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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Nachtwei zum Wehrbeauftragtenbericht</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr + Internationale Politik und Regionen + GroÃŸe Anfrage</span>

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        <h1>
            Nachtwei zum Wehrbeauftragtenbericht         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 18. Juni 2008 18:19:37 +02:00 (84744 Aufrufe)            </div>
            <div>    FÃ¼r seine Fraktion nahm Winfried Nachtwei im Deutschen Bundestag Stellung zum Jahresbericht 2007, den der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe dem Deutschen Bundestag erstattet hatte. Hier seine Rede: 
</div>
            <div>      
<p>
VizeprÃ¤sidentin Petra Pau: 
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FÃ¼r die Fraktion BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen spricht nun der Kollege Winfried Nachtwei.
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<p>
Winfried Nachtwei (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN): 
</p>
<p>
Frau PrÃ¤sidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Als Mitglieder des Verteidigungsausschusses waren wir schon Ã¶fter in Bosnien-Herzegowina und haben dort so manche Hubschrauberbesatzung kennen- und schÃ¤tzen gelernt. Deshalb empfinden wir ein ganz besonderes MitgefÃ¼hl fÃ¼r diejenigen, deren AngehÃ¶rige oder Freunde nicht lebend aus dem Einsatz zurÃ¼ckkommen.
</p>
<p>
Herr Wehrbeauftragter, wir schlieÃŸen uns gerne dem Dank der anderen Fraktionen und der PrÃ¤sidentin an Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Mir ist das auch deshalb ein besonderes Anliegen, weil ich die Methodik, mit der Sie Ihr Amt ausfÃ¼hren, sehr schÃ¤tze. Dazu gehÃ¶rt zum Beispiel, dass Sie bei bestimmten Punkten nicht bei der Benennung von MÃ¤ngeln stehenbleiben, sondern auch in die Tiefe gehen. In diesem Bericht betrifft das zum Beispiel den Bereich Ausbildung. Sie haben sich die Offiziersausbildung einmal nÃ¤her angeschaut und haben dann gesehen, woran es mangelt.
</p>
<p>
Ich will allerdings nicht zu dem spektakulÃ¤ren Mangel bzw. eigentlich dem Gegenteil davon kommen, nÃ¤mlich zu manchen Ã¼berdimensionierten Soldaten, sondern zu anderen enorm wichtigen Themen. Ich will drei Komplexe ansprechen: erstens den Bereich FÃ¼rsorge, zweitens den Bereich FÃ¼hrungsverhalten und drittens den Bereich Rechtsklarheit.
</p>
<p>
Die Politik stellt ganz besondere Anforderungen an Soldatinnen und Soldaten. Das fÃ¤ngt mit dem schnellen Wechsel von Standorten an und hÃ¶rt bei den Auslands-einsÃ¤tzen auf. Die Soldaten haben deshalb selbstverstÃ¤ndlich einen besonderen Anspruch auf verlÃ¤ssliche FÃ¼rsorge. Die Brennpunkte dieser FÃ¼rsorgeanforderungen sind heute schon mehrfach genannt worden: die VerhÃ¤ltnisse der baulichen Infrastruktur, die Unterbringung in den Kasernen, die Wohnbedingungen und nicht zuletzt die Vereinbarkeit von Familie und Dienst. Schnelle Abhilfen sind unbedingt notwendig, damit nicht erst die nÃ¤chste Generation davon profitiert.
</p>
<p>
Die AuslandseinsÃ¤tze sind belastend und riskant. Das zeigt sich ganz besonders und heimtÃ¼ckisch bei posttraumatischen BelastungsstÃ¶rungen, die noch ziemlich lange nach einem Einsatz auftreten kÃ¶nnen. Manche von uns haben - so wie ich in den letzten Monaten - einige von den Betroffenen kennengelernt. Dabei haben wir schlimme Krankheitsgeschichten gehÃ¶rt. Es stellte sich heraus, dass hier ein wirklich dringender Handlungsbedarf besteht. Es darf nicht sein, dass Soldaten jahrelang um die Anerkennung einer WehrdienstbeschÃ¤digung kÃ¤mpfen mÃ¼ssen und dass entlassene Zeitsoldaten auf der Suche nach Heilung und UnterstÃ¼tzung eine regelrechte Odyssee durchmachen mÃ¼ssen. Dies ist zurzeit noch eine organisierte Verantwortungslosigkeit.
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)
</p>
<p>
Zum FÃ¼hrungsverhalten - wie im letzten Jahresbericht ist dieses Thema auch jetzt wieder angesprochen worden -: Es ist ausgesprochen beunruhigend, was von manchen Offizieren, von Hauptleuten und darÃ¼ber hinaus, berichtet wird; beunruhigend ist vielmehr auch die Feststellung des Wehrbeauftragten, dass es sich nicht um EinzelfÃ¤lle handelt, sondern um einen zum Teil zunehmenden Trend. DarÃ¼ber haben wir vor allem im Ausschuss noch vertieft zu diskutieren.
</p>
<p>
SchlieÃŸlich zur Rechtsklarheit. Soldaten der Bundeswehr sind klar und deutlich an Recht und Gesetz, an die Grundrechte und das VÃ¶lkerrecht gebunden. Umgekehrt erwarten sie natÃ¼rlich von der politischen FÃ¼hrung, von der Bundesregierung, rechtlich einwandfreie AuftrÃ¤ge und Befehle. 
</p>
<p>
Wie sieht das inzwischen beim Auftrag â€žEnduring Freedom&quot; aus? Vor sieben Jahren wurde der Verteidigungsfall ausgerufen. Dies ist doch wahrhaftig keine in irgendeiner Weise nachvollziehbare Legitimation mehr. An dieser Stelle endlos weiterzumachen, ist eine Zumutung fÃ¼r jedes Rechtsempfinden.
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<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)
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Unglaublich fÃ¼r jedes Rechtsempfinden ist, was der Tornadobesatzung des Jagdbombergeschwaders 33 in BÃ¼chel zugemutet wurde. In der Taschenkarte â€žHumanitÃ¤res VÃ¶lkerrecht&quot; des Verteidigungsministeriums vom August 2006 heiÃŸt es unter â€žKampfmittel und Kampfmethoden&quot; - ich zitiere -: Insbesondere der Einsatz folgender Kampfmittel ist deutschen Soldaten bzw. Soldatinnen verboten: Antipersonenminen, chemische und bakteriologische Waffen, atomare Waffen. - Im Rahmen der technischen nuklearen Teilhabe mÃ¼ssen Tornadobesatzungen den Abwurf von Atombomben Ã¼ben. Zurzeit tun sie das im Inland und im Ausland auch noch.
</p>
<p>
Herr Minister, ich fordere Sie auf, diesen offenkundig rechtswidrigen Auftrag umgehend zu widerrufen. Das ist nicht zuletzt eine Verpflichtung gegenÃ¼ber den StaatsbÃ¼rgern in Uniform der Bundeswehr.
</p>
<p>
Danke schÃ¶n.
</p>
<p>
(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN und bei der LINKEN)
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</div>


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