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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Gelungener 2. TAG DES PEACEKEEPERS: Internationale Verantwortung ganz praktisch - von den Medien leider weitgehend ignoriert! </title>
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    <span class="xar-mod-title">/ e-politik.de / + Internationale Politik und Regionen</span>

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        <h1>
            Gelungener 2. TAG DES PEACEKEEPERS: Internationale Verantwortung ganz praktisch - von den Medien leider weitgehend ignoriert!          </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 15. Juni 2014 19:14:41 +02:00 (129142 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Wann kommen in Deutschland schon mal so viele Frauen und M&auml;nner mit Erfahrungen aus internationalen Krisengebieten zusammen - Soldaten, Polizisten und ZIvilexperten aus Friedenseins&auml;tzen? Nur beim Tag des Peacekeepers, der am 11. Juni zum zweiten Mal in Berlin stattfand. Hier mein Bericht:&nbsp; &nbsp; &nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">Gelungener zweiter</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> &bdquo;<strong>Tag des Peacekeepers&ldquo;:</strong></span></p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">Internationale Verantwortung ganz praktisch &ndash; </span></strong></p>
<p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">von den Medien leider wieder weitgehend negiert</span></strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, MdB a.D., Vorstandsmitglied DGVN (15. Juni 2014)</p>
<p><strong>Im Schloss Charlottenburg in Berlin fand am 11. Juni 2014 eine Feier der Bundesregierung zum &bdquo;Tag des Peacekeepers 2014&ldquo; statt. Ankn&uuml;pfend an den &bdquo;International Day of United Nations Peacekeepers&ldquo;, den die VN seit 12 Jahren weltweit am 29. Mai begehen, war dies nach der Premiere 2013 der zweite Tag des Peacekeepers in Deutschland. Am selben Tag hielt Bundespr&auml;sident Joachim Gauck in Oslo im Nobelinstitut eine Lobrede auf die norwegische Friedenspolitik, die er vorbildlich auch f&uuml;r Deutschland nannte. Beide Ereignisse wurden von den deutschen Medien (bis auf ganz wenige Ausnahmen) negiert.</strong></p>
<p>Um die 450 G&auml;ste f&uuml;llten den langen Saal der Gro&szlig;en Orangerie, die meisten von ihnen aktive oder ehemalige Peacekeeper in Bundeswehr- oder Polizeiuniformen oder Zivil. Eingeladen waren sie stellvertretend f&uuml;r die rund 5.000 Frauen und M&auml;nner (4.500 SoldatInnen, 300 PolizistInnen, 200 ZivilexpertInnen), die zzt. bei internationalen Friedensmissionen im Auftrag der Vereinten Nationen eingesetzt sind. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr Friedenseins&auml;tze in Afrika, wo Deutsche an 20 der 35 Missionen beteiligt sind. Nach dem Ausw&auml;rtigen Amt im Vorjahr war jetzt das Verteidigungsministerium (BMVg) das ausrichtende Ressort, unterst&uuml;tzt vom Zentrum Internationale Friedenseins&auml;tze (ZIF).</p>
<p><em>(<strong>Berichte + Fotos</strong> auf </em><a href="http://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/tag-des-peacekeepers.html"><em>www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/tag-des-peacekeepers.html</em></a><em> , hier auch <strong>Links</strong> zu den Berichten des AA, des BMVg, der Bundesregierung, zu dem Deutsche-Welle-Interview von Nina Werkh&auml;user mit Lisa Reefke, politische Berichterstatterin bei UNMISS im S&uuml;dsudan, zu dem Artikel von Gunther Hartwig in der S&uuml;dwestpresse, dem Gastbeitrag von Tom Koenigs in der Frankfurter Rundschau &bdquo;Frieden sch&uuml;tzen&ldquo; und dem Antrag von B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen im Bundestag &bdquo;Mehr Anerkennung f&uuml;r Peacekeeper in internationalen Friedensmissionen&ldquo; vom 21.5.2014; <strong>Factsheets</strong> zu Friedenseins&auml;tzen insgesamt und zu den Missionen in Afrika mit deutscher Beteiligung)</em></p>
<p><strong>Gru&szlig;worte</strong> sprachen der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im BMVg Dr. Ralf Brauksiepe, die Staatssekret&auml;re Dr. Martin Ederer (AA) und Dr. Emily Haber (BMI). Frau Haber: &bdquo;<em>Friedensmissionen sind eine Zukunftsaufgabe &ndash; und Sie haben die Hauptlast zu tragen</em>.&ldquo;</p>
<p>Die Staatssekret&auml;re erinnerten an die drei Zivilexperten des ZIF, die als Mitarbeiter der EU-Mission EUCAP Nestor am 24. Mai bei einem Selbstmordattentat auf ein Restaurant in Djibouti schwer verletzt wurden. (Sie wurden von einem MedEvac-Airbus der Bundeswehr nach Deutschland gebracht. Ein Kriseninterventionsteam der Polizei betreute die KollegInnen im Einsatzgebiet. Insgesamt kamen bei dem Anschlag drei Personen um`s Leben, darunter die beiden Attent&auml;ter. 15 Personen wurden verletzt, unter ihnen sechs niederl&auml;ndische Soldaten.)</p>
<p>Weil ein Ressortchef verhindert war, lie&szlig;en sich auch die anderen Minister durch ihre Staatssekret&auml;re vertreten. Das kann einmal so sein. Generell muss aber die Feierstunde zum Tag des Peacekeepers Chefsache bleiben! Es w&auml;re angemessen, wenn auch mal der Bundespr&auml;sident und die Kanzlerin an der Feierstunde teilnehmen w&uuml;rden.</p>
<p><strong>Stellvertretend f&uuml;r ihre KollegInnen geehrt</strong> wurden</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Stabsbootsmann Torsten Albrecht, EU Naval Force Atalanta (f&uuml;nf Auslandseins&auml;tze bei OEF Djibouti, ISAF Kunduz und Mazar-e Sharif, Djibouti)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Feldwebel Alexandra Bast, EU Training Mission, EUTM Mali</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Oberstleutnant i.G. Stephan Saalow, EU Regional Maritime Capacity Building Mission in the Horn of Africa + the Western Indian Ocean, EUCAP Nestor, bis Mai 2014 Chef des Stabes (vorher ISAF Afghanistan, UN Mission in Khartum)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Polizeidirektor Christoph Buik, EUCAP Nestor (Bundespolizist, mit KVM 1999 OSZE-Peacekeeper der ersten Stunde, , sp&auml;ter UNMIK/Mitrovica/Kosovo, Sudan, zuletzt Chef der Polizeikomponente bei EUCAP Nestor, zust&auml;ndig f&uuml;r Polizeiaufbau in Somalia)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Polizeikommissarin Annina Fuchs, UN Mission in Liberia, UNMIL (Polizei Sachsen-Anhalt, 2011 bei EULEX Kosovo)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erster Polizeihauptkommissar G&uuml;nter Hildebrandt, AU/UN Hybrid Operation in Darfur, UNAMID, Leiter des dt. Polizeikontingents (fr&uuml;her Dt. Botschaft in Nicaragua, Libanon, dann Mostar, UNMIK/Kosovo, GPPO Afghanistan, heute Osterholz-Scharmbeck)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; J&ouml;rg-Hinrichs-Lahmann, EUCAP Nestor, Reporting Officer (bei KVM 1999, OSZE-Peacekeeper der ersten Stunde, zwischen 2000 und 2010 im Kosovo, dann Sudan, Afghanistan EUPOL)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lisa Reefke, UN Mission in the Republic of South Sudan, UNMISS, politische Referentin (fr&uuml;her UNDP, DPKO, Timor Leste, Libanon)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Helena Karolina Szydlak, EU Police Mission Demokratische Republik Kongo, EUPOL RD Congo (1997-2004 Bosnien-Herzegowina, seit 2009 bei EUPOL RD Congo</p>
<p>Moderator J&ouml;rg Thadeusz von Radio Berlin Brandenburg sprach in lockerer Runde mit den neun Peacekeepern &uuml;ber ihre Motive, zentralen Erfahrungen sowie ihre Empfehlungen: Respekt f&uuml;r`s Land; Abstand zu den Verh&auml;ltnissen in Deutschland; Vorsicht; Optimismus nicht verlieren. Die Arbeit in den Konfliktl&auml;ndern sei bei allen Strapazen zugleich faszinierend. Bedauert wird, dass insbesondere der Einsatz der Polizisten und Zivilexperten bei der Masse der Leute hierzulande bisher leider nicht angekommen sei.</p>
<p><strong>&bdquo;Was ist eigentlich vernetztes Handeln &hellip; im Friedenseinsatz?&ldquo; </strong>Ein vom ZIF und &bdquo;Schnittb&uuml;ro&ldquo; produzierter flotter Film machte das in f&uuml;nf Minuten sehr anschaulich:</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Konfliktl&auml;nder, Konfliktthemen und Akteure im &Uuml;berblick</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wie die Internationale Gemeinschaft zur Konfliktl&ouml;sung beitragen kann</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Frauen und M&auml;nner mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen: Soldaten, Polizisten, Zivilexperten, Diplomaten, humanit&auml;re und Entwicklungshelfer; ein Soldat, ein Polizist eine Zivilexpertin erl&auml;utern ihre jeweiligen Auftr&auml;ge, unterschiedliche Perspektiven und St&auml;rken;</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vielseitige Unterst&uuml;tzung f&uuml;r komplexe Konflikte: Wer spricht mit wem dar&uuml;ber, wie man wo vorgeht, um sinnvoll zu einer L&ouml;sung beizutragen? Das sei die Idee des vernetzten Handelns.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es komme darauf an, &uuml;ber den Tellerrand zu gucken, verschiedene Kompetenzen anzuerkennen, wo andere besser sind; MONUSCO-Chef Martin Kobler fasst die verschiedenen Dimensionen vernetzten Handelns knapp und klar zusammen.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Deutschland praktiziere vernetztes Handeln in Vorbereitung, Planung und Einsatz (Anm.: So ist der Anspruch, hinter dem die Wirklichkeit zu oft zur&uuml;ckbleibt). &nbsp;&bdquo;Konflikte k&ouml;nnen nur gemeinsam gel&ouml;st werden.&ldquo;</p>
<p>(Auff&auml;llig und sinnvoll ist der Begriffswandel von der &bdquo;vernetzten Sicherheit&ldquo; zum &bdquo;vernetzten Handeln&ldquo;. Der vernetzte Ansatz ist wohl in der Community von Peacekeeping, Krisenpr&auml;vention (vgl. Aktionsplan von 2004) und Peacebuilding bekannt, dar&uuml;ber hinaus aber weitgehend unbekannt. Der Film ist da ein echter Durchbruch. Dank an Wanda Hummel vom ZIF f&uuml;r diese Leistung!)</p>
<p><strong>Die Diaprojektion &bdquo;The Hidden Trasures of Timbuktu</strong>&ldquo; von Joseph Hunwich &amp; Alida Boye brachte zum Schluss faszinierende Bilder von einem Weltkulturerbe, das vor der Vernichtung bewahrt werden konnte (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=pRq_CMQECLw">http://www.youtube.com/watch?v=pRq_CMQECLw</a> , <a href="http://www.josephhunwich.com">http://www.josephhunwich.com</a> ):</p>
<p>Die rund 350.000 in Timbuktu aufbewahrten handschriftlichen Manuskripte umfassen das gesamte naturwissenschaftliche, philosophische und theologische Wissen der arabischen Welt seit dem 12. Und 13. Jahrhundert. Als islamistische Gruppen 2012 bis Anfang 2013 den Norden Malis besetzten, begannen sie auch mit der Zerst&ouml;rung dieses kulturellen Erbe. Von den 16 antiken Mausoleen Timbuktus wurden elf zerst&ouml;rt. Die Bundesrepublik hilft mit Unterst&uuml;tzung der Gerda-Henkel-Stiftung bei der Sicherung und dem Erhalt dieser Kultursch&auml;tze.</p>
<p><strong>Musikalisch umrahmt</strong> und beschwingt wurde die Veranstaltung von der Swingformation &bdquo;Fat Cats&ldquo; der Bigband der Bundeswehr mit der S&auml;ngerin Bwalja Chimfwembe, die u.a. &bdquo;Windows of Hope&ldquo; von Oleta Adams und &bdquo;Hero&ldquo; von Mariah Carey singt.</p>
<p>Mit St&auml;nden informierten das ZIF, die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen und &bdquo;Lachen Helfen&ldquo; e.V. &uuml;ber ihre vielf&auml;ltige Arbeit.</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong> In den letzten Jahren war vermehrt bewusst geworden, wie wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung die Frauen und M&auml;nner hierzulande erhalten, die im Rahmen von VN-mandatierten Missionen und im demokratisch legitimierten Auftrag in belastende, oft riskante Eins&auml;tze entsandt werden. Erfreulich war, wie schnell die Bundesregierung die Anregung der ZIF-Direktorin Dr. Almut Wieland-Karimi und aus dem DGVN-Vorstand aufnahm, den Peacekeeper-Tag auch in Deutschland zu begehen.</p>
<p>Beim ersten Tag des Peacekeepers 2013 ehrten die Minister Westerwelle, de Maizi&egrave;re und Friederichs je drei Soldaten, Polizisten und Zivilexperten aus den Einsatzgebieten Kosovo, Afrika und Afghanistan. Die einhellige Reaktion aller Beteiligten: Es war eine rundum gelungene und w&uuml;rdige Veranstaltung. (Mein Bericht unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1220">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1220</a> und als Gastbeitrag in Adlas &ndash; <a href="http://adlasmagazin.files.wordpress.com/2013/09/adlas-03_2013.pdf">http://adlasmagazin.files.wordpress.com/2013/09/adlas-03_2013.pdf</a> )</p>
<p>Bei der (allj&auml;hrlichen) Feierstunde des BMI f&uuml;r Polizeibeamte in internationalen Verwendungen und Polizeimissionen am 2. April, bei dem 1. ZIF-Wahlbeobachtungstag am 4. April wurden einzelne Gruppen von &bdquo;Einsatzr&uuml;ckkehrerInnen&ldquo; geehrt. Am 20. Mai fand in Magdeburg auf Einladung des Ministers f&uuml;r Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, erstmalig&nbsp; eine dezentrale Feier zum Tag des Peacekeepers statt.</p>
<p>Das ist eine erfreuliche Entwicklung.</p>
<p><strong>Sie wird in zweifacher Hinsicht &uuml;berschattet:</strong></p>
<p>- Obwohl der Tag des Peacekeepers jetzt in der sitzungsfreien Zeit des Bundestages stattfand, nahm wie im Vorjahr weniger als eine Handvoll Bundestagsabgeordnete an der Feier teil (Ute Finckh-Kr&auml;mer/SPD, Agnieszka Brugger/Gr&uuml;ne und Ralf Brauksiepe sah ich sowie den Wehrbeauftragten Helmut K&ouml;nigshaus). Vor dem Hintergrund der politisch-menschlichen Verantwortung des Parlaments f&uuml;r die Peacekeeper und verglichen mit der &uuml;blichen Abgeordneten-Teilnahme am Feierlichen Gel&ouml;bnis am 20. Juli und an Parlamentarischen Abenden von Interessengruppen ist das irritierend wenig!</p>
<p><strong>- </strong>Der Tag des Peacekeepers fand in diesem Jahr wieder &ndash; bis auf die Positivbeispiele Deutsche Welle, FR und S&uuml;dwestpresse &ndash; keine Beachtung in den allgemeinen Medien. Damit setzt sich ein Trend fort, den ich durchg&auml;ngig bei &auml;hnlichen solchen Ereignissen seit Jahren erlebe. Offenbar sind solche Veranstaltungen zu konstruktiv f&uuml;r einen Medienbetrieb, der von Streit, Skandalisierung, Gewaltereignissen und Bad News regelrecht abh&auml;ngig zu sein scheint. Dabei bewies Nina Werkh&auml;user von der Deutschen Welle auch jetzt wieder, dass Peacekkeeper eine Fundgrube f&uuml;r spannende und bunte Geschichten sind. (vgl. zur Verdrehung von Gauck-&Auml;u&szlig;erungen im Kontext seines Norwegen-Besuches mein Kommentar unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1293">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1293</a> )</p>
<p><strong>Internationale Verantwortung Deutschlands?</strong> In letzter Zeit hat sich in Teilen vor allem des sicherheitspolitischen Diskurses die Pauschalmeinung von einer deutschen &bdquo;Dr&uuml;ckebergerei&ldquo; verbreitet und in anderen Teilen der &Ouml;ffentlichkeit die Verk&uuml;rzung von &bdquo;internationaler Verantwortung&ldquo; auf Milit&auml;reins&auml;tze. Notorisch ignoriert wird dabei, was Tausende Frauen und M&auml;nner in Uniform <span style="text-decoration: underline;">und</span> Zivil im Auftrag von Bundesregierung und Bundestag tagt&auml;glich zu internationaler Friedenssicherung und Gewalteind&auml;mmung beitragen. Sie stehen praktisch und pers&ouml;nlich f&uuml;r die internationale Verantwortung Deutschlands und beispielhaft f&uuml;r die vielf&auml;ltigen Instrumente und Ans&auml;tze heutiger Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, die Friedenspolitik sein soll. Das ZIF macht vor, wie &uuml;ber ihre konkrete Arbeit Au&szlig;enpolitik sichtbar, greifbar, anschaulich und interessant gemacht werden kann. Der Tag des Peacekeepers bietet eigentlich eine hervorragende Gelegenheit, das in eine breitere &Ouml;ffentlichkeit zu tragen!</p>
<p><strong>Allseitiges Schulterklopfen?</strong> Das erfreuliche Ereignis der Peacekeeper-Ehrung sollte nicht zu politischer Selbstzufriedenheit verf&uuml;hren. Viel zu mager ist die deutsche Beteiligung an ausdr&uuml;cklich VN-gef&uuml;hrter Friedenssicherung (an 48. Stelle mit 268 Personen, davon 234 Soldaten, 24 Polizisten, 10 UN Military Experts on Mission). Viel zu wenig beachtet wird bisher die wachsende Bedeutung internationaler Polizei- und Rechtsstaatsmissionen; gro&szlig; ist weiterhin der R&uuml;ckstand der Kapazit&auml;ten der Gewaltpr&auml;vention und zivilen Friedensf&ouml;rderung gegen&uuml;ber den Kapazit&auml;ten milit&auml;rischer Krisenreaktion.</p>
<p><strong>Operation Umschminken?</strong> Soll es nach der kriegerischen Entwicklung des Afghanistaneinsatzes jetzt mit dem Peacekeeper-Tag zur&uuml;ck zum &bdquo;Brunnenbauer-Image&ldquo; gehen? Bei den Betreibern und TeilnehmerInnen des Peacekeeper-Tages habe ich ein solches Motiv nicht erfahren. Da stand anderes im Vordergrund: Die pers&ouml;nliche Anerkennung f&uuml;r die entsandten Frauen und M&auml;nner und ihren pers&ouml;nlichen Einsatz; die Betonung des VN-Auftrages zur internationalen kollektiven Friedenssicherung (und nicht von Krieg als Mittel zur Durchsetzung von Partikularinteressen); schlie&szlig;lich die Darstellung des vernetzten Handelns &ndash; keiner schafft` s allein, die St&auml;rken der anderen!</p>
<p><strong>&bdquo;Mehr Anerkennung f&uuml;r Peacekeeper in Internationalen Friedenseins&auml;tzen</strong>&ldquo; ist der aktuelle Antrag &uuml;berschrieben, den die Gr&uuml;nen-KollegInnen Agnieszka Brugger, Franziska Brantner, Tom Koenigs und Fraktion aktuell in den Bundestag eingebracht haben und der am 5. Juni im Plenum debattiert wurde (Bundestagsdrucksache 18/1460 vom 21.05.2014, <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/014/1801460.pdf">http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/014/1801460.pdf</a> ): Konkret ausgef&uuml;hrt wird, dass die Anerkennung f&uuml;r die Peacekeeper einhergehen sollte mit einer St&auml;rkung der deutschen Politik in und f&uuml;r die Vereinten Nationen, EU und OSZE. Die Bundesregierung wird aufgefordert, in geeigneter Form auch die Arbeit der anderen Frauen und M&auml;nner anzuerkennen, die im Rahmen der Durchf&uuml;hrungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, von NGO`s und Hilfsorganisationen in Krisengebieten arbeiten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Unter </span><a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a><span style="text-decoration: underline;"> Berichte zur </span></p>
<p>- Feierstunde f&uuml;r <strong>TeilnehmerInnen an polizeilichen Auslandsverwendungen</strong> am 2. April 2014</p>
<p>- zum 1. <strong>ZIF-Wahlbeobachtungstag</strong> am 4. April 2014</p>
<p>- zur DGVN-Veranstaltung mit <strong>MONUSCO-Chef Kobler</strong> am 24. Februar 2014</p>
<p>- zu Festakt und Fachtagung der DGVN zu <strong>40 Jahre VN-Mitgliedschaft Deutschlands</strong> am 18. September 2013</p>
<p>- zur Fachtagung &bdquo;<strong>20 Jahre Bund-L&auml;nder-AG Internationale Polizeimissionen</strong>/IPM&ldquo; am 13. Juni 2014 in Bonn (im Rahmen der Innenministerkonferenz)</p>
<p>&nbsp;</p></div>


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