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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei im Bundestag zum Tornado-Einsatz</title>
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    <span class="xar-mod-title">/ e-politik.de / + Internationale Politik und Regionen</span>

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        <h1>
            Nachtwei im Bundestag zum Tornado-Einsatz         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 28. Februar 2007 22:39:29 +02:00 (125836 Aufrufe)            </div>
            <div>    In der Bundestagsdebatte Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung: <strong>Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz einer Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001), 1413 (2002), 1444 (2002), 1510 (2003), 1563 (2004), 1623 (2005) und 1707 (2006) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen</strong> beteiligte sich Winfried Nachtwei mit folgendem Beitrag:</div>
            <div>    VizeprÃ¤sidentin Dr. h. c. Susanne Kastner: <p>Das Wort hat der Kollege Winfried Nachtwei, BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen.</p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Frau PrÃ¤sidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu 90 Prozent dieses Hauses sind wir uns in der SchlÃ¼sÂ­selfrage einig: Wie kann die internationale Gemeinschaft und dabei unverzichtbar ISAF in diesem sehr kritischen Jahr fÃ¼r Afghanistan zum Erfolg kommen? Wer jetzt von <strong>Exit-Strategie </strong>redet, vermittelt vÃ¶llig kontraproduktive Botschaften: Entmutigung fÃ¼r diejenigen Menschen, die Aufbau und Frieden in Afghanistan wollen, und ErmutiÂ­gung fÃ¼r diejenigen, die genau das Gegenteil vorhaben. </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD und der FDP) </p><p>Nun komme ich aber zum Thema. Aus militÃ¤rischer Sicht ist ein Tornado in Afghanistan nÃ¼tzlich fÃ¼r mehr FlexibilitÃ¤t bei der AufklÃ¤rung; je flexibler und prÃ¤ziser die AufklÃ¤rung, desto besser. Allerdings muss man ehrliÂ­cherweise dazusagen, dass auch in MilitÃ¤rkreisen die Dringlichkeit des Tornados fÃ¼r die Sicherheit von ISAF, gelinde gesagt, strittig ist. Es ist aber eine VerharmÂ­losung, wenn der Tornadoeinsatz nur als Hilfs- und Schutzeinsatz beschrieben wird. NatÃ¼rlich hat er diese Teilfunktion. Vor allem im SÃ¼den hat er aber selbstverÂ­stÃ¤ndlich auch die Teilfunktion der <strong>KampfunterstÃ¼tÂ­zung. </strong>Das lÃ¤sst sich nicht bestreiten. </p><p>FÃ¼r mich und meine Fraktion ist klar - das ist keine Grundsatzfrage -, dass in Afghanistan an verschiedenen Stellen gekÃ¤mpft werden muss. Die Frage ist allerdings, wie und nach welcher Strategie die KÃ¤mpfe dort ablauÂ­fen. Dazu muss man zur Kenntnis nehmen, was ein hochangesehener Thinktank aus London, das Senlis Council, zweimal in Studien gesagt hat, zuletzt in dieÂ­sem Februar: Es habe im SÃ¼den - bezogen auf die ProÂ­vinzen Helmand und Kandahar - â€žmehr ZerstÃ¶rung als Aufbau&quot; gegeben, und es wurden â€žFreunde verloren und Feinde gewonnen&quot;. - Hierzu muss die Bundesregierung etwas sagen. Bis heute Vormittag konnte die BundesÂ­regierung dazu nichts sagen. Ich mÃ¶chte sehr, dass sie diese Aussagen widerlegen kann. Das ist ein wichtiger Kontext fÃ¼r den Einsatz der Tornados.</p><p>Ein anderer Punkt ist der <strong>Strategiewechsel.</strong> Seit mehr als einem halben Jahr wird dieser gefordert. Es geht um die Gewichtung der militÃ¤rischen und der zivilen SÃ¤ule, es geht um Koordination und KohÃ¤renz. Auf dem NATO-Gipfel wurde dies ebenfalls beschworen. Wenn man genauer hinschaut, muss man feststellen, dass die Umsetzung dieses Strategiewechsels in Trippelschritten erfolgt, wo die Zeit enorm drÃ¤ngt.</p><p>(Beifall bei Abgeordneten des BÃœNDNIS-SES 90/DIE GRÃœNEN)</p><p>Es ist gut, dass das SchlÃ¼sselprojekt <strong>Polizeiaufbau </strong>jetzt mit der EU lÃ¤uft. Aber wir mÃ¼ssen - anders als bisÂ­her - den Anspruch an den Herausforderungen messen. Bezogen auf die Herausforderungen geschieht hier noch viel zu wenig.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der FDP)</p><p>Die <strong>DrogenbekÃ¤mpfung </strong>lÃ¤uft ungebremst kontraÂ­produktiv mit dem Vorrang fÃ¼r die FelderzerstÃ¶rung. SoÂ­lange in diesen Fragen keine Klarheit Ã¼ber die richtige Richtung herrscht und solange kein deutlicher StrategieÂ­wandel glaubwÃ¼rdig gemacht wird, so lange kann ich eine Zustimmung nicht empfehlen.</p><p>Vor fÃ¼nf Monaten hatten wir 14 Parlamentarierinnen aus Afghanistan hier. Ich wiederhole, was ich denen daÂ­mals gesagt habe: Erstens. Wir wissen, warum wir in Afghanistan sind. Zweitens. Wir lassen Sie nicht im Stich. Drittens. Wir versprechen, dass wir die notwendiÂ­gen StrategieÃ¤nderungen forcieren. - Sie haben gehÃ¶rt, dass wir in unserer Fraktion bezogen auf den Einsatz der Tornados uneinig sind. Aber bezogen auf diese BotÂ­schaft - und das ist unser Wille - sind wir uns sehr einig, ich glaube, auch mit dem grÃ¶ÃŸten Teil dieses Hauses.</p><p>Danke.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des Abg. Dr. Christian Ruck [CDU/CSU])</p></div>


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