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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Verzicht auf â€žBombodromâ€œ ist eine Frage der politischen GlaubwÃ¼rdigkeit</title>
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    <span class="xar-mod-title">Sicherheitspolitik und Bundeswehr</span>

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        <h1>
            Verzicht auf â€žBombodromâ€œ ist eine Frage der politischen GlaubwÃ¼rdigkeit         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=3">Webmaster</a> am 20. August 2004 17:07:03 +02:00 (107108 Aufrufe)            </div>
            <div>    AnlÃ¤sslich einer weiteren Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Frankfurt/Oder gegen die militÃ¤rische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide, erklÃ¤ren Winfried Nachtwei, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und verteidigungspolitischer Sprecher, und Cornelia Behm, brandenburgische Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Ost:</div>
            <div>    <p>Der juristische Marathon geht weiter: Kaum hat Verteidigungsminister Struck verkÃ¼ndet, dass die Bundeswehr den Rechtsstreit gegen die Anwohner der
Kyritz-Ruppiner Heide gewinnen wird, untersagt das Oberverwaltungsgericht in Frankfurt in einem weiteren Verfahren die sofortige Inbetriebnahme. Die AnkÃ¼ndigung
von Struck und MinisterprÃ¤sident Platzeck, das Projekt nach Abschluss der Ã¼brigen Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht noch einmal Ã¼berprÃ¼fen zu
wollen, mÃ¼ssen die Betroffenen als Provokation empfinden. Zu oft haben ihnen in den vergangenen Jahren Spitzenpolitiker bezÃ¼glich des Bombodroms politische
Hoffnungen und Versprechungen gemacht, die anschlieÃŸend bitter enttÃ¤uscht wurden.</p>

<p>Der Verzicht auf das â€žBombodromâ€œ ist daher inzwischen weit mehr als nur eine juristische, sicherheitspolitische oder regionalwirtschaftliche Frage: Die
Entscheidung fÃ¼r oder wider das Bombodrom ist lÃ¤ngst zu einer Frage der politischen GlaubwÃ¼rdigkeit der Parteien in Ostdeutschland geworden. Wir erwarten
daher, dass sich bei der StandortÃ¼berprÃ¼fung das Primat der Politik durchsetzen und auf die Einrichtung eines Luft-Boden-SchieÃŸplatzes in der Kyritz-Ruppiner
Heide verzichtet werden wird. Die strukturschwache Region braucht baldmÃ¶glichst eine klare zivile Entwicklungsperspektive.</p>

<p>Dies gilt umso mehr, als der sicherheitspolitische Bedarf nicht ersichtlich ist. Im Zeitalter â€žkinderleichterâ€œ (tragbarer) Luftabwehrsysteme, abstandsfÃ¤higer
PrÃ¤zisionsbewaffnung, unbemannter Drohnen und vernetzter OperationsfÃ¼hrung ist die Neueinrichtung eines Luft-Boden-SchieÃŸplatzes fÃ¼r den Abwurf von frei
fallenden â€ždummenâ€œ Ãœbungsbomben aus niedrigen HÃ¶hen eine militÃ¤rische AbsurditÃ¤t ersten Grades. Hinzu kommt, dass die Bundeswehr einen jÃ¤hrlichen
Bedarf von 1.700 ÃœbungseinsÃ¤tzen angemeldet, im vergangenen Jahr in Siegenburg und Nordhorn jedoch insgesamt â€žnurâ€œ 764 ÃœbungseinsÃ¤tze geflogen hat.
Durch den Abbau weiterer Flugzeuge wird der Bedarf in den kommenden Jahren weiter sinken. BefÃ¼rchtungen, dass die Kyritz-Ruppiner Heide mittelfristig zum
einzigen Bombenabwurfplatz in Deutschland und zur grÃ¶ÃŸten Bombenkippe in Europa werden kÃ¶nnte, sind daher berechtigt.</p></div>


           <br />
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   </div>
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