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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Aufregung um Afghanistan-Konferenz ist absurd</title>
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    <span class="xar-mod-title">/ e-politik.de / + Internationale Politik und Regionen</span>

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        <h1>
            Aufregung um Afghanistan-Konferenz ist absurd         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 4. April 2007 16:42:40 +02:00 (124798 Aufrufe)            </div>
            <div>    Zu Kurt Becks Idee einer Afghanistan-Konferenz unter Beteiligung der Taliban erklÃ¤ren <strong>JÃ¼rgen Trittin</strong>, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und <strong>Winfried Nachtwei</strong>, Sprecher fÃ¼r Sicherheits- und AbrÃ¼stungspolitik:</div>
            <div>    <p>Die Aufregung vor allem in der CDU Ã¼ber Kurt Becks Vorschlag einer Friedenskonferenz unter Teilnahme der Taliban ist absurd.</p><p>LÃ¤ngst redet die afghanische Regierung mit militanten KrÃ¤ften und diskutiert Amnestien. Das dies ein schwieriges Unterfangen ist, hat dass Scheitern der Vereinbarung mit den StammesÃ¤ltesten in der Region &quot;Musa Qala&quot; gezeigt. Bei solchen Versuchen geht es nicht um Appeasement gegen Terroristen, sondern eine gezielte Einbindung militanter KrÃ¤fte.</p><p>Nicht alle oppositionellen militanten KrÃ¤fte sind Taliban. Die &quot;Taliban&quot; sind lÃ¤ngst keine homogene Gruppe mehr, UnterstÃ¼tzung kommt von anderen militanten Gruppen und Stammesstrukturen. Es gilt zu differenzieren, um politische SpielrÃ¤ume fÃ¼r Verhandlungen zu nutzen. Denn das militÃ¤rische Vorgehen allein hat in den letzten Monaten den Zulauf fÃ¼r die Taliban und andere militante Gruppen erhÃ¶ht.</p><p>Dennoch ist der Vorschlag von Kurt Beck nicht gut durchdacht. Eine Konferenz ist kein Wundermittel, um die schwierige Lage in Afghanistan zu beruhigen - schon gar nicht eine Konferenz in Deutschland. Im Gegensatz zum Petersberg-Prozess und den Bonn-Konferenzen sind mittlerweile afghanische Institutionen aufgebaut. Die Verantwortung liegt bei der afghanischen Regierung, die durch die internationale Gemeinschaft unterstÃ¼tzt wird. Eine Friedenskonferenz muss deshalb vor Ort stattfinden und maÃŸgeblich von der afghanischen Regierung gesteuert werden. Eine solche Konferenz, die alle Konfliktgruppen einschlieÃŸt, kÃ¶nnte dann einen positiven Beitrag leisten. FÃ¼r rethorische SchnellschÃ¼sse und parteipolitische WinkelzÃ¼ge in Deutschland ist sie nicht geeignet.</p></div>


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