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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei zum ersten Bericht der Bundesregierung Ã¼ber die Umsetzung des Aktionsplans zur zivilen KrisenprÃ¤vention</title>
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    <span class="xar-mod-title">/ e-politik.de / + Internationale Politik und Regionen</span>

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        <h1>
            Nachtwei zum ersten Bericht der Bundesregierung Ã¼ber die Umsetzung des Aktionsplans zur zivilen KrisenprÃ¤vention         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 16. Dezember 2006 00:56:19 +02:00 (109581 Aufrufe)            </div>
            <div>    In der Bundestagsdebatte Ã¼ber den ersten Bericht der Bundesregierung Ã¼ber die Umsetzung des Aktionsplans zur zivilen KrisenprÃ¤vention, KonfliktlÃ¶sung und Friedenskonsolidierung beteiligte sich auch <strong>Winfried Nachtwei</strong> mit einem Redebeitrag. Hier seine Rede:</div>
            <div>    PrÃ¤sident Dr. Norbert Lammert: <p>Ich erteile das Wort nun dem Kollegen Winfried Nachtwei, BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen.</p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Herr PrÃ¤sident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Staatsminister Erler, Herr Botschafter DÃ¤uble, bitte bestellen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseren ganz herzlichen Dank dafÃ¼r, dass sie diesen Bericht zusammengestellt haben. </p><p>(Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU - Manfred Grund [CDU/CSU]: Das ist staatsmÃ¤nnische Opposition!)</p><p>Dieser Bericht zeigt erneut, in welcher Breite und IntensitÃ¤t in diesem Bereich schon seit lÃ¤ngerem vonseiten der Bundesregierung gearbeitet wird.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)</p><p>Im Unterschied zum ursprÃ¼nglichen Aktionsplan kommt es in diesem ersten ÃœberprÃ¼fungsbericht erstmals zu Schwerpunktsetzungen, was sehr wichtig ist. Defizite - den Ball werde ich gleich noch stÃ¤rker aufnehmen - werden zumindest angedeutet. </p><p>Zur Erinnerung: Der Aktionsplan â€žKrisenprÃ¤vention, KonfliktlÃ¶sung und Friedenskonsolidierung&quot; geht auf zwei wesentliche Erfahrungen zurÃ¼ck, erstens auf die Erfahrungen, die man im Rahmen des <strong>internationalen</strong> <strong>Krisenengagements</strong> gesammelt hat. Es gab ein eklatantes Defizit bei den FÃ¤higkeiten zur zivilen KrisenprÃ¤vention und Friedenskonsolidierung. Daraus sind seit 1998 erhebliche Schlussfolgerungen gezogen worden. Das ZIF ist nur ein Beispiel von vielen. Ein anderes Beispiel ist der Zivile Friedensdienst. </p><p>Die zweite Erfahrung: Es kam darauf an, nicht nur einzelne MaÃŸnahmen und Instrumente, sondern auch neue FÃ¤higkeiten systematisch zu entwickeln. Dies ist der Ansatz des Aktionsplans. Es kommt darauf an, die ganze Politik der Bundesregierung an dieser <strong>Querschnittsaufgabe</strong> auszurichten. </p><p>Das Echo vor zwei Jahren auf den Aktionsplan war deutlich gespalten. In der Fachwelt sah man ihn sehr positiv und war zustimmend, in der Ã–ffentlichkeit lag die Reaktion praktisch bei null. Das muss man so deutlich sagen. </p><p>Es wurde schon darauf hingewiesen, dass der Ansatz der zivilen KrisenprÃ¤vention und Friedenskonsolidierung aktueller denn je ist. Wir erinnern uns an die zunehmende ErnÃ¼chterung in den letzten Wochen und Monaten, die alle angesichts der <strong>AuslandseinsÃ¤tze</strong> packt. Wir sehen immer deutlicher die Grenzen dieser AuslandseinsÃ¤tze und merken, dass es von ganz entscheidender Bedeutung ist, dass die zivile Konfliktbearbeitung und Friedenskonsolidierung mit einer ganz anderen IntensitÃ¤t vorangetrieben werden.</p><p>Es reicht nicht aus, wenn wir als Parlament diesen Bericht jetzt nur wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Das kennen wir bereits aus dem militÃ¤rischen Bereich, Herr StaatssekretÃ¤r Schmidt, wenn zu Recht ein â€žwohlwollendes Desinteresse&quot; an der Bundeswehr beklagt wird. Das wollen wir nicht. Es kommt darauf an, dass die Bundesregierung mit diesem Bericht konstruktive Kritik und vor allem RÃ¼ckenstÃ¤rkung bekommt. </p><p>Hier mÃ¶chte ich zunÃ¤chst einmal bestimmte Punkte ansprechen, bei denen ich politischen KlÃ¤rungsbedarf sehe; es gibt noch andere, aber diese sind mir besonders wichtig. Erstens dominiert im ÃœberprÃ¼fungsbericht der groÃŸe Bereich der so genannten Konfliktnachsorge. Wir mÃ¼ssen aufpassen, dass wir die <strong>PrimÃ¤rprÃ¤vention,</strong> die um einiges schwieriger ist, darÃ¼ber nicht vernachlÃ¤ssigen. </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)</p><p>Zweitens ist das zivil-militÃ¤rische VerhÃ¤ltnis, die <strong>zivil-militÃ¤rische</strong> <strong>Zusammenarbeit</strong> zu klÃ¤ren. Sie wird im ÃœberprÃ¼fungsbericht sehr stark aus der Perspektive des MilitÃ¤rischen geschildert. Hier ist es wichtig, auch die Perspektive der anderen einzubeziehen. Da muss deutlich nachgearbeitet werden.</p><p>SchlieÃŸlich nenne ich das Nebeneinander der verschiedenen Grundlagendokumente der Bundesregierung in diesem Bereich: <strong>Aktionsplan</strong> <strong>und WeiÃŸbuch.</strong> Staatsminister Erler, Sie haben das angesprochen. Ich habe - im Gegensatz zu Ihrer offiziellen EinschÃ¤tzung - den Eindruck, dass beide Dokumente sehr unverbunden nebeneinander stehen. Im letzten Anlauf sind sozusagen noch einzelne Andockstellen eingebaut worden, aber insgesamt ist das noch kein Ausdruck <strong>integrierter AuÃŸen- und Sicherheitspolitik,</strong> die wir uns inzwischen auf die Fahnen geschrieben haben. </p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN - Hellmut KÃ¶nigshaus [FDP]: Das ist wahr!)</p><p>Wo gibt es VerstÃ¤rkungsbedarf? Erstens braucht der Ressortkreis mehr Steuerungskompetenz. Das ist von ganz entscheidender Bedeutung.</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der FDP)</p><p>Da kann, glaube ich, helfen, dass der Ressortkreis einen Ressourcenpool mit â€žneuem&quot; Geld zugeordnet bekommt, wodurch <strong>ressortÃ¼bergreifende MaÃŸnahmen</strong> gefÃ¶rdert werden.</p><p>Zweitens brauchen wir - das kennen wir im militÃ¤rischen Bereich seit Jahren; das ist dort eine SelbstverstÃ¤ndlichkeit - zivile <strong>Planziele.</strong> Mit wie vielen FriedensfachkrÃ¤ften muss die Bundesrepublik fÃ¼r eine effektive KrisenbewÃ¤ltigung im Rahmen von Friedensmissionen beitragen? Ich nenne das Stichwort Sicherheitssektorreform. Wir mÃ¼ssen uns - auch bezÃ¼glich der Polizei - auf Zahlen einigen, die wir anstreben wollen. Wir mÃ¼ssen auch zu einer schnellen VerfÃ¼gbarkeit dieser KrÃ¤fte kommen. Das ist im Personalgesetz angesprochen. Da mÃ¼ssen wir schnell zu Potte kommen. </p><p>Von ganz entscheidender Bedeutung ist - der Redner der FDP hat es angesprochen -, dass wir eine deutliche Aufstockung der entsprechenden Haushaltstitel brauchen. </p><p>(Beifall des Abg. Hellmut KÃ¶nigshaus [FDP])</p><p>Hier bekommen wir fÃ¼r wenig Geld viel Extrakt. </p><p>Als Letztes komme ich zum SchlÃ¼sselprojekt. Bisher gibt es eine schlimme Unsichtbarkeit dieses Politikansatzes. Bei Google zum Beispiel gibt es zum Aktionsplan - er ist inzwischen seit zwei Jahren auf dem Markt - ungefÃ¤hr 28 700 Treffer, das WeiÃŸbuch - es ist seit zwei Monaten auf dem Markt - erzielt dort Ã¼ber 125 000 Treffer. Dies ist ein riesiger Unterschied. Daran muss gearbeitet werden. </p><p>PrÃ¤sident Dr. Norbert Lammert: </p><p>Herr Kollege!</p><p>Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): </p><p>Ja, ich komme zum Schluss.</p><p>Im Umsetzungsbericht ist von einer <strong>Kommunikationsstrategie</strong> die Rede. Sie muss jetzt schleunigst angegangen werden. Es kann nicht wie in der Vergangenheit sein, dass Ã¼ber Jahre das Geld fehlt, um den Aktionsplan zum Beispiel als BroschÃ¼re bekannt zu machen. </p><p>Zusammengefasst: KrisenprÃ¤vention ist in jeder Hinsicht sehr kostensparend, aber es gibt sie nicht zum Billigtarif. </p><p>Ich danke Ihnen. Gute Feiertage!</p><p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und der FDP)</p></div>
<p class="xar-quote">
Hin weis:&#160;
                <em>    <p>Die BeitrÃ¤ge aller Rednerinnen und Redner zu diesem Tagesordnungspunkt lassen sich <a href="downloads/btrede/20061215_bt-debatte_krisenpraevention.pdf">hier</a> als PDF-Datei herunterladen.</p></em></p>


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