nde bis zum 29. April 2012 vernichtet werden. 
</p>
<p>
(Von den 31.500 to deklarierten US-BestÃ¤nden in 9 Lagern sind bisher 54% vernichtet. Zu 100% geschafft sind Johnston Atoll, Aberdeen, zu 71% Tooele, zu 44% Anniston, zu 32% Umatilla, zu 15% Pine Bluff, zu 85% neutralisiert Newport, zu 0% Pueblo und Blue Grass.) 
</p>
<p>
<strong>Gewalttour in friedlichem Auftrag</strong>
</p>
<p>
Um 5.00 Uhr (3.00 Uhr MEZ) startet unser Delegationsbus am Traditionshotel Metropol in Sichtweite des Kreml. Unter Leitung des Stellv. Beauftragten der Bundesregierung fÃ¼r Fragen der AbrÃ¼stung und RÃ¼stungskontrolle, Botschafter RÃ¼diger LÃ¼deking, gehÃ¶ren zur Delegation der Leiter des Referats AA-244 â€žAbrÃ¼stungszusammenarbeit/Globale Partnerschaft&quot; Dr. Andreas Pfaffernoschke, seine Stellvertreterin Astrid Wolf und Matthias Salomon-LÃ¼er, Mitarbeiter des Bundesamtes fÃ¼r Wehrtechnik und Beschaffung/BWB, MitarbeiterInnen der Firma Eisenmann/Envirotherm, Mitarbeiter der Botschaft und ich. Noch ist gutes Durchkommen in der Stadt, in der tÃ¤glich 14 Millionen Menschen unterwegs sein sollen und der Autoverkehr auch auf den breitesten Rennschneisen immer dichter und stockender wird. Entlang der M-3 Richtung Kiew zeigt sich die russische Weite an diesem blauen Sonnentag von ihrer freundlichsten Seite. Wiesen und WÃ¤lder und WÃ¤lder und Wiesen, ganz selten mal in der Ferne eine Ortschaft, ein Kirchturm. Von der Grenze des Gebietes Brjansk an verschafft uns ein blinkender und heulender Polizei-Audi permantes Ãœberholrecht. In HÃ¶he Potschep biegen wir von der M-13 nach SÃ¼den Richtung Semtsy ab. Gelbe Schilder signalisieren linker Hand das Sperrgebiet mit dem CW-Lager. 12 km sÃ¼dlich davon befindet sich das BaugelÃ¤nde. Statt der geplanten sechs brauchen wir fast sieben Stunden, so dass die Zeremonie gekÃ¼rzt wird. Die BegrÃ¼ÃŸung mit Brot und Salz entfÃ¤llt. DafÃ¼r gibt es die Nationalhymnen zwei Mal. 
</p>
<p>
Das KerngelÃ¤nde umfasst ein eingezÃ¤untes und gerodetes Areal von ca. 300 x 400 Meter. WÃ¤hrend entlang der StichstraÃŸe krÃ¤ftig Rohre fÃ¼r Gas, Wasser etc. verlegt werden, hat sich auf dem GelÃ¤nde noch nicht viel getan. Der Vorschrift wegen bekommen wir alle einen weiÃŸen Bauhelm. 
</p>
<p>
Von der TribÃ¼ne sprechen vor ca. Ã¼ber 100 Versammelten Prof. Victor Cholstow, stellv. Leiter der FÃ¶deralen Agentur fÃ¼r Industrie, Botschafter LÃ¼deking, ich als Vertreter des Bundestages, der Gouverneur des Gebiets Brjansk, Nikolaj W. Denin, der Duma-Abgeordnete Andrej J. Botscharow und schlieÃŸlich der mir seit 2000 bekannte Generalleutnant Kapaschin, Leiter der FÃ¶deralen BehÃ¶rde fÃ¼r die sichere Lagerung und Entsorgung von Chemiewaffen. 
</p>
<p>
Botschafter LÃ¼deking<em> erinnert an den Abschluss des deutsch-russischen Regierungsabkommens von Dezember 1992 und den erheblichen gemeinsamen Leistungen seitdem. â€žNicht ohne Stolz kann ich sagen: Deutschland war wesentlich an der Errichtung von zwei der drei derzeit in der Russischen FÃ¶deration in Betrieb befindlichen Chemiewaffenvernichtungsanlagen beteiligt.(...) Noch immer warten Ã¼ber 25.000 to chemische Kampstoffe darauf, innerhalb der nÃ¤chsten knapp 4 Jahre vernichtet zu werden. (...) Die technischen und Ã¶konomischen Herausforderungen, vor denen unsere russischen Partner dabei stehen, sind gewaltig. (...) Die historische Aufgabe der Vernichtung einer ganzen Kategorie von schrecklichen Massenvernichtungswaffen hat fÃ¼r die Bundesregierung weiterhin hohe sicherheits- und abrÃ¼stungspolitische PrioritÃ¤t. Die UnterstÃ¼tzung der entschlossenen russischen BemÃ¼hungen liegt auch im deutschen Interesse. Unser gemeinsames Projekt in Potschep und die heutige Grundsteinlegung fÃ¼r das GebÃ¤ude 11 sind der konkrete Beweis dieser UnterstÃ¼tzung. Bis Ende 2009 soll hier die komplette Anlage fÃ¼r die thermische Entsorgung der chemischen Kampfstoffe und fÃ¼r das AusglÃ¼hen der MunitionskÃ¶rper betriebsfertig sein.&quot; Nach dem Dank an die russischen Partner der FÃ¶deralen BehÃ¶rden und die Mitarbeiter der Firma Eisenmann fÃ¼r die stets konstruktive, engagierte und kompetente Zusammenarbeit geht Botschafter LÃ¼deking in diplomatischen Worten auf das Dauerproblem einer Projektplanung ein, die â€žunsere Zusammenarbeit vor besondere Herausforderungen&quot; stellte und â€žeine Anpassung des ursprÃ¼nglichen Zeitplans unvermeidbar&quot; machte. â€žWir lassen uns dadurch aber weder entmutigen, noch zur UntÃ¤tigkeit verdammen. Ich bin sicher: Wir werden nach der heute erfolgten Grundsteinlegung die zÃ¼gige Fertigstellung und Inbetriebnahme erreichen.&quot;</em> 
</p>
<p>
In Bewusstsein der deutsch-sowjetischen Kriegsgeschichte dieser Region, beflÃ¼gelt vom historischen Lichtblick unserer heutigen AbrÃ¼stungszusammenarbeit und erleichtert, nicht wieder wie in Kambarka bei schneidender KÃ¤lte, sondern in FrÃ¼hsommerwÃ¤rme reden zu kÃ¶nnen,  wende ich mich an die Versammelten: 
</p>
<p>
<em>Sehr geehrter Herr Professor Cholstow, sehr geehrter Herr Gouverneur, </em>
</p>
<p>
<em>sehr geehrter Herr General Kapaschin, sehr geehrte Kollegen Abgeordnete,</em>
</p>
<p>
<em>sehr geehrte Damen und Herren, </em>
</p>
<p>
<em>ich Ã¼berbringe Ihnen die herzlichen GrÃ¼ÃŸe des Deutschen Bundestages. Das deutsche Parlament fasste schon 1992 den vorausschauenden Beschluss, die Aufnahme einer deutsch-russischen AbrÃ¼stungszusammenarbeit zu fordern. Immerhin 10 Jahre vor dem Programm der â€žGlobalen Partnerschaft&quot;. </em>
</p>
<p>
<em>Mir ist es eine besondere Freude, heute bei der Grundsteinlegung dabei sein zu kÃ¶nnen. Im Jahr 2000 habe ich in Gorny und in 2006 in Kambarka gesehen, in welch vorzÃ¼glicher Weise hier russische und deutsche Experten zusammenarbeiten. </em>
</p>
<p>
<em>Bisher ging es um Hautkampfstoffe. Hier in Potschep geht es um die Vernichtung von mehr als 7.500 to Nervenkampfstoffe, von VX, Sarin und Soman. Im Unterschied zu allen anderen einmal entwickelten Waffen wurden Nervenkampfstoffe nie eingesetzt. Jetzt soll dieses Teufelszeug endlich vernichtet werden. </em>
</p>
<p>
<em>Vor genau 20 Jahren hatte ich die Gelegenheit, den westlichen Teil der damaligen Sowjetunion - WeiÃŸrussland - zu besuchen. Dort  stieÃŸ ich auf die Spuren des deutschen Ãœberfalls und Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion. Ich erfuhr von der Doppelschlacht von Wjasma-Brjansk im Oktober 1941. Ich fand den  Befehl des Oberkommandos der 2. Panzerarmee Ã¼ber eine Aktion zur PlÃ¼nderung und Vertreibung der Einwohner im Gebiet Brjansk. </em>
</p>
<p>
<em>Damals wÃ¤re vÃ¶llig unvorstellbar gewesen, was heute hier geschieht, dass Russen und Deutsche gemeinsam daran arbeiten, die Altlasten des Kalten Krieges zu beseitigen. </em>
</p>
<p>
<em>Der Deutsche Bundestag bewilligt Jahr fÃ¼r Jahr die Gelder fÃ¼r die deutsch-russische AbrÃ¼stungszusammenarbeit. Ich muss gestehen, dass es im Parlament auch Stimmen gibt, die das kritisieren. Sie verweisen darauf, dass der deutsche Staatshaushalt hoch verschuldet ist, der russische hingegen schuldenfrei. Diese Kollegen erinnere ich daran, </em>
</p>
<ul>
	<li><em>dass wir gemeinsames Interesse an der Vernichtung der Chemiekampfstoffe haben,</em></li>
	<li><em>dass eine deutsche Spezialfirma, Eisenmann aus Baden-WÃ¼rtemberg, das HerzstÃ¼ck der ganzen Anlage erstellt, </em></li>
	<li><em>dass die russische und deutsche Seite verlÃ¤sslich ihre BeitrÃ¤ge leisten. </em></li>
</ul>
<p>
<em>Ich wÃ¼nsche allen Beteiligten, dass sie ihre Fristen einhalten kÃ¶nnen, damit die Anlage Ende 2009 in Betrieb gehen kann. Auf Wiedersehen Ende 2009 in Potschep! Ich danke Ihnen.&quot;  </em>
</p>
<p>
Nach Verlesen der Gedenkurkunde wird diese in einer Stahlkapsel in das Fundament des kÃ¼nftigen GebÃ¤udes 11 eingelassen. In der Gedenkurkunde heiÃŸt es:
</p>
<p>
<em>â€žerfÃ¼llt von der Entschlossenheit zu handeln, um einen wirksamen Fortschritt in Richtung auf eine allgemeine und vollstÃ¤ndige AbrÃ¼stung zu erzielen,</em>
</p>
<p>
<em>in dem Wunsch, zur Verwirklichung der Ziele und GrundsÃ¤tze der Charta der Vereinten Nationen beizutragen (...)</em>
</p>
<p>
<em>Die deutsch-russische Zusammenarbeit dient dem Ziel, eine ganze Kategorie von Massenvernichtungswaffen fÃ¼r immer zu vernichten und damit dem Weltfrieden zu dienen.&quot;  </em>
</p>
<p>
<strong>GebÃ¤ude 11</strong>
</p>
<p>
Das von Deutschland mit 140 Mio. Euro gefÃ¶rderte Projekt beinhaltet die Errichtung einer Anlage fÃ¼r die thermische Entsorgung von Reaktionsmasse, flÃ¼ssigen und festen Reststoffen sowie fÃ¼r das AusglÃ¼hen und die Bearbeitung von entleerten MunitionskÃ¶rpern. Die AusrÃ¼stung entspricht weitgehend der in Gorny und Kambarka installierten. Wegen der hÃ¶heren GefÃ¤hrlichkeit der Nervenkampfstoffe (ungefÃ¤hr hundertfache TÃ¶dlichkeit im Vergleich zu Hautkampfstoffen) ist die Verfahrenstechnik hier noch aufwendiger. 
</p>
<p>
Generalauftragnehmer ist die Firma Eisenmann Anlagenbau GmbH &amp; Co KG, BÃ¶blingen. (<a href="http://www.eisenmann.de/">www.eisenmann.de</a>)  
</p>
<p>
Die Vernichtung der 4.851,5 to Vx, der 2.443,2 to ZÃ¤hsoman und 252,4 to Sarin geschieht nach einem russischen, von der OVCW anerkannten Verfahren: Zuerst wird der Kampfstoff durch Zugabe von Chemikalien in eine hochtoxische Reaktionsmasse verwandelt. Diese wird in zwei Linien fÃ¼r Reaktionsmassen und flÃ¼ssige Reststoffe in zwei Hochturbulenzreaktoren (TURAKTOR) bei ca. 1.200 Â°C verbrannt. FlÃ¼ssige Reststoffe sollen bis zu 2.000 kg/h verbrannt werden kÃ¶nnen, feste Reststoffe bis zu 900 kg/h.
</p>
<p>
Das dabei entstehende Rauchgas wird in einem mehrstufigen Verfahren (Quenche, WÃ¤scher, Elektrofilter) von Schadstoffen gereinigt und Ã¼ber einen Kamin ins Freie abgegeben. 
</p>
<p>
Die entleerten und gespÃ¼lten MunitionskÃ¶rper werden eine Stunde lang im Ofen bei bis zu 900 Â°C ausgeglÃ¼ht und dann deformiert oder zerschnitten.
</p>
<p>
Die Gesamtanlage ist ausgelegt im Rahmen der entsprechenden deutschen und russischen Gesetze, Vorschriften und Normen und den besonderen Bestimmungen fÃ¼r die Entsorgung toxischer Stoffe. 
</p>
<p>
Das GebÃ¤ude 11 wird mit allen Anlagen als funktionsfÃ¤hige Einheit schlÃ¼sselfertig geliefert. 
</p>
<p>
Nach Abschluss des Vertrages der Fa. Eisenmann mit der zustÃ¤ndigen FÃ¶deralen Agentur fÃ¼r Industrie im MÃ¤rz 2007 verzÃ¶gerte sich die Projektabwicklung, weil technische Anforderungen mehrfach prÃ¤zisiert und geÃ¤ndert wurden. Das erforderte mehrere VertragsÃ¤nderungen und hatte die Verschiebung des ursprÃ¼nglichen Starttermins von Februar auf November 2009 zur Folge. Hinzu kamen Ãœberschwemmungen des Bauplatzes. 
</p>
<p>
Die Fa. Eisenmann plant fÃ¼r September 2008 eine Vormontage der Anlage in Holzgerlingen bei Stuttgart. Nach der Vorabnahme durch die russische Seite soll die Anlage nach Russland versandt und dort montiert werden. DafÃ¼r ist es ausschlaggebend, dass bis zum Winterbeginn im November das GebÃ¤ude 11 steht. Alle Beteiligten sind sehr gespannt, ob diese Deadline eingehalten werden kann.
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<p>
<strong>Ã–ffentlichkeit + Transparenz</strong>
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<p>
Im einige Kilometer entfernten Komplex â€žInternationale Inspektionen&quot; sind die GebÃ¤ude mit weiÃŸen und blauen Luftballons geschmÃ¼ckt. Hier werden stÃ¤ndig 10-12 internationale Inspekteure untergebracht sein. 
</p>
<p>
Zur <u>Pressekonferenz</u> sind ca. 30 JournalistInnen erschienen, wie es scheint, Ã¼berwiegend aus der Region. Die angemeldeten deutschen Journalisten sind nicht gekommen. (Die AA-Pressemitteilung vom Tage findet in den Medien keinerlei Widerhall.)
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Botschafter LÃ¼deking hatte 1987 bis 1990 an den Genfer Verhandlungen zum CWÃœ teilgenommen. Im GedÃ¤chtnis sei die sehr gute und verlÃ¤ssliche Zusammenarbeit mit der damaligen sowjetischen Delegation. Damals habe sich gezeigt, was mit gutem Willen trotz Kaltem Krieg mÃ¶glich war.
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Ein Thema sind die anfÃ¤nglichen Proteste in der BevÃ¶lkerung. Der Gouverneur verweist auf die Notwendigkeit von Offenheit und Informationen sowie das Diagnosezentrum. Potschep bekomme ein Krankenhaus, Schulen, Wohnraum und zusÃ¤tzliche Haushaltsmittel. 
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Auf eine Frage nach den Sicherheitsgarantien wird betont, dass die hiesigen Bestimmungen den internationalen Anforderungen entsprechen wÃ¼rden. Bei bisherigem Vernichtungsbetrieb habe es bisher keinerlei VorfÃ¤lle gegeben. Eine militÃ¤rische Einheit bewache die Anlage bis 2012.  Insgesamt werden hier 1.500 Personen arbeiten, die HÃ¤lfte davon aus der Region. 
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(Am 31.10.-1.11.2007 fand in Moskau der <u>9. Nationale Russische Dialog</u> Ã¼ber Chemiewaffen Nichtverbreitung und Vernichtung statt. Zu der von Green Cross Russia, Green Cross Switzerland und Global Green USA organisierten Tagung kamen ca. 150 Experten von lokalen und fÃ¶deralen BehÃ¶rden, Bewohner der von der CW-Vernichtung betroffenen Regionen, auslÃ¤ndische Diplomaten, Wissenschaftler und Medienvertreter zusammen. Ausgangspunkt dieses Dialogprozesses ist, dass die Chemiewaffen wegen zu groÃŸer Transportrisiken nur an den Orten ihrer Lagerung vernichtet werden kÃ¶nnen, dass diese Vernichtung aber nur mit UnterstÃ¼tzung der betroffenen BevÃ¶lkerung und nicht gegen sie gelingen kann. Die erste UnterstÃ¼tzung fÃ¼r die Beteiligung der Zivilgesellschaft kam von der Schweizer Regierung. Dann beteiligte sich auch die russische Regierung. Vgl. dazu der Beitrag von Prof. Cholstov in der Dokumentation der Tagung des 9. Nationalen Russischen Dialogs.)
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<strong>Die Chemie stimmt</strong>
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Den Abschluss der Grundsteinlegung bildet ein Ã¼ppiges Arbeitsessen in kleinem Kreis. Nach dem formalen Ernst der vorherigen Zeremonien und Reden bekommen nun GefÃ¼hl und Witz ihre, von Trinkspruch zu Trinkspruch wachsende Chance. Besonderes Lob erfahren von Prof. Cholstow und General Kapaschin zwei Abwesende: Kollegin Uta Zapf, Vorsitzende des Unterausschusses AbrÃ¼stung des Bundestages, und der so erfahrene wie abgehÃ¤rtete Horst Minning vom BWB. Der General erinnert sich noch sehr deutlich an seine Begegnung der neuen Art, als ihm bei unserem ersten Besuch im Jahr 2000 eine starke Abgeordnete seinen Redefluss unterbrach und ihm bei den Verhandlungen Paroli bot.
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Ein Medizinprofessor spricht mich auf meine â€žflammende Rede&quot; an: Von vier BrÃ¼dern sei nur sein Vater aus dem Krieg zurÃ¼ck gekommen. Seine Tochter sei jetzt mit ihrem Mann, einem Diplomaten in Berlin und habe dort eine Tochter geboren. Sie sei â€žgut versorgt&quot;, sagt er mit deutlicher Bewegung. 
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Auf der RÃ¼ckfahrt fahren wir noch kurz durch den 17.000-Einwohner-Ort Potschep, Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons und 80 km sÃ¼dwestlich der Oblasthauptstadt Brjansk. Potschep wurde am 22. August 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt und am 21. September von der Roten Armee zurÃ¼ckerobert. Potschep liegt in einem sanft welligen GrÃ¼nland mit Wiesen, Baumgruppen und WÃ¤ldern. Die vielen traditionellen HolzhÃ¤user machen einen ordentlichen, keineswegs Ã¤rmlichen Eindruck. Etliche sind frisch gestrichen. Im Ortszentrum werden die GebÃ¤ude zweistÃ¶ckig, Ã¼berragt von einer Kirche und einem kleinen Kaufhaus.
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ZurÃ¼ck nach Moskau brauchen wir mit unserem engen Kleinbus fast 8 Stunden. Insgesamt waren wir heute bald 15 Stunden auf (Bus-)Achse.
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<strong>Politische GesprÃ¤che</strong>
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Am Vortag GesprÃ¤ch in der Staatsduma mit Juri Aleksandrowitsch Kwizinski, erster stellv. Vorsitzender des AuswÃ¤rtigen Ausschusses der Staatsduma, 1978-1980 an der sowjetischen Botschaft in Bonn, Kommunistische Partei. Themen sind die aktuelle Krise um den KSE-Vertrag, eine AnhÃ¶rung der Duma zu Post-Conflict-Regionen, die deutsche Politik gegenÃ¼ber dem ehemaligen Jugoslawien, die Politik von USA und NATO generell, das Afghanistan-Engagement des Westens vor dem Hintergrund der sowjetischen Erfahrungen, das enorme Konfliktpotenzial eines NATO-Beitritts der Ukraine. 
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Der sehr gut Deutsch sprechende langjÃ¤hrige Diplomat hat unverkennbar hohe Sympathie gegenÃ¼ber Deutschland - und bewegt sich dabei voll im Rahmen sowjetischer Wahrnehmungs- und Politikmuster. Das westliche Afghanistan-Engagement begrÃ¼ÃŸt er auÃŸerordentlich, auch die Genehmigung des militÃ¤rischen Transits Ã¼ber russisches Gebiet - allerdings aus Ã¼berraschenden GrÃ¼nden: So lange die NATO dort sei, bestehe keine Gefahr fÃ¼r andere LÃ¤nder, dass ihnen von der NATO â€žgeholfen&quot; werde. Die Sowjetunion sei nur aus ideologischen GrÃ¼nden in Afghanistan gewesen, sie habe dort nichts zu suchen gehabt. In diesem Land gebe es eine Regel: Eine Demokratie nach westlichem Muster gebe es dort nie. Die VÃ¶lker dort seien in einem Zustand, der das nicht zulassen wÃ¼rde. Dort in die die Tiefe einzudringen, brauche Jahrzehnte, viel Geld und HartnÃ¤ckigkeit. Unsinn sei, dort von Aufbauprozess zu sprechen. Afghanistan mÃ¼sse man in Ruhe lassen.    
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<strong>Zusammenfassung</strong> 
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Nirgendwo auf der Welt gibt es technisch so fortgeschrittene Anlagen zur Chemiewaffenvernichtung wie die in Kambarka und kÃ¼nftig in Potschep. Bisher geschieht in Russland eine vollstÃ¤ndige Vernichtung von Chemiekampfstoffen allein in den mit deutscher AbrÃ¼stungshilfe errichteten Anlagen.  Die Hunderte Mio. Euro aus Deutschland fÃ¼r Gorny, Kambarka, Potschep, den Schutz nuklearer Materialien und die Zerlegung und Zwischenlagerung der Atom-U-Boote sind eine Investition in internationale und gemeinsame Sicherheit und kommen beiden Seiten zugute. Dass hierbei Deutschland offenbar â€žprivilegierter Partner&quot; Russlands ist, liegt nicht einfach an besonderer Freigebigkeit, sondern der besonderen technischen und interkulturellen Kompetenz auf deutscher Seite (einige der inzwischen pensionierten Experten haben als DDR-BÃ¼rger in Russland studiert) und einer harten, ergebnisorientierten Verhandlungsmethode. Die zustÃ¤ndigen Beamten von AA und BWB sowie die Mitarbeiter der Firmen erfahre ich auch dieses Mal wieder als ausgesprochen kompetent, ausdauernd, offen und herzlich. Es sind Pioniere praktischer AbrÃ¼stung.
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Die kontinuierliche Begleitung der AbrÃ¼stungszusammenarbeit durch den Bundestags-Unterausschuss AbrÃ¼stung, RÃ¼stungskontrolle und Nichtverbreitung scheint gerade fÃ¼r den Fortgang der CW-Vernichtung recht hilfreich zu sein. 
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Bedauerlich ist, wie â€žverlÃ¤sslich&quot; die Lichter dieser hoffnungsvollen und vorbildlichen AbrÃ¼stungszusammenarbeit unter dem Scheffel bleiben.
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Weitere Informationen:</u>
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<em>- Green Cross Russia/Green Cross Switzerland/Global Green USA: 9th Russian National Dialogue On Chemical Weapons Nonproliferation And Destruction, 31. October-1- November 2007 Moscow (www.green-cross.rus/CWD-2007-Text-eng.pdf)</em>
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<em>- OPCW - THE SAFE DESTRUCTION OF THE CHEMICAL WEAPONS IN THE RUSSIAN FEDERATION, Photo-Exhibition to the Second Special Session of the Conference of the States Parties to Review the Operation of the Chemical Weapon Convention, 7.-18. April 2008 The Hague, ARMS-TASS Moskau 2008</em>
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<em>- Paul Walker (Global Green USA): Five Year CWC Review Conference The Hague, The Netherlands, April 9, 2008 (www.cwc2008.files.wordpress.com/2008/04/walker-presentation.pdf)    </em>
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<em>- Winfried Nachtwei:  Deutsch-Russischer AbrÃ¼stungserfolg am Ural: Inbetriebnahme der CW-Vernichtungsanlage in Kambarka, Februar 2006 (www.nachtwei.de)</em>
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<em>- Winfried Nachtwei: Besuch der Polotanlage fÃ¼r Chemiewaffenvernichtung in Gorny/Gebiet Saratov 4./5. September 2000</em>
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