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Internationale Politik und Regionen
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NOTRUFE zu Syrien + Irak von A. Böhm (ZEIT), P. Becker (SWP), Faia + Rihan Younan, U. Dufner (HBS), A. Cordesman (CSIS), adopt a revolution

Veröffentlicht von: Nachtwei am 4. November 2014 21:43:41 +01:00 (15194 Aufrufe)

Hier zum fünften Mal Links zu Beiträgen über die Kriegsbrände in Syrien und Nordirak - der Winter kommt, nichts stoppt bisher die weitere Eskalation der syrischen Katastrophe. Was könnte da helfen? Hier einige wichtige - vielleicht auch inopportune - Beiträge.

NOTRUFE zu Syrien + Irak von Andrea Böhm (ZEIT), Petra Becker (SWP), Faia + Rihan Younan (Aleppo), Ulrike Dufner (HBS Türkei), Anthony Cordesmann (CSIS), adopt a revolution

Zusammengestellt von Winfried Nachtwei (4. November 2014)

AP-Foto „Anstehen für Brot in Damaskus“ unter www.facebook.com/winfried.nachtwei

YouTube-Hit “To Our Countries“ der 22- und 23-jährigen, in Aleppo aufgewachsenen  Schwestern Faia + Rihan Younan: Faia besingt die (frühere) Schönheit von Damaskus, Bagdad, Beirut und Jerusalem. Rihan beschreibt die aktuelle Lage in Syrien, Irak, Libanon und Palästina.

www.spiegel.de/politik/ausland/youtube-hit-to-our-countries-ueber-syrien-libanon-und-irak-a-998457.html

„Zelte für die Jesesiden“von Ulrike Dufner (Heinrich Böll Stiftung Istanbul) in der taz vom 3. November 2014: rund 20.000 jesidische Flüchtlinge sind aus dem Shengal-Gebiet/Nordirak über die Grenze in die Türkei geflohen, 55% sind unter 17 Jahre, viele schwer traumatisiert. Internationale humanitäre Hilfe kommt hier bisher nicht an, der Winter steht kurz bevor, eine Rückkehr in die Heimat ist kurzfristig nicht möglich. Dringender Aufruf von NGO`s zu einer Hilfskampagne für jesidische Flüchtlinge aus dem Nordirak

www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2014%2F11%2F03%2Fa0069&cHash=514588c24034e9d8afe6e63ccb6202ad

Ulrike Dufner: „Wir sind auf Eure Unterstützung angewiesen. Im Anhang findet ihr Details zu unserer Arbeit. Bis auf ein Team von drei Personen, welche die lokalen Kreise unterstützen beim Aufbau von Flüchtlingscamps, arbeiten wir ehrenamtlich. Wir haben ein Team gebildet, das aus führenden Personen von NGOs besteht, darunter ich als Leiterin des Türkeibüros der Heinrich Böll Stiftung. Wir überwachen die Implementation und den Finanzfluß, wir vernetzen die Welthungerhilfe mit lokalen Partnern, wir garantieren dafür, dass die Mittel direkt bei den betroffenen ankommen.

Ihr könnt unsere Arbeit unterstützen, mit

150 Euro für das Aufrüsten von Zelten

600 Euro für ein 16 qm Zelt mit Heizung für eine Familie

1.100 Euro für ein 40 qm Zelt für soziale Aktivitäten.

Wir haben ein Konto in Deutschland, das dem Verein "Die Brücke e.V.", ein Verein der Deutschen in der Türkei, gehört. Die deutsche Community in der Türkei unterstützt unser Vorhaben in hervorragender Weise. Die deutsche Schule in Ankara und in Istanbul haben für uns gesammelt. Wir haben in der kommenden Woche ein Koordinationstreffen, wie wir über den Kauf von Zelten weiter aktiv werden können.“

Die Konto-Nummer lautet:

Verwendungszweck: Die Brücke-Zelte (bitte immer angeben!)
in Deutschland: Christine Senol, Die Brücke e.V., IBAN Konto-Nr. DE22 7 105 2050 0000 7988 84
Kreissparkasse Traunstein - Trostberg

„Vergeblicher Notruf“ von Andrea Böhm auf der Titelseite der ZEIT vom 30. Oktober 2014

 „(…) Nicht gerettet, sondern im Stich gelassen – so dürften sich die meisten Syrer fühlen, seit die USA ihre Luftangriffe auf den „Islamischen Staat“ (IS) vom Irak auf Syrien ausgeweitet haben. (…) Fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit hat Syriens Assad-Regime zur gleichen Zeit seine Bombardements gegen Gebiete ausgeweitet, die in der Hand von Rebellen sind. Über 1300 Zivilisten sollen, Schätzungen zufolge, allein im September bei Bombenangriffen auf Aleppo, Duma, Hama und andere Gebiete ums Leben gekommen sein.“ In den Hauptstädten wird über die Einrichtung von Pufferzonen, über eine Blauhelmmission in Kobane, die Aufnahme von 5% aller Syrien-Flüchtlinge in den reichen westlichen Ländern diskutiert. „Aber nichts davon würde die weitere Eskalation der syrischen Katastrophe stoppen. Nein, um diese aufzuhalten, ist jetzt ein ebenso naheliegender wie riskanter Schritt notwendig: ein Flugverbot für die syrische Luftwaffe im ganzen Land.“

(www.onleihe.de/static/content/zeit_de/20141030/DZ_45_14/vDZ_45_14.pdf )

Vgl. auch „Die Terroristen gewinnen – Iraker und Syrer wenden sich zunehmend vom Westen ab“ von Andrea Böhm (ZEIT 9. Oktober 2014)

Hilfe für Syriens Zivilgesellschaft – ineffektiv und fehlgeleitet“, von Petra Becker, SWP-aktuell Oktober 2014: „Dreieinhalb Jahre nach Beginn der friedlichen Protestbewegung in Syrien sind die zivilen  Akteure marginalisiert. Das Bild wird beherrscht von Milizen unterschiedlichster Couleur. (…) Die Hälfte der Bevölkerung ist entweder ins Ausland geflohen oder wurde im Landesinnern vertrieben. Millionen von Binnenflüchtlingen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Angesichts der internationalen Militärkampagne gegen den sogenannten Islamischen Staat ist es höchste Zeit für die westlichen Unterstützer der Oposition, dass sie ihre ursprüngliche Strategie – fast nur auf die Förderung ziviler Strukturen zu setzen – ernsthaft auf den Prüfstand stellen (…)“  www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2014A64_bkp.pdf

The Air War Against the Islamic State: Need for An ´Adequacy of Resources´” von Anthony H. Cordesman (Center for Strategic & International Studies/CSIS): Luftmacht könne keine religiösen, ethnischen, politischen und Governance-Probleme lösen, die der Kern des syrischen und irakischen Konflikts seien. Luftmacht könne nicht den Mangel an effektiven irakischen Bodentruppen und moderaten Rebellenkräften ausgleichen. Luftmacht könne IS nur beeinträchtigen, nicht besiegen oder zerstören oder verhindern, dass andere extremistische Gruppen an Stelle von IS treten. Aber bisher seien die Luftwaffeneinsätze gemessen an früheren Einsätzen wenig mehr als militärische Symbolhandlungen – mit zu wenig Wirkungen und zu langsam. Die Luft-Boden-Einsätze der US-Luftwaffe begannen am 8. August mit je 10/Tag, stiegen auf 15/Tag bei der Rückeroberung des Mosul-Damms, zurück auf 10/Tag bis 22. September, mit Ausweitung auf Syrien kurzzeitiger Anstieg auf 28/Tag, zurück auf 10, Anstieg wg. Kobane auf 25/30. Zum Vergleich: 1999 Kosovo 128 Angriffsflüge/Tag, im Irakkrieg 2003 800/Tag.

www.csis.org/publication/air-war-against-islamic-state-need-adequacy-resources

Adopt a Revolution” zur Unterstützung der zivilen Opposition in Syrien, gegründet im Herbst 2011 - für lokale Bürgerkomitees, Mediencenter, Zentren für Zivilgesellschaft,Bildungs- und Schulprojekte (z.B. mit medico international); Aufruf „Freiheit braucht Beistand“; Blogs „Berichte aus Syrien“ und „IS-Watch“. www.adoptrevolution.org

Amnesty International zu Syrien: www.amnesty.org/en/region/syria

Human Rights Watch zu Syrien: www.hrw.org/middle-eastn-africa/syria

Bisherige Linksammlungen:

- „Vom Terror zum Kalifat“ – sehr erhellender Beitrag von Winrich Kühne zur Komplexität der dschihadistischen Expansion von IS und anderen. Symptombehandlung reicht nicht! (www.nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1316 )

- Aktuelle Infos/Links zum Terrorkrieg im Nordirak II, 30.8.2014 (www.nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1310 ) )

- Aktuelle Infos/Links zum Terrorkrieg und humanitären Notstand im Nordirak, 22.8.2014 (www.nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1308

- Schutzverantwortung akut gegenüber dem Terrorkrieg der IS-Milizen: Anmerkungen zur militärischen Nothilfe („Mass Atrocity Response Operation“/MARO), 13.8.2014 (www.nachtwei.de )

 

 


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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